Trump isoliert USA handelspolitisch

Mit der praktisch gleichzeitigen Verhängung von Strafzöllen gegen Verbündete, Konkurrenten und Widersacher sowie dem Ausstieg der USA aus dem Nukleardeal mit dem Iran hat US-Präsident Trump das Kunststück fertig gebracht, die nach nominellen BIP immer noch weltgrößte Wirtschaftsmacht USA handelspolitisch zu isolieren.

Vor zwei Wochen noch sah es angesichts einer gemeinsamen US-chinesischen Erklärung zur Beilegung von Handelsstreitigkeiten ein Stück weit so aus, als könne die Welt sich handelspolitisch rund um ein Einverständnis zwischen den weltgrößten Wirtschaftsmächten USA und China neu zusammenfinden. China war da, während die USA nur eine sehr wage Absichtserklärung zur besseren Behandlung chinesischer Investoren in den USA abgaben, Trumps Wunsch nach einer Verringerung des US-Handelsdefizits mit China durch Zusagen zu mehr chinesischen Importen aus den USA recht weit entgegengekommen. Solche Deals mit Trump könnten im Grunde auch eine Blaupause für den Rest der Welt sein, bei dem Trump mittlere Erfolge bei der Reduzierung des US-Handelsbilanzdefizits durch vermehrte Exporte zugestanden werden, um einen globalen Handelskrieg zu vermeiden.

Doch letzten Dienstag hat Trump China im Widerspruch zur gemeinsamen Erklärung handelnd weitere Einfuhrzölle auf chinesiche Exportgüter im Wert von 50 Mrd US-Dollar ab Mitte Juni angekündigt. China dürfte darauf nicht nur mit schmerzhaften Gegenzöllen reagieren, sondern hat nun dazu auch noch erklärt, dass sämtliche zur Beilegung der Handelsstreitigkeiten mit den USA getroffenen Vereinbarungen null und nichtig seien, wenn Trump die neuen Strafzölle gegen China verhängt. Es ist natürlich möglich, dass Trump die neuen Strafzölle gegen China doch nicht verhängen wird, sondern sie nur ein Bluff in den Verhandlungen mit China sind, aber im Moment sind die USA und China wieder sehr dicht an einem Handelskrieg und von US-chinesischer Einigkeit ist wenig zu sehen.

Von Einigkeit war auch auf dem Treffen der G7-Finanzminister am Freitag in Kanada nichts zu sehen. So ein G7-Treffen wäre nun traditionell ein Rahmen für die USA, um gemeinsam mit ihren größten Verbündeten und Vasallen eine gemeinsame Front gegen Nichtteilnehmer zu bilden, hier etwa „der Westen“ gegen China. Aber selbst die Hasbara-Schleuder n-tv gestand dazu ein, dass die USA sich isoliert hätten. Mit ihren Strafzöllen gegen Verbündete und ihrem Ausstieg aus dem JCPoA, in dessen Folge die USA Unternehmen aus verbündeten Staaten bestrafen wollen, wenn sie am JCPoA festhaltend weiter Geschäfte mit Iran machen, haben die USA sich von ihren Verbündeten und Vasallen entfremdet. Und so soll das G7-Finanzministertreffen eher ein Treffen von G6 gegen 1, also alle anderen gegen die USA, gewesen sei. Der Unterschied in der Stimmung beim G7-Finanzministertreffen im Vergleich zum herzlichen Besuch der deutschen Kanzlerin Merkel in China ist unübersehbar.

Vor dem Hintergrund dieser transatlantischen Uneinigkeit und des engeren europäischen Schulterschlusses mit China mehren sich nun in der EU Stimmen, die auch ein besseres Verhältnis der EU zu Russland wollen, obwohl die USA, und da insbesondere der von der Israel-Lobby dominierte Kongress, eine schärfere Gangart des Westens gegen Russland wollen. Auffallend war da zum Beispiel, dass EU-Kommissionspräsident Juncker letzte Woche ein „Ende des Russland-Bashings“ verlangt hat. Rückenwind bekommt diese Neupositionierung gegenüber Russland nun auch vom drittstärksten Euroland Italien, dessen neue Regierungskoalition aus M5S und Lega sich die Forderung nach einem sofortigen Ende der Russland-Sanktionen sogar in den gemeinsamen Koalitionsvertrag geschrieben hat. Da die EU-Sanktionen gegen Russland von den EU-Staaten alle paar Monate einstimmig verlängert werden müssen, könnte das durchaus auf eine Ende der Sanktionen gegen Russland hinauslaufen. Unterstützung für diese Position bekam die neue italienische Regierung sogleich vom von der FPÖ gestellten österreichischen Vize-Kanzler Strache, der an diesem Wochenende öffentlich forderte, die „leidigen Sanktionen zu beenden und die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland zu normalisieren.“ Und auch von den Regierungschefs der drei deutschen Nordländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gab es am Wochenende immerhin einen Aufruf für einen „verstärkten Dialog“ mit Russland. Ob das reicht, wird man sehen, aber eine geschlossene Front der EU-Staaten zur fortgesetzten Sanktionierung von Russland sieht jedenfalls anders aus.

