Syrische Armee drückt Flaschenhals im Nordosten von Daraa weiter zu

Wie Al Masdar News am gestrigen Mittwoch berichtete, drückt die syrische Armee nahe Busra Al Harir den Flaschenhals zum nordöstlichen Gebiet der von Terroristen beherrschten U-förmigen Tasche in Südwestsyrien weiter zu.

Eine Karte von @GeromanAT zeigt, wo der Vorstoß der Armee erfolgte.

Ob der Nachschubweg der Terroristen durch die Engstelle noch offen ist oder nicht, mag dahingestellt sein, aber jedenfalls hat die syrische Armee die Kontrolle darüber, oder kann sie jederzeit bekommen. Sollte der Kessel noch nicht zu sein, wäre es für die Terroristen im Gebiet Lajat jedenfalls höchste Zeit, sich zu entscheiden, ob sie sich in dem kleinen Gebiet in einem kleinen separaten Kessel in aussichtsloser Lage einkesseln lassen wollen, oder ob sie eine Kapitulation und Versöhnung wünschen.

Wie schon auf der Karte von GeromanAT zu sehen ist, gingen auch am Mittwoch die Operationen der Armee gegen die Terrorgruppe ISIS im Gebiet zwischen Suweida und Deir Ezzor weiter. Zu beiden Seiten der von den USA besetzten Tasche Tanf nahm die syrische Armee dabei ISIS kräftig Gelände ab. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldete am Mittwoch, die syrische Armee habe 4500 Quadratkilometer der Wüstengegend östlich von Tanf von der Terrorgruppe ISIS befreit.

Es bleibt allerdings in der Gegend westlich des Euphrat trotzdem noch eine Menge für die Armee im Kampf gegen ISIS zu tun.

Und aufgrund des schwer zu kontrollierenden Wüstencharakters der Gegend ist es dabei durchaus möglich, dass die syrische Armee und ihre Partner vermutlich mehrere Kampgnen in den gleichen Landstrichen durchführen müssen, um den Terrorismus wirklich aus der Wüste verdrängen zu können.

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45 Gedanken zu “Syrische Armee drückt Flaschenhals im Nordosten von Daraa weiter zu

  1. Auch in der Ledscha müssen verschiedene Kampagnen durchgeführt werden, denn außerhalb der wenigen Straßen, die durch die Ledscha führen, ist ein Weiterkommen nur zu Fuß möglich. Das ganze Gebiet ist von Lavagestein bedeckt, man kann dort sogar die Lavaergüsse genau verfolgen, die bei Vulkanausbrüchen vor vielen hundert Jahren stattfanden, Die Vulkane sind übrigens hauptsächlich Flachvulkane, also keine großen Erhebungen, sondern nur Wellen, nur an den Rändern der Ledscha, vor allem im Osten in der Umgebung von Shahba, hat man die Vulkane als Hügel und Berge. Ein äußerst interessantes Gebiet für Geologen und eigentlich für alle Naturinteressierten. Bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts war die Gegend Rückzugsgebiet der Räuberbanden, die die Pilgerkarawanen nach Mekka von dort angriffen, und dann sofort in der Ledscha verschwanden, was wegen der vielen unterirdischen weitläufigen Höhlen möglich war. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts konnte der Staat dort die Gegend beherrschen. Es wird also noch dauern, bis die Ledscha wirklich befreit sein wird.

    1. Barbara

      Wo ist die Ledscha? Google findet es nicht. Gibt es ne Ortschaft in der Ledscha? Ich würde auch gerne ein paar Bilder sehen, von dem Gelände, wo man nur zu Fuß durchkommt und hatte auf Google-Maps-Satellit gehofft…

      1. @ Johanniskraut
        https://de.wikipedia.org/wiki/Ledja Ö Dort auch ein Foto.
        Heute fällt unter diesen Begriff vor allem die Gegend zwischen Mismiyeh, (wo noch vor diesem Krieg die historische Hedschazbahn zwischen Damaskus und Amman durchfuhr, eine Tagesreise mit vielen Unterbrechungen, um Wasser nachzufüllen, ein unvergessliches Abenteuer, und wo auch die Römer eine befestigte Straße gen Süden angelegt hatten), Ezra’a (ehemals christliches Rückzuggebiet unter den Osmanen mit schönen Kirchen aus der frühbyzantinischen Zeit) und Shahba (mit Ruinen aus römischer und byzantinischer Zeit und schönen Mosaiken, sowie drei Vulkankegeln).

