Irakische Sicherheitskräfte nehmen Altun Kupri ein

Irakische Sicherheitskräfte haben am heutigen Freitag die im Norden der Provinz Kirkuk gelegene Stadt Altun Kupri eingenommen.

Die Provinz Kirkuk gehört nicht zum kurdischen Autonomiegebiet, doch der von Israel unterstützte Präsident des kurdischen Autonomiegebietes, Massud Barzani, beansprucht trotzdem die Herrschaft über die ölreiche Provinz.

Bei der heutigen Einnahme von Altun Kupri durch die irakischen Sicherheitskräfte soll es zu Gefechten mit „Peshmerga-Kräften“ von Barzani gekommen sein. Außerdem sollen Peshmerga-Kräfte eine Brücke in Altun Kupri zerstört haben, um die irakischen Sicherheitskräfte am Vorrücken zu hindern. Unklar ist gegenwärtig noch, wie heftig die Kampfhandlungen gewesen sind. Klar ist hingegen, dass zumindest von der Seite Barzanis mit Desinformationsmitteln gearbeitet wurde. Barzanis Senior-Berater Hemin Hawrami twitterte beispielsweise heute morgen, Peshmerga hätten von den USA an die irakische Armee gelieferte Abrams-Panzer zerstört, doch das Beweisfoto, mit dem er seinen Tweet garnierte, war schon mehrere Jahre alt.

Der irakischen Armee zufolge haben Peshmerga bei den Kämpfen auch von Deutschland ausschließlich für den Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS gelieferte Raketen eingesetzt. Die staatliche deutsche Tagesschau meldete unterdessen am heutigen Freitagabend, die deutsche Kriegsministerin Ursula von der Leyen habe entschieden, die vor einigen Tagen wegen der Auseinandersetzungen um die Stadt Kirkuk ausgesetzte Ausbildung von Peshmerga-Kräften durch die deutschen Streitkräfte wieder aufzunehmen.

Aus Syrien kam am heutigen Freitag die bislang noch unbestätigte Meldung, die syrische Armee habe im Kampf gegen ISIS in der Provinz Deir Ezzor den Rand des ertragreichen Omar-Ölfeldes erreicht.

Nachtrag 23:00h: Hier noch eine Karte zur Lage in der Provinz Kirkuk:

Die Provinz Kirkuk scheint mit der Einnahme von Altun Kupri also wieder komplett in der Hand der irakischen Regierung zu sein.

Nachtrag Samstag 00:30h: Auch in der nördlich von Tel Afar in der Provinz Nineveh gelegenen Stadt Zummar weht nun übrigens wieder die irakische Fahne.

Wikipedia zufolge gibt es im Unterbezirk Zummar zwei nennenswerte Ölfelder. Die illegale Expansion von Barzani wird also weiter zurückgerollt.

Alles, was rot ist, wurde bis vor wenigen Tagen von Peshmerga-Kräften der kurdischen Autonomieregion beherrscht. Das rot-weiß gestreifte möchte Barzani für seine Staatsgründung zusätzlich noch dazu haben. Zum Vergleich sind hier nochmal die Provinzen des Irak.

Zur legalen kurdischen Autonomieregion im Irak gehören genau die Provinzen Sulimania, Erbil und Dohuk und sonst gar nichts. Der Chef des keine Grenzen akzeptierenden zionistischen Apartheidregimes, Netanjahu, versucht sich unterdessen in Lobbyarbeit, um die Weltmächte davon zu überzeugen, dass sie verhindern müssen, dass sein Schützling Barzani das illegal okkupierte, oft ölreiche Land anderer Provinzen wieder rausgeben muss.

Nachtrag Samstag 10:00h: Das gemeinsame irakische Operationskommando erklärt in einem Statement, dass bei der Einnahme von Altun Kupri zwei ihrer Polizisten von Peshmerga getötet und fünf weitere verletzt worden seien.

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13 Gedanken zu “Irakische Sicherheitskräfte nehmen Altun Kupri ein

  1. Es sieht so aus das die SAA die Feuerkontrolle über das Omar Feld kontrolliert. Die Einnahme ist so gut wie sicher. Wird die Tage passieren. Endgame für den IS und die SDF.

    1. Die Tiger haben alles richtig gemacht, als sie den scheinbaren Umweg über AL MAyadin genommen haben. Jetzt gibt es eine sichere Versorgungsstrecke. Die Stelle, wo der Euphrat überquert wurde, scheint geheim zu sein, ich habe jedenfalls nirgends was dazu gefunden, nur Vermutungen.
      Bei Southfront gibt es ein Bild von einem anderem Ölfeld. Sollte es da zu längeren Kämpfen kommen, dann wird das eine schmierige Angelegenheit. Überdies muss man eines dem IS zu Gute halten, sie haben noch nie ein Ölfeld angezündet

    1. 🙂 Wie war das mit dem Schach Matt?
      „https://meta.tagesschau.de/id/128110/trump-ankuendigung-letzte-jfk-geheimakten-vor-freigabe#comment-3182453

      Neu
      Am 21. Oktober 2017 um 23:02 von laurisch._karsten
      „Geheimdienste offenbar gegen Freigabe“
      Warum sind sie gegen die Freigabe? Haben sie etwas zu verstecken? Sind sie etwa dabei involviert? Wenn ja wie? Könnte das die Freigabe offenbaren?“

  2. Erstaunlich ist doch, wie nach kaum 10 Monaten der Herrschaft des Donald Trump im Weißen Haus, Israels Ärmelasse alle ins Leere stechen.

