Ost-Ghouta komplett vom Terrorismus befreit

Wie das Generalkommando der syrischen Armee und Streitkräfte gerade mitgeteilt hat, wurden am heutigen Samstag die letzten Terroristen aus der Stadt Douma entfernt.

Ost-Ghouta ist damit komplett vom Terrorismus befreit.

Gegenwärtig sind dem Generalkommando zufolge Einheiten der Armee damit beschäftigt, Minen auf den Wegen nach Douma wegzuräumen, damit syrische Sicherheitskräfte die Kontrolle über die Stadt übernehmen können.

Nachtrag Sonntag 01:15h: Von der bereits in den Kommentaren zum letzten Parteibuch-Artikel diskutierten Erklärung von Sergej Lawrow, ein für die OPCW tätiges schweizer Labor habe im Fall Skripal außer Novichok A234 auch BZ gefunden, gibt es übrigens auch ein Video mit englischen Untertiteln.

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48 Gedanken zu “Ost-Ghouta komplett vom Terrorismus befreit

  1. Am Ende der Durchsage heißt es so schön: der Der Kampf der syrischen Streitkräfte wird erst beendet sein, wenn das *komplette* Territorium der syrischen arabischen Republik unter Kontrolle gebracht wird.

  2. Hallo Pb, ich habe bereits eine Weile gesucht, kann mir aber folgendes noch nicht ganz erklären:
    Welche politische Bedeutung hat die OPCW fact-finding mission in Douma überhaupt noch? Nachdem der russische Resolutionsentwurf für eine Untersuchung der UN auf Basis dieser Mission geblockt wurde und es auch sonst kein Beschluss gab, wird die UN kein Urteil fällen. Welchen Einfluss oder Folgen hat die fact-finding Mission sollte sie tatsächlich beweisen das kein syrischer Giftgasangriff stattgefunden hat, außer medial?

    1. Georg

      Die Worte „außer medial“ verkennen meiner Meinung nach, das der ganze Krieg gegen Syrien zuallererst mal medial war und ist, dass heißt auf zio-wahhabitischer Lügenpropaganda fußt. Sollte die OPCW nun in Douma kein Giftgas finden, geraten die Kriegstreiber unter öffentlichen Druck. Darum ging und geht es bei den Ermittlungen der OPCW, und die Lügen der Kriegstreiber zu entlarven, ist keine Kleinigkeit, sondern wichtig, um sowohl im sogenannten „Medienkrieg“ als auch im daran dranhängenden Krieg mit Terror und Militär bestehen zu können.

      1. Mir kam die Frage bei der Nachbetrachtung des gestrigen Raketenangriffs und den gegensätzlichen Erfolgsberichten von russischer und amerikanischer Seite. Mein Gedanke war, das ein erwiesener Erfolg des Angriffs, für die moralische Seite der Propaganda gegen Assad und Russland unwichtig ist.

        Das Märchen oder die Story von „Assads Giftgasangriff in Douma“, das vergangene Woche durch alle Kanäle ging, wurde mit der „Bestrafung“ gestern bereits zu Ende geschrieben. Es ist eine simple Story, deren Problem (Anklage) und Lösung (Strafe) so drastisch sind, das sie die Details zur Prüfung (Urteil) in den Schatten stellen. Das vorrausgegriffene Ende kommt jeder dramaturgischen Bremse oder Umlenkung zuvor und ist ideal für die begrenzte empathische Ausdauer aller Zaungäste. Douma wird so ein weiteres hohles Argument der Dämonisierung Assads.

        Falls die OPCW Teams Licht ins Dunkel bringen können, was wahrscheinlich noch einige Wochen dauern wird, wäre das hilfreich für alle kritischen Beobachter, alternativen Berichterstatter oder Debatten wie hier. Nichts wünsche ich mir mehr. Ich befürchte aber das, selbst wenn die OPCW einen syrischen Giftgasangriff sicher ausschließen kann, so eine Nachricht gegen die Propagandawand des Mainstreams kein großes Echo findet. Wieviele Artikel der MSN zum Fall „Skripal“ weisen darauf hin das die OPCW die Existenz von Novichok nicht anerkannt hat? Lückendichte ist in Punkto Narrative wichtiger als in wissenschaftlicher Hinsicht.
        So lang der OPCW Bericht keine erkennbaren Folgen mit sich bringt und außschließlich die bisher beworbene Story in Frage stellt, wird er keinen Einfluss finden. Obwohl es für ein großes Medienhaus durchaus eine Geschäftsidee sein könnte, wird niemand Selbstkritik verkaufen.

