Drei Schwalben machen noch keinen Sommer

Es ist zu begrüßen, dass es bei den Zwischenwahlen in den USA mit Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar und Rashida Tlaib auf der demokratischen Spur drei expliziten Kritikerinnen des Apartheidregimes „Israel“ gelungen ist, in das Repräsentantenhaus einzuziehen, doch ist die Demokratische Partei damit keineswegs aus dem Würgegriff der zionistischen Mafia befreit.

Außer diesen drei Hoffnungsträgerinnen haben auf der demokratischen Spur nämlich noch viel mehr Einflussagenten von AIPAC und der zionistischen Lobby den Einzug in den Kongress erstmals oder wieder geschafft, so wie zum Beipiel Robert Menendez, der selbst vom israelischen Hasbara-Outlet Haaretz offen als eng mit AIPAC verbunden beschrieben wird.

Den meisten US-Wählern ist es entweder nicht bekannt, dass vornehmlich nicht Russland, sondern insbesondere das zionistische Regime offen und verdeckt Einfluss auf die US-Politik und Wahlen in den USA nimmt, um so finanzielle Subventionen für das Apartheidregime zu sichern und das US-Militär dazu zwingen zu können, nach israelischem Belieben reihenweise Angriffskriege in Westasien, etwa gegen Irak und Syrien, zu führen.

Andererseits sieht es jedoch so aus, dass die Unterstützung für das zionistische Rassistenregime zumindest bei einem Teil der Basis der Demokraten, nämlich den sich als „liberal“ beschreibenden Demokraten, in den letzten Jahren allen Umfragen zufolge spürbar nachgelassen hat, was nicht zuletzt an der zur Schau gestellten „Freundschaft“ zwischen dem zionistischen Regime und dem Hauptfeindbild der liberalen Demokraten, Trump, liegen dürfte. Dies bringt die Chance, oder die Schwierigkeit, wie der israelische Diplomat, Politiker und Al-Kaida-Sympathisant Michael Oren es nennt, mit sich, dass der Griff der zionistischen Lobby nicht wie seit Jahrzehnten überparteilich bleibt, sondern zu einem parteipolitischen Streitpunkt wird.

Sollte die Ablehnung des zionistischen Apartheidprojektes an der demokratischen Basis weiter zunehmen, werden die gesteuerten Fake-News-Medien der zionistischen Mafia es nicht mehr schaffen, weiterhin eine öffentliche Debatte zum zionistischen Rassismus und zur Israel-Lobby zu unterdrücken. Da die zionistische Mafia außer Rassismus und Chauvinismus dabei praktisch keine Argumente vorzubringen hat, darf im Fall einer breiten öffentlichen Debatte durchaus mit einem politischen Schneeballeffekt gegen das zionistische Regime gerechnet werden, der durch den Hass vieler Demokraten auf Netanjahus Buddy Trump immer weiter angefacht werden könnte. Wenn dann die Macht im US-Präsidentenamt und im Senat wie alle paar Jahre üblich wieder zwischen Republikanern und Demokraten wechselt, könnte das zionistische Regime erstmals seit Jahrzehnten ohne Verbündete an den entscheidenden Stellen im US-Machtapparat dastehen.

Bis dahin ist es noch ziemlich weit, und Trump wird sicherlich die vollen sechs verbliebenen Jahre brauchen, um „Israel“ soweit an sich zu binden, dass „Israel“ für die Mehrheit der demokratischen Basis untragbar wird, aber es sieht danach aus, dass sich bei den Zwischenwahlen ein entsprechender Prozess gerade manifestiert hat. Natürlich machen drei Schwalben noch keinen Sommer, aber manchmal können sie doch ein Vorbote für eine sich langsam ändernde Großwetterlage sein.

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17 Gedanken zu “Drei Schwalben machen noch keinen Sommer

  1. Karsten

    Ich glaube, dass das Aufdecken der alten GCC-Israel-Allianz die Stabilitätsprobleme des saudischen Herrscherhauses verstärkt, und könnte mir vorstellen, dass in Saudi Arabien in nicht allzuferner Zeit der Fall des Regimes ins Haus steht. Der Krieg gegen den Jemen und die globale Förderung des Wahhabismus als einzig wahren Vertreter des Islam kosten selbst für den Ölgroßproduzent Saudi Arabien viel zu viel Geld und wenn die Saudis nun die eigene Bevölkerung über die Allianz mit Israel informiert, kommt auch noch ein ideologischer Treibsatz hinzu. Den saudischen Wahhabismus auf eine offene Allianz mit Israel umzupolen, halte ich für schwierig. Die Saudis könnten sich damit nun vollends übernommen haben.

    1. Meine Hypothese ist, dass es die Aufgabe von MbS ist, die strategische Allianz zwischen Israel und SA aufzulösen, und SA in eine halbwegs moderne Gesellschaft zu transformieren. Sicherlich eine Mammutaufgabe. Aber das ist, bei aller Ambivalenz, und ob man MbS jetzt mag oder nicht, das Beste für SA und für die Region. Denn selbst für die Gegner von SA ist es nicht wünschenswert, dass der Staat SA nach einem ungeordneten Umsturz einfach zerfällt, ein „failed state“ wird und große unregierbare, von Milizen oder Stammesfürsten beherrschte Flecken zurücklässt. Selbst der Iran kann so etwas nicht wollen.
      Wenn ich mir die letzten 1,5 Jahre anschaue, komme ich zu dem Schluss, dass sich SA grundsätzlich in die richtige Richtung bewegt. Dass der Wandel innerhalb des Königshauses mit brutaler Härte durchgesetzt wird, gefällt mir nicht wirklich. Allerdings erkenne ich an, dass ein Wandel einer Feudalgesellschaft zu einem modernen Staat eben nicht auf schön demokratische Weise vor sich gehen kann. Und auch da geschieht nicht alles von heute auf morgen. 2030 (aus der „Vision 2030“ von MbS) ist schon ein sehr ergeiziges Ziel.

