Jemeniten verteidigen Flughafen von Hodeida bisher erfolgreich

Wie Press TV am heutigen Sonntag mitteilte, verteidigen die Streitkräfte des Jemen und Volkskomitees den Flughafen von Hodeida bislang erfolgreich gegen von den Vereinigten Arabischen Emiraten angeführte Aggressoren.

Am gestrigen Samstag Morgen hatte die von Streitkräften der VAE geführte Koalition von sudanesischen und jemenitischen Söldnern, unterstützt von Saudi Arabien, den USA, Britannien und Frankreich, einen größeren Versuch der Eroberung des Flughafens der westjemenitischen Küstenstadt Hodeida gestartet und dazu von ihren angeschlossenen Propagandastationen auch gleich die Meldung verbreiten lassen, sie hätten den Flughafen bereits vollständig eingenommen. Die jemenitische Nachrichtenagentur Saba dementierte die Meldung jedoch unter Berufung auf Offizielle des Flughafens.

Am Samstag Abend sah die Situation dann wohl so aus, dass die Aggressoren versuchten, den Flughafen westlich und östlich zu flankieren, weil der Widerstand auf dem Flughafen selbst zu stark war.

Am heutigen Sonntag Vormittag meldeten Medien der Koalition der Aggressoren dann, dass die saudische und emiratische Luftwaffe weitere Luftangriffe auf den Flughafen von Hodeida fliegen, womit ihre gestrigen Meldungen von der Einnahme des Flughafens nun wohl auch offiziell als Wunschdenken gelten dürfen. Der Berater des iranischen Parlamentssprechers Hossein Amir Abdollahian wiederholte unterdessen Warnungen vor den schlimmen humanitären Zuständen in Jemen und äußerte die Erwartung, dass die Feinde des Jemens versumpfen werden.

Nachtrag 23:30h: Aus Hodeida werden Kämpfe um die Kreuzung Matahin nordöstlich des Flughafens berichtet, womit die Agressoren dem Jemen die Verbindung zwischen Hodeida und Sanaa kappen wollen.

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28 Gedanken zu “Jemeniten verteidigen Flughafen von Hodeida bisher erfolgreich

  1. OT:
    Viele Leser hier werden wissen, das die Zentralfigur im Falle der Skripals ( und auch in der der Kampagne von Frau Clinton) ein gewisser Herr Christopher Steele ist. Nun habe ich gerade gelesen, das auch im Falle Litvinenko sich die Beschuldigungen Russlands, lediglich auf eine geheime Aussage von Christopher Steele stützen. Langer Artikel über Englands Russophobia auf englisch: https://consortiumnews.com/2018/06/15/letter-from-britain-an-establishment-blinded-by-russophobia/
    Nehmen wir noch den Herren „Recherchenetwork Bellincat“ und die Weisshelme dazu, so genügen offenbar die Lügen ganz weniger Männer um uns an den Rand des 3. Weltkrieges zu führen.

  2. Es gibt mehrere unbestätigte Berichte auf Twitter, die Houthi’s hätten sowohl ein westliches Schiff gekapert als auch französische Soldaten gefangen genommen .

    Gibt es dazu irgendetwas genaueres?

    1. Könnte der Versuch einer Seelandung gewesen sein um einen Brückenkopf zu bilden und die Verteidiger in die Zange zu nehmen. So wie es aussieht gescheitert.

  3. Wohl kaum „die Lügen ganz weniger Männer“ allein, sondern zu was die Lügen von der privaten Kredit- und Konzernmedienindustrie aufgeblasen werden – selbst einen Hinterzimmerverein mit 2 Mark 50 in der Kasse zur „Partei“, einen geltungsbedürftigen Landstreicher zum „Führer“ und dann auch über „den Rand“ zum Weltkrieg.

  4. Hallo,

    bitte kümmere Dich um die Beantwortung der Frage, warum die Saudis und Emirate so brutal versuchen Jemen zu erobern!

    Unter anderem ist es vor allem der Luftraum von Jemen und Somali, was die Öldiktaturen unter Kontrolle bringen müssen.

    Den Artikel habe ich vorerst nur auf Englisch verfügbar.