      2. Aber: Das Problem ist nicht das Medien lügen, das ist schon immer Teil ihrer Arbeit. Oder besser gesagt, Wahrnehmungsdirektion liegt in ihrer Natur. Pro und Anti ist legitim, so entsteht öffentliche Debatte. Problematisch wird die Monopolisierung einer Perspektive. Durch die Einseitigkeit unserer Medienlandschaft schreiben sich Stories wie oben quasi von selbst. Denn auch Politiker wie Donald Trump können auf den ungebremsten Druck nur reagieren. Noch kritischer ist aber der gelähmte öffentliche Diskurs. Medien formen unser Bild von Demokratie und sollen bekanntlich zur Meinungsbildung taugen – In Alternativen denken erweitert den Horizont. Was bedeutet das für eine an Sichtwinkeln arme Medienlandschaft, deren wenige Alternativen als fake news unterdrückt werden?

      3. …und Frankreich fordert jetzt via UN objektive Untersuchungen ohne Zeitlimit… Also alles wie gehabt: erst verbrecherisch losschießen, und wenn man erwischt wird, kommt eine klassische Methode: Vertuschungsuntersuchungen einleiten und Zeit schinden.

        Diesem Banditenvolk fällt überhaupt nichts Neues mehr ein; das beginnt ernsthaft langweilig zu werden.

      4. Hallo PB

        Ich kann nur empfehlen sich die Pressekonferenz des Russischen Botschafters in England vom 13.4.2018 anzusehen, denn auf viele dieser Fragen, besonders im Umgang in Medienberichterstattung, gibt es erklärende Antworten speziell im Teil Beantwortung der Reporterfragen.
        ( Der Konferenzvortrag inkl. Videoeinspielungen ist wirklich kurz gehalten ca. 15 min der Rest des Videos Fragen und Antworten)
        Themen: Skripal, Duma auch im Vergleich zu Rakka etc.

        Titel: „LIVE: Russischer Botschafter in Großbritannien gibt Pressekonferenz“
        (Video 1:31:40 en)

        youtu.be/UIfSOfzSTs4

      5. Georg

        Ich sehe deutliche Fortschritte bei der Pluralisierung der Medienlandschaft, im englischsprachigen Raum genauso wie in Deutschland. Als wir hier im Parteibuch vor sieben Jahren gegen die schmutzigen Kriege gegen Libyen und Syrien anschrieben, bestand fast die ganze Welt nur aus zusammengelogener Kriegshetze. PressTV machte bei der Kriegshetze gegen Libyen mit, Sputnik hieß noch Ria Novosti und verbreitete die anti-syrischen Kriegslügen von AFP und Co als eigene Meldungen, die Nachdenkseiten waren mit Rentenlügen beschäftigt und von RT war noch nichts zu sehen. Das sieht heute doch schon ganz anders aus, und im Übrigen auch deutlich besser als beim großen Giftgas-False-Flag der Islam-Armee 2013.

        Ich halte es auch für wichtig, dass es eine pluralistische Medienlandschaft gibt, möchte mir aber keine überzogenen Erwartungen zu eigen machen, dass dadurch sowas wie Wahrheit entstehen wird. Ich will es mal mit einem Vergleich beschreiben: Das Problem, wieviel zweimal zwei ist, wurde von den Medien bisher stets so angegangen, dass sie dazu gemeldet haben, was immer die Amerikaner gesagt haben. Sagten die Amerikaner zwei mal zwei ist fünf, dan schrieben die Medien alle gleichlautend im Brustton tiefster Überzeugung und mit feinsinnig erdachten Begründungen, zwei mal zwei ist fünf. Heute gibt es schon eine Art Medienpluralismus, und demzufolge die ganze Bandbreite an denkbaren Antworten auf das Problem, wieviel zwei mal zwei ist. Drei, fünf, sechs, acht, zwölf, Hundert, Tausend oder was auch immer. Aber die vier ist als Antwort auf die Frage nach dem zwei-mal-zwei-Problem in der schrillen pluralistischen Medienlandschaft immer noch nicht sonderlich häufig vertreten.

