Syrische Armee rückt westlich des Euphrat gegen ISIS vor

Wie inoffizielle Quellen mitteilten, sind die syrische Armee und ihre Partner am heutigen Mittwoch in der Wüstengegend südwestlich der am Euphrat gelegenen Stadt Al Mayadin gegen die Terrorgruppe ISIS vorgerückt und haben dabei ein größeres Wüstengebiet unter ihre Kontrolle gebracht.

Auf einer Karte von 24 Resistance Axis sieht dieser Fortschritt der Armee wie folgt aus:

Die auf der Karte dargestellte Kontrolle mag allerdings täuschen. Aufgrund der Größe des Wüstengebietes und den zahlreichen Möglichkeiten für Terroristen, sich darin zu verstecken, muss ledeir davon ausgegangen werden, dass es anhaltende Bemühungen und mehrere Kampagnen braucht, um das Wüstengebiet wieder sicher zu machen. Auf der östlichen Seite des Euphrat haben US-gestützte SDF-Kräfte unterdessen die Ortschaft Hajin eingenommen.

Im Norden der Provinz Homs liefen heute unterdessen genau wie im Osten der Süd-Damaskus-Tasche die Evakuierungen von nicht zur Gruppe ISIS gehörenden Terroristen und ihren Angehörigen weiter, während die syrische Armee und ihre Partner weiter gegen ISIS-Terroristen vorrücken, die sich im westlichen Teil der Süd-Damaskus-Tasche verschanzt haben.

US-Präsident Trump hat unterdessen öffentlich angekündigt, unter nuklearen Prätexten alte und neue Sanktionen gegen Iran zu verhängen und damit die völkerrechtlich verbindliche UNO-Sicherheitsratresolution 2231 zu brechen.

Nachtrag 22:50h: Das zionistische Apartheidregime schießt mal wieder Raketen auf Syrien, diesmal wieder auf Kasweh südlich von Damaskus:

Ersten Infos zufolge soll es dabei bislang jedoch keine Toten gegeben haben.

Bislang ist unklar, ob die israelischen Attacken vorüber sind. Al Kaidas Luftwaffe dreht gerade in einem Versuch der Einschüchterung der lokalen Bevölkerung Runden mit Überschall-Knalleffekten über Palästina und dem Süd-Libanon.

So wie es aussieht, sucht das zionistische Regime ein Ventil, um seine Wut über den Wahlsieg von März 8 im Libanon rauszulassen. Doch alles, was „Israel“ damit erreicht, ist den Leuten noch mal zu zeigen, dass „Israel“ ein keine Grenzen kennendes Terrorregime und deshalb in der Region völlig zurecht verhasst ist.

Nachtrag Mittwoch 01:30h: Die israelische Angriffswelle auf Syrien scheint einstweilen nicht fortgesetzt zu werden.

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88 Gedanken zu “Syrische Armee rückt westlich des Euphrat gegen ISIS vor

  1. Eine Korrespontentin aus Israel hat soeben, in unseren Qualitätsmedien, berichtet, dass zeitgleich mit den Akündigungen Trumps Warnungen in Israel über die Ticker liefen, dass alle Bunkeranlagen in den Golanhöhen geöffnet wurden und die Schutzschilde „scharf“ gestellt worden sind. WEIL (angeblich) ungewöhnliche militärische Aktivitäten in Syrien beobachtet worden sind. Könnte jetzt eine False Flag starten? Netanjahu sagte ja vor wenigen Tagen, JETZT sollte gegen Iran losgeschlagen werden, bevor sie zu stark werden. Bin besorgt. Wißt ihr Genaueres? Danke!

    1. Analena

      Ich würde die Bunker- und Schutzschildgeschichten im Moment mal einfach als tätliche Propaganda betrachten. Netanjahu und Israel lieben es, die Leute mit solchen simplen Dingen in Angst zu versetzen. Sowas läuft in Israel seit Jahrzehnten ständig, man denke nur an die unzähligen Zivilschutzübungen mit zweifelhaften Nutzen.

      1. Genau dazu hätten die USA/NATO und Israel den Iran doch schonlängst angegriffen aber nein. Der Iran ist zu stark. Ein weiterer Zermürbungs-Krieg dürfte die NATO Militärkräfte ausserordentlich schwächen. Iran wäre schlimmer als Afghanistan für sie. Dazu würde dies endgültig das Ende der Paxamericana bedeuten. Russland würde die Aufständischen militärisch unterstützen was sie leider nicht in Afghanistan tun mit ATM und Luftabwehr Lieferungen.

      2. „Russland würde die Aufständischen militärisch unterstützen was sie leider nicht in Afghanistan tun mit ATM und Luftabwehr Lieferungen.“

        Wie damals Großkapitals Nazi-Faschisten in Spanien, in anderen Ländern gegen die jeweilige Regierung bewaffnete Gruppen zu unterstützen, ist gemäß allen international geltenden Gesetzen ausnahmslos verboten und strafbar.
        Entgegen aller Propaganda einer gewissen „westlichen Nichtswertgemeinschaft“:
        Die RF schützt das Gesetz, die US-geführte Nato bricht das Gesetz.

    2. Analena

      Da habe ich mich wohl getäuscht. Israel hatte offenbar beabsichtigt, Syrien mal wieder mit Raketen zu beschießen, und hatte Angst, Syrien könnte diesmal zurückschießen.

      1. Es ging wohl eher darum, eine „Bedrohung“ zu suggerieren, um einen, wenn auch noch so fadenscheinigen, Vorwand für den Angriff zu produzieren. In seiner geschwächten Position kann es sich Syrien nicht erlauben zurückzuschießen. Wenn sie sich dessen nicht 100%-ig sicher wären, würden die Israelis diese Angriffe nicht riskieren.

      2. Menschmaschine

        Mir sieht das weniger danach aus, dass Israel wüsste, das kein gegenschlag erfolgt, sondern mehr danach, dass Israel einen Gegenschlag zum jetztigen Zeitpunkt begrüßen würde. Syrien wird immer stärker, Russland wird immer stärker, Iran wird immer stärker, Hisbollah wird immer stärker, China wird immer stärker, da könnte ich mir vorstellen, dass Israel seine Felle davon schwimmen sieht. Und wie reagiert Israel, wenn Israel was nicht passt? Mit Krieg, wie schon so oft. Netanjahu sagte gerade, der Krieg jetzt sei ihm lieber als später. Ich halte es gut möglich, dass er das ernst meint.

        Doch ich bezweifle, dass Syrien, Iran und Rusland Netanjahu den sofortigen, kurzen und heftigen Krieg, den er möglicherweise sucht, geben werden. Israel wird den von Netanjahu gewünschten gewünschten Krieg vermutlich bekommen, das aber als einen viel späteren, längeren und subtileren Krieg als Netanjahu sich das vorstellt.

      3. Danke! Ist es nicht das, was die Israelis wollen, um einen großen Krieg zu rechtfertigen? Und die Amis, Saudis sollen ihnen dann sozusagen den A. retten, obwohl GB hat auch immer Freude am Stänkern…….schon erstaunlich, was Putin für Nerven hat.

    3. Analena

      Die Israelis sind ohne Zweifel bereit, bis zum letzten Ami und Saudi einen großen Krieg gegen den Iran zu führen. Nur selbst wollen sie ihn nicht führen, weil das mit schweren Verlusten verbunden sein könnte. Das Problem mit der israelischen Strategie, die Amis und die Saudis als Proxy für ihren geplanten Krieg gegen Iran einzusetzen ist, dass die Amis nicht wollen und die Saudis nicht können.

  2. Aus meiner Sicht wäre eine iranische Atombombe ziemlich nützlich. Pakistan das ein Feind Israels ist würde da gerne nachhelfen. Nur würde der Iran den Nichtverbreitungspakt brechen. Man sollte da aussteigen. Ein iranisches Nuklearwaffenprogramm würde die Machtverhältnise deutlich verschieben. Damit würde jeder Angriff auf den Iran Armaggedon bedeuten. Israel könnte nichts mehr tun. Klar bedeutet das auch das die Sanktionen verschärft werden würden. Aber Israel könnte nichts mehr machen.