Die ganze Situation sieht im Moment sowohl in der EU als auch global vielmehr so aus, dass unter den größten und stärksten Staaten der Welt eine ziemlich geschlossene Front gegen die USA entsteht und die USA sich zunehmend isolieren. Natürlich haben die USA noch mächtige Partner, wie zum Beispiel das zionistische Regime und die saudisch-wahhabitische Diktatur. Zionistenführer Netanjahu wird denn auch in den nächsten Tagen Berlin, Paris und London besuchen, um da Druck auf die führenden EU-Staaten auszuüben, auf die US-israelische Linie einzuschwenken. Angesichts der transatlantischen Handelsstreitigkeiten und der Isolation der USA dürfte es ihm jedoch diesmal vermutlich schwerfallen, mit seiner auf anti-iranischer Angstmache basierenden Masche durchzukommen.

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47 Gedanken zu “Trump isoliert USA handelspolitisch

  1. Isolierung ist sein Job. Trumps Job ist es die USA aus dem Imperium herauszulösen und in die Isolation zu führen. „Wie? ‚aus dem Imperium herauszulösen‘? du dummerchen, die USA SIND das Imperium“
    Nope sind sie nicht. Die USA sind militärischer Arm und Finanzzentrum (neben London) des Imperiums aber sie sind nicht das Imperium selbst. Nur weil sie derart dominant in diesem Sind sind sie es noch nicht vollständig.
    Das Imperium selbst ist ein Netzwerk aus einflußreichen Finanzeliten, Wirtschaftsbossen, hohen Beamten und Militärs, die über NGOs wie die Transatlantische Brücke, Trilaterale Kommisions, Davos, etc. ihre eigenen Interesssen verfolgen. Soros ist nur einer der bekannten Finanzies dieses Netzwerks.
    Bryzinski war ein Stratege davon. Condoleca Rice hat als kleine Beamtin angefangen und ist dann durch das Netzwerk bis zur Aussenministerin aufgestiegen. Die Clintons und Bushs waren teils hohe beamte und mehrfach Präsidenten. Stoltenberg ist ein recht bekannter Militär desselben.
    In Deutschland haben wir auch einige davon. Schulz ist zb. so ein Kandidat. Ziemlich jeder in der FDP. CDU/CSU ist quasi rein transatlantik. Maas ist einer, Schäubele sowieso. Wagenknecht hingegen nicht.
    Diue halbe AfD Führung scheint ebenso zum Netzwerk in niedriger Position zu gehören. bestätgit habe ich das noch nicht gefunden. Man muss darauf achten wo diese Herrschaften überall auftauchen.
    „Bildeberger?“ nope nur das nationale organisationstreffen deutschlands. nichts von Weltrang.

    Trump hingegen ist zwar reich, gehört aber nicht in dieses Netzwerk weswegen er so massiv bekämpft wird. Ein Kampf den dieses Netzwerk btw. momentan verliert. Dass das Netzwerk schon unter Obama (Der scheinbar nur gedultet wurde) eine eigenen Politik macht hat man schön an Obamas Worten und Pentagons Taten danach gesehen. Manchmal wird das Netzwerk auch Tiefer Staat genannt. was aber nur ein Teil des Netzwerkes im jeweiligen Wirtsstaat darstellt.

    1. Sheeple

      Ich sehe da vieles ähnlich. Aber das Pentagon, das würde ich auf der Seite von Trump verorten. Ich würde da sogar soweit gehen, zu sagen, dass Trump ein Kandidat des Pentagons war und nun ein Präsident von des Pentagons Gnaden ist. Und, um da noch eins drauf zu setzen, ich glaube, die Generäle, die Trump an die Macht gebracht haben, wurden von Obama ausgewählt.

      1. Ich schätze ihre Meinung, daher möchte ich folgendes anmerken/fragen:
        Laut Quellen ist Obama ein Kanditat des gloablen Prädiktors (nach W. Pjakin) oder ein Zögling Brezinksis (Post modern Coup; W.G.Tarpley). Mc.Cain sagte einmal „[…] unter Obama hat die USA ihre Weltmachtstatus verloren.“ Pjakin zitiert aus einem Kommersant Artikel eine Passage, in der Kissinge,r zum runden Geburtstags Brezinksis, während der Rede aufsteht und den Saal verlässt mit den Worten „Darauf habe ich 30 Jahre lang gewartet“. Dieses Zitat soll laut Pjakin zeigen, wer tatsächlich das wahre Verständnis von globaler Politik hat (wer Taktiker und Stratege ist). Gehört Brezinksi zu der Transnationalen Elite bzw. agiert er in desren Auftrag oder wurde Obama von Brezinksi gefördert aber wurde eben durch jene Eliten/Generäle beeinflusst, die USA auf Trup vorzubereiten. Das eine muss das andere nicht zwangläufig ausschließen. Ich wäre sehr dankbar wenn sie eine Ansichten, im Kontext korrekt, einordnen könnten.

      2. 1PB & Irme

        Das Pentagon und die FED stehen in Zusammenhang miteinander, als kommunizierende Röhren. Auch eine enge Konkurrenz, innerhalb einer kleinen Entscheidungsgruppe, untersteht diesen Gesetzmässigkeiten.

        Die kardinale Machtvertikale mit/ hinter, US-rael, UK, EU,… ist Rom>Col>Washington D.C., von unten nach oben, mit abnehmender Eigenmacht.

