Zionisten feiern US-Botschaftsverlegung nach Al Quds mit Massaker in Gaza

Während die USA heute eine von Pastor Robert Jeffress geleitete Zeremonie zur Umwidmung eines Teils ihres Konsulates in Al Quds zur Botschaft beim zionistischen Regime abgehalten haben, hat die zionistische Beastzungsarmee dieses Ereignis mit einem großen Massaker an der zum Schutz des reinen jüdisch-zionistischen Blutes vor arabisch-muslimischen Durchmischungen im Gaza-Streifen konzentrierten indigenen Bevölkerung Palästinas gefeiert.

Mit Zwillen und brennenden Autoreifen, aber ansonsten unbewaffnet nahe dem Zaun des rund 360 Quadratkilometer großen Lagers für 1,8 Millionen Menschen demonstrierende Menschenmengen boten zionistischen Snipern auf der anderen Seite des Zauns perfekte Ziele.

Das Gesundheitsministerium von Gaza meldete, dass die zionistischen Besatzungskräfte am heutigen Montag bis zum Abend 55 der im Gaza-Streifen konzentrierten indigenen Einwohner, davon sieben Minderjährige und einen Sanitäter, umgebracht haben. Weitere 2771 Eingeborene, darunter 225 Minderjährige, 11 Journalisten und 17 Sanitäter wurden verletzt, und davon waren 130 Personen in ernster und krtischer Kondition.

Insgesamt haben die zionistischen Besatzungskräfte heute am Zaun des Gazastreifens den Angaben zufolge 1359 Eingeborene mit scharfer Munition getroffen. Wie üblich verspottete ein Sprecher der zionistischen Besatzungskräfte anschließend die Opfer der zionistischen Safari, indem er ihnen „beispiellose Gewalt“ vorwarf. Nachdem das zionistische Regime und seine Lakaien sich bei ihrem Krieg gegen Syrien jüngst eine Ohrfeige bekommen haben, hebt so ein Massaker an wehrlosen Eingeborenen in Palästina die Stimmung von Nationalzionisten ganz enorm. Und natürlich stimmten die von Zionisten dominierten USA auch heute in die Verspottung der Opfer des zionistischen Terrors ein. Muqtada Al Sadr, der Sieger der Wahl am Samstag im Irak, hat das Massaker der Besatzer hingegen mit deutlichen Worten verurteilt.

In Syrien haben die syrische Armee und ihre Partner heute derweil den Kampf gegen die von Zionisten und ihren wahhabitischen Komplizen unterstützte Terrorgruppe ISIS im Süden von Damaskus fortgesetzt,

Im Westen der Terroristentasche haben die Armee und ihre Partner dabei heute neue Positionen, darunter die Quds-Moschee, eingenommen.

Aus der Rastan-Tasche, die sich über die syrischen Provinzen Homs und Hama erstreckt, wurden SANA zufolge auch heute wieder zahlreiche Terroristen und ihre Angehörigen nach Nordsyrien evakuiert. Weiterhin wurde aus Ostsyrien berichtet, dass von US-Besatzungstruppen und der irakischen Armee unterstützte SDF-Kräfte das Dorf Baqhuz nahe der Grenze zum Irak eingenommen haben.

Zum vorläufigen Ergebnis der Wahl im Irak wurden erste inoffizielle Berechnungen zur Sitzverteilungen bekannt. Von den 329 Sitzen des irakischen Parlaments gehen demnach voraussichtlich 54 an die von Muqtada Al Sadr unterstützte Sairun-Liste, die Liste von Hadi Al Amiri wird 47 bekommen, Abadi 42, Maliki 25, Barzani 23, Allawi 21, Hakim 19, Talabani 17 und Nujaifi 13.

Das würde für eine von Teheran gestützte anti-amerikanische schiitische Koalition locker für 165 Sitze reichen, die zur Regierungsbildung notwendig sind. Doch Muqtada Al Sadr schwebt offenbar anderes vor.

Ähnlich der Strategie der Einheitsregierung, die Hisbollah im Libanon verfolgt, strebt Muqtada Al Sadr eine breite Koalition von Schiiten, Sunniten und Kurden an. Dabei will er, um sie Sunniten und Kurden schmackhaft zu machen, offenbar Maliki, die Koalition der Volksmilizen und die kurdische PUK als besonders eng mit Iran liierte Kräfte außen vor lassen und in die Opposition schicken. Das ändert natürlich nichts daran, dass iran-freundliche Kräfte im Parlament eine klare Mehrheit haben, aber auf diese Weise will Al Sadr offenbar versuchen, Sabotage-Akte iran-feindlicher Kräfte vorzubeugen und die Einheit des Irak voranzutreiben. Ob das gelingt, bleibt freilich abzuwarten, aber wenn der Versuch nicht erfolgreich ist, kann später schließlich immer noch zu einer schiitisch geprägten anti-amerikanischen Koalition gewechselt werden.

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48 Gedanken zu “Zionisten feiern US-Botschaftsverlegung nach Al Quds mit Massaker in Gaza

  1. Dabei darf man nicht vergessen, dass Al Sadr immer kritische Distanz zu den Iranern gehalten hat. Beide Lager sind zwar schiitisch gepraegt, die einen sind aber Araber und die anderen Iraner. Das spielt auch eine Rolle. Sadr moechte sich auch von den Iranern nicht belehren lassen, von den Amis aber schon gar nicht. Unabhaengigkeit ist der Wunsch und Zusammenhalt als ein Volk.

    1. Barbara

      Ja, mir sind der Werdegang und die Positionen von Muqtada al Sadr bestens bekannt.

      Es wird bisweilen behauptet, seine Studien in Qom hätten zu nichts geführt. Doch was ich bei ihm sehe, ist, Studienverlauf hin oder her, nicht das Verhalten eines dummen Jungen, sondern die Weisheit eines Großayatollahs.

      Muqtada al Sadr scheint mir drauf und dran zu sein, aus dem Irak ein geeintes und unabhängiges Land zu machen. Sollte das gelingen, wäre das eine riesige Errungenschaft, von der meiner Meinung nach nicht nur die Iraker, sondern letztlich auch der Iran und die Achse des Widerstandes profitieren würden.

      1. Parteibuch:

        Wie ist die oftmals zitierte Annäherung an Saudi-Arabien, insb. der Besuch bei MbS zu bewerten?

        Oder anders gefragt: ist das nicht ein überdeutliches und klares Anti-Iran-Statement? Den Wunsch nach guter Partnerschaft zu den Saudis hätte man ja durchaus auch leiser und indirekter zeigen können?

