Letzte Buskolonne aus Ost-Qalamoun nach Nordsyrien abgefahren

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA mitteilte, wurde am heutigen Montag Vormittag die zweite Evakuierung von versöhnungsunwilligen Terroristen und ihren Familienangehörigen aus dem Ort Ruhaybah in der Gegend Ost-Qalamoun nach Nordsyrien durchgeführt und die dritte am Nachmittag begonnen.

Inoffizielle Quellen berichteten am Abend, dass die dritte Buskolonne abgereist sei und das die letzte Charge mit Terroristen aus Ost-Qalamoun gewesen war. Zahlreiche Einwohner von Ost-Qalamoun hatten sich kurzfristig dazu entschieden, in ihrer Heimat zu bleiben und sich mit der syrischen Regierung zu versöhnen. In Ruhaybah hielten Einwohner anlässlich ihrer Befreiung vom Terrorismus eine Demonstration mit Fahnen der syrisch-arabischen Republik und Portraits des syrischen Präsidenten Bashar Al-Assad ab.

Eine offizielle Erklärung über die vollständige Befreiung von Ruhaybah und Ost-Qalamoun steht allerdings noch aus. Es ist auch durchaus denkbar, dass die syrische Armee da gerade in den Bergen im Osten von Ost-Qalamoun trotz Kapitulation, Waffenübergaben und Evakuierungen noch etwas gegen versprengte Terrorzellen nacharbeiten muss, aber der schwerste Teil der Arbeit in Ost-Qalamoun ist für die Armee unzweifelhaft erledigt.

Aus der Terroristen-Tasche um den Vorort Camp Yarmouk im Süden von Damaskus wurde am Montag gemeldet, dass die syrische Armee und ihre Partner sowohl im Norden und im Süden der Tasche kleinere Fortschritte im Gelände gemacht haben, und es so aussieht, als würden sie es darauf anlegen, den größtenteils von ISIS-Terroristen beherrschten Westen der Tasche vom von anderen Terroristen beherrschten Osten der Tasche zu trennen. Aktuell soll die Lage in der Süd-Damaskus-Tasche etwa wie folgt aussehen:

Weiterhin wurden am heutigen Montag von größeren Angriffen von Terroristen auf syrische Armee-Stellungen im Osten der Rastan-Tasche gemeldet, die die syrische Armee zurückgeschlagen hat. Außerdem haben Terroristen das erste Mal seit längerem wieder eine Offensive auf den Westen der Stadt Aleppo durchgeführt, die die syrische Armee ebenfalls abgewehrt hat, während aus den seit Jahren von Teroristen umzingelten Dörfern Fuah und Kafriya gemeldet wurde, dass ein Zivilist durch einen Sniperangriff von im Ort Binnish stationierten Terroristen verletzt wurde. Und schließlich hat das zionistsiche Apartheidregime noch einen Raketenangriff auf eine syrische Armeeposition nahe den zionistisch besetzten Golanhöhen durchgeführt, durch den Sachschaden entstanden ist.

Aus dem Jemen wurde unterdessen gemeldet, dass Abdul-Malik Al Houthi heute im jemenitischen TV den Märtyrertod des Präsidenten des Obersten Politischen Rates, Saleh al-Sammad, durch einen saudischen Luftangriff letzten Mittwoch in der Hafenstadt Hodeida bekanntgegeben hat.

Zum Nachfolger im Amt des Präsidenten Sammad wurde Mahdi Al Mashat bestimmt. Auch wenn das saudisch-wahhabitische Terrorregime den Tod von Präsident Sammad natürlich als großen Erfolg feiert, so wird nicht damit gerechnet, dass sein Tod die Kampfkraft der jementischen Kräfte gegen die saudisch geführte Agression entscheidend schwächen wird.

33 Gedanken zu “Letzte Buskolonne aus Ost-Qalamoun nach Nordsyrien abgefahren

  1. Die Lügenpresse baut schon mal vor für den Fall, daß jemand darauf kommen könnte, daß ob des nahenden Endes des Bürgerkrieges doch die syrischen Flüchtlinge zurückkehren könnten. Das können sie nicht, belehrt uns die Presse, da dort Regimekritiker enteignet werden. Und drum dürfen und müssen gottseidank die Millionen hierbleiben, die unser einziger Lebenszweck geworden sind.

    Man findet einfach keine Worte mehr ob soviel Bosheit. Sieben Jahre mörderischer Krieg sollen offenbar verdrängt werden, und jetzt sind es wieder schwupps friedliche Demonstranten und „Kritiker“.

