ISIS kollabiert im Westen der Süd-Damaskus-Tasche

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldete am heutigen Samstag, dass die syrische Armee die im Südwesten der von ISIS-Terroristen beherrschten Süd-Damaskus-Tasche gelegene Nachbarschaft Mazniyeh eingenommen hat und an mehreren anderen Stellen der Front auch vorgerückt ist.

Von SANA gab es zu diesen Kämpfen heute folgendes Video:

@Suriyak hat am Mittag zu den heutigen Fortschritten der Armee eine Karte veröffentlicht, auf der auch ein Fortschritt der Armee bis an die südöstliche Ecke der Nachbarschaft Taqadom verzeichnet ist.

Am frühen Abend meldeten inoffizielle Quellen dann große Fortschritte der Armee in Qadam, und am späten Abend kamen heute dann noch inoffizielle Meldungen, dass die Terrorgruppe ISIS in Qadam komplett kollabiert ist und die Terroristen in Massen nach Hajar Aswad und Yarmouk Camp weiter im Osten der Tasche flüchten. Das westliche Drittel der ISIS-Tasche im Süden von Damaskus dürfte damit befreit sein.

Auf der internationalen Ebene haben sich heute die Außenminister der Astana-Staaten Russland, Iran und Türkei in Moskau getroffen, und dort unter anderem bekräftigt, dass sie Bestrebungen, Syrien anhand ethnischer oder religiöser Kriterien zu spalten, als „vollkommen inakzeptabel“ betrachten und dass sie trotz jüngster externer Störversuche wie den Angriff der F-UK-US-Staaten auf Syrien an ihren im Astana-Prozess getroffenen Vereinbarungen zur Befriedung Syriens festhalten und sie auf der Grundlage weiter zusammenarbeiten werden.

Nachtrag 23:45h Kartenupdate zur Süd-Damaskus-Tasche von @Suriyak:

Nachtrag Sonntag 01:20h: Bevor es vergessen wird, und da das hier in den Kommentaren auch schon Thema war: Das von der deutschen Bunderegierung als „perfide“ bezeichneteDekret 10“ des syrischen Staatspräsidenten, das die deutsche Bundesregierung auch im UNO-Sicherheitsrat thematisiert sehen wollte, hat sich am Samstag als Fake News westlicher und sonstiger antisyrischer Lügenpropaganda entpuppt.

Nachtrag Sonntag 02:00h: Die Hasbaraschleuder New York Times meldet, der neue US-Außenminister Pompeo habe in Riad von den Saudis unmissverständlich verlangt, die Blockade von Katar und das kriegsbedingte Desaster im Jemen zu stoppen.

Advertisements

27 Gedanken zu “ISIS kollabiert im Westen der Süd-Damaskus-Tasche

  1. http://www.facebook.com/RTnews/posts/10156698989334411

    http://www.facebook.com/RTnews/posts/10156700826074411

    Klingt interessant. Bis jetzt erschien mir Mattis nicht als Deep State Person. Seine Aussagen hier deuten das an. So langsam nimmt der Schlag gegen Deep State so richtig Fahrt auf. Dazu könnte das Trump-Kim Treffen in Russland stattfinden.

    Was passiert mit den Terroristenlöchern Daraa und Idlib? Könnte es sein das SAA/Iran/Hisbollah bald gegen SDF/YPG kämpfen werden in Ostsyrien?

    1. Macho

      Ich vermute, weder Daraa noch Idlib werden bald an der Reihe sein. Gegen die SDF/YPG-F-UK-US werden mE vermutlich Erdogan und seine Jihadi-Proxies nach der türkischen Wahl antreten. SAA und Partner könnten gleichzeitig mit einer Anti-ISIS-Operation westlich des Euprhat eingesetzt werden, sowohl um ISIS zu bekämpfen als auch um zu verhindern, dass die USA und ihre Handlanger einen Durchbruch von Jordanien über den Euphrat nach Nordostsyrien probieren, wenn sie in Nordostsyrien von der Türkei und vom Irak vom Nachschub abgeschnitten werden.

