Ost-Qalamoun vollständig vom Terrorismus befreit

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am heutigen Mittwoch Abend mitteilte, wurde in den Orten Ruhaybah, Atanat und Nasiriyah unter Jubelrufen der lokalen Bevölkerung die syrische Flagge gehisst und die nordöstlich von Damaskus liegende Region Ost-Qalamoun anschließend für vollständig vom Terrorismus befreit erklärt, nachdem in den letzten vier Tagen 124 Busse nicht versöhnungswillige Terroristen und ihre Angehörigen nach Nordsyrien evakuiert hatten.

Das syrische Fernsehen übertrug den feierlichen Einzug syrischer Regierungskräfte und das Hissen der syrischen Flagge in Ruhaybah live:

Dass die ganze Region Ost-Qalamoun für befreit erklärt wurde, dürfte einstweilig das Ende syrischer Militöroperationen in Ost-Qalamoun bedeuten. Praktisch ist es jedoch nicht unwahrscheinlich, dass sich in den unwegsamen Bergen im Osten von Ost-Qalamoun nach wie vor einige unversöhnliche Terroristen verstecken. Auf nachfolgender Karte von 24 Resistance Axis ist diese schwierige und rund 500 Quadratkilometer große Bergregion in gelb markiert.

Sollte sich das potentielle Problem in der östlichen Bergregion nicht von selbst erledigen oder von der Polizei geregelt werden können, kann es also passieren, dass die syrische Armee da später nochmal zur Nacharbeit anrücken muss.

In der Süd-Damaskus-Tasche wurde heute hingegen noch heftig gekämpft. Das Militärmedienzentrum veröffentlichte heute folgende Bilder vom Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS und ihre Kumpane südlich von Damaskus.

Inoffiziell wurden aus der Süd-Damaskus-Tasche kleinere Fortschritte der Armee an verschiedenen Stellen sowie die Einnahme eines Nachschubtunnels von ISIS in Asali gemeldet.

Aus der befreiten Stadt Douma in Ost-Ghouta wurde am heutigen Mittwoch gemeldet, dass das Team der Fact-Finding-Mission der OPCW dort heute an einem zweiten Ort Proben zum Aufspüren von Giftgaseinsätzen nehmen konnte.

Nachtrag 22:40h: Von den heutigen Fortschritten der Armee und ihrer Partner in der Süd-Damaskus-Tasche gibt es eine Karte von @Suriyak:

Der wesentliche Fortschritt scheint heute im Nordwesten der Tasche, östlich des Schriftzuges Al Kadam gewesen zu sein.

Nachtrag 23:35h: So wie es aussieht, will ein grüner Fan des rechtsextremen Apartheidregimes von Tel-Aviv namens Volker Beck Berlin-Neukölln zum nächsten größeren Schauplatz zionistischer Provokation oder Einschüchterung machen. Man könnte fast meinen, dass es Leute gibt, die glauben, Zionisten würden in Palästina nicht genug Unheil anrichten, um das auch noch nach Neukölln tragen zu wollen.

Werbeanzeigen

13 Gedanken zu “Ost-Qalamoun vollständig vom Terrorismus befreit

    1. Reifen

      Ich glaube, Beck und Konsorten kennen den siedlerischen Hintergund der Kippa, und sie unterstützen diese Scharade mit der Kopfbedeckung, gerade weil sie sie kennen und als PR schätzen. Da würde ich eine entfernte Parallele zum islamischen Kopftuch oder arabischen Halstuch sehen.

      In Deutschland allgemein, glaube ich, sieht die Lage vor Ort aber anders aus. Kippa, Kopftuch und Halstuch hin oder her, die gefährlichsten Leute scheinen mir da andere Kopfbedeckungen auf zu haben: nämlich Fahrradhelme. Leute, die Fahrradhelme auf dem Kopf haben, brettern da andauernd über Bürgersteige, und, wer nicht zur Seite springt, wird oft gleich umgenietet. In Bezug auf Leute mit Fahrradhelmen kann ich die Wut der Menschen schon verstehen, aber bei Leuten mit Kippa, Kopftuch oder Halstuch gibt es – soweit ich weiß – im deutschen Alltagsleben eher selten Probleme. Trotzdem bin ich aber dagegen, jetzt gegen Leute mit Fahrradhelmen das ganz große Propaganda-Fass aufzumachen.

      Sollte Rolf Verleger mit seinem Artikel sagen wollen, dass das zionistische Apartheidregime mit seinen im Namen aller Juden begangenen Verbrechen gegen Palästina und die Freunde Pälestinas wesentlich verantwortlich ist für ablehnende Reaktionen in Bezug auf die Fahne von „Israel,“ so möchte ich ihm recht geben.

