Türkei und USA melden Einigung zu Manbij

Übereinstimmenden Angaben zufolge haben der türkische Außenminister Cavusoglu und sein US-Amtskollege Pompeo sich am Montag in Washiongton auf einen Fahrplan zur Beilegung ihres Streits um die Präsenz des von der Türkei als Terrorgruppe betrachteten PKK-Ablegers YPG in der von den USA besetzten nordsyrischen Stadt Manbij geeinigt.

Cavusoglu erklärte dazu heute, der Fahrplan sehe vor, dass die YPG sich in einem ersten Schritt aus Manbij in das von den USA besetzte syrische Gebiet östlich des Euphrat zurückziehe und dabei entwaffnet werde. Das bedeute jedoch nicht, dass die YPG östlich des Euphrat bleiben könne, sondern vielmehr würden die im Fahrplan getroffenen Vereinbarungen nach gelungener Anwendung in Manbij anschließend auch auf das Gebiet östlich des Euphrat angewendet würden. In zehn Tagen soll es Cavusoglu zufolge ein Vorbereitungstreffen von Geheimdienstlern und Militärs geben, in dem die Basis für die Umsetzung des US-türkischen Fahrplans gelegt werden soll.

Die YPG reagierte auf die US-türkische Einigung, indem sie erklärte, sämtliche Militärberater der YPG hätten Manbij heute verlassen. Gerüchten zufolge soll ein Teil der US-türkischen Einigung darin bestehen, dass türkische und US-amerikanische Truppen die illegale Besatzung von Manbij zukünftig gemeinsam durchführen werden. Der YPG nahestehende Medien lassen jedoch Mitglieder des bis heute weitgehend von der YPG dominierten „Militärrats von Manbij“ als Vox Populi zu Wort kommen, die verkünden, dass die Bevölkerung von Manbij die Teilnahme der Türkei an der Besatzung der syrischen Stadt durch US-geführte Truppen von NATO-Staaten ablehne, was in Zukunft für weiteren Konfliktstoff sorgen könnte. Wie die Türkei darauf dann letztendlich zu reagieren gedenkt, wird vermutlich erst nach den türkischen Wahlen am 24. Juni klar werden.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA hat heute bekanntgegeben, dass die syrische Armee einen großen Angriff von ISIS-Terroristen in der ostsyrischen Provinz Deir Ezzor abgewehrt und den angreifenden Terroristen schwere Verluste zugefügt hat. Di größten syrischen Truppenkonzentrationen stehen jedoch nach wie vor in der südwestsyrischen Provinz Daraa, wo sie auf grünes Licht der nationalen und internationalen Diplomatie warten, um mit ihren Operationen zur Eliminierung des Terrorismus in Südwestsyrien zu beginnen.

Nachtrag 22:00h: An der Westküste des Jemen haben die jemenitische Armee und Ansarullah einen großen Konterangriff gegen die auf Hodeidah vorrückenden emiratischen Bestzungstruppen und ihre Hiwis durchgeführt und dabei ein größeres Truppenkontingent der Besatzer und ihrer Handlanger vom Nachschub zu Land abgeschnitten.

(Mit Dank an Wolle für den Hinweis.)

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45 Gedanken zu “Türkei und USA melden Einigung zu Manbij

  1. http://french.almanar.com.lb/921875
    Video
    Junge Menschen haben damit begonnen, Schulen in Ost-Ghouta wieder aufzubauen, während Tausende von Einwohnern zu ihr zurückgekehrt sind.
    Nach Angaben der syrischen Agentur Sana wurde zu diesem Zweck die Kampagne „Gemeinsam wird sie schöner“ ins Leben gerufen. Zu ihren Mitgliedern gehören Studenten und Jugendliche aus verschiedenen Organisationen, darunter der Nationale Studentenverband Syriens, das Syrische Sekretariat für Entwicklung, die Organisation des Revolutionären Jugendverbandes, die Syrian Arab Red Crescent Youth Footprint Foundation und das Patriarchat von Antiochia.
    In den östlichen Vororten von Damaskus gelegen, wurde diese Region im vergangenen Mai nach drei Jahren der Besetzung durch verschiedene takfiristische Milizen, die von den Westmächten und ihren Verbündeten, den arabischen Monarchien, unterstützt wurden, befreit. Seine verschiedenen Städte und Gemeinden haben enorme Zerstörungen erlitten, die jahrelangen Wiederaufbau erfordern werden.
    Seitdem ist die Rückkehr zum friedlichen Leben in Ost-Ghouta im Gange, sagt die russische Agentur Sputnik.
    Zehntausende Einwohner dieses östlichen Vorortes von Damaskus haben die Flüchtlingslager verlassen, um nach Hause zurückzukehren, heißt es in einer Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums.
    „Dank der Bemühungen konnten 67.573 Einwohner von Ost-Ghouta in ihre Heimat zurückkehren und die Flüchtlingslager verlassen“, sagte er.
    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator

  2. OT: Im Jemen geben die Houthi gerade „den Russen“! Aus den an der Küste vorstürmenden SA und UAE unterstützenden Kräfte wurde ein Kessel. Ein zweiter weiter südlich ist wahrscheinlich.
    Die USA konnte trotz Drohnenangriffen daran nichts ändern.