        Das es da Gerangel und Gemeuchel gibt im zu vollen Fahrstuhl (Analitik.de) sollte niemanden mehr wundern. Und Diogenes Lampe hat es immer noch plastisch erklärt:

        http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=459640

        Dennoch, Überraschung, der faktor Mensch (Kennedy) und das allmähliche Aufwachen der Weltöffentlichkeit und die gute dialektische Politisierung der Levante wirken alle zusammen, jeden Tag etwas anders, aber in der Tendenz gut zu erkennen. Langsame Rücknahme der Globalistenübermacht. Obama war am Anfang bereits schlauer, als der aufgewachte Kennedy. Aber er war dennoch naiv genug, zu glauben, seine Rolle könnte sich durchhalten. Den Mut zur Clownerie brachte der Aufsteiger aus Chikago dann doch nicht mit. Dazu gehört eine Portion Selbstüberwindung, den Clown raushängen zu können, aber nicht ernstnehmen zu müssen. Das ist große Schule.

        Wir wissen nicht, was alles an rote Linien zwischen den drei Großzentren abgesprochen ist, jenseits der Vertikalen, mit der Basis Rom, können nur Woche für Woche aus dem Kaffeesatz lesen.

      3. Conrath

        Dass Rom, City of London, Washington, FED und Pentagon an einem Strang ziehen, halte ich für ein heutzutage falsches Gerücht. Das war vielleicht zu Zeiten von Johannes Paul II mal so, aber heute sehen die Frontlinien anders aus. Was ich gegenwärtig sehe, sieht eher aus wie Trump, Pentagon und Franziskus versus Wall Street und City of London.

      4. @1PB

        Jein, es stimmt vielleicht beides paradoxerweise.

        Das Paradox löst sich sofort auf, wenn man die Aufspaltung in: Trump versus FED/ CoL, zugleich als internen Flügelkampf versteht, zwischen den Maltesern-EU-CoL-FED einerseits und Franziskus-Trump, andererseits. Wobei der jesuitische Reformflügel eine Anpassung an die bereits zwingenden, fremden Vorgaben leistet. Da ist dann auch das Ende der Fahnenstange realistischer Kryptopolitik, auszumachen, mMn..

        Anders gesagt, der jesuitische Teil der Vatikandiplomatie hat einen Zeitvorsprung für sich genutzt, (Scheitern des Maidan, Krimabstimmung, Syrienwende) und nahm dann das Heft des Handelns in die Hand, weil realistische Analyse die komplette Überdehnung der bisherigen Machtvertikale und ihr notwendiger, nur noch gebremster Fall, früh erkannt wurde. Die interne Bruchlinie der römischen Fraktionen ist viel älter und kann situativ geöffnet/ geschlossen, werden, vermutlich. Darin waren/ sind, die Politikjesuiten immer besonders stark gewesen, seit den Zeiten der Gegenreformation.

        Aber die heutigen Gegenspieler, Eurasien und seine Assoziierten, nutzten diese Einlenkbewegung der ‚Römer‘ professionell und um Gleichgewicht bemüht, ab der ersten Stunde. Sie sind ebenfalls schlau genug zu sehen, dass ihr größter Vorteil in einer fast gleichstarken Fraktionierung der Romvertikale liegt. Und wie bei einem Flaschenzug operiert man mit annähernder Gleichgewichtslage, sehr langsam, behutsam, wegen des enormen Fallgewichtes der beiden westlichen Restfraktionen.

    2. „Stoltenberg ist ein recht bekannter Militär desselben.“

      Falls der sogenannte „Nato-Generalsekretär“ Stoltenberg gemeint sein sollte; der ist kein Militär, sondern dient nur dem Anschein, der als „Nato“ bezeichnete kriegsbewaffnete Arm des Imperialismus sei ein in Europa unter ziviler Kontrolle stehendes Verteidigungsbündnis[1] und der ganze Imperialismus besteht auch aus keinen Personen oder irgendwelchen Kreisen, die aus irgendwelchen Gründen „Eliten“ sein sollen, sondern ist eine historisch aus dem Kapitalismus entwickelte Folgestruktur des Feudalismus.

      Weil sowohl die kapitalistische, als auch die imperialistische Denk- und Wirtschaftsweise in sich widersprüchlich ist, deshalb tragen beide den Keim ihres Untergangs bereits in sich.

      Natürlich wissen das auch die Vertretungen des Imperialismus, daher die Versuche, mit allen Mitteln einen gewissen Status Quo aufrechtzuerhalten; dieses verzweifelt dumme Gerede vom „Ende der Geschichte“. Solche Bemühungen sind langfristig in etwa so aussichtsreich wie zu versuchen, ein an allen Ecken und Enden schlecht gebautes und deshalb vom Schwammpilz durchzogenes Haus vor dem Einsturz zu bewahren.

      Die von ständig wechselnden Personen unabhängig, weitgehend unsichtbar strukturelle Ursache der Einsturzgefährdung erkannt zu haben, wird dafür entscheidend sein, entweder unbewusst oder bewusst, auch den eigenen Friedens- und Sozialinteressen entgegenstehend, bei der Aufrechterhaltung alter Herrschaftsverhältnisse mitzuwirken oder bereits beim Aufbau des Besseren zu sein.

