VAE-Besatzungstruppen stehen vor Hodeida

Al Arabiya zufolge sind von Saudi Arabien, den USA, Britannien und weiteren Terrorregimes unterstützte Besatzungstruppen der VAE und ihre Handlanger entlang der westlichen Küste des Jemen inzwischen bis auf 20 Kilometer an die Stadt Hodeida herangekommen, die den einzigen größeren Hafen für die Hauptstadt Sanaa und den nicht besetzten Teil des Jemen hat.

Auf einer frischen Karte von Islamic World News stellt sich die dramatische Lage wie folgt dar:

Die jemenitische Armee und Ansarullah wehren sich an allen Fronten tapfer gegen die Besatzungstruppen.

Doch auch wenn Abdul Malik al-Houthi im TV versucht, Siegeszuversicht auszustrahlen, sieht die Lage nicht gut aus. Islamic World News meint, Hodeida könnte vor dem Fall stehen, womit sich die Lage für die seit über drei Jahren von Saudi Arabien und den Emiraten mit Unterstützung der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft belagerte und ausgehundgerte Bevölkerung des Nordjemen nochmals deutlich zu verschlechtern droht.

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23 Gedanken zu “VAE-Besatzungstruppen stehen vor Hodeida

    1. Könnte sein dass Du recht hast Karsten.

      Denn es ist kaum plausibel, dass die VAE plötzlich das Gewinnen anfangen, nachdem sie monatelang, ja jahrelang, nur auf die Fre**e bekommen haben…Mich zumindest verwundert der plötzliche Erfolg schon sehr, nach dem es in der ganzen letzten Zeit immer hieß, die VAE kriegen im Jemen gar nix gebacken…Da muss irgendwas hinter stecken…

      1. Johanniskraut

        Die saudisch-geführte Koalition hat innerhalb der letzten drei Jahre an der Küste leider durchaus militärische Fortschritte gemacht. Die Luft- und Seehoheit der Aggressoren scheinen der Armee eine Verteidigung der Küsten sehr schwer zu machen, und so bleibt der Armee dann oft nur eine Rücknahme der Front dorthin, wo die Berge beginnen. Die Fortschritte der saudischen Koalition an der Küste sind zwar sehr langsam, und auch die jüngsten Fortschritte der Aggressoren bedeuten noch längst nicht den Fall von Sanaa, aber die ohnehin schon hundsmiserable Situation für die Bevölkerung könnte sich durch einen Verlust von Hodeida nochmal deutlich verschlechtern.

      2. Ein Grund dürfte sein, dass nach dem Abfall und Tod von Ex-Präsiden Saleh zwar längst nicht alle, aber doch ein anscheinend nicht ganz unbeträchtlicher Teil der von ihm „eingebrachten“ Regierungstruppen auf die Seite des Gegners übergelaufen sind, welche seinen Sohn als Gallionsfigur aufgebaut haben.

      3. Das klingt doch sehr nach Zweck-Optimismus ! Trotz bester
        Motivation – gegen den beliebigen materiellen Nachschub
        aus SA und VAE und vermutlich Söldner werden die Houti
        kaum bestehen können. Letztlich ist es eine Frage von Staats-
        Interesse : wenn auf der einen Seite Staaten eine Blockade
        beschliessen und über Jahre durchsetzen – dann wird die
        andere Seite – insbesondere ohne weitläufiges/starkes
        Hinterland – auch nur mit Unterstützung von Aussen durch-
        halten oder gar siegen können. Alle Staaten, die dort sonst
        noch geopolitische Interessen haben, sollten es sich gut
        überlegen, „Nägel mit Köpfen“ zu machen – Sympathie
        alleine genügt nicht. Wenn der „letzte Hafen gefallen“ ist,
        wird es z.B. auch für Iran sehr viel schwieriger, dort die
        Saudis zu schwächen. (Und China hält sich wie immer
        zurück, dabei wäre ein „Stützpünkt“ in der Nähe der Meer-
        Enge schon ein Zeichen der Entschlossenheit … )
        Für die Bevölkerung wäre es vielleicht sogar besser, es gäbe
        einen schnellen Sieg der Saudis/VAE – damit Hunger und
        Seuchen endlich zuende gehen. Mit „Gerechtigkeit“ ist
        kaum zu rechnen … .

