Syrische Armee rückt im Raum Douma vor

Wie inoffizielle Quellen melden, sind die syrische Armee und ihre Partner von der Quds-Brigade am heutigen Samstag im Raum Douma von Westen und Südosten gegen die Terroristen der Islam-Armee vorgerückt.

Unterstützt wurden die Armee und die Quds-Brigade dabei selbstverständlich von der Luftwaffe, was natürlich auch den Terroristen nicht verborgen blieb.

Korrespondenten stellten die Lage in Douma heute auf einer Karte wie folgt dar:

Die in Douma herrschenden Terroristen der Islam-Armee ihrerseits beschossen die Stadt Damaskus mit Artillerie, wodurch SANA zufolge heute acht Menschen ums Leben kamen und 37 weitere verletzt wurden. Außerdem verbreiteten die Terroristen einen Neuaufguss ihrer altbekannten Propaganda mit Giftgaslügen.

Bezüglich Tadamon in der Süd-Damaskus-Tasche berichteten inoffizielle Quellen heute, dass die Armee und die dortigen Terroristen übereingekommen wären, eine Evakuierung der Terroristen nach Jassim in der Provinz Daraa durchzuführen. Ob das dann wirklich so geschehen wird, bleibt freilich noch abzuwarten.

Aus der im Osten von Aleppo gelegenen türkisch besetzten Stadt Al Bab wurde heute derweil ein Autobombenanschlag gemeldet, durch den mindestens acht Personen getötet und 20 weitere verletzt worden sein sollen.

74 Gedanken zu “Syrische Armee rückt im Raum Douma vor

  1. Skripal mal ganz anders.

    Als ich heute bei RT einen Artikel über ein angebliches Telefonat zwischen Julia Skripal und ihrer Cousine Wiktoria in Russland gelesen hatte…

    https://deutsch.rt.com/russland/67908-exklusiv-telefongesprach-zwischen-julia-skripal-cousine/

    …hat sich für mich ein gedanklicher Kreis geschlossen. Dabei ist mir folgendes durch den Kopf gegangen…

    – Russland als Schuldigen der Skripal-Affäre kann man ausschließen, weil das Motiv fehlt und kein Nutzen für Russland erkennbar ist. Im Gegenteil, aus russischer Sicht wäre die Tat eine Dummheit von gigantischem Ausmaß gewesen.

    – Wenn Westliche Dienste die Skripals ohne deren Wissen vergiftet hätten, um die Tat dann den Russen in die Schuhe zu schieben, hätten sie nicht riskieren können, dass die Skripals überleben, weil diese sonst möglicherweise Aussagen gemacht hätten, die den Westen belastet hätten (mal ehrlich, egal wie korrupt ich bin, wenn mich einer töten will, dann ist das mein Feind, den ich bekämpfe).

    – Wenn die Inszenierung von Westlichen Diensten unter wissentlicher Mitwirkung der Skripals durchgeführt wurde, macht es keinen Sinn, dass russische Medien von einem angeblichen Telefonat zwischen Julia Skripal und ihrer Cousine Wiktoria in Russland berichten, wo eine Vergiftung von Julia und Sergej Skripal bestätigt wird.

    Was läuft da also für ein Spiel? Was mein ihr, nach sorgfältiger Abwägung, oben genannter Fakten?

    Könnte es vielleicht sein, dass Russland von Anfang an eingeweiht war oder gar eine größere Rolle in diesem (Schau)Spiel einnimmt?

    1. „Könnte es vielleicht sein, dass Russland von Anfang an eingeweiht war oder gar eine größere Rolle in diesem (Schau)Spiel einnimmt?“

      Was für ein Quatsch. Warum sollten die Russen das tun, weil sie so masochistisch sind oder warum?

      Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder hat sich ein westlicher (USA, GB, Israel) oder der ukrainische Geheimdienst extrem dilettantisch angestellt. Oder das Attentat ist im Zusammenhang mit irgendwelchen Unterweltgeschichten zu sehen. Bei letzterer Möglichkeit wäre – abgesehen davon, dass ein oder mehrere Auftragskiller extrem versagt haben – noch die Frage, ob die Briten das wissen und es trotzdem bewusst für die antirussische Hysterie nutzen, oder ob ihre Labore den Wirkstoff nicht verifizieren können.

    2. leo

      Ich habe mir das Telefonat zwischen Julia und Viktoria Skripal angehört, als das vom russischen TV gesendet wurde. Meine erste Reaktion danach war: Herrgott, warum veröffentlichen die das? Ich habe nichts davon gehört, dass Julia Skripal irgendwie ihre Einwilligung zu dieser Veröffentlichung gegeben hätte, und, auch wenn Viktoria Skripal das routinemäßig mitgeschnitten und weitergegeben hat, dann empfinde ich die Veröffentlichung als einen herben Eingriff in die Privatsphäre von Julia Skripal, gerade wo die geistigen Fähigkeiten von Julia Skripal aufgrund ihrer beeinträchtigten Gesundheit im Moment nicht besonders hoch sein dürften. Natürlich kann so etwas im Wege der Abwägung gerechtfertigt sein, etwa wenn man die Verhinderung eines kalten oder heißen Weltkrieges gegen die Wahrung der Intimität bezüglich familiärer Belanglosigkeiten, wie etwa dass Julia Skripal sich von ihrer Cousine „Häschen“ nennen lassen hat, abwägen müsste. Also habe ich mich gefragt, was in dem Telefonat so wichtiges drin gewesen sein könnte, dass die Veröffentlichung nach einer Abwägung gerechtfertigt erschiene. Für mich kamen da zwei Dinge in Frage:

      – erstens, dass Julia Skripal zu ihrer Cousine sowas gesagt hat wie „die Briten werden dir nie ein Visum geben.“ Das lässt sich allerdings völlig unterschiedlich interpretieren, nämlich im Extrem einmal in der Art, dass Julia Skripal sagen wollte, dass die britische Regierung so eine üble Bagage ist, dass sie ihr und ihrem völlig hilflosen Vater sicherlich den Beistand ihrer geliebten Cousine Viktoria vor Ort in England verweigern wird, und ein anderes mal in der Art, dass Julia Skripal ihrer ungeliebten Cousine bedeuten wollte, es besser erst gar nicht zu versuchen, weil es ihr, Julia, nicht recht ist. Für zweitere Variante würde auch sprechen, dass Julia ihrer Cousine auf ihre Empfehlung, sie brauche nichts mehr dazu beizutragen, als „ja“ zu sagen, wenn sie gefragt wird, ob Viktoria sie besuchen kommen soll, keine bejahende Antwort gegeben hat. Das könnte aber auch alles viel banaler sein. Alle möglichen Grautöne zwischen diesen Gegensätzen sind dabei denkbar, etwa derart, dass Julia Skripal sich der großen geopolitischen Bedeutung ihres Falles noch gar nicht bewusst ist, und sie ihrer Cousine bloß sagen wollte, dass sie als einfache russische Buchhalterin sowieso kein Visum für das reiche Britannien bekommen wird. Und dass sie nicht explizit bestätigt hat, dass sie „Ja“ sagen will, wenn sie gefragt wird, ob Viktoria sie besuchen kommen soll, könnte auch einfach deshalb sein, weil sie das für selbstverständlich hält, da „ja“ zu sagen.

      – zweitens, dass Julia Skripal total überzeugt davon schien, dass ihre Gesundheit und die ihres Vaters wieder völlig in Ordnung kommen werden. Das kann man auch völlig unterschiedlich interpretieren. Im Extrem kann man das einerseits interpretieren als sowas wie ein verkapptes Eingeständnis, dass die Vergiftung ein Stunt war, und dieser Stunt so gut geplant war, dass da bezüglich langfristiger übler Gesundheitsfolgen nichts schief gehen kann. Andererseits kann man das ganz banal so interpretieren, dass Julia Skripal sich der Schwere der Vergiftung gar nicht bewusst ist, sie von ihren Ärzten und Besuchern dazu zur Verbesserung ihrer Genesungschancen mit sehr optimistischen, aber im Interesse ihrer eigenen Genesung nicht besonders ehrlichen, Prognosen gefüttert wird, und sie diese sehr optimistischen Prognosen nun schlicht ihrer Cousine weitererzählt hat. Und alle möglichen Grautöne sind dazu natürlich auch denkbar.