      [1] Wikipedia, SACEUR: „Supreme Allied Commander Europe Der Supreme Allied Commander Europe (SACEUR) war ursprünglich der Oberkommandierende des strategischen NATO-Kommandos Europa und ist seit 2004 der militärstrategisch verantwortliche Oberbefehlshaber des Bündnisses für Operationen. Das Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE, deutsch etwa Alliiertes Hauptquartier Europa) unterstützt den SACEUR bei der Wahrnehmung seiner Verantwortung. Des Weiteren ist das NATO Special Operations Headquarters dem SACEUR unterstellt. Gleichzeitig ist der SACEUR der Kommandeur des US European Command (USEUCOM) und damit immer ein US-amerikanischer General oder Admiral.“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Supreme_Allied_Commander_Europe

      „Die drei bekanntesten Generale in Amerika sind immer noch General Motors, General Electric und General Food.“

      – Bob Hope

  2. Jetzt hat er wieder den Pflug angesetzt. Ein Macher ist er. Wir Medienkonsumenten im Westen haben den Eindruck, Trump würde alles umwühlen, von den Füßen auf den Kopf stellen. Aber der größte Teil der Welt folgt schon längst China. Aber Trump passt nur die westliche Welt an die globale Realität an. China erschafft, nicht oberflächlich sondern auch in der Tiefe, neue andere Weltstrukturen. Sogar Russland hat da Mühe in diesem Tempo mitzukommen. Der Westen schaute bisher immer noch Obama, Bush, Clinton hinterher. Aber jetzt hat Trump wieder die Suppe umgerührt.

  3. So sehe ich das auch: Das Imperium ist riesengross (Alalaska-Australien), allumfassend ( Militär bis Kulturszene…man denke an Abramovic,Hollywood) und für den Laien als kompaktes ganzes nicht erkennbar. Deshalb ist es so mächtig…da steht kein Kaiser, der enthront werden könnte. Ich glaube auch, dass im Pentagon entscheidende Altvordere mit Trump die notbremse gezogen haben.Irgendwelche US oligarchen oder etwa das wahlvolk (max.20% aktive Trump wähler) genügen da nicht.

  4. Die USA sind nicht „isoliert“ oder „isolieren sich“, sondern werden schlicht wieder selbstständig und unabhängig. Globalisierung (Entrechtung und Ausbeutung der Arbeitnehmer und nationalen Gesellschaften zugunsten von Monopolen etc.)Was u.a. auch am Arbeitsmarkt dort abgelesen werden kann. China ist sowas wie der *** für die USA. Und den schüttelt man ab. China braucht die USA mehr, als die USA China.
    Handyfabriken sind ruck zuck woanders (in den USA?) aufgebaut. Technologische Einzigartigkeit, die die USA brauchen/bräuchten, gibt es in China nicht. In der EU sowieso nicht. Die EU, vor allem die BRD, ist dort angelangt, was Bismarck mit „verkommt vollständig“ bezeichnet hat.

    1. So sehe ich das auch. Die USA kann sich nicht isolieren, da die meisten Banken immernoch auf US Boden sitzen und die größten Gewinne einfahren. Und wenn man jetzt sieht, das die Geschäfte vom Rest genau über diese Banken laufen (eine alternative ist momentan nicht da vllt in Zukunft) halten die USA immernoch die Zepter in der Hand.

      Das ist so wie, solange die Playstation mir gehört ist es mir egal, wer welches Spiel hat. Solang ich nicht erlaube da drauf zu spielen.. und der Rest nörgelt nur rum.

      Entgegen jeder meinung vertete ich die Meinung, das die USA momentan noch das non plus ultra darstellen, in absehbarer Zeit vllt nicht mehr aber das ist Zukunftsmusik und ändert nichts an dieser tatsache. Denn überall geben sie noch den Ton an.

      Sie wollen sich mit Kim treffen und die Russen eilen ihnen zuvor um krampfhaft als Weltmacht wahrgenommen werden zu wollen.. aber das gelingt irgendwie auch nicht wirklich.

      Die USA springen vom Deal ab und die halbe Welt weint rum. Sie unterzeichnen dieses Umwelt dings bums nicht und die halbe Welt weint rum. In Syrien kommen die Russen nur langsam voran weil die USA dort noch immer mit entscheiden. Sie kommen mit Strafzöllen und schon wieder weint die halbe Welt rum.. so sieht keine zerfallende Weltmacht aus.. in der Sowijetunion wurde die zerfallende Weltmacht zerlegt und auseinander genommen aber an die USA traut sich keiner ran..

      1. Amerika und Israel- Sodom und Gomorra – gehen unter . Langsam aber sicher.
        Und sie tun es selber, ihren Untergang hervorrufen.
        Und jammern tun die Amerikaner und Israelis.
        Weil keiner mehr macht was diese Massenmörder wollen.
        Und was die Russen in Syrien langsam machen ( in 3 Jahren ) schaffen die Amerikaner, Briten , Franzosen , Deutsche , Australier und und und in Afghanistan in 16 Jahren nicht.
        Glorreiche NATO durchsetzt von Idioten und Selbstdarsteller.

    2. Hansi:

      Die Unternehmen wie z.B. Apple gehen nicht umsonst nach China. Oder meinst Du Apple wird irgendwann in USA produzieren? Das bezweifle ich sehr. Ab dem Augenblick, wenn Apple in den USA produziert, werden die Unkosten für das Unternehmen steigen. Und das wiederum verringert den Gewinn des Unternehmens. Und das wiederum lässt die Aktienkurse fallen usw usw.