    1. suedlaendischermacho: Und wohin sollte/könnte der Iran die Atombombe werfen, wenn ich geschmitzt fragen darf? Darf ich daran erinnern, dass in Israel auch Palästinenser leben und radioaktives Fallout keine Grenzen kennt. Der Iran braucht keine selbst entwickelten Atomwaffen, weil sie nutztlos und überflüssig sind. Selbst atomare Feldartillerie ist nicht einsetzbar. Viele selbsternannte Fachleute hier.
      Israels Bunkeröffnung bedeutet schon was: Nach dem Motto: „Haltet den Dieb!“, bereitet Israel (seine Bevölkerung) auf Kriegseintritt in Syrien vor. Die EU-Staaten werden dann vor Tatsachen gestellt und müssen sich, trotz Beteuerungen, den Atomdeal mit Iran fortzusetzen, entscheiden müssen. Abgesehen davon spielen die USA bad guy und EU good guy. Bestimmte Entwicklungen sind kein Zufall. Die Zuspitzung kommt fast rechtzeitig – Wahlen im Libanon und demnächst in der Türkei. In diesem Krieg werden die Zionofaschisten, Muslimbrüder und Nationalisten der Türkei und die mittelalterlichen, halbsabschneidenden Terrorsponsoren, die Saudis, beteiligt sein. Frankreich, Kleinbritannnien, USA (und Deutschland) werden auch intervenieren. Das Szeneraio für dieses Theater ist längst geschrieben. Die Russen werden in und um die Ukraine in Schach gehalten (bzw. erpresst) – der Krieg könnte auch dort losgehen.

  3. @PB

    „Sowas läuft in Israel seit Jahrzehnten ständig, man denke nur an die unzähligen Zivilschutzübungen mit zweifelhaften Nutzen.“

    .

    Hier muss ich Dir wiedersprechen. Denn solche Übungen haben genau dieses Ziel. Das Ziel ist es den Zivilisten zu sugerieren dass alles händelbar ist und nicht gefählich ist. So wie das hier.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Duck_and_Cover

  4. israel bombt wieder

  5. Und wieder mal hat Israel gezeigt wer in Syrien zu sagen hat. Und wieder mal muss Russland erdulden, dass seine Alierte bombardiert werden. Das ist unterschied welche immer noch besteht zwischen USA und Russland. Wenn Morgen Iranis französe in Syrien angrefien werden, dann hätte Russland nichts tun können um USA von Gegenangriff zu überzeugen.
    Russland ist an richtigen weg aber es braucht noch viel Zeit um Respekt von Gegner zu bekommen.

  6. Wäre schön zu sehen wenn Raketen in den illegalen *** in Palästina fliegen würden. Anders geht es ja nicht wenn man dies beenden will.

    1. Genau auf diese Notwehrsituation warten die Zionisten und die westliche „Wertegemeinschaft“, nämlich das eine Rakete in „Israel“ einschlägt die von syrischen Staatsgebiet abgefeuert wurde.
      Iran und Syrien greifen „Israel“ an, die Systempresse wird nicht mehr hinterher kommen sich den Schaum vom Mund abzuwischen.
      „Israel“ hofft so ihre Bücklinge zu einem Krieg gegen den Iran zu motivieren.
      Selbst scheint der hinterlistige und feige Zionist nicht mehr viel auf die Reihe zu bekommen, angeblich soll „Israel“ bei ihrem letzten Luftangriff auf Syrien amerikanische Transpondersignale benutzt zu haben um nicht abgeschossen zu werden.
      Falls es stimmt soll „Israel“ ihre Raketen auch von deutschen Ubooten auf Syrien abschiessen.
      https://www.jpost.com/Middle-East/Report-Israeli-submarine-strike-hit-Syrian-arms-depot-319756

      Ich bin gespannt wie Syrien und Russland reagieren aber ich denke man wird das „israelische“ Bombardement langfristig in Kauf nehmen.

    1. Hallo @Johann,

      das ist kein Grund zum Erschrecken.

      Die Gefahr für Deutschland zieht gerade auf.

      Wirtschaftssanktionen für alle die mit dem Iran Geschäfte machen, egal welcher Art.

      Deutschland wird sich fügen, nach dem Trump die Höchststrafe für Unbotmäßigkeit das Deutschland und Europa sich gegen die Tributzahlungen (das sind diese Sanktionen) gewehrt hat.

      Die Strafe wird sein Krieg um die Ukraine und Krim gegen Russland.

      Bei Trumps Machtantritt habe ich geschrieben das es eine kleine Chance gibt das es für Deutschland besser werden konnte mit Volk, Vaterland und Souveränität.
      Dieses Fenster schließt sich jetzt.
      Wir haben die Chance nicht genutzt.

      Der Angriff der Israelis bestätigt das nur.
      Die Amerikaner werden nicht aus Syrien abziehen, die Franzosen werden mit weiteren europäischen Truppen verstärkt.
      Die Türken werden sich ruhig geben und einen endgültigen Bruch vermeiden.
      Das iranische Öl wird auf dem Weltmarkt nicht mehr abzusetzen sein und die Erdölpreise steigen.

      Amerikaner, Saudi und Russen werden das nutzen, da Erdölförderländer.
      Die Deutschen werden blockiert, von allen (Russen und Chinesen wegen Sanktionen und Konkurrenz, Amis aus beiden Gründen).

      Auf länger Sicht werden die Russen, Deutschland und Iran, Syrien verlieren. Und ich glaube auch China.

      Paradoxon am Rande mit jeden Tag den Europa (Deutschland und auch Frankreich da es vom Deutschland lebt) schwächer wird wird UK stärker.

      Das bedeutet aber nicht das man jetzt den Kopf in den Sand steckt!

      Vor einer Gefahr die man erkennt, vor der kann man sich besser schützen als vor einer plötzlich Katastrophe.

      Also wer in Deutschland bzw. in Euroland lebt besorgt euch Gold oder Fremdwährungen, kümmert Euch um den Zusammenhalte eurer Familien und Nachbarn, eure Heimat und eurer Volk.

      Das Unwetter zieht tatsächlich auf.

      Wenn es schnell kommt da ist es heftig, aber schnell vorüber.
      Wenn es noch länger braucht wird es um so heftiger und dauert länger.

      MfG
      PAule

      1. Deutschland, Deutschland, Deutschland, … Naja, vielleicht trotz verstelltem, nationaldeutschem, Blick auf die Idee gekommen, dass Deutschland von anderen (z.B. EU-Ländern) lebt?! Aber Deutschland kann ja nicht groß genug sein, nicht wahr?

      2. Wenn man schwarz malen will, geht das auch anders:
        Die amerikanische Wirtschaft ist nicht mehr wettbewerbsfähig. Hauptgrund dürfte eine vernachlässigte Schulbildung sein, die wohl auf hohe Staatsausgaben im Militär beruht. Bis auf die Region um San Franzisko gibt es kaum wettbewerbsfähige Unternehmen. Und Trumps Idee von Amerika first stabilisiert eher die Situation.

        Ob China weiter durch den Kauf von Staatsanleihen die Schuldenpolitik stützt, halte ich für Zweifelhaft.
        Die USA schlittert auch durch Trumps Politik in eine Krisenspirale, wo es für Hochtechnologieunternehmen als Absatzmarkt immer uninteressanter wird.

        Deutschland hat ein ganz anderes Problem. Wir sind gerade dabei vom Hochtechnologieland zum Zulieferland für China zu werden. Durch eine schwachsinnige Managementpolitik, die durch politische Entscheidungen gestärkt wurden. Deutsche Unternehmen haben Gewinne durch sparen aber weniger durch neue Technologien gemacht. Man braucht sich nur den Dieselskandal an zu sehen: Betrug statt Innovation.

        Das heißt das Unwetter ist zwingend notwendig und es muss von unten kommen, nicht aus Washington, dazu scheint der deutsche Michel aber nicht bereit. Nur im Mai 89 hielt den Sozialismus weder Ochs noch Esel auf – 5 Monate später gab es die DDR praktisch nicht mehr.

      3. Lutz, Deutschland ein Hochtechnologieland? Das halte ich für ein Märchen, wenngleich auch ein sehr beliebtes. Zwei Sätze später schreibst Du doch selbst, dass Unternehmen hierzulande keine innovativen Technologien entwickelt haben, wobei ich gerade den Maschinenbau ausgenommen hätte – da gab es durchaus Innovationen, vor allem aber eine sehr strenge Qualitätssicherung.

        Aber z.B. in meiner Branche, der EDV, neudeutsch Ei Tii, ist Deutschland seit bald 40 Jahren das Schlusslicht im Ländervergleich allein in Europa aufgrund der Ursachen, die Du auch z.T. benanntest: eine schwachsinnige Managementpolitik sowie behördliche Überregulierung – und ich füge noch an: Korruption bis in die Ministerebene (etwa beim sog. „Bandbreitenausbau“ mit Uralt-Technik Anfang der 1980er unter dem Postminister Schwarz-Schilling). Auch das Maskenwerk (Wafer Fab) des größten deutschen halbstaatlichen Chip-Herstellers zog jedenfalls schon vor fast 20 Jahren nach China. Das alles ist längst kein gegenwärtiges Problem mehr, da bereits vollendet.