    Wie zum Hohn wird auch hier die 180-Grad-Lüge verwendet. Denn die diplomatischen Anstrengungen des „Regimes“, wirklich Jedem eine neue Chance zu geben, der noch ein paar Gene von Homo sapiens in sich trägt, dürften beispiellos in der Geschichte sein. Der „Lohn“: „Assad tötet sein Volk!“.

    Die Presse ist noch viel zu mächtig und gibt nach wie vor unwidersprochen vor, was Gut und Böse, was richtig oder falsch ist. Sie trommelt unverhohlen zum Krieg, zu einem Krieg, der im Ernstfall als allererstes zur Vernichtung Deutschlands führen würde; echter Widerspruch fällt unter „Fake-News“ und „Haß“. Nach wie vor etwa gehört es für die halbe Weltkugel zur heiligen Pflicht, sich von Beiden „mächtigsten Männern der Welt“, gewählt von Dutzenden Millionen, zu distanzieren.

    Gibt es da leise Hoffnung auf Veränderung, oder müssen wir wirklich auf den Einmarsch der Russen warten? Ich fürchte aber, da können wir lange warten…

    1. @Isjawu

      Ich denke, dass es für die Presse in aller Welt bald andere Gesetze geben wird. Derzeit gilt eben im kapitalistischen Bereich der Welt, dass die Finanzmagnaten/ Tiefstaatinstitutionen, ihre Form von Pressefreiheit haben, in großer Asymmetrie der Ressourcen und Reichweiten,…

      Aber es wird ein Prozess einsetzen müssen, um die Interessenslenkungen durch Kapitaleinfluß/ Lenkungsmißbrauch und verdeckte Sponsorenabhängigkeit, auch und besonders, im Bereich der vorgeblich ‚interessenneutralen‘ Wissenschaften, zu überwinden, ein Epochenvorhaben.

    2. „isjawu“ hat die Lage gut zusammen gefasst. Allerdings sind sie ja schon am arbeiten, die „unabhängige“ Presselandschaft zu regulieren und zu finanzieren. Da die Mehrheit der Menschen eben generell dumm und träge ist, bleibt die ungewollte Spannung, was die Zukunft bringt.
      Wenn man bedenkt, das die einzige Aufgabe zur Rettung das Setzen eines Kreuzes wäre, könnte man zum heulen anfangen.

  2. Man kann es gar nicht hoch genug anerkennen das Dumayr ohne ein Schuss , ohne Blutvergiessen , nur durch Verhandlungen mit russischer Hilfe friedlich übergeben wurde !!
    daran sollte sich die gesamte Bevölkerung des sogenannten „Wertewestens“ , ganz zu schweigen von deren Eliten !, ein Beispiel nehmen und die Kriegshetzerische Propaganda des Westens gegen Russland durschauen das Putin nicht einst Europa überfallen will sondern das die Russen ein friedlebendes Volk sind / waren und sein werden !
    Hoffen wir auf weitere erfolgreiche Verhandlungen die der Westen nicht durch „Kreuzt“!

  3. Gibt es eine Einschätzung zu der Situation in Armenien? Nachdem unsere MSM von einer samtenen Revolution sprachen, klingelten bei mir die Alarmglocken, ob hier auch die CIA ihren Einfluss auf Armenien ausdehnen will?

    1. Kurt

      Bei ZeroHedge gibt es auch einen Eintrag, der die Ereignisse als Teil einer Neuauflage einer „CIA-Farbenrevolution“ in Armenien sieht.

      https://www.zerohedge.com/news/2018-04-23/western-backed-regime-change-looms-armenia-pm-resigns-following-mass-protests

      Kim Kardashian scheint da hingegen viel freundlichere Gefühle zu haben.

      https://style.news.am/eng/news/49137/kim-kardashian-reflects-on-recent-developments-in-armenia.html

      Ich meine schon, dass Mossad und Co sicherlich schwer damit beschäftigt sind, zu versuchen, eine anti-russische Regierung in Armenien hinzubekommen. Aber, ich glaube, das scheint ihnen bislang trotz des Rücktritts von Serzh Sargsyan nicht gelungen zu sein. Der neue armenische Regierungschef Karen Karapetyan scheint nämlich ausgesprochen Russland-freundlich zu sein:

      Und Dmitri Medvedev scheint mit Karen Karapetyan auch gut auszukommen.

      http://government.ru/en/news/32423/

      Kurzum, meine Einschätzung: der Machtwechsel in Armenien wird die armenisch-russischen Beziehungen nicht schwächen, und die armenisch-syrischen Beziehungen auch nicht. Aber man sollte natürlich schon genau hinschauen, denn westliche Dienste sind schon lange an Regime Change in Armenien interessiert und Risiken gibt es da schon deshalb sicherlich einige.