      Also so einfach ist es doch nicht mit Amerika First.

      Freundliche Grüße

      1. Der Patriot sagt: 4. Juni 2018 um 17:14

        Apple wird in Zukunft in den USA produzieren, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

      2. Hansi:

        Dann wünsche ich Apple viel Spaß. China weint denen bestimmt nicht nach. Die Chinesen schaffen das alleine. Die haben genug Manpower. Sabir(Geduld) haben die Chinesen, denn nicht umsonst haben sie eine lange Geschichte.

    3. „China braucht die USA mehr, als die USA China.“

      Das sehe ich ganz anders. Zwar mögen Handy-Fabriken in den USA eben mal fix aufgebaut werden können, aber mit 97,5% Anteil an der weltweiten Produktion von „Seltenen Erden“ hat China etwas, was die USA dringend brauchen, um SmartPhones und andere (beliebige) hochintegrierte Elektronikprodukte herstellen zu können.

      Die USA förderten in den letzten 6 Jahren gerade mal knapp 17.000 Tonnen der Seltenen Erden im eigenen Land, während China im selben Zeitraum über 600.000 Tonnen produzierten.

      Davon abgesehen: China braucht die USA nicht (mehr), sie haben inzwischen den Westen mindestens so weit eingeholt, dass bei Großprojekten (Autoindustrie, Maschinenbau, Informationstechnik) Gleichstand in Bezug auf Know-How und Qualität herrscht bzw. teilweise – z.B. bei Innovationen im Maschinenbau – China den Westen sogar überholte (siehe z.B. deren Hochgeschwindigkeitszüge, sie sind besser als die ICEs von Siemens).

      Mein Rat: junge Ingenieure sollte chinesisch statt englisch lernen.

      早上好

    4. „China braucht die USA mehr, als die USA China.
      Handyfabriken sind ruck zuck woanders (in den USA?) aufgebaut. Technologische Einzigartigkeit, die die USA brauchen/bräuchten, gibt es in China nicht.“

      Warum drohen die Fabrikaufbauer nicht damit ?
      Boykott aller in China gefertigten Waren ?

      Jetzt mal wieder zur Realität. Objektiv betrachtet diktiert die *** momentan den Handelsstreit. Der große Häuptling rudert nur wild mit den Armen. Übrigens was denkst du was die *** mit den Stahl und Aluminium Überkapazitäten macht? Denkst du daß die *** diese Überkapazitäten runter fährt? Oder viellecht doch das baut was man so üblicherweise mit Stahl, Aluminium und russ.Boykotttitan so bauen kann. Übrigens das Titan was durch die Russen boykotiert wird, landet bei der *** auch die Russen fahren zB ihre Titan Förderung nicht runter

      https://de.sputniknews.com/politik/20180502320546690-sipri-ruestung-zahlen/

      „Dem Bericht zufolge nehmen die Rüstungsausgaben in Ländern Asiens und Ozeaniens seit 29 Jahren zu. Beachtlich seien die Ausgaben Chinas, die 2007 um 5,6 Prozent auf 228 Milliarden Dollar gewachsen seien. Der Anteil des Reichs der Mitte an den globalen Militärausgaben sei von 5,8 Prozent 2008 auf 13 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen, hieß es.“

      Ich bin nicht glücklich darüber, aber die Chinesen haben eben Überkapazitäten und denke auch Probleme mit Trumps Nachtischen.

      1. grs

        Da hat der Zensor nicht aufgepasst. Die Bezeichnung von Menschen als egal was für Tiere wollen wir hier im Parteibuch grundsätzlich nicht, auch wenn diese auch zu Heilzwecken eingesetzten Tiere sehr schöne Tiere sind. Ich hoffe, ich habe die Tiere in den Kommentaren nun alle erwischt.

      2. „Die Bezeichnung von Menschen als egal was für Tiere wollen wir hier im Parteibuch grundsätzlich nicht “

        Ich habe keine Menschen als Tiere bezeichnet, sondern die Beziehung der beiden Länder zueinander mittels eines Vergleiches dargestellt.

        (Snip: Trollerei entfernt)

  5. Eugen von Böhm-Bawerk, österreichischer Ökonom und Finanzminister, schrieb 1914:

    „Die Zahlungsbilanz befiehlt, die Handelsbilanz gehorcht, nicht umgekehrt.“

    (Zahlungsbilanz muss man heute durch Kapitalbilanz ersetzen)

    Bedeutet: entscheidend für Exportüberschüsse und -defizite sind Kapitalströme in/aus den Ländern.
    Das kann man m.E. nicht allgemein behaupten; der Sprung der dt. Leistungsbilanz auf 8% Überschuss geschah durch Lohnsenkung bei einem manipulierten Wechselkurs (Währungsunion mit Schwachwährungsländern); die Leistungsbilanz bestimmte die Zahlungsbilanz.

    Aber in anderen Ländern/Umständen stimmt es durchaus.

    Und das Land der Weltreservewährung zieht massiv „Kapital“ an.
    (man muss dabei sehen, dass es massiven Überschuss an „Kapital“ gibt, durch die extreme Schuldenausweitung)
    Insofern ist die Überlegung richtig: wollen die USA ihre Leistungsbilanz verbessern, müssen sie den Kapitalzustrom verringern.