      2. Pragmatisch

        Iran und die Achse des Widerstandes versuchen seit geraumer Zeit, derartige Beziehungen zum saudischen Herrscherhaus wieder hinzubekommen wie das Moqtada Al-Sadr im letzten Jahr gelungen ist. Das ist ein ganz klarer Erfolg der Strategie von Moqtada Al Sadr.

        Mitnichten bedeutet das jedoch, dass Moqtada Al Sadr die Seite gewechselt hat, ganz im Gegenteil. Mit dem alten Weggefährten Moqtada Al Sadr an der Spitze wird der Irak gerade ein neuer, eigenständig stehender Pfeiler der Achse des Widerstandes. Sehr deutlich war das gestern am sehr kritischen Statement von Moqtada Al Sadr zum israelischen Massaker an den Palästinensern in Gaza zu sehen. Der Sieg von Moqtada Al Sadr ist für die Achse des Widerstandes ein Grund zum Feiern, auch wenn das im Moment bitte schön nicht zu laut geschehen sollte, weil das Moqtada Al Sadr seine schwierige Arbeit zur Einigung des Irak bloß unnötig erschweren würde.

  2. Diese Ereignisse um die „Botschaftseröffnung“ sind m.M.
    nach völlig aufgeblasen dargestellt, und eigentlich steht
    das Medien-Ereignis klar als Show für USA/Trump da.
    Selbst der Mainstream-Artikel
    https://web.de/magazine/politik/usa-eroeffnen-botschaft-
    jerusalem-gewalt-gazastreifen-eskaliert-32963248
    benennt klar, dass nur ein bereits bestehendes Gebäude
    übergangsweise Bürofläche für den Botschafter wird.
    „Bis Ende kommenden Jahres sei die Eröffnung eines
    Botschaftsanbaus auf dem Gelände geplant. Zudem sei mit
    der Suche nach einem Standort für die ständige Botschaft
    begonnen worden.“
    Das scheint mir wieder mal das Problem zu sein (entschuldigt
    meine emotions-lose Haltung) : Ist es für die Menschen im
    Gazastreifen wirklich das wert, für so eine Show das Leben
    zu riskieren ? Sie müssen doch wissen, dass die israelischen
    Schützen eine verkommene Moral haben – und ohne eine
    äussere Macht haben sie keine Chance … . „Man verfluche
    „das Massaker“, das von israelischen Sicherheitskräften an
    friedlich protestierenden Palästinensern verübt worden sei“
    hört man vom türkischen Aussenministerium.
    Nun, dann bin ich mal gespannt, ob Erdogan & Co den Worten
    Taten folgen lassen, immerhin gab es ja mal den Versuch mit
    der Gaza-Hilfsflotte !! Und nun wird sich zeigen, ob sich die
    Situation in der Türkei in den letzten Jahren wirklich erheblich
    geändert hat. Von den anderen Ländern getraue ich mir gar
    nichts zu erhoffen, Syrien sollte erst selbst konsolidieren.

    1. k49mich

      Die wesentliche geopolitische Bedeutung der Proteste könnte meiner Meinung nach darin liegen, dass die Regierungen der arabischen oder muslimischen Staaten, die offen mit Israel eine Front gegen Iran aufbauen wollen, dadurch unter öffentlichen Druck kommen. Das betrifft insbesondere die Herrscherhäuser von Saudi Arabien, die VAE und Bahrain.

      Diese Diktatoren müssen sich zwar keinen Wahlen stellen, aber Unzufriedenheit in der Bevölkerung erhöht da trotzdem die Wahrscheinlichkeit von Unruhen oder gar einen Sturz des Monarchen oder sogar der Monarchie, wenn diese Diktatoren sie ignorieren.

      Die zweite damit zusammenhängende wesentliche Folge der Botschaftsverlegung und der Proteste dagegen könnte sein, dass das saudische Herrscherhaus seine sich aus seinem Reichtum und der Herrschaft über Mecca und Medina ergebende Führungsrolle in der islamischen Welt verliert. Das wurde zum Beispiel deutlich beim vergangenen OIC-Sondergipfel in der Türkei, wo Erdigan sich erfolgreich den Mantel der wichtigsten Führungspersönlichkeit der islamischen Umma umhängen konnte, und diesen Anspruch wird Erdogan nun bald mit noch einem OIC-Sondergipfel vertiefen. DIe geopolitische Implikation dabei ist, dass die Türkei anders als Saudi Arabien über gute Beziehungen zu Iran und Russland verfügt, und die Türkei damit beinahe die gesamte islamischen Welt auf einen Kurs in Richtung bessere Beziehungen zu Iran und Russland bringt.

      1. @K49, Pragmatisch & 1PB

        Die inneren Differenzierungen im Libanon und Irak sind Teil der neuen multipolaren Weltordnung. Jedes der Länder ist vielfältig mit allen umgebenden Staaten verbunden, durch die Realität. Und das sich dies nun in einer ‚ausbalanzierenden‘ Politik wiederspiegelt unterstreicht nur die Tatsache, dass der Unipolarzustand aufgebrochen wurde und alle Formen bilateraler Normalität, zwischen allen Staaten der Erde, zunehmen wird. Genau das ist es. Aus unseren schlechten Erfahrungen erwarten wir immer noch unipolare Finten. Sicherlich wird es die noch eine zeitlang geben, in dem jetzigen Übergangsstadium. Aber entscheidend allein ist, dass der große Globalistendurchmarsch, in der gesamten westlichen Machthemisphäre, gebrochen wurde.

        Das macht die Gefangenen von Gaza nicht wieder lebendig, die gestern ihr Leben während des Protests und Widerstandes verloren. Das Ansehen des Siedler-Apartheids-Regimes schrumpft zusehends, da können, in Betonwände eingelassene Machtembleme des ‚Status Quo‘, nichts daran ändern, eher im Gegenteil und deswegen ist Trump auch schön zuhause, in den uneinigen Staaten, geblieben, gestern.

    2. k49mich
      Ist es für die Menschen im
      Gazastreifen wirklich das wert, für so eine Show das Leben
      zu riskieren ?

      Die Demonstrationen im Gaza finden ja nicht wegen der Botschaftseröffnung statt, sondern
      sind seit Monaten geplant und wurden schon seit Wochen durchgeführt als Demonstration
      für die Rückkehr in die Heimat. Manche enteignete Gazabewohner können ihre Dörfer hinter dem Zaun sehen, können aber nicht hin.
      Der gestrige Tag sollte der Tag der Erstürmung des Zaunes sein. Der Termin stand bereits seit einigen Wochen fest – wenn ich mich recht erinnere.

