Syrische Operation gegen ISIS im Osten von Suweida vor erfolgreichem Ende

Nachdem es der syrischen Armee und ihren Partnern in der letzten Woche gelungen war, die von der Terrorgruppe ISIS vor Monaten im Osten der Provinz Sweida verschleppten Geiseln zu befreien, hat die syrische Armee nun in den letzten Tagen wesentliche Stellungen von ISIS im Osten der Provinz Suweida gestürmt.

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am gestrigen Samstag berichtete, hat die syrische Armee im Osten von Suweida Tulul al Safa sowie weitere Hügelstellungen eingenommen und damit Feuerkontrolle über die Reste der in der Gegend noch nicht eliminierten ISIS-Terroristen erlangt. Gegenwärtig nimmt die syrische Armee dort die Reste der fliehenden Terroristen auseinander. @Suriyak hat eine frische Karte dazu veröffentlicht:

Auch wenn das Gelände aus Vulkangestein in Safa schwierig für schwere syrische Technik ist, so ist nun völlig klar, dass die Unterstützung von ISIS durch die USA und ihre Komplizen nicht reichen wird, um ISIS im Osten von Suweida vor der baldigen vollständigen Niederlage zu retten. Nach mehr als drei Monaten steht die Anti-Terror-Operation der syrischen Armee in der Gegend damit offensichtlich unmittelbar vor dem erfolgreichen Abschluss. Der schwarze Fleck auf der syrischen Karte bei Al Safa dürfte also bald Geschichte sein.

Als nächstes wird im Allgemeinen damit gerechnet, dass die syrische Armee und ihre Partner sich auf die Eliminierung des Terrorismus in der von der Terrororganisation Al Kaida und Komplizen beherrschten Idlib-Tasche im Nordwesten Syriens konzentrieren wird, was insbesondere bei den Freunden von Al Kaida in den Regierungen, Medien und NGOs westlicher Staaten große Besorgnis auslöst. Das Parteibuch würde sich jedoch nicht wundern, wenn die syrische Armee sich die verschiedenen Terroristen in Nordsyrien erstmal noch eine Weile miteinander beschäftigen lässt und stattdessen erstmal die Wüste östlich und südöstlich von Palmyra gründlich von der Terrorgruppe ISIS säubert. Als Belohnung könnte der Armee dabei winken, dass die Schmuggelrouten der USA und ihrer Handlanger von Jordanien und Tanf weiter in Richtung Ost- und Nordostsyrien unbrauchbar würden und die Präsenz von US-Truppen in Syrien offenkundig sinnlos und unhaltbar wird.

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16 Gedanken zu “Syrische Operation gegen ISIS im Osten von Suweida vor erfolgreichem Ende

  1. Nun haben wir noch den Norden und Nordosten Syriens. Die Türken direkt, die Türken indirekt (Idlib) und die USA. Mal schauen, ob die Befreiung hier primär durch Verhandlungen erreicht oder durch militärische Konflikte erzwungen wird. Auch der nun verdichtete Druck auf die verschiedenen Allianzen und die zu erwartenden Risse werden mit großer Spannung zu beobachten sein.

    1. grs

      Der Artikel ist vielleicht unterhaltsam, aber sicher nicht faktenorientiert. Man schaue nur auf die Quellen: das ist geradezu ein who-is-who der zionistischen Propaganda von Dexter Filkins bis Michael Weiss.

      Ergo: das ist ein Haufen Hasbara-Unfug zusammengeflickt zu einem langen Artikel, der den Quellen entsprechend natürlich ebenso lauter unsinniges Zeugs beinhaltet.

      1. DANKE + Entschuldigung !!
        mea culpa

        Ja die Quelle war mir auch suspekt – aber ich fand den Artikel interessant
        jetzt ärgere ich mich extrem das ich das gepostet habe.

        Entschuldigung

      2. grs

        Du brauchst dich nicht entschuldigen für das Posten des Links. Dafür, um so was zu diskutieren, sind wir ja hier.

        Übrigens, nicht alle Papiere von West Point sollen so unterirdisch sein.

  2. Was glaubt oder weiß das Parteibuch über den Zusammenhang Kashoggi / Türkei vs. USA bezüglich Syrien?

    Der Erdogan spielt sein Blatt ja ganz clever und smart. Hat der die USA damit unter Druck setzen können und zum eigenen Vorteil in Syrien manöverieren können?