      1. @NEP:

        Was Idlib betrifft, bin ich bei Ihnen. Dort sind ja die Hauptsammelstellen jener Terroristen, welche über Abzugsvereinbarungen mit der syrischen Regierung aus den zentralen syrischen Regionen abziehen durften. Es geht ja nicht darum, die dort nun platt zu machen, sondern intelligent und Schritt für Schritt zu entmilitarisieren. Daher ist auch die Türkei so wichtig, weil über sie die Statusänderung vom Terroristen zum „normalen Rebellen“ und von dort zum „Zivilisten“ gemanaged wird. Viele Kämpfer sind ja auch Ausländer und die westeuropäischen Mächte haben ihren Halsabschneidern gern Pass und Visa für den Transit nach Syrien besorgt. Der umgekehrte Weg ist aber nicht vorgesehen. Das dauert also und deshalb wird Idlib wohl vorerst in Ruhe gelassen. Es sei denn, Fraktionen der Extremisten versuchen wieder ihr eigenes Süppchen zu kochen; schließlich ist ja die Türkei nicht der einzige Pate.

        Bei Daara sehe ich es anders. Dieses Gebiet liegt zwar nah an der israelischen Grenze aber es liegt auch sehr nah zur syrischen Hauptstadt und es stört ungemein den Transit nach Jordanien. Vor allem sehe ich eine strategische Bedeutung, denn wenn Daara von den Extremisten befreit wird, verliert auch al-Tanf enorm an Wert. Mit entsprechendem russischen Druck könnten die Tage der Besatzer dort möglicherweise schneller zu Ende gehen, als viele das zu hoffen wagen.

        Interessant sind Ihre Gedanken zu Ostsyrien. Hier hatte ich erst einmal an eine Fortführung des Status Quo gedacht, damit Syriens militärisches Potenzial sich nicht zersplittert. Aber dem scheint wohl doch nicht so zu sein. Das kam gerade von SANA:

        SANA’s reporter: Syrian Arab Army liberates villages of al-Junina, al-Jiaa, Shamret al-Hessan and Hawiqit al-Maishia in eastern bank of Euphrates River which were under the control of the so-called “Syrian Democratic Forces.”
        Quelle: https://sana.sy/en/?cat=495

        Herzliche Grüße, ped43z

    2. suedlaendischermacho
      Dazu könnte das Trump-Kim Treffen in Russland stattfinden.

      Da die Kims nur mit dem Zug reisen, kämen wohl nur 3 Länder in Frage: Südkorea, China, Russland (vielleicht noch Mongolei). Damit klingt das logisch.

      Da es üblich ist, das bei einem so hoch angebundenen Treffen das Gastgeberland die Gäste auch hochkarätig begrüßt. Damit wäre ein Treffen Putin-Trump möglich.

    3. macho

      „Bis jetzt erschien mir Mattis nicht als Deep State Person. Seine Aussagen hier deuten das an.“

      Um welche Aussagen geht es da konkret?

      1. Das er überlegt die US Truppen aus Südkorea abzuziehen. Und das Treffen Trump-Kim könnte in Russland Wladiwostok stattfinden da die Kims am liebsten mit dem Zug reisen. Leider hat PB die RT Links von FB entfernt oder es gibt einen Automatismus hier der FB nicht akzeptiert. Dazu ist Mattis so oder so ein besonnener Mensch.

      2. Macho

        Facebook-Links, die mit https:// oder http:// anfangen, scheint WordPress bei der Verarbeitung zu verschlucken. Ich habe das gerade mal weggemacht, hoffe, dass die Links jetzt gehen. Direkte Links auf RT wären aber vermutlich ohnehin besser.

      3. Macho und alle

        Pardon, vielleicht habe ich gestern zu tief ins Glas geschaut und stehe heute etwas auf der Leitung. Ich verstehe nicht warum Mattis in Verdacht gerät eine Deep State Person zu sein, wenn er darüber nachdenkt US-Truppen aus Südkorea abzuziehen. Und aus einem möglichen Treffen zwischen Trump und Kim in Russland kann ich das auch nicht schließen.

        Please help.

      4. Macho

        Ich glaube ich bin schon selbst drauf gekommen.

        Aus deiner Aussage „Bis jetzt erschien mir Mattis nicht als Deep State Person. Seine Aussagen hier deuten das an.“ hatte ich geschlossen, dass du bisher geglaubt hattest, dass Mattis kein Deep-State-Mann sei, aber jetzt was anderes glaubst und dass Mattis etwas gesagt hat, was diesen Sinneswandel bei dir ausgelöst hat.

        Was du aber wirklich sagen wolltest, war wohl, dass Mattis mit seinen Aussagen bestätigt hat, was du schon vorher geglaubt hattest, nämlich dass Mattis KEIN Deep State Mann sei.

        Wie auch immer, schönen Sonntag noch.

      5. Genau leo, das war sehr unglücklich formuliert. Denn ich meinte das Mattis Aussagen klar sind, das er definitiv kein Deep State Mann ist.

