Syrische Sicherheitskräfte nehmen Osten und Süden der Rastan-Tasche ein

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA mitteilte, haben syrische Sicherheitskräfte am heutigen Dienstag in zahlreichen Orten der Provinzen Homs und Hama, aus denen in den letzten Tagen Terroristen evakuiert worden waren, die syrische Fahne gehisst, während die Evakuierungen in den Orten Talbiseh und Houlah weiter gingen.

Auf einer Karte von @Suriyak sieht der noch unter Kontrolle von Terroristen befindliche Rest der Rastan-Tasche, der im Wesentlichen aus der Gegend Houlah besteht, damit wie folgt aus:

In Rastan selbst wurde bereits in der letzten Nacht die syrische Fahne gesichtet.

Die sich im Endstadium befindende Befriedung der Deeskalationszone Rastan ging heute einher mit einem internationalen Treffen in Astana, bei dem von den Astana-Garantiemächten Ruslsand, Türkei und Iran bekräftigt wurde, die bislang erfolgreiche Arbeit zur Befriedung der Deeskalationszonen fortzusetzen und Terrorismus in ganz Syrien auszumerzen. Eine Gruppe von Terroristenfreunden unter Führung von Ahmad Toma nahm an dem Treffen in Astana ebenfalls teil und arbeitete an einem Dokument zur Freilassung von Entführten und Geiseln mit, das nach weiteren Arbeitstreffen in den nächsten Wochen und Monaten zu praktischen Ergebnissen führen soll.

Aus dem Süden von Damaskus wurde auch heute wieder gemeldet, dass die syrische Armee dort auch heute weiter gegen ISIS-Terroristen vorgerückt ist.

Aus dem Nordosten von Damaskus wurde heute derweil gemeldet, dass da nach dem Sieg über den Terrorismus in Ost-Ghouta die Autobahn nach Homs repariert wurde und nach fünf Jahren Unterbrechung wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte.

Aus Russland kam unterdessen die Nachricht, dass dort heute die 19 Kilometer lange Krim-Brücke mit einer Fahrt von LKW über die Brücke eingeweiht wurde. Einer der LKW-Fahrer schien dabei zwar kein Profi am Steuer eines LKW zu sein und hielt seine Spur nicht ganz, aber das tat dem freudigen Ereignis keinen Abbruch.

Bereits morgen soll die Brücke für den öffentlichen Verkehr freigegeben werden.

In Palästina wurde heute unterdessen des 70. Jahrestages der Nakba gedacht. Der UNO-Sicherheitsrat debattierte unterdessen ergebnislos darüber, dass sich nationalzionistische Kolonialisten in Palästina gestern das Vergnügen einer großen Safari erlaubt hatten, bei der sie 60 indigene Einwohner Palästinas erschossen und mehr als 1000 weitere angeschossen hatten.

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17 Gedanken zu “Syrische Sicherheitskräfte nehmen Osten und Süden der Rastan-Tasche ein

  1. „In Palästina wurde heute unterdessen des 70. Jahrestages der Nakba gedacht. Der UNO-Sicherheitsrat debattierte unterdessen ergebnislos darüber, dass sich nationalzionistische Kolonialisten in Palästina gestern das Vergnügen einer großen Safari erlaubt hatten, bei der sie 60 indigene Einwohner Palästinas erschossen und mehr als 1000 weitere angeschossen hatten.“

    .
    In meinen Augen ein passender Vergleich.
    .

    https://de.wikipedia.org/wiki/Safari

    1. Ja, Safari paßt. Vergnügtes Scheibenschießen und Abknallen (aus Sicht der Herrenmenschen) wilder Tiere. Die vier(!)stellige Zahl der Verletzten spricht Bände, während offenbar für die Sicherheitskräfte keine wirkliche Gefahr bestand.

      Gerechtfertigt und schöngeredet wird dieses völlig unverhältnismäßige Vorgehen von denselben Schreiberlingen, die bei uns peinlich genau darauf achten, daß keinem Zudringling aus dem hintersten Togo und auch seiner Bande auch nur psychisch ein Haar gekrümmt wird, auch wenn sie sich aufführen wie die Axt am Walde.

  2. „Einer der LKW-Fahrer schien dabei zwar kein Profi am Steuer eines LKW zu sein und hielt seine Spur nicht ganz, aber das tat dem freudigen Ereignis keinen Abbruch.“ Da musste ich auch schmunzeln. Die beiden in der Kabine scheinen auch nichts gesagt zu haben und das Bruttosozialproduckt musste alleine die richtige Spur finden.