    Trump arbeitet kräftig daran, den Dollar als alleinige Reservewährung zu schwächen; Ziel ist die Leistungsbilanz, also auch die Produktion im Land, reale Arbeitsplätze sind damit verbunden.

    Der „Nutzen“ einer Weltreservewährung sind ein paar niedrigere Zinsen, aber ansonsten besteht er gerade, in dem Defizit: ich brauche weniger zu produzieren als Land, und kann trotzdem viel konsumieren.

    Aber: es profitiert vor allem die Finanzbranche.
    Trump verhält sich rational, angesichts seiner Zielgruppe.

    Aber das ganze ist gefährlich; die Anpassungsprozesse können zu gewaltigen Problemen führen, die man mit massiven Eingriffen in die Finanzbranche lösen müsste.

    1. Es gibt die Finanzbranche oder Finanzindustrie die von Sachwerten völlig unabhängig besteht. Zur Veranschaulichung: Schulden bestehen fort, auch wenn das finanzierte Auto zu Schrott gefahren ist.
      Die Finanzbranche wächst immer, sie finanziert zuerst die Zerstörung und dann den Wiederaufbau.
      Für diese Finanzbranche sind völlig zerstörte Städte wie AL Raqqa besonders interessant, weil sich beim Wiederaufbau die höchsten Renditen erzielen lassen.

      In der zionistisch dominierten Finanzindustrie sitzen die großen Gegner von Trump. Da nützt es ihm auch nichts , wenn er mit Bibi gut Freund ist. Die Interessen der Zionisten in der Finanzindustrie und der Zionisten um Bibi sind nicht überall gleich. Vielleicht kam deshalb auch die Unterstützung für Orban, als dieser George Soros zum Volksfeind erklärte. Die Zionisten in der Finanzindustrie würden selbst bei der Zerstörung Israels noch viel Geld verdienen.

      Trump hat den Kampf gegen diese Finanzindustrie aufgenommen , der Branche, vor der alle zittern, weil ein schlechtgelaunter Markt zu gewaltigen Problemen führen kann.
      Vielleicht will er genau dorthin. Wenn die Finanzbranche so große Probleme verursacht, dann muß die Regierung eingreifen und dann hat er den Hebel, den er braucht, um seine Gegner zu treffen und uh die Finazindustrie insgesamt zu treffen.

      Es können gewaltige Probleme entstehen, aber läßt man die Finanzbranche weitermachen , wie bisher, dann sind die Probleme und die Verelendigigung
      weiter Teile der Welt aber auch großer Teile der Bevölkerung in den USA selber,
      weitaus schlimmer.

  6. Wenn auch OT (was im Falle Syrien auf diesem Blog sicher nur bedingt möglich ist):
    https://flutterbareer.wordpress.com/2018/06/03/ueber-70-staemme-rufen-zum-kampf-gegen-usa-und-kurden-im-norden-syriens-auf/

    Wie mächtig und vor allem wie stark von der Bevölkerung gestützt dieses Bündnis auch sein mag, ist doch das Signal eindeutig. Hinter den Kulissen wird fleißig agiert und es sieht so aus, dass auch von den besetzten US/SDF-Gebieten aus weiterhin vielfältige Verbindungen nach Damaskus bestehen.

    Viele Stämme vor Ort sehen offenbar SDF/YPG gleich den US-Militärs – nämlich schlicht als Besatzer.

    Wenn Inherent Resolve möglicherweise in den nächsten Monaten aus al-Tanf herauskomplimentiert wird, kann das einen Dominoeffekt bewirken und damit verbunden sogar eine – zumindest teilweise – friedliche Übernahme der ost- und nordsyrischen Gebiete durch die syrische Regierung.

    Herzliche Grüße vom Berufsoptimisten, ped43z

    1. Hallo Ped, wäre eine sehr gute Nachricht. Zumal ich annehme, das dahinter auch ein großer Teil der hiesigen Bevölkerung steht. Die syrische Armee kann damit wesentlich entlastet werden. Der Frieden würde näher rücken.
      Interressant auch die Nachricht in Sputnik, das sich merkel für Nord Stream 2 entschieden hat und gegen Trump.
      Putin trifft sich morgen in Österreich mit Kurz, ich denke, da wird es den Sanktionen an den Kragen gehen.
      Was für eine bedeutende Zeit, aus der arktischen Kälte des Krieges in eine wärmende Zeit des Friedens.

      1. Nicht dass ich nicht gerne gute Nachrichten hören würde, aber ich bin vorsichtig geworden, ob das eine oder andere Hälmchen Grünzeug schon eine „Wende“ anzeigt.
        Oder sagen wir es mit Haydn aus den „4 Jahreszeiten“: „…doch freuet euch nicht allzu früh…“

        Immerhin: Manches deutet darauf hin, dass es auch mal in die richtige Richtung gehen mag, also Richtung patriotischer Interessen anstatt in den grünverseuchten Totalüberwachungskommunismus.
        Insgesamt denke ich, dass die härtesten Bandagen noch kommen mögen. Man muss nur mal sehen, was die hasserfüllten Fußtruppen der Antifanten und Linken und Grünen (powered by Merkels Umvolkungsregierung) alles aufführen, um jede national interessierte Gruppierung von den Straßen zu prügeln…

  7. Hallo liebes Parteibuch
    Eine o.t. Frage.Was hälst du von der Idee der llnken Sammlungsbewegung von Wagenknecht und Lafontaine?Und wer sind die Unterstützer?

