Volkskomitees wehren Al-Kaida-Angriff auf Fuah und Kafriya ab

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete ist es Volkskomitees unterstützt von der lokalen Bevölkerung am gestrigen Sonntag in der Provinz Idlib gelungen, einen von mehreren Seiten vorgetragenen großen Angriff des von der Terrorgruppe Al Kaida geführten HTS-Bündnisses auf die umzingelten Dörfer Fuah und Kafriya abzuwehren.

Die syrische Luftwaffe hat bei der Abwehr der Angriffe natürlich auch mitgeholfen.

Al Masdar News meldete dazu weiter, dass die schweren Angriffe auf Fuah und Kafriya über zehn Stunden gedauert haben und die regierungstreuen Kräfte dabei mindestens sechs Mann verloren haben. Auf Seiten der Terroristen soll es mindestens vier Tote und mehr als zehn Verletzte gegeben haben.

Zur Geschichte der legendären Einwohner von Fuah und Kafriya, die den Terroristen seit nunmehr über drei Jahren in völliger Umzingelung trotzen kommt nun also ein weiteres Kapitel dazu.

Im Osten der Provinz Suweida haben die syrische Armee und irhe Partner von Hisbollah am Sonntag derweil Dutzende von ISIS-Terroristen eliminiert.

Die Drahtzieher des Terrors versinken unterdessen im Streit untereinander. Selbst das Hasbara-Blättchen Spiegel titelte dazu am Sonntag anlässlich des G7-Treffens in Kanada frustriert: „Wie US-Präsident Trump die internationale Handelsordnung zerstört“ und schrieb weiter: „Der freie Welthandel gilt als Dogma. Mit seinem Eklat beim G7-Gipfel hat Donald Trump dessen Ende eingeläutet. Denn ohne die USA dürfte es für die Globalisierung schwer werden.“

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26 Gedanken zu “Volkskomitees wehren Al-Kaida-Angriff auf Fuah und Kafriya ab

  1. „Der freie Welthandel gilt als Dogma. Mit seinem Eklat beim G7-Gipfel hat Donald Trump dessen Ende eingeläutet. Denn ohne die USA dürfte es für die Globalisierung schwer werden.“

    Sehr schön.

    Ein Dogma kommt idR durch göttliche Offenbarung in die Welt; aber auch Götter stürzen, oder werden durch andere ersetzt. (Trump stützt sich da ja durchaus auf Wirtschaftswissenschaftler, deren Ideen bisher allerdings verlacht wurden)

    „Freier Welthandel“ ist natürlich auch ein Witz zur Beschreibung des jetzigen Systems.
    Knallhart zur Durchsetzung von Konzerninteressen.

    Man liest aus dem Artikel auch die Angst um das ach so exportabhängige Deutschland; scheint aber noch nicht zu dämmern, wie dumm Lohndumping (in der Währungsunion besonders wirksam) zur Erzielung von exorbitanten Exportüberschüssen ist. Das wird dem deutschen Mainstreamökonomen wohl erst auffallen, wenn die Kapitalexporte in gleicher Höhe als zum großen Teil wertlose Papierschnipsel auffliegen.

    Natürlich ist Handel an sich sinnvoll.
    Allerdings Handel mit Berücksichtigung der regionalen Begebenheiten

    Das Freihandels-Dogma erklärt ja, dass s durch möglichst „freien“ Handel Effizienzgewinne gäbe.
    Effizienz als möglichst effektiver Einsatz von Produktionsfaktoren, also Arbeit, Kapital, Rohstoffen.

    Natürlich ist es sinnvoll, wenn sich ressourcensparende Produktionsverfahren durchsetzen; dabei gibt es ab viele Aspekte, Haltbarkeit, Reparierbarkeit, enthaltene Giftstoffe etc.

    Kapital dagegen ist nicht knapp in einer Welt des Fiat-Geldes. Nur ein kleiner Teil des Geld“vermögens“ ist in realen Anlagen, der Rest wabert durch irgendwelche Finanzanlagen.

    Und Arbeit dürfte auch in den meisten Ländern kein knapper Faktor sein; was soll also ein paar Prozent mehr Effizienz, wenn dafür ganze Wertschöpfungsketten zerstört werden.

    Noch ist es nicht klar, wie stark der Handelskrieg geführt werden wird; aber wie es aussieht, wird Trump nicht nachlassen, bis das amerikanische Defizit deutlich reduziert ist, also auf der anderen Seite die Überschüsse von China, Japan, Deutschland.