      1. SA würde nicht in unregierbare Flecken zerfallen. Die im KSA vorhandenen Sollbruchstellen sind bekannt und beherrschbar. Ein Zerfall hätte aus heutiger Sicht positive Auswirkungen. Oder zumindest könnte diese haben.

    2. „Ich glaube, dass das Aufdecken der alten GCC-Israel-Allianz die Stabilitätsprobleme des saudischen Herrscherhauses verstärkt, und könnte mir vorstellen, dass in Saudi Arabien in nicht allzuferner Zeit der Fall des Regimes ins Haus steht“
      und das oben aus dem HauptArtikel

      Jetzt mal ganz ehrlich, glaubst du wirklich daran ?
      Glaubst du wirklich daran
      Das einer der letzten Sklavenstaaten, Rassistenstaaten.
      Das Land was Kriege hier und da führt wegen eigenartigen „Kinderzeichnungen“ oder auch ohne diese. Das Land was auch einfach seine eigene Präsidenten killen lässt, Das Land was 2 Welt Kriege in­i­ti­ie­rt und forciert hat und vieles vieles mehr ( Mrd von Menschenleben auf dem Gewissen hat

      glaubst du wirklich das die Mächtigen dieses Landes 1 oder 2, 3 oder x Wahlen irgendwie interessiert ? Denkst du wirklich die sagen am Ende einer „ungünstigen“ Wahl :

      „Dumm gelaufen, ich gehe mal jetzt nach Hause und gleich danach auf eine Pilgerreise um mich zu bessern …. !“

      will kein Streit

      1. grs

        Ja, natürlich. Saudi Arabien steht vor Problemen wie nie, und die sind praktisch alle selbstgemacht. Dass Saudi Arabien obendrein ein Sklaven- und Rassistenstaat ist, wird die anstehenden Umwälzungen im heutigen Saudi Arabien meiner Meinung nach nicht aufhalten können. Allerdings kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass das Ziel der Abschaffung von Sklaverei und Rassismus dabei tragend wird. Ich sehe vielmehr eine fehlende tragfähige Machtbalance, wirtschaftliche Schwierigkeiten und vor allem die wahrgenommene Abweichung des Herrscherhauses vom Wahhabismus, so wie er in Saudi Arabien gepredigt wird, als wichtigste Treibsätze der dort bald anstehenden Umwälzungen.

  2. Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass erstmals einige „indigene“ (Native Americans) Ureinwohner gewählt wurden, was mich natürlich mit Freude erfüllte!

    Außerdem sind in 2 Bundesstaaten erstmals Afro-Amerikannerinnen gewählt worden (Und die scheinen nicht so grimmig, wie Condollezza Rice zu sein), super!

    https://www.deutschlandfunk.de/us-zwischenwahlen-ein-votum-fuer-die-vielfalt.1939.de.html?drn:news_id=943263

    Hoffentlich wird es einen Trend geben, dass Politiker unabhängig von Partei- oder Fraktionslinie einfach das tun, was der Welt gut tut und genug Bevölkerungsanteile das zu schätzen wissen, sodass sich deren Popularität, gegenüber die Medien&Werbehochheit der Macht&Gierpolitiker durchsetzt.

    1. Progress

      Wichtig sind nicht die Identitäten, sondern die Positionen, insbesondere die zu Krieg im Interesse Israels.

      Was du beschreibst, ist ein Spiel mit bislang minoritären Identitäten: Frauen, Homosexuelle, Farbige, Ureinwohner, Behinderte und so weiter und so fort stellen sich in aussichtsreicher Position zur Wahl auf. Dieses Spiel mit den Identitäten beherrscht die Israel-Lobby geradezu perfekt: sie braucht sich bloß Lakaien zu suchen, die zu einer Minorität gehören, und schon klappt der ach so historische Wahlsieg bei entsprechender Unterstützung fast von selbst. Und wenn solche Lakaien der zionistischen Lobby dann gewonnen haben, machen sie natürlich in der Regel das, was die Lobby will.

      Bestes Beispiel dafür ist Hillary Clinton. Nichts an Positionen hatte diese kriegslüsterne Marionette der Lobby, womit sie hätte erfolgversprechend werben können, und deshalb hat sie, denk an „I’m with her,“ betont, dass sie eine Frau ist. Der auf dieser Identitätsbasis aufgebaute Plan war gut und schwer zu knacken, doch der von der Lobby fest eingeplante historische (das erste mal eine Frau) Sieg Hillarys, funktionierte nicht: Ihr Frau-sein konnte ihre Kriegslüsternheit und Korruption nicht ausreichend überdecken.

    1. bei der Medien Hetze gegen Trump wird auch beklagt, dass er Soldaten an die
      mexikanische Grenze schickt. Zunächst hieß es , ein paar hundert, jetzt 8000.

      Dabei ist mir etwas absurdes aufgefallen.
      Die USA haben ihre Truppen auf der ganzen Welt verteilt,
      stehen auch vor den Grenzen Chinas und Rußlands,
      nur an ihrer eigenen Grenze scheint es bisher keine Soldaten gegeben zu haben

  3. Hallo Pb. Wie Karsten oben angeschnitten hat. Gibt es zum Jemen neue Nachrichten, da scheint ja nach den Waffenstillstandsschwüren wieder einiges los zu sein ? Grüße

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