      Ich tendiere hier in meiner Meinung angesichts der gesamten Umstände sehr deutlich zur jeweils banalsten Erklärung, nämlich, dass Julia Skripal durch einen kriminellen Akt ziemlich schwer vergiftet wurde und sie sich der geopolitischen Bedeutung ihres Falles und der Schwere der Vergiftung noch überhaupt nicht wirklich bewusst ist. Aber so ganz ausschließen möchte ich die Variante, dass Sergej und Julia Skripal da – möglicherweise gegen Geld oder andere Versprechen – versucht haben, einen anti-russischen Stunt abzuziehen, und der ein bisschen schief gegangen ist, auch nicht. Andererseits möchte ich auch das Gegenteil nicht ausschließen, nämlich dass Julia Skripal sich als Opfer einer kriminellen Verschwörung der britischen Regierungs zu ihrem Nachteil sieht. Bemerkenswert konsistent mit solchen Annahmen finde ich etwa, dass in der Erklärung, die die Londoner Polizei im Namen von Julia Skripal veröffentlicht hat, diese zwar der Bevölkerung von Salisbury und dem Personal des Krankenhauses dankt, aber jegliche Worte des Dankes an die britische Regierung und Sicherheitsbehörden fehlen. Aber obwohl die Erklärung sicherlich von PR-Experten der britischen Behörden oder Regierung veröffentlicht wurde, meine ich, sollte man das Fehlen solcher Dankesworte an die britische Regierung und Sicherheitsbehörden nicht überinterpretieren. Hätte es sie gegeben, hätten sie – vielleicht zu recht – als unangemessene Selbstbeweihräucherung der britischen Behörden und Regierung verstanden werden können, was ich zumindest solang, bis Julia Skripal ihre eigene Meinung in eigenen Worten unmissverständlich deutlich macht, für eine plausible Erklärung für ihre Abwesenheit betrachte.

      Was das zur Vergiftung verwendete Gift angeht, vermute ich, dass es sich tatsächlich um irgendeine Art von „Novichok“ oder eine ähnliche Substanz handelt, ganz so wie das britische Labor in Porton Down das analysiert hat. Sollte das anders sein, so vermute ich, würde oder wird man dazu entsprechende Hinweise im anstehenden Untersuchungsbericht der OPCW finden, auch wenn Russland da von der Beteiligung an der Untersuchung ausgeschlossen wurde. Mir ist aus der Geschichte der Ereignisse in Syrien zwar bestens bekannt, dass die OPCW eine vom Westen instrumentalisierte Organisation ist, und die Kurzzusammenfassungen ihrer Berichte deshalb manchmal grotesk falsch sind, aber der multilaterale Charakter der Organisation macht es extrem schwer, Umgereimtheiten da wirklich komplett unter den Teppich zu kehren. Ich denke deshalb, man sollte da sehr genau hinschauen, was von der OPCW dazu demnächst kommt, und insbesondere auch dem Kleingedruckten in den Berichten und eventuellen Leakern und Whistleblowern Beachtung schenken. Sollte da etwa im Kleingedruckten stehen, dass der geführte Nachweis von „Novichok“ mit großen Unsicherheiten behaftet sei, dafür aber unzweifelhaft Carfentanil gefunden worden wäre, würde das natürlich ein ganz anderes Licht auf den Fall werfen. Aber solang das nicht der Fall ist, will ich hier auch nicht näher auf solche nicht nahe liegenden, aber denkbaren Dinge eingehen. Vielmehr gehe ich davon aus, dass tatsächlich „irgendeine Art von Novichok oder etwas ähnliches“ nachgewiesen werden wird, so wie das Labor in Porton Down das bezüglich ihrer Untersuchungen erklärt hat.

      Was den Ort der Vergiftung der Skripals mit „Novichok“ angeht, halte ich den behördlich obenauf verdächtigten Türknauf außen am Haus für nicht so unplausibel wie das mancherorts dargestellt wird. Ich bin kein Chemiker, Biologe oder Arzt, aber ich glaube zu wissen, dass eine Vergiftung und ihre Schwere immer eine Frage der Dosis ist. Damit mein Gedankengang hierzu besser nachvollziehbar ist, möchte ich das hier etwas weiter ausführen. Rechts hier im Bild soll eine tödliche Dosis des Opioids Fentanyl zu sehen sein, links im Vergleich eine tödliche Dosis Heroin:

      Im zum Bild gehörenden Artikel heißt es, drei Milligramm Fentanyl sollen genug sein, um einen durchschnittsgroßen erwachsenen Mann zu töten. Es ist weithin bekannt, dass Ersthelfer bei Einsätzen zu Fentanyl-Vergiftungen nicht selten selbst vergiftet werden, normalerweise nicht tödlich, aber viel zu oft doch erheblich, und das einfach über Hautkontakt mit dem sehr starken Opioid Fentanyl. Ähnliche Probleme mit unabsichtlichen Fentanylvergiftungen durch Hautkontakt sollen US-Medienberichten zufolge Kriminelle haben, die Fentanyl in Werkstätten mit weißem Pulver zu einer Art Heroin-Ersatz verschneiden, sowie Polizisten, die diese Werkstätten und ihre kriminellen Betreiber aus dem Verkehr ziehen.

      Das wohlbekannte Nervengift VX ist ungleich giftiger als Fentanyl. Auf der Seite Gifte.de findet sich dazu die Angabe, dass VX in offenen Wunden in einer Konzentration von vier Mikrogramm pro Kilo Körpergewicht tödlich sei, oder anders gesagt, um eine 100 kg schwere Person umzubringen, reichen 0,4 Milligramm. VX wäre demnach etwa acht mal tödlicher als Fentanyl. Der letzte mir bekannte Fall mutmaßlicher Anwendung von VX ist, dass Medien berichteten, dem Nordkoreaner Kim Jong-nam sei vor rund einem Jahr VX ins Gesicht gespritzt worden, woraufhin er binnen weniger Stunden starb.

      Von den unter der Sammelbezeichnung „Novichok“ bekannten Giften wird nun berichtet, sie seien rund fünf bis acht mal giftiger als VX. In Relation zu den oben angeführten tödlichen Dosen von VX gesetzt würde das bedeuten, dass die tödliche Dosis von „Novichok“ etwa 50 bis 80 Mikrogramm ist. Oder anders ausgedrückt, von „Novichok“ reicht ein Sechzigstel bis Vierzigstel der Menge von Fentanyl, um eine tödliche Vergiftung hervorzurufen. Den Vergleich zu Fentanyl ziehe ich hier, weil gut bekannt ist, dass sich in Fentanyl-Fällen Ersthelfer und Polizisten durch Hautkontakt vergiftet haben. Kurzum: wenn nun Novichok-Gifte, wie unstrittig behauptet, dutzende Male giftiger als Fentanyl sind, dann erscheint es mir sehr plausibel, dass man sich an Novichok-Giften noch viel leichter durch Hautkontakt vergiften kann.

      Ebenso erscheint es mir so plausibel, dass, wenn der Türknauf außen am Haus von Sergej Skripal mit so etwas wie Novichok vergiftet war, und er die Tür zugemacht hat, er sehr schwer vergiftet ist, während seine Tochter Julia, der er das Gift möglicherweise durch Händchen-Halten beim Spazierengehen übertragen hat, weniger schwer vergiftet ist. Ebenso erscheint mir die vergleichsweise leichte Vergiftung des britischen Polizisten im Vergleich mit Fentanyl-Fällen recht leicht als nicht ungewöhnliche Ersthelfer-Vergiftung erklärbar. Zu der These würde auch die Information passen, dass die Meerschweinchen und Katze von Sergei Skripal nicht vergiftet wurden, sondern daran verendet sind, dass die britischen Behörden sie einfach über eine lange Zeit ohne Wasser und Nahrung im Haus der Skripals eingesperrt hatten. Natürlich ist das ein widerwärtiger Umgang mit Tieren, aber der erscheint bei dem gegenwärtigen Regime in Britannien angesichts seiner sonstigen Untaten alles andere als unvorstellbar.

      Aus meiner Sicht steht der Theorie auch nicht im Wege, dass „Novichok“ sich bei dem feuchten Wetter, wie es zur Tatzeit geherrscht haben soll, binnen Stunden zersetzen soll. Ganz im Gegenteil würde ich da eher sehen, dass „Novichok“ als Flüssigkeit farblos und geruchslos wie Wasser aussehen soll. Sergej Skripal könnte also demzufolge durchaus, wenn er die Tür abschloss und in das nach Wasser- oder Tautropfen aussehende Gift gelangt hat, keinen Verdacht für was auch immer geschöpft haben, sondern sich einfach die Hände an einem Taschentuch, der Hose oder sonstwo abgewischt haben, und dann teilweise händchen-haltend seinen bis dato letzten Spaziergang mit seiner Tochter gemacht haben. Eine Vergiftung über die Haut würde auch erklären, warum die Wirkung des Giftes erst mit Stunden Verzögerung einsetzt, denn die menschliche Haut hat eine über mehrere Stunden wirkende Schutzfunktion.

      Aber natürlich: es könnte auch alles ganz anders gewesen sein. So könnten die Skripals etwa beim späteren Essen vergiftet worden sein. Das könnte natürlich sein, doch genaues weiß man da natürlich nicht, weil die britische Regierung und ihre Behörden extrem schmallippig selbst zu simplen Fakten sind. Sogar das genaue Datum, wann die Meerschweinchen von Sergej Skripal tot aufgefunden wurden, scheint da ein Staatsgeheimnis zu sein, von den aufgeflogenen Lügen der britischen Regierung zum angeblich russischen Ursprung des Giftes ganz zu schweigen. Unter solch intransparenten Bedingungen schießen natürlich alle möglichen Theorien ins Kraut.

      Was sich durch die Intransparenz nicht ändern lässt, ist die Frage: wem nützt es? Hatte die russische Regierung vor den russischen Wahlen ein Interesse daran, sich die Beziehungen zum Westen zu zerschießen? Nein, natürlich nicht, ganz im Gegenteil. Ihre Gegner hatten und haben vielmehr ein Interesse daran, mögliche russische Erfolge wie die Befriedung von Syrien oder die Pipeline Nord Stream 2 zu sabotieren. Es ist keine Frage, wer das ist: Israel, die Ukraine, und ihre Chearleader in Europa und den USA.