      4. R1D2
        Lutz, Deutschland ein Hochtechnologieland?

        Gemeint war damit, das Deutschland nur aus Hochtechnologieland eine Chance hat, den Lebensstandard der 70ziger oder 80ziger zu halten. Nur die Politik und vor allen unser zu hoch bezahlten Manager machen uns gerade zur verlängerten Werkbank Chinas. Da kann ich meine Rente vergessen….

        Ja der Maschinenbau ist wohl noch bedingt wettbewerbsfähig, aber das ist schon lange keine Schlüsseltechnologie mehr, sondern Werkzeug.

  7. Hier eine Stellungnahme der 3 europäischen Unterzeichnerstaaten nach Trumps Ankündigung.

    Mit Bedauern und Sorge nehmen wir, [Macron, Merkel und May] die Entscheidung von Präsident Trump zur Kenntnis, die USA aus dem JCPoA abzuziehen.

    Wir unterstreichen unser Festhalten am JCPoA. Dieses Abkommen ist für unsere gemeinsame Sicherheit weiterhin von Bedeutung. Wir erinnern daran, dass JCPoA durch die einstimmig angenommene Sicherheitsratsresolution 2231 bestätigt wurde.

    Die Welt ist durch JCPoA ein sicherer Ort. JCPoA bleibt deshalb für uns, die E3 (Europäischen Drei?) bindend. Unsere Regierungen sind entschlossen, die Einhaltung des Abkommens zu sichern und wird diesbzüglich mit den verbleibenden Parteien des Abkommens zusammenarbeiten auch um die im Zusammenhang mit dem Abkommen stehenden weiteren wirtschaftlichen Vorteile für das iranische Volk zu sichern.Es darf keinen Zweifel geben: Das iranische Atomprogramm muss immer friedlich und zivil bleiben.

    Nach 2025v müssen auf der Grundlage des JCPOA andere wichtige Probleme angegangen werden.

    Da unser Engagement für die Sicherheit unserer Verbündeten und Partner in der Region unerschütterlich ist, müssen wir auch die gemeinsamen Sorgen über das Raketenprogramm des Iran und seine destabilisierenden regionalen Aktivitäten, insbesondere in Syrien, Irak und Jemen, thematisieren.

    Wir haben bereits konstruktive und für beide Seiten vorteilhafte Gespräche über diese Fragen aufgenommen, und die E3 hat sich verpflichtet, sie mit wichtigen Partnern und betroffenen Staaten in der Region fortzusetzen.

    Wir und unsere Aussenminister fordern alle Parteien des JCPoA auf, einen positiven Weg zu beschreiten.

    https://www.gov.uk/government/news/joint-statement-from-prime-minister-may-chancellor-merkel-and-president-macron-following-president-trumps-statement-on-iran

    1. Demeter

      Ich bin neugierig, ob sich aus dieser Meinungsverschiedenheit ein transatlantisches Zerwürfnis machen lässt.

      1. Ja hoffentlich wird der Bruch tiefer.

        Der Iran hatte vor kurzem angekündigt, alle Geschäfte zukünftig in Euro abwickeln zu wollen.

        Dann dürfen wir die Pipeline Projekte nicht aus den Augen verlieren. Es gibt den Plan einer Pipeline Qatar – Iran – Russland – Europa und eine Pipeline Israel – Zypern – Griechenland – Europa.

        Die erste Pipeline Variante erklärt die Wut Saudi Arabiens auf Qatar und die Annäherung Qatars an den Iran.

        Die zweite Pipeline erklärt die Abkühlung der Beziehungen zwischen Israel und der Türkei (die Türkei beansprucht Teile der vor Zypern entdeckten Gasfelder. Vor Kurzem hat die US Marine Schiffe von Exxon, die dort zwecks Gassuche unterwegs sind, vor türkischen Kriegsschiffen schützen müssen, die die Gassuche blockieren wollten. Von dieser Pipeline soll auch Ägypten profitieren und Europa soll dadurch von Russland unabhängig gemacht werden.

        Exxon und eine Qatarische staatliche Ölfirma sind unter den ausländischen Firmen, die ein Bohr- und Förderabkommen mit Zypern unterzeichnet haben. Das hat zu Warnungen seitens Erdogan geführt.

        [Dies sind zum Teil Informationen aus „Haaretz“]

        Für mich eine wichtige Frage hier: Haaretz nennt nur die Gasreserven Israels und Zyperns. Allerdings liegen zwischen Israel und Zypern viel Wasser und einige weitere Staaten mit ebenfalls enormen Gasvorkommen, die eine Pipeline genehmigen müssten. Z.B. Libanon und Syrien.

        Eine insgesamt sehr komplizierte Situation und es wird interessant zu sehen, wie sich das alles entwirrt.

    2. Viel interessanter dürften die Reaktionen in der Wirtschaft sein. Nach Russlandsanktionen, Amerikanischen Strafzöllen jetzt ein Nahostboykott. Und was hat die Politik zu bieten: Die europäischen Staaten halten zusammen – nur wofür?
      Was kommt als nächstes -ein China Boykott? Die deutsche Wirtschaft hat zähneknirschend bei Russland mitgemacht. Die Reaktion zu Strafzöllen war schon heftig. Bin mal gespannt, was der Arbeitgeberverband dazu jetzt sagt.

    3. Fassen wir mal zusammen. Die jetzige iranische Regierung wurde 2013 gewählt um die Wirtschaft zu beleben. Zumindest wollten junge Menschen dies und große Teile der städitischen Bevölkerung im Iran dies. Da ja der Vorgänger nach 8 Jahren nicht mehr Antreten dürfte und dessen Lager Nachfolger eher schlecht weg kam hat die jetzige westlich orientierte Regierung mal kurzerhand 120 Mrd. sprichwörtlich mit Beton zugekippt. Dazu hat sie sich darauf verlassen das ein Abkommen mit 6 Staaten incl. der USA hält zumal ja dies ein UN Resolution mit der Prüfung der IAEA ist. Nun aber steiht die USA auch hier aus und belegt selbst die Staaten mit Sanktionen die diese UN Resolution und Vertrag weiter aufrecht erhalten wollen. Also sie untergräbt sprichwörtlich den UN Sicherheitsrat und die gesamte UN Charta.

      Der Vorgänger Ahmadinedschad sagte aus Erfahrung und dem wissen von 1955 an incl. dem mejr als 30 Jahren verdeckten Krieg der USA gegen den Iran das den USA nicht zu trauen ist und jeder Vertrag mit dem Satan nix wert ist. Ergibst du dich auch nur einmal einer US Erpressung will der Erpresser immer mehr Erpressen. Und genau jetzt hier und jetzt. Schlimmer noch, die ganze Welt wird erpresst, diese zu tiefst völkerrechtswiedrigen Sanktionen auch noch zu erfüllen.

      Europa, Russland, China und der Rest stehen vot einer Entscheidung. Brechen sie internationales Recht, Vertrauen und Abkommen oder zeigen der USA geschlossen die rote Karte?

      Der Vorgänger im Iran als Präsident hat trotz der sehr scharfen Sanktionen den Iran sehr stark Autark gemacht. Maschienbau, Eisenbahn und anderem. Selbst Benzin, einst Import Abhängig ist der Iran zum Exporteur geworden. Beim Strom sieht es genauso aus.

      Es macht keinen Sinn füt den Iran was auf ein Abkommen mit den USA oder sonst wem zu setzen. Das zeigt dieser Bruch von gestern völlig.

      Meine Meinung und Standpunkt von 2012 bis heute wurde vollständig bestätigt.
      Jedes Abkommen mit den USA führt nur zu noch mehr Erpressungen. Das sollte auch Deutschland und Europa ganz schnell lernen.

      1. triangolum

        Bin ganz bei Ihnen in Ihrer Einschätzung und Wissen über den Iran und Ahmedinedschad. Mittlerweile ist es ja so, dass er unter Haudarrest steht und sein ehem. Vize gar in einem geheimen Prozess zu 15 Jahren Haft, verurteilt.
        Er wurde auch nicht mehr zur Wahl zugelassen vom Führer, leider, obwohl er sehr viel Zustimmung hat in der Bevölkerung.
        Rohani ist der sogenannte Reformer und westlich zugewandt, was zwar einige begrüßen, aber kaum erfassen können was damit auf den Iran zukommt….
        Im Prinzip ist der Iran in 3 Lager gespaltet, Revolutiongarde, Geistlicher Führer und Reformer Rohani, der eigentlich zum Schah gekrönt werden möchte, abstrakt gedacht.