  3. https://www.logicno.com/vijesti/sirija-i-integracija-nekih-oslobodenih-podrucja-rusi-ih-ne-mogu-cuvati-zauvijek.html
    Sehr interesante Kommentar über ein Problem in Syrien von welchem kaum geredet wird.
    In viele Befreieten Orten in Syrien haben syrische Staat und Geheimdienste noch kein zugriff. Zur Zeit überwachen russische Truppen Ortschaften in welche sich syrische Armee und Polizei noch nicht trauen. Menschen vor Ort sind zufrieden mit russischen Polizei welche aus islamische teile Russland kommen und versuchen neutral zu sein. Aber Regierung in Damaskus wird langsam ungeduldig. Besonders Geheimdienste sind unzufrieden, weil damit verlieren sie immer mehr am Einfluss.
    Erwähnt würde auch Situation in Ost Aleppo wo Russen war wichtig das Menschen bleiben und haben jeden Papiere ausgestellt. Darunter könnten auch Schläfer sich befinden. Es wäre sehr wichtig für Syrien diese Orten schnell wie möglich zu integrieren. Diese Orte leben zur Zeit von humanitäre Hilfe und ist kein Wiederaufbau dort passiert.

    1. Danke für Deinen Beitrag.
      Finde auch das die ständigen 50 Komentare hierzu Politiktheorie überhand nehmen.

  4. Wenn *** (Edit: Snip)*** diese politische Interessengemeinschaft, die sich einbildet mit ihrem Staat Israel der Nabel der (westlichen) Welt zu sein, wäre nur noch eine Gesellschaft von skrupellosen politischen Lügnern, die einer anderen Bevölkerung ihr Land weggenommen hat, dort einen Apartheidstaat betreibt, und von ihrem westlichen Ministaat aus, die ganze umliegende arabische Staatenwelt terrorisiert!

  5. Diese Aktionen der Zionisten führen der Welt drastisch vor Augen, mit wem sie da „grenzenlose“ Solidarität und gar „Staatsräson“ teilen. Zudem wird der muslimische Hass auf Israel enorm gesteigert, was die Zerschlagung der zionistischen Seilschaften in den USA m.E. erheblich erleichtert.

  6. Ben Gurion, der heldenhafte Visionär, hatte als Losung zur Gründung Israels ausgegeben: „so viel Land wie möglich besetzen, mit so wenig Arabern wie möglich“.
    Wahrlich eine Ideologie, die es verdient auch stramm nach 70 Jahren von der „freien Welt“ gefeiert zu werden. Mehr Hohn, Arroganz, Ignoranz und Zynismus geht nicht…
    … na vielleicht doch: Die USA und Israel schieben der Hamas die alleinige Schuld an den Massakern zu. Die „schwer bewaffneten Demonstranten“ würden an der Grenze zu Israel „Kriegsverbrechen begehen“. Das wurde ernsthaft so zu Protokoll gegeben.
    Einer dieser schwerbewaffneten Kriegsverbrecher ist Fadi Abu Salah
    https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/32413677_1916404288379621_4654316845900234752_o.jpg?_nc_cat=0&oh=456e9a111aacaa091ab1bee8f8b516c1&oe=5B8D872D
    gestern im Rahmen der israelischen Selbstverteidigung erschossen!

      1. Von Ben Gurion erwarte ich gar nichts. Und die Wertegemeinschaft hat verk***t.
        Kaum vorstellbar, dass es angesichts dieser menschenverachtenden Ideologie eine Zukunft für Israel gibt. Der moralische Verlust ist auf Dauer nicht aufzufangen. Wut, Sinn nach Gerechtigkeit und Brüderlichkeit werden sich eines Tages erruptiv Weg bahnen.
        Ohne Augenmaß, Ausgleich und gerechten Frieden für beide Seiten wird nie ein Israeli je ruhig seinen Lebensabend in diesem Land verbringen können. Davon bin ich überzeugt, denn:
        „Den Bösen gehts gut und den Guten gehts schlecht, am Ende siegt dennoch immer das Recht. Und später stellt man fest: Gott war schon vorher da.“ (Quelle unbekannt)

    1. kaumi,

      man findet eigentlich keine Worte mehr. Ausser, dass die Palästinenser in Zukunft mit richtigen Waffen an die Grenze marschieren müssen. Sozusagen als reguläre Volksarmee.

      Ich verfolge seit gestern die westlichen „wertemedien“. cnn, bbc, sky etc. Durch die Bank sind die Journalisten dort sehr empört und teilweise wurden die Interviews mit den Vertetern oder Verteidigern des zionistischen Regimes sehr lautstark geführt. Ich hatte den Eindruck, dass sich bei den Regimevertretern blanke Hysterie breitmachte. Schuld sei natürlich die Hamas. Es gäbe keine Lebensmittelblockade. Die Hamas würde die Lebensmittel verbrennen. Die Protester hatten Bomben und Gewehre. Einer fragte die Interviewerin allen Ernstes, ob es ihr lieber wäre, wenn 2000 Israelis verletzt worden wären.

      Ich halte es inzwischen für ausgeschlossen, dass man mit einer Regierung, wie der unter Netanyahu ein Abkommen erzielen kann. Es fehlt Netanyahu und allen, die mit diesem Regime sympathisieren jeglicher innerer Kompass für Gut und Böse, jeglicher moralischer Gradmesser, jeglicher Gerechtigkeitssinn, jegliches menschliches Empfinden.

      Es handelt sich bei dieser Spezies um eiskalte Mörder, skrupellose Mafiosie, die über Leichen gehen und dabei dem Opfer die Schuld zuschieben für dessen Ermordung.

      Das sind ***.

      Wir können nur hoffen, dass sich das Regime von selbst zerstört, durch seine Untaten, oder dass sich das gesamte palästinensische Volk bewaffnet und erhebt und diesem Alptraum ein Ende bereitet. Für Konzessionen ist es zu spät.

      70 Jahre Betrug, Siedlungsbau, Mord, Ghettoisierung sind 70 Jahre zuviel.

      Übrigens hat Südafrika als einziger Staat seinen Botschafter aus Israel abberufen.

      Erdogan hat die Botschafter aus Washington und TelAviv zu Konsultationen zurückbeordert.

      1. Demeter

        Eine bewaffnete Erhebung haben die Palästinser über Jahrzehnte versucht. Nur endet eine solche bewaffnete Erhebung im Desaster, wenn der Feind über mehr, schwerere und bessere Waffen verfügt, was bei der Achse USA-Israel bislang ständig gegeben war. In so einem Fall ist eine unbewaffnete Erhebung, so wie wir sie gerade sehen, auf jeden Fall einer bewaffneten Erhebung vorziehen.