        Damit sich daran was ändert, bedarf es meiner Meinung nach neben Medienpluralismus noch einiger anderer grundlegender Dinge: Anstand, Verantwortung und Bildung zum Beispiel…

      6. Parteibuch
        „Aber die vier ist als Antwort auf die Frage nach dem zwei-mal-zwei-Problem in der schrillen pluralistischen Medienlandschaft immer noch nicht sonderlich häufig vertreten.“

        Ja, leider. Nun, ich kann mir vorstellen, dass eine Zwischenstufe lauten könnte: Zwei mal zwei ist fünf minus eins. Alle Bemühungen der ernsthaften Alternativmedien, aber auch manchen Großen wie z.B. Russland deuten darauf hin, dass das Problem gut erkannt wurde und unterschiedlichste Massnahmen unternommen werden. Denn, die durchsickende Wahrheit befreit die Menschen viel effektiver als alles andere.

    2. Eine Pluralisierung der Medienlandschaft kann ich höchstens im Internet feststellen. Wer sich die Mühe macht, kann sich umfassend informieren und somit eine *eigene* Meinung bilden und keine nachgeplapperte. Leider tun das die wenigstens und ich sehe nicht, daß das besser wird. Vor allem beim Stichwort „Putin“ (Krim, Skripal, Syrien) stößt man bei denen auf Granit, die zwar auch manches anzweifeln (z.B. die offizielle Arbeitslosenstatistik), die sich aber nicht vorstellen wollen, in welchem Ausmaß sie von den Medien belogen und manipuliert werden.

      Bei den gedruckten und durch Fernsehen verbreiteten Lügenmedien sehe ich keinerlei Verbesserung. Sie haben ihre Manipulationsmethoden noch etwas verfeinert, indem sie scheinheilig vorgeben, auch gegenteilige Positionen darzustellen. Der routinierte Propaganda-Durchschauer erkennt das sofort, aber die breite Masse ist nach wie vor völlig ahnungslos.

      1. Dem stimme ich in gewisser Weise zu. Aber viele Menschen wollen auch nicht wahrhaben, daß der „Wertewesten“ eine große Lüge ist. Sie verweigern sich regelrecht, was ich selbst immer wieder in Diskussionen erleben muß, die entsprechend ans Eingemachte gehen. Die Infragestellung des „Westens“ bei uns und seiner zivilisatorischen „Errungenschaften“ impliziert auch immer die Infragestellung der eigenen Lebensführung, die eng mit dem „Wertewesten“ und seinem Handeln verbunden ist. Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Wenn diese parlamentarische Demokratie und etc. der BRD aus so vielen Lügen und Verbrechen besteht, wie kann ich dann überhaupt noch meine eigene Lebensführung moralisch rechtfertigen, die vor allem auch von dieser Demokratie abhängig und an diese gebunden ist?! Viele Menschen wollen die Lügen nicht an sich heranlassen, weil sie unangenehm und vielleicht sogar schmerzhaft in das eigen gesicherte Ego- und Wohlstandsleben hineinreichen und auch dieses in Frage stellen, so wie es bisher war. Das Schicksal der Syrer heute und vieler anderer Völker mehr wiegt sehr schwer auf unserem westlichen Gewissen bei genauer Betrachtung! Ein dahingehendes Bewußtsein zulassen zu können erforderte schon eine erhebliche geistige Stärke und Bereitschaft zu geistiger Veränderung.

        Vielen, vielen Dank, PB! Hoffentlich noch lange!

  3. Was in dem ganzen Chaos der letzten Nacht und des heutigen Tages völlig untergegangen ist.
    Wie eine erfolgreiche Aktion eines Geheimdienstes denn nun wirklich aussieht.
    Der Tod von Haftar ist in meinen Augen das Ergebnis einer solchen Aktion.
    Wer wirklich einen Nutzen davon hat wenn man auch Gaddafis Sohn in die Rechnung einbezieht ist mir im Moment noch schleierhaft.
    Wird Saif al Islam nie eine Rolle spielen bzw. wird auch er Opfer einer plötzlichen Erkrankung oder stand Haftar genau ihm im Weg und er wird demnächst eine zentrale Bedeutung haben.

    1. @Tom: Ist der Tod von Haftar von seinen Anhängern den jetzt bestätigt worden? Oder sagen das jetzt nur seine Gegner?

    2. Haftar ist/war (?) 75 und in arabischen Ländern ausserhalb des Golfes erreicht man in der Regel kaum so ein hohes Alter wie im Westen. 75 Jahre sind ein starkes Stück in arabischen/afrikanischen Ländern. Es muss nicht immer der Geheimdienst gewesen sein, sondern er könnte einfach eine Krankheit haben aufgrund des Alters. Über 80 Jahre ist nur im Westen/Japan Standard.

  4. Hallo PB,

    wenn es stimmt dann nutzt da jemand die Gunst der Stunde.
    So wie immer. Sie werden keine Ruhe geben.