      2. @ Parteibuch
        Thx. für die info!

        @ Barbara
        Woher weißt Du solche Detailinformationen?

  2. USA treten aus dem UN-Menschenrechtsrat aus. Trump demontiert das Imperium weiter.

  3. ***
    SURA @AlSuraEnglish 3 Std.Vor 3 Stunden

    #BREAKING – #Turkish Foreign Minister announces #Syria’s #Manbij city will be ‚fully cleared of #Kurdish militants by July 4th“ after a landmark deal with #US forces in the region.
    ***

    Türkische Politiker erklären zwar ständig alles mögliche, aber bisher zieht sich durch die Manbij-Frage eine Stringenz.

    Die Kurden sollten die langsam stattfindenden Verhandlungsanbahnungen mit Damaskus beschleunigen, um nicht ganz dumm da zu sehen am Ende.

  4. Gestern durften Frauen ins Teheraner Nationalstadion.

    Es sieht auch sehr blöd aus, iranische Frauen bei der WM, aber zu Hause dürfen sie nicht.
    Außerdem muss man sich beeilen, um nicht noch bei solchen Symbolen hinter SA zurück zu fallen.

    Leider konnten sie nicht jubeln, auch wenn es ein großes Spiel der Iraner war.

    1. Das war nur Betonmischen, aber das war klar. Sonst sollte der Iran sich modernisieren. Das Sharia System hält das Iranische Potenzial zurück.

      1. Bis auf oben Kaspisches Meer, ist die Republik Iran seit Jahrzehnten ständig bedroht und belagert durch die Kriegstruppen des aggressiven imperialistischen Regimes[1]. Das Volk benötigt die Ressourcen des Landes, um sich zu entwickeln, doch bereits der Ansatz echter Demokratie ist ja für den Imperialismus „Diktatur“, wurde 1951 durch einen blutigen CIA-Putsch vernichtet und wenn es im Iran noch gut organisierte sozial fortschrittlich-weltliche Kräfte gab, dann wurden die während der fortschrittlich getarnten Terrorherrschaft des Schah-Regimes zerstört oder sind, vom Imperialismus aufgekauft, nun reaktionäre Söldner und Terroristen im Dienste der Destabilisierung.

        Auch in Anbetracht der schwerwiegenden Folgen des ebenso vom Imperialismus angezettelten und betriebenen Irak-Iran-Kriegs, könnte da vielleicht nicht viel an Möglichkeiten übrig gewesen sein, außer eine die meisten Bürgerinnen und Bürger umfassende, den nachhaltigen Widerstand ermöglichende Integrationsklammer zu nehmen und das war die Religion. Immerhin mit wesentlich weniger sozialpolitisch rückständigem „Wir, das ist gegen die anderen“ und mehr demokratischen Strukturen, als unter solchen Umständen ständiger Vernichtungsbedrohung und Belagerung zu erwarten war und ist.

        Interessant dabei, dass die verächtliche Bezeichnung „Mullah-Regime“ oft von Leuten kommt, die offensichtlich damit einverstanden sind, dass sie, wie in Deutschland, in ihrem eigenen Land selbst keinerlei Möglichkeit haben, das Staatsoberhaupt demokratisch zu wählen und im Ergebnis die gesetzgeberischen Vorgaben von demokratiefernen Konzernzentralen privater Großbanken gemacht werden.

        [1] http://iblagh.com/en/wp-content/uploads/2017/01/25-5.jpg

      2. @clearly: „oben Kaspisches Meer“, das ist die Heimat von Aserbaidschanern, auf die Aserbaidschan Anspruch erhebt. Mit viel potential für interessierte Parteien, da Unruhe zu stiften. Diese Gegend würde ich nicht als unproblematisch bezeichnen.

  5. Liebes Parteibuch,
    ich melde mich mal für 4 Wochen ab. Gehe wieder auf Friedensfahrt nach Russland (Balticroute). Dir und allen Foristen eine schöne Zeit! Bleib so, wie Du bist, und wir hören dann in 4 Wochen wieder von einander.

