Israelische Streitkräfte attackieren Syrien erneut

Wie Muraselon soeben unter Berufung auf eine Militärquelle mitteilte, haben die israelischen Streitkräfte aus dem israelisch besetzten Golan heraus einen Artillerieangriff auf eine rund einen Kilometer südlich von Harfa gelegene Stellung der syrischen Armee durchgeführt, wodurch Sachschaden entstanden sein soll.

Hintergrund dieses israelischen Angriffes scheint zu sein, dass Israel die syrische Armee dabei behindern möchte, von Israel unterstützte Antiregierungskräfte, unter denen sich Al-Kaida-Terroristen befinden, in der nahegelegenen Beit-Jinn-Tasche erfolgreich zu bekämpfen.

Aus der Provinz Deir Ezzor berichtete der britische Sender Lualua TV heute, dass die syrische Armee auf der im Fluss Euphrat gelegenen Saqr-Insel Fortschritte macht.

Die Fortschritte dort gestalten sich als schwierig, weil die Gegend sehr stark vermint ist. Gestern war der populäre syrische General Issam Zahreddine dort durch eine Mine ums Leben gekommen.

Hohe syrische, iranische und russische Offiziere führen in der Regel von der Front, was für Respekt bei der Truppe und Beliebtheit im Volk sorgt, aber auch vergleichsweise große Verluste in hohen Offiziersrängen mit sich bringt.

Des Weiteren gibt es aus der Provinz Deir Ezzor heute die Information, dass US-gestützte SDF-Kräfte der Terrorgruppe ISIS zwei Orte am Fluss Khabur abgenommen haben, und das Gerücht, dass US-gestützte SDF-Kräfte die Kontrolle über das östlich von der Stadt liegende Öl- und Gasfeld Konoko an russische Kräfte abgegeben haben sollen.

Weiterhin gab es heute Konkretisierungen der schon seit einigen Tagen zirkulierenden Behauptungen, denen zufolge die syrische Armee bei Mayadin den Euphrat überquert haben soll. Aktueller Stand ist da nun, dass die syrische Armee im Ort Dhiban sein soll, und außerdem nur noch zwei Kilometer von der Gegend des ergiebigen Omar-Ölfeldes entfernt sein soll.

Offizielle Bestätigungen für diese Gerüchte und Behauptungen stehen jedoch ebenso wie der heutige SANA-Bericht zum Kriegsgeschehen in Syrien noch aus.

Nachtrag 22:20h: Zur Rechtfertigung ihres Angriffes auf die syrische Armee erklärte die israelische Armee wie schon so oft offiziell, dass irgendjemand von irgendwo in Syrien ein Projektil auf ein freies Feld irgendwo im israelisch besetzten Golan abgeschossen hat, wodurch es zu keinerlei Schäden gekommen sei. Irgendjemand ist hierbei natürlich ein Synonym für von Israel unterstützte Terroristen, die mit dem Beschuss eines freien Feldes Israel, so wie sie es seit Jahren machen, um Hilfe bei ihrem Krieg gegen die syrische Armee gerufen haben. Israels Politik ist es bekanntlich, in Reaktion auf das Fallen eines Projektils auf ein freies Feld immer die syrische Armee und ihre Partner zu beschießen, egal von wem das Projektil gekommen ist. Diese offensichtlich zwischen Israel und Al Kaida abgesprochene Masche ist längst völlig transparent. Warum sollte die syrische Armee durch den sinnlosen Beschuss eines freien Feldes israelisches Artilleriefeuer auf sich ziehen wollen? Auf Seiten der syrischen Armee gibt es da kein Motiv – nur die Feinde der syrischen Armee haben diesbezüglich ein Motiv. Aber weil die Lobby Israels in führenden westlichen Ländern extrem einflussreich ist, passiert von Seiten westlicher Staaten und im UNO-Sicherheitsrat trotzdem nichts, um solche nur rudimentär verschleierten israelischen Aggressionen durch Sanktionen oder ihre Androhung mit Konsequenzen zu belegen und zu unterbinden.