      2. Tina

        Die Vorstellung, dass Revolutionsführer Ali Khamenei und die Revolutionsgarden im Iran unterschiedliche Lager bilden, ist grotesk. Die Information, dass Rouhani und Khameni zu unterschiedlichen Lagern gehören, ist falsch. Es gibt im Iran unterschiedliche politische Lager, aber da verlaufen die unscharfen Trennlinien sicher nicht.

  8. Was macht Russland? Nichts. Sie verteidigen ja nicht mal Syrien gegen Israel. Hoffentlich kommt etwas.

    1. Macho

      So wie es ausschaut, hat Russland möglicherweise russische Jets über Tartous und von da nach Süden geschickt, um die israelischen Jets über dem Libanon zu verscheuchen.

  9. Israel ruft Reservisten ein. In der Nacht oder was? Was läuft da gerade?
    Ist das gerade eine größere Kampagne?

    1. Es galt nach Spekulationen einem Militär Konvoi auf der M5. Vermutlich einem iranischen.

      Wir hatten auch vor kurzem ein Bild was ein russisches Schiff bei der Passage des Bosporus zeigte. Auf diesem zu sehen unter Planen vermutlich ein 9P129. Könnte Bedeuten weitere SS-21 Lieferungen an Syrien. Ob diese aber so schnell in den Süden Syriens gelangen könnten?

  10. Die US-Sanktionen gegen den Iran beinhalten voraussichtlich auch Sanktionen gegen ausländische Firmen, die weiterhin mit dem Iran Handel treiben. Anderenfalls wären die Sanktionen wenig wirkungsvoll. Das betrifft vor allem europäische Firmen, und überhaupt ist Trumps Sanktionsaggression auch ein Angriff auf uns! Wie werden die US-Vasallen (genauer gesagt: Zions Vasallen) in Europa darauf reagieren? Ich denke, sie werden früher oder später dem Druck nachgeben und sich unter irgendeinem konstruierten Vorwand an den Sanktionen beteiligen müssen. Doch selbst wenn die Länder sich nicht offiziell an den Sanktionen beteiligen, welche international agierende Firma könnte der US-Erpressung widerstehen?

    1. Tremessen

      Bezüglich der Frage, wie die meisten EU-Firmen sich entscheiden werden, wenn sie vor die Wahl gestellt werden, ob sie Geschäfte mit den USA oder dem Iran machen wollen, habe ich keine Zweifel. Natürlich werden da praktisch alle Global Player der EU die USA wählen.

      Für spannender halte ich die Frage, wie China darauf reagieren wird. Ich vermute, ein erheblicher Teil chinesischer Multis wird sich für Iran – und andere Staaten unter US-Sanktionen wie Russland – entscheiden, während ein anderer Teil sich an das Sanktionsregime hält. Und in Russland dürfte es ähnlich sein. Ich glaube, die Sanktionen werden erstmal nicht, wie von Netanjahu & Co beabsichtigt, dass Iran erwürgt wird, sondern bloß dazu, dass China und Russland gegenüber westlichen Firmen einen Marktvorteil im Iran erlangen. China und Russland können heutzutage wirtschaftlich beinahe alles. Sie können manches besser als westliche Firmen, manches nicht so gut, aber sie können im Grunde den kompletten wirtschaftlichen Bereich abdecken, einschließlich Rüstung.

      Die Frage, die sich mir stellt, ist, was passiert, wenn die USA nicht sekundäre Sanktionen verhängen, also etwa, dass EU-europäische, russische und chinesische Firmen, die mit Iran Geschäfte machen, mitsanktioniert werden, sondern wenn die USA auch noch „tertiäre“ Sanktionen, etwa derart, dass auch alle Firmen, die mit EU-europäischen, russischen und chinesischen Firmen, die mit Iran Geschäfte machen, mitsanktioniert werden. Das liefe dann in etwa auf ein Sanktionsregime wie im kalten Krieg hinaus, wo die Welt mutwillig in zwei Blöcke geteilt wurde.

      Die Zeiten haben sich aber seit dem kalten Krieg geändert. Nicht die USA, sondern China ist heute beispielsweise größter Handelspartner Deutschlands. Unzählige Multis aus Deutschland und anderswo, einschließlich den USA, sind auf ihr Chinageschäft angewiesen, wenn sie nicht untergehen wollen. Deshalb wird sich das im Westblock heute nicht mehr durchsetzen lassen. Das, was da dann passiert, wird keine Blockade des Westens gegen den Kommunismus, oder die multipolare Welt, wie der Feind heute heißt, sondern ein veritabler transatlantischer Handelskrieg, von dem vor allem China profitiert. Das US-Geschäft ist für viele Multis nämlich inzwischen eher entbehrlich als das China-Geschäft. Und wenn China weiter zu Russland und der Achse des Widerstandes hält, beißt sich da die Katze in den Schwanz.

      1. Hallo PB,

        das stimmt aber genau darum geht es.

        Die USA wollen Europa, am liebsten die ganze Welt, erst als Plünderungsgebiet (Technologien, Wissenschaftler, Fachkräfte, Rohstoffe, Kapital) zur Wiederherstellung der eigenen heimischen Fähigkeiten und anschließend als Absatzmärkte.

        Damit befinden sie sich in direkter Konkurrenz zu China, auch wenn die noch eine etwas andere „Plünderungstechnik“ bevorzugen.

        Sanktionsgründe auch gegen China finden sich, zum Beispiel Spratly-Inseln dort soll China Raketen stationiert haben….

        https://deutsch.rt.com/international/69385-spannungen-im-suedchinesischen-meer-usa/

        Deutschland, Europa wird keine Wahl haben, weil die Herrschenden diese Wahl nicht haben wollen!

        Aber noch haben die USA auch noch die wirkungsvolleren Waffen:

        Aktuelle Auswirkungen:

        „Bei dem nun betroffenen Sanktionsgesetz aus dem Jahr 2011 geht es um Strafmassnahmen gegen Länder, die Erdölgeschäfte mit Iran tätigen. Banken, die im Rahmen solcher Importe Zahlungen an die iranische Zentralbank leisten, sollen vom amerikanischen Finanzsystem ausgeschlossen werden. Die betroffenen Länder können einer Bestrafung allerdings entgehen, falls sie nachweisen, ihre Erdölbezüge aus Iran signifikant verringert zu haben. Eine Überprüfung steht erst in sechs Monaten an; bis dahin werden die USA somit voraussichtlich keine fehlbaren Banken sanktionieren. Allein schon die Drohung damit dürfte aber zur Folge haben, dass die wichtigsten Abnehmer von iranischem Erdöl ihre Käufe verringern und Teheran dadurch an Deviseneinnahmen verliert.“

        https://www.nzz.ch/international/usa-steigen-aus-dem-atomabkommen-mit-iran-aus-ld.1321468

        Lesenswerter Artikel.

        Gruß
        PAule

      2. PAule

        Die USA hatten mit der Sanktionierung von mit Iran tätigen nicht-US-Banken schon vor dem JCPOA das gleiche Problem wie das, was sie vermutlich durch Trumps Wiedereinsetzung der Sanktionen bekommen werden: was tun mit der Zentralbank von China? Letztlich steht schließlich die Zentralbank von China hinter dem chinesischen Iran-Geschäft.

        Eine Abteilung des US-Finanzministeriums umwirbt derweil die Zentralbank von China, mehr Geld in US-Papiere zu investieren, damit die US-Wirtschaft nicht crasht, während eine andere Abteilung des US-Finanzministeriums damit beschäftigt ist, der Zentralbank von China genau solche Investitionen in US-Papiere möglichst zu verbieten. Hillary Clinton hat zu diesem Problem mit China so ziemlich zu Beginn des Krieges gegen Syrien mal frustriert sowas gesagt wie, dass es schwierig sei, hart gegenüber deinem Kreditor zu sein. Dieses Problem für die US-Möchtegern-Weltherrscher besteht immer noch, nur ist China in der Zwischenzeit noch viel stärker geworden.

      3. Wladimir Jermakow, der Leiter Rüstungskontrolle des russischen Außenministeriums, sagte, wenn Trump gegen den JCPOA verstoße, müsste Washington selbst mit Sanktionen rechnen.

        “Wenn es einen Bruch dieser Vereinbarungen durch die USA gibt, dann wird es wahrscheinlich notwendig sein, Sanktionen gegen die USA zu verhängen”, so Jermakow. Denn es gebe keine rechtliche Grundlage für die Wiedereinführung der Sanktionen gegen den Iran.

        Politico berichtet, dass es im JCPOA keine Klausel gebe, die es einer Vertragspartei erlaube, sich komplett aus dem Deal zurückzuziehen. Während die Regierungen von Obama und Trump behaupten, dass es sich um eine freiwillige, politische Vereinbarung handelt, haben die europäischen Mächte darauf bestanden, dass eine Resolution des UN-Sicherheitsrates, die den Deal gebilligt hat, ihn für alle Parteien verbindlich macht.