    1. Sehr schön! Vor einigen Tagen wurde genau diese Situation aufgrund des langen und schmalen Frontverlaufs schon vorhergesagt. Bleibt abzuwarten, ob und wieviel Nachhaltiges man eventuell aus dieser Einkesselung herausholen kann.

      1. @Karsten Laurisch
        Richtig, ich hatte es nicht mehr gefunden.
        Bitte weiter solche Vorhersagen..!

    2. Das erklärt die großen Geländegewinne der letzten Wochen als klassische Falle, indem man sich weit zurückzieht, der Feind dann nachrückt, sich dabei aber zersplittert und überdehnt, somit eine lange Flanke für Gegenangriffe bietet.
      Hoffentlich werfen die Houtis jetzt dort alles ins Feld, denn doppelte Eiinkesselung incl. dann Ausräumung der Kessel würde bei SA und deren Verbündeten große Verluste an Mann und Material, sowie massenhaft Beutewaffen, Ausrüstung und Munution für die Houtis bedeuten.
      Neben einer Schwächung der SA Koalition hätte dies ggf. auch einen großen demoralisietenden Effekt und würde das Blatt wirder zugunsten der Houti wenden.

  3. Ich bin relativ sprachlos, ob der türkisch/amerikanischen Einigung. Parteibuch bitte Deine Einschätzung dazu. Ist das gut? Wer hat da Was vor? Ich dachte die Türkei spielt an Russlands Seite, und nun Kuschelkurs mit den Amies?

    1. Johanniskraut

      Ich glaube, was die Türkei wirklich vorhat und wie das ausgehen wird, wird erst nach den türkischen Wahlen klar werden. Im Moment dürfte die Meldung von der US-türkischen Einigung Erdogans Wiederwahlchancen erhöhen, denn er kann sich so als Staatsmann inszenieren, dessen Regierung erfolgreich verhandelt. Daran, dass die US-türkische Einigung auch nach den Wahlen noch Betsand haben wird, glaube ich eher weniger. Und es steht ja noch eine Menge weiterer US-türkischer Zoff an, sodass das US-türkische Bündnis ohnehin nicht zu halten sein wird. S-400, F-35, Iran und Jerusalem seien da etwa als Stichworte genannt.

      Für Syrien muss die US-türkische Einigung auf einen gemeinsamen Fahrplan auch nicht nur schlechtes bedeuten. Für YPG und Kollegen sieht es nun so aus, dass die USA sie verraten und verkauft haben. Die Freunde vom zionistischen Regime werden der YPG da nicht helfen können, und mag die Knesset auch beschließen, dass „Israel“ zukünftig alle kurdischen Separationsbewegungen offen unterstützen wird, denn die Türkei ist für die USA zu wichtig, als dass sie ihr Bündnis mit der Türkei für ein Bündnis mit einer kurdischen Separationsbewegung opfern könnten. Und jetzt kommt dabei die möglicherweise positive Entwicklung ins Spiel: die YPG/SDF/Kurden brauchen einen neuen Schutzherren, und da bietet sich eine Allianz mit Damaskus an.

      https://www.almasdarnews.com/article/breaking-kurdish-led-political-group-to-allegedly-negotiate-with-government-in-damascus/

      Sollte es klappen, dass die Bevölkerung der von YPG/SDF/Kurden kontrollierten Gebiete zurück unter die Herrschaft von Damaskus kommen will, wäre das natürlich eine sehr positive Entwicklung. Dem würden sich letztlich weder die USA noch die Türkei in den Weg stellen können.

      Also um es festzuhalten: für die Illusion einer Fortdauer des US-türkischen Bündnisses haben die USA gerade ihre kurdischen Proxies in Syrien verraten und verkauft, oder sich jedenfalls mächtig von ihnen entfremdet. Langfristiger Nutznießer der Entwicklung wird voraussichtlich die Regierung in Damaskus sein, für die sich dadurch das Problem des kurdischen Separatismus entschärfen könnte.

      1. Jo, das die Amies nun ihre kurdischen Proxies verraten, das wiegt sehr schwer. Und wenn die blöden Kurden es noch immer nicht begreifen, das die Amies das falsche Pferd sind, dann kann man den Einsatz auch erhöhen: „Cavusoglu erklärte dazu heute, der Fahrplan sehe vor, dass die YPG sich in einem ersten Schritt aus Manbij in das von den USA besetzte syrische Gebiet östlich des Euphrat zurückziehe und dabei entwaffnet werde. Das bedeute jedoch nicht, dass die YPG östlich des Euphrat bleiben könne, sondern vielmehr würden die im Fahrplan getroffenen Vereinbarungen nach gelungener Anwendung in Manbij anschließend auch auf das Gebiet östlich des Euphrat angewendet würden.“

        Das sieht mir nun und nach Deiner Erklärung, nach einem typischen Trumpschen Manöver aus. Und wenn der „gemeinsame Fahrplan“ nicht mehr gebraucht wird und die Kurden endlich unter Damaskus’s Fittiche geschlüpft sind, dann können beide Parteien, die Türkei und die Amies, ihren alten Zoff ruck zuck wiederbeleben….und die Nato endlich „obsolet“ machen…

        Trump der alte Fuchs!!!