Nachtrag 23:00h: Während @OIRSpox sagt, mittlerweile seien 98% der syrischen Stadt Raqqa gesäubert, posierten heute von den USA unterstützte Anhänger und Anhängerinnen des gegenwärtig auf der Gefängnisinsel Imrali inhaftierten türkischen „Rebellenführers“ Abdullah Öcalan im Zentrum von Raqqa.

Der saudische Minister Thamer Al Sabhan war derweil in der Provinz Raqqa und hat den am Sieg über die Terrorgruppe ISIS beteiligten Kräften dort einige saudisch-wahhabitische Petro-Dollars für den Wiederaufbau nach dem Krieg angeboten.

Angesichts dessen, dass sowohl die Öcalan-Anhänger als auch die saudische Diktatur über gute Beziehungen zur auch global einflussreichen Regionalmacht „Israel“ verfügen, erscheint eine Zusammenarbeit dieser Kräfte durchaus logisch. Was könnte da schon schief gehen?

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48 Gedanken zu “Israelische Streitkräfte attackieren Syrien erneut

  1. Zum israelischen Artilleriebeschuss auf eine SAA Stellung in der Nähe der Beit-Jinn-Tasche meint Canthama trocken:

    „Most likely IDF trying to buy time for their spies to leave Beit Jinn area, it will be overrun by the SAA in the next day or so.“

    Also, alles halb so schlimm.

  2. Liebes Parteibuchbuch ich brauche eine Info ! Ich habe einen Artikel auf Achgut.com gelesen, über Iran. Was ist das für eine Seite ? Ich bin fassungslos !

    1. GFM

      Broders Achgut ist zionistische Hasbara, wo meist Mischungen aus Beleidigungen und Schimpfereien, Fake News und Halbwahrheiten frei nach dem Motto Gutes Israel und Böser Iran zu finden sind. Das ist sozusagen eine satirisch anmutende Steigerung der zionistischen Tagesschau, nur Broder und Co meinen das mit ihrer Hasbara wohl durchaus ernst.

    2. Was erwähnst du den übelsten Zionisten Broder hier eigentlich? Das der nur Fakenews schreibt bei Geopolitischen Dingen ist doch Sonnen klar. Auch wenn er in Gesellschaftsthemen oft recht hat, so ist er leider ein übler Zionist der Israhöll bei jedem Krieg verteidigt.

      1. macho

        Dass Broder bei irgendwelchen Gesellschaftsthemen recht hat, kann ich bisher nicht erkennen. Aber vielleicht habe ich seinen zionistischen Beleidigungsorgien auch einfach nur nicht genug verfolgt.

        Sollte Broder irgendwo geschrieben haben, dass 2+2 vier ist, würde ich ihm diesbezüglich zustimmen. Aber bisher ist mir sowas bei Broder nicht begegnet. So wie ich das sehe, geht es da immer nur um zionistische Hetzpropaganda.

      2. Beispielsweise über die Migrantenkrise und die Sozialen Spannungen in Deutschland deswegen, da hat er nicht unrecht.

        Ein Gauland zum Beispiel gefällt mir mehr weil er Merkels „Staatsräson Israel zu schützen“ anzweifelt. Er hat das ausgesprochen was kaum einer getan hat. Wenn auch in vorsichtiger Manier. Ganz ehrlich auf diese Räson sollte man verzichten, Kriege für Israel sollte man nicht führen. Da es genau die Probleme verursacht die man jetzt hat wie die Migrantenkrise oder das Anheizen von Konflikten im Nahen Osten.

      3. @suedlaendischermacho

        Ich schaue ab und an auch bei Broder vorbei. Er stellt vieles und vieles zurecht infrage, wie z.B. Fragen zum anthropogenen Klimawandel – aber mehr als auffallend niemals (!) die israelische, herrschende Politik. Diesbezügliche Leserkommentare zu platzieren, war auch nicht möglich. Aber ab und an geht es inzwischen.