  1. Die RP meldet heute morgen, Assad habe ein „Wiederaufbau-Dekret“ verabschiedet mit dessen Hilfe er systematisch Flüchtlinge enteignen wolle um mit mit deren (Grund-)Besitz seine klamme Staatskasse zu füllen bzw um „ethnische Säuberung“ in Damaskus, Homs und Aleppo durch zu führen. Ist dem PB bekannt, ob es dieses „Gesetz Nummer zehn“ gibt bzw wenn ja, zu welchem Zweck, neben dem Vorantreiben des Wiederaufbaus, dieses Gesetz erlassen worden ist?

    1. welchen “ Zweck, neben dem Vorantreiben des Wiederaufbaus“ braucht denn ein Gesetz in einem Land, welches dringend Wiederaufbau benötigt?

      Selbst im so geordneten Deutschland waren ungeklärte Eigentumsverhältnisse auf Grund dümmlicher Gesetze ein erhebliches Hindernis nach dem Anschluss der DDR.

      Wobei das nicht dümmlich war, sondern Politik, Rückgabe vor Entschädigung als starker Grundsatz.

      Wenn man in zerstörten Gebieten wieder aufbauen will, und dafür fehlt auch nur ein Grundstück, dessen Besitzer sich als Verfolgter in D integrieren lässt; soll man dann nicht bauen, jahrelange Rechtsstreitigkeiten führen, oder demjenigen unverschämt hohe Summen zahlen, damit es irgendwie vorwärts geht?

    2. Gibt es, gilt seit 11.April mit 30 Tagen Frist und jeder kann (auch per Vertreter oder Familienangehörigen) sein Eigentum mit Nachweisen beanspruchen. Was soll daran „systematische Enteignung“ sein?

      Logische Nebenziele wären:
      1.) „Moderate Rebellen“, die z.b. sich mitsamt Familien registriert in Evakuierungsbusse setzen, wie zuletzt aus Ghouta, wollen sichtlich nichts mit Syrien zu tun haben und brauchen dort auch kein Eigentum mehr.

      2:) Jene in Rebellengebieten (Idlib, Daraa) müssen entscheiden, wo´s dabei sein wollen. Sonst siehe 1.)

      3.) Vermisste haben auch Besitz. Bringt Klarheit, ob´s noch leben (oder Verwandte gibt).

      4.) Flüchtlinge ohne Verwandte vor Ort sollten nun Heimatbesuch machen. Wenn nicht, bleiben die wohl sowieso dauerhaft weg (und deren Besitz ungenutzt). Dazu: „Rebellen“ haben in „ihren Gebieten“ Jahre lang munter „verwaltet“ = keiner weiß mehr genau, wem was gehört.

      Das Gesetz übt Druck aus, damit Leute heim kommen, der Staat Überblick kriegt, beim Wiederaufbau und Wirtschaft was weiter geht. Vielleicht vergleichbar mit geflüchteten Landbesitzern in Ostdeutschland nach dem 2.Weltkrieg, die in Westdeutschland blieben. Deren Besitz wurden dann ja auch aufgeteilt.

    1. mehr zum Thema, wie sehr sich Gack verbiegt.

      erinnert daran, wie absurd Lüders auf einmal als Lobbyist oder so vorgestellt wurde, während den ganzen Transatlantiker und sonstigen Lobbyisten nichts dergleichen passiert.

  2. Nun, eine „Demonstration“ mit 3(!), in Worten DREI(!), Leuten auf dem Hermannplatz, mitten in Neuköln ist eine maßlose Provokation!
    Ich vermute mal, genau das sollte es auch sein, um die Bilder und Meinungen zu produzieren, die man dazu in der Presse lesen kann.
    Ehrlich gesagt ist es ganz schön erbärmlich, auf diese Art um Mitleid zu betteln!

  3. OT: Ist das tragen einer Kopfbedeckung jetzt ein Zeichen der Unterdrückung oder der Solidarität? Ich hoffe, Männerverbände stehen auf und fordern ein Verbot vom tragen einer Kopfbedeckung ihrer Artgenossen in allen öffentlichen Gebäuden. Im 21. Jahrhundert muss auch der Mann vom Joch der Religion wie der Festschreibung seiner Rolle in der Familie befreit werden. [Ironie off] Wir sollten jedem Menschen hier in Deutschland den selben Respekt entgegen bringen. Egal, ob er oder sie ein Kopftuch oder eine Kippa trägt oder sonst irgend einen Kleidungsstil. Wie ein Mensch denkt und insbesondere, wie ein Mensch handelt erkennt man nicht an einem Kleidungsstück!

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.