    Gruß
    Johanniskraut

  6. Wie ernst müssen eigentlich die Warnungen aus Washington genommen werden? Und inwiefern haben die Amis Recht mit der Behauptung, es ginge dort um Gebiete, wo Deeskalationsvereinbarungen gelten?

    1. petsch62

      Es gibt zu den Terroristengebieten in Südwestsyrien eine Vereinbarung zwischen Trump und Putin. Der genaue Inhalt der Vereinbarung ist jedoch, soweit ich das überblicke, der Öffentlichkeit unbekannt.

      In den bekannten Texten zu den zwischen Russland, Iran und der Türkei vereinbarten Deeskalationszonen wurde klar festgelegt, dass dies temporäre Maßnahmen für je ein halbes Jahr waren und die Souveränität und die territoriale Integrität Syriens gewährleistet werden muss, aber das muss nicht heißen, dass Trump und Putin dasselbe vereinbart haben. Dass Putin im Abkommen mit Trump auf die Souveränität und die territoriale Integrität Syriens verzichtet hat, ist allerdings, so wie ich das sehe, kaum vorstellbar.

      1. Warum gibt es keine russische militärische Beteiligung, sprich keine russischen Luftangriffe im süden.
        Die Syrische Armee und ihre schiitischen lakaien handeln auf eigener Faust und werden dadurch ein usraelische intervention provozieren.

      2. Lookman

        Du scheinst ein Troll zu sein. Wart’s ab, die russische Luftunterstützung kommt schon noch, wenn sie nötig sein sollte. Luftabwehr ist schließlich auch schon da.

      3. Ist es sicher, dass mit dem Abkommen die Terroristentgebiete um Daraa gemeint sind? Und nicht „bloß“ die Gebiete um Tanf?

      4. Pragmatisch

        Es geht bei dem Abkommen zwischen Putin und Trump, soweit bekannt, ausschließlich um die Daraa-Tasche.

        http://wikimapia.org/#lang=en&lat=32.904956&lon=36.208191&z=9&m=b&show=/36421176/Daraa-pocket-(SNC)

        Es ist dabei auch durchaus möglich, dass das Abkommen nicht die ganze Daraa-Tasche betroffen hat, sondern nur einen Teil davon. Tanf war, soweit bekannt, nicht Teil des Abkommens. Und Al Kaida und ISIS, die im Südwesten Syriens stark präsent sind, sind sowieso grundsätzlich ausgenommen von jeglichem Waffenstillstand.

        Aber wie gesagt, was Trump und Putin wirklich vereinbart haben, ist streng geheim, und weil das Gespräch im ganz kleinen Kreis – Trump und Tillerson waren da ohne Protokollant und, wenn ich mich recht erinnere, auch ohne US-Dolmetscher – geführt wurde, dürfte vermutlich nicht mal das zionistische Regime wissen, was genau vereinbart wurde.

  7. OT Lage in der Schwarzmeer-Region

    Sputnik berichtet von heutigem 3-Tages-Ultimatum der RF an die USA:

    https://de.sputniknews.com/politik/20180621321265122-russland-syrien-nato-schiffe-schwarzes-meer/

    Hierzu meine Frage.

    Mit Trump mag ja symbolpolitisch über Bande gespielt werden. Nur wer garantiert heute noch für die verlässliche Kommandoeinheit der Marine? Könnten Teile der Marine auch vom Kern des tiefen Staates/ Dienste, direkt befehligt werden? Gibt es dazu weiteres Strukturwissen, öffentlich Verfügbares?

    Der Druck im Kessel der Kriegsglobalisten wächst zurzeit täglich weiter an. Die Berliner Atlantikerbastion ist nicht mehr lange zu halten, Visegradstaaten und Italien kündigen dem Merkel-EU-Regime. Wie ernst ist es diesmal wieder/ wirklich?

    Grüßend

    1. Conrath

      So wie ich die Sache sehe, ist es vermutlich Joseph Dunford, der sowohl in der Regieung Trump als auch im Militär das Zepter führt. Dunford arbeitet nicht allein, sondern im Team. Trump, Mattis und Kelly arbeiten Dunford zu. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die ihren Laden, also das Militär, gut im Griff haben.

      Aber ein Restrisiko bleibt natürlich.

      1. Sehe aber Sputnik auch als schlechtes Medium an, sie verbreiten viel Panik in Dingen wo es nicht nötig ist, für mich die Bild Russlands….