    „Iran meldet Angriff auf Stützpunkt in Syrien

    Die iranische Nachrichtenagentur meldete am Samstagabend, dass es eine „enorme Explosion“ an einer iranischen Basis südlich von Aleppo gegeben habe.“
    14. April 2018 22:15; Akt: 14.04.2018 22:36

    http://www.heute.at/welt/news/story/Iran-meldet-Angriff-auf-Stuetzpunkt-in-Syrien-41188011
    Quelle: https://twitter.com/Tasnimnews_Fa/status/985243885495570432?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=http%3A%2F%2Fwww.heute.at%2Fwelt%2Fnews%2Fstory%2FIran-meldet-Angriff-auf-Stuetzpunkt-in-Syrien-41188011&tfw_site=heute_at

    1. Paule

      Es stimmt aber nicht.

  5. Iran spricht von Luftangriff auf iranische Basis
    Um 22.15 Uhr syrischer Zeit vermeldeten erste Oppositionsmedien, dass es schwere Explosion in einer iranischen Basis auf dem Berg Azzan, südlich von Aleppo gäbe.

  6. Die SAA macht also ganz normal weiter. Als wenn nix gewesen war. Ganz gut so.

    Der Angriff in der Nacht war auch nicht wirklich ein IDF Muster Angriff. Es war ein Steine klopfen. Langsame Marschflugkörper weit weg losgesendet. Das ist ein gefundenes Fressen für günstige PanzirS1. Der einzige gezielte Angriff war auf die Forschungseinrichtungen und dem Flugplatz ersuche von Damaskus.

    Wäre das eine Aktion gewesen die auch schmerzen sollte wären nach den Marschflugkörpern direkt im Anschluss von tiefliegenden F-15/18 Gleitbomben über dem Libanon ausgeklingt worden, Drohnen hätten sich noch dem Sättigungsangriff angeschlossen und die IDF hätte nur allzu gerne die BukM1 und S-200 gleich im ganzen Chaos angeflogen. Haben sie aber nicht.

    Die Reaktion von Russland könnte die Verlegung von regulären eigenen Luftabwehr Brigaden sein mit dem Diplomatischen Signal ein souveränes Land zu schützen vor Angreifern.

    Dieses Steine Klopfen kann dazu dienen endlich mal TorM1/2 an Syrien zu liefern. Dann ginge es auch IDF Spice abzufangen oder moderne Marschflugkörper der USA. Auch S-300PMU2 aus eigenen Beständen an Syrien wären jetzt ligitim. Das wird der IDF aber sicher nicht passen. Eventuell liefert Russland paar neue BukM3 Systeme. Das wäre für die IDF nicht ganz so ein rotes Tuch.

    Auch ein vorrücken der SAA wieder nach Osten ist nun mit Schutz Russlands eine Option. Jeder weitere Angriff von US Flugzeugen auf SAA und deren verbündeten Truppen käme einer unmittelbare Reaktion gleich wenn Russland jetzt in der UN klar und laut Ansagen würde das ganz Syrien nun unter russischer Luftraumkontrolle käme und jeder Angriff ein Angriff auf Russland gleich käme.

    Zumindest ist die Chemie Luft nun erst Mal raus und Russland kann ganz legal viel.mehr modernes Gerät an Syrien abgeben.

  7. Uwe (vineyardsaker)
    15. APRIL 2018 UM 0:51
    Eilmeldung: Jetzt sehr viele Luftangriffe auf syrische und iranische Stellungen in Deir Ezzor gemeldet. Dort befinden sich auch viele russische Soldaten. Unklar, ob sie getroffen wurden. Vor einer Stunde wurden auch Luftangriffe auf der iranischen Militärbasis in Süd-Allepo gemeldet, in der sehr viele iranische Offiziere ums Leben kamen. Während der Iran mind. einen Luftschlag in ihrer Basis im Süden Aleppos bestätigte, dementierte die iranische Miliz Hisbollah, dass die Explosion durch einen Fehler zu Stande kam und es keinen Luftschlag gab. Dennoch droht nun ein gewaltiger Flächenbrand!

    Quellen: Al-Jazeera, Focus, syria.liveuamap, türkische Medien

    1. Zone

      Das Militärmedienzentrum sagt, dass auch das, genau wie die Meldung von Luftangriffen auf eine „iranische Stellung“ südlich von Aleppo, Fake News sind.

