Syrische Armee rückt im Süden von Damaskus weiter vor

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA mitteilte, sind die syrische Armee und ihre Partner im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS im Süden von Damaskus auch am heutigen Freitag in schweren Kämpfen ein klein wenig weiter vorgerückt.

@Suriyak stellt die Lage in der Süd-Damaskus-Tasche damit auf einer Karte wie folgt dar:

Weltpolitisch war heute der Besuch der deutschen Kanzlerin Merkel beim russichen Präsidenten Putin in Sochi prägend. Eines der wichtigsten Themen bei dem Gespräch scheint die Lage in Syrien gewesen zu sein, wobei ein deutsches Ansinnen darin liegt, in Syrien Bedingungen zu schaffen, die eine baldige Rückkehr möglichst vieler Flüchtlinge nach Syrien ermöglichen. Putin hat SANA zufolge Merkel dazu unter anderem erklärt, dass, wenn Europa möchte, dass Leute nach Hause zurückkehren, es dabei helfen muss, Syrien wiederaufzubauen und Restriktionen und Sanktionen gegen Syrien verschrotten muss. Deutsche Medien berichteten nach dem Treffen davon, dass Merkel Putin darum bat, seinen Einfluss auf die syrische Regierung geltend zu machen, das in westlichen Medien als Dekret Nummer 10 bekannte Gesetz zurückzunehmen, durch das betroffene Syrer, die sich nicht binnen weniger Wochen in ihrem Heimatort melden, angeblich ihr Wohneigentum verlieren sollen, was Merkel zufolge ein großes Hindernis für die Rückkehr von Flüchtlingen wäre. Da das Gesetz ohnehin nicht vorsieht, dass Syrer ihr Wohneigentum verlieren, lässt sich da sicherlich etwas machen, wenn im Gegenzug Deutschland und Europa Syrien und Russland bei der politischen Lösung des Konflikts in Syrien entgegenkommen. Merkel soll dazu erklärt haben, dass Deutschland Bemühungen um einen politischen Prozess in Bezug auf Syrien unterstütze.

Weiterhin wurden von Putin und Merkel der US-Ausstieg aus dem Nuklearabkommen mit dem Iran sowie die Situation in der Ukraine besprochen. Der russische Außenminister Lawrow informierte nach dem Treffen zwischen Putin und Merkel Journalisten außerdem darüber, dass Deutschland den Bau der Gaspipeline Nord Stream II unterstütze, Deutschland jedoch nach Lösungen suche, die das deutsche Verhältnis zu den USA nicht verkomplizieren.

Der Iran bot derweil bei einem Ministerbesuch Syrien bereits umfassende Hilfe beim Wiederaufbau an, was Syrien wiederum sehr willkommen ist und die Beziehungen zwischen Teheran und Damaskus weiter festigen dürfte.

38 Gedanken zu “Syrische Armee rückt im Süden von Damaskus weiter vor

  1. In Bezug auf die Rolle, welches das Merkel-Regime bei der Wiederherstellung der gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen Syriens spielen will, sollte folgende Einschränkung, welche Putin explizit vermerkt hat, nicht übersehen werden:

    „We acknowledge the striving of the Federal Republic of Germany to take a serious part in restoring the socio-economic structure of that country. It is important that any assistance be granted by agreement with the legitimate authorities.“

    (siehe: http://en.kremlin.ru/events/president/transcripts/57497)

    Ich lese das so, dass es für jegliche beabsichtigten Aktivitäten des Merkel-Regimes (in Bezug auf die vorgenannten Strukturen) einer Vereinbarung mit den legitimen syrischen Behörden bedarf. Da das Merkel-Regime jedoch weiterhin die us-zionistische Regime-Change-Politik verfolgt, dürfte eine solche Vereinbarung ziemlich unwahrscheinlich sein. Syrien wird wohl kaum mit einem Staat verhandeln, welches seinen Präsidenten weiterhin beständig beleidigt, verunglimpft und am liebsten wegbomben will und dazu eine seit Jahren auf haltlosen Behauptungen basierende Sanktionspolitik betreibt.

    Es gab ja zudem bereits Überlegungen, den militärisch erfolglosen Regime-Change-Versuch nun durch die bekannte IWF Darlehens-Politik zu vollenden, jedoch glaube ich nicht, dass die syrischen Behörden sich auf solch primitive und durchschaubare Spielchen einlassen werden.

    1. Joaquin

      Ich meine, dass mögliche deutsche Wiederaufbauhilfe mit der syrischen Regierung abgestimmt und legal im gesetzlichen Rahmen Syriens stattfinden müsste, versteht sich von selbst. Anders kommt da nichts bei raus, und erst recht nichts, wo Flüchtlinge hin zurückkehren könnten. Und selbstverständlich müsste Deutschland dazu wieder diplomatische Beziehungen zu Syrien aufzunehmen. Der Abbruch der Beziehungen durch Deutschland war ohnehin ein grober Fehler, der sich nun im Umgang mit den zahlreichen syrischen Flüchtlingen in Deutschland auch als ziemlich schwerwiegend für Deutschland erweist. Ohne Kooperation mit syrischen Behörden kann Deutschland ja nichtmal die Identität von Personen aus Syrien vernünftig feststellen, geschweige denn, solche Dinge wie Strafregister, Extremismus-Vorstrafen und so weiter in Erfahrung bringen. Die Tschechen, die zwar auch in der EU und NATO sind, aber ihre diplomatischen Beziehungen zu Syrien nicht abgebrochen haben, waren da deutlich gescheiter als die Deutschen. Deutschland sollte also anstreben, diesen Fehler schnellstmöglich zu korrigieren und wieder Beziehungen zu Syrien aufbauen. Ich vermute, die Syrer werden Bedingungen dafür stellen, aber Russlands Einsatz für deutsche Wiederaufbauhilfe in Syrien macht schon deutlich, dass sie vermutlich nicht unüberwindbar hoch sein werden.