  8. OT: #Jordanien @Kaumi

    Vielen Dank Kaumi für deine Hinweise zu Jordanien hier im Blog. Mit diesem Hintergrundwissen ist der Propaganda-Charakter dieser Tagesschau-Meldung besonders offensichtlich:

    http://www.tagesschau.de/ausland/merkel-jordanien-107.html

    Fast schon amüsant ist die Titulierung Jordaniens als „Stabilitätsanker“. Und das mit den Unruhen und Demonstrationen haben sie doch glatt vergessen. Hoch lebe der König, Merkel schenkt ihm Millionen unserer Steuergelder. Demokratie ist was für Länder der Konkurrenz, dort gibts Steuergelder für die Protestler, hier dagegen Geld für den König. Ohne die ganze Heuchelei wäre es etwas erträglicher, aber so kommt man sich auch noch für dumm verkauft vor. Legt den albernen Schafspelz ab ihr Wölfe!

    1. fionafalso

      Am Montag war Netanjahu bei Abdullah in Amman.

      https://www.aljazeera.com/news/2018/06/israeli-pm-netanyahu-meets-jordan-king-abdullah-ii-amman-180618192849369.html

      Vermutlich wird Abdullah da seinem Boss Netanjahu geklagt haben, dass sein Regime gefährdet ist, wenn er kein Geld auftreiben kann. Netanjahu dürfte dann Merkel damit beauftragt haben, Abdullah mit einem Koffer deutschen Steuergeldes zu beglücken, inoffiziell geknüpft an die Bedingung, dass Jordanien sich Israel gegenüber weiter untertänigst in den Staub zu werfen hat. Und da gab es ja beim Schulterschluss zwischen Abdullah mit Erdogan in der Jerusalem-Frage von israelischer Seite letztens durchaus etwas zu bemängeln.

  9. Bemerkenswert ist doch, das Merkel Jordanien nicht mit 100 Millionen Euros sondern mit 100 Millionen Dollars beglückt. Offenbar sind wir derart unterwürfig, dass wir nicht nur unser Öl in Dollar bezahlen, sondern auch noch unsere eigene Entwicklungshilfe in Dollar zahlen.

    1. Das mit den Dollars ist gut beobachtet, doch wie ich meine –
      eher nebensächlich : auch wenn es „nur“ ein ungutes Gefühl
      ist – könnte Thierry Meyssan richtig liegen mit der Annahme,
      dass Jordanien umfunktioniert wird zum Palästinenserstaat,
      und Israel mit Saudi-Arabien die „Probleme“ mit Geld lösen ?
      Was wären dann schon ein paar Millionen $ oder € – beliebig
      gedruckt bzw. vermehrt ?
      http://www.voltairenet.org/article201607.html bzw.
      http://www.voltairenet.org/article201599.html
      siehe auch frühere Artikel, so zu der „Hauptstadt“ Abu Dis
      als Ersatz für ganz Ost-Jerusalem.
      Ich habe keine Ahnung von der Materie – nur das ungute
      Gefühl, dass da ein „Riesen-Geschäft“ läuft. Auch die drohende
      Anerkennung der besetzten Golan-Höhen als israelisches
      Hoheitsgebiet durch die USA könnte als „Gegenleistung“ die
      Anerkennung der Krim als russisches Terretorium durch den
      Werte-Westen zur Folge haben. Stimmt Russland zu, haben
      sich alle wieder (für eine kurze Zeit) ganz herzlich lieb und
      es hagelt Preise bzw. medienwirksame Ehrungen. Nur dürfte
      das Ganze nicht allzulange halten … . Vielleicht kann das PB
      meine Befürchtungen zerstreuen.

      1. k49mich

        Die israelische Rechte träumt schon lange davon, das ganze Land zwischen Mittelmeer und Jordan von Arabern zu säubern und heimische Palästinenser nach Jordanien zu vertreiben. Das kann Jordanien aber meiner Meinung nach nicht mitmachen, weil da sonst „Revolution“ ausbricht. Gut möglich, dass Trump es genau darauf anlegt – mit so einem Vorschlag zur Lösung des Nahost-Konfliktes könnte er Jordanien in die Arme von Russland, China und der Achse des Widerstandes treiben.