        Um Palästina mit einer bewaffneten Erhebung zu befreien, müssen die Nachbarstaaten und die Staaten der Region mithelfen. Auch das ist einfacher gesagt als getan, denn Israel war dank seinem von den USA gesetzlich garantierten QME bislang auch jeder regionalen Staatenkoalition militärisch haushoch überlegen. Das ändert sich gerade ganz langsam durch die Achse des Widerstandes, Hisbollah, die syrische Armee und Iran. Bis die Achse des Widerstandes und andere Regionalstaaten Israel überlegen sind, ist es aber noch ein weiter Weg. Und einige besonders korrupte regionale Staaten wie Saudi Arabien, die VAE und Bahrain haben offenbar beschlossen, anstatt bei der Befreiung Palästinas mitzuhelfen, an der Seite Israels gegen Palästina und die Freunde Palästinas zu kämpfen.

        PS: Südafrika hat seinen Botschafter in Israel genau wie die Türkei zu Konsultationen zurückberufen. Die Türkei hat da aber noch zwei Schritte draufgesetzt, nämlich indem sie ihren Botschafter in den USA ebenfalls abgezogen haben und außerdem den israelischen Botschafter aus der Türkei rausgeworfen haben. Der Abzug des türkischen Botschafters aus den USA ist dabei meiner Meinung nach ein weiteres Zeichen für einen sich anbahnenden NATO-Austritt der Türkei.

      2. PS: in Sanaa gibt es gerade eine große Soli-Demo für Palästina:

      3. @PB
        „Der Abzug des türkischen Botschafters aus den USA ist dabei meiner Meinung nach ein weiteres Zeichen für einen sich anbahnenden NATO-Austritt der Türkei.“

        .

        Das versuchen die USA gerade dadurch zu verhindern dass sie, trotz anderer vorheriger Ankündigungen, F-35 Kampfflugzeuge liefern. Es ist in meinen Augen also noch nicht ausgemachte Sachen aber eine Tendenz gibt es meinen Augen trotzdem in diese Richtung.

      4. Karsten

        Bezüglich der Auslieferung der vor langer Zeit bestellten F-35 an die Türkei stecken die USA in der Zwickmühle.

        Liefern sie sie, laufen sie Gefahr, dass die Türkei dann damit Russland dabei hilft, die von Russland produzierte Luftabwehr und andere Gegenmaßnahmen auf den Flugzeugtyp F-35 zu optimieren. Liefern sie sie nicht, begehen die USA Vertragsbruch und tragen damit möglicherweise zu einem Austritt der Türkei aus der NATO bei.

      5. PB

        „Liefern sie sie, laufen sie Gefahr, dass die Türkei dann damit Russland dabei hilft, die von Russland produzierte Luftabwehr und andere Gegenmaßnahmen auf den Flugzeugtyp F-35 zu optimieren. Liefern sie sie nicht, begehen die USA Vertragsbruch und tragen damit möglicherweise zu einem Austritt der Türkei aus der NATO bei.“

        Kein Widerspruch.

  7. In Beit Sahm wurde ein 30m tiefer, 1 km langer Tunnel entdeckt, der nach Jeramana fuehrte. Kein Wunder, dass dort die Terroristen leichtes Spiel hatten, um Sprengsaetze zu zuenden.

  8. Mit Venezuela noch eine Volksdemokratie (d. h. die Verfassung als oberstes Gesetz staatlichen Handelns wurde vom Volk demokratisch abgestimmt) vernichten und das Land mit den terroristischen Mitteln des Faschismus zurück in die rechtsextremistische Kapitaldiktatur kippen, natürlich im Namen von „Diktatur stürzen für Demokratie“.

    Angesichts des derzeit überall gegen die friedliebenden Völker der Welt und den sozialen Fortschritt der Menschheit wild um sich schlagenden Imperialismus, vielleicht noch oder schon nicht mehr o. T.:

    „Masterstroke: The US Plan to Overthrow the Venezuelan Government“[1]

    Was für eine erbärmliche Existenz von „Gangster des Kapitalismus“[2] (Zitat, US-Major General Smedley D. Butler) der mögliche Autor auch sein mag, so sei hiermit doch sowohl die Frage nach der Echtheit dieses von dämlichstem Tatsachenkopfstand nur so strotzenden Geschreibsels gestellt, als auch die Frage, wie den sich demnach als „Chile 2.0“-Kriminelle gerierenden Völkerrechtsverbrechern auch dort noch rechtzeitig ein demokratischer Strich durch die diktatorische Rechnung gemacht werden könnte.

    [1] INTERNATIONALIST 360°: Masterstroke: The US Plan to Overthrow the Venezuelan Government

    https://libya360.wordpress.com/2018/05/13/masterstroke-the-us-plan-to-overthrow-the-venezuelan-government/

    [2] amerika21: Venezuela: US-Ölkonzern Conoco will Erdölraffinerien in der Karibik beschlagnahmen

    https://amerika21.de/2018/05/201044/venezuela-conoco-raffinerien-karibik

  9. Sicher : Israel ist ein Projekt zionistischer Angelsachsen.
    Noch sicherer : Israel ist ein künstlicher Staat, der ohne westliche Subventionen nicht überleben kann. Erwiesen : Israel ist der militärische Kettenthund der USA, der alles zerfleischen soll und dies mit Folter und Mord auch tut.
    Frage :
    1) Wenn der Westen Israel auflöst, würde sich wirklich etwas positives für Palästinenser oder Moslems in der Region verändern ?
    2) Der Ex Grüne Zionist und Wirtschafts Experte Rainer Trampert behauptet, dass die Palästinenser in „Israel“ den höchsten Lebenstandard und die höchste Lebenserwartung hätten; verglichen mit muslemischen Staaten, wo sie ja auch leben ?
    3) Wieso haben ausgerechnet Palästinenser als westliche Terroristen gegen Libyen und Ghadaffi gekämpft ?
    — Gemäss meinen Infos – von linken Juden – schadet USrael dem Westen seit Jahrzehnten viel mehr, als es denen nutzt.
    4) Was hat der aussenpolitisch – tatsächlich – friedliche Iran zu bieten ? Dort ist die Schere zwischen reich und arm die gösste in halbwegs entwickelten Staaten. Ist der Iran ein extrem kapitalistischer Staat für Reiche ? Mit Armen, die dafür bluten müssen ? Die israel feindliche MLPD bezeichnet den Iran sogar als faschistischen Ausbeuter Staat, der brutal die Arbeiter unterdrückt.
    — Meiner Meinung ist das militärisch – teure und unwichtige Israel – aktuell nur dazu da, westliche linke und rechte zu verbinden, um von echten (sozialen) Katastrophen abzulenken. Vorher hatte man mit dem Israel Blödsinn Linke und Rechte gespalten. Und noch früher hatte man erfolgreich alle Israel Feinde in die rechts- und linksextreme Schublade gesteckt.
    Komische- / Logischerweise hat die Israel Frage in Kuba, China, Nord Korea oder UdSSR / Russland nie so eine ideologische Rolle wie in Täuschland gespielt.