  4. Neuigkeiten vom Wirtschaftsforum in Jalta.

    Unter drei Tausend ausländischen Interessenten wurde angekündigt, dass Aufträge zum Wiederaufbau von Syrien für (westliche) Investoren nur auf der Krim abgeschlossen werden können. Nach Russland, China und dem Iran, versteht sich.

    Also wer an syrische Aufträge ran möchte, sollte die tatsächliche Zugehörigkeit von der Krim zu Russland anerkennen. So einfach ist die erste asymmetrische Antwort, über die gerätselt wurde.

    Nachdem das grausliche kriegstreibermedium „bild“ heftig geifert gegen das Wirtschaftsforum auf Jalta, wird einiges dran sein an dieser Meldung.

    1. Danke für diese Nachricht.
      Da werden die wesentlichen Investoren vermutlich in Kürze ihre Regierungen fragen, ob die Sanktionen bzgl. der Krim irgendetwas gebracht haben, oder ob man diese nicht lieber aufheben sollte. Schließlich können sich Gespräche und Handelsverträge positiv auswirken.

    2. Ist es überhaupt denkbar, dass Staaten, die an den Zerstörungen in Syrien beteiligt waren, am lukrativen Geschäft des Wiederaufbaus beteiligt werden? Das wäre eine Bestätigung des Geschäftsmodells der Kriegstreiber: Einmal über Rüstungsexporte an der Zerstörung und dann auch noch am Wiederaufbau verdienen, ein geschlossener Kreislauf.

      Ich finde da sollte schon etwas mehr notwendig sein, als nur eine völkerrechtliche Selbstverständlichkeit anzuerkennen.

      1. leo

        Nein. Syrien lehnt die Beteiligung der Aggressorstaaten am Wiederaufbau ab.

      2. „Ist es überhaupt denkbar, dass Staaten, die an den Zerstörungen in Syrien beteiligt waren, am lukrativen Geschäft des Wiederaufbaus beteiligt werden?

        Aber sicher! Ab nach Den Haag und Reparationen zahlen. Wegen ähnlicher Straftaten der Unterstützung bewaffneter Gruppen gegen die Republik Nicaragua, wurden die USA bei mehr als 60.000 ermordeten Menschen unter der Zivilbevölkerung und bis dahin bereits angerichteten Schäden in Höhe von über 11 Milliarden US-Dollar, im Jahre 1983 zu Schadensersatzzahlungen von immerhin 2,4 Milliarden US-Dollar verurteilt[1][2][3]. Die vorbestraften Wiederholungstäter begingen ihre Verbrechen an der Zivilbevölkerung von Nicaragua fünf weitere Jahre, sind in der Welt marodierend noch immer auf der Flucht und bis heute nicht ergriffen, außer von sich selbst.

        [1] Wikipedia, Nicaragua: „US-Präsident Ronald Reagan unternahm in den 1980er-Jahren den Versuch, die sandinistische Regierung zu stürzen, die in vielen westlichen Medien als kommunistisch bezeichnet wurde. Unter Anleitung bzw. Beteiligung der CIA wurde der einzige nicaraguanische Pazifikhafen Corinto vermint und die finanzielle und militärische Unterstützung der Contras, paramilitärischer Gruppen, die vorwiegend von Honduras aus operierten und unter denen sich auch Soldaten der früheren somozistischen Nationalgarde befanden. Das Geld zur Unterstützung stammte aus geheimen Waffenverkäufen der USA an den Iran (siehe auch Iran-Contra-Affäre). Die Contras versuchten, die Infrastruktur zu zerstören, unternahmen terroristische Überfälle auf die Landbevölkerung, legten Minen, verbrannten die Ernte, stahlen Vieh, um die Situation im Lande zu destabilisieren und die Bevölkerung zu verunsichern. Reagan nannte diese Gruppen „Freiheitskämpfer“. Gleichzeitig schürten die USA Auseinandersetzungen zwischen der sandinistischen Regierung und den Miskito-Indígenas an der Karibikküste. Die ersten freien Wahlen in Nicaragua im Jahr 1984 erbrachten eine Bestätigung der sandinistischen Regierung. Internationale Wahlbeobachter, darunter der amerikanische Expräsident Jimmy Carter, attestierten damals einen fairen Verlauf.
        […]
        Die USA wurden für militärische und paramilitärische Aktionen in und gegen Nicaragua vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu einer Zahlung von 2,4 Milliarden US-Dollar verurteilt. Sie erklärten aber den Gerichtshof für unbefugt, über die USA zu urteilen, obwohl sie selbst Richter an den Gerichtshof entsendet hatten. In einer Resolution forderte die UN-Generalversammlung die USA auf, dem Urteil nachzukommen. Nur die USA, Israel und El Salvador stimmten gegen die Resolution. Dennoch weigerten sich die USA bisher, die Zahlung an Nicaragua zu leisten. Stattdessen stockten sie die Hilfe für die von den USA geführte Söldnerarmee, die Nicaragua angriff, auf.“

