Armee spaltet ISIS-Tasche im Süden von Damaskus

Wie inoffizielle Quellen berichten, ist es der syrischen Armee und ihren Partnern am heutigen Donnerstag gelungen, die von ISIS-Terroristen beherrschten Tasche im Süden von Damaskus in eine nördliche und eine südliche Hälfte zu spalten.

Des Weiteren sind die Armee und ihre Partner heute im Nordwesten der ISIS-Tasche ein Stückchen vorangekommen. Das Militärmedienzentrum hat zu den schweren Kämpfen im Süden von Damaskus heute folgendes Video veröffentlicht:

Aus dem von mit ISIS rivalisierenden Terroristen beherrschten Ostend er Süd-Damaskus-Tasche wurde gemeldet, dass eine Reihe von Terroristen und ihre Angehörigen heute von dort evakuiert wurden, dort jedoch noch die Evakuierung von rund 10.000 weiteren Personen ansteht. Auf einer aktuellen Karte sieht die Lage in der Süd-Damaskus-Tasche gegenwärtig wie folgt aus:

Die Operationen zur Einnahme der ISIS-Tasche im Süden von Damaskus gehen inoffiziellen Angaben zufolge gegenwärtig mit einer Nacht-Offensive weiter.

Aus der Rastan-Tasche nördlich der Stadt Homs wurde derweil gemeldet, dass Terroristen in Rastan damit begonnen haben, ihre schwere Waffen an russische Militärpolizisten abzugeben. Angesichts der bereits abgegebenen schweren Waffen ist damit zu rechnen, dass das Abkommen zur Befriedung dort nun zügig umgesetzt werden kann. Gegenwärtig sieht es allerdings so aus, dass in der Rastan-Tasche ausschließlich die Terroristen in Rastan und Talbiseh die Variante Versöhnung oder Evakuierung gewählt haben, während andere Terroristen in der Rastan-Tasche es bislang vorzuziehen scheinen, sich von der Armee eliminieren zu lassen.

Falls nördlich von Homs eine Militäroperation zur Eliminierung versöhnungsunwilliger Terroristen nötig wird, ist nicht damit zu rechnen, dass die Operation sonderlich schwierig wird, denn Rastan und Talbiseh liegen genau im Zentrum der Tasche, womit sich das verbliebene Terroristengebiet in drei kleine Subtaschen teilt, wenn syrische und russische Einheiten Rastan und Talbiseh sichern.

9 Gedanken zu “Armee spaltet ISIS-Tasche im Süden von Damaskus

  1. Interessanter Artikel von Analitik.

    Netanjahu beißt mit seiner propagandistischen Präsentation, Iran würde sein Atomprogramm fortsetzen, bei den Europäern auf Granit und auch Trumps Beistand für Israel ist mehr Schein als Sein. Selbst ein Baron Rothschild, den man zu einem der wirklich mächtigen zählen darf, pfeift Netanjahu öffentlich zurück.

    Weiter solle Trump, im Gegensatz zu den Europäern, den Iran-Deal platzen lassen, um den Bruch zwischen den USA und der EU zu vergrößern.

    http://analitik.de/2018/05/03/israel-isoliert/

    1. Bezugnehmend auf Analitiks Artikel, wäre eine überaus interessante Frage, warum ein Baron De Rothschild, eine Gallionsfigur der echten Machtelite, einer von denen, die über Krieg und Frieden entscheiden, sich öffentlich gegen Netanjahu stellt. Ich kann mich nicht erinnern, dass so etwas jemals vorgekommen wäre.

      Vorstellbar wäre, dass dem Baron die Vorgehensweise Netanjahus schlicht zu plump ist und daher nicht zielführend. Möglich wäre aber auch, und das würde diesem außergewöhnlichen Vorgang eher gerecht werden, dass es auf diplomatischer Ebene eine sehr heftige Reaktion der Russen gegeben hat, und sich deshalb die Machtelite in Person des Barons persönlich einschaltet, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Wenn das so wäre, könnte das auf eine entscheidende Wende, bzw. auf einen (wenn auch nur vorübergehenden) Rückzug der Kriegstreiber hindeuten. Es bleibt spannend.