    1. Robert

      Damit, dass „Israel“ zu nichts nutze ist und dem Westen seit Jahrzehnten mehr schadet als nutzt, machst du eine sehr richtige Beobachtung. Es ist richtig, dass Israel keinen Nutzen für den Westen erbringt, obgleich der Westen Israel stets zu Diensten ist. Du kommst dann aber nicht darauf, die logische Frage zu stellen, welche Rückschlüsse man daraus bezüglich der verschiedenen Thesen dazu ziehen kann, wer im Bündnis zwischen dem Westen und Israel die Oberhand hat, wer Herr und Meister ist, und wer Diener. Die logische Antwort ist, dass Israel in dem Bündnis Herr und Meister ist, und der Westen der Diener. Israel beherrscht den Westen.

      Dass es einem solch kleinen Zwergstaat wie Israel möglich sein könnte, Kontinente wie Nordamerika und Westeuropa zu beherrschen, mag mancher überhebliche Westler spontan für undenkbar halten. Doch die Geschichte zeigt, dass kleine Gebilde sehr viel größere Gebiete beherrschen können. Doch es ist möglich. Die Gesschichte zeigt es. Man denke da etwa an die Herrschaft des Zwergstaates Britannien über den riesigen Subkontinent Indien und noch etlicher anderer großer Gebiete in der Welt.

      Schaut man sich nun die real existierenden politischen Verhältnisse in der westlichen Welt an, kann man feststellen, dass radikale Zionisten da in sehr vielen wichtigen Bereichen wie Wall Street und Finanzwesen, Massenmedien, Internet und Unterhaltung, Pharmaindustrie und Justizwesen dominant sind. Diese Dominanz wird durch ein Gestrüpp von mächtigen Einflussorganisationen, die zusammen unter dem Begriff Israel-Lobby bekannt sind, auch in politische Macht umgesetzt, was wiederum erklärt, warum beispielsweise der US-Kongress von radikalen Zionisten dominiert wird, die da zuerst Israels Interessen und erst danach die Interessen der USA vertreten, obwohl ein ziemlich großer Teil der US-Bevölkerung des radikalen Zionismus und seiner permanenten Kriegstreiberei in Westasien inzwischen reichlich überdrüssig ist. Deutlich wird das zum Beispiel an US-Gesetzen, die die USA verpflichten, Israels QME zu garantieren, was natürlich nur Israel, nicht jedoch den USA nützt. Ein weiteres Indiz findet sich zum Beispiel darin, dass unter den 20 größten Spendern von Hillary Clinton 2016 über die Hälfte radikale Zionisten waren, die im Gegenzug für Spenden die „Unterstützung“ Israels verlangen. Und auf der republikanischen Seite gab es 2016 auch einen Run auf den radikal-zionistischen Casino-Unternehmer und Großspender Sheldon Adelson, dass es schon peinlich war. Die radikal-zionistische Kolonialisierung der USA verstärkt natürlich auch den Einfluss radikaler Zionisten in Westeuropa, der selbst ohne die US-Vorherrschaft ohnehin schon riesig ist, womit natürlich auch Westeuropa nicht souverän, sondern eine zionistische Kolonie ist.

      Solange Bewegungen für soziale Verbesserungen in Europa häufig sogar noch den Schulterschluss mit den radikal-zionistischen Machthabern suchen, die für die sozialen Missstände verantwortlich sind, kann sich an den sozialen Verhältnissen natürlich auch nichts ändern. Was neu ist, ist, dass das inzwischen immer mehr Menschen rechts wie links erkennen, wodurch nun auch in Westeuropa allmählich Bewegungen entstehen können, die sowohl friedenspolitisch als auch sozial effektiv sind. Die zionistischen Massenverblödungsmedien spucken diesbezüglich natürlich Gift und Galle, man schaue etwa nur auf #JihadiJulian, denn die Entstehung anti-zionistisch sozialer Bewegungen gefährdet natürlich das groteske zionistische Herrschaftssystem, dem im Westen alle anderen Fragen untergeordnet werden.

      1. Bei der – zionistischen – Judenschaft handelt es sich um dreierlei: eine Abstammungsgemeinschaft, eine Religion, ein Staatsgebilde; man könnte auch noch Finanzgemeinschaft nennen.
        Jetzt nähme es mich wunder, was für eine verbindende Ideologie (Weltanschauung) die – zionistische – Judenschaft ihr eigen nennt? Ich weiss, eine Antwort ist schwierig, ohne in „antijüdisches Geschwafel“ zu verfallen.
        Das Wort Staatsgebilde für Israel habe ich deshalb gewählt, weil dieser „Staat“ weder eine Verfassung noch festgelegte Staatsgrenzen besitzt. Wie so etwas von der UNO und der internationalen Staatengemeinschaft als Staat anerkannt werden kann, spricht Bände!!

      2. Paul

        Die zionistische Idee eines „jüdischen“ Staates entstammt den irrsinnigen Gedanken der Rassentrennungslehre des vorvergangenen Jahrhunderts. Ein „jüdischer Staat“ hat demnach das reine Blut der jüdischen Volksgemeinschaft vor der Durchmischung mit nicht-jüdischem Blut zu schützen. Das sollte die Vernichtung der von Gott auserwählten jüdischen Volksgemeinschaft durch Verwässerung des reinen Blutes bis zur Unkenntlichkeit verhindern. Bis heute ist es deshalb so, dass Juden im zionistischen Gebilde keine Nicht-Juden heiraten dürfen, gemischte Paare müssen dann extra ins Ausland zum Heiraten, etwa nach Zypern.

      3. PB:

        Gemischte jüdische Paare müssen nach Zypern? Und eine Jüdin dürfte ich nie heiraten, oder wie?

        Das ist ja purer Rassenwahn.

        Echt Schade, denn jüdische Frauen sind echt hübsch

    2. @Robert Ohm & 1PB

      Der politische Begriff ‚Zionismus-Kritik‘ (= Kritik an staatl. Apartheidspolitik) wird in politischer Absicht häufig von seinen Befürwortern (politischen Zionisten unter den Christen, Atheisten, Juden, Muslimen) als ‚Judenkritik‘ (Antisemitismus) umgedeutet, bzw. vorsätzlich *umgebogen*. Dies kommt den nachlässig Kritisierenden, vom politischen Zionismus selbst damit ‚Hasspolitisierten‘ in ihrer Wertung durcheinander. Sie werden dadurch zu ‚politisierten Paradoxalen‘.

      Warum?