        Hatte mich schon gewundert, warum Pompeo wie ein Honigkuchenpferd in die Kamera grinst…Dieses Grinsen sagt: „Hehe, wir ziehen hier mal wieder ne riesen Show ab und nichts ist, wie es scheint“ Dem Türken sind diese Winkelzüge noch ein wenig fremd, er muss sich ganz offensichtlich erst noch daran gewöhnen, so um die Ecke zu denken…Aber die Order aus Moskau dürfte klar und eindeutig sein!

        Und so zeigt sich ein weiteres mal, wie sehr Trump an der multipolaren Weltordnung mitbastelt…und dem Empire größtmöglichen Schaden zufügt, ohne dass das blöde Empire sich wehren kann!!! Fantastisch!!!

      2. Kann sich diesbezüglich noch wer an meine „Prognosen“ erinnern? Jetzt endlich sehen die Kurden was die Stunde geschlagen hat.

        Die Frage die auch ich mir hier stelle ist wie ernst die Türken das mit Manbdij meinen. Denn aus den Meldungen geht ja auch eine Forderung nach Entwaffnung der Kurden ÖSTLICH des Euphrat hervor. Das wird etwas sein das die Kurden angesichts der anrückenden Türken nicht akzeptieren werden.

        Ich bin mir noch nicht sicher was die Franzosen dort machen werden. und was die Amis. Aber wenn die Kurden mal spontan die Fronten für die SAA öffnen weil man sich geeinigt hat…

    2. Johanniskraut

      Nun ja, ganz so überschwenglich optimistisch bin ich nicht. Wenn ich die Dinge recht verstehe, wird nun versucht, den Plan A „türkische Armee und Proxies erobern Ostsyrien von USA/YPG und Damaskus bekommt die Gebiete nach den Wahlen 2021 zurück“ partiell gegen Plan B „Türkei und USA machen Deals, mit denen sie die YPG in die Arme von Damaskus treiben“ einzutauschen. Ich bin eher skeptisch, dass das funktionieren wird, aber Plan B hat den großen Charme, dass damit keine Militäroperation, und all den damit verbundenen Greueln, verbunden ist. Ich meine, das ist ein starkes Argument, und es ist richtig, wenn das versucht wird, auch wenn die Erfolge vielleicht eher begrenzt sein werden. Auf Plan A kann ja dann immer noch umgestiegen werden, wenn es nötig sein sollte.

      Assad hat vor ein paar Tagen mit Blick auf die YPG völlig richtig gesagt, dass militärische Gewalt immer die schlechteste Option ist und eine Verhandlungslösung natürlich besser wäre, wenn sie denn irgendwie möglich ist. Ich glaube, durch den US-türkischen Deal steigen jedenfalls die Chancen, dass es zu einer Verhandlungslösung zwischen Damaskus und der YPG kommt. Und das wäre ein Erfolg, selbst wenn ein solche Lösung nur partiell wäre und nur partiell militärische Gewalt vermeiden würde.

    3. Parteibuch & Johanniskraut

      „… Im Moment dürfte die Meldung von der US-türkischen Einigung Erdogans Wiederwahlchancen erhöhen. …“

      Das scheint mir der Kern dieses Verhandlungsmanövers zu sein. Das Wichtigste ist nun erst mal, dass Erdogan die Wahl gewinnt.

      Erdogans schärfster Konkurrent ist wohl Muharrem Ince, dicht gefolgt von Frau Meral Aksener. Die einzigen, mir zur Verfügung stehenden Anhaltspunkte für die politische Ausrichtung der beiden Gegenkandidaten sind deren wohlwollend gehaltenen Wikipedia-Einträge, während Erdogans Eintrag gleich zu Anfang einen Hinweis auf eine Haftstrafe enthält, gefolgt von Behauptungen, Erdogan würde sich von demokratischen und rechtsstaatlichen Standards entfernen. Wenn wir zum Vergleich mal Obamas Eintrag nehmen, da steht nichts davon, dass er sich von rechtsstaatlichen Standards entfernt hätte, obwohl er unzählige Drohnenmorde angeordnet hat.

      So wie ich das sehe, liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei Muharrem Ince und Meral Aksener um transatlantisch ausgerichtete Unterstützer der Globalisten handelt. Um so wichtiger ist es also, dass Erdogan die Wahl gewinnt, was nach den letzten Umfragen (echt oder gefälscht?) gar nicht so sicher zu sein scheint. Das oben angesprochene Manöver könnte helfen, dieses Ziel zu erreichen. Danach dürfte es m. E. mit Plan-A weitergehen. Schauen wir mal.