    1. Sou

      Das Entstehen einer überparteilichen linken Bewegung etwa entlang der Linien der von Sahra Wagenknecht verkörperten politischen Ansichten würde ich sehr begrüßen, und hoffen, dass das Ding so gut vorbereitet wird, dass es fliegt wie Corbyn in UK.

      Primäre Unterstützer würde ich da zunächst mal bei links, sozialdemokratisch oder linksliberal orientierten Freunden Russlands sehen, während weitere Unterstützer dann bei all den Leuten zu suchen und zu finden sind, die von der allgemein als neoliberal Bezeichneten Umverteilung von unten nach oben die Nase voll haben.

      1. „Linke Politik“ will zwar die „Umverteilung von unten nach oben“ verhindern, in der Praxis geschieht jedoch das genaue Gegenteil. Links ist die Armut „unten“ und der Reichtum „oben“ krasser als in allen anderen Gesellschaftssystemen. Im realen Leben natürlich.
        Das ist das immerwährende Problem zwischen Theorie und Praxis.

    2. Sou sagt: 4. Juni 2018 um 11:16

      Lafontaine/Wagenknecht wollen die Linke nach rechts ausrichten. Der Kommentar hinkt dem Zeitgeschehen ein bißchen hinterher.
      Für mich die richtige Richtung.

  8. ……..na ja, China als „der ***“….wie sollte denn das zustande gekommen sein ?

    ….nach dem II.WK erreichten die USA 50 % der Weltindustrieproduktion, auch die Landwirtschaft der USA erzeugte enorme Überschüsse und der Dollar wurde zur Weltwährung Nr. 1….also eine ideale Ausgangsbasis, um den Rest der Welt nach der US-Pfeife tanzen zu lassen….

    …vergleichbar war die VR-China an ihrem Gründungstag, dem 01.10.49 ein wirtschaftliches „nichts“….
    noch Mitte der 80 iger Jahre lag die chinesische Industrieproduktion wertmäßig hinter der Italiens !

    Das heutige wirtschaftliche Leistungsniveau der Wirtschaft der VR China wurde dem Land von niemandem geschenkt !
    Unter nun mal kapitalistischen Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft ab Anfang der 90 iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts konnte es niemanden geben, der am wirtschaftlichen Aufstieg der VR China als potentiellem Konkurrenten ein Interesse hatte,

    ….wohl aber viele, die das Interesse und auch ein ernst zu nehmendes Potential hatten, um die VR China wirtschaftlich klein und damit abhängig zu halten .

    Wie hat die VR China ihre heutige Position im Welt Wirtschafts Ranking erreicht ?
    ….es bleiben nur 2 mögliche Faktoren :
    -aus eigener Kraft und
    -durch ein besseres Konzept !

    ….was die VR China wirtschaftlich macht , hat mit dem westlichen neo liberalen Wirtschaftskonzept, bei dem die Profite der Großkonzerne schneller wachsen, als die wirtschaftliche Leistung der betreffenden Staaten, nichts zu tun !

    …mit dem stalinistischen Konzept der totalen staatlichen Kontrolle und der frühzeitigen totalen
    Vergesellschaftung der Produktionsmittel aber auch nicht !

    Die VR China macht auf eine sehr moderne Variante der NÖP ….der NEUEN ÖKONOMISCHEN POLITIK….eine Idee von Lenin in den frühen 20 iger Jahren des vorigen Jahrhunderts , nach der es selbst in der UdSSR noch mindestens ein bis zwei Generationen kapitalistische Wirtschaftselemente geben sollte, weil die technologische Entwicklung und auch das Bewustsein der Bevölkerung für mehr noch gar nicht reif war .

    Bei Dominanz verschiedener Formen des gesellschaftlichen Eigentums an Produktionsmittel und sehr wohl einer strategischen staatlichen Ziel/Mittel Vorgabe ist die Führung der VR China der Meinung, ihre NÖP würde mindestens hundert Jahre, gegebenenfalls auch 10 Generationen dauern müssen !

    High-Tech entwickeln….brauchen sie Zeit….das intellektuelle Potential haben sie sehr wohl, hatten es übrigens schon mal vor 2000 Jahren !
    Kalkuliert man realistisch, was die total zerstrittene Gegenseite machen kann und was eben nicht und stellt sich realistische staat utopischer Ziele, ist es machbar….und die chinesische Führung hat im Vergleich etwa zur DDR einen Riesen Trumpf :…..es können nicht alle abhauen, wer sollte sie denn aufnehmen ?

    Mittlerweile führt in der weltweiten wirtschaftlichen Arbeitsteilung an der VR China kein Weg mehr vorbei, eine chinesische „Perestroika“ kann sich auch die westliche Konkurrenz, die zugleich auch Partner ist, gar nicht mehr leisten !

    1. „…mit dem stalinistischen Konzept der totalen staatlichen Kontrolle und der frühzeitigen totalen
      Vergesellschaftung der Produktionsmittel aber auch nicht !“

      .