        Zur „Staatsräson Israel zu schützen“ gibt es eine schöne Seite:

        http://politikerbefragung.de/

        Aktuell ist da insbesondere der Kandidat für die Nachfolge Tillichs in Sachsen interessant: Michael Kretschmer

        @Parteibuch

        Da wir es letztens von den Fraktionen innerhalb der Linke hatten, hier kurz die Frage, wo der Dietmar einzuordnen ist. Ich fand es richtig lustig, dass das „heute journal“ die Darstellung des aktuellen Streites mit der berühmtem Z-U-L-Liste eröffnete. Steht ‚Z‘ wirklich für ‚Zuverlässig“?

      4. Meier

        Ah, Gysis Liste.

        http://www.spiegel.de/politik/deutschland/die-linke-bartsch-hat-offenbar-kollegen-ausfragen-lassen-a-1055273.html

        Z-U-L – ich würde sagen, da braucht es keine weitere Erläuterung. Z wie Zion, L wie Links und U wie Unentschieden oder Unklar.

        Ja, der „Realo“ Bartsch gehört zum Lager von Kipping und Co. (Die Massenmedien bezeichnen in der Linkspartei übrigens die Leute lobend als Realo, die für unbegrenzte Einwanderung und Staatsräson Israel stehen, während diejenigen, die wie Lafo und Wagenknecht Pragmatismus bei der Einwanderungspolitik befürworten und NATO-/US-/Israel-kritisch sind, von den Massemedien als Fundamentalisten beschimpft werden.)

        Aber, wie auch schon die (zur Demontage von Bartsch) an Zions Welt geleakte Email von Bartsch zeigt, ist Bartsch einigen Radikalzionisten in der Linkspartei nicht radikalzionistisch genug.

      5. @Parteibuch

        „Ah, Gysis Liste.“

        Ist das nun eine Gysi-Liste oder eine Bartsch-Liste?

        Ist die damalige Liste verfügbar? Dass ‚Z‘ für ‚Zuverlässiger‘ steht, finde ich eigentlich eine lustige Umschreibung, die ich mir fast angewöhnen könnte – aber die Zeiten sind ja andere geworden. Und wie sieht es mit der Verteilung jetzt aus? Es ist doch irgendwie verrückt, was da für ein Geheimnis draus gemacht wird. Alles soll schön im Verborgenen bleiben. Das ist für Erwachsene ein regelrecht kranker Zustand. Hast Du die Rede vom Bundespräsi zum Einheitstag gehört? Wie er da über Israel sprach? Was hat das in einer Rede zur deutschen Einheit zu suchen, könnte man fragen? Es ist dann aber völlig absurd, wenn das dann in den medialen Berichten nicht mehr vorkommt. Das ist so wie die kleinen Kinder, die sich die Augen zuhalten und meinen, dass man sie nicht sieht. Wie will man da eigentlich den 14. Mai 2018 in Deutschland feiern? (vgl. polititerbefragung oben) Da wird sich eine Clique treffen – aber die Medien berichten nichts? Das erinnert ja fast schon an den aberwitzigen Zustand am 7. Oktober 1989 im Osten.

        Was meint der Spiegel-Artikel mit dem „3. Weg“. Sind das die Befürworter einer demokratischen Ein-Staat-Lösung?

        Besten Gruß!

        P.S. Da wir es letztens von einem internationalen Anti-IS-Tribunal iSe zweiten Nürnbergs hatten, las ich heute mit Freuden in der WELT einen Artikel in der Übersetzung von Alan Posener:

        https://www.welt.de/debatte/kommentare/article169863656/Folterknechte-muessen-auf-die-Anklagebank.html

      6. Meier

        Ich vermute, 3. Weg meint einen Versuch, zwischen den beiden verfeindeten und etwa gleichstarken Lagern Zios und Anti-Imps in der Linkspartei eine Gruppe zu bilden, die in der Mitte zwischen den Lagern steht und dann als Zünglein an der Waage die Macht in der Partei übernehmen kann.