      Und genau deshalb sollte man auch gerade in diesen Kreisen die Täter des Nervengiftanschlags von Salisbury suchen.

      1. Parteibuch

        Um ein wenig Ordnung in den Fall zu bringen, will ich es mal so versuchen. Die Fragen, die sich hier an erster Stelle aufdrängen, sind doch folgende…

        – hat überhaupt eine Vergiftung stattgefunden?
        – wenn es eine Vergiftung gab, geschah dies ohne Wissen der Skripals oder haben sie dabei mitgewirkt?

        Wenn wir nun annehmen, dass eine Vergiftung, ohne Wissen der Skripals stattgefunden hat, was auf den ersten Blick die wahrscheinlichste Variante wäre, wie kann es dann sein, dass die Westlichen Dienste so schlampig arbeiten und es zulassen, dass die Skripals das überlebt haben? Das würde von der üblichen Praxis abweichen und ein unnötiges Risiko für die Westlichen Dienste darstellen.

        Wenn wir nun aber annehmen, dass die ganze Aktion mit Wissen der Skripals durchgeführt wurde, können wir wohl davon ausgehen, dass es gar keine Vergiftung gegeben hat, denn niemand lässt sich „ein bisschen“ vergiften.

        Als nun klar war, dass die Skripals überleben werden, war mein erster Gedanke, dass es gar keine Vergiftung gegeben hat und wir es hier mit einer kompletten Fake-Veranstaltung zu tun haben. Das würde auch erklären, warum keine weiteren Personen Vergiftungserscheinungen hatten.

        Nun kam aber dieser eigenartige Telefonanruf von Julia Skripal dazu, der wiederum dazu gedient haben könnte, um solchen Zweiflern wie mir, weiteres Material zu liefern, um eine Vergiftung der Skripals zu bestätigen und Zweifel daran zu zerstreuen. Das Irre dabei ist aber, warum sollten russische Medien daran interessiert sein, meine Zweifel an einer tatsächlich stattgefundenen Vergiftung zu zerstreuen?

        Auf diese Frage finde ich keine plausible Antwort.

        Wenn wir uns nun mal einen Moment versuchen vorzustellen, die Russen hätten einen Plan, solch eine Affäre zu konstruieren, mit der Absicht, am Ende, zu einem geeigneten Zeitpunkt, die Sache so aufzuklären, dass die Briten schließlich als Verleumder und Ehrabschneider dastehen. Ja, das würde die oben gestellte Frage zwar beantworten, aber die Theorie ist so abgedreht, dass ich selbst nicht daran glauben mag.

      2. Zu der wilden Spekulation von leo:

        Also so was Schräges habe ich auch noch nicht gehört. Ich finde, man sollte doch immer im Hinterkopf behalten, dass diese ganze „Novitschok“-Sache schon einen langen Vorlauf besitzt. Wenn ich das richtig übersehe, gab es in der Sowjetunion keine Bezeichnung Novitschok für irgendein Gift. Kein militärischer Code, keine Patent oder sowas. Wohl auch in den ersten Unterlagen des OPCW kommt das nicht vor. Der Name Novitschok wurde erst Anfang der 90er im Westen für den Westen in die Welt gesetzt – klingt halt so schön russisch. Einer der ersten, die diese Bezeichnung verwendeten, war doch wohl einer dieser „Wissenschaftler“, die sich aus der verfallenden Sowjetunion nach den USA abgesetzt hatten. Deshalb doch auch diese komischen Rückschlüsse, die man gelegentlich liest: Ja, Nervengift xyz – das muss das sein, was inzwischen auch unter dem Namen „Novitschok“ bekannt ist. Oder war es nicht eine Gruppe von Giften? Oder…? – Nebelbomben über Nebelbomben…

        Und wieso tun soviel Leute eigentlich so, als wüssten sie gar nicht mehr, dass dieses „Kunstgift“ schon mal eingesetzt wurde? Geschaffen im virtuellen Raum – erprobt im virtuellen Raum. In einem Hollywood-Streifen nämlich: Der Hollywood-Großproduktion „The sum of all fears“, deutsch „Der Anschlag“ von 2002. Im Rahmen der fiktiven Geschichte wird vermeldet: „Die Russen haben soeben ein experimentelles Nervengas, eine neue chemische Waffe mit dem Namen „Novitschok“ eingesetzt…“ (so ab Minute 36). Laut Drehbuch erfolgte der „Ersteinsatz“ im Tschetschenien-Krieg.
        Die virtuelle Premiere verlief wohl wunschgemäß (sehr gefährlich, viele Opfer). Tja, und nun dachten wohl einige der allseits interessierten Kräfte, es wäre endlich an der Zeit, ein modifiziertes Drehbuch auch mal „in echt“ zur Anwendung zu bringen…

      3. Als Pressesprecherin des Außenministeriums der Russischen Föderation betonte Marija Sacharowa Mitte März 2018 in einem Interview mit dem Fernsehsender Vesti-News wiederholt, dass schon die dann auch noch russisch zu „Novichok“ übersetze englische Bezeichnung „Newcomer“, eine Erfindung ist, die britische Regierung sehr wohl Kenntnis davon hat, dass etwas dieses Namens, weder in der früheren UdSSR noch in Russland jemals entwickelt wurde[1] und erinnerte daran, dass russische Wissenschaftler, die an mit den in Britannien oder den USA hergestellten Giftstoffen vergleichbarer Forschung beteiligt waren, bereits kurz nach Auflösung der UdSSR von den USA und Britannien aufgenommen wurden, wo sie bis heute leben.

        [1] Ab Minute 4:14

        youtube.com/watch?v=R9pLd2YnOMI

      4. Der Türknauf scheidet aus. Novichok wirkt sofort, wenn es es denn war, was wiederum unwahrscheinlich ist, weil man es nicht überlebt. Novichok ist zwar eine real existierende chemische Waffe, aber sie hat zuviel von Agententhriller und Russenbashing, als dass es wahrscheinlich ist, dass sie wirklich verwendet wurde. Es gibt nach wie vor nur weniges Verlässliches über diese Substanz. Um im Geheimen an ihr zu forschen und sie zu produzieren, verhindern die Amerikaner seit Jahren, dass es als Chemiewaffe regis´triert wird. Paradoxerweise macht es gerade das jetzt möglich Novichok als schlimmste Chemiewaffe aller Zeiten zu outen.

        Außerdem behaupten die Briten jetzt im Ernst, es gäbe ein Handbuch, wo das Novichok Türknauf-Verfahren beschrieben ist. Veröffentlichen tun sie es aber nicht. Vermutlich muss Christopher Steele es erst noch schreiben.

        Vielleicht war es eine Fischvergiftung, schließlich sind sie 30, 40 min nach Verlassen des Restaurants ohnmächtig geworden, wo sie tatsächlich Fisch gegessen haben. Moon of Alabama hat da einen interessanten Gastkommentar.

        Den beiden Skripals ist jetzt angeboten worden auf Dauer in die USA überzusiedeln, wo sie dann sicher vor den fiesen Russen sind und uns auch endlich die ganze Wahrheit erzählen können, wie böse Putin ist und so. Julia hat bereits angeblich jeglichen Kontakt mit dem russischen Konsulat abgelehnt – was wir aber nur aus der Sunday-Times erfahren. Mit welchem Recht hält das Salisbury Krankenhaus die beiden eigentlich unter Verschluss? Mit keinem! Das ganze ist eine illegale Inhaftierung. Du regst dich über die Veröffentlichung des Telefongesprächs auf. Hast du auch irgendwelche Worte zur Isolationshaft, der man die beiden unterwirft? Keine Bilder, keine Videos, keine Besuche, keine eigenständigen Äußerungen, keine Kontakte zu Anwälten oder zum Konsulat, nichts.

        Ich glaube im Gegensatz zu dir, dass MI6 und CIA den Skripals gesagt haben: Entweder ihr spielt mit und habt ein feines Leben in den USA oder ihr müsst mit eurem plötzlichen Ableben rechnen. Wie dem auch immer sei: Die Skripals werden wohl die offizielle britische Version bestätigen und noch einiges drauflegen. Es wird sich für sie lohnen, so weit man es liebt im Goldenen Käfig zu leben.

        Und die OPCW hat bereits angekündigt, dass sie genau das gleiche tun wird. Denn Üzümcü himself hat bestätigt, dass die Beweismittelkette eingehalten worden sein. Das kann er aber gar nicht, da 1. die Probenentnahme unter Kontrolle britscher Offizieller und nur da stattfand, wo die britische Regierung es erlaubt hat und 2. die Entnehmer der OPCW völlig anonym sind, also niemand kontrollieren oder bestätigen kann, was passiert ist. Wenn das ganze schon so fakig anfängt, kommt das raus, was immer bei der OPCW rauskommt: Die Russen/Syrer waren es. Im Übrigen läuft das ganze als technische Unterstützung und da hat Üzümcü bereits gesagt, die fest etablierten Regeln zur Vertraulichkeit des OPCW würden nur gestatten das zu veröffentlichen, was die britische Regierung ihnen erlaubt.