    Tropospheric Wind-Water-Streams! Geostrategic importance of #Yemen!
    #Somalia in Focus of #ClimateControl!
    http://geoarchitektur.blogspot.com/p/somalia-in-focus.html

    1. enkidugilgamesh

      So ein Quark. Den jemenitischen Luftraum beherrschen die USA und die Saudis schon lange. Worum es bei dem Krieg der Saudis geht, ist, dass die Saudis es nicht hinnehmen wollen, dass im Jemen eine Regierung an der Macht ist, die kein Marionettenregime der Saudis oder der USA und Israels ist. Für die Saudis hat die Frage eine duchaus nachvollziehbare Dringlichkeit, weil die Leute im Jemen, nicht zuletzt dank der saudischen Politik der letzten Jahrzehnte, schwer bewaffnet sind und die Saudis eine lange und schlecht zu überwachende Grenze mit dem Jemen haben. Da könnten sich von einer nicht gut zu den saudischen Machthabern stehenden Regierung tolerierte „Unruhen“ leicht über die Grenze ausbreiten, zumal es in Saudi Arabien nahe der Grenze zum Jemen zahlreiche Ismailiten (7er-Schiiten) gibt, denen das sektiererische saudische Regime in den letzten Jahrzehnten übel mitgespielt hat, und von denen sich vermutlich viele heimlich wünschen, dass das saudische Regime zum Teufel geht. Und andererseits gibt es im saudisch-jemenitischen Grenzgebiet, und auch sonst in den beiden Ländern, verschiedene Stammesstrukturen, die Zweige beiderseits der Grenze haben. Sollten sich inner-saudische Spannungen hin zu größeren Gewalttätigkeiten verschärfen, könnte es damit einige Stammeskräfte geben, die für einen Kampf gegen das saudische Regime eine leistungsfähige Waffenpipeline aus dem Jemen organisieren könnten. Das macht es durchaus plausibel, dass es dem saudischen Regime wirklich sehr unangenehm ist, wenn es die Entwicklung im Jemen nicht dominieren und bestimmen kann.

      Dummerweise, für das saudische Regime, trägt die saudische Aggression gegen den Jemen jedoch vermutlich nicht zur Lösung des saudischen Problems im Jemen bei. Es ist kaum damit zu rechnen, dass die jemenitische Bevölkerung nach dem saudischen Krieg gegen den Jemen ein saudisches Marionettenregime akzeptieren wird. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass spätestens bei den nächsten Wahlen sich nun erst recht anti-saudische Kräfte durchsetzen werden. Die Emirate sind ein Anhängsel der saudischen Stabilität. Fällt das saudische Regime, gibt es nichts, was diese Diktatur noch hält. Das erklärt, warum die Emirate sich im Jemen an der Seite der Saudis engagieren.

      1. Unter der Führung von Ali Abdullah Saleh hat Jemen sehr wohl mit den Saudis und den USA kooperiert, also als Marionette fungiert. Allerdings brach dieses Bündnis irgendwann zusammen. Möglicherweise waren die Konditionen nicht mehr günstig, oder die Saudis und Emirate haben mehr gefordert, ohne mehr zahlen zu wollen.

        [Edit: Snip – Trollerei entfernt]

      2. Herzlichen Dank an 1PB,

        für die/ Ihre, nicht müde werdende Aufklärung. Sie bringen die strategische Analyse der Übersicht der langfristigen Entwicklungen mit den alltäglichen, taktischen Scharmützeln, in Beziehung.

        Der Wahhabitismus ist im Kern eben nicht gemeinschaftsfähig, kann außerhalb nackter Gewaltanwendung und Vorteilsnahme aus Rohstoffhandel und US-Vasallenschaft, nichts vorweisen. Saudi-Arabien ist bitter arm, kulturell und menschlich, gesehen. Es ist eine nicht anschlussfähige Religion einiger Wüstenstämme. Im Gegensatz zu den vielfach metamorphosierten, auch schiitisch-synthetischen Kulturstaaten. Sie sind im Prinzip zu einer inneren Gemeinschaft mit säkularen Werten fähig. Die Mehrheit der Menschen in SA ist das auch!

        Die Geburt innerer Freiheit braucht halt längere Zeiträume. Das weiß jeder, der die europäische Geschichte etwas näher kennt. Die Bevölkerungsmehrheiten in allen levantinisch-arabischen Staaten, gehen nach und nach den ähnlichen, langen Weg der Aufklärung, gegen alle Widerstände, so wie wir es im Dreißigjährigen-Krieg, gehen mussten bis zum Münsteraner Frieden und dem Wiener Kongress. Auch Deutschland ist seit 1815 noch längst nicht im Frieden angekommen! Niemandem steht die Perspektive eines ‚Von-oben-Herabschauens‘ zu, das hat mir die Beschäftigung mit dem al-Quds-Tag, 2018, nochmals deutlich gemacht.