        Durch die BTW17 wurden die Anti-Imps in der Linkspartei definitiv gestärkt. Aber die 4,6% in Niedersachsen kann man dann trotz des 1,5%-Plus im Vergleich zur letzten NDS-Wahl durchaus auch als neuen Dämpfer für die Anti-Imps betrachten.

      7. @pb

        „neuen Dämpfer für die Anti-Imps“

        Die haben sich doch selbst ins Knie der Beine geschossen, auf denen sie stehen wollen.

        Wer nicht nach Fluchtursachenbekämpfung in Syrien und dem Irak fragt, ist kein „Anti-Imp“, sondern unterstützt weiter Merkel&Co und ihren Israel-Kurs. Ich verstehe das wirklich nicht, denn diese Hilfsbereitschaft der Deutschen in der Flüchtlingskrise wird nicht dadurch geschmälert, wenn die, die die Hilfsbereitschaft nur ausnutzten, ihr Gesicht verlieren.

  3. Liebe Parteibuch
    In Balkan Forum IS Sympatisanten (es gibt auch solche) behaupten, dass SDF nur noch 3 KM von Omar Oel Felder ist und Information von übergabe irgendwelche Oel Felder nicht stimmen. Auch Meldung von überquerung von Euphrat bei Mayadan nicht stimmt. Es gibt eine Info sperre.
    Bin noch unter Schock wegen Tot von Zahredin.

    1. zgvaca

      Und sicher stehen auch Bagdad, Damaskus, Beirut und Sanaa kurz vor der Einnahme durch ISIS – Fake News über Fake News, so sind sie eben, die ISIS-Trolle und ihre Hasbara-Kumpane.

    1. Karsten

      Im US-Original finde ich vor allem diesen Satz interessant:

      Tactics of ISIS, Hayat Tahrir al-Sham, and other violent extremist groups include the use of suicide bombers, kidnapping, small and heavy arms, improvised explosive devices, and chemical weapons.

      https://travel.state.gov/content/passports/en/alertswarnings/syria-travel-warning.html

      Zu deutsch: Taktiken von ISIS, Hayat Tahrir al-Sham und anderen gewalttätigen Extremistengruppen schließen ein die Benutzung von Selbstmordattentätern, Entführung, leichten und schweren Waffen, improvisierten Sprengsätzen und Chemiewaffen.

      Und das sagt nun das US-Außenministerium ganz offiziell.

      1. Vielen Dank ans Parteibuch für die Übersetzung. Verfolge euren Blog sehr gern, da ihr mir helft, in dieser Irrsinnwelt noch meinen gesunden Menschenverstand zu bewahren. Auch ich bin traurig über den Tod des syrischen Generals aber das ist leider der Krieg.
        Fand gestern Abend eine Nachricht von Putin sehr gut, in den unabhängigen Gebieten der Ukraine kein Massaker zu zulassen. Gruß an alle, die für die Erhaltung des Friedens ihren Beitrag leisten.

  4. Ich finde es wichtig, dass diese Furie und die kriegslüsternen Kräfte hinter ihr bezwungen werden.

  5. Hallo an alle und besonderen Dank an das PB! Ich lese hier regelmäßig mit und finde es so unendlich wertvoll, aus diesem Dschungel der Informationen hier einen klaren Kompass gefunden zu haben. Die Allermeisten haben ja gar nicht die Zeit, alle Infos die auf uns eingedroschen werden, zu analysieren, gegen zu checken.Unterdessen ist es für mich schon fast zum Ritual geworden, erst mal „mein“ PB zu befragen. Meist reicht da schon das Mitlesen, denn die wichtigsten Fragen, werden wie von selbst hier aufgeworfen, diskutiert und sachlich abgehandelt. Danke.

  6. ***
    Harald Doornbos‏Verifizierter
    Account @HaraldDoornbos 40 Min.Vor 40 Minuten

    Very serious situation in Iraqi Kurdistan. Fighting now at 50 km from regional capital Erbil. People here on Kurdish side very worried.
    ***

    Das hieße, die kurdischen Kräfte haben sich zwar zurück gezogen, aber an Grenze des offiziellen Autonomiegebietes soll mit Schluss sein, es wird dagegen gehalten.