        Je nachdem, wie schwerwiegend und unmittelbar der Rückzug der USA ausfallen wird, sollte die EU Verfahren einführen, die es europäischen Unternehmen ermöglichen, mit dem Iran Handel zu treiben, um Teheran dazu zu bewegen, an dem Deal festzuhalten. Dazu gehört die Einrichtung von auf Euro basierenden Kreditlinien und Clearingstellen, die legitime Geschäfte mit dem Iran begründen können”, so Cornelius Adebahr von Carnegie Europe.

        https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/05/09/russland-sanktionen-gegen-die-usa-wegen-iran-deals-moeglich/

  11. Hallo zusammen

    Russland muss die Angriffe im kauf nehmen die Zeit kommt noch.

    ***Edit: Snip***

    Aber noch einen Schlag wäre wenn wirklich die Türkei als verbündeter
    behaupten kann steht nichts in weg für die Achse des Wiederstand. Mal sehen was Bibi in Moskau zu reden hat.

    Falls ich Falsch liegen sollte verbessert mich.

    1. Also wenn ich das Ganze richtig verstehe, setzt Netanjahu alles auf die Auslandskarte, weil er Innenpolitisch unter Druck ist. Wenn jetzt die Israelis in Bunker müssen, nur weil Ihr angeschlagener Regierungschef Raketen auf angebliche Iranische Stellungen abschießt, ohne das eine wirkliche Äußere Gefahr besteht, sollte dieser Befreiungsschlag nach hinten los gehen.
      (man muss ja auch mal optimistisch sein.)

  12. China Geschäft entwickelt sich zum Vorteil der Chinesen- ordentliche Abwicklung über unsere europ. Spedition mit chinesischem Agenten über Sea-shipment. Einstweilen noch Überweisung in Dollar, was jederzeit auf Yuan umgestellt werden kann. Kein Betrug mehr inErscheinung getreten, offenbar haben die Chinesen ihre Betrüger schon aus demVerkehr gezogen.

  13. 1). Trump hat sich letztendlich als das bestätigt, was ich in ihm immer gesehen habe: ein Zio-Zuarbeiter der ersten Kategorie. Ich hätte mich sehr gerne komplett geirrt…

    2). Wenn man sich die ersten Reaktionen weltweit bezüglich des Ausstiegs anschaut, so muss man ob der paradoxen Blockbildung unweigerlich „schmunzeln“. Während China und Russland sich auf einmal zusammen mit Frankreich, GB, Deutschland und sogar der UNO auf der einen Seite sehen und diese Trump-Entscheidung mit „großer Sorge“ verfolgen, „begrüßen“ Israel und die Golfstaaten diesen Ausstieg „sehr“.

    Daraus resultierend darf man gespannt sein, wie die Entwicklung weitergeht.
    – In Syrien z.B., dem Frontstaat erster Klasse, hat sich seit gestern die Stimmung in den Straßen etabliert, wonach es „Iza ma kibret, ma tizghar“ (arabisches Sprichwort: wenn es nicht größer wird, wird es nicht mehr kleiner. Gemeint: Vielleicht muss es tatsächlich groß knallen, um den ersehnten Frieden zu generieren).
    – Wie konsequent wird sich der abtrünnige Westblock gegen die USA stellen und wie ernsthaft die Zusammenarbeit mit dem Widerstandsblock suchen?
    – Nach der lächerlichen Komödie des Bibi („Beweislage“ gg. Iran) und des willigen Abklatschens Trumps dazu, muss man wohl davon ausgehen, dass die Bühne in Israel nur der Vorführungsraum war, das ganze Stück aber eine vorbereitete gemeinsame USraelische Theateraufführung war. Der verpuffte Angriff gestern auf syrische Stellungen in Kassua kam nicht später als 30 Minuten nach der Erklärung Trumps.

    Festzustellen gilt:
    Israel hat es mal wieder geschafft, die USA hinter sich zu bringen und den großen Bruder in seine Neurosen miteinzubinden. Wann werden die Amis je verstehen, möchte man fragen.
    Aus der Erfahrung von zig Dekaden heraus würde ich behaupten, die Zios befinden sich in einem mentalen „67“-er Zustand, d.h. sie denken tatsächlich ernsthaft darüber nach, schnell und hart zuzuschlagen, um eine subjektiv empfundene Gefahr in ihrer Wurzel zu eliminieren… „auch 1967 waren die großen Blöcke involviert und der dritte Weltkrieg ist ausgeblieben“, das dürfte die aktuelle Denke in Jeruslam und Washington sein. Wie fatal.
    Im Nahen Osten brummt sich ein Szenario zusammen, das nur als Initialzündung für einen tatsächlichen Megakonflikt dienen kann, dienen wird. Schlimm an der ganzen Sache ist, erstens, dass auf der einen Seite Netanjahu und Trump als schäbiges Duo infernale die Führer der Aggressor-Seite fungieren und dass, zweitens, niemand so recht einordnen kann, wie wirkungsvoll mögliche und ausgleichende Gegenkräfte aus dem eigenen Block (Merkel, May, Macron) agieren können.
    Seit gestern ist leider wieder vieles schlimmer geworden. Die Agitation und das imperialistische Tun der Zios wird unerträglich.

    1. Interessant aber wie das meiste andere auch was Thierry Meyssan schreibt spekulativ und falsch wie sich im nachhinein herausstellt.

    2. topal

      Thierry Meyssan hat vom Iran offenbar keine Ahnung. Anders ist der Unfug, den er da fabriziert hat, kaum zu erklären.

      Und seine Behauptung, der Iran wolle Israel angreifen, ist geradezu aberwitzig. Die Realität ist, dass Israel Iran bereits Dutzende Male in Syrien angegriffen hat.

    3. Die Schlussfolgerungen sind falsch. Ahmadinedschad wurde in den Wächrerrat berufen damit er nicht durch die jetzige Regierung in den Knast gesteckt wird. Auch ist er so beliebt weiterhin das er „gebeten“ wurde sich nicht Öffentlich zu zeigen. Das löste sonst stets freundliche Tumulte aus.

      Dazu kommt, das die iranischen Truppen in Syrien nicht da wären ginge es nac der jetzigen Regierung im Iran. Zumal diese mit klarer lauter Ansage von Ahmadinedschad den Iran der USA ausgeliefert hat. Gibst du Erpressern einmal nach denken die mit noch mehr Sanktionen noch mehr Erpressen zu können. Weil ja das die Sanktionen bestätigt laut US Denke. Siehe auch NK.

      Der ganze Iran wird jetzt kippen und zwar auf die Position von Ahmadinedschad. Auch die vielen junge Leute sollten nun gelernt haben das es null Sinn macht den westlichen Kurs weiter zu verfolgen. Sie sind nur Spielball dessen unf die Folgen ala Unmut sehen sie an Libyen und Syrien.

      Das der Iran Stützpunkte in Syrien aufbaut um bessere Positionen auf Israel hat ist klar. Militärisch wie Logistisch. Aber Israel selbst Angreifen? Das ist ein Märchen. Wie oft hat Israel nun in Syrien angegriffen? Wie oft im Iran Anschläge verübt?

      Sollte Israel aber wie 2006 eskalieren wird Iran und Syrien nicht zögern zurück zu schlagen. Genau deswegen macht Israel den ganzen Rabatz. Russland wird den Teufel tun sich da rein ziehen zu lassen aber es wird beide nicht daran hindern Vergeltung zu üben.

  14. Zusammenfassung des Angriffs, soweit ich es mir zusammenreimen kann:

    Es waren während des Angriffs israelische Kampfflugzeuge über Nordisrael und dem Libanon in der Luft, ausgeführt wurde dieser jedoch möglicherweise mittels vom Golan aus abgefeuerten ballistischen Boden-Boden Raketen.

    Es wurde in einem Industriegebiet eine Fabrik und eine benachbarte Tankstelle getroffen, das Ehepaar welches die Tankstelle betrieb wurde getötet. Von pro-israelischer Seite wurden die üblichen wilden Behauptungen gestreut, wie geheime iranische Raketenbasen oder alternativ auch ein Revolutionsgarden-Konvoi oder vielleicht auch alles zusammen.