      3. Drei südwestliche Provinzen(Dschāzān, Asir und Nadschran) von SA haben nicht nur eine Bevölkerung die eher zu Jemen passt, sie waren bis 1934 jemenitisch. In Nadschran und Dschāzān haben sich die Houhti schon seit Monaten ausgelebt und Schäden von mehreren Hundert Millionen $ angerichtet. In diesen Provinzen gibt es bis heute Gebiete die praktisch von Houhti kontrolliert werden.
        Die Hodeida-Operation der SA-Kaolition wird nicht dauerhaft erfolgreich sein, falls sie überhaupt jemals Kontrolle über den Hafen bekommen. Der Flughafen wird wohl eingenommen werden, vielleicht. Der Hafen ist aber viel wichtiger.

  5. Der Jemen ist ein bitterarmes Land, mit extremen Bevölkerungswachstum (von 2000 um 50%), wobei Landwirtschaft nur begrenzt möglich ist und die Grundwasserspiegel jährlich stark sinken.

    Ein Land, welches massive Maßnahmen bräuchte, um auf die Beine zu kommen, Wasser Wasser Wasser als Basis (Entsalzung, effiziente Verwendung).

    Es sieht nicht danach aus, dass es dazu kommen könnte; so bleibt absehbar eine starke Abhängigkeit von Importen, und auch das wenige Öl geht zur Neige, mehr als ein wenig Fisch hat man nicht zu Verkaufen; man ist schlicht abhängig von außen.

    Dazu die sehr junge Bevölkerung; irgendwann sind da so viele junge Erwachsene, dass es in den Familienverbänden einfach nicht mehr gehen wird, sie werden ins benachbarte Ausland schauen, wo es hohen Wohlstand gibt.

  6. Houthi beim Schießen auf bewegliche Ziele an der Westküste, ziemlich chaotisch und 18+:

  7. Thierry Meyssan erwähnt in seinem Artikel über Lybien ein “ Cebrowski Plan “
    der Zerstörung staatlicher Struckturen. er hat ähnliches auch früher schon erwähnt. Was hat es damit auf sich. ? Er hat ähnliches schön öfter erwähnt.
    Geht es auch im Jemen um nichts anderes , als um die bloße Zerstörung des Landes und der Bevölkerung.

    Man kann sich so etwas nur schwer vorstellen, sucht immer nach einem Kriegsgrund oder Ziel, denkt es muss doch einen Grund geben.

    Wenn es aber um die bloße Zerstörung staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen geht, dann hilft die Suche nach Gründen nicht weiter.
    Zum Jemen wäre eine Dringlichkeitssitzung des Un Sicherheitsrates fällig,
    wird aber nicht gemacht.

    1. ulrich

      Zu dem damit gemeinten Konzept, siehe hier:

      Barnett behauptete, damit die Vereinigten Staaten ihre Hegemonie auf der ganzen Welt beibehalten könnten, sollten sie „die Lage gut einschätzen“, das heißt, sie in zwei Teile aufspalten. Auf der einen Seite, die stabilen Staaten (G8-Mitglieder und ihre Verbündeten), andererseits der Rest der Welt, als ein einziges Reservoir an Naturschätzen. Anders als seine Vorgänger hielt er den Zugriff auf diese Ressourcen für Washington nicht mehr für so unverzichtbar, behauptete aber, sie sollten für die stabilen Staaten nur über die Dienste der amerikanischen Armeen zugänglich sein. Es sollten daher systematisch alle Staats-Strukturen in diesem Ressourcen-Reservoir zerstört werden, damit niemand eines Tages gegen den Willen von Washington, oder direkt mit den stabilen Staaten, Handel betreiben könnte.

      http://www.voltairenet.org/article197540.html

      Ich halte die Theorie aber eher für weniger schlüssig. In Libyen, da könnte sie vielleicht noch am ehesten passen, aber in Ländern wie Syrien oder Jemen gibt es überhaupt keine global wichtigen Ressourcen.

      1. Liebes Parteibuch,

        Du hast es im vorhergehenden Artikel selber beschrieben – die amerikanische Unstetigkeit (die sie alle Kriege verlieren lässt). Insofern bin ich mir nicht sicher welches Konzept Barnett, Ralph Peters (Brzeziński mischte auch überall mit) wirklich verabschiedet haben und für die NWO greifen soll?