        https://de.wikipedia.org/wiki/Nicaragua#Die_Sandinisten

        [2] Universität Graz, Wichtige Fälle der internationalen Rechtsprechung, NICARAGUA-FALL („CONTRAS“): „Als der IGH der Klage Nicaraguas stattgab, kündigte die USA ihre Fakultativklausel gem. Art. 36 (2) IGH-Statut. Trotz Fernbleiben der USA erließ der IGH ein Sachurteil. USA habe ihre völkergewohnheitsrechtlichen Pflichten verletzt, sich nicht in die Angelegenheiten eines anderen Staates einzumischen, keine Gewalt gegen eine anderen Staat anzuwenden und den friedlichen Handelsverkehr auf See nicht zu stören. USA wurde zur Unterlassung weiterer solcher derartiger Maßnahmen und zur Reparationszahlungen verpflichtet. Allerdings sind [seien] die von den Contras begangenen Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht nicht den USA zuzurechnen, da die USA keine ‚effektive Kontrolle‘ über die Contras hatte [gehabt habe].“

        https://www.studocu.com/de/document/universitaet-graz/voelkerrecht-und-recht-internationaler-organisationen-i-allgemeines-voelkerrecht/zusammenfassungen/zusammenfassung-wichtige-faelle-der-internationalen-rechtsprechung/885576/view

        [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Contra-Krieg#Verurteilung_der_USA

        „Zum Vorwurf der Menschenrechtsverletzungen – Bezüglich der Menschenrechtskampagnen stellten acuh US-kritische Autoren fest, daß die FSLN schwere Fehler im Umgang mit den indianischen Minderheiten (Miskito) an der Atlantikküste begangen hatten: Anfängliche Umsiedlungsprojekte führten zur Flucht von 40 000 Ureinwohnern über die Grenze nach Honduras. Später allerdings richtete die Regierung in Managua den Autonomiestatus für diese Region ein. Bis 1990 waren alle Flüchtlinge zurückgekehrt. Mittlerweile wird Nicaragua international als Vorbild für das Verhältnis zwischen Regierung und Ureinwohnern angesehen.“

        „Es gilt, den offiziellen Herrschaftsdiskurs des Westens zu zerbrechen, der, ganz im Verstande der Orwellschen Analyse, die Realität von fünfhundert Jahren Kolonialismus und Neokolonialismus für dieüberwiegende Mehrzahl der Menschen der 1. Welt verschleiert und, folglich, stabilisiert.“

        – Heinz Dieterich, deutscher Soziologe,
        Interview von 2005 auf http://www.dkp-online.de/uz/3748/s0301.htm

        Mag. Harald Friedl (Autor), 1992, US-Interventionspolitik des „Low-intensity Warfare“ in Nicaragua, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103998

        Interessant, beim Lesen dieser 26 Jahre alten Arbeit, einer Beschreibung eines durch Washington und seine imperialistischen Komplizen von 1979 bis 1988 geführten geheimen Terroraggressionskrieges, manchmal nur „Nicaragua“ durch „Syrien“ sowie „Contras“ durch „moderate Rebellen“ oder „ISIS“ ersetzen zu müssen und es ergibt sich das Bild eines weiteren durch Washington und seine imperialistischen Komplizen von 2011 bis heute geführten geheimen Terroraggressionskrieges.

        Was wollen Foltergefängnisse betreibende Befürworter der Todesstrafe mit riesen Rassismusproblem bei der Polizei, anderen über Freiheit, Demokratie und Menschenrechte erzählen?