      Ein guter erster Schritt des Aufeinanderzugehens könnte etwa sein, wenn Deutschland in der EU dafür sorgt, dass die ganzen völlig idiotischen EU-Sanktionen gegen Syrien umgehend abgeschafft werden. Die meisten der EU-Sanktionen gegen Syrien dienen exakt dem Ziel, Syrern das Leben in Syrien so unerträglich wie möglich zu machen. Die ursprüngliche Hoffnung der EU dahinter war mal, dass die Syrer, wenn ihnen das Leben unerträglich wird, rebellisch werden, und dann den von der EU gewünschten Regierungsturz in Syrien herbeiführen. Den Syrern das Leben schwieriger als nötig zu machen, ist mit den Sanktionen geglückt, doch der Regierungssturz ist fehlgeschlagen. Stattdessen haben die schwierigen Lebensumstände in Syrien für eine Migrationswelle in die EU gesorgt. Dumm gelaufen für die EU: wer anderen eine Grube gräbt… Doch obwohl Deutschland und die EU heftige Probleme, vor allem innenpolitischer Art, mit der Migrationswelle haben, sind die EU-Sanktionen gegen Syrien weiter in Kraft und verstärken damit weiter in Syrien den Auswanderungsdruck in Richtung EU. Das ist völlig idiotisch, aber die EU hat immer noch nicht den politischen Willen aufgebracht, diese selbstschlagende Sanktionspolitik gegen Syrien zu beenden. Dafür könnte Deutschland als Zeichen guten Willens in der EU sorgen. Den Amis und Israel würde das natürlich gar nicht schmecken und JihadiJulian und Co werden Gift und Galle spucken, aber es wäre trotzdem vorteilhaft für Deutschland, das zu tun, und der Zeitpunkt wäre recht günstig – schließlich liegt die EU gerade mit den Amis wegen dem illegalen US-Ausstieg aus dem Irandeal und den sekundären Iransanktionen der USA ohnehin im Streit, wofür Druckmittel gegen die USA gebraucht werden und angesichts des unilateralen US-Verhalten wohl auch eingesetzt werden müssen.

      1. „Ein guter erster Schritt des Aufeinanderzugehens könnte etwa sein, wenn Deutschland in der EU dafür sorgt, dass die ganzen völlig idiotischen EU-Sanktionen gegen Syrien umgehend abgeschafft werden.“

        Parteibuch, Dein Optimismus ist echt erfrischend! Und naja, das Merkel ist ja für seine krassen Politikwendungen bekannt…allerdings sind die bisher immer zu gunsten der Globalisten/Zionisten ausgefallen und jetzt erwarten wir das Gegenteil von ihm: eine Politikwende gegen die Globalisten/Zionisten…Aber, wer weiß, vielleicht ist ja der Druck der deutschen Industrie wirklich groß genug, wie Lutz schreibt…Wenn das geschied, dann ist es wahrlich eine historische Wende, deren Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann!

        Denn auch das Merkel kann nur auf einer Seite stehen, ein „mal so und mal so“ gibt es hier nicht. Das wäre der Bruch mit dem transatlantisch/zionistischen Bündnis. Sollte mich wundern, wenn Sie das hinkriegt, aber geben wir die Hoffnung mal nicht auf.

        Ach es gibt endlos viele Gründe den Bruch zu vollziehen und die Seite zu wechseln:

        – Nordstream II (Energie)
        – Iran-Sanktionen (Energie + kosten)
        – Syrien-Sanktionen (Geheimdienstinfo + kosten)
        – Russland-Sanktionen (kosten)
        – US-Basen in Germany, die wir auch noch bezahlen dürfen (kosten)
        – Militärhaushaltsanhebungen/2% (kosten)
        – weltweite Nato-Kriege , die nur Tot und Verzweiflung bringen
        (und natürlich kosten, kosten, kosten)

        …und alles aufgezwungen von unserem lieben Verbündeten USA, jaja…

      2. „Idiotisch“ ist nicht der richtige Ausdruck. Es kommt immer darauf an welches Ziel man verfolgt, und das Merkel Regime verfolgt, gemäß den Anweisungen aus Washington, das Ziel Syrien zu schaden, egal wie schädlich dies auch für Deutschland sein mag. Von diesem Standpunkt aus gesehen, machen nicht nur die Sanktionen, sondern auch der Massenimport von „Flüchtlingen“ sehr viel Sinn, weil sie die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und Militärpersonal vermindern. Wäre es der SAA möglich gewesen, auf volle Mobilisierungsstärke zu gehen, wäre der ganze Spuk sehr schnell vorbei gewesen.

      3. Johanniskraut

        Naja, so, dass ich nun einen geopolitischen Seitenwechsel Deutschlands erwarte, oder auch nur optimistisch bin, dass es einen solchen geben wird, möchte ich das nicht verstanden wissen. Aber die weltpolitischen Umstände sind aufgrund des Verhaltens von Trump gerade so, dass Deutschland um ein Stückchen Änderung der weltpolitischen Position in Richtung Tauwetter mit Russland und der multipolaren Welt kaum noch herumkommt. Die Reise von Merkel nach Sochi zeigt es schon, und nächste Woche reist sie überraschend nach China.

        Die offene Frage ist, wie weit die Neupositionierung Deutschlands gehen wird. Ich glaube, das wird erst mal nicht weit gehen, als unbedingt nötig. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass Trump, und vor allem die Generäle hinter ihm, eine weitergehende Neupositionierung Deutschlands hin zu Russland und der multipolaren Welt wollen, und sie Deutschland mit neuen Aktionen weiter in die Arme Russlands treiben werden, als die deutsche zioatlantische Machtelite sich das gerade vorstellen kann. Wenn es dazu kommt, dann hätten die Generäle einen Riesenschritt in Richtung eines möglichst friedlichen Überganges in eine multipolare Welt hinbekommen.