    Selbstverständlich gewinnt Assad diesen Krieg mit Hilfe der Russen, aber durch die wohlwollende Neutralität des Weißen Hauses geht es noch zwei Schritte schneller; so auch im Irak.

    Und die Not der Zionisten scheint inzwischen derart groß, daß sogar der minderbemittelte George Bush II gezwungen wird, Israels Kriegspolitik öffentlich flagrant das Hinterteil zu küssen.

    Und wer wird als nächster (Selbst-) Ankläger gegen Trumps Kriegsunwilligkeit hervor gezaubert werden: Cheney, Rumsfeld, Wolfowitz oder Perle?-

    Frau von der Leyen übrigens dürfte ein absoluter Leckerbissen für jeden forensisch arbeitenden Psychologen sein. Als Miniaturausgabe oder billiger Abklatsch von Hillary Clinton kann diese Person doch inzwischen bezeichnet werden?

  3. Zum zweiten ist die kognitive Dissonanz des geneigten Beobachters dieses Wahnsinns nicht zu leugnen!

    Dem Wunsch nach Verkürzung und Beendigung dieser furchtbaren Kriege und des Leides der Menschen steht der betrachtende Genuss gegenüber, wie die selbsternannten Götter an der eigenen Überhitzung ganz langsam, sehr, sehr langsam zu grunde gehen -und zu Asche verglühen.

  4. Liebe Parteibuch
    Gestrige Nachricht von russische Presenz an Oel Felder bei DEZ hat sich leider nicht bestätigt.
    Ich weiss nicht wie weit sind SAA von Omar Oel Felder, aber SDF ist nur noch 2 Dörfer entfernt. Ich befürchte, dass auch diese Felder an USA gehen. Wie werden es Morgen wissen. Weil Morgen werden SDF Kräfte Felder erreichen und dann sehen wir ob SAA da sind oder an andere Ufer Seite.
    Nur eine Luft Dessant könnte SDF aufhalten.

    1. Liebe Mitleser und Kommentatoren,lb Parteibuch.
      Bei Military Maos ist offensichtlich, dass die SAA schon sehr nahe am Omar Ölfeld ist
      ich denke, dass die Aussage dass es bald durch sie eingenommen wird, stimmt.

    2. Und?
      Ob schon dort oder kurz davor spielt keine Rolle, da auf Videos zu sehen ist wie gepanzerte Kräfte und Artillerie der SAA mind. in Bataillongröße in dieser Richtung vorstossen.
      Daes hat kaum noch schwere Waffen dort, YPG/SDF wenig, fals sie frech werden gehts ganz schnell, da dort alles nur flache und weit sichtbare Wüste ist wo SAA voll die weit überlegene Panzerwaffe und Artillerie ausspielen kann, ganz abgesehen von der totalen Luftherrschaft dank RuAF.

  5. Chemiewaffenangriff in Nordsyrien – Ist das etwa Syrian Danny?
    Bitte schaut doch einmal bei 4:35, ist das etwa der berühmt-berüchtigte media disinformant Danny Abdul Dayem?

    youtube.com/watch?v=0oZVWZ5cW6s

    1. Nabila

      Nein, das glaube ich nicht. Avaaz-Danny schaut anders aus:

      www-tc.pbs.org/prod-media/newshour/photos/2012/03/08/syria2_video_covestack.jpg

      Der Schauspieler bei 4:35 in dem von dir geposteten CW-Fake-Video von 2016 ist jemand anders.

  6. Omar-Ölfeld.

    Es gibt Omar North; das beginnt direkt östlich des Khabour, und laut wikimapia steht die SDF fast direkt am anderen Ufer.
    Der Kabour dürfte auch kein wirkliches Hindernis sein, fällt er doch im Sommer oft trocken.

    Gemeldet wurden Bewegungen der SDF östlich des Khabour etwas weiter nördlich; aber klar, durch die Wüste sind da einige Kilometer mehr oder weniger kein großes Problem.

    Da kommt aber auch erst mal das Omar North Feld, es ist unplausibel, dass sie eine Einnahme desselben nicht melden würden.

    Es könnte also sein, dass die SAA Omar und die technischen Installationen einnimmt, die SDF Ausläufer des Omar North Feldes vor ihnen erreicht.
    Falls sie es überhaupt darauf anlegen.

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    Gestern Khusham, heute geht es weiter östlich des Euphrats; könnte relativ bald zur Verbindung der beiden Brückenköpfe kommen, dann wäre man deutlich sicherer vor desparaten IS-Gegenoffensiven.

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