  2. Gegen die YPG wird keiner in den Krieg ziehen, das ist zu Gefährlich für den Iran!! Denn genau darauf setzt die USA!

    1. Peacekeeper

      Danke für den Hinweis. Es gibt diese neue gesetzliche Regelung zur Verabschiedung neuer Bebauungspläne also grundsätzlich doch. So wie ich das grob verstehe, wird da Gebietskörperschaften in von Kriegsschäden geplagten Gegenden das Recht eingeräumt, von Eigentümern zu verlangen, dass sie sich versammeln und ihre Gegend in Ordnung bringen, und wenn oder soweit sie das nicht tun, die Gebietskörperschaft das für sie macht.

      Dass die neue Regelung einigen Personen Probleme bereiten wird, kann ich mir gut vorstellen. Man denke etwa an Leute, die in einem auf öffentlichen Land errichteten Schwarzbau gelebt haben, der nun im Krieg zerstört wurde. Solange der Bau stand und Leute drin gewohnt haben, dürften sie da juristisch vergleichsweise sicher gewesen sein, denn Räumungsansinnen wären wohl aus sozialen Gründen, es soll ja keiner durch den Staat obdachlos gemacht werden, abgeschmettert worden. Nun, um zur Eigentümerversammlung zugelassen zu werden, Eigentumsrechte nachzuweisen, wo es möglicherweise gar keine gibt, wäre natürlich schwer bis unmöglich, womit die Neuregelung eine erhebliche Verschlechterung der eigenen Position im Vergleich zur Vorkriegssituation bedeuten würde. Da hilft dann auch nicht, dass Eigentümer sich bei der Geltendmachung ihre Rechte von Verwandten oder anderen Personen vertreten lassen können.

      1. Allerdings entspricht diese gesetzliche Regelung in etwa dem, was auch in Deutschland geltendes Recht ist.

  3. Nach Yarmuk wird man sich gegen den Kessel von Homs wenden. Das wäre nachvollziehbar.


  4. Sieht gut aus.
    Hoffe die schaffen es zügig.
    Sieht auch so aus als ob die Rastan Tasche schnell erledigt wird und Idlib in Angriff genommen wird.

  5. ped43z sagt 29. April 2018 um 14:26

    „Was Idlib betrifft, bin ich bei Ihnen. Dort sind ja die Hauptsammelstellen jener Terroristen, welche über Abzugsvereinbarungen mit der syrischen Regierung aus den zentralen syrischen Regionen abziehen durften. Es geht ja nicht darum, die dort nun platt zu machen, sondern intelligent und Schritt für Schritt zu entmilitarisieren.“

    Warum geht es nicht darum, zumindest den harten Kern „platt zu machen“?

    Menschen, de sich Terrormilizen anschließen und jahrelang größte Grausamkeiten begehen, wohl fast alle mit gefestigter dschihadistischer Anschauung, sind nicht einfach so zu „zivilisieren“.

    Ich denke über diesen Punkt gibt es sogar erhebliche Übereinstimmungen bei den Sicherheitsorganen, egal ob Russland, Golfstaaten, andere arabische Staaten, europäische Länder, China, Türkei, wer auch immer; keiner will die Terrormilizen im Lande haben, schon gar nicht zu tausenden.

    Darüber kann man natürlich im“demokratischen“ Ländern nicht laut sprechen, aber man sieht die Handlungen.

    Und es gibt eine weitere Gemeinsamkeit:
    Der eigene Blutzoll bei der Beseitigung der terroristischen Bedrohung soll möglichst gering gehalten werden; soll doch jemand anderes.

    Insofern sehe ich die ganzen Infights nicht nur als Zufall, Kampf um Ressourcen etc; sondern auch gesteuert.
    Türkenproxys gegen US-Proxys gegen US-Proxys gegen Saudi-Proxys gegen Katar-Proxys und so weiter.

    Die nächste Stufe wird eine großangelegte Aktion der Türken mit ihren Idlib-Terroristen, die ja inzwischen aus diversen Ländern original unterstützt wurden und werden, gegen die US-Proxys SDF und einige Araber.
    Die Kurden werden zwar fast nur von den Türken als Terroristen gesehen, aber egal; am Ende zählt aus dieser Sicht das Ergebnis, weniger Terroristen.