  3. Das sind keine Norweger von Inherent Resolve:
    https://southfront.org/wp-content/uploads/2018/05/2-22.jpg?x87222
    Wenn die wieder nach Hause in ihren NATO-Staat kommen, wird es interessant, zu erfahren, ob das dann Terroristen sind. Schließlich haben sie ja gegen dies syrische „Opposition“ die Waffe erhoben. (Bitte Ironie beachten)
    Quelle:
    https://southfront.org/scandinavian-volunteers-participated-in-battles-against-isis-on-side-of-syrian-government/
    Vielleicht weiß ja jemand mehr von Kjetil Stormark, dem Journalisten, der die Geschichte hier veröffentlicht hat:
    https://www.aldrimer.no/nordmenn-kjempet-pa-russisk-side-i-syria/
    Ist sie glaubwürdig?

    Herzliche Grüße, ped43z

  4. Da müssen die Palästinenser also wieder einmal als Sündenböcke für die maßlose Wut herhalten ; in diesem Fall für den gescheiterten Versuch, in Syrien doch noch einen Großkrieg anzuzetteln?

    -In der deutschprachigen Propagandaglotze dudelt derweil auf 3 bis 5 Sendern täglich der Rührseeligkeitsbrei über die Windsors auf der Mattscheibe. Das perfide Albion scheint es bitter nötig zu haben, sich einzuschleimen. Denn fällt Israel—, steht Albion als der ürsprüngliche Kriegsverbrecherstaat himself schlagartig im Licht der Weltöffentlichkeit; das ist sicher.



  5. Basketbal Spiel zwischen Homentmena und Ryiadia in Beirut.
    Homentmena ist Sportclub libanesische Armenen.
    Zeit arbeitet für uns.

  6. Die Karte ist von diesem hässlichen grünen Fleck in der Mitte befreit, schön.

    Und der kleine schwarze Fleck Yarmouk wird weiter zerkleinert, langsam, aber stetig.

    Bleibt noch der riesige schwarze Schandfleck in der Wüste; allerdings kein Spaß, in dem Gebiet mit Sicherheit alle Terroristen auszuschalten, nach der Verkleinerung ist der Abstand zu Abu Kamal groß genug, keine Eile.

    Seit einigen Tagen hat sich die „SDF“ wieder bewegt, Barghouz an der irakischen Grenze wurde eingenommen, heißt es.
    Auch noch in Zusammenarbeit mit irakischen Regierungstruppen.

    Damit ist das eine mögliche Szenario, mit Hilfe Iraks sehr leicht einen Brückenkopf zu errichten und dann ISIS vor sich herzutreiben , was auch der blödeste Kriegstreiber kaum mit offenem Luftangriff unterbinden könnte, hinfällig; als sieht es da nach nach Ruhe von SAA-Seite aus.

    Es gibt schon länger die Spekulation zu „Idlib“, konkret Richtung Jish-al Shugur und Al Gab Plain.
    Es soll Truppenbewegungen haben, aber die dürfte es wohl oft nín alle Richtungen geben, ein großer Aufmarsch wie vor Ghouta hötte mehr Aufregung bewirkt.

    Möglicherweise war das Hauptindiz, dass es dort bald weiter geht, das es genau dort keine türkischen Posten gab?
    Das ist nun hinfällig, die Türken haben auf 12 erhöht, große Lücken gibt es nicht mehr.

    In Astana gab es die Bekräftigung der Deeskalationszonen als wichtige Maßnahme.

    Aber auch die Aussage, dass aus Deeskalationszonen SIcherheitszonen werden müssen (Ostghouta, Rastan), sowie wie immer das Bekenntnis zum Kampf gegen Terroristen.

    „Idlib“ oder „Daara“? Wir werden es sehen.

    „Idlib“ wurde ja immer wieder als Auffangbecken für Terroristen und Friends genutzt, das könnte für Daara sprechen; gibt ja noch einige größere und mittlere Städte zu entgrünen, jeder vermiedene Endkampf vermindert die Verluste und Zerstörung.
    Allerdings dürfte für die Jordanien-gestützten „Rebellen“ im Süden ein Gang nach Idlib auch nicht sehr lukrativ sein, dann wäre es egal.

    Das Szenario im Süden hatten wir ja schon öfter, Grenzübergang wieder in Regierungshand, Abstimmung mit Jordanien (die haben ja schon zugestimmt und man kann laut internationalem Recht auch nicht sinnvoll etwas anderes fordern), alles östlich davon fällt an die Regierung fast wie von selbst.

    Man könnte auch kämpferischer: mit viel Technik die 10 Kilometer von Sheikh Myshkin bis ins ISIS-Gebiet überwinden, und direkt schwarz dort ausrotten.