    Es wäre Zeit, massiv gegenhzusteuern, die heimische Wirtschaft weg vom Überschussexport zu bringen, Binnenkonsum und Investition stärken. Aber das braucht man wohl nicht zu erwarten, so lange die Katastrophe nicht eingetreten ist.

    Nochmal die Dimension: 250 Milliarden Überschussexport sind mehr als 5 Millionen Arbeitsplätze, Vollzeit in Industrie und Zulieferern.
    Die Sozialsysteme sind nur mit diesen Überschussarbeitsplätzen einigermaßen austariert, die Steuereinnahmen sänken erheblich.

    1. andreas

      Den deutschen Heimatmarkt anstelle der Exporte zu entwickeln, klingt gut, aber praktisch dürfte das erstens nicht einfach werden und zweitens lange dauern.

      Man denke etwa an die deutsche Autoindustrie, der Trump gerade Strafzölle in Aussicht gestellt hat. Die ganzen Autos, die in Deutschland für den US-Markt produziert werden, einfach in Deutschland zu verkaufen, wird nicht möglich sein und wäre wegen des dabei in Deutschland wohl zwangsläufig entstehenden Verkehrsinfarktes auch kaum wünschenswert. Das heißt natürlich nicht, dass es im deutschen Verkehrssystem nichts zu verbessern gäbe. Gefragt wären da aber eher Investitionen in die Bahn, den ÖPNV und intelligente Verkehrskonzepte, etwa mit starkem Einsatz von Fahrrädern. Da müssen dann natürlich erstmal Verkehrswege geschaffen werden. Aber bis etwa Bahnstrecken gebaut, Busspuren eingerichtet und nutzerfreundliche Fahrradwege geschaffen werden, würde das selbst bei bestem politischen Willen eine ganze Weile dauern. Und den deutschen Autofirmen würde das ohnehin nicht helfen, die Einnahmeverluste aus dem Autoverkauf in den USA zu kompensieren. Autofirmen können schlecht Bahntrassen bauen, und so würde das, selbst wenn es dann ein großes Investitionsprogramm in den Verkehr in Deutschland gäbe, trotzdem erhebliche und teilweise vermutlich sehr schmerzhafte wirtschaftliche Umgestaltungen in Deutschland bedeuten.

      Ein Einburch der deutschen Exporte in die USA wäre hingegen insgesamt möglicherweise gar nicht so tragisch. Der Spiegel etwa nennt in dem verlinkten Artikel dazu zwar die richtigen Zahlen, liefert aber eine verdrehte Bewertung dazu:

      Allein im vergangenen Jahr flossen deutsche Waren im Wert von mehr als 111 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten – fast ein Zehntel der gesamten Exporte. Darauf lässt sich nicht so einfach verzichten.

      Die Fakten im ersten Satz stimmen, aber der Satz, dass sich auf diese Exporte nicht so leicht verzichten lasse, führt dabei in die Irre. Eine vernünftigere Lesart der Fakten wäre, dass nicht mal 10% der deutschen Exporte in die USA gehen, und weil das so wenig ist, selbst ein Totalausschluss deutscher Exporte in die USA nur einen begrenzten Schaden anrichten könnte. Allein in den letzten vier Jahren sind die deutschen Exporte nämlich im Schnitt um rund 3,7% jährlich gewachsen.

      https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/02/PD16_040_51.html

      https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/02/PD17_045_51.html

      https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Aussenhandel/GesamtentwicklungJahr.html

      Selbst ein Totalstopp deutscher Exporte in die USA, von dem überhaupt nicht die Rede ist, wäre also weniger als die deutschen Exportzuwächse der letzten drei Jahre. Dazu kämen dann zwar noch ein paar Sekundäreffekte, wie etwa wenn deutsche Autofirmen Teile nach Mexiko liefern, wo dann damit Autos gebaut werden, die in den USA verkauft werden, aber das ändert nichts daran, dass die deutsche Wirtschaft tatsächlich gar nicht so sehr vom US-Markt abhängen wie die transatlantischen Medien das darzustellen versuchen.