      Paradox bedeutet Widerspruch. Zwei Elemente in einem Zusammenhangen widerstreiten gegeneinander. Der zionistisch Politisierte (Mainstreamjournalisten nennen diese Gruppe, in vorsätzlicher Abkürzung, Rechtsextreme) erreicht durch seine mangelnde Unterscheidung und daraus folgender, hasserfüllte Pauschalisierung, exakt (und von den Polit-Zionisten vorsätzlich dazu gedrängt) das Gegenteil seiner ursprünglichen Intention. Aus Kritik wird Pauschalverurteilung. Die populistische (gewollte!) Verwirrung ist perfekt, wenn noch andere Fehlschlüsse damit verbunden wird und etwa die Sorge um Arbeitsplatz und Sicherheit auf der Straße sich mit allgemeiner Fremdenangst zu einem Komplex verbindet.

      Ja, wer diese Zusammenhänge mutwillig oder nachlässig, ignoriert oder gar selbst noch befördert, handelt moralisch-ethisch verwerflich. Lagerbildungen zu Gunsten von Eliten und politisch erblindeten Wohlfühl-Mittläufer-Mehrheiten, erreichen dann durch Hassverblendung und Angstkomplexe in der Bevölkerung nur, dass die vorsätzlich damit Arbeitenden, weiter ihre Vorteile daraus ziehen können (politische Spaltungen, Vorteilsnahmen, Legalisierung von Unrecht). Angst und Hass verringern den Einfluss der Mehrheit auf Durchsetzung der eigenen Interessen!!!

      Somit trifft, auch wenn der Vorgang wirklich paradox ist, den nichtdifferenzierenden, Judenhass Herausschreienden, Dauerverängstigten, die Mitschuld an der Aufrechterhaltung der ungerechten Verhältnisse und letztlich damit auch, am Mord vieler Entrechteter, die wiederum paradox, genau um ihre Rechte kämpfen, etwa in Demonstrationen in Gaza.

      In Palästina-Gaza wird besonders kräftig die Klaviatur der Pauschalisierung und der Opferpolitik gespielt, denn das ist jede Unterstützung von Ungerechtigkeit als Forum für die Siedlergewalt und den Siedlerhass. Aber die Notleidenden Gaza-Gefangenen sind/ werden, damit doppelte Opfer. Opfer an Leben oder Gesundheit und dazu Opfer der ‚vorsätzlichen‘ Verhältnisse Ungerechtigkeit und Hass. Wenn Gaza sich von innen her befreien kann, dann nur durch Zurückweisung von jeglicher Instrumentalisierung. Ich weiß allerdings auch, dass dies fast unmöglich ist und bin mir keinesfalls sicher, das selber durchhalten zu können, etwa in Gaza!

      Das Paradox von Friedenserwartung(-hoffnung) und Friedensforderung (instrumentalisiert) ist eben in allen Verhältnissen zu finden.

      Zu Ihren Fragen
      „1) Wenn der Westen Israel auflöst, würde sich wirklich etwas positives für Palästinenser oder Moslems in der Region verändern ?“

      Ich glaube nein. Es würde völlig reichen die ungeheure Unterstützungen QME,…, drastisch zurückzufahren, komplett auszusetzen. Dann wären alle Beteiligten genötigt, eine Lösung nach dem Modell Libanon-Schweiz zu formulieren > Konsensdemokratie, jeweils von den Betroffenen ausgehandelt.

      „2) Der Ex Grüne Zionist und Wirtschaftsexperte Rainer Trampert behauptet, dass die Palästinenser in „Israel“ den höchsten Lebensstandard und die höchste Lebenserwartung hätten; verglichen mit muslemischen Staaten, wo sie ja auch leben ?“

      Das mag stimmen, rechtfertigt aber nicht die staatliche Apartheidspraxis, Nakba, der letzten 70 oder 100 Jahre. Die wirtschaftliche Neokolonialisierung der arabischen Länder, ist das größte Wohlstands- und Glückshemmnis. Aus Armut wird aber nie ‚Glück‘ eines anderen (anderer Gruppen), da irrt der politisch vorsätzliche Reduktionist Trampert. Mac´ximal führt das zu unverdientem und meist krankmachenden Raubbesitz (siehe Lebensverhältnisse des Kriegswestens insgesamt).

      „3) Wieso haben ausgerechnet Palästinenser als westliche Terroristen gegen Libyen und Ghadaffi gekämpft ?
      — Gemäss meinen Infos – von linken Juden – schadet USrael dem Westen seit Jahrzehnten viel mehr, als es denen nutzt.“

      Wichtige Frage, aber Menschen sind häufig bestechlich, egal woher sie kommen und welche Farbe/ Kultur/ Religion sie (erfahren) haben. Ich sehe da keinen Unterschied. Nicht jeder Arme ist bereit für 500 oder 250 $ sich als Söldner zu verdingen, aber einige gibt es immer, die das tun. –

      „4) Was hat der aussenpolitisch – tatsächlich – friedliche Iran zu bieten ? Dort ist die Schere zwischen reich und arm die größte in halbwegs entwickelten Staaten. Ist der Iran ein extrem kapitalistischer Staat für Reiche ? […]“

      Die demokratische Entwicklung im Iran wurde durch den Westen brutal unterbrochen. Die Langfristwirkungen gibt es noch heute. Dennoch überwiegt der Konsens und die sehr langsame Säkularisierung. Iran wird in den nächsten Monaten allerdings stark gefordert sein, durch die erneute Unruhe um die US-Sanktionen. Auch gefühlte Sanktionen können die Unzufriedenen in einem Land puschen, ähnlich wie der Zynismus des politischen Zionismus, sich seine Feinde selbst heranbildet > Psychopolitik. Dazu lese man rund um Carl Schmitt/ Leo Strauss, eine gute Hilfe, diese Strategien zu erkennen und zu durchkreuzen, mAn.

      1. Israel erwartet von den Staaten dieser Welt, dass sie seine Forderungen schützen – da diese allerdings zu Lasten der auf ihrem beanspruchten Territorium ansässigen Bevölkerung gehen, ist der Tatbestand des Rassismus gegeben.

      2. @Paul Hollenstein

        Vielleicht vertauschen Sie da einige Begriffe?

        Israel, bzw. die jetzige Regierung, als maßgeblicher, aber keinesfalls ausschließlicher, Teil des global agierenden, politischen Zionismus (etwa unseren Massenmedien wie der Springerpresse,…) kann viel erwarten, was nichts bewirken muss, direkt.

        Wichtig ist immer auch, die Mittel zu haben, um seine Interessen durchsetzen zu können, bei Springer ist es das pure Vermögen seiner Eigentümer. Und der politische Zionismus hat eben seine Mittel. Diese erschöpfen sich aber nicht in praktiziertem Rassismus im eigentlichen Sinne, das stimmt nicht. Der wesentlich größere Teil dieser politischen Agenda setzt auf die vielen Trittbrettfahrer, die ihre eigenen Interessen damit verfolgen und legal oder auch illegal durchsetzen können. Darin besteht der Vasallenvertrag und gerade nicht in der Hautfarbe oder Religion. Können Atheisten nicht in der FED arbeiten oder Materialisten im Vatikan?