    Wenn das hier stimmt, auch recht erfolgreich.

    ***
    KR Security Council‏Verifizierter Account @KRSCPress 38 Min.Vor 38 Minuten
    Mehr
    Antwort an @KRSCPress
    CONFIRMED: Peshmerga forces destroy one US Abrams tank and dozen armored vehicles used by ISF/PMF in North of Kirkuk. #Perde
    ***

    Für die Truppen Bagdads wird es auch immer gefährlicher, je weiter sie sich ins Autonomiegebiet begeben; mal sehen, ob die Eskalation wirklich gewünscht wird (militärisch kann Bagdad wohl gewinnen, aber zu sehr hohen Kosten), oder man sich einigt.

    1. ***
      David M. Witty‏ @DavidMWitty1 2 Std.Vor 2 Stunden

      Peshmerga destroy main bridge in Altun Kupri to slow advance of Iraqi forces, Kirkuk province.
      http://mobp.as/WV2Oj
      ***

      Neben der militärischen Bedeutung hat so ein Brückenabbruch natürlich auch einen hohen symbolischen Wert.

  7. Apropos Israaels Luftschläge und Luftwaffe, interessante aktuelle Meldung.
    Demnach wurde eine nagelneue israelische F35 durch „Vogelschlag“ dermaßen beschädigt, das diese nun ausser Dienst gestellt wurde und umfangreich repariert werden muss.
    Das diese Meldung Bullsh*t ist, sieht man alleine daran das die F35 gemäß ihren Zertifizierungen zum Thema Vogelschlag, vor allem wegen der geringen Kontaktflächen wegen der steilen Winkeln der Rumpf und Front Schrägen, eines der robustesten und sichersten Kampfflugzeuge ist.
    Entweder muss da ein mind. 100Kg Vogel herumgeflogen sein, oder etwas ganz anderes (FlaRak der SAA?)
    So oder so sehr positiv das ein neues 100 Mio. Flugzeug für die IDF wohl länger ausfällt.

    1. @ElCommandante
      Wenn die sonst sehr mit konkreten Wasserstandsmeldungen sparsamen syrischen Militärstellen direkte Treffer in Richtung IDF angeben, dann habe ich mittlerweile gelernt, dass da immer Substanz dahintersteckt.

      Ich kann mich in den letzten Jahren bei ähnlichen Meldungen an keine Fakenachricht erinnern. Und wenn die syrische Luftwaffe einen direkten Treffer angibt (und explizit keinen Abschuß), dann wird es diesen Treffer so oder so ähnlich auch gegeben haben.
      Schon alleine die Tatsache, dass mehr als 2 Stunden vergehen mussten, bis die israelische Antwort kam, lässt vermuten, dass da zunächst „save and rescue“ Priorität hatten.
      Und nun der Vogelschlag… sein Vorname: SA-5 🙂

    2. Mit Vogelschlag könnte aber nicht der Kontakt mit der Zelle sondern, dass das Federvieh durchs Triebwerk flog gemeint sein. Dann wäre erstmal ne Überprüfung des Triebwerkes fällig.

      1. Wachsamer

        Ja, aber der israelische Staatsrundfunk berichtete, die F-35 dürfe nicht fliegen, weil Israel sich Sorgen mache, die Tarnkappe funktioniere aufgrund der Beschädigung nicht mehr richtig.

        Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Syrien – mit russischer Unterstützung – der F-35 „bloß“ einen Warnschuss quasi mit besseren Platzpatronen verpasst hat. So etwa nach dem Prinzip: seht, wir sehen die F-35 und können sie treffen, also haltet Euch fern von Syrien.

        Wäre der Jet wirklich von einer scharfe SA-5 getroffen worden, so glaube ich eher nicht, dass der noch den Rückflug geschafft hätte.

      2. „Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Syrien – mit russischer Unterstützung – der F-35 „bloß“ einen Warnschuss quasi mit besseren Platzpatronen verpasst hat. So etwa nach dem Prinzip: seht, wir sehen die F-35 und können sie treffen, also haltet Euch fern von Syrien. “

        .