  4. Hatte genau dieses Szenario erwartet als ich vor einigen Tagen von der Entwicklung lass.

  5. Wie ich gelesen haben, Kurden werden ihre 20 Militär Berater aus Manbij in nächste 6 Monaten abziehen. Ameri sagen es könnte noch länger dauern. Ich sehe nichts positives in diese Nachricht, weil dass bedeutet, dass Amis und Türken zusammen mit IS kontrolle über Manbij übernehmen. SDF sind IS Kämpfer welche in letzte Moment ihre Uniform gewechselt haben. Sie werden noch kompromissloser sein als Kurden.
    Ukrainische Naftogaz hat beschlagnammt Gazprom beteiligung an einen hollandischen Unternehen. Schlinge um Nordstream zieht sich enger zu. Es sieht so aus, dass Westen wird Russland mit Entschedigungs Zahlungen zwingen weiter Ukraine zu finanzieren.
    USA fliegen über Daraa. Ein F-16 ist gestern über Daraa geflogen. Wahrscheinlich um sagen, wer da zu sagen hat.
    Noch keine Einigung über Abzug Iraner aus Süd Syrien.
    Es sieht immer mehr an eine teilung von Syrien aus.

    1. Holland hat aber wenig mit Nordstream zu tun, Baugenehmigung ist schon erteilt worden. Sehe da keine Schlinge wie du das glaubst.

      1. Aus de.sputnik.com „Außerdem sollen die Anteile an Pipeline-Projekten Nord Stream AG und Nord Stream 2 AG des russischen Staatskonzerns eingefroren werden, so Naftogaz.“

  6. „Die YPG reagierte auf die US-türkische Einigung, indem sie erklärte, sämtliche Militärberater der YPG hätten Manbij heute verlassen.“

    Also abwarten.
    Derzeit sieht es nach einer reinen Umflaggung auf, ein paar „Militärberater“ werden abgezogen, aber im Manbij Militärrat sitzen natürlich YPG-Vertreter an den entscheidenden stellen, egal unter welchem Label sie auftreten.

    Insofern ist auch für die Amis noch alles bestens; es ändert sich doch gar nichts für sie.

    Wenn die Türken in Manbij einrücken, wäre das etwas anderes; aber das ist meines Wissens noch nicht offiziell erklärt worden.

  7. Bei allem was sich im Nahen Osten aktuell so tut, scheint der Blick vieler nach Jordanien nicht ganz scharf zu sein. Meines Erachtens bewegt sich Amman seit Tagen in Richtung einer Entwicklungsweiche.
    Denn seit Tagen finden auf den Straßen Jordaniens Massenproteste statt. Zunächst nur marginal wahrgenommen und als Auslöser (offiziell) Steuererhöhung und Preiserhöhung von Benzin und Diesel genannt, ebben die Proteste trotz Rücknahme der Beschlüsse und Rücktritt von Ministern nicht ab.
    Das sorgt nun doch für Unruhe im Führungszirkel, vor allem weil vereinzelt auch Parolen nach „Regimewechsel“ des Königshauses gerufen wurden. „Schande, Schande, der König spielt Poker“, im Arabischen reimt sich das und es wird Bezug genommen auf die Meldungen, wonach König Abdullah II regelmäßig (mit Steuergeldern ?) in Las Vegas dem Glücksspiel frönt, ist nur eine der gängigen Rufe.

    Jordanische Politanalysten beschreiben die Situation als „sehr ernst, mit ungewissem Ausgang“. Die Menschen wollten keine Veränderung der Politikergesichter, sondern der Politik als Ganzes.
    Die geplanten Preiserhöhungen seien nur der letzte Tropfen der „kochenden jordanischen Seele“, die zuvor durch die Situation der syrischen Flüchtlingen im Land, der jordanischen Positionierung zum Syrienkrieg, die Nähe zu Israel und den USA und des Lebensstils des Königshauses, alles auf „Kosten der Jordanier“, dermaßen erhitzt worden sei.

    Für die US-Phalanx tun sich in Orient meiner Meinung nach anspruchsvolle Zeiten auf:
    Die Iraqis werden keine treuen Freunde mehr, mit der Türkei wird mit Gewalt an der Bindung gehobelt und geschnitzt, die Bevölkerung im amerikanisch-kontrollierten Teil Nordsyriens – siehe Iraq – entwickelt sich zunehmend antiamerikanisch und nun sieht sich Washington auch noch im „sicheren Hafen“ Jordanien einer Entwicklung ausgesetzt, die sich eher konträr zur Wunschentwicklung bewegen könnte. Und dann?

    1. Entschuldigung, etwas lang, aber vielleicht doch erhellend zu Jordanien:

      http://www.al-binaa.com/archives/article/190368

      Es ist oberflächlich und äußerst vereinfachend, die heutigen Unruhen in Jordanien als eine rein jordanische Situation zu betrachten, die sich von dem unterscheidet, was in der Nachbarschaft oder in der Region im Allgemeinen geschieht, und zwar aufgrund der regionalen Neuentwicklung nach der Niederlage des westlichen Projekts, das auf sie im Allgemeinen und auf die Widerstandsachse im Besonderen abzielt. All diese Zielsetzungen zielten auf die Liquidierung der palästinensischen Sache ab, die Trump in den ersten Monaten seines Amtsantritts einleitete, als er deutlich machte, dass ein Abkommen, welches Elemente dieser Liquidierung beinhaltet, mit den Arabern, die den Vereinigten Staaten unterstehen, geschlossen wurde.