    1. Dies vielleicht noch als kleine Ergänzung:

      Ich bin sicher kein Verfechter des alttestamentarischen „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, aber auf diese Terroristen kann m.E. reguläres Kriegsrecht keine Anwendung finden weil es keine regulären Armeen sind, die als Patrioten für ihr Land kämpfen. Es sind gewöhnliche Mörder und Verbrecher, die für Geld oder aus Hass auf bestialischste Weise Menschen abschlachten. Was ist das für eine Welt, in der Bestien, die so etwas tun, amnestiert werden, wenn sie ihre Waffen abgeben und Besserung geloben. Was ist mit den vielen Überlebenden, deren Verwandte, Eltern oder Kinder von diesen Monstren dahingemordet wurden? Müssen die womöglich akzeptieren, diesen Abschaum in Freiheit zu sehen oder gar mit solchen Kreaturen in ihrer Nachbarschaft zusammenleben? Was wäre das für ein Unrecht.

      Möge sich doch bitte jeder hier mal versuchen vorzustellen, der palästinensische Junge, dem man vor laufender Kamera den Kopf abgeschnitten hat, wäre das eigene Kind gewesen. Ich glaube nicht, dass ein betroffener hier noch von Amnestie reden würde oder dass es ja gar nicht darum ginge diese Terroristen „platt zu machen“.

      Vergeben ist immer leicht, solange man selbst nicht betroffen ist und womöglich strategische Vorteile damit verbunden sind. Sicher gibt es auch Szenarien, wo das Kräfteverhältnis solche (faulen) Kompromisse erzwingt. Solch eine Situation ist in Idlib aber nicht gegeben.

      1. @Leo und PED

        Die Diskussion um automatisiertes, bis unangemessenes Vergeben, Demilitarisieren und Amnestieren unter Auflagen, wird wohl immer geführt werden, da es ständig veränderte Bedingungen und Anlässe gibt/ geben wird, solange es noch keine ‚Kantische Welt-Friedensallianz der/ aller, natürlichen Staaten gibt.

        Leo’s Hinweis auf die Angehörigen des geköpften Palästineserjungen, erweitert nicht die Argumentation. Einzige nachvollziehbare Legitimation zu solcher Kriegsrechtshandhabung kann nur die absolute Reduktion der Gesamtzahl solcher grausigen Mordtaten sein.

        Ansonst gibt es, ohne Amnestie undFriedensvermittlung, eben nicht weniger, sondern mehr Angehörige, die mit vollem Recht um ihre geköpften, vergewaltigten und zu Tode gefolterten Familienmitglieder trauern und höchst erbost sind. Es bleibt also beim Argument der besten, ‚maximalen Reduktion von Terror‘. Keinem der Friedensvermittler bleibt der Zielkonflikt erspart, nicht zu lax und nachlässig zu handeln, damit insgesamt nicht Zahl und Umfang von Krieg und Terror, zunehmen. Insofern ist Leo’s Anmerkung immer im Bewusstsein zu halten, taugt nur nicht zu einer generellen Maxime, sich so oder so zu verhalten.

        Die RF-Friedensvermittlungscamps erzeugen ein hohes Niveau an Einschätzbarkeit und Verlässlichkeit dieser Seite. Dennoch ist eine Aufrüstung Syriens, einschließlich diverser Glacies (Golan), wohl unumgänglich, um größeres Leid zu verhindern. Genau diesen Weg gehen die Verantwortlichen, mMn. Und die stetige, aber *reaktive*, Erhöhung der Abwehrpotenz, gehört unbedingt zur maximalen Friedensstrategie.

        Ich sehe niemanden in der RF, der dies anzweifelt, schon garnicht Putin. –

  6. Auf der Hmejmim Airbase ist nun das erste mal TorM2 stationiert worden.

    20.04.2018 (c) ecoross1.livejournal.com

    1. Auch interessant:
      Su-34 mit Kh-35U Unterschall Anti-Schiff-Rakete auf Russlands Hmeimim Airbase.

      Zwei A50:

      Bedeutet in der Regel auch wo eine dritte in der Luft.

      Dazu 4×4 S-400 Starter.
      Alles RussianDefence.com

      1. Hervorragend.
        Pantzir, Tor, S300/400 und dutzende BUK, KUB, S200 und div. Flak, ein dicht gestaffeltes Luftabwehrpotential das in dieser Konzentration wohl weltweit selten ist.
        Und die Antischiffsraketen anSu-34 mit Kh-35U beweisen, neben mind. einem Dutzend weiterer P800 und K300 an der Küste, das die Russen und Syrer mit allem rechnen, wie ja heute Nacht die erneuten Raketenüberfälle der Ziofaschisten immer wieder beweisen.
        Dieser Kurs der Erhöhung der syrischen verteidigungsfähigkeit und Modernisierung der SAA muss konsequent weiter verfolgt werden, denn die ziotransatlantische Mafia schreckt umso eher und umso mehr zurück, desto höher das Gegenschlagspotential und die drohende blutige Nase.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.