      1. Wie kommt man auf die Idee, das bei Einführung von Zöllen deutsche Autos in den USA nicht mehr abgesetzt werden können? Die werden lediglich teurer und weiterhin gekauft. Den die gelten dort zum einen als Statussymbol und sind zweitens einfach besser.
        Und dann „Fahrradspuren schaffen“ als Argument, den heimischen Markt zu stärken!? Da bleibt einem die Spucke weg.
        Komische, linke Denke hier.

      2. Hansi

        Zunächst mal: Durch die Verhängung von Einfuhrzöllen auf Autos werden die bezollten Autos teurer und werden deshalb weniger gekauft, oder, wenn sich höhere Preise nicht durchsetzen lassen, wird das Geschäft insgesamt unrentabel und deshalb, je nach Höhe der Zölle, ganz oder teilweise eingestellt.

        Und weiter: würde man die ganzen in Deutschland für den US-Markt produzierten Autos für die Benutzung in Deutschland verkaufen, sodass jeder in Deutschland Auto fahren würde, würde man damit die Straßen, Parkplätze und so fort so überlasten, dass die Verkehrslage in Deutschland nicht besser, sondern schlechter würde. Deutschland würde dann regelrecht im Stau ersticken. Um die Verkehrslage in Deutschland wirklich zu verbessern, braucht man also andere Lösungen als einfach nur mehr Autos auf die Straßen zu schicken. Investitionen in Bahn, ÖPNV und Fahrradverkehr waren da beispielsweise aufgezählte Ansätze.

      3. Der Unterschied zu Exporten in die USA und dem in Euro-Länder ist der, dass die
        USA ihre Rechnungen bezahlen. Dies steht im Gegensatz zum Export in Euro-
        Länder die über die Target II Salden bei der EZB zinslos anschreiben lassen. Der Saldo dieses Verrechnungskontos steht momentan bei ca. 1 Billion Euro zu
        Gunsten der BRD. Die größten Schuldnerländer sind Italien, Spanien, Portugal
        und Griechenland. Es ist wohl davon auszugehen dass diese Salden niemals
        ausgeglichen werden. Es handelt sich also nicht um Export im eigentlichen Sinn
        sondern um Geschenke an diese Länder. Diese offen Salden werden zu Gunsten der Exportindustrie vom deutschen Steuerzahler und Sparer finanziert. Wenn
        dann noch unsere Regierung jedes Land mit Wirtschaftssanktionen belegt was
        bei 3 nicht auf den Bäumen sitzt (Russland etc) wenn Frau Merkel das verlangt und der Export in die USA ausfallen sollte kann man einen Vorstellung davon bekommen was der hiesigen Wirtschaft und unseren Finanzen geschehen wird.
        Der Export in nicht EURO-Länder wie die USA und Russland ist also von immenser Wichtigkeit für Deutschland.

      4. Ich frage mich, inwieweit die Deutschen beim Kauf ihrer Autos ohnehin die letzten Jahrzehnte den billigen US-Export von deutschen Autos in den US-Markt mitfinanziert haben.

        Angeblich bringt in D an Deutsche verkaufter Golf um die € 350,- Gewinn für VW, (ein Porsche € 20.000,.). Wenn man dann sieht, um wieviel billiger diese Wagen und dann aber mit nahezu Vollausstattung (die bei uns nochmal tausende gekostet hätte!) trotz Transportkosten beim US-Händler stehen, kommt man schon ins Grübeln…

    2. „Der freie Welthandel gilt als Dogma.“

      Das Wort „Dogma“ ist altgriechisch, bedeutet „Meinung“, „Lehrsatz“ oder „Beschluss“, „Verordnung“, kommt, autoritär ausgelegt, in der Regel durch angeblich christliche Menschen in die Welt, die auf folgerichtiges Denken mit Empörung reagieren, was sie sagen, offensichtlich selbst nicht glauben, deshalb Angst vor Diskussionen haben und daher, was in Wahrheit nur unqualifizierte Meinung ist, als „göttliche Offenbarung“ zu fälschen versuchen, um somit sich in völlig unchristlicher Weise anzumaßen, demokratisches Hinterfragen unter schwere Strafe zu stellen.