      Um nicht zu tief in die Fiktion oder Wahrnehmung dessen einzudringen, was das Abkommen des Jahrhunderts bedeuten würde, verweisen wir auf die Positionen, die von den Verfassern des Abkommens selbst dargelegt wurden und die auch klar benannt sind sind: Trump, Netanyahu und Mohammed Bin Salman, die heute eine tiefe strategische Allianz bilden und eine klare Mission erfüllen…: die Liquidierung der palästinensischen Sache, um sich voll und ganz der Konfrontation mit dem Iran zu widmen, nicht nur indem sie ihn in der Region isolieren und zwingen, sich hinter seine Grenzen zurückzuziehen, sondern auch indem sie sein Regime durch Umsturz seines unabhängigen islamischen Systems ändern und ein dem Westen unterworfenes Regime errichten, ähnlich dem der Protektorate des Golfs (Scheichtümer), von denen Saudi-Arabien das beste Beispiel ist.

      Das US-Saudi-Israelische Abkommen des Jahrhunderts beinhaltet fünf wesentliche Elemente:
      Das Land Palästina zwischen dem Fluss (Jordan) und dem Meer (Mittelmeer)
      kann nur einen Staat aufnehmen: Israel.
      Das „vereinigte“ Jerusalem ist die Hauptstadt von Israel
      Das totale Verbot des „Rückkehrrechts“ und die Ansiedlung der
      palästinensischen Diaspora da, wo sie sich befindet, wobei sowohl den
      Palästinensern als auch den Gastländern eine Entschädigung gezahlt wird.
      Bestätigung des „Rechts“ Israels, sich im Westjordanland niederzulassen und
      alle schon bestehenden Siedlungen zu legalisieren.

      Die Schaffung eines palästinensischen Staates im Gazastreifen, an den einige
      (nahe oder ferne) Parzellen Landes angeschlossen werden, um einen Teil der
      palästinensischen Flüchtlinge im Ausland und einen anderen Teil der
      Palästinenser aus dem Landesinneren aufzunehmen, die Israel deportieren
      will, um deren idemographisches Wachstum auf den 1948 besetzten Gebieten
      zu begrenzen.

      So wird dieses „zusätzliche“ Land, das, wie oft erwähnt, Sinai oder Jordanien sein könnte, wie vorgesehen, die Alternative zu einem israelischen Rückzug aus dem Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem, sein, wo die Palästinenser gemäß dieser Jahrhundertvereinbarung nur das Recht auf Ortsvertreter haben werden, die verstreut und voneinander getrennt sind und die nichts untereinander verbindet, vor allem keine sie verbindende politische Formel oder ein identitätstiftendes System. Mit anderen Worten, das historische Palästina als Ganzes wird der israelischen Souveränität unterliegen, und nur der Gazastreifen, der den Kern des entmilitarisierten palästinensischen Staates bilden wird, ist davon ausgeschlossen.
      Diese kriminelle Liquidierung befindet sich jedoch trotz der Beteiligung Saudi-Arabiens und des Drucks, der auf die von der palästinensischen Sache Betroffenen ausgeübt wird, in einer Sackgasse, wenn:
      kein „extraterritoriales“ Land zur Verfügung steht,
      die Bedrohung durch die Widerstandsachse nicht eliminiert wird,
      keine palästinensische Seite in irgendwie einwilligt.
      Diese drei Elemente, alternatives Land, die Verhinderung der Bedrohung durch den Widerstand und die palästinensische Zustimmung, sind wesentliche und notwendige Voraussetzungen für die Lebensfähigkeit des Abkommens des Jahrhunderts.

      In der Praxis scheint es, dass die Zuweisung eines Teils des Sinai als alternatives Land viele Schwierigkeiten aufwirft, die in naher Zukunft nicht gelöst werden können, was die Suche nach einer anderen Lösung erfordert. Was die palästinensische Einwilligung angeht, so zeigt der allgemeine Kontext der palästinensischen Positionen trotz aller Gerüchte über die Zustimmung der einen oder anderen Partei, dass es eine starke palästinensische Ablehnung gibt. Was die Widerstandsachse anbelangt, so ist die Präsenz ihrer Komponenten in Südsyrien für das Trägerunternehmen dieses Liquidierungsprojekts nicht gerade ermutigend. Aber der Planer ist der Ansicht, dass die Suche nach alternativen Ländereien dazu beitragen kann, die beiden anderen Hindernisse zu überwinden.

      In diesem Zusammenhang ist die Frage Jordaniens von zentraler Bedeutung für die Umsetzung des Abkommens, da sie die Grundlage bildet, auf der es beruht. In Jordanien ist das alternative Land die alternative Lösung. Darin liegt das existenzielle Risiko, das Jordanien als Staat bedroht, der durch eine britische Entscheidung vor einem Jahrhundert geschaffen wurde. Wird diese Entscheidung in Kraft bleiben, oder wird die amerikanische Entscheidung, die Grenzen zu revidieren und zu verschieben, Vorrang haben, indem sie das ausführt, was zionistische oder ihnen angeschlossene Studienzentren immer wieder propagieren, nämlich dass Palästina Jordanien ist ?