      Sehe ich genauso. Marx hat nie eine „Verstaatlichung“ der Produktionsmittel in seinen Schriften gefordert. Er hat eine gesellschaftliche Kontrolle gefordert und diese kann vielfälltig sein anders als in der DDR zum Schluss und den anderen sozialistischen Staaten der Vergangenheit.

    1. Kurt

      Dass die ansonsten als transatlantische Hasbara-Schleuder bekannte Zeit anlässlich des Besuchs von Netanjahu in Berlin den Kommentar von Ofer Waldman abgedruckt hat, ist mir auch als bemerkenswert aufgefallen. Ich bin geneigt, diese Tatsache als Ausdruck einer immer tieferen Entfremdung zwischen „liberalen Zionisten“ und Israel zu interpretieren.

    2. @Kurt

      Versteckt in der dicken ZEIT gab es schon immer auch mal gute kritische Artikel.
      Aber wie können überhaupt noch Liberale, oder gar Linke übersehen, dass da in Israel ein rechts-extreme Politik gefahren wird. Der Holocaust kann doch nicht der Persilschein für jede Schw**nerei sein. Da wird nicht nur scharf auf unbewaffnete Demonstranten geschossen, sondern auch mit einer Munition (Dum-dum-Geschosse?) die darauf abzielt, ihre Opfer dauerhaft zu verkrüppeln, falls sie überleben.
      Wie verblendet muss man sein, um die Menschenverachtung dieses israelischen Regimes zu übersehen. Dass so große Teil der israelischen Bevölkerung diese faschistoide Politik unterstützt macht es noch schlimmer.

  9. Einigung zwischen Türkei und USA; YPG zieht sich daraufhin aus Manbij zurück, bisher waren sie nach ihren Angaben als Berater für den Manbij military council tätig, der jetzt alleine weiter macht.

    Direkte Konfrontation anscheinend abgesagt?
    Letztlich wieder ein Flaggenwechsel, wie in Tell Rif`at und Menagh; die Kurden wissen, dass die Amis sie nicht schützen wollen/können, und sie gegen den Einmarsch der Türken mit ihren Terrormilizen unterlegen wären.

    Die Amis scheuen natürlich die offene Konfrontation mit den Türken; insofern holen sie das beste raus, es ändert sich ja nicht viel, außer das die YPG-Flaggen nicht mehr gezeigt werden.

    Die Türken werden nicht aufhören zu fordern (Raqqa wurde ja auch schon fantasiert), irgendwann werden die Kurden nicht mehr nachgeben, wahrscheinlich; auf wirklich heimischem Gebiet mit Verbindung zu allen Kämpfern sicher kein Selbstläufer für die Türken, Afrin war ja abgeschnitten und kaum gerüstet.

  10. weiterer Rückzug

    ***
    Within Syria @WithinSyriaBlog 2 Std.Vor 2 Stunden

    Breaking: al-Mayadeen TV confirms that Hezbollah withdraw from the northern part of Syrian-Lebanese border, its positions were handed over to the SAA 11 Division, just as I and @WaelAlRussi reported three days ago
    ***

    Aus der Luft überwacht, heißt es, daher wohl kein reiner Flaggenwechsel.

    seit Tagen mehren sich die Gerüchte/Berichte, dass es eine Verhandlungslösung für die südliche Deeskalationszone ist, in der auch At Tanf von den Amis aufgegeben wird.

    Ich hatte das als unplausibel bezwichnet; der ANgriff auf die“Rebellen“ kommt ohnehin, ist angesichts der starken Präsenz von HTS (inzwischen haben es sogar die Amis geschafft, in HTS die Folgeorganisation von Al Kaida zu sehen) in der Zone auch konform mit den Regeln für Deeskalationszonen (außerdem sagte jemand, dass auch deren Befristung eh schon abgelaufen sei).

    „Iranische Truppen“ sollen Verhandlungsgegenstand sein, dürfen sie teilnehmen am Angriff und dann logischerweise näher an den Golan heranrücken, oder nicht.
    Nun braucht man angesichts der stark verkürzten Fronten keine „iranischen“ Truppen für den Sieg in der südlichen Deeskalationszone, ein Engagement der Truppen würde Israel auf den Plan rufen, den Vormarsch erschweren und auch wieder zu einem Sh*tstorm führen, „böser Iran rückt ans arme Israel heran und will alle umbringen“ oder so.

    Das kann man wollen, von Seiten der Achse des Widerstandes; aber eigentlich sehe ich da noch nicht den richtigen Zeitpunkt, in Syrien ist noch genug zu tun, warum sich das Leben schwieriger machen?

    Insofern ist der Nichteinsatz von „Iranern“ nicht wirklich viel Verhandlungsmasse, um gegen At Tanf getauscht zu werden.

    Größere Bewegungen der Hisbollah könnten dagegen etwas sein.
    Wenn sich jetzt alle „schiitischen ausländischen Milizen“, nach westlichem Narrativ vom Iran gesteuert zum latenten Angriff auf Israel, deutlich von der israelischen Grenze weg bewegen, können die das
    möglicherweise als Erfolg verbuchen, von einem großen Zuwachs von Sicherheit schwadronieren, etc., und dafür At Tanf kampflos aufgeben (bzw. die Ausländer abziehen, dann regelt es sich aber recht schnell).

    So ganz überzeugt bin ich noch nicht; aber spätestens Ende der Woche sollten wir schon mehr wissen.

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