        „Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muss man die Rechte studiert haben.“

        – Georg Christoph Lichtenberg

      3. clearly

        Ich verstehe nicht den Zusammenhang zwischen meiner Frage, die übrigens rhetorisch gemeinten war, und deinem Exkurs zur Regime-Change-Politik der USA und inwieweit das Konsequenzen für sie hat.

        Die Frage, ob und wie die kriegführenden Staaten zu Reparationszahlungen verpflichtet werden können, ist natürlich trotzdem berechtigt und diskussionswürdig.

        Mal ehrlich, was nützt ein Schuldtitel, wenn ich ihn nicht durchsetzen kann, oder anders ausgedrückt, der schwächere hat immer Probleme, den stärkeren zu bestrafen. Aber das Kräfteverhältnis verschiebt sich ja gerade zu Gunsten einer Multipolaren Welt und vielleicht kommen wir irgendwann dahin, die Kriegstreiber (wenigstens moralisch) zur Rechenschaft ziehen zu können.

      1. Na z. B. dad Katz und Mausspiel der Marine oder daß das Abschießen von Marschflugkörpern von Franz. Rafaele durch russische Eloka verhindert wurde

    1. Der Artikel erscheint mir nicht besonders gut informiert, z.B.

      „Die syrische Verteidigung war durch die Zahl der von allen Seiten abgefeuerten Raketen überfordert. Daher beschloss sie, vorrangig einige Ziele, wie den Präsidentenpalast, zu verteidigen und andere zu opfern, wie das Forschungszentrum Barzeh“

      „Überfordert“ von der „Zahl“ der Raketen ist so nicht richtig, es ist schlichtweg so, dass die Reichweite der Luftabwehr gegen Marschflugkörper durch deren vorwiegend niedrigen Flughöhe aufgrund von Erdkrümmmung und Geländebeschaffenheit beschränkt ist und daher eine Auswahl der strategisch wichtigsten Ziele getroffen werden muss, wo man seine Luftabwehrsysteme kurzer Reichweite positioniert (Vorwiegend Pantsir, von welchen Syrien bereits vor dem Krieg 36 beschafft hatte und kürzlich von Russland weitere 40 gebraucht). Der Präsidentenpalast wurde gar nicht angegriffen.

      Hier eine recht gute Zusammenfassung:

      http://www.moonofalabama.org/2018/04/syria-pentagon-hides-attack-failure-70-cruise-missiles-shot-down-.html

    2. Fand den Bericht von Meyssan sehr informativ, da er direkte Drähte zu Russland und Syren hat, hat es immer Hand u Fuss was er schreibt.
      Intressant ist, wie die Franzosen gestört wurden durch das russische Hemm (Ding )
      Berichte , Analyse, alle haben so ihre Meinungen. Schön gibt es doch die vielfalt, nicht!

  5. Laut The Guardian versuchen die Westmächte an der Generalversammlung bei der UN eine 2/3 Mehrheit zu erreichen um den nicht passierten Giftgasangriff in Douma den Syrern und Russen in die Schuhe zu schieben und zu bestrafen. Auch um ein Veto Russlands zu umgehen. Aus meiner Sicht besteht keine Möglichkeit dass das erreicht wird. Unmöglich. Daher wird der Westen sich wieder blamieren.

    1. Macho

      Neun Stimmen im Sicherheitsrat und die 2/3-Mehrheit in der GA könnte das US-zionistische Empire normalerweise schon zusammenbringen. Das Problem mit „United for Peace“ ist jedoch, dass Russland, China und – unter normalen Umständen – der größte Teil der Welt das „United for Peace“-Prozedere als illegal betrachten. Nichtsdestotrotz könnten die westlichen Staaten aber behaupten, dieser illegale Prozess verleihe einem US-Angriffskrieg auf Syrien rechtliche Legitimität, und dann einen Angriff starten.

      Das Problem damit ist jedoch heute das gleiche wie 1950, wo der Ansatz „United for Peace“ herkommt – damals ging es darum, den internationalen Krieg gegen die DVR Korea zu legitimieren: eine „United for Peace“-Scheinlegitimität nutzt den westlichen Aggressoren nichts, wenn sie den damit gerechtfertigten Krieg nicht gewinnen können. Das war im Fall von Korea so, und das ist im Fall Syrien auch so. Aber dafür, Millionen von zusätzlichen Toten zu begründen, ist United for Peace immer noch gut, und deshalb ist United for Peace brandgefährlich, so gefährlich, dass möglicherweise den USA in dem Fall die Vasallen abhanden kommen, um die neun Stimmen im Sicherheitsrat und die 2/3-Mehrheit in der GA zu bekommen. Das große Eskalationspotenzial ist auch der Grund dafür, weshalb das Vorgehen im Fall Syrien, trotz einiger entsprechender Bemühungen seitens der Kriegstreiber, bislang nicht tatsächlich versucht wurde.