      Das Militärmedienzentrum meint dazu, mit diesen Fake News versuchen Terroristen-Unterstützer die Kampfmoral ihrer Schützlinge nach dem gestrigen Scheitern der US-geführten Raketenangriffe zu heben. Mit anderen Worten: weil es in der Realität schlecht für die Terroristen aussieht, versucht man, sie mit reichlich Fake News von zu ihrer Unterstützung erfolgenden Luftangriffen wenigstens notdürftig bei Laune zu halten.

  8. Dank an das Parteibuch für die Info … Blutdruck wieder runter fahren …

    seltsamerweise kommen auch bei den Russen kommen erste Meldungen rein über mindestens 20 Tote in einem iranischen Ausbildungslager südlich von Aleppo laut saker

    Quelle steht nicht dabei

  9. So langsam dämmert auch in unseren Gefilden, dass die syrische Armee den Kampf gewonnen hat. Bei ntv hieß es heute z. B., dass „Assad“ den Krieg eh schon gewonnen hätte (gemeint ist natürlich Syrien. Bin auf jeden Fall immer froh, wenn sich die hiesigen Medien der Realtität ein Stück anpassen. Mal sehn, was die OVCW zu berichten hat. Danke an dieser Stelle an das PB. Hier wird echt gut recherchiert und gute Arbeit geleistet!

    youtube.com/watch?v=5vBGOrI6yBk

      1. Och, schade. So OT war das gar nicht. Trotzdem danke, hoffe das PB wird uns noch lange erhalten bleiben

  10. Es ist ja eigentlich davon auszugehen, dass der nächste Schritt Richtung Daraa läuft. Einerseits ist das doch eine sogenannte Deeskalationszone, andererseits läuft das ziemlich weit in Gebiet, das von den Israe.. nein ich mag sie nicht so nennen, vereinnahmt, oder zumindest kontrolliert wird. Was geschieht mit den Gebieten, welche die Russen als Deeskalationszonen deklariert haben?

      1. Na das sagt doch mehr über Frankreich, bzw. deren Regierung aus, als über Syrien

      2. elvidente

        „Das Schicksal von Idlib muss in einem politischen Prozess geklärt werden, zu dem die Entwaffnung der Milizen gehört“, sagte Le Drian der Wochenzeitung „Le Journal du Dimanche“ (Sonntag-Ausgabe)….

        „In Idlib leben etwa zwei Millionen Menschen. Die Region wird von Rebellen kontrolliert, darunter islamistische und moderate Gruppen.“

        Allerherzlichst. Humor haben sie ja, die Franzosen: einen politischen Prozess vorzuschlagen, durch den Al Kaida und Co entwaffnet werden, zeugt davon. Und dass der ORF in Idlib nun außer „zwei Millionen Menschen“ auch noch „moderate“ Halsabschneiderbanden gefunden haben will, zeugt auch von Humor.

        Dabei läuft der Kampf gegen den Terror in der Idlib-Tasche im Moment gar nicht schlecht. Die Halsabschneiderbanden sind da nämlich nach wie vor schwer damit beschäftigt, sich gegenseitig abzurüsten.

    1. Jerry

      Die von den Astana-Mächten Russland, Türkei und Iran vereinbarten Deeskalationszonen sind temporäre Waffenstillstände unter Ausschluss von Al Kaida und anderen vom UNO-Sicherheitsrat als Terroristen spezifizierten Gruppen, die zur späteren vollständigen Befriedung vorgesehen sind. Das kann durch Versöhnung geschehen, aber auch durch den Einsatz von Militär, ganz so, wie die Deeskalationszone Ost-Ghouta gerade befriedet wurde.

      Die Deeskalationszone Daraa ist dabei insofern eine Ausnahme, weil es dazu, angesichts des geringen türkischen Einflusses in Daraa, auch noch eine in Hamburg getroffene Vereinbarung zwischen Putin und Trump gibt, der sich auch Jordanien angeschlossen hat. Bezüglich der vollständigen Befriedung von Daraa wäre es also logisch, wenn Russland sich da vor einer größeren Militäroperation mit den USA und Jordanien ins Benehmen setzt.

