Syrische Armee richtet Aufmerksamkeit auf ISIS in der Wüste im Osten der Provinz Homs

Al Masdar News berichtete heute, dass die syrische Armee nach dem Sieg in Tulul Al Safa Truppen an verschiedene Fronten verlegt, darunter auch in die Wüste im Osten der Provinz Homs.

Die syrische Armee macht damit wohl genau das, was wie hier im Parteibuch erwartet haben und was uns auch logisch erscheint. Diese Wüste gründlich frei von Terror zu bekommen, ist unserer Meinung nach nicht nur ein Wert für sich, sondern auch Schlüssel dazu, um später die USA und ihre Komplizen aus Tanf und anderswo vertreiben zu können.

Aus der Beschreibung im Artikel von Al Masdar News geht grob hervor, dass es sich dabei um eine recht mühsame Aufgabe handeln dürfte, denn das Zielgebiet dieser Operaton umfasst praktisch die ganze Wüste zwischen den Ausläufern von Damaskus und Deir Ezzor. Und sie wird wohl, von wenigen Ausnahmen wie Tanf erstmal abgesehen, in nord-südlicher Ausdehnung das gesamte Gebiet zwischen der Straße von Damasksus über Palmyra nach Deir Ezzor bis zur jordanischen Grenze abdecken, also etwa eine Fläche von 350 mal 120 Kilometer, was trotz etwa 5.000 Quadratkilometer Abzug für Tanf auf die Reinigung von beinahe 40.000 Quadratkilometer Gelände von ISIS und Konsorten hinausläuft.

Al Masdar News schreibt dabei von einer großen Tasche voll von ISIS-Terroristen, die keine weitere Fluchtmöglichkeit mehr haben und deshalb wohl verzweifelt bis zum letzten Mann kämpfen werden, hat aber keine Karte zur Lage dieser Tasche dazu mitgeliefert. Das Parteibuch geht davon aus, dass es von dieser Operation auch zukünftig kaum Karten geben wird, weil der Krieg in dieser Wüste eher eine Art Guerilla-Krieg denn ein Krieg mit definierten Fronten werden wird. Praktisch kann man sich das vermutlich so vorstellen, dass mobile Verbrechergruppen an unterschiedlichen Stellen in der großen Wüste Waffen versteckt haben, mit denen sie Unsicherheit verbreiten. Die Aufgabe der Armee wird es sein, die Depots möglichst alle zu finden und die zugehörigen Terrorgruppen mit möglichst geringen eigenen Verlusten zu eliminieren. Die Hauptschwierigkeit dabei liegt in der Größe und Unwegsamkeit des Gebietes. Buchstäblich unter jedem Stein der großen Wüste kann sich ein Waffendepot verbergen. Diese Anti-Terror-Operation dürfte sich also eine ganze Weile hinziehen.

Der strategische Nutzen der Operation besteht darin, Schmuggelrouten wirksam zu durchtrennen, über die US-gestützte Terrorgruppen Nachschub von Basen in Jordanien und Tanf tief nach Syrien hinein, vermutlich auch bis in dien Nordosten Syriens, transportieren können, und damit die USA und ihre Hilfstruppen in Tanf und anderswo in Syrien strategisch einzuschnüren, sodass die Option Abzug für die USA allmählich immer attraktiver wird. Vorteilhaft ist die Operation für die syrische Armee auch, weil der Großteil der Verbrechergruppen in der Wüste aus international geächteten ISIS-Terroristen besteht, deren Eliminierung für Syrien keine Nachteile mit sich bringt.

Bezüglich des Nordens und Nordwesten von Syrien hat verlustarmes Abwarten hingegen noch klare Vorteile für Syrien. Wenn in Nordwestsyrien die türkische Armee und ihre Lakaien gegen andere Terrorgruppen kämpfen, dann schwächen sie sich vornehmlich gegenseitig. Die syrische Armee wäre schlecht beraten, da dann eine größere Offensive durchzuführen und damit zum einigen Faktor ihrer Feinde zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass die syrische Armee auf blutige Provokationen von Terroristen in Ost-Idlib oder West-Aleppo nicht reagieren darf, aber die Armee dürfte eben gut beraten sein, da defensiv zu bleiben und die Reaktion auf Provokationen eher limitiert ausfallen zu lassen.