        Gibt es überhaupt ein einheitliches Konzept für die 7 Staaten die nach dem 11. September (Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen, Libanon, Jemen und zum Schluss Iran) bombardiert werden sollten? Manche erscheinen mir eher ein Geschenk für Israel (unter den blinden ist der einäugige König) andere sind gegen Russland gerichtet oder sogar Europa (Keine Energieversorgung über Iran & Russland).

        Chaos und Bürgerkrieg passt dazu ganz gut – jedenfalls besser als ein Marionetten Regime.

        Was mich ehrlich überrascht ist hingegen wie schnell der US Plan gescheitert ist. Hätte ich so nicht erwartet, denn etwas zu zerstören ist immer einfacher als etwas aufzubauen.

      2. „In Libyen, da könnte sie vielleicht noch am ehesten passen, aber in Ländern wie Syrien oder Jemen gibt es überhaupt keine global wichtigen Ressourcen.“

        Aber Syrien und Jemen haben eine große Bedeutung für die Kontrolle von Handelswegen.

      3. fionafalso

        Dass Syrien und Jemen „eine große Bedeutung für die Kontrolle von Handelswegen“ haben, möchte ich bestreiten.

        Wenn man etwa vom Iran auf dem Landweg in den Libanon will, braucht man Syrien natürlich, und auch wenn man von Katar aus in die Türkei will, und dabei nicht durch den Irak. Aber so ganz große strategische Bedeutung sehe ich da nicht. Die Türkei mit dem Bosporus ist da schon ein ganz anderes Kaliber, was ihre Bedeutung für Handelswege angeht.

        Ähnliches gilt für den Jemen. Natürlich kann man von Bab-el-Mandeb aus den Schiffverkehr von Asien ins rote Meer sehen, der dann meist weiter ins Mittelmeer und nach Europa und zum Teil auch an die Ostküste der USA geht. Und mit etwas Piraterie, und mehr oder weniger „Toleranz“ dafür, kann man den Weg über Bab-el-Mandeb auch sicherer oder unsicherer machen, so wie das etwa auch von Somalia aus geschieht. Aber Ägypten als Macht über den Suez-Kanal hat eine ungleich höhere Bedeutung bei der Kontrolle über diesen Handelsweg als Jemen.

      4. @einparteibuch

        Bitte betrachte mich nicht als rechthaberisch, aber sowohl Syrien als auch der Jemen besitzen sehr wohl eine wichtige Bedeutung für die Kontrolle der Handelswege, deren Schutz auch im Weißbuch der Bundeswehr erwähnt wird. Syrien z.B. spielt eine sehr wichtige Rolle als Transitland für möglich Gaspipelines, dies wird in einem Artikel von Foreign Affairs, einem Magazin des wichtigen US-Thinktanks „Counsil on Foreign Relations“,offen als Grund für die Destabilisierung Syriens genannt:
        https://www.foreignaffairs.com/articles/syria/2015-10-14/putins-gas-attack

        Natürlich gibt es noch andere Gründe, z.B. das Kräfteringen mit dem Iran um die Vorherrschaft in der Region.

        Wie wichtig die Bab-al Mandab- Seestraße zwischen Indischem Ozean und dem Roten Meer ist, kann man erahnen, wenn man sich mal anschaut, wie viele ausländische Militärbasen es in Djibouti gibt: die Amis, die Franzosen, die Japaner und die Deutschen haben dort Militärs und nun auch die Chinesen.
        Offiziell wegen dem Schutz der Seewege vor somalischen Piraten. Wer’s glaubt … BBC glaubt es den Chinesen nicht: https://www.bbc.com/news/world-africa-33115502

      5. Doch,es gibt Erdoel im Sueden, groessere Vorraete als in Abu Dabi . duerfen aber nicht gefoerdert werden (wie in Jordanien auch). Eine italienische Firma, die Bohrungen durchgefuehrt hatte, musste diese auf Geheiss SAs aufgeben. Die Staerkeren bestimmen ueber die Schwaecheren.

    1. Das war irgendwie absehbar, in einem asymmetrischen Krieg ist eine Luftüberlegenheit Banane. Die Houthi-Einheiten sind aus der Luft eher unsichtbar. Deshalb machen sie meist lustige Feuerchen mit eroberten Fahrzeugen:

      Und sind dann woanders!
      Irgendwann lernen es SA+UAE und Konsorten, vielleicht.

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