        Der stiefelleckende Vasall bekommt als Prämie immer etwas vom Kuchen ab, egal ob dieser selber gebacken oder geraubt wurde, er hat seinen Vasallendienst zu leisten, etwa Propaganda zu betreiben. Die Redakteure brauchen dazu keine jüdischen Mütter/ Großmütter, sondern müssen sich nur an die ja veröffentlichten Hausverträge halten, also etwa alles aus der Interessensicht Israels berichten/ kommentieren, das reicht, da kommt man auch ohne Beschneidung aus (ausgenommen die erforderliche Schere für die innere Selbstzensur).

        Und im Lande selbst ist es der Weg über das Kleingedruckte, mit dem den arabischstämmigen Einwohnern, etwa von Jerusalem, das Wohnrecht entzogen wird, etwa wenn sie im Zentrum nicht genug Verdienst nachweisen können usw…

        Der eigentliche Rassismus, über religiöse Traditionen und Vorzugsrechte ist aber genau genommen nur noch ein tradiert-kultureller. Man kann auch zur Jüdischen Religion aufgenommen werden durch Konversionsantrag und entsprechende Aufnahmeprüfung, das ist innerhalb der verschiedenen Religionsgruppen verschieden und manchmal nicht aufwendiger, als ein Führerscheinerwerb.

        Aber nochmal, wir schreiben hier über ‚Politik‘, nicht ‚Religionszugehörigkeitsregeln‘. Und selbst die sind nicht im strengen Sinn an Rasse als Merkmal gebunden, sondern an Abstammung der Familie. Habe ich eine schwarzafrikanische, jüdische Mutter, dann brauche ich in der Regel kein Konversionsverfahren nachzuweisen, gehöre automatisch, per Geburt zur Religionsgruppe. Konvertiert meine Inuit-Mutter zu einer jüdischen Religionsgemeinschaft, dann erspart sie dieses Verfahren ihrer Nachkommenschaft.

        Also, es mag ja viele radikale Siedler geben, die auch rassistisch handeln und denken, aber der Umkehrschluss trifft es eben nicht! Es gibt alle möglichen Herkünfte, auch unter den radikalen Vertretern (Landräubern) und auch christliche und sogar muslimische Siedler.

        Und was macht das für einen Unterschied, für die Landvertriebenen von 1948 und ihre Angehörigen? Die Allermeisten haben die Hoffnung aufgegeben ihr Land, ihre Häuser, je wieder in Besitz nehmen zu können, egal welche Religionskonstrukte symbolpolitisch dagegen gehalten werden.

        Stellen Sie sich vor, die Sorben radikalisieren sich in DE und vertreiben einige Berliner gewaltsam oder mit Rechtsfinten, von ihren Grundstücken und begründen das mit einer schamanisch-druidischen Religion. Wenn sie Waffenübermacht hätten, dann würden die Berliner genau das erleben, was die Palästinenser erleben mussten. Der Berliner kann dann noch sagen: „Icke habe doch och Vorfahrn aus, sagen wir, Minsk und die waren genauso indigene Slaven. Sie sehen, Symbolpolitik ist im Kern immer Willküranwendung, das ist das Problem. –

      3. Conrath

        Zur Konversion zum Judentum hätte ich eine Anmerkung zu machen: theoretisch geht das ganz einfach, ähnlich wie Taufe und Kommunion oder Konfirmation im Christentum oder ein Führerscheinerwerb. Aber bevor das zionistische Regime eine Konversion zum Judentum auch anerkennt, steht die Bürokratie. Für als Angehörige von Juden nach Palästina eingewanderte Ex-Sowjetbürger ist so eine Konversion zum Judentum in der Regel kein Problem, aber für Palästinenser ist sie in Palästina praktisch unmöglich, jedenfalls unmöglich in der Art, dass das Regime die Konversion anerkennt. Das zionistische Regime passt genau auf, dass muslimische Palästinenser das rassistische Boden-, Mauer- und Checkpointsystem nicht einfach dadurch unterlaufen können, dass sie zum Judentum konvertieren.

      4. @1PB

        Ja genau so geschieht es. Politik wird mit Finten und Kleingedrucktem gemacht. Und wer in der Levante oder auf dem, von Israel beanspruchten Land, geboren wurde, egal welche Farbe oder Orientierung dieser Mensch hat, bekommt durch seine Landzugehörigkeit massive Probleme. Das entspricht der südafrikanischen Apartheistpolitikpraxis, allerdings nur nach dem Merkmal der Geburtsörtlichkeit. Dafür braucht es eigentlich eine neue Bezeichnung, vielleicht ‚Willkür-Rassismus‘ aber willkürlich ist sonstiger Rassismus ja ebenfalls.

        Mich erinnert das fatalerweise an das Sprichwort: ‚In der Familie wird am heftigsten gestritten‘ Ja, stimmt, in der semitisch-levantinisch-arabischen Kulturfamilie wird heftigst und tödlich, gestritten, aber mit asymmetrischen Gewalt- und Durchsetzungsmitteln. Da ist die tages(be)schauliche Forderung nach beiderseitiger Deeskalation unerträgliche Heuchelei. Um einen Vorteil zu erlangen ist halt manchen Menschen jedes Mittel recht, auch das Mittel der Herkunftssegregation, unglaublich, aber wahr.

      5. Conrath

        Die Theorie, dass die zionistischen Besatzer Palästinas zu einer „semitisch-levantinisch-arabischen Kulturfamilie“ gehören, halte ich für großen Quatsch, ebenso wie die Theorie, dass in dieser Kulturfamilie besonders heftigst und tödlich gestritten wird.

        Meiner Meinung nach sieht die Realität so aus, dass die zionistischen Besatzer Palästinas schlicht europäische Kolonialisten sind. Es stimmt zwar, dass sie sich für ihr Kolonialisationsprojekt ein paar arabische und sonstige Juden hinzugeholt haben, weil sie mehr Land geraubt hatten als sie besiedeln konnten, aber dass ändert nichts daran, dass Zionismus ein Projekt von Europäern war und ist. Und, man schaue in die Geschichte, von Kreuzzügen über den 30 jährigen Krieg, den Kolonialismus und den Imperialismus und die Weltkriege bis zum heutigen Neokolonialismus, es sind Europäer, die in der Weltgeschichte besonders heftig und tödlich streiten, Angriffskrieg auf Angriffskrieg führen und dabei Millionen über Millionen Menschen den Tod bringen.

        Die westliche „Zivilisation“ ist in ihrer immensen Blutrünstigkeit beispiellos in der menschlichen Geschichte.