Auch international macht erscheint das geschickt. Wenn die VAE und die Saudis nun Truppen zur Unterstützung der kurdisch geprägten YPG nach Nordostsyrien entsenden, und dabei ihren Konflikt mit der Türkei verschärfen, dann muss die syrische Armee einfach nur nichts tun, um eine sich vertiefende Spaltung zwischen ihren Gegnern zu sehen. Dasselbe gilt im Grunde auch für Anti-ISIS-Operationen von US-Spezialkräften in Ostsyrien. Feinde kämpfen gegen Feinde, da wäre die syrische Armee nicht gut beraten, sie dabei zu stören. Und irgendwann werden auch die US-Kräfte dabei wie schon im Irak schmerzahfte Verluste einfahren, die ihre Lust darauf, Teile von Syrien noch länger zu besetzen, schrumpfen lassen wird.

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11 Gedanken zu “Syrische Armee richtet Aufmerksamkeit auf ISIS in der Wüste im Osten der Provinz Homs

  1. Danke für den Bericht.
    Den syrischen Truppen viel Erfolg, auf das Syrien bald von allen Plagen befreit sein wird.

      1. Salander

        Ich verstehe das noch nicht ganz. Wer der russophobe Clinton-Großspender Soros ist, ist klar.

        https://de.sputniknews.com/politik/20180604321008370-soros-europa-pace-lobbyismus/

        https://www.mintpressnews.com/212798-2/212798/

        Sich mit so einem Kriegstreiber gemein zu machen, muss wirklich die rote Karte für jede progressive Bewegung bedeuten.

        Wenn ich das recht verstehe, veröffentlicht Varoufakis unter anderem auf der von Soros co-finanzierten Plattform OpenDemocracy. und es scheint noch mehr Hinweise darauf zu geben, dass Varoufakis und Co sich mit Soros gemein machen. Und wenn Sanders, Corbyn und Linke weltweit sich gemein mit Varoufakis, dann sind sie auch mit Soros verbunden.

        Nur, wie weit – oder kurz – geht das Gemeinmachen der Progressiven weltweit mit Soros wirklich? So richtig durchschlagend scheinen mir die Beweise dafür, dass es tatsächlich weit geht, noch nicht zu sein.

        Auch eine wirklich anti-russische Position von Corbyn sehe ich bis jetzt nicht so. Das Argument, dass Corbyn sich entgegen einer Absage von Regierungsseite für eine Reise von Johnson nach Russland ausgesprochen hat, dass jedoch mit nicht sonderlich russlandfreundlicher Rhetorik garniert hat, sehe ich nicht als zugkräftiges Argument. Mit der Befürwortung der Reise hat Corbyn sich immerhin russlandfreundlicher als die britische Regierung platziert. Dass er da nicht weiter gegangen ist und auf unfreudliche Rhetorik gegen Russland verzichtet hat, kann ich mir durchaus als plausibles politisches Taktieren im Zwei-Parteien-System auf der Insel vorstellen.

        Ich finde, man sollte die Geschichte im Auge behalten, ob die Beweise mehr werden, sehe da im Moment nicht viel mehr als einen Annäherungsversuch aus Richtung Soros, den noch abgeblockt werden kann.

  2. PB, wünsche der syrischen Armee viel Erfolg auf diesem Weg. Wir brauchen ihn, wenn ich diesen seehofer heute wieder gehört habe. Es ist für einen Deutschen, der sich nicht von blöd und Co verdummen läßt eine Schande. Was sollen wir für unsere Enkelchen tun? Habe 22 Jahre für die Sicherheit meiner Familie und der Bevölkerung dieses Staates DDR alles getan und jetzt?! Bitte keinen Kommentar, laß es einfach so stehen. Danke

    1. Danke für die Anmerkungen. Ich Blick da auch noch nicht so durch, nur, dass Varoufakis von Georg Schwarz protegiert wurde, Studium etc., aber das wurde Orban auch!