      Die heutigen Unruhen in Jordanien, die mit den Versuchen zur Umsetzung des Jahrhundertvertrages zusammenfallen, können bei den Jordaniern, die um das Wohl ihres Landes besorgt sind, nur Besorgnis hervorrufen. Und weil es in der Politik keine dauerhaften Freundschaften oder Feindschaften gibt, liegt das Interesse Jordaniens, insbesondere nach all den Beweisen und Hinweisen darauf, dass die Lösung der Palästinenserfrage auf Kosten Jordaniens gehen könnte, darin, sich auf regionaler und internationaler Ebene neu zu positionieren, um seine Existenz zu verteidigen, besonders nachdem der Geldhahn vom Golf weitgehend zum Erliegen gekommen ist. Wir können nicht ausschließen, dass diese Schwierigkeit mit den Unruhen zusammenhängt, die aufgrund von Steuern und Gebühren ausbrachen, die ursprünglich aus Mangel an Geldmitteln auferlegt wurden, und nachdem Jordanien praktisch seiner Rolle als Hüter heiliger Stätten in Jerusalem, insbesondere Al-Aqsa, beraubt wurde.

      Folglich stellen wir fest, dass die strategische und politische Neupositionierung Jordaniens zu einem existenziellen nationalen Bedürfnis geworden ist, denn in seiner jetzigen Position zu bleiben, in einem Lager, das ihm Schaden zufügen will, bedeutet den sicheren Selbstmord. Die große Gefahr, die Jordanien bedroht, zwingt es ganz klar zu defensiven Positionen, die ihm nur seine Annäherung an die Widerstandsachse garantieren kann. Wir sprechen von Annäherung und nicht von einem Beitritt zur Widerstandsachse, denn hier geht es um Möglichkeit und nicht um Fiktion. Dieser Schritt kann durch mutige Maßnahmen Jordaniens erreicht werden, nämlich:
      Die ausdrückliche und öffentliche Ablehnung des Jahrhundertvertrages, die Ablehnung der Judaisierung Jerusalems und die Aufrechterhaltung seiner Bande zur Moschee al Aqsa.
      Effektive Einstellung jeglicher Beteiligung an oder Bereitstellung von direkter oder indirekter Hilfe für das Aggressionslager gegen Syrien; die vollständige Schließung des MOC und die Entlassung ausländischer Offiziere, die es leiten, seien es Araber, Westler oder Zionisten; die Verhinderung jeglicher militärischer Aktionen gegen Syrien aus seinem Hoheitsgebiet und die Blockierung jeglicher Hilfe für in Südsyrien operierende terroristische Gruppen.
      Vollständige Koordinierung mit Syrien für die Rückkehr der Vertriebenen und Schließung der Flüchtlingslager, beginnend mit dem Lager Za’tari, und die Eröffnung des Grenzübergangs Nasib, der Jordanien etwa 1 Milliarde Dollar pro Jahr einbringt, das Dreifache der erwarteten Steuereinnahmen, welche die Unruhen verursacht haben.
      Anschluss andas regionale Dreieck Iran-Türkei-Irak und Öffnung gegenüber Russland und China, um von deren Schutzschirm und politischer Unterstützung zu profitieren und Alternativen zum blockierten Geld aus dem Golf zu garantieren.

      Die Überwindung der gegenwärtigen öffentlichen Unruhen kann nicht allein durch Sicherheitsmaßnahmen oder den Rücktritt der Regierung erfolgen. Wirkliche Behandlung kann nur durch ernsthafte strategische Entscheidungen erreicht werden, die zu einem unverzichtbaren Gebot geworden sind. Sie zu ignorieren wäre existenziell kostspielig. In Ermangelung einer Annäherung an sichere Verbündete scheint es, dass Jordanien zum schwächsten Bindeglied der Region geworden ist. Und darin liegt die Gefahr.