      4. k49mich

        Ich glaube nicht, dass der militärische Effekt des Verlustes von Hodeida allzu groß sein würde. Der Hafen steht schließlich ohnehin schon seit geraumer Zeit unter strenger Blockade. Wenn militärische Güter in den Jemen kommen, dann werden die ohnehin geschmuggelt. Aber viel ist das vermutlich ohnehin nicht.

        Was ich aber befürchte, ist, dass es mit humanitären Hilfslieferungen in den Jemen noch viel schwieriger wird, wenn zusätzlich zur saudischen Blockade des Hafens von Hodeida auch noch die Milizen der VAE eine Möglichkeit bekommen, humanitäre Hilfslieferungen zu plündern, bevor sie in Sanaa und so fort ankommen.

      5. Es fällt, aus der Metaebene betrachtet, aber schon irgendwie auf, dass es in Syrien positiv in die eine und im Jemen negativ in die andere Richtung geht.

        Wurden da vielleicht (global-) wirtschaftlich, militärische, politische Kompromisse geschlossen?

      6. Pitt

        Ja, so einen Kompromiss Russlands gab es zweifellos. Man denke nur an die schändliche UNSC-Resolution 2216 zum Jemen im April 2015, wo die Saudis praktisch alles bekommen haben, was sie wollten, und Russland sich enthalten hat:

        https://www.un.org/press/en/2015/sc11859.doc.htm

        Im Prinzip hat Russland da ausgedrückt, dass Jemen saudische Einflusssphäre ist und Saudi Arabien da machen kann, was es will. Das war wie ein grünes Licht für den damals gerade begonnenen saudisch-geführten Krieg gegen den Jemen. Und man kann das, glaube ich, durchaus als russische Ansage an die Saudis verstehen, deren Botschaft lautete: Wir Russen kümmern uns um Syrien, und ihr Saudis haltet euch da gefälligst raus, und ihr Saudis kümmert euch um Jemen, und wir Russen halten uns da raus.

        Die riesige humanitäre Katastrophe, die die Saudis im Jemen angerichtet haben, hat es Russland aber dann doch nicht erlaubt, diese Linie durchzuhalten. Im Februar 2018 etwa hat Russland sich bei einer weiteren Resolution zum Jemen dann doch mit Veto eingemischt.

        https://www.un.org/press/en/2018/sc13225.doc.htm

        Man kann es auch so sagen: die Saudis haben um einen bis etwa sechs Monate freie Hand im Jemen gebeten, um da die die Dinge mit einer saudisch geführten Militäroperation zum Guten zu regeln, doch nun dauert die saudisch geführte Militäroperation im Jemen bereits über drei Jahre und die Dinge haben sich, jedenfalls was die humanitäre Lage angeht, währenddessen zur Katastrophe entwickelt. Angesichts dessen kann Russland nun sagen, dass es genug ist. Die Saudis wollten einen bis sechs Monate freie Hand und haben von Russland sogar drei Jahre freie Hand bekommen, aber damit sind die impliziten russischen Versprechen mehr als übererfüllt, und angesichts der von den Saudis angerichteten Katastrophe im Jemen ist es höchste Zeit, dass die Großmächte einschließlich Russland den Saudis da das Heft aus der Hand nehmen und sich um eine Lösung für den Jemen kümmern.

        Aber bisher ist das doch sehr dürftig, was Russland da macht. Und für die jemenitische Luft- und Küstenabwehr scheint es noch ein weiter Weg zu sein, sich so zu verbessern, dass die saudische Dominanz in der Luft und zu Wasser gebrochen werden kann, womit der Krieg sich wohl wenden würde.