  11. Es sieht leider nicht gut für RF im Wertewesten. Keine Argumente greifen. Man kann tun und sagen was man will. Man kann Zeugen vorstellen die werden einfach ignoriert. Man kann Beweise liefern, es wird nicht gehört. Wir haben den Finger am Abzug also wir haben Recht und bestrafen jeden der uns nicht gefällt.
    Mir scheint, daß es nur eine Möglichkeit gibt. Falls die Russen wirklich welche westliche Chemiker haben, sie sollen alle Beweise sammeln und ein Schauprozess organisieren. In Syrien oder in Moskau. Mit viel Presse und viel Rummel. Mehrere Wochen lang. Und zum Tode verurteilen. (Dann eventuell begnadigen). Es scheint mir die einzige Antwort auf Merkels „angemessene Antwort“.
    Den Haag scheint mir leider nicht geeignet da sie zuerst alles 2 Jahre lang vorbereiten bis es vergessen wurde. Und bis heute haben sie keinen aus eigener Reihe verurteilt (?) Immer nur die schwachen.
    Aber daß der Krieg mit einem Prozess enden muss, ist glaube ich klar.

  12. PS. Urteile vergibt natürlich Gericht, nicht ich. Es ist also nicht ernst gemeint.

  13. „Paris plant Syirien-Initiative“

    Schon am Montag soll es losgehen.

    Wahrscheinlich glaubt der schicke smarte Gerne-Groß sogar daran, Einfluss haben zu können?

    Naja, ich hab schon mal einen Vorschlag für die Franzosen:
    Damit es in Syrien schnell zu einer Friedenslösung kommt, nimmt Frankreich zumindest die „Rebellen“ auf, die
    * direkt aus dem Ausland kommen
    ** die aus dem Ausland bezahlt werden.

    Schon rückt eine Lösung viel näher.

  14. Einen ganz herzlichen Dank an Einparteibuch für Ihren unermüdlichen Einsatz für Aufklärung und Wahrheitsfindung!

    Dagmar Henns Analyse ist brillant durchdacht, wie das meiste, was von Dagmar kommt!
    https://alexandrabader.wordpress.com/2018/04/14/syrien-wurde-basierend-auf-luegen-angegriffen/ Sie belichtet nochmals die Strategien zur jüngsten Syrienattacke. –

    Nun zu der heranrückenden Kriegsarmada, Richtung Mittelmeer. Der lesenswerte Bericht eines hohen, auch sicherheitsinformativ bestens eingebundenen Mitglieds des russischen Föderationsrates, Alexei Puschkow, bringt die Zukunftssorge auf den Punkt.

    Dem tiefen Staat ist es immerhin aktuell(!) gelungen die bisher laufenden 26 bilateralen Gesprächs- und Arbeitskreise zwischen der USA und der RF quasi auf 0 herunter zu schrauben! –

    Trump hat durch Vorankündigung die Aktionen des tiefen Staates zwar abmildern können. Ich vermute es gibt noch Infokanäle, vielleicht über die Türkei, vielleicht über Telepathen, egal. Jedenfalls stehen sich die Trump-Putin-Abstimmungen den weiteren Verzweiflungstaten der Tiefstaatler gegenüber und zwar konfrontativ. Noch gelingt diese Abstimmung, aber wie lange noch??

    Puschkow ist vermutlich besser informiert, als ein/ jeder Deutsche(r) Bloggschreiber, der bisher Putins Politik verständnisvoll begleitet, nun aber von schweren Fehlern schreibt… und sich zugleich, ohne Not, auf Flacherdeniveau begibt, freiwillig? Das mag jeder selber beantworten.

    Jedenfalls verstehe ich Puschkow so, dass es in Moskau und Umgebung (hier die halbe Erdkugel), berechtigte Sorgen gibt, dass diese Abstimmung auch weiterhin so funktionieren!

    Da die Tiefstaatler fast keine Zeit mehr haben, mit dem Rücken zur Wand (Wirtschaftsvertrauenskrise in das gesamte Dollarregime ab 1971/ 72), kann jederzeit etwas passieren, was außerhalb jeglicher logischer Beherrschbarkeit liegt, leider.

    Ein mögliches Szenario, so wie ich es mit meinen begrenzten Mitteln sehe, ist, dass eine Warnung wiederum ausgesprochen werden wird (s.o.) und ein Überraschungsangriff auf eine gesamte Flottille stattfindet. Es wird sehr von den Einzelumständen abhängen, wann und welche der 10 Flotten oder auch mehrere davon, betroffen sein könnten/ werden.

    Nach dem Kriegsspiel ist leider immer auch vor dem ‚Spiel‘, hier Kriegsschau- oder auch echten Kriegsdrama, frei nach Sepp Herberger und aus der Hüfte geschossen (Kopfbälle schädigen das Großhirn).