    Es ist nicht ganz klar, ob die Fabrik tatsächlich das beabsichtigte Ziel war, oder ob sie nur durch den Abschuss einer Rakete versehentlich getroffen wurde. Es ist jedoch auffällig, dass schon der letzte Angriff nur (in Hama) periphere Lagerstandorte und (in Aleppo) zivile Gebäude traf. Anscheinend hat man aus dem NATO Angriff die Lehre gezogen, das strategisch wichtigere Ziele wie Flughäfen und größere Militärstützpunkte inzwischen zu gut geschützt sind. Gut möglich, dass man deshalb jetzt mehr oder weniger wahllos zivile Ziele angreift, und diese dann nachträglich per Medien-Power zu iranischen Superbasen erklärt.

  15. Es geht los, Boeing und Airbus werden von den USA die Exportlizenzen für den Iran entzogen, schreiben die DWN.

    Wie geht das, oder einfach nur technisch unsauber formuliert: sie drohen Airbus, beim Export in den Iran Verlust des Marktzugangs in den USA?

    Allerdings: warum sind immer noch alle so von amerikanischen und europäischen Maschinen abhängig, warum kriegt man das nicht selber so hin, dass man auch mit den Teilen fliegen will? (in Russland und China, andere Länder sind eher zu klein für eine Flugzeugproduktion).

    Oder Züge von Siemens, hey, die besten Hochgeschwindigkeitszüge kommen aus China derzeit (wenn man den Preis berücksichtigt auch dem Shinkansen vorzuziehen), und normale Züge haben jahrzehntealte Technik, das muss man selber bauen können.

    Endlich fuhr Putin nicht mehr im Mercedes vor; hat lange gedauert zu erkennen, dass von SIL nichts mehr kommen wird, danach ging es recht schnell mit einer konkurrenzfähigen Repräsentationskarosse.

    Ist ja auch nicht schwer, alles erprobte Technik, ein paar Modifikationen in der Motorsteuerung sind doch die gravierendsten Unterschiede im Fahrzeugbau (Blechbiegen ist absolut oldschool, ein Navi kann man ja wohl einbauen, selbstfahren müssen die normalen Autos nicht, und Elektro ist nur in Innenstädten sinnvoll, wenn man auf solchen Ölvorkommen sitzt).

    Nordkorea baut recht ordentliche Handys.
    Schon die DDR-Stereoanlagen waren sehr ordentlich.

    Also bitte: Schluss mit dem schielen nach Westen, wenn es um relativ leicht substituierbare Güter geht.

    Für die Rohstoffexporteure heißt dies auch: nicht mit den Exporterlösen einfach Güter aus dem Westen kaufen für die Bevölkerung, sondern heimische Produktion in Gang setzen.

    1. andreas

      Nicht nur der Marktzugang für Airbus ist ein Problem, sondern in Airbus-Flugzeugen stecken auch jede Menge US-amerikanische Teile.

      Die Entwicklung von großen Passierflugzeugen ist ein Riesenprojekt, das lange dauert. Russland arbeitet an einem Passagierflugzeug namens Irkut MC-21, dass knapp über 200 Passagiere transportieren können soll und 2020 in den Verkehr kommen soll. China hat – mit rurrischer Unterstützung – auch schon vor einigen Jahren mit der Entwicklung eines – hoffentlich – konkurrenzfähigen Passagierflugzeugs bis 200 Passagiere begonnen, dessen Auslieferung 2021 beginnen soll. Das nennt sich Comac C919. Letztes Jahr wurde dazu auch ein Projekt C929 für einen Wide-Body-Jet für bis zu etwa 400 Passagiere gestartet, was sich C929 nennt. Bis das ausgeliefert werden kann, wird es aber noch mindestens bis 2026 dauern.

      Die westliche Konkurrenz von Airbus und Boeing nimmt die anstehende chinesische Konkurrenz durch Comac dem Vernehmen nach sehr ernst und rechnet damit, dass die chinesische Finanzkraft dafür sorgen wird, dass das Projekt ein Erfolg werden wird.

      1. Vielleicht müssen die Europäer jetzt auch einfach mal flexibler denken. Das sind ja auch eine Art Sanktionen. Sie könnten von Russland und Iran lernen, wie man sich auf eigene Produktion besinnt. Gerade Deutschland kann doch sicherlich die amerikanischen Teilchen ersetzten.

        Was kann denn passieren, wenn sich die Europäer tatsächlich stur stellen und sich den Handel mit dem Iran einfach nicht verbieten lassen? Was die Amis können, könnten doch die Europäer auch. Einfach mal amerikanische Grosskonzerne auflaufen lassen.

      2. Es ist leider nicht so einfach, mal eben von ami-Produkten auf europäische Teile im Airbus zu wechseln. Es dreht sich da auch immer um Zulassung, um technische Dokumentationen (Teile-Katalog, Trouble Shooting, Montage-Anleitungen, Test-Anleitungen usw).

        Es gibt mitunter Hersteller-Wechsel bei ausgesuchten Bauteilen. Diese laufen dann aber über Service-Bulletins und dauern üblicherweise Monate, manchmal Jahre.
        Aus der Nummer kommen wir nur langfristig raus. Leider.

  16. In Europa gibt es noch Widerstand, unterschiedlich scharf formuliert.

    Ein Vorteil, dass da der böse Trump sitzt, fällt den Medien jetzt schwer, ihm zuzujubeln als guten Iranfeind.

    1. hallo zusammen!
      bin schonseit 2 jahren stiller leser.
      grosses kompliment an pb und die vielen schreiber.
      über syrien gibt es keinen besseren deutschen bloc.
      schaue z.zt.nur pb und den deutschen saker.
      vom syrien-konflikt habe ich wenig ahnung.

      zu kaumi:1). Trump hat sich letztendlich als das bestätigt, was ich in ihm immer gesehen habe: ein Zio-Zuarbeiter der ersten Kategorie. Ich hätte mich sehr gerne komplett geirrt…

      was trump bewogen hat, diesen deal zu kündigen ist mir auch nicht schlüssig.
      trump spielt öfters über bande.vielleicht will er gerade die atlantiker-eu,merkel,
      macron,may(zios) dazu bringen widerstand zu zeigen?
      die mainstream-ziopresse war doch immer gegen trump.
      nur mal so ein gedanken.

  17. andreas
    Allerdings: warum sind immer noch alle so von amerikanischen und europäischen Maschinen abhängig, warum kriegt man das nicht selber so hin, dass man auch mit den Teilen fliegen will?

    China hat keine Tradition im Flugzeugbau, Brasilien hat wohl kleinere Maschinen gebaut. Ein wichtiger Sowjetischer Produzent ist in der Ukraine eingegangen: Antonow. Turbolew hat wohl verstärkt militärisch investiert.
    Putin hatte ja schon den Unternehmen in den Ar*** getreten. Meines Wissens gibt es ein wettbewerbsfähiges Modell, aber eher im kleinen Bereich angelegt. Hauptproblem dürfte sein, das man seit 1990 wenig investiert hat und so den Anschluss verloren hat, vor allem in Richtung Sprintsparen und Lärmschutz. braucht es Zeit und Geld Um das wieder auf zu holen, wird man noch etwas brauchen, so lange ist man auf Boing und Airbus angewiesen. Interessant wird sein, was Airbus macht, da es damit rechnen muss, das man ihn sowieso den Zugang auf den US-Markt verweigern könnte.
    .Ansonsten gilt: Es gibt nur noch wenige Produkte, wo man auf amerikanische Firmen angewiesen ist.
    Und wie schon geschrieben: Deutschland setzt auf Kostensenkung und nicht Investitionen, was bedeutet, das für andere der Weg frei wird. Und Putin nutzt geschickt die Sanktionen um die russischen Firmen in den Ar… zu treten. Wäre auch Frau Merkel mit den dt. Firmen an zu raten , nur bläst die Ihn ihnen Zucker hinein

  18. Man sieht jetzt wie dringend nötig die „Vergiftung“ der Skripals und der „Giftgasangriff“ in Douma waren, samt Einbindung sämtlicher Deppen, äh, anständiger Demokraten, in Sanktionen, Militärschläge bzw. deren Bejubelung.

    Ohne diese Zusammenschweißaktionen für die Wertegemeinschaft wäre der Riss noch viel stärker.

    So muss man abwarten. Nordstream II wurde einfach gebaut, Economy, stupid.
    Andere Sanktionen wurden einfach geschluckt und umgesetzt, von diversen Politikdarstellern auch noch werteorientiert bejubelt und vorangetrieben.

    Am wichtigsten ist es für den Iran, weiterhin Öl zu ordentlichen Preisen verkaufen zu können; wahrscheinlich könnte das auch durch andere Länder gefördert werden, so dass es keine große Preissteigerung beim Öl (welche noch mal Verwerfungen und großen Widerstand hervorrufen würde) geben müsste.

    Aber warum sollten China, Indien, Türkei jetzt ihre Ölkäufe einstellen, haben sie beim ersten Mal auch nicht (Indien kaum) getan.