  1. Nüchtern betrachtet ist es für die sogenannte Koalition ein Armutszeugnis, dass sie mehr als drei Jahre brauchen, um eventuell Hodeida einzunehmen. Der Weg von dort bis nach Sanaa ist noch weit, die durch das Gebirge führende Strasse eignet sich hervorragend für Hinterhalte, also den Guerillakrieg.

    Bei einem solchen Guerilla-Krieg verloren die Ägypter in den 60er Jahren mehr als 20 000 Soldaten, obwohl sie damals Hodeida und sogar Sanaa hielten. Die Gegner waren „Royalisten“ und der König war, wenn ich mich recht erinnere, ein Zaidi, also ein Houthi. Allerdings wurden die „Royalisten“ seinerzeit von Saudi-Arabien unterstützt.

    Wie einige der Vorschreiber glaube auch ich, dass der Hafen von Hodeida für die Houthis keine militärische Bedeutung mehr hat. Wenn die sogenannte Koalition nicht in der Lage ist, diesen Hafen zu kontrollieren, also die einlaufenden Schiffe, dann wäre dies ein weiteres Armutszeugnis. Die iranische Hilfe für die Houthis, falls es diese überhaupt gibt, beschränkt sich auf technische Hilfe bei der Waffenherstellung.

    Am Ende könnte sich die Eroberung von Hodeida als ein Pyrrhus-Sieg erweisen: Hohe Opferzahlen auf Seiten der Koalition, die sich bislang ja nur entlang der Küste bewegt, noch ins Gebirge muss.

    PS: Im Krieg gegen die Royalisten hatten die ägyptischen „Republikaner“ sogar Senfgas eingesetzt – und verloren am Ende. Die Niederlage der Ägypter im Jemen war einer der Gründe für die spätere Katastrophe im 6-Tage-Krieg gegen Israel.

  2. Arikel von E. Magnier zu unterschiedlichen Zielen von Russland , Damaskus und Iran in Syrien.

    https://ejmagnier.com/2018/05/28/russia-has-reached-the-end-of-the-road-in-syria-so-damascus-will-continue-to-fight-on-with-its-remaining-allies/

    Danach sei Russland quasi militärisch fertig in Syrien, Ziele erreicht, jetzt Verhandlungen.

    Ob das stimmt, wird man ja bald sehen; beteiligt sich die RuAF an der endgültigen Befriedung der südlichen Deeskalationszone oder nicht.

    Die zahlreichen Einsätze über Idlib legen nahe, dass die Bekämpfung Al Kaidas bis um Ende geführt werden soll, des wäre konsistent, dies im ganzen Land zu tun.

    De Vergleich mit der deutschen Teilung ist schief, die Situation ist gänzlich anders.

    Sein Argument: bei Beit Jinn und bei Abu Kamal waren keine russischen Kräfte beteiligt, er scheint daraus zu schließen, das“die Ränder“ außerhalb der russischen Interessenszone liegen.

    Ich denke, da liegt er zur Abwechslung mal falsch.
    Es gibt divergierende Interessen, gerade was das Verhältnis zu Israel angeht, aber eine Aufteilung Syriens kann keineswegs russische Strategie sein, damit wären sie als Schutzmacht erledigt.

  3. Es gibt auch diverse andere Berichte über eine russisch-israelische Einigung.
    Entweder, dass Syrer bis zur Grenze von 74 vorrücken dürfen, aber ohne :iranische“ Truppen, oder gar, dass Israel jetzt bis zum Euphrat Iraner bombardieren darf.

    Letzteres ist natürlich Dummfug.
    Ersteres muss man gar nicht in einem Abkommen festhalten, es ist logisch, dass iranische Truppen im Vormarsch „in Richtung Israel“ viel leichter für dumme Propaganda zu missbrauchen sind.