    -kleinHeiko hat ja nun auch die Rüstungsgüterlieferung nach S**A. einstellen lassen. Natürlich nicht aus Vernunftsgründen, sondern um dem Trump eines mit zugeben: `schaut nur, wir liefern nicht mehr, aber der Trump, der schlimme Finger, der liefert immer weiter. Ja der Lütte im Außenamt nimmt es mit den USA und den Russen zugleich auf. ***

    1. Heimreisender

      Ich weiß über die Ermordung des für das zionistische Kampfblatt WaPo tätigen Khashoggi auch nicht mehr als andere.

      Die Saudis haben sich bei Khashoggi so benommen wie Wahhabiten das für normal halten, also praktisch genauso wie auch die saudische Proxy-Terrorgruppe ISIS sich in Syrien benommen hat. Dass der Rest der Welt solche Morde abscheulich findet, haben die Saudis offensichtlich immer noch nicht begriffen. Also kurzum, die Saudis benehmen sich einfach wie üblich, und die führenden Köpfe im Westen versuchen krampfhaft wegzuschauen, wie die ach so moderaten saudischen Freunde, mit denen der Westen ja offiziell in einem Boot sitzt, unter anderem um die Menschenrechtslage in Syrien und Jemen zu verbessern, sich benehmen. Um etwas öffentlichen Druck abzubauen, weil die westliche Bevölkerung das nicht so toll findet, gibt es nun sogar einige symbolische westliche Sanktionen gegen die Saudis.

      So weit also alles wie gehabt. Aber ich hätte auch noch eine ansonsten kaum These zu einem wichtigen Detail anzubieten: und zwar würde ich davon ausgehen, dass die Trump-Regierung über den Mordplan vorab informiert war, vielleicht nicht, was die Details des Mordes angeht, aber über die beabsichtigte Ermordung im Grunde schon. Zum Einen traut sich MBS meiner Meinung nach ohne „grünes Licht“ aus Washington kaum allein auf’s Klo geschweige denn eine konspirative blutige Auslandsoperation und zum Anderen halte ich es für unwahrscheinlich, dass die saudische Mordabsicht NSA, CIA und Co entgangen ist. Khashoggi selbst war sie ja offenbar auch nicht entgangen, weshalb er ja gerade in der Türkei in die saudische Botschaft gegangen zu sein scheint.

      Sollte ich mit meiner These recht haben, bedeutet das, dass die Saudis der Trump-Administration erneut in die Falle gegangen sind. Man erinnere sich bloß daran, wie sich die Saudis von Kushner grünes Licht für ihre Attacke auf Katar geholt hatten, nur um dann festzustellen, dass sie damit in ein Desaster reingeschlittert sind, und US-Hilfe diesbezüglich sehr spärlich ist. Dazu passt auch, dass Trump nicht unterbinden hat, dass die CIA gerade MbS öffentlich als mutmaßlichen Drahtzieher des Mordes benannt hat, und das saudische PR-Desaster ob des Khashoggi-Mordes damit noch verschlimmert hat. Man denke dabei daran, dass die CIA dem Oberbefehl von Trump untersteht.

      Strategisch ist das Ergebnis der Ereignisse, dass die Achse Israel-Saudi einen schweren Schlag abbekommen hat und es nun noch schwerer haben dürfte, international Verbündete gegen den Iran zu gewinnen. Trump gehört natürlich auch zu der Achse Bibi-MbS, aber Trump braucht sich um sein Image in der liberalzionistischen Presse ohnehin längst keine Sorgen mehr machen: ist der Ruf erst ruiniert… Wenn nun in den USA liberalzionistische Demokraten schärfere Sanktionen gegen die Saudis fordern, läuft das genau weiter in die Richtung einer strategischen Schwächung der israelisch-saudischen Achse. Am Ende könnten Bibi und Israel dann ganz allein mit Trump dastehen, womit praktisch bei welchem Anlass auch immer die Zeit gekommen wäre, Israel fallen zu lassen, und damit der israelischen Vorherrschaft in den USA und der westlichen Welt ein Ende zu bereiten.

      1. „…wie sich die Saudis von Kushner grünes Licht für ihre Attacke auf Katar geholt hatten…“ -entspricht dann genau der Taktik als April Glaspie dem Saddam Hussein 1991 erzählte, die USA hätten in Kuwait keine Interessen, um Saddams militärisch nach Kuwait zu locken, und dann den Zweiten Irakkrieg loszutreten. Also die Amis sind wirklich ausgezeichnete Trapper-.