    Es braucht auch hohe Investitionen im Energiesektor, damit nicht langfristig die Förderung sinken muss; aber hey, es geht nur um Geld, dass schafft man durch Knopfdruck in einer Bank.

    Das know how dürfte man mit Russland ja wohl haben.

  19. Mal angenommen, Trump ist kein tumber Idiot oder (und) einfach wieder eine israelische Marionette.

    Ich bring mal das Trump-Programm auf zwei Kernaspekte:

    A) America first;

    wir lassen uns beim Handel nicht beschei..en, die Verbündeten müssen uns mehr bezahlen, wir tun nur noch, was uns nützt

    B) Obama (und das steht für ein Großteil des Establishments) ist ein Idiot, der wollte kein America first, ich kann das besser.

    A zielt auf recht konkrete Ergebnisse: mehr Exporte, mehr Produktion in den USA, daraus folgend mehr Arbeitsplätze in den USA, mehr Steuereinnahmen, weniger „sinnlose“ Ausgaben, dafür große Infrastrukturverbesserungen möglich.

    Wenn das gelingt, eine klare Wiederwahlgarantie, und Eingang ins Geschichtsbuch.

    Dafür kann man auch „Freihandels“verträge kündigen, Klimaabkommen, Mauern bauen, Nato oder UNO dissen, EU zwingen, Sanktionen verhängen, etc.

    Ja das laute Gepolter erweist sich als Strategie, um dann am Ende bessere „deals“ zu bekommen.
    Trotz schon laufender Zinswende in den USA (tendenziell höherer Dollar und wachsende Außenhandelsdefizite) gitb es Bewegungen zur Reduktion der Defizite; das wird zunehmen, ist anzunehmen.

    B) ist nicht rational; Obmacare hat Fehler, klar, die Abschaffung macht es jedoch nicht besser;
    die massive Eskalation mit Nordkorea ist völlig unnötig, wenn jetzt etwas herauskommt, wäre das auch ganz leise möglich gewesen.

    Der Iran-Deal ist der Höhepunkt. Obama ein Idiot, so ein schlechter Deal, der böse Iran nicht richtig eingedämmt, ich mache einen besseren Deal.

    So heißt es zumindest.

    Aber die Zuspitzung mit der E3 und Russland und China, und mit allen, die gerne mit dem Iran handeln wollen, passt wunderbar zu A).

    Egal was jetzt herauskommt bei Verhandlungen: es wird Zugeständnisse für die Amerikaner geben, bei Zöllen oder sonstwas.

    In dieser Denkweise gilt auch: Iran und Nordkorea brauchen keine Atomwaffen, wir wollen sie auch nicht angreifen. Und die Iraner müssen doch auch keine Truppen in Syrien haben.
    Sie sollen darauf verzichten und kriegen „großartige Deals“, die sie wirtschaftlich prosperieren lassen.

    Das Problem dabei: der ökonomische Aspekt steht nicht im Vordergrund bei einer Sicherheitsstrategie, gerade nach Libyen und Irak.

    Skizze für den Deal mit Nordkorea: völlige Aufgabe des Atomprogramms in Schritten, dafür völlige Aufhebung aller Sanktionen, Friedensvertrag, China wird atomare Schutzmacht.
    Möglich, kann aber auch scheitern, passt nicht sehr gut zu Chuch’e und den Investitionen der letzten Jahre (dafür zur versprochenen Prosperität im Inland).

    Skizze für Iran-Deal.
    Dauerhafte Kontrolle und Beschränkung der Urananreicherung etc.
    Ein paar symbolische Kontrollen für die Raketen, zumindest offizieller Rückzug aus Syrien, Erklärung, die Houthi und Hisbollah und Hamas nicht militärisch zu unterstützen.
    Dafür Aufhebung der auch jetzt noch wirkenden Beschränkungen.
    Russland könnte als atomare Schutzmacht eine Sicherheitsgarantie abgeben.

    Passt nicht zu einer Regionalmacht, die sich als Motor der Achse des Widerstandes sieht. (was ja auch theologisch begründet ist),
    Praktisch wäre es kein großes Thema. Syrien ist durch, die Houthi sind leider viel zu weit weg für eine direkte Unterstützung. Raketen können mittlerweile viele selber zusammenbauen.

    Aber wie gesagt, bei der Sicherheitsstrategie geht es nicht um ein Immobilienprojekt.

    Und natürlich kann auch einfach C gelten: Trump it eine Bibi-Marionette und ohnehin ein tumber Idiot.

    1. andreas
      Ich bring mal das Trump-Programm auf zwei Kernaspekte:

      Die für mich logischste Erklärung hatten die FakeNewsmedien: Trump hat es im Wahlkampf versprochen und setzt es jetzt kurz vor den Kongress Wahlen um.
      Das er es für Netanjahu macht, glaube ich eher nicht. Dieser befindet sich eigentlich nur noch im Überlebenskampf, würde mich nicht wundern, wenn da schon Nachfolgediskussionen laufen und das auf allen Seiten

  20. Was bedeutet Netanjahus Präsenz, die ganze Zeit neben Putin, auf der Moskauer Siegesparade?

    1. Er kriegt ausführlich die Instrumente gezeigt.

      Natürlich gibt es viel zu besprechen.
      Russland steht zu Syrien, auch immer mehr mit dem Iran, aber stellt sich bisher nicht gegen Israel, möchte das auch vermeiden.

      Viele Israeli haben ihre Wurzeln in Russland bzw. der Sowjetunion.
      Aber auch davon abgesehen, eine offene Konfrontation bringt nichts positives, also nur im äußersten Notfall.

      Allerdings kann es sein, das relativ bald eine entschlossene Reaktion braucht; bisher bleibt es bei der Verbesserung der Ausrüstung der Partner, aber die Israeli drehen immer weiter an der Eskalationsschraube.

      Dabei sehe ich zwischen Netanjahu und Putin auch eine gewisse „sportliche“ Komponente; wir installieren Flugabwehr und ertüchtigen andere, euch abzuschießen vs. wir suchen neue Wege, dennoch zu treffen.

  21. Vielleicht ist das auch eine Riesenchance den Europäern zu zeigen, wie Usrael drauf ist. Da bauen sich Gegensätze auf. Wichtig ist jetzt Ruhe bewahren. USA und Israel werden als Agressoren wahr genommen und stehen allein da. Wenn die anderen Länder den Vertrag mit Iran einhalten sieht es doch gut aus. Ich glaube es gibt ein EU-Gesetz das EU-Unternehmen bestraft die sich an US-Sanktionen halten. Ach ja, der neue US-Botschafter in Deutschland benimmt sich auch schon wie die Axt im Walde. Das kommt gar nicht gut an.

    1. Hallo Karsten,

      leider muß ich Dir widersprechen, auch wenn ich gut finde was Du tust.

      Da zerbricht nur der Popanz, der für die Gut- und Bessermenschen zur Beruhigung und den Gutgläubigen und Arglosen zur Täuschung aufgestellt wurde.

      Was wir sehen ist das Reinigen des Bildes, das Herauskristallisieren der eigentlichen Machtbeziehungen, das zurückführen der Verhältnisse auf ihren Kern: Amerika der Herrscher und Europa der Vasall.

      Wer sich weigert seinen Lehnseid zu erneuern, wird sein Lehn, seine Macht, seine Pfründe verlieren.

      Es zählt nur noch der Nutzen des Vasallen, nicht mehr seine schöner Schein.

      Das erwarte ich genauso im Verhältnis Trump-Amerika und Israel.

      Gearbeitet wird auch am Verhältnis zu China (Korea ist ein Teil davon). Partner auf Zeit oder offener Gegner?

      Ich denke wenn Trump seine 2. Amtszeit beendet, werden wir klare Blöcke finden: Amerika und seine kriegsführenden Vasallen und der/die Reste.

      Hoffen wir das es eine Gemeinschaft von Gegner ist und nicht viele verirrte Schafe…

      MfG
      PAule

      1. @Paule

        „Was wir sehen ist das Reinigen des Bildes, das Herauskristallisieren der eigentlichen Machtbeziehungen, das zurückführen der Verhältnisse auf ihren Kern: Amerika der Herrscher und Europa der Vasall.“

        .

        Genau damit fängt es an. Ich denke in spätestens 10 Jahren haben wie ein anderes Europa und eine andere Welt. Im guten oder auch im schlechten. Ob im Guten hängt auch von uns hier ab. Wir bekommen nichts geschenkt.