  4. Frage an das Parteibuch

    Warum nimmt Jemen nicht die saudischen Ölfelder vors Korn das wehre ein leichtes Spiel für die Raketen. Ich wunderte mich immer warum die angegriffenen nur Verteidigung vornehmen Beispiel Libyen Gaddafi oder Jemen ruck zuck wehre alles aus und würden am Tisch sitzen um zu verhandeln.

    1. Feti

      Die Verteidiger des Jemen attackieren den saudischen Ölsektor durchaus, und das auch gezielt:

      https://www.ft.com/content/1c983caa-4a2b-11e8-8ae9-4b5ddcca99b3

      Hier ein paar Beispiele:

      http://www.gulf-times.com/story/587592/Saudi-oil-tanker-hit-in-Houthi-attack-off-Yemen

      https://www.alaraby.co.uk/english/news/2018/4/5/saudi-arabia-intercepts-houthi-fired-missile-aimed-at-oil-facility

      https://www.cnbc.com/2018/04/11/saudi-aramco-says-jizan-facilities-safe-after-houthis-claim-attack.html

      Das treibt wohl auch ab und an die Ölpreise kurz hoch:

      https://www.ft.com/content/6acd83f2-3da7-11e8-b7e0-52972418fec4

      Aber insgesamt scheint das zuwenig zu sein, um die Saudis wirklich unter Druck zu setzen.

      https://www.reuters.com/article/us-yemen-security-oil/saudi-arabia-expects-no-oil-supply-impact-from-houthi-tanker-attack-idUSKCN1HB0ZC

      Im Grunde würde dabei praktisch die ganze Welt davon profitieren, wenn die Ölpreise etwas höher wären, einschließlich Saudi Arabien. Bis eine kriegsbedingte saudische Ölverknappung als Druckmittel Wirkung zeigt, müssten die Ölpreise in ganz andere Höhen gehen, 120, 140 oder 150 Dollar das Fass, erst in solchen Größenoprdnungen würden Befürchtungen laut, dass zu hohe Ölpreise die Weltwirtschaft abwürgen könnten. Aber Brent liegt gerade mal bei 75, und danach, dass Attacken auf saudische Ölinfrastrukturen bei dem Preis überhaupt mittel- oder langfristig eine größere Rolle spielen, sieht es eher nicht aus. Bei der Ölpreisfindung spielen im Moment vermutlich nachfrageseitige Öldaten wie die Geschwindigkeit des globalen Wachstums und insbesondere des Wachstums in China ohnehin eine größere Rolle als mögliche saudische Produktionsausfälle.

  5. Kann es sein das die Koalition gewinnen wird auf langer Sicht? Oder ist das ein typischer Pyrrhussieg?

    1. Amoahnos

      Die Saudis und ihre Partner haben meiner Meinung nach im Jemen einen schweren strategischen Fehler begangen und ich glaube nicht, dass sie diesen Fehler noch beheben können. Sie hätten den Jemen vermutlich billig haben können. Ein paar Milliarden hier und dort an wirtschaftlicher und humanitärer Hilfe hätten sie der Bevölkerung schicken können, und der Großteil der oft sehr armen jemenitischen Bevölkerung wäre vermutlich damit einverstanden gewesen, dass Jemen de facto eine saudische Kolonie ist und bleibt, einfach, um das bisschen, was man dank der Saudis an materieller Unterstützung hat, nicht zu gefährden.

      Doch die Saudis und ihre Partner haben stattdessen beschlossen, Milliarden für Bomben auszugeben, mit denen sie die Bevölkerung des Jemen seit nunmehr über drei Jahren heftig terrorisieren. Anstatt ihnen Essen für Alle zu bringen, haben die Saudis und ihre Partner über den Jemen eine sehr strikte Seeblockade verhängt, die zu einer Hungersnot im Jemen geführt hat. Anstatt der Bevölkerung des Jemen bei der Versorgung mit Wasser und Medizin zu helfen, haben die Saudis es mit ihrer Blockade und ihren Angriffen auf die zivile Infrastruktur fertiggebracht, im Jemen eine riesige Cholera-Epidemie auszulösen.