      Generall Amine Mohamed Hoteite

      1. Zu Jordanien: Dass es auch dort knallen wird, war abzusehen. Jordanien kann nicht ruhig bleiben, während vor allem in Syrien und Irak (Widerstandachse) auf der einen Seite und die westlich-zionistisch-wahabbitische Achse sich bis auf Messerschenide bekämpfen. Jordanien geräte auch in ein Strudel der Kämpfe, insbesondere da Jordanien nicht devot genug gegenüber den GCC-Fürstentümern unter der Führung der SA war. Diese versuchen Jordanien nun unter Druck zu setzen. Eine Allianz mit Katar und Türkei wäre eine Option. Allerdings sind hier die bevorstehenden Wahlen in der Türkei entscheidend. Koop mit Iran weniger. Dann eher mit Syrien und Irak.
        Sollte Jordanien den Weg gehen, wie von Barbara beschrieben, wird diesem „Land“ das selbe Schicksal ereilen, wie Syrien, Irak und Jemen. Das heißt, die Widerstandachse wird dort dann auch nicht untätig sein können. Und schon wird es gefährlich, weil Israel könnte auch eingreifen. In Jordanien könnte eine Entscheidungsschlacht bevorstehen, wenn die Lage ausser Kontrolle gerät.
        Im Jemen werden die Invasoren ausbluten. Den Jemen werden sie niemals erobern können, ähnlich wie Afghanistan. Die reaktionären Kräfte versuchen es ja, zumal der Iran nach ihrer Lesart zurückgedrängt werden soll. Doch sie werden scheitern, auch wenn die USA voll in Kämpfe eingreifen sollten. Zweites Afghanistan. Der Kampf wird heftiger toben.
        Die Kurden in Syrien werden auf die Regierungsseite auf jeden Fall umschwenken müssen. Sonst Schicksal wie im Irak, Barzani. Auch unter einer möglichen neuen Regeirung in der Türkei, wird der (sanfte) Druck (auch durch Vermittlung) auf die Kurden in Syrien bestehenbleiben, während mit Damaskus Beziehungen aufgebaut werden.
        Sollte Erdogan weiter regieren, wird der kurdische Kampf auf die Türkei voll überspringen, während sie sich mit Damaskus arrangieren. Für Damaskus wird es Pal, ein Schlachtfest in der Hose. Letztendlich werden die Kurden, mit stiller Duldung der türkischen Opposition, Erdogan stürzen. Vielleicht wird es eine Übereinkunft mit den Kurden und der Opposition geben. Anzeichen gibt es schon. Die USA könnten die Kurden noch brauchen –> Erdogan loswerden, da er der Buhmann wäre, weil die USA raus müssten aus Syrien.
        Nicht die Entwicklungen in der Ukraine in diesem Zusammenhang vergessen. Das große Schachspiel, wenn Erdogan bleibt – ein Szenario: Damentausch. Russland lässt Erdogan fallen. Dafür Westen raus aus der Ukraine. Wenn neue Regierung in TR; Karten werden neu gemischt.
        Auch das Jahr 2018 war ein weiterer großer Schritt für die Widerstandsachse. Doch die Feinde werden keine Ruhe geben. Im Gegenteil. Es wird so enden wie mit Hitler 1945. Syrien und Irak haben noch eine Rechnung mit den Saudis und Kataris offen. al’Kuds wird über ar’Riad befreit (abd al’Nassar).
        In Libyen zeichnet sich auch eine positive Entwicklung ab. Und Sissi in Ägypten wird den Saudis eine Überraschung parat haben. Und Algerien nicht vergessen. Mal schauen, was in Marokko passiert?! Der Sudan wird den Süden wieder zurückholen. Kein Zweifel.

  8. In Afrin gilt demnächst Burka-Pflicht, durchgesetzt von den in der Wertegemeinschaft als Freiheitskämpfern gefeierten „moderaten Rebellen“.

    Die Türken lassen sie offenbar einfach ihr Ding machen; vielleicht sogar mit Sympathie.
    Das kann ihnen aber auf die Füße fallen, im Mutterland würde es großen Widerstand gegen so etwas geben, und so ein Symbol dient der Kanalisierung.

  9. ***
    Ali Hadi Al-Musawi @ahmusawi 11 Std.Vor 11 Stunden

    Abadi categorically stated in today’s presser that there’s absolutely no Iraqi coordination with Turkey, adding that Iraq opposes all Turkish incursions on Iraqi territory
    ***

    Abadi erklärt, es gibt keine Koordination mit der Türkei, die im Nordirak ihre Aktivitäten ausweitet; die Türken hatten dies vorher erklärt.

    Nun müsste man die Originalquelle haben und Muttersprachler sein, um die genaue Aussage einordnen zu können.

    Jedenfalls dürfte es nach der Installation einer neuen Regierung Klärungsbedarf geben, vorher wird eher wenig passieren.

  10. https://uk.reuters.com/article/uk-usa-yemen/us-warns-united-arab-emirates-against-assault-on-yemeni-port-hodeidah-idUKKCN1J130U

    „Us warns“ ist hier allerdings ein anonymer „Offizieller“.
    Man kann schlecht das Narrativ „Präsident Hadi kämpft gegen böse iranisch-schiitische Rebellen mit Unterstützung der UNO und heldenhaft helfen ihm sA und VAE“ vor sich hertragen und dann offiziell erklären, dass letztere dabei sind, etliche Millionen in den Hungertod zu treiben.

    ————————————————

    Southfront vom 4.6. berichtet von einer Einigung zwischen SDF und Regierung zum Omar-Ölfeld?
    Habe ich sonst nirgendwo gelesen.

    1. Ich habe auch davon gelesen in kroatischen logicno.com. Laut logicno bekommen Kurden 75 Barel und Regierung 100 Barel Oel. Für Kurden ist Problem entstanden, weil alle Rafinerien und Pipline an Regierung Gebiet stehen.

  11. Ein großartiges Foto: Nikki bittet und bettelt um Zustimmung zur absurden Resolution, die die Hamas für die Gewalt durch israelische Sicherheitskräfte verantwortlich machen wollte; niemand außer den USA hat zugestimmt, wie peinlich.

      1. Diese Frau ist echt das Sinnbild der USA. Die bettelt, damit die USA nicht weiter absteigt.

        Ein besseres Bild kann es für ein Land nicht geben. Ihr ist anscheinend bewusst, dass die USA am zerfallen ist. Das sieht man doch an ihrem Verhalten. Die kniet nieder.