  22. Das HNC, also die saudisch-syrische „Opposition hat sich von der britischen Regierung „beraten lassen“.

    „Nach seinen Worten ist die politische Regulierung der einzige Weg, dem syrischen Volk eine „stabile und glänzende Zukunft“ zu sichern. „Naser al-Hariri und die syrische Opposition haben erneut ihren Wunsch geäußert, an direkten Verhandlungen mit dem syrischen Regime und Russland ohne Vorbedingungen teilzunehmen“, fügte Johnson [Boris Johnson] hinzu.“

    Lustig: …“haben erneut ihren Wunsch geäussert“…

    https://de.sputniknews.com/politik/20180509320647502-syrien-opposition-verhandlungen-russland-grossbritannien/

    1. Demeter

      Na, die sind ja hübsch. Jetzt, wo sie militärisch alles verloren haben, wollen sie plötzlich verhandeln.

      Schauen wir mal, ob das „HNC“ nächste Woche Montag/Dienstag in Astana aufschlägt, und wenn ja, wie diese Bagage sich da verhält. Da kann man dann gleich sehen, ob sie sich nun ernsthaft um Konstruktivität bemühen wollen.

      http://tass.com/world/1003508

      Aber selbst wenn diese Handlanger der Achse des Terrors sich nun um Konstruktivität bemühen wollen, stellt sich natürlich die Frage, ob sie überhaupt soviel Einfluss haben, dass das noch zu irgendwas nützlich ist.

      1. einparteibuch

        Ich glaube auch, der Zug ist abgefahren. Es geht weiter und das hoffentlich ohne HNC, oder haben die noch irgendwelche Trümpfe in der Hand?

      2. Demeter

        Das einzige, womit das HNC die Situation noch beeinflussen kann, ist damit, dass es die Versöhnung zu den von Russland in Abstimmung mit Syrien, Iran und der Türkei diktierten Bedingungen unterschreibt, und damit die internationalen Terror- und Sanktionskampagne gegen Syrien noch unglaubwürdiger macht, als sie es ohnehin schon ist. Das ist natürlich nicht viel, und viel verlangen kann das HNC dafür im Gegenzug dementsprechend auch nicht, aber den geringen Aufwand, darüber mal zu reden, kann es natürlich trotzdem wert sein. Schließlich kosten Gespräche im Vergleich zu militärischen Dingen fast nichts.

    2. „Verhandlungen mit dem syrischen Regime“? „Regime“? Das sind die doch wohl eher selbst; sollten zunächst mal lernen wie es richtig heißt:
      „Syriens Regierung“.

    1. Hallo Karsten,

      habe es heute mit Dir

      Wenn Frau Wagenknecht Realist ist und es ernst meint was sie sagt müsste sie umgehen die „Linke“ verlassen oder besser die „Linke“ auflösen.

      „Denn bedenken Sie: worin besteht eigentlich der sozialistische Charakter unserer ganzen Bewegung?

      Der eigentliche praktische Kampf zerfällt in drei Punkte: den gewerkschaftlichen Kampf, den Kampf um die Sozialreform und den Kampf um die Demokratisierung des kapitalistischen Staates.
      Sind diese drei Formen unseres Kampfes eigentlicher Sozialismus?
      Durchaus nicht.

      Zunächst die gewerkschaftliche Bewegung! Schauen Sie nach England, dort ist sie nicht nur nicht sozialistisch, sondern zum Teil ein Hindernis für den Sozialismus.
      Die Sozialreform wird vom Kathedersozialismus [2*], den Nationalsozialen [3*] und ähnlichen Leuten ebenfalls betont.

      Demokratisierung ist aber etwas spezifisch Bürgerliches. Die Demokratie hatte die Bourgeoisie schon vor uns auf ihre Fahne geschrieben.

      Was macht uns dann in unserem alltäglichen Kampfe zur sozialistischen Partei? Es ist nur die Beziehung dieser drei Formen des praktischen Kampfes zum Endziel. Nur das Endziel ist es, welches den Geist und den Inhalt unseres sozialistischen Kampfes ausmacht, ihn zum Klassenkampf macht. Und zwar müssen wir unter Endziel nicht verstehen, wie Heine gesagt hat, diese oder jene Vorstellung vom Zukunftsstaat, sondern das, was einer Zukunftsgesellschaft vorangehen muß, nämlich die Eroberung der politischen Macht.“

      Wie man dem Zitat entnehmen kann war Rosa Luxemburg in ihrer Reden auf dem Stuttgarter Parteitag
      der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands im (Oktober 1898) schon weiter.

      Die wussten was sie wollten, für wen sie es wollten und wie sie es machen wollten.

      Quelle: https://www.marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/1898/10/stuttgart1898.html

      Und heute?

      Unabhängig davon halte ich es für besser wenn das Volk die politische Macht hat und nicht eine Partei, denn dem Volk gehört der Staat.
      Das Volk ernährt den Staat, es sorgt für das Fortbestehen des Staates und es stirb für den Staat, wenn es sein muß.

      Damit das Volk der Nutznießer ist also das ganze bitte in Blau.

      Grüße
      PAule

      1. „Hallo Karsten,

        habe es heute mit Dir“

        Und das ist auch gut so. Es sollten in meinen Augen Inhaltlich Diskussionen geführt werden und nicht persönlich. das Problem ist nur in meinen Augen dass das auf Grund der Nachrichtenlage noch nicht wirklich möglich ist.

  23. Für mich kristallisiert sich zur Zeit folgendes heraus.

    – USrael wird zur Zeit keinen Krieg gegen RU wagen. Dies würde eher früher als später für USrael den sicheren Untergang bedeuten.
    a) Ein so riesiges Gebiet wie die russische Vielvölkergemeinschaft zu erobern, ist unmöglich.
    b) China würde dem Versuch nicht tatenlos zusehen, da es selber ein erklärter Feind USraels ist. Entsprechende Reaktionen im pazifischen Raum wären logisch, um eigene Vorstellungen umzusetzen.
    c) Sollte ein möglicher Versuch atomar ausgetragen werden, sollten die russischen Fähigkeiten bereits ausreichen, um die jeweils beteiligten Medusenköpfe des Imperiums abzuschlagen.
    d) Ein isolierter Körper ohne seine Medusenköpfe ist machtlos.
    e) Der mögliche Verlust an Zivilbevölkerung wäre für USrael im Falle eines direkten Angriffs aufgrund der Zahl ihrer Ballungsgebiete katastrophal höher als für RU.
    f) USrael ist pleite.

    – RU wird keinen Krieg gegen USrael wagen, solange keine Aggressionen unmittelbar und direkt gegen RU erfolgen.
    a) RU benötigt eine dringende Verbesserung der Lebensverhältnisse, um ihre Völker zur Blüte zu führen und entsprechend bei Laune zu halten.
    b) Je länger und kunstvoller ihre essentielle Friedfertigkeit und ihre Geduld auf dem Weg über Diplomatie nach außen wirken, um so mehr wachsen Ihr Sympathiesanten zu.
    c) Je länger RU ihre technologischen Fähigkeiten verbessern kann, um so größer wird ihre Überlegenheit.
    d) So etwas setzt man höchstens als Pleitestaat unkalkulierbaren Risiken aus, nicht aber als jemand der über riesige Ressourcen verfügt.
    e) RU ist nicht pleite.

    Denkbar, wenn auch eines Homo sapiens unwürdig, ist allerdings ein für beide Seiten Kräfte zehrender Proxiekrieg, und zwar zwischen der *** Israel, die immer mehr aus dem Gebüsch kommt, und ihren Jägern. Und so etwas scheint sich zur Zeit zu entwickeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Großmeister des globalen Schachs plötzlich aufspringen, dabei Ihr Brett samt Figuren umstoßen um sich direkt an die Gurgel zu gehen. Erstens wäre das nicht meisterlich, zweitens würde es, wie oben beschrieben, keinem von Beiden von Nutzen sein.

    Ein Proxikrieg, bei dem beide Seiten darauf achten, dass mit Bezug auf die Großmeister niemand einen fatalen Fehler macht, wäre allerdings nützlich, für RU übrigens nützlicher als für USrael, denn

    – Iran ist sehr wohl in der Lage, das Problem Israel in den Staub der Geschichte zu treten und damit zugleich die USA von ihrer satanischen Geisel zu befreien. Fortan würde es den USA ermöglicht, befreit von ihrem ***, auf den Weg der Vernunft und des friedlichen Miteinanders zurück zu kehren. Hierfür bedarf es tatsächlich nicht der Mithilfe Europas. Europa hat selbst ein jüdisches Problem, was ihm aber noch gar nicht so aufgefallen ist.

    Britannien ist übrigens das größte Hindernis, welches einer solchen Lösung im Wege steht. Das aber dürfte RU endlich und spätesten seit Skripal und dem Giftköder Weißhelme erkannt haben und entsprechend berücksichtigen.

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