    3. Hansi
      „Es handelt sich also nicht um Export im eigentlichen Sinn
      sondern um Geschenke an diese Länder. “

      Sind keine Geschenke-sondern wirtschaftliche Druckmittel … Wenn die Finanzierung der „Geschenke“ nicht mehr zu stemmen ist, sind „Grund und Boden“ dieser Länder fällig. Der Wirtschaftskrieg läuft schon länger … und geistig sowieso „die faulen Griechen“

  2. O.T. Der oesterreichische Kanzler hat alle tuerkisch subventionierten Moscheen in Oesterreich schliessen lassen. Dabei wurden in den Moscheen Jungen gefunden, die in den tuerkischen Uniformen des 1. Weltkriegs gekleidet waren (wohl aehnlich den Wachen im Topkapi in Istanbul, aber besser als in Jihadistenkleidung). Die tuerkische Opposition in Oesterreich beklagt sich nun, dass so kurz vor den Wahlen Kanzler Kurz keine bessere Wahlhilfe fuer Erdogan leisten koenne.

    1. Barbara, was die österreichische Moscheschließung anbelangt, vermute ich die Handschrift Putins, der so mal eben für eine Wahlhilfe Erdogans gesorgt hat.

    2. Stimmt das so?
      War es nicht eine Moschee die in Verbindung zu den Grauen Wölfen gestanden haben soll, und ein arabischer Verein?
      Und soll nicht ein Türke beim Verbotsantrag als Verbandschef von Muslimen seine Hand drinnen haben?

      Wahlhilfe für Erdogan ist es natürlich trotzdem

  3. Man kommt doch vor Lachen kaum noch in den Schlaf.

    Da legt der Präsident Trump via Twitter noch einmal kräftig nach und die ersten Ohnmachtsanfälle bei den Schmierblattjournalisten sind zu verzeichnen.

    Am Ende muss die Türkei nicht einmal aus der Nato austreten, weil die USA die Nato verlassen und das Ding danach von selbst zerfällt?

    Und eines ist sicher: Wenn Präsident Trump durch die acht Jahre heil durchkommt, wird diese beinahe völlig ruinierte Welt eine echte Chance haben, zu genesen.

    1. Die USA werden die NATO nicht verlassen und tun wie bisher alles dafür das es andere auch nicht tun, sowie das sich kein Gegenpol wie eine EU Armee o.ä. bildet.
      Denn die NATO ist für die USA seit Jahrzehnten der nützliche Idiot, Vasall und weltweite militärische Hilfstruppe, ohne die die USA zehntausende eigene Soldaten und weitere dutzende Milliarden mehr aufbringen müssten, um ihre geopolitischen und geostrategischen Ziele durchzusetzen.

      1. @ElCommandante

        Widerspruch entdeckt?—

        Genau für diese geopolitischen und geostrategischen Ziele der internationalen Konzerne des Deep State waren die USA und dessen steuerzahlende Bürger bisher der größte der nützlichen Idioten unter allen Idioten. Capiche!??

      2. ***
        Kofferkind sagt: 11. Juni 2018 um 11:39

        @ElCommandante

        Widerspruch entdeckt?—
        ***

        Dann nehmt doch eine Synthese; auch eine eher isolationistische USA freut sich über zahlreiche Waffenkäufe von willigen Vasallen, zumal wenn sie wie die Polen jetzt sogar richtig Geld für „Sicherheit“ abdrücken wollen.

        Und wenn man dann noch die Regime Changes und sonstigen teuren Unsinn weg lässt, um so günstiger wird es.

    2. ..weil die USA die Nato verlassen und das Ding danach von selbst zerfällt…

      endlich konnte ich mal wieder richtig lachen.
      Dsa scheint mir zwar nicht kurzfristig realistisch, aber es wäre doch zu schön.
      Wenn er dann noch den Schuldendienst einstellt, dann wäre auch die Finanzindustrie kaltgestellt und müßte sich neu erfinden.

      Das Gejammer über US Schutzzölle auf Autos, die kommen könnten, kann
      ich nicht verstehen. Er will ja nicht die Einfuhr deutscher Autos verbieten.
      Es werden dann nur weniger in den USA verkauft.

      Der Schaden für die deutsche Wirtschaft durch die Rußland Sanktionen dürfte größer sein. Einfuhrzölle sollen schlecht sein, aber Sanktionen gut.
      Das zeigt nur, wie verlogen diese ganze Propanganda ist.

      Wenn ich dagegen sehe, wie cool Putin auf die Sanktionen reagiert.
      Am Ende geht Rußland gestärkt hervor,
      weil die eigene Wirtschaft aktiviert wird.

      Trump handelt richtig und konsequent.
      Er will die heimische Industrie stärken und Industriearbeitsplätze schaffen.
      Und dazu sind Schutzzölle der richtige Weg.