        Möge das Land noch weiter vor den Anderen knien. Möge die USA noch tiefer sinken. Das ist erst der Anfang.

        Das Bild dieser Frau sollte echt genauso berühmt werden, wie das Bild von El-Commandante (Che). Aber dieses mal natürlich im negativem Sinn gemeint.

        Kniet ruhig weiter. Bettelt um Gnade bei den Syrier, Iraker, Afganer, Iraner, Yugoslawer, usw.

        Ich hoffe das ist erst der Anfang.

    1. Sie hat auch die typische Art der Bettelei .
      Auf Knien vor einem Mann.
      Ob sie so ihren Job bekommen hat???

  12. Die Frage ist doch, ob es nicht besser wäre jetzt schnell noch die SAA einrücken zu lassen in diese Gebiete.

    Es kann kaum im Kurdischen Interesse sein wenn stets die Türken nachrücken.

    1. Triangolum:

      Nicht kurdische, sondern syrische Interesse. Was da im Norden abläuft, wirkt auf mich wie ein Trojaner-Pferd.

      Da kann man mir erzählen was man will. Die Türkei und USA (mit YPG) spielen ein dreckiges Spiel mit Syrien.
      Die gehören alle dort nicht hin.

      Freundliche Grüße

  13. ,,Ukrainische Naftogaz hat beschlagnammt Gazprom beteiligung“

    Das ist eine Meldung von Naftogaz.
    Ob das so stimmt weiß ich nicht. Nazis lügen gern und oft.
    Ich frag mich nur , warum Gazprom Nord Stream2 Gelder in Holland lagern sollte.
    Gazprom sitzt in der Schweiz.
    Aber letztlich wird die Ukraine bezahlen müssen zumal der Einspruch von Gazprom in Schweden erst noch bearbeitet werden muß. Erst danach , wenn die Entscheidung rechtskräftig ist, kann gepfändet werden.
    Oder sehe ich das falsch?
    Und nur weil die USA Verträge bricht heißt das nicht das Deutschland sich das selbe antut.

    1. In Zürich gibts eine Gazprombank. Finde das Zgvaca sehr falsche Zusammenhänge bildet. Vorallem wurden die Baugenehmigungen schon erteilt. Auch Mafiaboss und Premierminister von Bulgarien Boyko Borissov möchte das Turkish Stream durch Bulgarien geführt wird und dass das Atomkraftwerk in Bulgarien mit Russland fertig gebaut wird, dies bestätigte er bei seinem Treffen mit Putin. Sieht so aus als wäre McCain in Bulgarien komplett gescheitert, man muss bedenken das die Bulgaren sehr prorussisch sind.

      1. Ich habe nur weitergeleitet, was in sputnik stand. Mich wundert auch, dass auf definitive Urteil nicht gewartet wird?
        Was nutzt Bulgaren ihre nähe zu Russland, wenn sie einen NATO Presidänten haben? Auch Montenegro hatte 300 Jahre enge Beziehungen zu Russland und dank einen Verbrecher und Kriminellen ist diese Mafia Staat jetzt in NATO.
        Nord Stream 2 braucht um Bulgaren vor Augen zu führen wie blöd sie waren.
        Betreffend Ukraine, dort wird nächste Jahr neue Transit Vertrag ausgehandelt. Russen sind noch gezwungen, ihre Bruder Völker in Serbien und Bulgarien zu beliefern (bis Türkei Stream nicht in Betrieb geht) und ich erwarte, dass neue Vertrag sehr kurze Zeitdauer hat. Aber dann hätte ich Ukrainer nur so viel liefern, wie sie bezahlen. Kein möglichkeit geben ein Cent an transit zu verdienen.

    2. Das schwedische Handelsgericht hat ein Urteil gesprochen, dass Gazprom zahlen muss wegen weniger Durchleitung als vertraglich vereinbart.

      Aus diesem Urteil versuchen jetzt die Ukrainer zu vollstrecken; dass geht quasi überall (also erst mal der Versuch).

      1. Angeblich hat ein Hollandische Gericht, ukrainischen Gesuch gut gehissen und Gazprom Anteile an einen holandischen Tochtergesselschaft eingefroren. Holländer sind wie Polen und Balten immer Russophobe gewesen.

      2. @zgvaca
        „Angeblich hat ein Hollandische Gericht, ukrainischen Gesuch gut gehissen und Gazprom Anteile an einen holandischen Tochtergesselschaft eingefroren“

        Und was bedeutet das ? Nix.
        Gazprom darf jetzt x Meter Nordstream nicht mehr verkaufen. Das wars. Denkst du Gazprom will in der Zukunft sein Rohleitungsnetz verkaufen ? Könnte sein das „vieleicht “ Naftagaz bald x Meter am Nordstream besitz ( was ich nicht glaube ) dann kann sich die EU mit den Ukrainern wegen Durchleitungsgebühren rumschlagen.
        Übrigens Jukos sollte auch 50 Mrd bekommen, was haben die eigentlich bis jetzt auf der Habenseite ?

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