Autobahn von Homs nach Hama freigeräumt

Wie offizielle Quellen am heutigen Samstag mitteilten, gelang es der syrischen Armee und russischen Vermittlern im Rahmen des Versöhnungs- und Evakuierungsabkommens für die von unterschiedlichen Terroristen beherrschte Rastan-Tasche die Autobahn von Homs nach Hama soweit frei von Hindernissen zu bekommen, dass zum ersten Mal seit rund sechs Jahren eine Passage wieder möglich ist.

Bislang steht die Straße inoffiziellen Quellen zufolge zwar nur für die militärische Nutzung zur Verfügung, doch die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete, dass technsiche Einheiten der syrischen Armee daran arbeiten, die Straße auch der Öffentlichkeit zügig wieder zur Verfügung stellen zu können.

Bezüglich der ISIS-Tasche im Süden von Damaskus bestägtigte SANA heute inoffizielle Meldungen von gestern, denen zufolge die syrische Armee den südlichen Teil davon unter Kontrolle hat.

Weiterhin meldete SANA, dass die syrische Armee im nördlichen Teil der ISIS-Tasche weiter vorrückt und dass aus dem östlichen Teil der Süd-Damaskus-Tasche nicht zu ISIS gehörende Terroristen und ihre Angehörigen in über 60 Bussen evakuiert wurden.

Aus Russland teilte die Abkhazian Network News Agency (ANNA News) mit, dass dort Marat Musin, der Gründer der kleinen Nachrichtenagentur, in Kazan verstorben ist.

Marat Musin und die von ihm gegründete abkhasische Nachrichtenagentur ANNA-News haben über die als „arabischer Frühling“ verkleideten Kriege gegen Libyen und Syrien frühzeitig selbst vor Ort recherchiert.

Weder als „verrückt“ verspottet zu werden noch die rabiate Zensur von Anna News in westlichen Staaten und ihren sozialen Medien haben Marat Musin und Anna News davon abgehalten, dem kontemporären Faschismus mit ungemein entschlossenem und mutigem Journalismus Widerstand zu leisten, und dabei unzähligen Menschen in Russland und weit darüber hinaus die Augen über diese räuberischen und terroristischen Feldzüge der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ zu öffnen. RIP.

Nachtrag Sonntag 01:30h: Es gibt Gerüchte, dass ISIS in Camp Yarmouk kapitulieren möchte. Die türkische Besatzungsarmee sah sich am Samstag übrigens in der nordsyrischen Stadt Al Bab mit Spannungen konfrontiert.

Die USA und ihre SDF-Hiwis sollen derweil im Kampf gegen ISIS zwei oder drei Ortschaften in Ostsyrien eingenommen habe.

17 Gedanken zu “Autobahn von Homs nach Hama freigeräumt

  1. RIP, Marat. Du warst in all den Jahren immer ein zuverlässiger und ehrlicher Berichterstatter aus Syrien. Unvergessen sind deine Berichte für ANNA von vorderster Front als Russland noch nicht aktiv in den Krieg eingegriffen hat. Das zollt allerhöchsten Respekt.

  2. Ein Kommentar zum Angriff vom 30.April auf Stellungen in Syrien. Es waren höchstwahrscheinlich nicht die USA. Sondern die IDF hat den gleichen Transponder Code wie die USA benutzt. Da Russen und Amerikaner sich die Codes zugänglich machen um Konfrontationen zu vermeiden hat Israel den gleichen Transponder Code eingestellt um nicht von der Luftabwehr erfasst zu werden, die russischen und syrischen Batterien sind so eingestellt, das sie nicht auf Jets schiessen mit dem US Transponder Code das hat sich Israel zunutze gemacht. Dazu ist die IDF über Jordanien und Irak nach Syrien geflogen, also vom Osten her wie die USA, es haben nicht die Luftverteidigungsbatterien versagt sondern sie wurden getäuscht. Ich denke die USA werden ziemlich wütend sein und die Russen auch weil jetzt die Gefahr besteht das Fehler passieren.

    1. @Macho

      Danke für den Hinweis. Gibt es Infos zu Quellen?

      Umgekehrt funktioniert es dann auch. Syrien greift mit russländischer Technik amerikanische Angreifer an. Das passt doch, mittelfristig.