        Die Chemiewaffenkonvention ist ein Witz. In den Händen des Westen ist sie nur ein weiteres Mittel zur Kriegsvorbereitung gegen die üblichen Feinde – genau wie bei den Propagandaverbrechern von AI und HRW.

      5. Wiso schneidet die Cousine das Telefongespräch mit?
        Ist das normal?
        Selbst RT spricht von ,,soll“ und hat Zweifel.
        Die Julia wird nicht viel wissen.
        Ihr Vater wird ihr nicht die Wahrheit gesagt haben und die Ärzte eben auch nicht.
        Die Frage ist, ob die Fernsehen und Nachrichten hat.
        Weiß sie, das sie im Mittelpunkt einer weltweiten Propagandaschlacht ist?
        Wenn ja , ist das Telefongespräch Unsinn.
        Wenn nein, macht es Sinn.
        Warum sie ihre Cousine anruft ? Vielleicht die Einzigste die sie in Russland hat.
        Den russischen Botschafter wird ein Treffen mit ihr verweigert.
        Warum? Damit die Julia noch nichts von diesen ,,Anschlag “ erfährt?
        Das Telefon hat sie sich ausgeliehen. Also hat sie nichts eigenes.
        Aber jeder Russe hat ein Handy. Auch in der Taiga.
        Ich wette die hatte ihr Handy beim ,,Anschlag“ dabei. Wo ist es?

        Ich nehme an , das die Sache einen kriminellen Hintergrund hat wie bei dem Litwinenko und das nur von der britischen Regierung benutz wird.
        Nur diesmal wird das nicht so einfach ablaufen und im Sande verlaufen wie bei Litwinenko.
        Das dilettantische Verhalten der Briten zeigt, das der Anschlag unvorbereitet eintraf und jetzt permanent dran rumgedoktort wird , um die Aggression bei zu behalten.

      6. „Und genau deshalb sollte man auch gerade in diesen Kreisen die Täter des Nervengiftanschlags von Salisbury suchen.“

        .

        Das einzige was hier wirklich sicher ist, das alles was von der Seite GB kommt ins Reich von 1001 Nacht gehört. Ich vermute dass dies ein Fake unter Beteiligung von Skripal selber ist. Wie komme ich zu dieser Einschätzung. Wenn es wirklich Nowichok gewesen ist und es an der Türklinke gewesen ist, dann wäre er spätestens im Auto zusammengebrochen. Er hätte nicht mehr Essen gehen können und alles andere machen können. Gegen die Türklinken Story spricht ebenfalls die Tatsache dass es ein Foto gibt, zum Zeitpunkt an dem die Türklinke voll mit Nowichok sein soll, das zeigt einen Polizisten der neben genau dieser Türklinke ohne Schutzausrüstung steht. Wenn er eine halbe dort so steht und an der Türklinke war wirklich Nowichok, dann reicht das für wenigstens bleibende Schäden, wenn nicht sogar noch mehr. Haben wir von diesem Polizisten etwas gehört? Nein nur von dem der die „Ersthilfe“ gemacht haben soll. Das nächste Rätsel ist, wie wurden die Opfer behandelt? Gegen Nowichok soll es kein Gegenmittel geben. Bei Nervenkampfstoffen braucht man immer so etwas hier.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Atropin
        Nur das soll gegen Nowichok nicht wirken. Jedes Krankenhaus hat natürlich immer Atropin auf Lager? Das glaube ich weniger. Wie wurde er behandelt? Wenn man nicht weiß womit das Opfer vergiftet worden ist ist das wie die Suche einer Nadel im Heuhaufen. Meine Mutter hat mal versucht Selbstmord zu machen. Sie hat alle Schlaftabletten genommen die in der Wohnung waren. Ich habe zum Glück die Verpackungen gefunden. Die Ärzte meinten später ohne diesen Hinweis wäre meine Mutter nicht mehr unter den Lebenden.
        Meine Vermutung ist das wenn das keine ausgewachsene Lebensmittelvergiftung war, dann war das ein Fake unter Beteiligung von Skripal bei dem den Opfern irgendwie ein Harmloseres Gift verabreicht worden ist auf das dann gezielt hin behandelt worden ist. Der Öffentlichkeit hat man dann das Märchen Nowichok präsentiert. Als man mit bekommen hat das sie damit nicht durchkommen wurde die Türklinke nachträglich konterminiert. Nur so konnte der Polizist an der Tür zum Tatzeitpunkt überleben. Denn zum Tatzeitpunkt war die Türklinke sauber. Dafür spricht auch das die Nichte kein Einreisevisum bekommt. Die Opfer könnten sich ja vor ihr in ihrem Zustand verplaudern.
        Wie gesagt beweisen kann ich nichts. Die Wahrheit werden wir wohl erst erfahren wenn Russland an den Ermittlungen beteiligt wird. Genau deshalb wird das auch nicht geschehen.

      7. Guten Morgen, liebes Parteibuch,

        macht es evtl. Sinn beide Aktionen: Skripal und „Giftgas-Angriff von Assad“ in Syrien (Führt zu Raketenangriff) zu verbinden? Dann hätte der Westen jedes Recht gegen beide „Schmutzfinken“ Putin und Assad vorzugehen.

        Also keine Skripal-Falle vom Trump Lager an die Zios, sondern ein aktives neues Mischen der Karten in Syrien (Raketenangriff) durch die Falken hinter Trump? Was dafür sprechen würde wäre das die eine Aktion (Raketenangriff Syrien) zum Rohrkrepierer wurde. Skripal genießt ohne den Raketenangriff die volle Aufmerksamkeit, wird ausgiebig hinterfragt und daher auch zum Rohrkrepierer.

      8. leo

        Ich sehe nicht, warum israelische oder westliche Dienste, wenn sie es denn gewesen sind, Skripal und seine Tochter unbedingt bis zum Tod vergiften wollten oder sollten. Ziel war doch bloß, die westlich-russischen Beziehungen zu vergiften. Sollten die Skripals den Giftanschlag überleben, so wäre es allenfalls wichtig, dass auch sie glauben, Russland stecke dahinter. Dann können sie fortan zweimal die Woche die Runde durch alle Talkshows drehen und dem Publikum erzählen, Putin sei böse, was man schon daran sehen könne, dass er sie mit Novichok zu vergiften versucht hat. Das kann von der beabsichtigten Wirkung her sogar deutlich effektiver als ihr Tod sein. Und wenn die Gifteinwirkung durch Hautkontakt erfolgte, dann gehört das mögliche Überleben der Opfer sogar ganz bestimmt zum Plan, denn bei einer Giftverabreichung durch Hautkontakt lässt sich die tatsächlich verabreichte Dosis kaum vorausberechnen.

        Es stimmt meiner Meinung nach auch nicht, dass israelische oder westliche Dienste mit Gift immer töten wollen. Man denke da nur etwa an Yushchenko. Der war vergiftet aber lebendig auch viel wertvoller für den Westen als er es tot gewesen wäre.

      9. Parteibuch

        Ich hatte eher gemeint, dass Geheimdienste, wenn sie solch eine Aktion durchführen, genau so wie die Mafia, keine Zeugen gebrauchen können, die später Dinge ausplaudern, die aus Sicht der Dienste besser im Dunkeln bleiben sollten. Ein gutes Beispiel wäre der Kennedy-Mord. Alle „Verdächtigen“ kamen auf mysteriöse Weise ums Leben. Alle Analysten gingen und gehen davon aus, dass das gemacht wurde, um diese Leute zum Schweigen zu bringen.

      10. VX, Sarin und Konsorten gehen relativ gut durch gesunde trockene Haut! Bei Wunden, Schleimhaut, Augen und schweiß-feuchter Haut und mit Schlittensubstanzen(DMSO) geht es ratzfatz durch.

        Bei sehr leichten, leichten und mittleren Vergiftungen beträgt die Latenzzeit zwischen 5min und maximal zwei Stunden.

        Nachzulesen Franke, Siegfried „Lehrbuch der Militärchemie“ Band 1, 2. Auflage, Militärverlag der DDR Berlin 1977, 12.1.3 Wirkung (toxischer phosphororganischer Stoffe) ab Seite 390.

        Schlusssatz: „Nach dem Kontakt mit flüssigen phosphororganischen Kampfstoffen kann der Tod je nach resorbierter Dosis schon nach 15 min eintreten.“

        Die ganze Salisbury-Saga passt vorn und hinten nicht zusammen. Das ist ganz schlechtes Kino! Jeder Hollywoodschinken ist da realistischer.

        „Novichok“ (falls es wirklich existiert) kann auf Grund seines gewünschten Einsatzverfahrens (Binärwaffe) kein Pulver sein.

        PS: In meinem ersten Leben war ich Offizier im Chemischen Dienst(bis 1986), letzter Dienstgrad Hauptmann.
        Der Chemische Dienst im Osten war etwa das, was die ABC-Abwehr im Westen ist/war. Das heutige Bild(mehr ein Schatten) der ABC-Abwehr in der BW ist aber eher sehr traurig. Passt aber zum Gesamtbild der BW.