        Die EU dürfte sich mit dem Gewicht von Deutschland dann auch in die gleiche geopolitische Richtung bewegen, wobei abzuwarten bleibt, ob sie als wirtschaftlicher Wellenbrecher vorangehen, oder eher im Windschatten Deutschlands hinterherzuckeln wird.

      4. Menschmaschine

        Es mag sein, dass mit der Generierung der Migrationswelle aus Syrien von einigen Strippenziehern dahinter unter anderem auch beabsichtigt war, das Rekruitierungspotential der syrischen Armee zu schwächen. Tatsächlich ist aber das Gegenteil passiert: das Rekruitierungspotential der Terroristen in Syrien wurde massiv geschwächt und weite Frontbereiche der „moderaten Terroristen“ wurden durch Massenmigration nach Deutschland stark ausgedünnt. Die syrische Armee behielt jedoch ihre Personalstärke und erlangte deshalb durch die Migrationswelle einen relativen Vorteil.

      5. Liebes Parteibuch

        Vielleicht hast Du recht mit „soweit, wie nötig“.

        Und natürlich treibt Trump und seine Generäle Deutschland in die Arme von Russland! Das ist ja das geniale an seinen Schachzügen: das sie mit wildem Getöse irgendwem ans Bein p***en und dabei diesen wunderbaren „Nebeneffekt“ haben, der der eigentliche Grund für deren Durchführung sind. Es geht nicht um das vordergründige wilde Getöse. Es geht darum das zioatlantische Bündnis zu zerbrechen.

        Aber was meinst Du mit: „…wobei abzuwarten bleibt, ob sie als wirtschaftlicher Wellenbrecher vorangehen, oder eher im Windschatten Deutschlands hinterherzuckeln wird.“
        Der wirtschaftliche Wellenbrecher? Wie soll der aussehen?

      6. Johanniskraut

        Die EU macht ja die Handels- und Zollpolitik der EU-Staaten, und da gäbe es eine ganze Reihe von Maßnahmen, die sie gegen die aggressive Sanktionspolitik der USA ergreifen könnte. Wirtschaftlich hat die EU auch global gesehen ein Gewicht, dass mit dem der USA vergleichbar ist. Mit dem Anti-Sanktionsgesetz bezüglich der illegal wiedereingesetzten US-Iransanktionen ist da nun ja auch ein erster Schritt von der EU angekündigt worden. Und Gegenstrafzölle gegen die USA wegen Stahl- und Alu-Schutzzöllen der USA sind zumindest schon mal angedroht. Die ganze wirtschaftliche Kontersanktionspolitik der EU wäre natürlich deutlich schlagkräftiger, wenn sie diese auch mit China und Russland abstimmen würde, also eine gemeinsame wirtschaftliche Front mit China und Russland gegen die USA aufbauen würde, etwa durch abgestimmte Konter-Strafzölle gegen die USA, Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland und Syrien, Gewährung von Marktwirtschaftsstatus für China und die Durchsetzung von Nord Stream II, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die EU könnte hier, aller politischen Differenzen zu den Kriegen um Syrien und die Ukraine, wirtschaftlich voranschreiten, und das mit der wirtschaftlichen Notwendigkeit begründen, den USA die Stirn zu bieten. Die EU wäre dafür nicht schlecht positioniert, weil sie nach Gutsherrenart regiert wird und ziemlich unempfindlich für Druck aus der Bevölkerung und von Lobbys jeder Art ist. Wenn die EU so voranschreitet, könnten JihadiJulian und so weiter und so fort zwar schimpfen wie die Rohrspatzen, aber wenig daran ändern. Die Einzelstaaten der EU könnten dann der durch die EU vorangestriebenen wirtschaftlichen Neuausrichtung politisch hinterherzuckeln, und Schritt für Schritt ihre politischen Beziehungen zu Russland und Syrien verbessern, und sofern es da noch was zu verbessern gibt, und das gibt es eigentlich immer, auch zu China.

        Andersherum kann es natürlich sein, dass der EU der politische Wille zu so einem Voranschreiten fehlt, und deshalb einflussreiche Einzelstaaten der EU, allen voran Deutschland, diese Neuausrichtung der EU politisch vorbereiten. So ließen sich etwa die Besuche von Merkel in Russland und China vorstehen. Die EU könnte dann der politisch von einigen Einzelstaaten eingeleiteten Verbesserung der Beziehung zu Russland, China und Syrien wirtschaftspolitisch durch entsprechende Sanktionsaufhebung und wirtschaftliche Abstimmung folgen. Problem bei dieser Strategie dürfte es sein, dass EU-Einzelstaaten, die so politisch voranschreiten, unter so großen Druck der zioatlantischen Lobby und Machtstrukturen in ihren Staaten kommen können, dass sie die Bemühungen zur Neuausrichtung politisch nicht durchhalten.

        Beide Strategien sind im Grunde möglich, um zu einer Neuausrichtung zu kommen, aber beide sind nicht ganz einfach umzusetzen.

    2. Joaquin
      Da das Merkel-Regime jedoch weiterhin die us-zionistische Regime-Change-Politik verfolgt, dürfte eine solche Vereinbarung ziemlich unwahrscheinlich sein.

      Man sollte nicht den Hauptsponsor des Merkel-Regimes, die deutsche Großindustrie dürfte langsam Druck machen: Die Russlandsanktionen haben die Position im riesigen Russlandmarkt geschwächt. Den Iran-Markt verliert man auch gerade. Geht die Kette nun mit Syrien weiter? Der Ton im „Arbeitgeberlager“ wird lauter, das kann sich die CDU nicht mehr lange leisten….

      1. Aber so richtig aufbegehren tun unsere Wirtschaftsgroßprotze nun ja doch noch nicht. Zeit dazu wäre es allemal! Nun sieht es ja auch wirklich danach aus, dass die Probleme wirtschaftlicher Natur auch den „Exportweltmeister“ aller Klassen erreichen.