  3. Das entspricht dem Begriff „Chuzpe“ als Rechtfertigung für eine Dreistigkeit: „Ätsch, wir haben es getan – so what?“

    1. Der „deutsche Saker“ heißt Russophilus, ist ein Scharlatan, und hat mit dem wirklichen Saker, der sehr gute Analysen schreibt und wirklich Ahnung hat, nichts zu tun. Russophilus hat nur eine „feindliche Übernahme“ der deutschen Saker-Seite durchgeführt.

      Übersetzungen vom Original-Saker findet man manchmal auf https://www.theblogcat.de/

      1. @Österreicherin

        Vielleicht machen Sie sich das zu einfach. Einige Analysen Russophilus sind gut, andere katastrophal (Flacherde). Wissenschaftlicher Anspruch vermeidet allerdings streng jede Form von Pauschalisierung.

        Ich sehe die Problemstellen eher in seinem, nichtreflektierten, autoritativen Stil. Das führt dann zu einigen Kapriolen. Und es gibt keine durchgängige inhaltliche Differenz zwischen den beiden Sakern, dem amerikanischen und der deutscher Ausgründung (technischer Krieg seitens des US-Sakers nicht zu vergessen). Das ist allerdings inhaltlich nicht gerechtfertigt. Leider sind die Probleme hausgemachtes Menscheln. Wenn ein Moderator Zensor wird, ohne es zu merken, entstehen Kommunikationsprobleme, ja. Die Gesamtrichtung beider Foren ist dennoch, in allen wesentlichen politischen Punkten, ‚konform‘ und nur das zählt, außer eben in reinen Foren-Kindergarten. Und es gibt viele falsche Jubler die sich freuen über die Spaltung von aufklärenden Foren, leider. –

        Machen wir politisch Aufgewachten nicht mit, bei dieser Dauerspalterei, das ist mein Vorschlag, Motiv. Kritikresistent ist Russophilus allerdings schon, da gebe ich Ihnen insoweit recht.

  4. Ivan Sidorenko berichtet über Truppenbewegungen Richtung AL Gab Plains.

    Es gibt ja seit längeren Berichte, dass Teile von „Idlib“ ein nächstes Ziel sein sollen, manchmal wird direkt Jisr al Shigur genannt.

    Ob es dafür Quellen gibt, die aus dem Astana-Prozess stammen? Wer weiß.

    Vielleicht auch nur Spekulation, weil es einen großen Bereich ohne türkische Basis gibt.

    Wie genau die Absprache bei Astana aussieht, ist generell unklar.
    Jedenfalls führt Al Kaida fröhliches Terroristenleben in „Idlib“ auf, und wird von den „moderaten“ Terroristen bekämpft.
    Wenn die SAA eine Aktion gegen HTS startet, kann niemand sich einen irgendwie plausiblen Grund ausdenken, etwas dagegen zu tun.

    Aber man kann die Türken als Teil von Astana auch nicht direkt vor den Kopf stoßen.

    Wir werden es sehen. Yarmouk kommt voran, der Rest ist schon oder bald geräumt, der größte Teil der Homs/Hama-Zone dürfte auch zeitnah kampflos übergeben werden, hat ja schon begonnen; da die irakische Grenze vor der Wahl wohl eher keine Option ist (schade), liegt ein weiteres Stück von „Idlib“ nahe.

    Die Tiger und co. im Flachland, mit überlegener Technik gegen kleinere Orte, dürfte militärisch auch relativ einfach sein.
    Die Städte umgeht man, die fallen dann einfach ab.
    Die ganze M5 dürfte für den nächsten Schritt zu viel sein; auch bis Saraqib wäre ein recht großes Stück.

    Südlich von Maarat an-Numan für den Anfang? Auch da gibt es einige sehr symbolische Orte, Qalat al Mudiq, Khan Sheykun, Morek, Kafr Nabudah etc., die auch erheblich größer sind als die bei der letzten „Idlib“-Aktion.

  5. Laut Wael hat Israel die Besatzung des S200, die die F16 runtergehlt hat, in inem Van getroffen und getötet.

    Das passt sehr zur Handschrift Israels, die ja gerne in fremden Ländern Menschen entführen der ermorden.