  4. EPB „Der freie Welthandel gilt als Dogma. Mit seinem Eklat beim G7-Gipfel hat Donald Trump dessen Ende eingeläutet. Denn ohne die USA dürfte es für die Globalisierung schwer werden.“

    Nun ist für viele Firmen der amerikanische Markt immer noch der größte oder zweitgrößte Einzelmarkt, dass ist schon sehr spürbar.

    Andererseits werden auch viele Autos in den USA bzw. in der NAFTA produziert, wenn NAFTA beerdigt wird, kommt es perspektivisch zu weiteren Werken in den USA.
    Genau das Ziel von Trump.

    Die Frage ist, was generell passiert.
    Der deutsche Exportüberschuss hat jedes gesunde Maß überschritten; und die Politik und die Wirtschafts“wissenschaft“ haben das gar nicht als Problem erkannt, zumindest der ganz breite Mainstream.

    Es wird sich zeigen, ob Trump mit Zöllen und anderen Maßnahmen auf der Realgüterseite erfolgreich die Leistungsbilanzen ausgleichen kann.

    Mein Verweis auf Böhm-Bawerk setzt genau da an: bestimmt die Kapitalbilanz die Güterbilanz oder umgekehrt?
    Ich kenne keine Empirie dazu, man kann verschiedene Thesen je nach herrschenden Umständen aufstellen.

    Die Eigenschaft des Dollar als Weltreservewährung zieht viel Kapital, das spricht für Böhm-Bawerks These; gilt die komplett, sind Zölle etc. sinnlos in der Summe.

    Aber es dürfte ein sowohl als auch gelten.

    Sonstige Umstände.
    Seit Jahrzehnten lief alles in den USA darauf hinaus, die Finanz“industrie“, also größtenteils Schneeball- und andere Abzocksysteme, zu stärken.
    Daneben gibt es Silicon Valley etc., auch „saubere“ Jobs ohne echte Produktion mit Stofftransformation, schöne neue Welt.

    Also wahrscheinlich werden die Zoll- und sonstigen Initiativen Trumps etwas bewirken, das Leistungsbilanzdefizit sinken, entsprechend der Überschuss bei D, Ch und co.

    Spannend dabei, wie stark Trump den Dollar schwächt mit seiner Politik; er hilft kräftig nach, andere reservewährungen zu stärken.

    Wenn der Euro nicht mehr strukturell unterbewertet ist, fällt der dt. Exportsaldo, und die „Südländer“ bis rauf nach Frankreich sind wieder völlig im Defizit.

    (aber da gibt es auch noch die gegenbewegung „Eurokrise“, Italien bietet sich als nächstes an, aber auch andere sind strukturell noch lange nicht so weit runter „gespart“ dass da nicht noch heftige Krisen lauern)

    Und wenn die dt. Überschüsse durch WK-Änderungen massiv fallen, ist hier Land unter; weil die gar nicht kapieren, was los ist, zumindest behaupten sie es (Politik, Wiwis)

    Umsteuern ginge, natürlich braucht es Zeit; und eine Überwindung von hiesigen Dogmas, Industriepolitik beispielsweise, es sieht so aus, als ob es keine Zellenproduktion für Elektroautos in D geben wird, eine DUmmheit unglaublichen Ausmaßes.
    Denn es ist klar, dass mittelfristig nur noch Elektroautos in Stdte dürfen

  5. Noch ein Gedanke zu ÖPNV + Fahrräder versus mehr Autos.

    Es gibt offenbar schon seit längerem eine Sättigung, was die Menge an Automobilen pro Einwohner betrifft.
    Dazu tragen natürlich gestiegene Kosten bei, Sprit, Maut, Parken, Staus, Parkplatzsuche etc. bei.

    In größeren Städten ginge eine gute Mobilität für die meisten mit deutlich weniger Autos; da muss man auch nichts neu erfinden, nach Holland oder Skandinavien schauen zum Radverkehr, ÖPNV ist auch keine Atomphysik (Taktzeiten, Kosten, Qualität).
    Dazu Autos wenn man welche braucht zum Transport oder für gelegentliche Fernfahrten; Car-Sharing auf verschiedensten Ebenen.
    Gute Möglichkeiten für Pendler, auch ohne Auto täglich auszukommen.