        Das ist durchaus möglich, denn es gibt auch für Fla Raketen „Übungsmunition“. Also Raketen die zum Üben verschossen werden. Das sind Raketen ohne scharfen Gefechtskopf sondern mit einer Attrappe ausgerüstet. Dafür wird ein Zielflugzeug als Ziel benutzt das eine Schleppziel hinter sich herzieht das ein starkes und stärkeres Radarecho erzeugt als das Schleppflugzeug. Wenn dieses Ziel fehlt? Pech gehabt.

      3. PB
        Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Syrien – mit russischer Unterstützung – der F-35 „bloß“ einen Warnschuss quasi mit besseren Platzpatronen verpasst hat.

        Ich kenne mich in der Militärtechnik nicht so aus, deshalb meine Frage: Könnte es sein, das Russland etwas verwendet hat, was die F35 nicht auf den „Radar“ hatte, schließlich haben solche Vogel ja auch eine Abwehr….

      4. Lutz

        Ich glaube, mit Abwehr ist da nicht viel und der wesentliche Schutz derartiger Tarnkappenjets soll darin bestehen, so konstruiert zu sein, dass sie vom gegnerischen Radar nicht gesehen werden und sie damit praktisch unangreifbar sind.

        Iran beispielsweise hat allerdings schon vor einigen Jahren behauptet, in der Lage zu sein, Tarnkappenjets zu lokalisieren, indem mehrere an unterschiedlichen Orten stehende Radarstellungen informationstechnisch miteinander gekoppelt werden. Einfach ist das sicher nicht, aber theoretisch müsste es gehen. Und Russland kennt sich damit sicherlich noch mal eine Ecke besser aus.

        Sollte das nun wirklich ein syrischer Treffer mit Übungsmunition an einem der neuen superteuren F-35I Tarnkappenjets gewesen sein, dann dürfte das wohl bedeuten, dass Syrien und Russland auch praktisch in der Lage sind, die F-35I trotz Tarnkappe zu orten – und abzuschießen.

      5. PB
        Iran beispielsweise hat allerdings schon vor einigen Jahren behauptet, in der Lage zu sein, Tarnkappenjets zu lokalisieren,

        Das ist ja schon seit dem Jugoslawien-Krieg bekannt (90ziger), das es möglich ist und nicht nur theoretisch, deshalb glaube ich nicht, das man sich da nur auf den Tarnkappeneffekt allein verlässt, schließlich war es genau wie jetzt in Jugoslawien russische Technik, die solch ein Vogel sichtbar gemacht hat (wohl durch Echolaufzeiten zu verschiedenen Radarstationen)
        Zu mindestens dürfte es Mrd. Kosten heraus zu bekommen, wieso man einen Treffer bekommen konnte und das mit relativ geringen Kosten auf syrischer Seite. Manchmal hat so ein „Vogelschlag“ so richtig gute Seiten.

      6. ZUR Ortungsmethode: es nennt sich Triangulation. Diese Methode haben wir schon in den 80-ern angewendet, speziell zur Ortung von Störträgern.
        Der Gedanke dahinter ist, daß ein Stealthflugkörper durchaus ein Echosignal erzeugt, es wird nur nicht in Richtung der Sendenden Station reflektiert. Man nehme also drei in etwa im Dreieck (Triangel) aufgestellte Funkmeßstationen und frage zum Zeitpunkt X den Seitenwinkel des Störsektors/ Zielechos ab und projiziere diese auf eine Luftlagekarte. Somit hat man den Standort des Flugkörpers.