      Ein weiteres Problem mit „United for Peace“ ist für die US-zionistischen Kriegstreiber übrigens, dass das auch voll nach hinten losgehen kann, indem die GA eine „United for Peace“-Deklaration gegen Israel macht, um so das US-amerikanische Veto zu umgehen. Es gibt schließlich jedes Jahr in der GA einige Abstimmungen, die meist so etwa 190 zu 2 gegen Israel ausgehen. Auch aus diesem Grund würde ich Rufe nach dem „United for Peace“-Vorgehen im UNSC und in der GA eher als Drohgebärde gegen Moskau sehen. Der leider viel zu früh verstorbene russische UNO-Botschafter Churkin hat darauf übrigens mal geantwortet, dass Russland sich das Veto auf dem Schlachtfeld des zweiten Weltkrieges erkämpft habe, und Russland nicht vorhat, sich das mit Millionen von Toten erkämpfte Veto von wem auch immer wegnehmen zu lassen. Die Ansage dahinter war klar: den USA mag es vielleicht gelingen, Russland das Veto wegzunehmen, aber um das dann in politisches Kapital umzumünzen, müssen sie auch die sich daraus ergebenden militärischen Schlachten gegen die Nuklearmacht Russland gewinnen können.

      1. Ich weiss, aber damit meine ich das der Fall Syrien viel zu offensichtlich ist als das die USA eine 2/3 Mehrheit bringen könnten. Deswegen wäre es nur eine Blamage, vorallem der Backclash gegen Israel könnte dann stattfinden. Aber wenn sie es doch schaffen würden bedeutet es nichts da sie die „Verurteilung“ militärisch erkämpfen müssen. Daher ist nur Blamagepotential vorhanden in diesem Ansinnen. Und daher muss ich dir recht geben das es wohl tatsächlich nur Drohgebärde gegen Moskau ist.

  6. https://southfront.org/iraqi-an-32-cargo-planes-carried-out-almost-two-times-more-combat-sorties-against-isis-than-f-16iq-fighter-jets/

    Irak benutzt mehr russische Kampfjets als die aus US Produktion. Dazu gab es diese Woche wieder ein Treffen des Iran-Iraq-Syria-Russia Intelligence Joint Venture in Baghdad. Der Irak hat zwar noch einige wenige NATO Besatzungstruppen aber die Irakische Zentralregierung bevorzugt Moskau. Vielleicht könnte es Diskussionen geben zwischen Bagdad und Moskau über russische Militärbasen im Irak. Beirut scheint auch Moskau affin zu sein. Aufjedenfall kristallisiert sich im Nahen Osten eine Bipolarität heraus die USA/Israel sind die Schutzmächte der Golfstaaten, Russland ist die Schutzmacht an der Levante und Mesopotamien. Ägypten sowie der Sudan sind auch in Diskussionen mit Moskau für Militärbasen.

    Zu Südamerika, Vladimir Padrino der Verteidigungsminister Venezuelas sagte das Russland die Streitkräfte Venezuelas trainieren wird. Auch sollen Waffendeals über die Bühne gehen. Auch hier scheint es Diskussionen über russische Militärbasen im Land zu geben.

    1. Macho

      Nicht die USA oder Russland sind die starke Schutzmacht des Irak, sondern Iran ist das.

      Und da Iran bekanntlich gut mit Russland zusammenarbeitet, bringt Iran Russland da gern rein, etwa als Geschäftspartner und Waffenlieferant. Russische Basen im Irak sind jedoch unrealistisch und überflüssig. Für den Libanon gilt ähnliches, und selbst für Syrien trotz russischer Basen im Grunde auch, obwohl Russland in Syrien inzwischen auch sehr stark engagiert ist.