      2. @Lutz

        Wäre ja schön wenn du Recht hättest, aber vieles ist bekanntlich relativ und die Frage ist, was wiegt schwerer, die Schwächung auf Märkten wie Russland, Iran und (hüstel) Syrien, oder Streit mit der Macht welche die Spielkasse verwaltet? Siehe „The Trolley problem“:

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      3. Hallo Lutz,

        das Problem ist wie groß die „deutsche Großindustrie“ noch ist.

        Die Mehrheit der Aktien der deutschen Großunternehmen liegt seit Jahren in den USA. Über 75% der gezahlten Dividende dieser Unternehmen fließen in das Ausland.
        Die Weltmarktführer mit Firmensitz in Deutschland verlegen immer mehr ihrer Aktivitäten (also Logistik, Produktion und Entwicklung) entweder in die USA oder nach China. Schönes Beispiel ist Siemens, das gerade in seine Einzelteile zerschlagen wird und nach USA wandert.
        Oder die Reststahlindustrie. Thyssenkrupp.

        Wesentliche Teile des Mittelstandes (meist Technologieführer) werden von China aufgekauft. Die Großindustrie geht freiwillig dahin. (Kuka, VEM Holding, Bosch, Cotesa)
        Hier gibt es dazu mehr: http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/EY-Analyse_Chinesische_Investoren_in_Europa_2017/$FILE/EY-Analyse%20Chinesische%20Investoren%20in%20Europa%202017.pdf

        2017 soll das Jahr sein an den doppelt so viele Direktinvestitionen durch China in Deutschland, wie deutsche in China stattfanden.
        Dabei waren die die chinesischen meist Unternehmenskäufe, also der Erwerb von Technologie und Patente existierender Unternehmen die jetzt auf den Weg nach China sind, während die Deutschen in China Unternehmen gründeten und sie mit Technologie, Patenten, Know-how aus Deutschland ausstatteten.

        Gleich oder ähnlich Bewegungen finden auch innerhalb Europas zwischen Deutschland und Frankreich und Deutschland und Großbritannien statt.

        Da Deutschland nicht allzu groß ist kann man sich ausrechnen wann Schluss ist Deutschland vom Exportweltmeister zum Importweltmeister geworden ist.
        Die Auswirkungen auf die zahl der Arbeitsplätze, die Höhe der Löhne und Renten kann man sich vorstellen.

        Also ich befürchte noch ein paar Jahre Merkel und Trump (seine Steuerreform ist ein Treiber) und es gibt keine „deutsche“ Großindustrie mehr die Druck macht.

        Grüße PAule

      4. Wie in Ländern Afrikas den privaten Skavenmarkt abschaffen und bessere Löhne zahlen, damit nicht länger durch organisierte Hartz IV-Armut die sozialen Menschenrechte und die Demokratie mit Füßen getreten werden, damit der Binnenmarkt gestärkt wird, das geht natürlich nicht, das muss organisiert erkämpft werden im Kapitalismus. Aber wozu haben „brandstiftende Feuerwehrleute“ den Terrorismus geschaffen[1], mit dem direkt und dessen angeblichem Kampf dagegen, nicht nur nach außen halb geheim und hybrid Aggressionskrieg geführt, sondern auch nach innen „so schön“ Akzeptanzbeschaffung für den Ausnahmezustand des Maßnahmenstaates[2] betrieben werden kann.

        [1] Zero Hedge, 24. Mai 2015: Secret Pentagon Report Reveals US „Created“ ISIS As A „Tool“ To Overthrow Syria’s President Assad

        https://www.zerohedge.com/news/2015-05-23/secret-pentagon-report-reveals-us-created-isis-tool-overthrow-syrias-president-assad

        [2] Vortrag von Dirk Pohlmann, 16. Mai 2018: Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand

        http://www.youtube.com/watch?v=8SCcEdl–Bk&list=PL9KCGMoHDcwIG5C948bdRNUQP8UxN2ZqI

  2. Es überrascht nicht, das Maas kein Problem hat über von Israel annektiertes Gebiet zu fliegen.
    https://de.sputniknews.com/politik/20180518320776451-maas-nahost-konflikt/
    Erstaunlich das ein russisches Auslandspropaganda-Organ das nach dem Merkel-Besuch in Sotchi bringt. Könnte sein, das auch Merkel einsehen musste, das es keine Lösung u.a. der Serienprobleme gibt, wenn D für die EU vermitteln soll und dabei Maas Chefdiplomat ist.
    Schaun wir doch wie es mit dem Israel-Freund weiter geht…

    1. Entschuldigung: Natürlich Syrien und nicht Serienprobleme
      Ich weiß, das ich alles noch mal Korrekturlesen sollte, aber…..

  3. Jede Kugel die trifft, bedeutet Fortschritt in Jarmouk- Der Häuserkampf läuft zähe, aber ist beständig in Richtung Sieg über Eindringlinge.

  4. Ich habe mir mal die Pressekonferenz von Putin und Merkel angetan, und in mir ist der Eindruck entstanden, dass da ganz viel im Hintergrund läuft. Putin, der Schlingel, hat anfangs ausführlich erklärt, wie eng die Zusammenarbeit zwischen D und RUS ist, wieviele Unternehnen beteiligt sind, die Umsätze usw. (D zweitwichtigster Handelspartner für RUS nach China). Merkel hat ab und an etwas verkniffen geschaut, zwei Alibisätze zur Pressefreiheit rausgehauen, aber ansonsten schienen beide auf einer Linie. Beide haben auch betont, dass sie trotz aller Differenzen stets im Kontakt bleiben wollen.
    Fazit: Für mich sah das alles nach einer Kampfansage ggü. Trump aus.