        Russland wird Israel den syrischen Golan nicht zugestehen. Aber selbst wenn Russland dem zionistischen Regime den syrischen Golan zugestehen würde, würde das nichts an der Situation ändern, dass Syrien, unterstützt von Iran und dem Rest der Achse des Widerstandes, das nicht anerkennen würde. Und letztlich käme es da eben auf Syrien an.

      2. k49mich
        Auch die drohende Anerkennung der besetzten Golan-Höhen als israelisches Hoheitsgebiet durch die USA könnte als „Gegenleistung“ die Anerkennung der Krim als russisches Terretorium durch den Werte-Westen zur Folge haben.

        Also wenn wegen der Krim etwas im Gange wäre, hätte die EU nicht die Sanktionen gleich um ein ganzes Jahr verlängert. Natürlich könnte man annehmen, das etwas im Busch ist, weil selbst Italien und Österreich da zugestimmt haben. Nur schaut man sich die Sanktionen mal an, so sind sie unter dem Strich umgehbar, nur ohne Sanktionsende ist auch keine Anerkennung der Krim und damit der Handel Golan-Krim möglich. Interessant ist schon, das es im Schatten der Fußball-WM erfolgt ist, wenn man gern unliebsame Sachen versteckt und das darüber in den Medien nicht berichtet wurde. Heißt wohl der Druck auf ein Ende der Sanktionen wird schon mächtig, nur gibt es dazu keinen politischen Willen.

        Bevor 2019 alle Wahlen in der Ukraine durch sind, wird sich wohl an dem derzeitigen Status nichts ändern. Man hat zu viel in den Systemchange in der Ukraine gesteckt, das man bereit ist, das Geld kampflos auf zu geben.

        Für Trump ist die Ukraine ein Fass ohne Boden. Im dürfte es egal sein, wer jetzt die Rechnung zahlt: die EU oder Russland, Hauptsache nicht mehr er.

  10. OT

    „ISIS spread in al Naba 136 this infographic on its operations include the details on 1st attack in Raqqa since had been lost control of City…..“

    https://syria.liveuamap.com/en/2018/22-june-isis-spread-in-al-naba-136-this-infographic-on-its

    Komisch…..da formiert sich in Raqqa sowas wie eine Anti-USSDF (Kampf?) Bewegung…..und schwuppdibupp schlägt (US?)ISIS wieder zu…..womöglich noch genau dort, wo die Widerstandszentren der Anti-USSDF (Kampf?) Bewegung liegen…..wäre dann aber wirklich Zufall…

    1. Ich habe es so gemacht, dass ich seit nunmehr über 8 Jahre hier mal 2,11 €, da mal 11,11€, dann nur 67 cent überwiesen habe und dann auch wieder 4, 5 Monate nichts.
      Die sind so durcheinander gekommen, das sie sich seit über einem halben Jahr nicht mehr gemeldet haben. Habe den Eindruck das innerhalb der GEZ min. 2 Abt. oder Bereiche die Gebüren von mir eintreiben wollten, weil unterschiedlichen Schreiben mit Auflistungen der Zahlungen und Fälligkeiten kamen.
      Was auch immer, aktuell habe ich Ruhe.

  11. „Zwiebelkrise“ in der Türkei.

    Das Handelsblatt hat dazu einen Beitrag, der jedoch ausgesprochenen Unsinn erklärt.
    https://www.handelsblatt.com/politik/international/lebensmittelpreise-die-tuerkei-steckt-in-der-zwiebelkrise/22722702.html?ticket=ST-3581754-4dZGbHuTwozkhEXDNvNB-ap4

    „Verantwortlich für die aktuell starke Inflation ist zum einen die globale Entwicklung an den Zinsmärkten. Weil die US-Notenbank ihre Leitzinsen anhebt und der Dollar stärker wird, schwächeln im Umkehrschluss viele Währungen aus Schwellenländern – inklusive der türkischen Lira. Hinzu kommt, dass internationale Investoren und türkische Sparer das Vertrauen in die Finanzpolitik der politischen Führung verlieren.

    Mit Milliardenkrediten hatte Ankara in den vergangenen zwei Jahren einen beispiellosen Aufschwung finanziert, der jedoch bald ausläuft. Viele fürchten eine harte Landung der türkischen Wirtschaft und investierten lieber in andere Länder oder tauschten ihre Lira-Ersparnisse in Euro oder Dollar um. Dadurch wurde die Lira schwächer – und die Preise stiegen an.