      1. „(…)und selbst für Syrien trotz russischer Basen im Grunde auch, obwohl Russland in Syrien inzwischen auch sehr stark engagiert ist.“

        Russland und Syrien verbindet eine dekadenlange Zusammenarbeit, eine Art Beistandspakt. Syrien ist der einzige arabische Partner der Russen übrigens, der zu keiner Zeit diese Allianz aufgekündigt hat. Alle übrigen Staaten der Arabischen Liga sind, oder waren zwischenzeitlich, in den Westblock eingetreten.
        Der Hafen in Tartous beherbergt seit Anfang der Siebziger russische Schiffe, auch wenn er damals eher als kleiner Versorgungspunkt genutzt wurde. Die Zusammenarbeit geht sogar auf Zeiten zurück, da hieß der syrische Präsident noch Al Atassi.
        Durch diese sehr lange Zusammenarbeit bestehen in Syrien – innerhalb aller arabischer Länder – die meisten arabisch-russischen (Ehe-) Partnerschaften. Das verbindet.
        Will sagen: Syrien nimmt auf der Prioritätenliste der Russen (vorher UdSSR) gewiss eine Position im vorderen Bereich ein. Das ist im Grunde die Quintessenz der Ursachenforschung, die die Rolle Russlands in diesem Konflikt erklärt. Ich hatte das immer wieder, bereits 2011, als die ersten kritischen Stimmen zum (vermeintlich) passiven Wirken Moskaus aufkamen versucht zu veranschaulichen. Russland kann Syrien gar nicht fallen lassen, da es sonst selbst fallen würde. Russland hat ein vitales Interesse an Syrien und Syrien bewies sich immer als loyaler Partner. Russen vergessen so was nicht. Und Russen vergessen nicht, wer ihnen bei passender Gelegenheit ein Messer in den Rücken rammen würde…

    2. @Südländischer

      Die Nachricht zu Venezuela (Minister Padrino) ist sehr erfreulich. Damit verfestigt sich auch auf dem mittel- und südamerikanischen Kontinent eine unumkehrbare und für alle, durch den Imperialismus bedrohten, Staaten, neue Entwicklung.

      Temer sollte jetzt sehr genau aufpassen und ebenso die ewig gestrigen südamerikanischen B***. Bin gespannt wie es in Kuba nach dem Führungswechsel weitergeht. Die Übergabe wurde ja lange und gründlich vorbereitet und die beiden Castro-Brüder haben zusammen genau so lange durchgehalten, wie es der erbärmliche Hegemon erforderte.

      Nun ergeben sich überall gleich mehrfache Perspektiven friedlicher Entwicklung, auch weil die faire Kreditversorgung in diesen Ländern bald erheblich verbessert sein wird ohne die Dollar-Zinsbesteuerung.

      Und Makrönchens postkoloniale Gesten passen eher zu einem Kinder-Garten-Geburtstag. Nicht schlecht, wie die beiden Herrn Bäumchen pflanzen. Dazu gehört doch, nach Altvatersitte, noch etwas anderes. Aber ich schreibe jetzt nicht weiter, als weißer, nicht mehr jugendlicher Mann

  7. @Parteibuch
    Wie schätzt das Parteibuch das militärische Vorgehen in Süd-West Syrien / nähe Golan ein,
    ich denke das wäre doch die nächste Offensive nach Aufräumen in Süd-Damaskus und der Rastan Tasche ?
    Mal abgesehen davon das die Terroristen wahrscheinlich massiv über Jordanien aufgerüstet wurden;
    „Israel“ wird doch bestimmt ein massives Trommelfeuer mit Raketen und Artilleriebeschuss starten wenn sich SAA Richtung Golan bewegt.
    Weder Russland noch SAA oder Hezbollah werden sich trauen Startrampen oder Artillerie in „Israel“ zu eleminieren, für die Zionisten wäre das ein gefundes Fressen um in Syrien loszuschlagen…

    1. Stefan

      Ich kann mir auch vorstellen, dass die syrische Armee nach der Einnahme von Ost-Qalamoun und Süd-Damaskus sich als nächstes um die Eliminierung der Rastan-Tasche kümmern wird. Dass danach eine Bewegung Richtung Befreiung der nahe dem Golan gelegenen Gebiete kümmern wird, halte ich hingegen eher für unwahrscheinlich. Da sollten meiner Meinung zufolge nach Möglichkeit erst international passende politische Bedingungen geschaffen werden. Für denkbar halte ich aber, dass die syrische Armee den Nassib-Übergang nahe der Stadt Daraa einnimmt, und alles, was in der Daraa-Tasche östlich davon liegt. Das liegt zu weit weg von der israelischen Truppenpräsenz, als dass Israel da was gegen machen könnte, und Jordanien möchte ohnehin lieber heute als morgen, dass der Nassib-Übergang wieder für den jordanisch-syrischen Handel problemlos nutzbar wird. Zum Zeitplan sieht es mir danach aus, dass die syrische Armee diese Dinge etwa in zwei oder drei Monaten abschließen könnte.