      11. Bajoran

        Nervenkampfstoffe werden so konzipiert, dass sie möglichst sofort wirken. Aber, um zu wirken, müssen sie erstmal in den Körper rein. Ist der Stoff in der Luft, und zur Vergiftung der Luft sind solche Kampfstoffe gedacht, dann geht es mit dem ersten Atemzug über die Lunge in die Blutbahn, wo sie dann in ausreichender Konzentration praktisch sofort tödlich sind. Bei einer Vergiftung durch die Haut müssen die Stoffe da erstmal durch, und das kann eine ganze Weile dauern, je nach Zustand der Haut Minuten oder Stunden, und bei einer leichten anhaltenden Vergiftung über die Haut kann es dann nochmal länger dauern, bis ein so hoher Wirkstoffspiegel im Blut aufgebaut ist, dass er wahrnehmbare Vergiftungserscheinungen hervorruft. Es braucht bei diesen hochgiftigen Substanzen zwar nur sehr wenig Gift zur Vergiftung, aber die aufgenommene Dosis ist trotzdem entscheidend für die Schwere der Vergiftung.

        Dass die Skripals in Isolationshaft sind, sehe ich nicht. Sergej Skripal soll ja so ziemlich bewusstlos sein. Wenn das stimmt, dann müsste er auf der Intensivstation liegen, wo die Ärtze entscheiden, wer Zugang zu ihm bekommt. In Deutschland wird da ein Zugang im Interesse des Patienten auch in normalen Fällen sehr restriktiv gehandhabt, außer engsten Verwandten, von denen angenommen wird, dass ihr Besuch dem Patienten guttut, kommt da zurecht niemand rein. Presse darf da nie und nimmer reinkommen. Und auch Fotos dürfen da ganz sicher nicht ohne Zustimmung des Patienten gemacht werden, und die Zustimmung gibt es bei einem bewusstlosen Patienten natürlich nicht. In Britannien scheint das ähnlich zu sein. Als die britische Regierung und die OPCW von den Patienten Skripal Blut ziehen wollte, hat das Krankenhaus gesagt, dass sie das nur nach einem entsprechenden Gerichtsbeschluss erlauben können, weswegen es eben diesen bekannten Gerichtsbeschluss überhaupt gibt.

        Klicke, um auf sshd-v-skripal-and-another-20180322.pdf zuzugreifen

        Bei Julia Skripal spricht gegen eine gegen ihren Willen erfolgende Abschirmung meiner Meinung nach schon, dass sie ja eben doch raustelefonieren konnte, nämlich zu ihrer Cousine Viktoria. Dass Julia Skripal in ihrem Zustand bislang keine „Pressetermine“ wahrnehmen möchte, halte ich für plausibel, und wenn das so ist, dann wird sie im Krankenhaus selbstverständlich vor der Öffentlichkeit abgeschirmt.

      12. Pawel

        Die Geschichte, dass Viktoria Skripal auf ihrem Diensttelefon eine App laufen hat, die zu Beweiszwecken in möglichen Streitfällen grundsätzlich alle Telefonate aufzeichnet, erscheint mir nicht so sonderlich unplausibel. In Russland hat auch gefühlt jeder zweite Autofahrer zu Beweiszwecken in möglichen Streitfällen bei jeder Fahrt grundsätzlich eine Kamera auf dem Armaturenbrett mitlaufen. Es kann natürlich auch so sein, dass sie als Verwandte der vergifteten Skripals von russischen Sicherheitsbehörden erst kürzlich extra darum gebeten wurde, sich so etwas zuzulegen, oder dass die russischen Behörden das Telefonat gleich selbst mitgeschnitten haben. Jedenfalls gibt es keine Äußerung von Viktoria Skripal, dass die Aufzeichnung des Gesprächs nicht von ihr ist oder dass sie mit der Veröffentlichung des Gesprächs nicht einverstanden gewesen wäre.

        Den Aufenthaltsort von Julia Skripals Handy, sofern sie überhaupt eins mithatte, würde ich bei der Spurensicherung von Polizei oder Porton Down vermuten.

        Deinem Argument, dass das dilettantische Verhalten der britischen Regierung ein starkes Indiz dafür ist, dass sie von dem Skripal-Ereignis überrascht wurde, schließe ich mich an. Ich würde die Drahtzieher des Giftanschlages dementsprechend eher in Israel und/oder der Ukraine als in Britannien suchen.

      13. Karsten

        Atropin ist vermutlich in jedem Krankenhaus verfügbar. Lies einfach nur mal den Abschnitt zu den Anwendungsgebieten von Atropin im von dir verlinkten Wikipedia-Artikel:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Atropin#Medizinische_Verwendung

        Zitat daraus:

        Atropin wird in der Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin bei der symptomatischen Behandlung einer zu niedrigen Herzfrequenz (Bradykardie) verwendet.

        Dass Atropin bei der Behandlung von Vergiftungen mit Nervenkampfstoffen eingesetzt wird, heißt aber natürlich nicht, dass Atropin sonderlich effektiv ist bei der Behandlung von Vergiftungen mit Nervenkampfstoffen, sondern eher, dass es gerade mal besser als nichts ist.

      14. Helm ab

        Natürlich ist der Giftangriff auf die Skripals unter dem Aspekt zu sehen, dass da jemand gezielt versucht, der anti-russischen und anti-syrischen Giftgaspropaganda weitere Nahrung zu geben. Ginge es den Tätern bloß darum, der Gesundheit der Skripals zu schaden oder sie umzubringen, gäbe es vermutlich 1000 einfachere und zielführendere Mittel als sie ausgerechnet einer Vergiftung mit einem Nervenkampfstoff auszusetzen.

      15. Wolle

        Prima, dass du dich mit der Militärchemie auskennst. Endlich ist mal jemand vom Fach hier. Widerspreche mir bitte, wenn du meinst, dass ich falsch liege.

        Was die Latenzzeiten von fünf Minuten bis zwei Stunden bei VX, Sarin und Konsorten aus dem „Lehrbuch der Militärchemie“ angeht, so würde ich davon ausgehen, dass erst nach der Latenzzeit ein Wirkstoffübertritt von der Haut in den Blutkreislauf beginnt. Nachdem die Hautbarriere überwunden ist, geht es dann recht kontinuierlich mit dem Übertritt von einer nahezu konstanten Dosis pro Zeiteinheit weiter. Die Eigenschaft der Haut, über die Zeit recht konstante Dosen an Fremdstoffen durchzulassen, wird unter anderem bei langwirkenden transdermalen Pflastern ausgenutzt, etwa bei der medizinischen Gabe von Fentanyl per Pflaster, wo der zu erwartende Wirkstoffübertritt in Mikrogramm pro Stunde angegeben wird.

        https://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/FENTANYL-TAD-MAT-50-gh-trans.Pfl.-96mgPfl.-500725.html

        Bei leichten Vergiftungen über die Haut baut sich damit erst nach Ablauf der Latenzzeit langsam, über Stunden, ein immer höherer Wirkstoffspiegel im Blutkreislauf auf. So erklärt es sich meiner Meinung nach auch, dass Kim Jong Nam nicht sofort, sondern erst Stunden nach dem VX-Angriff auf ihn gestorben sein soll:

        Two women are on trial for the murder — Indonesian Siti Aisyah and Doan Thi Huong, a Vietnamese national. They are accused of smearing Kim Jong Nam’s face with a tasteless, odorless liquid that killed him hours later.

        Der Giftübertritt durch die Haut wird erst gestoppt, wenn der Giftstoff von der Haut entfernt wurde, etwa durch gründliches Waschen oder eine bessere Form der Hautreinigung, der Giftstoff sonstwie von der Haut verschwunden ist, etwa durch Verdunsten oder vollständigem Übertritt, oder das Opfer tot ist. Wenn der Körper Giftstoffe genauso schnell verarbeitet und ausscheidet, wie sie ihm zugeführt werden, entsteht bei konstantem Wirkstoffübertritt durch die Haut ein konstanter Wirkstoffpegel im Blut.

      16. @Daniel: Der Durchsatz durch Haut ist von sehr vielen Parametern abhängig. IMHO kann man da eine Substanz (Fentanyl) nicht mit einer ganz anderen aus einer ganz anderen Substanzgruppe (phosphororganische KS) vergleichen. Fentanyl ist ja auch fest, das braucht IMHO ein Lösungsmittel aka eine Schlittensubstanz. Phosphororganische KS brauchen das nicht, die sind hinreichend fett-löslich. Auf Grund ihrer sehr hohen Giftigkeit reichen da 2-3 kleine Tröpfchen für wenige Minuten auf der trockenen gesunden Haut für lebensgefährliche Vergiftungen! Bleiben zwei kleine Tröpfchen VX länger als 10min auf der Haut, ist man 50% wahrscheinlich bald tot.

        Was macht man, wenn arglos man paar Tropfen farb- und geruchloser Flüssigkeit, vielleicht noch im oder nach Regen, auf der Hand hat? Bingo, eventuell(falls unvermutet) dran riechen und dann verreiben, das wars dann!

        IMHO war in Salisbury alles andere, aber keine phosphororganische KS.