    Wie sich das auswirkt, zeigt der Zwiebelpreis.“

    Der letzte Satz ist wie gesagt Unsinn, stünde da „Preis von Samsungfernsehern“ wäre es richtig.

    Der Mechanismus von Kapitalflüssen ist richtig beschrieben; wobei die Erklärung fehlt, dass durch den massiven Kapitalzufluss der letzten Jahre die Lira deutlich überbewertet war, wie man am Vergleich mit den unterschiedlichen Preissteigerungsraten sehen kann.

    Aber: durch die jetzt nachholende Wechselkursanpassung steigen mitnichten die Preise türkischer Güter gemessen in Lira, sondern die Preise türkischer Güter im Vergleich zum Dollar, sowie auch die Lirapreise von importierten Gütern.

    Zwiebeln sind ein relativ rein türkisches Gut, sollte man annehmen; selbst wenn etwas Energie enthalten ist (Ölimport), oder etwas importierter Dünger, spielt das keine große Rolle.

    Es wäre sehr interessant zu wissen, warum manche türkischen Güter jetzt so rasant im Preis steigen.
    Wie war die Lohnentwicklung in der Landwirtschaft?
    Gab es Missernten? Wasser haben sie ja genug, sie sitzen an den Oberläufen der Flüsse.
    Waren die vorherigen Preise zu niedrig und es lohnte sich der Anbau nicht?

    Es gibt einen „Schweinezyklus“ genannten Mechanismus: die Preise sind niedrig, weniger Schweine werden gehalten, die Preise steigen, Anreiz für die Bauern, viele Schweine zu mästen, dann Überangebot, die Preise sinken, weniger Schweine werden gefüttert, und so weiter.

    Auch die früheren Zwiebelpreise waren mit 40 Cent pro Kilo für ein Land wie die Türkei (agrarisch, niedrige Löhne in der Landwirtschaft) relativ hoch.
    Da zeigte sich die Notwendigkeit zur Änderung des Wechselkurs.

    Die jetzige Explosion ist aberwitzig, und dürfte sich durch das Aussähen von Zwiebeln sehr schnell wieder einpegeln.
    Aber im Wahlkampf kommt das natürlich nicht sehr gut für Erdogan.

    1. Andereas:

      Ich kenne kaum einen der in der Türkei seine Ersparnisse in Lira Bunkert. Nicht nur seit gestern, sondern seit Ewigkeiten.

      Freundliche Grüße

    2. @andreas
      „Die jetzige Explosion ist aberwitzig, und dürfte sich durch das Aussähen von Zwiebeln sehr schnell wieder einpegeln.“

      Man sieht du warst nie Selbständig und betrachest immer alles von aussen. Keine Kritik. Nicht der Produktionspreis bestimmt den Preis sondern der Marktanteil. Es bringt dir nix ein Produkt für 1 Cent zu produzieren wenn du es nur an einen dafür verkaufen kannst bzw DARFST. Ideal ist es wenn du 100% Marktanteil hast (Monopol) und das gleiche Produkt für X³ EUR anbieten kannst

      Keine Kritik, aber das ist ein ganz grosser Denkfehler von vielen. Nur Eingriffe in den Markt ändern das kurzfristig ( das probiert jetzt Trump und seine westl.Partner )

      1. grs

        Bei Zwiebeln von einem Monopol auszugehen, das die Preise diktiert, halte ich für völlig fehl gehend. Kaum etwas ist einfacher, als ein paar Samen in die Erde zu stecken und Zwiebeln wachsen zu lassen. Das geht sogar auf dem Balkon, wenn sonst keine Flächen zur Verfügung stünden. Aber in der Türkei gibt es mit Sicherheit auch genug Agrarflächen dafür. Das Problem mit den Zwiebeln in der Türkei dürfte bisher eher gewesen sein, dass der Anbau von Zwiebeln sich wegen der geringen Preise kaum lohnt. Mit südländischen Gewächsen, die mehr Sonne benötigen, lässt es sich als türkischer Produzent im Export besser Geld verdienen. Nur nun ist die Lira gefallen, und, wenn die Geschichte von den teuren Zwiebelpreisen so überhaupt stimmt, machen türkische Zwiebelbauern das Geschäft ihres Lebens.