    1. Klar wegen Nord Stream das wohl zu 99% gebaut werden wird. Die Ukraine würde ihre Wichtigkeit verlieren und der Regierung würden auf einmal Milliarden Einnahmen fehlen. Das könnte schnell zu einer neuen Konterrevolution führen. Turkish Stream wird auch noch kommen. Die Polen werden auch nicht mehr ihr „Intermarium“ bekommen da Tschechen und Ungarn Russlandfreundlich sind. Bulgarien tendenziell auch, Kroatien es sich mit allen Nachbarn verk***t auch mit Ungarn, und Balten einfach *** kleine K**er sind. Sieht in Warschau und Kiev nicht gut aus, vorallem in Washington und London nicht.

    2. Der Kontrapunkt ergibt das Musikwerk, da ist Putin meisterlich.
      Wenn Merkel so öffentlich gelobt wird, ist das sicherlich gegen Trump eine Facette.

  5. Merkel rennt doch völlig kritiklos jeder Möhre hinterher, welche ihr vor die Nüstern gehalten wird; Hauptsache die eigene Entscheidungsunfähigkeit und völlige Inkompetenz bleibt unsichtbar.

    Hahaha, der Trump, der Putin und der Xi lachen sich doch scheckig bei der Trulla.

  6. Entspannungszeichen im US-chinesischen Handelsstreit

    also für Europa ist das keinesfalls eine gute Nachricht

    „sloga“ auf vineyard hat vor geraumer Zeit diese Zeilen verfasst
    nach meiner Meinung gut auf den Punkt gebracht
    *****
    Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wie das System (verbessert?) weiterfunktionieren soll, wenn eine Partei die Bodenschätze hat, eine andere die Güter produziert und eine dritte Luftgeld erfindet, wobei sie gleichzeitig den anderen beiden verbietet, das Luftgeld (die Gewinne) bei ihnen zu investieren (sprich: sie letztlich aufzukaufen).
    Ob man das nun wahrhaben möchte oder nicht: Man (USA) wird europa opfern, um seine eigene Haut zu retten. Was kann europa „in die Schlacht werfen“? grüninnen? antifa? lgbt-Anhänger? Von einer Armee bzw. Abschreckungspotential ist nicht einmal das „A“ vorhanden …
    Sehen wir es (nur einmal) pragmatisch/emotionslos: ein Opfer ist ein Opfer und bleibt ein Opfer. Bezeichnend dafür: europ. Politiker reagieren kaum auf die neue Machtkonstellation. Ganz im Gegenteil; sie tun sogar so, als wäre nichts geschehen (Harakiri-Taktik). europ. Politiker verhalten sich als hätten sie alle Bodenschätze, alle A-Bomben (sprich: „Alle Macht der Welt!“) und reiten weiterhin auf ihrem Schimmel der Demokratie- bzw. Werteverteidiger!
    Ein Beispiel? Bei ihrem letzten Besuch hatte merkel nichts besseres zu tun, als Putin betr. Schwulenrechten in Tschetschenien (!) zu kritisieren. Das sprengt mein Fassungsvermögen. Noch „abgefahrener“ geht es kaum. Wie soll man (Putin) mit solch psychisch gestörten „Einheiten“ (Staaten, Einzelpersonen, Gesellschaften etc.) umgehen? Ihnen – selbst, wenn man wollte – helfen? Es wäre sinnlos bzw. Zeit- und Kraftverschwendung.
    Aber nehmen wir ein Beispiel aus dem realen Leben. Nehmen wir eine psychisch gestörte Person, bei der die Familienmitglieder davon überzeugt sind, dass die Ärzte durch die Behandlung den Zustand des Kranken nur verstärken. Die Folge ist, dass er sich immer mehr vor den Verwandten bedroht und verfolgt fühlt. Jeder Versuch der Familie, dem Erkrankten Liebe, Geborgenheit u. ä. zu geben, erzielt einen Kontraeffekt. Was kann man da viel machen? NICHTS! Rückzug und Aufgabe (vor den Ärzten), um die Situation nicht noch mehr zu verschlechtern. Natürlich könnten sie ihn auch gewaltsam und mit großem Aufwand aus der Klinik befreien. Nur. Was machen sie dann mit ihm?
    *******************************************************************************

    Deutschland wird auf mehreren Ebenen destabilisiert

    1. die Automobilindustrie der wichtigste Baustein der Industrie (Dieselskandal)
    unter „Freunden“ regelt man das leise im Hintergrund

    2. die faulen Lehmanbrotherspapiere die zum großen Teil in DE/EU verkauft wurden
    die Deutsche Bank wird gerade so am Leben erhalten
    Sanktionen gegen Banken auch in Frankreich wegen Irangeschäften

    3. Privatisierungen von allem was geht in DE was auch zu einen großen Teil an angloamerikanische
    Investoren geht (BlackRock)

    4. Sanktionen gegen Russland /Iran was der DE/EU Wirtschaft enorm schadet
    die USA macht weiter gute Geschäfte mit Russland , hatte sie sogar ausgebaut
    kann sich jetzt ändern , denke aber auch da wird es einen Kompromiss geben ähnlich China

    5. Trump bereist alle seine Vasallen und dreht ihnen Waffen auf (Saudis)
    uns befiehlt er unseren Militärhaushalt aufzustocken was wiederum Aufträge für die USA bedeutet

    6. Die Flüchtlingskrise die nicht nur Gewalt nach Europa bringt sondern auch Unmengen von Geld
    kostet

    das lässt den Schluß zu das DE/EU geopfert wird , die Anzeichen verdichten sich da nun auch
    die Iransanktionen dazu kommen , und , alle EU- Firmen , Banken werden sich daran halten
    auch wenn jetzt das Geschrei in der EU recht groß ist , das ganze ist gut Vorbereitet
    die USA haben uns in der Hand , keiner wird ausscheren …

    Trotz voller Auftragsbücher
    Russland-Sanktionen treiben Maschinenbauer SHW in die Insolvenz
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 18. Mai 2018, 20:37 Uhr

    die DZ Bank hat ihre Tätigkeiten mit dem Iran eingestellt
    Siemens hat auch angekündigt sich an die Sanktionen zu halten …

    1. Zone

      Vorweg: im unserem Artikel steht nirgendwo, dass Entspannung im US-chinesischen Handelsstreit eine gute Nachricht für Europa ist. Gleichwohl gehen wir davon aus, dass das eine wichtige Nachricht ist.