        Zum Atropin: Das ist nur ein Ersthilfemittel, es macht Azetylcholinesterase(AChE) wieder mehr verfügbar und schwächt Akutsymptome. Phosphororganische KS binden sich erst einmal nur leicht und reversibel an AChE. Aber abhängig von konkretem phosphororganischen KS wird die Bindung später fest und nicht reversibel. Dieser Umwandlung muss man mit der Gabe von Gegenmitteln(Oxime) zuvor kommen. Schafft man das nicht, hat der Patient ein Riesenproblem!!!
        Bei Sarin und VX hat sich jeweils nach 12-14h bzw. 8-12h die Hälfte 50% des latent gebundenen AChE permanent gebunden und ist verloren. Bei Soman dauert das nur 6-8min! D.h. nach 16min sind 75% des „vergiftetem“ AChE für immer weg. Das „Novichok“ soll sich ähnlich wie Soman verhalten!

      17. Wolle

        Danke noch mal für deine Antwort, auch wenn ich nicht @Daniel bin.

        Ich stimme dir zu, dass Fentanyl natürlich zu einer ganz anderen Stoffgruppe als Nervenkampfstoffe gehört. Mir ging es beim Vergleich mit Fentanyl bloß darum, für Leser verständliche Vergleiche zu einem aus sehr vielen Fällen und medizinischer Anwendung gut bekannten starken Gift zu ziehen, dass häufig, beabsichtigt und unbeabsichtigt, über die Haut aufgenommen wird und dann im Körper eine erwünschte oder unerwünschte Wirkung entfaltet. Schließlich verschwinden so grundlegende Dinge wie die Dosis-Abhängigkeit einer primären und sekundären Vergiftung und die Hautbarriere nicht einfach durch den Wechsel des Giftstoffes, oder wenn es so wäre, müsste man das zumindest erklären können.

        Bei deinen Zweifeln daran, durch was für eine Substanz die Skripals vergiftet wurden, stimme ich dir zu. Bislang ist dazu die einzige Quelle das britische Militärlabor in Porton Down, das behauptet, das Gift sei als „eine Art von Novichok oder eine eng damit verwandte Substanz“ identifiziert worden. Die britische Regierung wurde mit ihrer Aussage, dass es laut Porton Down „Novichok aus Russland“ war, bereits der Lüge überführt und musste ihre entsprechenden Behauptungen zurücknehmen. Die Behauptung vom Labor in Porton Down zum angeblichen „Novichok“ finde ich bemerkenswert unpräzise. Nicht nur konnte oder wollte das Labor nicht identifizieren, um welche Variante von Novichok es sich handeln soll, sondern es konnte nicht mal sicher sagen, ob es sich überhaupt um eine Variante von Novichok handelt. Es könnte dem Labor zufolge auch was anderes sein, was der als „Novichok“ bezeichneten Stoffklasse auf irgendeine Art ähnlich ist. Das erscheint mir als eine Lücke in der Giftbestimmung, die groß ist wie ein Scheunentor. Da könnte am Ende als Ähnlichkeit nicht viel mehr stehenbleiben als dass sowohl „Novichok“ als auch der verwendete Giftstoff giftig sind. Und das soll die Welt glauben in Zeiten, wo dasselbe britische Labor angeblich in Bezug auf das in Ost-Ghouta 2013 verwendete Sarin anhand vorhandener Beistoffe heimlich herausbekommen haben soll, dass es sich bei dem da verwendeten Giftstoff um Küchensarin und nicht professionell hergestelltes Sarin gehandelt hat, weshalb einige konservative Abgeordnete, die darüber informiert worden waren, das anti-syrische Kriegsansinnen von David Cameron im Parlament abgelehnt haben sollen.

        Für durchaus interessant halte ich deshalb die Untersuchung der OPCW, zu der ich meine Meinung oben ja schon geschrieben habe. Ich erinnere mich, dass zu der UNO-Untersuchung des Chemiewaffeneinsatzes in Ghouta auch niemand mit gerechnet hat, dass da eine wichtige Erkenntnis bei herauskommt. Aber die UNO-Untersuchung hat da meiner Meinung nach ganz wesentlich zur Wahrheitsfindung beigetragen, weil sie in den Umweltproben in West-Ghouta kein Sarin gefunden hat. Wir erinnern uns:

        https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/09/17/bombshell-no-cw-agent-was-found-in-environment-samples-from-moadamiyah/

        In den in West-Ghouta genommenen Blutproben wurde Sarin gefunden, aber im Halstuch (Umweltprobe), das eine vergiftete Person während ihrer Vergiftung angehabt haben will, nicht, und genauso wenig in Proben vom angeblichen Ausbringungsort des Sarins. Mit anderen Worten: die in Ghouta herrschenden Terroristen wurden durch die Untersuchung überführt, den Chemiewaffenangriff in West-Ghouta vorgetäuscht zu haben, und zum Zweck der Täuschung der Inspektoren das Blut von Personen sogar tatsächlich mit einem kleinen bisschen Sarin vergiftet zu haben. Das mag vielleicht schon ein Hinweis darauf sein, mit was für bösartigen Täuschungen (durch vermutlich im Wesentlichen dieselben Drahtzieher) man vermutlich auch in Britannien rechnen muss.

        Außer dem Labor in Porton Down kann man vielleicht noch aus dem Verlauf der Erkrankung der beiden Skripals und des Polizisten Nick Bailey, beziehungsweise den Informationen, die dazu bekannt sind, Rückschlüsse auf das verwendete oder nicht verwendete Gift ziehen. Allerdings muss ich da passen, weil mir dazu (bislang) schlicht das notwendige medizinische Wissen fehlt. Ich frage deshalb einfach mal in die Runde: stimmen, soweit bekannt, die Verläufe der Erkrankung und Genesung der drei betroffenen Personen Sergej und Julia Skripal sowie Nick Bailey mit dem zu erwartenden Krankheitsverlauf bei einer leichten bis schweren nichttödlichen Novichok- oder sonstigen Kampfstoffmittelvergiftung überein?

        PS: Die Meinung von Steven Davies, niemand in Salisbury zeige Symptome einer Nervenkampfstoffmittelvergiftung, ist mir bekannt, aber das ist eben auch nur eine korrekt oder nicht korrekt kolportierte Meinung.

  2. @ leo

    Ganz bestimmt hat die RF nicht mitgewirkt! Sich in etwas so dämliches verwickeln zulassen, würden die russischen Eliten niemals zulassen.

    Punkt 2 Deiner Liste ist auch nicht so ganz wasserdicht. Wenn die westlichen Dienste Skripal, auf seinem Krankenbett besucht haben und ihm klar gemacht haben, dass er jetzt hier stirbt, wenn er nicht ihr Spiel spielt, wird Skripal das schon hinkriegen das überzeugend zu tun.

    Und bei Punkt 3 glaube ich einfach nicht, dass sich jemand freiwillig für so etwas hergeben würde. Denn was kann schlimmer sein, als das Spiel mit Deinem Leben?

    1. Johanniskraut

      „Wenn die westlichen Dienste Skripal, auf seinem Krankenbett besucht haben und ihm klar gemacht haben, dass er jetzt hier stirbt, wenn er nicht ihr Spiel spielt, wird Skripal das schon hinkriegen das überzeugend zu tun.“

      Das würde bedeuten, dass gar nicht vorgesehen war, dass die Skripals überleben und jetzt, solange sie in der Hand der Briten sind, gezwungen werden, weiter mitzuspielen.

      Solch ein Vorgehen ist aber eher unüblich. Nicht etwa dass ich mich da auskenne, aber warum sollten Geheimdienste das Risiko eingehen, dass die Skripals nicht doch irgendwann über den missglückten Mordversuch reden, mit fatalen folgen für die britische Regierung? Das glaube ich einfach nicht.

      Punkt 3 sehe ich so wie du.

  3. Heute mal nach Sportschau die tagesschau auf ARD mal reingeschaut. Zum Thema Syrien sagte der Moderator, dass die „Syrische Armee erneut Luftangriffe auf Douma fliegt“. Es zeigte ein kurzes Video von zerstörten Hochhäusern und oben links im Bildschirm stand „Quelle: Propagandavideo Syria Civil Defense“. Herrlich!

  4. Also doch ! Der Westen bekommt im richtigen Moment seinen Chemiewaffenangriff. Ich hoffe die syrische FlaRak ist besser geworden !

  5. Komisch war für mich, der Fakt des Anrufs an sich . Es geschah ohne ! offizielle Einwilligung. Ein Reporter der BBC rief ja sofort die vermeintliche Cousine an, in der Annahme, es wäre ein Fake-Anruf gewesen, den die Russen da veröffentlichten. Wieso sie den Anruf aufgenommen hätte? Ja, antwortete die Cousine, sie arbeitet in finances , im Kundenservice und nehme automatisch auf, falls sich Kunden später beschweren sollten.
    Nun würde ich sagen, die Cousine hat aufgenommen, damit später keiner behaupten kann, dass Julia nicht wieder gesund geworden sei. Denn bis dahin wurde nicht gesagt, dass es ihr wieder gut geht, es gab nur Gerüchte, dass sie in einer Art russischen facebooks unterwegs sei.
    Wie kam sie an das Telefon und warum haben die Briten ihr das erlaubt? In einer solchen Situation, in der bis jetzt alles unter „der Glocke gehalten wurde“? Oder hat ihr da jemand ein Telefon zugespielt? Konnte sie an ein offizielles Telefon im Krankenhaus, als die Cousine sie anrief?
    Ist wieder so eine unausgegorene Sache.