    Wenn der Bericht über die US-Tarnkennung beim letzten Luftangriff stimmt, sind das zwei sehr ernste Eskalationsstufen.
    Netanjahu zündelt ganz gewaltig.

    Was ist eigentlich mit den gefühlt recht gehäuften Unfällen von Flugzeugen, Schiffen; irgendwie auffällig, oder alles im Rahmen?

    1. andreas

      Die Geschichte von Wael mit der S-200-Besatzung würde ich mal als Anekdote ohne Beweise einstufen. Die Geschichte, dass israelische Jets bei der Attacke Ende April mit US-Kennungen im syrischen Luftraum unterwegs gewesen sein könnte, hatten wir damals hier auch diskutiert. Eine neue Beweislage sehe ich da aber nicht.

      Die nicht nur gefühlt viel zu vielen russischen Flugzeugabstürze deuten auf zu störanfällige und oft auch zu alte Flugtechnik hin, die Russland im Einsatz hat. Russland ist mit dem Problem zwar beileibe nicht allein, aber da hat Russland mit Sicherheit noch sehr viel mühsame, langwierige und teure Arbeit zu erledigen.

      1. Also die SU-30SM ist/war bestimmt nicht zu alt.
        Vergleiche die Einsatzzahlen der Russen mit denen der willigen Dummköpfe und die Anzahl der eingesetzten Luftfahrzeuge. Da ist es IMHO nur eine Statistikfunktion, die Russen sehen da nicht schlechter aus. Nicht vergessen, militärische Luftfahrt ist gefährlich.

      2. Wolle

        Ja, die SU-30 ist nicht zu alt und Russland fliegt in Syrien auch viel mehr Einsätze als die Koalition der Terrorsponsoren. Global gesehen würde ich zwar trotzdem vermuten, dass die Koalition der Terrorsponsoren deutlich mehr Flüge absolviert, aber das ist gar nicht der Punkt.

        Es sind bei der russischen Luftwaffe in den letzten Jahren einige katastophale Dinge passiert, die an sich eher wenig mit dem gefährlichen Einsatz in Syrien zu tun haben. Da sind unter anderem zwei Mannschaftsflieger mit je Dutzenden Menschen drin – ohne erkennbare Feindeinwirkung – abgestürzt, und mehrfach haben Flieger die Landebahn auf dem russischen Flugzeugträger verfehlt, wobei es zum Glück keine Toten gab, da ist die SU-30 nur noch das I-Tüpfelchen drauf. Das heißt nicht, dass die russische Fliegerei schlecht ist, aber die Abstürze machen schmerzlich bewusst, warum da ein größeres Qualitätssicherungs- und Fehlervermeidungsprogramm angesagt ist.

        Das ist mühselig, dauert lange und kostet sehr viel Geld, doch es scheint mir unumgänglich, dass das sehr gründlich gemacht wird.

  6. Die Frage war (auch), ob es technische Probleme sind, oder da auch Sabotage am Werk ist.

    Und auch wechselseitig, auch die Wertegemeinschaft verliert doch erheblich Material.

  7. ***
    Asaf Ronel @AsafRonel 15 Min.Vor 15 Minuten

    #BREAKING: Israeli minister & security cabinet minister @steinitz_yuval with a direct threat: „if Assad continues to allow the Iranians to operate from Syria, we will assassinate him“ – via @ynet
    ***

    Nun gut, Assad haben schon viele weggewünscht, -geschrieben, -gefordert.

    Aber der israelische Geheimdienst könnte dies wohl, wenn er will, gerade wenn man sieht, wie Bashar al Assad mit seinem Privatauto fährt und über den Markt geht.

    Das Risiko eines Chaos nach dem Tod Assads ist geringer geworden, könnte die Hardliner mit ihren Mordphantasien beflügeln.

    Andererseits weiß man immer noch nicht, was danach käme; es ist nicht anzunehmen, dass der Westen einen Agenten an die Macht bringen könnte.

    1. andreas

      Wenn der Mossad die Fähigkeit hätte, Bashar Al Assad zu ermorden, hätte „Israel“ das schon lange getan.

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