    Der Witz dabei: wenn ich in so einer Welt zufriedener mit meinen Verkehrsmöglichkeiten bin, also mehr Mobilität zu weniger Kosten im Idealfall, kann das durchaus mit einer sinkenden Wirtschaftskraft einhergehen, es braucht ja weniger Autos (das wäre ja auch der Sinn, mehr Effizienz).

    Insofern ist so etwas von normalen kapitalistischen Parteien kaum zu erwarten.

    Realistischer sind Mischszenarien; es gibt ja jetzt erste Dieselfahrverbote, man wird die Grenzwerte immer höher setzen, irgendwann geht es nur noch elektrisch in die City, und irgendwann auch nur noch elektrisch in die Stadt, auch Busse etc. werden mittelfristig umgerüstet.

    Für die Lebensqualität in Städten ist das natürlich ein Riesenfortschritt, wenn die Blechkisten nicht mehr Stinken und Lärmen.

    Nur ist Deutschland dabei, einen entscheidenden Teil des Wechsels zu Elektroflotten zu verpassen, es gab Ansätze für deutsche Zellenproduktion in größerem Stil, aber die wurden abgeblasen.

    Das wäre ein Riesenfehler, weil daher ein großer Teil der Wertschöpfung eines Elektroautos kommt.
    Denn Bleche biegen und zusammenschweißen kann inzwischen auch der Iran trotz Sanktionen auf passable Art und Weise, da kann sich eine jetzt stark etablierte Marke auch mal schnell in Luft auflösen, dann fallen auch noch die Gewinne aus solcher höheren Wertzuschreibung weg.

    1. Die Grundfrage ist ja sowieso, ob man nicht langsam Abschied nimmt vom Zwang des ewigen Wirtschaftswachstums, das ja auf Dauer nicht funktionieren kann.

      Man könnte sich ja als (nationale oder gar Welt-)Gesellschaft darauf einigen, welcher Level an Konsum und Luxus sowie Kohlenwasserstoff-Verbrauch pro Nase sinnvoll anzustreben ist – neben z.B. Level der gemeinschaftlich (nicht privat) organisierten Gesundheitsversorgung, Bildung, Energieversorgung, Wasserversorgung etc. dazu gehört natürlich auch ÖPNV, Fahrradstraßen usw. mit „vernünftiger“ Mobilität (z.B. durch andres Wirtschaften unnötiges Wochenpendeln Tausender, weg mit der Ideologie des mobilen Arbeitnehmers..)

      Wären wir mit dem Lebens-Standard der 60 er zufrieden gewesen und ihn gehalten und unterstellt man einen Produktivitätszuwachs je Arbeitenden von Faktor 20 seitdem, bräuchte heute jeder nur 2 Stunden zu arbeiten. Mit all der freien Zeit könnte man das Bildungsniveau erhöhen und gesünder Leben (Sport, mehr Kleingärten, mehr Bio-Anbau, mehr Musik, Kunst etc.) (Ich weiß schon, dass wir dann auch nicht unbedingt heute 20-fache Produktivität hätten, aber nur mal so als Tendenz!)

      Es wäre dabei möglich, den Energieverbrauch zu senken, womit Erneuerbare ihren Beitrag anteilsmäßig erhöhen. Und so weiter.

      Es ist doch eh klar, vor allem wenn man Indien oder China oder Afrika bereist, dass „der Westen“ ein völlig unakzeptables Lebens- und Wirtschaftskonzept hat, das er (zum Generieren von Nachfrage und eigenem Konsumprofit) auch noch fleissig weltweit bewirbt: Und wenn es die Ausgebeuteten nachmachen, aber gegen die Wand fahren MUSS.

      Wir wissen alles, was dazu nötig ist (auch eine etwas kleinere Bevölkerungszahl würde dabei nicht schaden, vielleicht sogar im Gegenteil) und könnten zeigen, wie es geht: Mit weniger Arbeit, gesünder. fairer, gebildeter und umweltfreundlicher so leben, wie es für jeden auf der Welt objektiv erreichbar ist, ohne dass der Planet verreckt….