    1. jungpionier

      Die Erklärung, wie Julia Skripal an ein Telefon gekommen sein dürfte, ist für mich ganz einfach. Julia Skripal ist ja nicht inhaftiert, sondern Patientin in einem Krankenhaus. In Krankenhäusern gibt es eine ganze Reihe von Leuten, die man einfach fragen kann, ob sie einem mal ihr Telefon leihen: Ärzte, Schwestern, Krankengymnasten, Psychologen, Seelsorger und, vielleicht das wichtigste hier, Mitpatienten. Zumindest was die Mitpatienten angeht, dürfte das bei einer Patientin, die laufen kann, extrem schwer bis überhaupt nicht zu unterbinden sein.

      1. Parteibuch

        Das halte ich für keine gesicherte Erkenntnis. Soweit ich das verfolgt habe, hat Russland versucht auf konsularischer Ebene Kontakt zu Julia Skripal aufzunehmen, was von den Briten aber abgelehnt wurde. Auch kann man davon ausgehen, dass vor dem Krankenhaus ein riesiger Pulk von Journalisten darauf lauert, mit Julia Skripal zu sprechen. Ich gehe deshalb davon aus, dass sie bestens abgeschirmt ist und sich keineswegs frei bewegen kann. Aber auch das ist natürlich Spekulation.

  6. Jetzt bin ich mal gespannt. Der von Überläufern angekündigte Chemieangriff ist da, und zwar als , letzte Patrone ‚ ziemlich groß ausfallend.
    Wenn die Gonbo Freunde Syriens noch diese eine Gelegenheit brauchten, dann ist diese Gelegenheit Jett da… das Portal wird sich m. E. im späteren Verlauf nicht mehr gewinnbringend öffnen.

    1. Bitte Vorsicht: die kursierenden Zahlen sind groß ausgefallen, wie viele echte Darsteller von den White Helmets bei ihren Dreharbeiten verwendet wurden muss damit nicht übereinstimmen, da sind es ja wohl bisher auch nur wenige.

      Aber es dürfte ein Punkt gewesen sein, der zum Abbruch der Verhandlungen geführt hat; wenn man schon so „gutes Material“ gedreht hat muss das doch auch verwendet werden.
      Egal ob direkt oder durch Anweisung diverser Hintermänner, Führungsoffiziere.

    2. Laut den WH-Komikern hat ein Hubschrauber einen Behälter abgeworfen! Selbst wenn es 100kg flüssiges Chlor waren, es erklärt niemals die angegebenen Opferzahlen. Man braucht sehr viel Chlor um auf größerem Gebiet wirksame Konzentrationen zu schaffen. Also etwa 1g/m³(ca. 350 ppm) über 10-15min um heftigere akute Vergiftungssymptome und ohne Behandlung den Tod zu verursachen, 3g/m³ für wenige Minuten!

      Der primäre Evakuierungsradius(Zivilschutz) bei 1t freigesetztes Chlorgas beträgt 250m! Dann in Windrichtung 800m bis 5km entsprechend der Windstärke und Tageszeit.
      In den Bildern der WH fehlt u.a. die auffallende Rötung der Haut.
      Die MAK beträgt 1.5mg/m³.
      Viele Details in English:
      https://toxnet.nlm.nih.gov/cgi-bin/sis/search2/r?dbs+hsdb:@term+@DOCNO+206

    3. Es gibt keinen Hinweis darauf das tatsächlich Giftgas in Duma freigesetzt wurde, es wurden lediglich wieder gestellte Bilder aus dem Zentralstudio in Idlib verbreitet, teilweise mit denselben Kinderdarstellern wie bei vorherigen Inszenierungen

      Also kein „False Flag“, sondern eher ein „Fake Flag“

  7. Die für die Geiseln gefährlichste Phase ist immer die Geiselbefreiung. Die Täter sehen, dass auch die Anwesenheit von Geiseln sie nicht mehr schützen. Hingegen die Geiseln nach der Befreiung schwere Vorwürfe erheben könnten. Daher werden die Geiseln häufig in dieser Situation ermordet. Daher hoffe ich, dass die Befreiung jetzt möglichst schnell geht, den Geiselnehmern die Zeit fehlt, alle lästige Zeugen noch umzubringen.

  8. https://www.jungewelt.de/artikel/330314.berlin-sponsert-dschihad.html

    Die Gelder laufen dann wohl unter Entwicklungshilfe. Früher fand ich es mal eine gute Idee, mehr Gelder für Entwicklungshilfe bereit zu stellen. Inzwischen finde ich ja, man sollte da fast alles streichen. Damit werden nur die falschen Strukturen gefestigt und Veränderungen verhindert wenn nicht direkt es verdeckte Mittel der Kriegsfinanzierung sind.

    1. Es gibt diesen Satz: „Westliche Entwicklungshilfe ist die Hilfe der Armen in den reichen Ländern, für die Reichen in den armen Ländern.“

      Kapitalismus schafft Wohlstand: Bei 85 Personen wurde mehr Kapitalbesitz angehäuft, als die Hälfte der Weltbevölkerung zum Wirtschaften hat.

  9. Heute Vormittag gab es wieder Verhandlungen, die Unterhändler von JaI sollen jetzt unterwegs nach Douma sein, um die Ergebnisse zu überbringen.

    An Stelle von der SAA würde ich sofortigen Zugang zum behaupteten Ort des „Giftgasangriffs“ fordern.

    Detail am Rande; nach dem gestern einiges über die Verhandlungen unter Federführung der Russen bekannt wurde, kam heute eine Erklärung vom MoD, dass die Hoheit letztlich bei der SAA liegt.

  10. Na, das passt doch. Alle Fragen beantwortet.

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/04/08/grossbritannien-will-die-skripals-von-der-bildflaeche-verschwinden-lassen/

    DWN meldet :

    Großbritannien will die Skripals von der Bildfläche verschwinden lassen

    Großbritannien will dem früheren britisch-russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seiner Tochter Julia neue Identitäten verschaffen. Das berichtete die Sunday Times unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Auch die britische Nachrichtenagentur Reuters greift den Bericht auf.

    Demnach dürfte die beiden Personen unter neuem Namen mit neuen Papieren von der Bildfläche verschwinden. Damit wäre es unmöglich, dass unabhängige Ermittler die beiden zu den angeblichen Giftgas-Anschlägen befragen, deren Opfer die beiden angeblich am 4. März in Salisbury geworden sind. Bereits bisher hat niemand von unabhängiger Seite mit einer der beiden Personen gesprochen. Ihnen waren, als sie nicht bei Bewusstsein waren, angeblich Blutproben entnommen worden. Diese Blutproben bilden die Grundlage von chemischen Analysen, die die britische Regierung bei der OPCW in Auftrag gegeben hat.

    1. Falls das wirklich der Fall sein würde (Vater und Tochter kommen in Zeugenschutzprogramm) könnte es noch eine andere Variante geben. Das ist jetzt aber eine von mir gerade erfundene VT nach einem Agententriller: Der Vater möchte seinen Lebenabend in der Nähe einer Vertrauensperson führen. Als Doppelagent vertraut er da nur Familienangehörige. Er baut eine Geschichte auf, bei welcher seine Tochter glaubt, ihr Leben sei in Russland bedroht. Gleichzeitig schafft er ein Szenario, wo er noch mal in ein schönen Personenschutzprogramm kommt. Das ist dann meist irgendwo in der USA. Unterstützung bekommt er von Exil-Russen, welche sich in London mit ihren zusammengerafften Geldern nieder gelassen haben. Sie hassen Putin, da er sie am weiteren bereichern auf Kosten des russischen Volkes gehindert hat. Die britische Regierung ist die Situation in die Hände gefallen und kann mal ein paar Wochen von Brexit et. all ablenken. Der Vater ging zwar auch selbst ein hohes Risiko ein, falls man ihn dann doch nicht findet. Doch als Doppelagent ist er in der Vergangenheit auch schon hohe Risiken eingegangen. Und alleine in irgend einem Altersheim alt zu werden ist ja wohl auch keine anzustrebende Perspektive.

    2. Pawel

      Wenn das so stimmt, lässt sich die hier geäußerte These, die Skripals seien nicht abgeschirmt, wohl kaum noch aufrecht erhalten. Ich gehe davon aus, dass dann auch das Telefonat von Julia Scripal orchestriert war. Was mit dem Telefonat bezweckt werden sollte, ist mir ein Rätsel und wenn jetzt alle Kontaktmöglichkeiten zu den Skripals gekappt werden, werden wir das auch nie mehr erfahren, was ja ganz im Sinne der Briten wäre.