  15. Danke für die Info. Hoffe, dass die kühlen Köpfe da mehr Gewicht haben, als die ewig kriegsgeilen Weltverbesserer. Schlimm genug, dass man diese zwei Worte inzwischen in einem Satz gemeinsam findet. Der Aufmacher gestern inb der bild war ja, dass inzwischen etliche tschetschenische Kämpfer in D unterwegs sind. Würde mich nicht wundern, wenn die aus SY kämen.

    Bin immer noch der Meinung, dass Trump einen Krieg um jeden Preis vermeiden will und nur den harten Falken mimt. Der Typ labert hü und meint hott. Interessante Zeiten auf jeden Fall.

  16. So wird das verbesserte Abwehrwaffen nach sich ziehen, welche eine hundertprozentige Abwehr solch
    Überfälle gestatten, das wird den Gangstern nicht gefallen.
    Russland schläft nicht, sondern reagiert bedächtig. Daagegen hatten der US,F,UK-Überfall ein beträchtliches Loch in deren Staatsbudget gerissen, das kann man nicht unter den Teppich kehren.
    So giltes das Pantsier System zu verbessern, welches imstande sein muss, viele anfliegende Tomahawks abzufangen. Da war diese Übung gerade richtig.

  17. HTS setzt ein Zeichen in Idlib.

    Wie haben sich eigentlich die Neuankömmlinge aus der Ghouta positioniert?

    Gibt es gute Berichte darüber?

    Die Einnahmen aus örtlicher Kontrolle des Schmuggels etc. fallen ja weg, wovon leben die nun?

    Reicht der Sold aus den Golfstaaten immer noch aus?

    Wahrscheinlich muss man sich relativ schnell entscheiden, HTS oder JTS.
    Wen lassen die Türken an die Pfründen in Afrin?

    Solange sich JTS und HTS gegenseitig ordentlich bekämpfen, soll man sie dort natürlich gewähren lassen.
    Eine Verkleinerung des Kleinkalifats, um den Druck im Kessel zu erhöhen, ist natürlich auch eine Möglichkeit; JTS und HTS werden wohl kaum wieder zu einer Einheit werden

    Yarmouk liegt jetzt nahe, und Al Rastan und Ost Qalamoun scheinen ein paar kräftige Argumente zu brauchen, die Verhandlungen zum Abschluss bringen zu können.

    Die militärisch und/oder politisch schwierigeren Themen werden wohl auch noch dieses Jahr angegangen, aber kaum abgeschlossen: Daara, ganz Idlib, „Gelb“, Afrin, Al Bab, At Tanf.
    Die Frage dabei: wann will man den direkten Konflikt mit den jeweiligen ausländischen Mächten (oder Teilen davon) suchen, Jordanien, Israel, Türkei, USA, GB/F/Rest vom Westen.
    Rücksicht auf Golfmonarchien scheint es keinen mehr zu geben.

    Plausibel scheint mir zunächst eine (weitere) Verkleinerung der Zonen Idlib und Daara zu sein.
    Noch mit Abstand zur Türkei und Israel, Jordanien muss sich ohnehin arrangieren als schwacher Nachbar und eine prinzipielle Einigung über den Grenzübergang soll es ja schon geben.

    Die Franzosen wollen ihre IS-Kämpfer (und Frauen) von der SDF nicht zurück haben; das zeigt ein zusätzliches Problem, je weniger Idlib übrigbleibt, um so weniger Platz bleibt für die Restkräfte der Terroristen und ihrer Waffenbrüder, und selbst die Ausländer wird man durch Gefangennahme nicht los.

    1. Tyln

      Danke für den Hinweis auf diese Papiere von SWP und IMI. Man könnte fast meinen, die SWP lese im Parteibuch mit, denn in dem Papier stehen ganz ähnliche Dinge wie wir sie hier schon lange erzählen: der mögliche NATO-Austritt der Türkei und die Hinwendung der Türkei zu Russland sind im Hintergrund der gegenwärtigen westlichen Außenpolitik ganz große Themen, auch wenn das selten medial so deutlich wie in diesen beiden Papieren thematisiert wird.

      Besonders interessant finde ich diese zwei Sätze im von der IMI kritisierten Papier der SWP (letzte Seite):

      … Ein solches Ineinandergreifen von potentem militärischem Vorgehen und revanchistischer Rhetorik löst auch im östlichen Mittelmeer Besorgnis aus, wo die Türkei im neuen Jahr ebenfalls ihre Muskeln spielen ließ.