        Soweit es mir bekannt ist, ist es in der Türkei auch nicht schwierig, sich irgendwo auf dem Markt einen Stand zu mieten und da Gemüse zu verkaufen. Es werden sich also sicher bald ein paar mehr Leute in der Türkei finden, die mit Zwiebelanbau Geld verdienen wollen und werden. Und für die Kirschen dürfte so ziemlich das gleiche gelten wie für Zwiebeln. Würde die Türkei nun ihren Agrarmarkt öffnen, ginge dieses durch hohe Preise ausgelöste Wachstum sonstwohin. Die türkische Regierung dürfte aber das Wachstum in der Türkei halten wollen, und verweigert deshalb Agrarimporte.

        Ich finde das durchaus ein schlüssiges Verhalten. Und ich glaube, die Verbraucher treffen die hohen Zwiebelpreise auch nicht übermäßig. So viele Zwiebeln, dass der Preis da groß ins Gewicht fiele, konsumiert kaum jemand. Die ganze Geschichte sieht eher nach einem zu Wahlkampfzwecken gegen Erdogan aufgeblasenen, vielleicht sogar deshalb erzeugten, Problem aus.

      2. PB:

        Es ist nicht nur der Zwiebelpreis. Es ist ins Gesamt vieles teuer geworden. Ein Beispiel: Ein Kilo Fleisch kostet 85 Lira. Der Mindestlohn ist 1600 Lira. Das Benzin kostet über 5 Lira und usw. Der Rentner bekommt vielleicht 2000 Lira. Kann man doch ausrechnen.

        10 Mal im Monat ein Kilo Fleisch kaufen, macht 850 Lira. Was soll noch übrig bleiben? Wenn der Arbeiter auch noch Miete zahlen sollte, dann ist er erledigt.

        Sorry, PB.. Ich kann diese Ganze positiven Ansichten von Dir oder andere nicht verstehen.

        Dem Türken in der Türkei ist nichts besser geworden. Absolut garnichts. Die Realität sieht anders aus. Meine Verwandte erzählen auch, dass alles sehr teuer geworden ist. Der Zerfall der Währung hat der Türkei glaube ich den Rest gegeben.

        1 Kilo Fleisch 85 Lira. Das ist purer Wahnsinn. Wer hier noch die jetzige Regierung als positiv sieht, den verstehe ich nicht.

        Bei aller Liebe. Für die Türken ist gar nichts besser geworden. Da hat mein Opa viel besser gelebt.

        Freundliche Grüße

  12. Übrigens ich denke du hast es verstanden.
    Aber für manche die das immer noch nicht verstanden haben die sollten sich mal fragen wo sind die Zwiebeln aus Bulgarien / Spanien / Italien/Griechenland/ Syrien / Russland / Iran . Wo sind wirklich die Produkte(Zwiebeln) aus diesen Ländern? Können die keine Zwiebeln unter 40 Cent pro Kilo bzw WARUM können die türk.Produzenten ihre Produkte für diesen „astronomischen“ Preis verkaufen?

    Oder vergammeln vielleicht den ihre 1 Cent Zwiebeln ungeerntet auf den Feldern weil sie nicht angekauft werden dürfen und das deutsche Handelsblatt dann kurioses von hier und da melden kann, sprich das deutsche Handelsblatt erklärt dem deutschen Horst Inflation ?

    Also warum der Horst und seine geliebte Ehefrau nicht mehr 1 Kg pro Monat kaufen kann sondern nur noch 1 Pfund . Ist das weil es dem Türken zu gut geht oder die Lira zu niedrig oder hoch ist oder weil man dem deutschen Horst seine schwer ersparten Rücklagen abnehmen will

    1. Grs:

      Ich habe gelesen, dass die Preise die Endverkäufer machen. Da habe ich gelesen, dass die Bauern ihre Kartoffeln und Zwiebeln nicht loswerden. Sie würden es auch für 40 Cent verkaufen, können es aber nicht verkaufen.

      Irgendetwas stimmt dort nicht. Die Verkäufer beuten aus. Nicht nur den Käufer, sondern auch den Bauer.

      Vor kurzem habe ich im türkischen Laden Kirschenpreis von 10 Euro gesehen. Wer macht das? Klar, der Inhaber vom Gemüseladen.