      1. leo

        Ich glaube, unter den jüdischen Finanziers hinter Israel könnte sich zunehmend die Ansicht breit machen, dass Netanjahu mit seiner egoistischen Selbstherrlichkeit zunehmend Gefahr läuft, das US-zionistische Empire zu verspielen.

      2. Parteibuch

        Unkluge, für die Machtelite nicht zielführende Vorgehensweisen von Politikern kommen immer wieder vor und sind kein ungewöhnlicher Vorgang. Womit wir es hier zu tun haben, ist aber ein überaus ungewöhnlicher Vorgang. Dass der Geldadel in Person eines De Rothschild, die ihre Agenda bevorzugt aus den Hintergrund steuern und dabei Öffentlichkeit meiden, wie der Teufel das Weihwasser, in dieser Form an die Öffentlichkeit tritt, erleben wir schließlich nicht alle Tage. Das ist eine völlig unübliche Verhaltensweise.

        Mein Eindruck ist der, dass es da an der diplomatischen Front lichterloh brennt.

  2. Vielen Dank 1PB für diese genaue Übersicht.

    Gibt es neue Entwicklungen im Mittelmeer und im Umgang der Iraner mit Israel?

  3. Ein früherer Saudi General, Anwar Eshki sagt, dass Saudi Arabien nicht verpflichtet ist, die Palästinenser zu verteidigen. Die Palästinser sind es weniger wert geschützt zu werden, als die Saudis.

    „Wenn Dein Haus und das Deines Nachbarn brennt, dann löscht Du natürlich zuerst Dein Haus.“

    Auf die wiederkehrenden Fragen nach Saudi Arabiens Verantwortung angesichts der Israelischen Besatzung und Aggression gegen die Palästinenser, ergriff Eshki Partei für Israel und sagte, dass Regime in Tel Aviv ist nie in Saudi Arabien eingefallen und wir müssen daher auch nicht reagieren.

    „Israel wird fälschlicherweise der Feindseligkeit beschuldigt“, so Eshki, der in den letzten Monaten mehrmals die besetzten palästinensischen Gebiete besuchte. Er nutzte die Gelegenheit, um den Iran für regionale Konflikte verantwortlich zu machen. Es sei der Iran und nicht Israel, dem die Saudis sich entgegenstellen müssen.

    Das Königreich sucht scheinbar engere Beziehungen mit Israel als Gegengewicht gegen Iran, den es als den eigentlichen regionalen Rivalen betrachtet.

    Höhere saudische Offizielle und auch Kronprinz Salman versuchen Israels Herangehensweise in Bezug auf Frieden mit den Palästinensern zu rechtfertigen.

    Auf einer Reise nach New York, bei der Salman mit einigen Vertretern jüdischer Organisationen zusammentraf, sagte er, die Palästinenser sollten entweder die Friedensangebote akzeptieren, oder den „Mund halten und aufhören zu klagen. Die letzten 40 Jahre hat die palästinensische Führung immer wieder Gelegenheiten verpasst und Angebote zurückgewiesen.“ Ende.

    Das hat Salman sich schön vom britischen Verteidigungsminister abgeguckt mit seinem „shut up“ gegenüber Russland.

    Nun bleibt noch zu erörtern, warum das saudische Haus brennt? Probleme gibt es genug im Königreich. Offensichtlich wird Israel beim Löschen des Feuers benötigt. Die Palästinenser sind nicht von Nutzen und die sollen sich nicht so anstellen. Das wird noch böse enden mit den Saudis.

    http://www.presstv.com/Detail/2018/05/04/560586/Saudi-Arabia-Palestinian-cause-Israel-Eshki

  4. Sehr Geehrte/r Demeter, ich würde ihnen Gerne, was über die Hintergründe mitteilen.

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