      6. @1PB

        Ich habe nicht bestritten: „[…] dass Zionismus ein Projekt von Europäern war und ist.“ Ja, natürlich wurde von den weltweit agierenden politischen Zionisten alles darangesetzt, dass möglichst viele Juden aus West- und Osteuropa nach Palästina siedelten, klar (samt Unterstützung durch die Vatikandiplomatie als Teil des Zionismus). Es gibt eben überall politischen Zionismus, sehr stark in den USA vertreten, aber auch in England, was ja nicht zum Kontinent gehört (Scherz). Und es gibt asiatische Zionisten usw… Arabischstämmige Semiten gibt/ gab, es aber auch in Spanien (Vorfahren von Spinoza) und Italien (Sarazenen). Alles hat sich vermischt, amalgamiert, wir wissen das und sollten daher nicht auf falsche Symbolpolitik hereinfallen. Das arabischstämmige Bevölkerungssegment setzt sich meines Wissens im gesamten Problemgebiet mit erheblich größerer Geburtenrate sowieso durch und die Europäer, etwa Holländer in Südafrika, pigmentieren in der 4. Generatin nach, epigenetisch. Es bleibt reine Willkür der Europäer/ Amis, in der Levante diesen Unfrieden vorsätzlich zu erzeugen. Darum ging es mir. Rassismus ist überall eine Keule, selbst und gerade, wenn er unter sehr ähnlichen Menschen stattfindet.

      7. „Die westliche „Zivilisation“ ist in ihrer immensen Blutrünstigkeit beispiellos in der menschlichen Geschichte.“

        Ich denke der „Westen“ wird oft verkürzt und das heißt missverstanden. Es gibt da eine übergreifende Linie, die viel mit Seemacht zu tun hat. Das kann man hier bei Stoner (Nuoviso) in einem groben Abriss besser verstehen. Stoner zitiert einige unabhängigere Historiker.

        https://nuoviso.tv/steinzeit/steinzeit-tv/die-verborgene-geschichte-venedigs-frank-stoner-bei-steinzeit-2/

      8. Venetier

        Ich möchte dazu nur kurz anmerken, dass die deutschen Europäer es ganz gut hinbekommen haben, ihrer Blutrünstigkeit in Europa, vor allem Osteuropa, ganz gut hinbekommen haben, freien Lauf zu lassen, ohne eine nennenswerte Seemacht zu sein. Und bei der beinahe vollständigen Ausrottung der Ureinwohner von Nordamerika waren deutsch-stämmige Europäer auch weit vorn dabei, ganz ohne Seemacht zu sein.

    3. Ich hätte doch gedacht, ein eigener jüdischer Staat sei dazu da, den Juden eine Art Schutzraum vor der Welt zu bieten; ist zumindest eine Argumentation, die nicht selten ist.

      1. @Paul Hollenstein

        Die Idee einer jüdischen Heimstätte und ihre Realisierung sind zunächst voneinander zu trennen. Es gab die Vorstellung Madagaskar als Heimstätte für jüdische Siedler zu nutzen oder jetzt jüngst, eine Umsiedlung in den südlichen Bereich der Visegrad-Staaten oder in den Bereich Feuerland/ Argentinien, vorzubereiten.

        Nicht jede Siedlung ist von vorneherein brutal oder zwangsweise mit krimineller Energie verbunden. Leider ergeben sich aber in vielen Neuansiedlungsprozessen Gewaltprobleme mit den bereits Sesshaften. Das aber bereits seit Jahrtausenden.

        So etwa verlief die deutschritterliche Besiedlung des Osteuropäisch-Slavischen Kulturgebiets äußerst brutal. Alle Gräueltaten haben es nicht (angemessen) in die Schulbücher der späteren Sieger/ Nutznießer (Preußen, selbst der Name ist geklaut von den Prussen,…) geschafft. Mancher Siedlungsname und viele archäologische Funde, zeigen noch den ganzen Umfang dieser ‚Neubesiedelung‘.

        Und die Geschichte der Levante und des ‚Syke-Picot-Abkommens‘, des aus der Nakba entstandenen Staatssubjekts unter internationaler Verwaltung(!), ist eine sehr umfangreiche, blutige und hochgradig interessensbehaftete, Angelegenheit, bis heute. –

        Insofern ist Ihre Frage vermutlich eher als konstruktive Provokation zu verstehen oder?

        Sehr viele friedliebende Juden kämpfen seit Jahrzehnten für ein friedliches Miteinander zusammen mit friedliebenden Arabischstämmigen/ Palästinensern,…. Bisher sind sie leider die Minderheit geblieben. Ich setze darauf, dass es nicht so bleibt. –

        Irgendwelche Zerstörungsphantasie verbinde ich damit allerdings nicht. Wurde etwa die Bevölkerung der DDR ausgemerzt, als ihr Staat (ihre Staatsform/ Verfassung/ Staatspraxis) verschwand? Und das den späten DDR-Volksbewegten zuzuschreiben, im Nachhinein, ist nur unsinnige (interessensbehaftete?) Projektion. Der Apartheidsstaat, die jetzige Unrechtsverfassung und Unrechtspraxis muss verschwinden, selbstverständlich nicht die betroffenen Menschen.

        Und nur das wäre eine geschichtangemessene Staatsräson eines friedlichen, zukunftsfähigen Deutschlands, eines Deutschlands welches seinen Vasallenstatus überwindet und anderen Völkern und Staaten in dieser Transformation positiv beitritt. Das Zeug dazu haben wir. Wir sollten es nur auch selbstbewusst fordern und anwenden, nicht unter unseren aufklärerischen Möglichkeiten bleiben, 214 Jahren nach Kants Ableben und 200 Jahre nach Marxens Geburt.

        Nur der sich permanent selbst aufklärende Mensch kann, zusammen mit Seinesgleichen, alle menschunwürdigen Verhältnisse auflösen, wandeln. –

  10. Wie ist es wohl zu erklären, dass die Führungsriege Israels der ersten Stunde, aus Osteuropa stammt?
    – Chaim Weizmann: geb. 1874 in Motal bei Pinsk (heute Weißrussland); gestorben am 9. November 1952 in Jerusalem; von 1948 bis 1952 erster israelischer Staatspräsident
    – David Ben-Gurion: geboren 1886, Płońsk, Polen; gestorben 1973, beerdigt: Midreshet Ben-Gurion, Israel
    – Golda Meir: geboren 1898 Kiew, Ukraine; gestorben 1978 Jerusalem
    – Menachem Begin: geboren 1913, Brest, Weissrussland; gestorben 1992, Tel Aviv-Jaffa
    – Schimon Peres: geboren 1923, Wischnewa, Weissrussland; gestorben 2016, Tel Aviv

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