      Wahrscheinlich kommt noch der Zerfall der Währung dazu. Keine Ahnung. Ich bin kein Wirtschafts-Experte, aber gut ist es nicht, was da abläuft

      1. Patriot

        Lebensmittelpreise in der Türkei: Inflation? Kostet das Kilo Fleisch wirklich 50 – 70 Lira? Lars Kazubski ist vor zwei Monaten mal mit der Kamera durch ein paar Läden in Istanbul gegangen.

  13. Der Patriot

    „Dem Türken in der Türkei ist nichts besser geworden. Absolut garnichts. Die Realität sieht anders aus. Meine Verwandte erzählen auch, dass alles sehr teuer geworden ist. Der Zerfall der Währung hat der Türkei glaube ich den Rest gegeben.“

    Patriot, der Verfall der Währung ist kein wirklicher Verfall (bisher), sondern eine Anpassung des Wechselkurses auf realistische Werte.

    In der Türkei gab es recht hohe Inflationsraten, aber der WK blieb stabil, das kann nicht dauerhaft so bleiben.

    Jetzt wird allerdings eines deutlich; der ganze Aufschwung der letzten Jahre kam bei vielen Türken überhaupt nicht an, viele Löhne und Renten sind nicht annähernd so stark mitgewachsen.

    Trotzdem ging es ihnen bisher ganz ok, weil die starke Lira Importe billig machte.

    Es braucht eine Änderung der Einkommensverteilung in der Türkei.
    Die „liberalen“ Behauptungen, im Aufschwung sinkt die Arbeitslosigkeit und dann steigen die Löhne automatisch, ist einfach falsch, wie man immer wieder sieht.

    1. Andreas:

      dann ist es eben die Inflation. Wie Du es auch nennen magst. So oder so, geht es den Menschen nicht gut. Bisher ganz ok? Bist Du dir so sicher? Meine Erfahrungswerte vor Ort sind ganz andere. Da kämpfen die Leute fürs Überleben. Dort sind Leute vor Ort, wo Sie 24 Stunden arbeiten. Du liest richtig. 24 Stunden arbeiten die Leute, um zu Überleben. Sie haben im Geschäft ein Zimmer mit einem Bett, damit man nachts bei der Arbeit schläft. Um bloß keine Kunden zu verlieren. Ich kenne einen der 4 Wochen bei der Arbeit ist. Der seine Familie 4 Wochen lang nicht sieht. Nein, er ist kein Soldat in Afganistan, sondern ein KFZ-Mechaniker in Istanbul.

      Die Realität kannst Du mit Inflation oder Zerfall der Währung nicht beurteilen. Gehe einfach in die Türkei und erlebe mal was abgeht. Nein, kein Urlaub machen. Gehe mal mit einem Selbständigen arbeiten. Beobachte mal was KFZ-Mechaniker in Istanbul erleben. Wie Sie ums Überleben kämpfen. 24 Stunden lang. Nicht 8 Stunden oder 12 Stunden. Nein, 24 Stunden bei der Arbeit. Es gibt Leute die schlafen bei der Arbeit. Aber trotzdem betteln die fürs Geld, weil Sie nicht überleben können.

      „bisher ganz ok“ Zitat von Dir. Nö Nö.. da ist und war nichts Ok. Ich lese gerade, dass Erdogan über 57 Prozent liegt. Oh Mann, die Türken sind ja genauso verblendet wie die Deutschen. Sehen den Zerfall nicht kommen. Den Zerfall hätten Sie doch mit den Preissteigerungen sehen müssen. Ich glaube die Deutschen und Türken sollten Merkel und Erdogan eine Partnerschaft empfehlen. Die Beiden sollten mal heiraten, damit Sie zusammen das eigene Volk kleinhalten. Ja, kleinhalten. Das tuen Sie Beide sehr gut. Die Merkel flutet Deutschland mit Flüchtlinge und Erdogan lässt die Türken verhungern.

      85 Lira für ein Kilo Fleisch? Ich empfehle den Türken wirklich richtig zu Fasten. Fastet euch gesund, meine liebe Türken. Suppen trinken ist wirklich gesund. Zu viel Fleisch ist nicht gesund. Ist schon richtig. Macht weiter so, aber Zwiebel sind gesund. Was nun?

      Freundliche Grüße

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