Russland präsentiert Zeugen aus Douma

Während die Evakuierung von Terroristen und ihren Angehörigen aus Douma auch am gestrigen Freitag weiterging und russische Militärpolizisten auf den Straßen von Douma patrouillieren, präsentierte das russische Verteidigungsministerium zwei Mitarbeiter der Notaufnahme eines Krankenhauses in Douma, die vor der Kamera erklärten, es habe in Douma keine Giftgasattacke stattgefunden.

Die beiden Personen betrachteten vor laufender russischer TV-Kamera ein Internetvideo von der Behandlung von angeblich durch einen Giftgasangriff verletzten Personen in einem Krankenhaus in Douma und zeigten, dass sie in dem Video bei der Behandlung von Verletzten zu sehen sind. Walid hat das russische TV-Video von den beiden Mitarbeitern der Notaufnahme in Douma aus dem arabischen Übersetzt und mit englischen Untertiteln versehen.

Während der erste Mann keinen Namen angibt, erklärt der zweite Mann, sein Name sei Khalid Al-Jeish, er sei Medizinstudent und er arbeite in der Notaufnahme des Douma-Krankenhauses. Beide Personen erklärten übereinstimmend, dass das Video vom letzten Sonntag stamme und dass das, was darauf zu sehen ist, keine Opfer eines Giftgasangriffes seien. Vielmehr habe es sich zugetragen, dass der obere Teil eines Gebäudes in Douma „getroffen“ worden sei und zusammenbrach, woraufhin im unteren Gebäudeteil Feuer ausbrach. Dabei seien eine Anzahl von Personen verletzt worden, darunter auch Personen, die durch Staub und Rauch eine Atemnot erlitten haben, und die Verletzten seien zu ihnen in die Notaufnahme gebracht und entsprechend behandelt worden. Dann sei plötzlich ein Mann mit einer Kamera reingekommen und habe gerufen, dass das ein Chemiewaffenangriff gewesen sei. Daraufhin sei Panik ausgebrochen und Teile des Personals hätten die Leute und Kinder vor Ort mit Wasser abgeduscht und so behandelt, als ob es eine Chemiewaffenattacke gegeben hätte, was auf dem Internetvideo zu sehen ist, aber die Ärzte hätten gesagt, dass es keine chemische Attacke oder irgendetwas in der Art gegeben habe.

Diese Zeugenaussagen des in mindestens einem der Videos zu sehenden medizinischen Personals in der Notaufnahme des Krankenhauses von Douma ist für Terroristenunterstützer, die sich auch an den sonstigen unzähligen Widersprüchen bei der Behauptung eines Giftgasangriffes nicht stören, natürlich noch kein zwingender Beweis dafür, dass am letzten Wochenende keine Giftgasattacke in Douma stattgefunden hat. Aber es ist schwer von der Hand zu weisen, dass die Aussagen der im Video zu sehenden Mitarbeiter der Notaufnahme mehr Beweismittel sind, als es die F-UK-US-Staaten, die unter dem Vorand eines angeblichen Giftgasangriffes am letzten Wochenende in Douma militärische Angriffshandlungen gegen Syrien planen, bisher vorgelegt haben, nämlich nichts.

Für besondere Aufmerksamheit sorgte bei der Vorstellung der Zeugen durch das russische Verteidigungsministerium gestern die damit einhergehende offizielle russische Behauptung, Russland habe auch Beweise dafür, dass Britannien zwischen dem 3. und 6. April ernsthaften Druck auf die sogenannten „Weißhelme“ ausgeübt habe, sich mit der Fabrikation einer solchen False-Flag-Provokation zu beeilen. Dazu, was für Beweismittel das sind, hat Russland bisher nichts gesagt, aber das ist durchaus vorstellbar, denn schließlich haben russische Soldaten nun die Kontrolle über Douma und jeder, der aus Douma herauswill, muss einen von russischen Soldaten besetzten Checkpoint passieren. Es ist dabei auch durchaus denkbar, dass es in der Vereinbarung zur Kapitulation und Evakuierung der Terroristen in Douma eine nicht öffentlich bekannte Klausel gibt, mit der die kapitulierenden Terroristen verpflichtet wurden, bei der Aufklärung der Giftgasvorwürfe mitzuhelfen. Russische Soldaten könnten dann etwa, wenn sie am Checkpoint Personen aus Internetvideos erkennen, diese zu den Ereignissen befragen und ihre Mobiltelefone inspizieren.

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9 Gedanken zu “Russland präsentiert Zeugen aus Douma

  1. Vielen Dank, @1PB

    Sie schildern die sehr plausible Vorgehensweise der Syrischen Verbündeten, Sammeln, Dokumentieren, Befragen und Recherchieren zum Giftgas-Scheinangriff. Was geschieht jetzt mit den Weißhelmen, deren Auftraggebern und vorallem denjenigen, die ihren Nutzen aus dieser Farce ziehen, bzw. ziehen wollen?

    Ähnlich wie im tiefen Staat der USA wird hier der tiefe Staat von Kriegseuropa sichtbar, sichtbar für die gesamte Weltöffentlichkeit. Wenn den Beteiligten da nicht der Ar… auf Grundeis geht, dann nur, weil die präsuizidale psychische Dämpfung bereits eingesetzt hat.

    Verantwortlich Regierende sehen/ handeln/ kommunizieren, anders, deutlich anders. Die Deckung der Mächtigen war, seit dem kalten Krieg, noch nie so stark aufgehoben worden, das ist neu, eine neue Qualität. –

    Auch in DE signalisieren sich die Transatlantiker selbst. Deutlicher ist es fast nicht möglich. Und ich sehe die verschärften Polizeigesetze in den Bundesländern zurzeit auch mit einem lachenden Auge, ist doch die Abwehrmöglichkeit damit wieder hergestellt, auf den unteren Ebenen des Staatshandelns. Auch wir können bald Bürgermeister und Landesväter im Kampf gegen eingeschleuste, ausländische Feindstrukturen, finden. –

  2. Nachtrag

    Wenn sich das ‚b r d‘-Regime jetzt mit den Kriegsmaßnahmen solidarisiert, entgegen des Völkerrechts, dann ist der Weg bald offen zu einer präventiven Annektion/ Ausschaltung, aller Nato-Angriffs-Militärstrukturen in DE und anderswo, da die Grundlage des 2+4-Vertrages völkerrechtswidrig und einseitig gebrochen wurde. Es reicht für diese Einschätzung bereits die passive Mittäterschaft, mMn.

    Zumindest öffnet sich eine plausible Option hierzu. Noch sind es verbale Handlungen, die aber bereits als Kriegsvorbereitung gewertet werden können. Dazu:
    https://www.n-tv.de/politik/10-25-Frankreich-Syrische-Armee-leitete-Giftgas-Angriff–article20384096.html

    Wichtig auch die Feststellung, dass in Syrien keine menschlichen Kriegsopfer bei dem ‚Freitag-13-Theater‘ zu vermelden sind, wie Sputnik berichtet.

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