      Die EU, und da gerade Deutschland, hat China eine ganze Menge zu bieten und kann da durchaus mit den USA konkurrieren. Die militärische Stärke spielt da überhaupt keine Rolle. Es ist total grotesk, wegen dem Streit mit den USA nun das Militär on den EU-Staaten stark aufrüsten zu wollen, wie das der Ex-Obergrüne Zioatlantiker Joschka Fischer gerade fordert. Es steht weder eine Invasion der EU durch die tunesischen Streitkräfte zu befürchten, noch durch die syrischen, iranischen, russischen oder chinesischen Streitkräfte. Die Probleme der EU sind eher innerer Natur, Demokratiedefizite und Korruption überall, Spaltungen in Ost und West, Nord und Süd, und natürlich das europäische Vasallentum gegenüber der Achse USA-Israel-Saudi, von deren Einflussagenten auch ein Großteil der schlimmsten Korruption in den EU-Staaten kommt. Verstärkte europäische Streitkräfte hätten nur als Vasallen der USA einen Nutzen, und den auch nur für die USA. Aucht wenn man eine zu starke Migration in die EU als wesentliches Problem sieht, nutzen da der EU mehr Panzer, Kampfflieger und Flugzeugträger nichts. Man kann zur Verringerung von Migration technisch eher an bessere Grenztruppen denken, aber ohne eine vernünftige Politik dahinter nutzen die auf Dauer wenig. Und eine vernünftige Politik würde zumindest mal berücksichtigen, dass eine wichtige Ursache für die Migration zahlreiche Kriege in der Nachbarschaft der EU sind, die im Interesse der Achse USA-Israel-Saudi geführt wurden und werden, aber nicht im Interesse der EU-Staaten. Solchen Angriffskriegen der Achse USA-Israel-Saudi – Stichworte wie Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Ukraine und Jemen sollten da geläufig sein – muss die EU und müssen die EU-Staaten deshalb entgegenwirken, anstatt sich auch noch als US-Vasallen daran zu beteiligen, die wirtschaftliche Ebene – Stichwort Sanktionen – eingeschlossen.

      Es stimmt schon, dass die EU-Staaten, wenn sie das Vasallentum zur Achse USA-Israel-Saudi nicht verlassen, einer schwierigen Zukunft entgegengehen. Mit dem Werkmaschinenhersteller SHW hast du da ja ein kleines Beispiel auch genannt. Aber, die EU-Staaten haben durchaus die Möglichkeit, sich aus dem US-Vasallentum zu befreien, wenn sie – und ihre Bevölkerungen – das auch wollen. Wichtige deutsche Industrieunternehmen wie VW, BMW, Daimler, Bayer oder Linde sind beispielsweise auf dem chinesischen Markt durchaus fähig, mit entsprechenden US-Unternehmen erfolgreich zu konkurrieren. Nur, wenn die USA sagen, verschwindet da, wir wollen das haben, dann muss natürlich die europäische und deutsche Politik solche Unternehmen und ihr Geschäft gegen eine mit unlauteren Mitteln arbeitende US-Konkurrenz schützen, anstatt zu sagen, ihr habt’s gehört und ihr wisst, dass wir US-Vasallen sind, also führt den Befehl aus und geht sterben.

      Es gibt mit den Reisen von Merkel nach Russland und China nun auch Anzeichen, dass das gerade versucht wwird. Die industrielle Basis der EU, und gerade Deutschlands, wäre stark genug, aber ob das gelingt, wird insbesondere von der Unterstützung der europäischen Bevölkerung für die Emanzipation von den USA abhängen. Daran, dass Merkel, Juncker und Co die richtigen Leute an der Spitze sind, um diesen Kurswechsel der EU erfolgreich durchführen zu können, habe ich allerdings auch recht große Zweifel. Dieses Führungspersonal gegen fähigere Leute auszutauschen wird aber auch nur die Bevölkerung der EU-Staaten können, wenn sie das will.

      1. @Zone & 1PB

        Zone
        Ich hätte Ihnen gerne schon auf VS geantwortet, bin da aber, als Nicht-Flacherdler dauerhaft gesperrt/ zensiert. Nun halte ich, mit 1PB konform, die Möglichkeiten der Europäer und Deutschen, zu einem Wechsel der machtpolitischen Orientierung für gegeben, gerade durch Trumps Provokationsstrategie, die das realpolitische Gegenteil des jeweils symbolpolitisch Herausposaunten und Gezwitscherten, erwirkt, mittlerweile mit hoher Zuverlässigkeit zu analysieren (> Analitik).

        Wie 1PB schreibt, entweder erhalten die Konzerne/ Industriellen, den Tipp aus Berlin, geht sterben und haltet euch an die radikalisierte (eigentlich aber nur öffentlich gemachte) Washingtoner Sanktionsdoktrin oder seht zu, wie ihr *anders* zurechtkommt (> neue Bündnisstrukturen gegen US-Sanktionen).

        Nun zu Ihren 6 Punkten im Detail:

        „Deutschland wird auf mehreren Ebenen destabilisiert“, nicht nur DE.

        „1. die Automobilindustrie der wichtigste Baustein der Industrie (Dieselskandal) […]“

        Jein, die Autobranche ist noch die Leitbranche, technologisch und von den Arbeitsplätzen her, samt Zulieferer, ja.