      Nun, mal angenommen, die Saudis und ihre Partner würden es dank überlegener moderner westlicher Kriegstechnologie und dem reichlichen Einsatz professioneller westlicher Söldnerfirmen in einigen Jahren nach schweren Kämpfen schaffen, Taizz, Sanaa und Saada zu erobern. Was wäre dann? Ich glaube, dann würde der schwere strategische Fehler der Saudis im Jemen offenbar. Das Entscheidende, was die Saudis mit ihrem Bombenterror und ihrer Blockade im Jemen fertiggebracht haben, ist nicht, dass sie hier und dort an der Front ein paar Kilometer vorwärts gekommen sind, sondern dass sie in der jemenitischen Bevölkerung einen Riesenhass gegen sich erzeugt haben. Um den Jemen wie gewünscht im Stand einer de facto saudischen oder emiratischen Kolonie zu halten, müssten die Saudis den Jemen dauerhaft besetzen. Ziehen sie sich militärisch zurück, wäre ihr Marionettenregime, welches es dann auch immer sein möge, noch am selben Tag am Ende. Erlauben die Saudis Demokratie, kämen Ansarullah und ihre Partner zurück an die Macht. Würden die Saudis probieren, ihre Besatzung auf alle Zeiten fortzusetzen, müssten sie hingegen dauerhaft mit heftigem Widerstand und schweren Verlusten durch Guerillaoperationen rechnen.

      Kurzum, die Saudis hätten sich, selbst wenn sie militärisch soweit dominieren könnten, dass sie Sanaa und Saada erobern, durch ihren Terror im Jemen in eine politische Sackgasse manövriert, aus der sie kaum entkommen können.

      1. @einparteibuch

        Eine sehr gute Analyse und ich begrüße auch die kritischen Töne (Antwort weiter oben) gegenüber der „Realpolitik“, die Russland gegenüber dem Jemen betrieben hat. Russland will am westlich-kapitalistischen Kapitalismus-Spiel partizipieren und macht deshalb öfters zynische Kompromisse. Aber so ist das halt weltweit, das Fressen kommt vor der Moral …

        Ob das mit der Cholera-Epidemie die Saudis wirklich kratzt, oder ob sie es nicht sogar begrüßen?
        Jemen hat eine Geburtenrate die selbst das erzkonservative Saudi Arabien erheblich übertrifft. Und mal ehrlich, gibt es nicht auch im reichen Deutschland viele Menschen, die fast erleichtert sind, wenn arme Länder mit hohen Geburtenraten von Seuchen heimgesucht werden? Ich erinnere mich da an Kommentare zu AIDS.
        In Südafrika wurde in Zusammenarbeit mit Personen aus dem CIA-Dunstkreis an Seuchen geforscht, die nur dunkelhäutige Menschen schädigen sollte, dies wurde in der sehr sehenswerten Arte-Doku „Die Anthrax-Dealer“ behauptet. (Der zuständige CIA-Mann wurde allerdings später, als in Südafrika die weiße Vorherrschaft endete, vorsorglich dauerhaft zum Schweigen gebracht).

        Was die Saudis mit den Amerikanern und auch den Russen gemeinsam haben ist ferner, dass sie ihre teuren Waffen testen wollen, an einem Gegner der sich zwar wehrt, aber waffentechnisch im wahrsten Sinne am Boden ist. Dekadent ist dieses Spiel. Aber manchmal werden die Sünden noch auf Erden bestraft, auch wenn es ein paar Generationen dauert.