  6. Alex

    „Der Unterschied zu Exporten in die USA und dem in Euro-Länder ist der, dass die
    USA ihre Rechnungen bezahlen. Dies steht im Gegensatz zum Export in Euro-
    Länder die über die Target II Salden bei der EZB zinslos anschreiben lassen. Der Saldo dieses Verrechnungskontos steht momentan bei ca. 1 Billion Euro zu
    Gunsten der BRD. Die größten Schuldnerländer sind Italien, Spanien, Portugal
    und Griechenland. Es ist wohl davon auszugehen dass diese Salden niemals
    ausgeglichen werden. Es handelt sich also nicht um Export im eigentlichen Sinn
    sondern um Geschenke an diese Länder. Diese offen Salden werden zu Gunsten der Exportindustrie vom deutschen Steuerzahler und Sparer finanziert. “

    Jein.
    Ja, so funktioniert das Euro-System samt Targetsalden; wenn ein Land ausscheidet, dürfte es Pleite sein und damit in erheblicher Teil der Targetsalden uneinbringbar sein, falls sich kein Rettungsschirm findet, der den Ausfall verzögert und verteilt.

    Allerdings: Leistungsbilanzüberschuss geht immer m Kapitalexport einher, im Schnitt wird jeder Export mit Kapitalexport finanziert.

    Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten der Geldanlage im Ausland; wie man es sinnvoll macht, zeigen die Chinesen.
    Generell wird die Währung des Überschusslandes mittelfristig aufwerten, damit schon ein Teil der Auslandsanlagen entwertet.
    Ein fairer Euro für Deutschland läge vielleicht bei 1,80$ pro Euro, sagen wir bei einem Euro-Austritt Deutschlands, damit gäbe es in heimischer Währung schon einen erheblichen Schnitt der Auslandsanlagen.

    Daneben hat D ein bemerkenswertes „Talent“, Lehmannpapiere und sonstigen Schrott gegen seine Industriegüter (und sogar gegen die Anteile von eigenen werthaltigen Unternehmen) zu tauschen; wenn die richtige Finanzkrise kommt, bleibt da gar nichts.

    Insofern: großer Überschussexport ist einfach dämlich, wenn man nicht solche Pläne wie China verfolgt (Industrieaufbau, Technologietransfer etc.pp.)
    Man hat gearbeitet, ok, aber die Güter sind weg, und die Schuldscheine meist weniger wert als drauf steht, im Ernstfall gar nichts.

    1. China hat seit langem einen Exportüberschuss. Der aber kommt dem Land zugute. Sie haben die größten Devisenreserven,
      der Bevölkerung geht es besser und die chinesischen Firmen
      kaufen und investieren effektiv in Deutschland und anderen Ländern.
      Beispiele: Kuka Roboter oder den Flughafen Frankfurt-Hahn.

      Deutschland hat auch seit Jahren Exportüberschuss,
      aber es ist nicht zu erkennen, wo das Geld bleibt.
      Weder geht es der Bevölkerung besser
      noch wird das irgendwo sinnvoll investiert.
      Statt dessen häufen sich die Krankheitsfälle wegen
      Überlastung am Arbeitsplatz und der Bevölkerung
      geht es eher schlechter, als vor 10 Jahren.

      Bei Speicherzellen für Elektroautos würde es wohl ähnlich laufen,
      wie bei der deutschen Solarindustrie. Ein paar Jahre
      Produktion und dann ist sie nicht mehr vorhanden.
      Die ganzen Investitionen ..weg.
      Es macht daher keinen Sinn damit anzufangen.

      1. „Weder geht es der Bevölkerung besser noch wird das irgendwo sinnvoll investiert.“

        Für bessere Verhälnisse (höheren Lohn) muss man eben kämpfen.
        Wann gabe es das letzte mal größere Streiks in Deutschland ?

        Übrigens gugst du hier:
        https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/06/01/die-liste-der-bilderberg-teilnehmer-2017/

        Bsirske, Frank (DEU), Chairman, United Services Union

        Interessante Namen finden sich da.
        Nach Weiterbildungs Ausfügen nach Brasilien ( VW ) jetzt Reisen auch zum Bilderberg Treffen.

  7. Liebes Parteibuch,
    mich würde interessieren, wie es die Bewohner von Fuah und Kafriya seit mehreren Jahren schaffen, von den Terroristen, trotz vollkommener Umzingelung, nicht überrannt zu werden?

    1. Kuririn

      Das schaffen sie durch einen starken Willen. Schau dir das im Artikel oben eingebettete Musikvideo von Hadi Faour an. Ich glaube, Hadi Faour fängt mit seiner Verspottung von ISIS und Nusra die Geisteshaltung, die es den Bewohnern von Fuah und Kafriya ermöglicht, dem Meer des Terrors um sie herum standzuhalten, recht gut ein.

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