      Von wem werden die gelben Westen in Frankreich gesteuert? Konter/Blaupause zur gelben Regenschirmktion in HK?

      Liebe Grüße
      Salander

  3. Hallo liebe Parteibuch-Administratoren,
    schön, dass ihr schon mehrere Tage wieder mit ganzem Herzen dabei seid!
    Eure Neuigkeiten sind so komplex und aktuell,
    dass man einfach nicht über´´ s staunen herauskommt .
    Viele Grüße

  4. PB:

    Vorab. Ich bin kein Militär-Experte.
    In Sachen Nordsyrien, abwarten und zuschauen wie sich die Anderen Schwächen, mag richtig sein. Wie lange soll man denn noch abwarten? Der Krieg geht schon an die 8 Jahre.

    Oktober 1983 haben die Hisbollah 241 amerikanische Soldaten in Beirut die Antwort gegeben. Und was geschah? Reagan hat den Abzug aus Libanon befohlen. Eine Hisbollah hat es geschafft eine Großmacht zu verjagen. Aber der Assad soll abwarten, was dort im Norden passiert? Mit Abwarten und Tee trinken kann man die Invasoren nicht erledigt.

    1. Patriot

      Die syrische Armee muss ihre begrenzten Kräfte einsetzen, wo sie die meisten Vorteile davon hat und die wenigsten Nachteile. In Nordwestsyrien wäre der Nachteil einer Operation, damit Feinde zu stören, die sich gerade gegenseitig schwächen, groß. Die Wüste gründlich von ISIS zu reinigen, bringt Syrien auch der Befreiung des ganzen Landes näher, hat aber keine solchen Nachteile, weshalb da ein Einsatz gegenwärtig sinnvoller erscheint.

      Ist die Säuberung der Wüste fertig oder ändert sich die Situation in Nordwestsyrien, dann wird die Armeeführung die Lage natürlich neu bewerten. Meiner Einschätzung nach wird es aber noch lange dauern, bis die syrische Armee in Nordwestsyrien deutlich vorwärts rückt, vielleicht etwa noch ein Jahr.

  5. Offtopic:

    Informiert euch mal über Finck(Degussa-Gold), AFD und Finck Senior mit Hitler.

    Das sind Schnittmengen die an Niedertracht nicht zu überbieten sind.

    Wer auch noch das Programmheft von der AFD gelesen hat und auch noch gewählt hat, dem ist nicht mehr zu helfen. So nebenbei, dort stand „Islamismus bekämpfen“.

    Noch einmal: Finck Senior, Hitler und AFD müsst Ihr richtig kombinieren, dann versteht Ihr, warum der neue Feind der Islam ist.

    Ich könnte einiges mehr über diese Mondän und Alt-Herren-Partei erzählen, aber lassen wir mal die AFD-Wähler eigene Erfahrungen machen.

    1. Ich dachte, diesem Troll wurde die Rote Karte gezeigt, jetzt verspritzt er schon wieder sein Gift hier! Ich habe noch NIE nach einem Zensor gerufen, aber solches *** ist der Tod jedes Blogs, wenn es nicht beizeiten ausgerupft wird!

      An dieser Stelle wiedermal ein Dank ans Parteibuch fürs Weitermachen unter schweren Bedingungen. Hoffe die Besucher und (richtige) Kommentatoren werden wieder mehr. Ich schaue nach wie vor täglich hier rein, auch wenn ich zur Zeit nicht täglich Neues vorfinde.

      1. isjawu

        Danke für die Erinnerung, dass es da aus gutem Grund schon eine rote Karte gegeben hat.

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