      2. fionafalso

        Ich glaube, du hast mich gründlich missverstanden, was meine Meinung zu Russlands Rolle im Jemen angeht. Russland ist da seit Jahrzehnten schon kaum noch existent. Vor Ort präsent sind unterschiedliche von GCC- und NATO-Staaten unterstützte Kräfte, sowie eine kleine mit Iran und der Achse des Widerstandes befreundete Gruppe von Anhängern der Houthis. Die GCC-Staaten führen nun gemeinsam mit Al Kaida und Co und unterstützt von den USA und Britannien im Jemen Krieg gegen die von den USA und EU-Staaten für den Kampf gegen Al Kaida ausgebildeten und ausgerüsteten Streit- und Sicherheitskräfte des Jemen. Russland ist da völlig außen vor, und angesichts dessen, dass Russland schon von der Wirtschaftsleistung her keine global agierende Supermacht wie die USA sein kann und will, sollte Russland sich auch nicht in jeden blutigen Kampf einmischen, der irgendwo auf der Welt geführt wird.

        Eine Kriegsstrategie der Bevölkerungsminimierung durch Begünstigung von Krankheiten im jemenitischen Maßstab wäre unsinnig. Durch ein paar Zehntausend Tote wird die Bevölkerung des Jemen nicht merklich kleiner. Viel eher sieht es danach aus, dass die Saudis die jemenitische Bevölkerung und ihre Führung durch das Verursachen von viel Leid zur demütigen Unterwerfung unter die saudische Herrschaft zwingen wollen. Doch die Rechnung geht nicht auf: anstatt demütiger Unterwerfung ernten die Saudis mit ihrem Terror einen Riesenzorn der jemenitischen Bevölkerung auf Saudi Arabien.

    2. @ Re einparteibuch

      Ich glaube nicht, dass ich dich missverstanden habe. An eine aktive Einmischung habe ich überhaupt nicht gedacht, sondern an diese Aussage, die ich vorsichtshalber hier nochmal zitiere:

      „Man denke nur an die schändliche UNSC-Resolution 2216 zum Jemen im April 2015, wo die Saudis praktisch alles bekommen haben, was sie wollten, und Russland sich enthalten hat: https://www.un.org/press/en/2015/sc11859.doc.htm. Im Prinzip hat Russland da ausgedrückt, dass Jemen saudische Einflusssphäre ist und Saudi Arabien da machen kann, was es will. Das war wie ein grünes Licht für den damals gerade begonnenen saudisch-geführten Krieg gegen den Jemen.“

      Im Gegensatz zu manch anderen Kommentatoren, die gerne den „Superhero Russland“ die Welt mit Wunderwaffen retten sehen wollen, bin ich mir des wirtschaftlichen Rahmens, der den Handlungsspielraum begrenzt, durchaus bewusst. Putin hat diesen Spielraum immer ganz gut genutzt, zum Leidwesens der westlichen Mafia, aber hat eben auch oft Realpolitik betrieben, die manchmal durchaus einem Richelieu, zu Zeiten des dreißigjährigen Krieges, das Wasser reichen kann. Man denke nur an die Volte im Verhältnis zu Erdogans Regierung.

      Meine Bemerkungen zur Cholera zielten darauf ab, dass diesen dekadenten Ölscheichs das Leid anderer völlig schnurz ist. Und dass diese Dekadenz leider auch hier im dicken D verbreitet ist. Aber, wie du (hoffentlich) richtig vorhersagst, diese brutale Vergewaltigungsstrategie wird sich am Ende (vermutlich) gegen die Ölscheichs selber wenden. Allahu akbar!