        Nein,
        die Spitze der künstlich angetriebenen Mobilität ist bereits überschritten, Dezentralisierung des Welthandels (rückläufiger Containerverkehr, Ersatz durch Nordroute und Seidenstrasse,…)
        DE tut es gut, weniger Handelsbilanzüberschuss zu erwirtschaften, auf dem Rücken unterbezahlter Angestellter, verrottender Infrastruktur. Volkswirtschaftlich ist es möglich den Bereich der menschennahen Dienstleistungen, Pflege, Erziehung, Forschung und Bildung dafür deutlich zu stärken.

        „2. die faulen Lehmanbrotherspapiere die zum großen Teil in DE/EU verkauft wurden […]

        Jein, die Enteignungen haben bereits stattgefunden seit 2007 und auch davor, die Aushöhlung des Industriebesitzes hat längst stattgefunden (BlackRock u.ä.,…) ja.

        Nein,
        damit ist die zukünftige Fähigkeit DE’s und der EU, nicht verlorengegangen. DE hat nur den Fall der USA terminlich gebremst. Das hat der RF und CN, auch sehr wertvolle Vorbeitungszeit gebracht (Militär, Swift, öffentliche Meinungsführerschaft,…), die zum Wohl der Weltbevölkerung genutzt wurde. Sonst hätte die USA schon früher heiße Kriege in Osteuropa hinbekommen. Dann doch lieber die Aushöhlung des Superreichtums an Produktionsmittelverfügungen (dazu s.u.).

        „[…] die Deutsche Bank wird gerade so am Leben erhalten“
        Ja, stimmt, aber sie lebt/ funktioniert, immer noch hinreichend (Mittelstandversorgung!) und die Aushöhlung durch das $-Regime wurde durch eine daueremittierende EZB zumindest abgeschwächt (Neutralisierung > Geldschwemme gegen Geldschwemme) und die DB existiert, ist sozusagen in ‚informell-kryptischer‘ Staatsrente (Banken-Hartz4!), daher vorerst unkaputtbar, mal sehen wie es weitergeht. –

        „Sanktionen gegen Banken auch in Frankreich wegen Irangeschäften“
        Ja, aber nun wendet sich das Blatt durch die Schaffung konzertierter Sanktionsabwehrstrukturen, Juncker rennt los, wer hätte das gedacht? Und Maasmännchen fordert jetzt sogar (Transformations-!)Ergebnisse. Daran sieht mensch doch, wie Puppen eben tanzen können, wenn die europäischen Kerninteressen ernsthaft unter Druck geraten. – – – Der Rest ist nur Propaganda-Showpolitik.

        „3. Privatisierungen von allem was geht in DE was auch zu einen großen Teil an angloamerikanische Investoren geht (BlackRock)“

        Richtig, nur darf nicht vergessen werden, dass damit doch ein Hintergrundeffekt erzielt wird, unbeabsichtigt von den CIA-Wirtschaftsfreibeutern, dass durch zunehmende Auslandskapitalisierung das Interesse, die Melkkühe zu schlachten, eindeutig abnimmt und zwar symmetrisch mit dem Hintergrundeffekt, der chinesischen Kapitalisierung der US-Währung. Diese beiden großen Effekte sind aber wechselwirkende Stabilisatoren eines insgesamt sanften, kontrollierten Abgangs des US-Hegemons. Kein Klarsichtiger kann fordern, dass die $-Hegemonie ungebremst und desorganisiert abstürzt, weil wir alle in dieser Weltzivilisation mit an Bord sind und die Aufschlagsfolgen, selbst ohne entfaltete Atomkriege(!), doch sehr schmerzlich wären (EMP, Strom- Datenchaos, Wasser- und Lebensmittelversorgung, Medizininfrastruktur).

        „4. Sanktionen gegen Russland /Iran was der DE/EU Wirtschaft enorm schadet […]“

        Nein, es treibt sie endlich zusammen, Eurasien wächst zusammen, was zusammengehört (Teil 2 – Fortsetzungsgeschichte Mackinders Pivot-Herzland).

        „5. Trump bereist alle seine Vasallen und dreht ihnen Waffen auf (Saudis) […]“
        Ja, aber solange erkauft er sich seine Umstrukturierungs- Ermittlungszeit gegen den tiefen Clinton-Koch-Israel-Staat. Auch die Botschaftsverlegung in einen Vorort von Jerusalem gehört dazu.

        „6. Die Flüchtlingskrise die nicht nur Gewalt nach Europa bringt sondern auch Unmengen von Geld
        kostet“

        Sie kostet, richtig, was aber doch bedeutet, eine bisher gut verdienende Schlepper- und Versorgungs-Mafia wird noch ruhiggehalten. Der Durchmarsch des trojanischen UN-Pferdes wird so nicht mehr gelingen wie geplant, genauso wie der Ukraine-Russlandfeldzug und die Kriege Nummero 6 und 7 nicht mehr gelingen, die ab/ nach 2001 geplant waren, laut Aussage von Beteiligten Generälen.

        Also, kein Alarmismus mehr, dafür exakte Überwachung des immer noch agierenden Drachens, wie hier und in vielen anderen Beobachtungsblogs, täglich geübt.

      2. In Österreich wurde das Werk Schöller- Bleckmann un NÖ von der Politik einfach fallen gelassen und
        geschleift, wo ebensolche Großmotore wie von SHW gegossen wurden.
        Auch solche Werke wie Brevillier Urban, ELIN Motorenwerk in Wien, wurden einfach vernichtet und deren neuwertige EInrichtung nach Fernost als „Abfall“ verhökert.

    2. Die Engstirnigkeit Merkels wird von Putin hervorheblich gelobt, das ist dierichtge Antwort auf soviel Überheblichkeit! Deutschlands Industrie ist die einzige Stütze Merkels, sonst hat sie nichts aufzuweisen was zählt, denn ihre Politik ist sowohl für Deutsche als auch für den Östen schädlich.