    Geht noch direkter ins Gesicht von Israel.
    Die „Rebellen“ werden wohl ihren Dschihadistenfreunden mit ANgriffen auf die Armee zur Hilfe kommen, die Medien der Wertegemeinschaft müssen sich noch mehr winden, diese Truppen als moderat zu kaschieren.
    Militärisch sollte das machbar sein, mit einem massiven Angriff die paar Kilometer auch mit Blitzangriff zu sichern.

    Aber das wird wohl erst später kommen.

    1. Irgendwo habe ich gelesen, dass jetzt wird Konflikt eingefroren. Jede hat etwas bekommen. USA Nord und Ost. Türkei nord und west. Jordanien und israel Süd.
      Ich finde trotzdem, dass Idlib kann noch verkleinert werden genau wie Daraa.

      1. Ja, mit Einfrieren jetzt wären Amis, Israeli und noch vorhandene „moderate Rebellen“ sicher einverstanden.

        Nur warum sollten Russen , Iraner und vor allem Damaskus da mitmachen?

        Auf solche Aussagen von westlichen oder westlich inspirierten „Analysten“ braucht man wohl eher nicht zu achten.

        Gerade jetzt, wo sogar der Golan langsam in Reichweite kommt.

        Es ist unklar, wie genau die Absprachen zu Idlib aussehen; generell können die Türken nocht wirklich etwas tun, wenn die SAA gegen die HTS vorrückt.

        Und warum sollte jemand Jordanien etwas versprochen haben?

      2. zgvaca

        Es gibt eine ganz klare Ansage zur weiteren Entwicklung der Lage in Syrien:

        Und ich denke, ganz das wird auch gemacht werden. Es wird nun weitergehen mit Daraa und Südost-Syrien, dann mit Ost-Syrien, später Nord-Syrien, und ganz zum Schluss, wo alle Kräfte frei verfügbar sind, wird der schwierigste Teil kommen: die Befreiung des von Terroristen von ISIS, Al Kaida und IDF okkupierten äußersten Südwesten Syriens.

      3. @PB

        „EVERY INCH OF SYRIAN LAND WILL BE LIBERATED“

        .

        Ich bin mir sicher das hat er nicht nur aus einer Laune verkündet. Diese Aussage war in meinen Augen sowohl mit Russland, China und auch der Türkei abgestimmt. Das könnte aber auch leicht danebengehen und in einen WK III enden. Ich hoffe dass sich alle Seiten dieser Tatsache bewusst sind. Damit es so nicht kommt müssen auch wir hier noch etwas machen. Gewissermaßen unsere „Hausaufgaben“.

      4. Alles Spekulation, natürlich.
        Aber auch ich gehe davon aus, dass Daraa die nächste Aufgabe der SAA und ihrer Verbündeten wird.

        Idlib spielt eine ganz besondere Rolle und wird daher höchstens an vakanten Stellen „angenagt“. Idlib dient der Metamorphose zehntausender Militanter zu „normalen“ Zivilisten oder auch derer schrittweisen Evakuierung. Das ist ein langwieriger Prozess.
        Nach Daraa bin ich wirklich gespannt, was mit al-Tanf passiert. Zumal dort noch zehntausende Menschen in einem Flüchtlingslager in Geiselhaft gehalten werden.
        Die Achse des Widerstandes macht es genau richtig. Sie bohrt an den dünnsten Stellen und höhlt somit die Kräfte des Gegners systematisch aus. Und im Hintergrund läuft stetig Diplomatie, von der wir wenig bis nichts mitbekommen.
        Nebenbei erlernt Israel den geschärften Blick auf die eigenen Grenzen – was den Krieg in Syrien betrifft.
        Menschen sterben, der Krieg ist nicht zu Ende, doch das Projekt des Wertewestens löst sich zunehmend in reinen Wunschvorstellungen auf.

        Herzliche Grüße, ped43z

    1. Bohnennase

      Als nächstes dürfte Daraa an die Reihe kommen:

      https://www.almasdarnews.com/article/syrian-choppers-drop-thousands-of-leaflets-demanding-rebels-surrender-in-daraa/

      Dabei dürften dann auch die Verkehrswege nach Jordanien wiederhergestellt werden. Aber ich bezweifle, dass die Armee da gleich das ganz Gebiet bis zur Demarkationslinie zum IDF-besetzten Golan mitmacht. Ich vermute eher, dass die syrische Armee da einen schmalen Streifen Terrorgebiet stehen lassen wird, und sie sich darum erst ganz zum Schluss kümmern wird, weil es da dann vermutlich auch gegen die IDF selbst gehen wird. Und wenn es ohnehin schon gegen die IDF gehen wird, könnte dann auch gleich die Befreiung des besetzten Golan mit auf dem Programm stehen, aber das wird viel Kraft fordern.

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