      7. Es gibt neben dem Radar noch diverse weitere Möglichkeiten Objekte im Luftraum zu orten. Die sind zwar alle nicht so genau, bzw. langsamer wie eine direkte Radarortung, aber durchaus zuverlässig genug um bewegliche Flugobjekte verfolgen zu können.
        Dafür in Frage kommen
        A) Schallwellenortung (Triebwerke)
        B) Luftbewegungen/thermische Wärmefelder messen. (Strömungsmesstechnik)
        C) Funkfrequenzortung (ELINT)

        Über den Umfang der Stealthfähigkeiten des F-35 gehen die Meinungen auch auseinander. Spätestens aber wenn die Aussenwaffenträger genutzt werden, ist es vorbei mit dem „Stealtheffeckt“.

    3. Kleine Ergänzung: Da diese Meßmethode nicht die genaueste ist, erklärt sich auch der Umstand, daß der Wundervogel nur beschädigt und nicht vernichtet wurde. Das mit Übungsgefechtsköpfen geschossen wurde glaube ich nicht, dazu sind die FlaRak einfach zu teuer und mir ist in meiner 10-jährigen Dienstzeit auch kein Übungsgefechtskopf untergekommen. Wenn die teuren Raketen verschossen wurden, dann mit scharfen Gefechtskopf auf Drohnen.

    1. tellno

      „Schlimm“ dürfte das vor Allem für die türkisch-amerikanischen Beziehungen sein. Erdogan ist sicher nicht amused.

      Schauen wir mal, ich sage ja schon seit Jahren, dass die Entwicklung auf einen NATO-Austritt der Türkei hinauszulaufen scheint. Ich fände das aber keine schlimme Sache, sondern würde zu diesem Anlass eher eine feine Flasche entkorken.

      1. Der Erdogan wird noch weniger amüsiert sein, wenn unser olivgrüne Chefkriegstreiber (wie heißt der Vogel?) deutscher Aussenminister wird.
        Ich spekuliere ja auf Neuwahlen , aber diese Vorstellung ist so genial , das ich sie sehen und erleben will.
        Ich hau mir jetzt schon auf die Schenkel.

  8. Da sie ja alle etwas mit dem Thema dieses Blogs zu tun haben, möchte ich auf zwei bemerkenswerte Artikel auf RT hinweisen:

    https://deutsch.rt.com/newsticker/59123-in-auschwitz-gab-es-keine/

    Da sind inzwischen 888 Leserkommentare eingegangen. Es scheint die Leute sehr zu beschäftigen. Die Leute stellen viele Fragen. Wo bleiben die Antworten?

    Der andere ist:

    https://deutsch.rt.com/inland/59290-medienberichte-v-mann-soll-amri-zu-attentat-aufgerufen-haben/

    Da berichten die Berliner Morgenpost und der RBB zu der Causa IS-Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt doch tatsächlich über ein Vier-Augen-Gespräch des Nachrichtendienstes , wonach der V-Mann ‚VP-01‘ gegenüber einem Mitstreiter erklärt habe:

    „Ich suche nach einem zuverlässigen Mann für einen Anschlag mit einem Lkw.“

    Da Trump dem Iran ja gerade Unterstützung des Terrorismus vorwirft, könnte es da sein, dass der V-Mann vom LKA im iranischen Auftrag gehandelt hat? Das wäre ein wenig absurd, da der Iran doch gerade sehr erfolgreich gegen den IS vorgeht.

    1. Ich habe das auch – aus anderer Quelle – gelesen. Ich glaube, es war Sputnik.

    1. Dieser Bericht stützt sich auf „SOHR“, eine Einmannorganisation aus England (mit dem raffinierten deutschen Namen „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“), die die Aufgabe hat, Anti-Assad-Propaganda in den westlichen Medien zu verbreiten.
      Denen glaube ich kein Wort!

  9. Die SAA ist nun Östlich des Flusses in der Stadt Diban. Diesmal werden die US Proxys nicht der SAA zuvor kommen.

  10. Auf Videos sieht man wie mehrere T62M und T72 der SAA östlich am Euphrat übersetzen.
    Die Gegend in und um die Ölfelder ist nur flache Wüste, somit perfekt zur Feuerkontrolle der Artillerie und gepanzerter Kräfte der SAA, vor allem das YPG/SDF nur wenig und Daesh fast gar keine schweren Waffen mehr in der Region hat.

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