  7. Ist es Absicht, dass im neuen Artikel keine Kommentare möglich sind?

    ***
    Leith Aboufadel @leithfadel 5 Std.vor 5 Stunden

    Breaking: ISIS surrenders their last positions in southern Damascus. Buses just entered the area to transport ISIS and their family members to the Badiya Al-Sham region.
    ***

    Noch keine Bilder gesehen, mal sehen, ob es bestätigt wird.

    Was wäre ein Angebot?
    Ihr könnt hier raus, und euch irgendwie durch die Wüste nach Hause durchschlagen, keine Garantie, aber eine Chance.
    Bleibt ihr hier, seid ihr sicher tot.

  8. Conrath sagt:
    20. Mai 2018 um 11:11

    möchte nicht das wirklich gute Parteibuch zumüllen

    Denke aber ihr seid viel zu optimistisch was Europa betrifft
    Stefan Widmer kennen sie ja auch Conrad von VS
    er schrieb vor langer Zeit , die 3 großen unabhängigen Staaten werden
    die Welt unter sich aufteilen , große Kriege sind nicht mehr möglich
    Die EU wird das Opfer sein so völlig ohne Rohstoffe
    lesen sie den neuen Artikel bei Analitik mit Beispiel Japan
    1:1 übertragbar auf die EU
    Wir werden ein Islamischer Staat , kann bisschen dauern
    oder auch recht schnell gehen , regiert von der Türkei
    der Balkan ist auch schon auf dem Wege zum Islamischen Staat ,
    wird dabei mithelfen…

    für was braucht es 1000 000 kräftige junge Männer
    im besten Wehrfähigen Alter , man kann sie gar nicht
    schnell genug heranschaffen
    das es nicht um Menschenrechte oder sonstiges gedöns geht
    wissen wir schon seid Egon Bahr …

    soll es wieder gehn Russland gehen?

    1. Zone

      Nun ja, ich würde sagen, wir sind hier begrenzt optimistisch, dass das mit einem europäischen Pol in einer multipolaren Welt was wird. Es kann natürlich auch passsieren, dass es damit nichts wird und Europa und die EU-Staaten zerstritten und in unterschiedlichen Lagern bleiben. Es könnte natürlich passieren, dass die Welt gegenwärtig zwar das unipolare Zeitalter verlässt, und auch nicht wieder bipolar, sondern diesmal tripolar wird, also etwa dass drei große unabhängige Staaten wie China, Indien und die USA künftig die Geschicke der Welt bestimmen werden. Es könnten aber auch deutlisch mehr als drei, oder mit der EU, vier Pole werden. Ich würde es z.B. durchaus für möglich halten, dass ein von Brasilien geführtes Südamerika, die von Indonesien geführten ASEAN-Staaten, vielleicht eine um die Türkei, Iran und weitere Staaten erweiterte Eurasische Wirtschaftsunion und, in gar nicht mehr all zu ferner Zeit, ein von Nigeria geführtes Afrika weitere größere Pole in einer multipolaren Welt bilden können.

      Über die Ökonomie würde ich mir bei der Frage, ob die EU-Staaten oder Europa einen Pol in einer multipolaren Welt bilden können, primär erstmal keine Gedanken machen. Natürlich ist Europa wirtschaftlich und industriell stark genug, um einen Pol in einer multipolaren Welt zu bilden. Mangelnde Rohstoffe sind kein Problem für die EU-Staaten und Europa, denn sowas kann man preiswert einkaufen. Man vergleiche nur mal die Wirtschaft Europas mit der Wirtschaft Afrikas. In Afrika gibt es viele Rohstoffe, aber die geben Afrika mitnichten Wohlstand oder geopolitische Stärke. Sie könnten eine Basis dafür sein, aber was Afrika fehlt, ist Einigkeit, und seit der Ermordung Gaddafis ist das Problem größer denn je. Die Wirtschaft von Europa läuft viel besser als die von Afrika, aber das wesentliche Problem Europas ist das gleiche wie das von Afrika: es fehlt die Einigkeit.

      Ein großer Teil Europas besteht politisch nicht aus Europäern, sondern aus zioatlantischen Vasallen der USA. Diesem grundlegenden Problem folgen viele weitere, etwa dem, wie die Organisation Europas aussehen sollte. Ich meine, es spricht angesichts der abgehobenen Brüsseler Bürokratie viel dafür, dass Europa im Rahmen einer Allianz von selbständigen Nationalstaaten organisiert werden sollte. Ich glaube, das Argument sticht, dass es in den vergleichsweisen kleinen Nationalstaaten einfacher ist, die jeweils Herrschenden aufgrund von Missetaten abzusetzen als im undurchsichtigen Bürokratiemonster EU. Viele andere Europäer kämpfen hingegen mehr oder weniger stark ausgeprägt dafür, ein Großreich EU aufzubauen, und dafür die Nationalstaaten in der EU de facto abzuschaffen. Das ist ein politisches Problem, kein ökonomisches, und eine Lösung sehe ich da erstmal nicht. So lange solche Streitigkeiten nicht gelöst sind, wird Europa ein Problem damit haben, ein politischer Akteur zu werden, und die Zukunft eher in die Richtung gehen, dass Europa de facto in US-amerikanische, demnächst chinesische und dann vielleicht auch bald indische Einflusszonen aufgeteilt wird.

      In Summe habe habe ich gestern schon sinngemäß gesagt, dass die Sterne im Moment günstig dafür stehen, einen eigenen geopolitischen Pol Europa zu schaffen, Merkel, Macron und anderes europäisches Führungspersonal auch kleine Schritte in Richtung der Erschaffung eines eigenen europäischen Pols in der Geopolitik unternehmen, ich jedoch Zweifel habe, dass das Unterfangen mit dem gegenwärtigen Führungspersonal in Europa gelingt – trotz des mächtigen Rückenwinds von US-Präsident Trump dafür.

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