      Das sind ganz neue Bedingungen für Deutschland und für die Europäische Union. …

      Die Besorgnis im östlichen Mittelmeer ist dabei mit Israel verlinkt. Dass die Türkei gerade in Absprache mit Russland „militärisch potent vorgeht“ löst Besorgnis in Israel aus. Und da Israel in der EU und Deutschland eine heilige Kuh ist und die Israel-Lobby in Deutschland und der EU sehr viel Macht hat, sind das für die SWP „ganz neue Bedingungen“ – sprich die Türkei soll bestraft werden.

      Aber da zeigt sich das ganze Dilemma der westlichen Außenpolitik gegenüber der Türkei: eigentlich möchte der Westen die Türkei für die in Israel Besorgnis auslösende militärisch-politische Richtung der Türkei bestrafen, aber wenn der Westen die Türkei dafür bestraft, dann treibt der Westen die Türkei damit bloß weiter in Russlands Arme.

      Und Russland versucht dieses Dilemma des Westens durch seine politischen Entscheidungen zu vertiefen, um die Türkei zunehmend vom Westen zu entfremden und, nach Möglichkeit, dann auch ganz aus dem Westblock herauszulösen. Ein türkischer NATO-Austritt, der durchaus im Bereich des Möglichen liegt, wäre sowas wie ein geopolitischer Jackpot für Russland und die Achse des Wiederstandes. Darum geht es bei der „freundlich wegschauenden“ russischen Haltung zum türkischen Feldzug gegen die von den USA, Frankreich und Britannien unterstützte YPG.

  18. CNN: Chemische Kampfstoffe in Syrien nachgewiesen! Schock!

    Klar, man riecht an irgend einem Rucksack, zum Glück sind Reporter so strunzdämlich, da wirkt nicht einmal Kampfstoff!
    Herr Gott, wirf Hirn vom Himmel und lass sie nicht immer bücken!!!

    1. Wolle, das habe ich heute früh auf cnn gesehen. Diese Arwa Damon ist eine Propagandistin der ersten Stunde. Die lügt ohne Gewissenbisse. Das ist so primitiv, dass es nicht mal wert ist, darauf einzugehen.

      Aber vielleicht sollte man Arwa Damon mal zu den Skripals schicken. Die kann mit ihrer guten Nase sicher auch nachweisen, ob Novitchok oder BZ verwendet wurde. Oder vielleicht doch Essig?

  19. Nachdem der 3. Weltkrieg abgesagt wurde, wurden die Fakenewsmacher vom Außenminister heute wieder auf Linie gebracht (Bericht aus Berlin / Berlin direkt):
    Nachdem wir den Russen gezeigt haben, das wir militärisch zuschlagen können, sagen wir wo es lang geht. Da wir nicht gekämpft haben, vermittelt wir jetzt. Zuerst holen wir uns die Anweisung (F UK US)und dann muss Russland auf alles verzichten, was sie in Syrien erreicht hat, es muss eine Übergangsregierung geben, um Neuwahlen zu bekommen (Was für mich eindeutig nach Assad muss weg klang) Und Russland muss endlich konstruktive Vorschläge für eine bessere EU-russische Zusammenarbeit machen. (Heißt wohl kein Eurasischer Wirtschaftsraum und so weiter, dafür sinnlose Sanktionen ohne Grund)

    Also, wie unser Chefdiplomat da was reißen will, erschließt sich mir nicht. Zum Glück gibt es ja da noch Österreich, die hier eine wirkliche Rolle spielen können. Vor allen auch, weil da nicht in jeden Satz die Herkunft Israel hervorkommt.

    Schön auch die Expertin im zdf: Um zu beweisen, das es keine Chemiewaffen mehr hat, muss Syrien sagen, wo es noch Chemiewaffen hat (Absolute Logik)

  20. MoA hat die Salisbury-Saga noch einmal schön zusammen gefasst:
    http://www.moonofalabama.org/2018/04/where-the-skripals-buzzed-novi-shocked-or-neither-may-has-some-splaining-to-do.html

    BZ passt IMHO auch besser als Novi-Dingsda. BZ mit DMSO geht auch wunderbar durch die Haut!

    Der ganze Irrsinn schön zusammen gefasst:

  21. Anne Will auch wieder voll im Stahlhelm-Modus, bei der Auswahl der Gäste.

    Van Aken muss anscheinend auch erst mal sagen „Die Russen sind ganz ganz schlimm in Syrien“, wenn er dort reden möchte.

    1. Doch noch eine interessante Information von van Aken; einer der bombardierten Orte soll gerade erst vom OPCW untersucht worden sein.

      Na das muss es doch schriftlich geben, wieso dauert das so lange?

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