        Interessant auch, daß über die strategischen Verbindungen Israel/S.A. wenig gehört wird (und gehört werden soll).

      2. Patriot

        Ich glaube, du hast mich nicht recht verstanden. Bemerkenswert finde ich, dass die CIA öffentlich erzählt hat, dass der saudische Kronprinz MbS den Mord wohl höchstpersönlich in Auftrag gegeben hat.

        https://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/jamal-khashoggi-murder-cia-saudi-crown-prince-mohammed-bin-salman-order-a8638181.html

        Es ist selbstverständlich so, dass es jedem halbwegs denkenden Menschen klar ist, dass so eine Operation nicht ohne Anweisung von MbS hätte vonstatten gehen können. Aber mit der Bewertung hat die CIA den Saudis und ihren westlichen Freunden den Ausweg zerschossen, so zu tun, als ob den Mord irgendwelche übereifrig und kriminell handelnden Untergebenen eigenmächtig begangen hätten.

        Und Oberbefehlshaber Trump hat das nicht unterbunden, etwa indem er strikte Geheimhaltung des CIA-Berichtes angeordnet hätte.

    2. Unser geschätzter Kollege Ped hat zum Fall Kashoggi einen höchst interessanten Artikel geschrieben:

      https://peds-ansichten.de/2018/10/saudi-arabien-khashoggi-muslimbrueder-geheimdienst/

      Kurzfassung:
      1. die westlichen Staaten haben gemerkt, dass die strategischen Ziele von Mohammed bin Salman nicht in ihrem Interesse sind, und deswegen versuchen sie ihn zu stürzen.
      2. Kashoggi steht auf der Seite der Muslimbruderschaft und war (wahrscheinlich) in eine Verschwörung gegen MbS verwickelt. Es gab also gute Gründe, ihn zu beseitigen.

  3. Eingangs möchte ich nachträglich meine, Ihnen zustehende, Anerkennung ausdrücken für das Durchgestandene und die Form der Bewältigung.
    Endlich gibt es also diese lang erwartete Nachricht vom miliärischen Vollzug dieser Gebietsbereinigung von Teroristen! Nach der Lokalisierung und Befreiung der Geiseln, konnte endlich die Überlegenheit der Waffen ausgenützt werden und damit den hohen Blutzoll, den bis dahin die Regierungssoldaten und deren Verbündeten bei dieser Operation täglich brachten, drastisch reduziert werden. Die SAA hatte es mit einem überdurchschnittlich motivierten Gegner zu tun. Die Kombination von religiösen Motiven und Kämpfer, oft ausländischer Herkunft, welche nichts mehr zu verlieren hatten, machten das aufbringen dieses Kessels, neben der Topographie des Terrains, sowie des Wetters nicht gerade einfacher.
    Aber gibt es da nicht noch einen noch immer von ISIS gehaltenen ,nördlich gelegenen Teil dieser geteilten Al Safa Tasche?
    Möchte auch nochmals meine schon gestellte Frage wiederholen; in wie weit hat das Parteibuch Infos zum Verbringungsort und Verbleib der vom Yamourk Camp evakuierten ISIS Kämpfer? War diese doch hohe Anzahl von gegnerischen Kämpfern/Ausländern in dieser unwirtlichen Gegend das Resultat der Verbringung?

    1. AP

      Es gibt weiter nördlich und nordöstlich, zwischen Palmyra und dem Euphrat, noch weitere recht starke Gruppen von ISIS-Terroristen. Wo genau das ISIS-Land anfängt und aufhört ist jedoch schwer zu sagen, weil die Gegend Wüste ist und es schwer ist, festzustellen, was für Leute sich da gerade wo aufhalten. Positionen können in der Wüste recht rasch wechseln und so manch bislang noch unentdeckten Hinterhalt gibt es sicher auch.

      Was die Evakuierung von Resten von ISIS-Terroristen aus dem Yarmouk-Camp und Süd-Ghouta betrifft, so glaube ich nicht, dass die eine große Rolle bei den Kämpfen gespielt hat. Da ging es nur um relativ kleine Zahlen. Was die Armee viel mehr ausgebremst hat, war der Wunsch, möglichst viele der von ISIS entführten Geiseln wieder lebendig zurückzubekommen. Nachdem die Geiseln letzte Woche befreit werden konnten, ging dann nun alles sehr schnell.

      PS: Denke dir bitte einen neuen Nick aus. Dein jetztiger Nick ist abstoßend.

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