  6. Jemen: S.al-Houthi sagt Koalitionsversagen in Hodeida voraus. Exploit an der Westfront (Bilder)
    Von 23:00 28 Mai 2018
    Der Führer der jemenitischen Widerstandsbewegung, Ansarullah, sagte, die Jemeniten seien in der Lage, eine von der saudi-geführten Koalition koordinierte Militäroperation südlich des strategischen Hafens von Hodeida zu besiegen.
    „Unser Volk wird in der Lage sein, der Aggression an der Westküste des Jemen standzuhalten“, sagte Sayed Abdel Malek Al-Houthi in einer Fernsehansprache, die am Sonntagabend vom Al-Massirah-Kanal ausgestrahlt wurde.
    Sayed al-Houthi erklärte, dass „dies eine amerikanische Schlacht par excellence ist, die direkt von Riad aus von amerikanischen und britischen Offizieren geführt wird, die sich mit saudischen und emiratischen Offizieren in Mokha (West-Jemen) koordinieren“.
    Er fügte hinzu: Die Eindringlinge „unterschätzen das Leben ihrer Söldner, indem sie sie an die Schlachtfront an der Westküste schicken, um kindische Militäroperationen durchzuführen, um sie in der Nähe eines Straßenschildes zu filmen.
    „Der Feind kann eine Front in Hodeida öffnen, aber es wird unmöglich sein, die Schlacht zu gewinnen“, sagte Ansarullahs Nummer eins und erklärte, dass „die Infiltration durch gegnerische Kräfte eingedämmt und in eine Bedrohung für Eindringlinge umgewandelt werden kann.
    Die Vereinigten Arabischen Emirate, Pfeiler der Koalition mit Saudi-Arabien, führen jemenitische Milizen in der Nähe des zurückgetretenen Präsidenten Abed Rabbo Mansour Hadi, der eine Offensive südlich der Hafenstadt Hodeida intensiviert hat.
    Ziel ist es, zum Hafen von Hodeida vorzudringen, der sich in den Händen der jemenitischen Streitkräfte befindet. Die Koalition behauptet, dieser Hafen sei ein Ausgangspunkt für jemenitische Angriffe auf seine Schiffe im Roten Meer.
    Söldner an der Westfront getötet und gefangen genommen
    In diesem Zusammenhang brachen die Armee und die Ansarullah-Kämpfer ein Fortschreiten der von der Koalition unterstützten Söldner auf zwei jemenitische Positionen an der Westfront ab.
    Eine von Al-Masirah zitierte militärische Quelle sagte, dass jemenitische Streitkräfte zwei Panzer und drei militärische Pick-ups zerstörten, die Soldaten an Bord töteten und verwundeten.
    Am Sonntag veröffentlichten die Kriegsmedien der jemenitischen Streitkräfte ein Video und Bilder von den Verlusten, die in den letzten Tagen den Koalitionssöldnern an derselben Front zugefügt wurden. Dutzende von Söldnern wurden getötet, verwundet oder gefangen genommen, nachdem ihr Fortschritt gescheitert war.
    Darüber hinaus gaben jemenitische Scharfschützen bekannt, dass sie 18 saudische Soldaten und Söldner an der Jizane-Front im Süden Arabiens liquidiert haben.
    Die Emiratsflagge zertrampelt in Aden
    In Aden im Südjemen haben Demonstranten am Sonntag die Emiratsflagge und Fotos des Kronprinzen von Abu Dhabi in einer der Straßen der südlichen Stadt abgerissen und mit Füßen getreten. Die Demonstranten versprachen, die Präsenz der Emirate in der Stadt zu bekämpfen. Dieser Vorfall folgt auf die Verhaftung eines südlichen Führers, Walid Idrissi, durch pro-emiratische Milizen. Idrissi wird vorgeworfen, an den Mauern des Hafens von Aden geschrieben zu haben: „Nieder mit der emiratischen Besatzung“ und „Wir wissen nicht, wer das Land verkauft hat, aber wir wissen, wer den Preis erhalten hat“.
    AlMasirah + AlQuds al-Arabi + AFP
    Fotos siehe:
    http://french.almanar.com.lb/911370

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator

    Ansonsten sind Hunderte von Stammeskaempfern aus den Bergen gestroemt, um Hodeida zu verteidigen, wie heute Al Alam TV zeigte.

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