      Anschließend sind dann die am 24.6. stattfindenden türkischen Wahlen gelaufen, und dann dürfte die türkische Offensive gegen YPG und Co in Nord- und Nordostsyrien beginnen. Die türkische Operation zur Eliminierung der YPG in Nord- und Nordostsyrien kann eine ganze Weile dauern. In ihrem Prozess dürfte es durch eine türkisch-irakische Blockade der USA dazu kommen, dass die USA ihre Nachschublinien dorthin verlieren und die USA deshalb abziehen müssen. Die syrische Armee dürfte dann versuchen, möglichst viele der bis dato gelben Kurden-/SDF-Gebiete, aus denen die USA abziehen, unter ihre Kontrolle zu nehmen. Ich vermute, die syrische Armee wird für ihre Rolle dabei, um möglichst viel des gelben Gebietes in Nord- und Nordostsyrien, anstatt es grün werden zu lassen, rot zu machen, eine Menge Kräfte brauchen, die dann erstmal anderweitig nicht einplanbar sind, auch wenn siein Nord- und Nordostsyrien nach einem US-Abzug hoffentlich nicht mehr viel kämpfen müssen.

      Zum Jahresende 2018 könnte ich mir die Situation dann so vorstellen, dass die Türkei nahe ihrer Grenze einen schmalen Streifen syrischen Landes von Idlib bis zur irakischen Grenze kontrolliert, die USA eine sinnlose Basis in Tanf, Israel eine von Al Kaida und Co beherrschte „Pufferzone“ nahe dem Golan, und die syrische Armee den Rest Syriens, einschließlich Raqqa, den Ölfeldern von Deir Ezzor und den größten Teil der Provinz Hasakah. Das Jahr 2019 könnte dann nacheinander die Befreiung von Tanf und dem von israelisch unterstützten Terroristen besetzten nahe dem Golan gelegenen Gebiet sehen. Mit der Türkei könnte dann im Rahmen des Astana-Prozesses ausgehandelt werden, dass die Türkei die Kontrolle über den von ihr besetzten Grenzstreifen nach Verfassungsänderungen und Neuwahlen an die dann gewählte syrische Staatsführung und Regierung übergibt, wer auch immer das sein mag, was etwa im Jahr 2020 geschehen könnte, womit die militärischen Kämpfe in Syrien 2019 enden würden und der Krieg um Syrien dann 2020 beendet wäre.

      1. „womit die militärischen Kämpfe in Syrien 2019 enden würden und der Krieg um Syrien dann 2020 beendet wäre.“

        .

        Es wird Zeit. Ich gebe zu dass ich nie erwartet hatte das es so lange dauern wird.

      2. Hallo PB, als alter Kommunist und Militär, hoffe ich doch ganz sehr, das Deine Voraussage zutreffen wird, damit dem syrischen Volk weiteres Leid erspart bleiben kann. Diesem Volk wünsche ich so sehr, das sie gemeinsam mit ihren Freunden diesen Krieg gegen diese Verbrecher gewinnen.
        Ich schäme mich für diese „deutsche regierung“, denen Leid und Terror ein „positives“ Gefühl erbringt, ich schäme mich für merkel, maas und co.
        Hatte letztens „Spaniens Himmel“ angehört, denke in Syrien wird mit der Freiheitsfahne die Kette gebrochen werden.

        https://lieder-aus-der-ddr.de/spaniens-himmel/

        Würde Ernst Busch empfehlen, heute Syrien einzuseten.

  8. Macron bei Trump. Der alte Rothschildbanker, der über Machiavelli eine Magisterarbeit schrieb, will jetzt gegen Iran loslegen. Kein Raketenprogramm, kein Einfluss in anderen Ländern und das Atomabkommen für immer und ewig. Ich würde sagen, dass kommt einer Kriegserklärung gleich. Aber Mama Merkel wird ihn schon stützen. Der nächste EZB Präsident Franzose, der EU-Finanzminister Franzose, Schulden-und Bankenunion mit französischer Handschrift, GB ist ja raus, da kann man außenpolitisch natürlich die Zioziehväter mal kräftig unterstützen, den gelernt ist gelernt. Mal sehen ob Trump ihn bald fallen lässt, unseren Napoleon IV.. LG an PB

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