      In diesem Artikel schreibt Sputnik u.a. dass der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja sich dahingehend geäußert hätte, dass er generell die Glaubwürdigkeit des Vorfalls mit der Vergiftung der Skripals bezweifelt.

      https://de.sputniknews.com/politik/20180408320234820-skripal-nebensja-russland-grossbritannien/

      Für mich hört sich das so an, als wenn hier angezweifelt wird, dass es überhaupt eine Vergiftung gegeben hat. Wenn wir dieses eigenartige Telefonat von Julia Skripal mal beiseite lassen, wäre das auch meine These gewesen. Meiner Ansicht nach, würde das bedeuten, dass die Skripals mit den Briten zusammen gearbeitet haben, was ein echter Klassiker wäre und eigentlich keine große Überraschung. Schauen wir mal.

    3. die Skripals sollen von der Bildfläche verschwinden. Zeugenschutz oder so. Sehr Merkwürdig finde ich das.

      Warum, die Skripals haben ihre Schuldigkeit getan. Sie werden jetzt mit neuen Identitäten ausgestattet, erhalten Kontaktverbot mit ihrer Verwandtschaft in Rußland und auf einmal sind sie vergessen eine Namensnotiz eines Unfalls mit xy Definition Tod erklärt und zu den Skripals gibt es für die nächsten 100 Jahre keine Verbindung, erst wenn die Archive geöffnet werden.

      die Frage muß also lauten warum will man sie in ein Zeugenschutz oder ähnliches aufnehmen sie mit neuen Identitäten ausstatten. Obwohl von Seitens Rußlands keine Befürchtungen existieren.

      Es sind Alibi Handlungen eines Verruchten Verbrechersystems Britannien. Der ganze Fall Stinkt zum Himmel

    1. @ Pawel

      „…Fronten geklärt.Hosen runtergelassen und ab sofort wird wieder der Verstand eingeschaltet.“

      Joah! Da is was dran, ne!?

      Würde mich irgendwie auch schon fast freuen, wenns so käme – wobei sich meine „Freude“ auf die Zeit danach [und ab sofort wird wieder der Verstand eingeschaltet] bezieht. Diesen Zustand des Verstand einschalten, danach sehne ich mich schon verdammt lange…! Und die Gefahr das es atomar ausufert halte ich in so einem Fall für nicht sehr groß…Vermutlich kann man den Konflikt regional begrenzen…

  11. Nun auch Kampfstoff in Syrien, wie vorhergesagt. Es ist also nötig diese Bande auszuheben und unschädlich zu machen.

  12. Israel kann man als Täter ausschliessen. Der Mossad soll gemäss Jakov Kedmi Russland Rückendeckung geben um in Syrien besser zu verhandeln, dazu hat Israel keine russischen Diplomaten ausgewiesen. Sehe auch die Ukraine als Täter. Aber nicht Israel.

    1. Macho

      Dass man Israel als Täter ausschließen kann, sehe ich ganz anders. Ich glaube dem Israeli Jakov Kedmi da kein Wort. Israel ist ausgesprochen verärgert darüber, dass Russland den insbesondere von Israel vorangetriebenen Regime-Change-Versuch in Syrien durchkreuzt. Israel will jedoch nicht, dass seine tragende Rolle beim mithilfe von Terroristen durchgeführten Regime-Change-Versuch in Syrien breit bekannt ist, und hat seine tragende Rolle dabei von Anfang an als Unbeteiligt verschleiert. Obendrein ist Israel noch sehr verärgert darüber, dass eine israelische F-16 von Syrien abgeschossen wurde, was vermutlich nur dank rusischer Technologie- oder Waffenhilfe möglich war. Israel dirigiert außerdem die Israel-Lobby und ihre Propaganda-Organe in westlichen Staaten, und die sind bei der anti-russischen Hetze führend.

      Israel und Netanjahu haben weiterhin eine Historie von Mordanschlägen im Ausland – darunter auch solche, bei denen Gift das Mordwerkzeug ist. Man denke da bloß an den schiefgegangenen Versuch der Ermordung von Khaled Mashal durch den Mossad.

      https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Khaled_Mashal&oldid=830766421#1997_assassination_attempt

      Und nicht zuletzt hat Israel allen verfügbaren Erkenntnissen zufolge ein aktives und von niemandem kontrolliertes Chemiewaffenprogramm und forscht auch an Chemiewaffen. Hinzu kommt, dass in den letzten 25 Jahren zahlreiche Forscher aus der Sowjetunion nach Israel ausgewandert sind, was es durchaus wahrscheinlich macht, dass diese auch ihr Wissen über sowjetische Kampfstoffe wie Novichok in die israelische Chemiewaffenforschung mitgebracht haben.

      Nein, Israel kann und sollte man nicht als Täter ausschließen. Ganz im Gegenteil: Israel sollte Hauptverdächtiger sein.

      1. @Parteibuch
        wer genau ist unter ‚Israel‘ gemeint?
        Hat Netanjahu den Auftrag gegeben? Hat ein anderer den Auftrag gegeben?
        Mit oder ohne Zustimmung von Trump?

      2. Mir ist das Bewusst wie Schmutzig Israel agiert, Aber es gibt 2 Millionen Russische Juden in Israel. Israel Lobby ist nicht alles. Sie vertretten zwar am allermeisten Israel aber sprühen auch eine Anglosaxonische Komponente mitein das ist die latente Russland feindlichkeit die nur bedingt von Israel selbst ausgeht. Die ist in Israel nicht wirklich stark in der Bevölkerung. Sondern am allergrössten von Grossbritanien und den USA, Israel könnte wenn sie weniger Aggresiv sind sehr gut mit Russland auskommen gerade da ein sehr grosser Teil Russlandfreundlich ist. Dazu gibt es verschiedene Fraktionen in Israel die sich besinnen das sind die gegen Netanyahu ins Feld gehen, das sind die die ihn wegen Korruption Anklagen. Ohne Informationen von einem Teil des Mossad wäre das schwer möglich gewesen. Ausserdem ist Jakov Kedmi auch Russe. Dazu kollaborieren Russland-Israel in sehr vielen Feldern was Russland nicht mit Europäischen Ländern macht. Sicher ist das Russland-Israel in verschiedenen Geopolitischen Lagern anzusiedeln sind aber trotzdem Verhältnismässig gut miteinander klar kommen. Ich sehe den Täter in Nordamerika oder in Europa.

      3. Irma

        Mit „Israel“ meine ich eine vom Mossad oder einem ähnlichen israelischen Dienst durchgeführte und vom Regierungschef Netanjahu in Auftrag gegebene Geheimdienstoperation, ganz ähnlich wie Israel unter Regierungschef Netanjahu 1997 den Giftanschlag auf Khaled Mashal in Jordanien durchgeführt hat, oder ein aus Dutzenden Personen bestehendes Mossad-Team 2010 Mahmoud Al-Mabhouh in Dubai gemeinschaftlich ermordet hat. Soweit mir bekannt, bedürfen politisch riskante oder heikle Mossad-Operationen immer der Zustimmung des israelischen Regierungschefs, dem der Dienst übrigens auch sonst unterstellt ist. Wer Dinge wie Operation Susannah, den Angriff auf die USS Liberty und die Lillehammer-Affäre in Erinnerung hat, dem müsste auch bewusst sein, dass Israel auch bekannt ist für False-Flag-Terror und auch vor Attacken in westlichen Ländern und Angriffen auf westliche Ziele nicht zurückschreckt.

        Dazu, ob, wenn das so gewesen sein sollte, Trump dann auch mit drinhängen würde, könnte ich auch bloß spekulieren. Kann sein, dass ja, kann sein, dass nicht, und es kann sogar sein, dass Trump mit drinhängt, aber das Gelingen des Erfolges des Plots insgeheim sabotiert.

    2. Der wahre Grund hinter der Vergiftung könnte sein das man von der Unfähigkeit in den Brexit Verhandlungen ablenken will, dazu auch der Rotterham Sexskandal der von Staatlichen Stellen gedeckt worden ist und tief mitdrinstecken, aber am wahrscheinlichsten ist das Russland in Syrien 200 Britische Infanteristen die der Syrischen „Opposition“ geholfen haben gefangen nahm und sie nicht wieder freilassen will. Es handelt sich nicht um Berater oder Spezialkräfte wie SAS, sondern um normale Infanteristen. Auch Chemielabore von UK in Oppositionsgebiet soll man eingenommen haben die dazu dienten Anschläge unter Falscher Flagge zu machen um es Assad in die Schuhe zu schieben. In neutralen Staaten wie dem Oman sollen Geheimverhandlungen stattgefunden haben zwischen Russland/UK also FSB/GRU mit MI6. Diese Verhandlungen sind offensichtlich gescheitert und UK versucht mit einer Inszenierung Druck auf Russland zu machen per Medienkrieg, was aber total in die Hose geht.

  13. Frage an die Experten: gibt es eine Liste o. Ä. wo sich welche amerikanischen Kriegsschiffe im Mittelmeer in Reichweite Syriens befinden?

    Oder anders gefragt: ist derzeit ein Angriff ebenso schnell möglich wie beim letzten Mal mit der berühmt-berüchtigten Tomahawk-Salve?

    1. ist derzeit ein Angriff ebenso schnell möglich wie beim letzten Mal mit der berühmt-berüchtigten Tomahawk-Salve?

      Hierzu hat sich Russland schon seit mehreren Wochen positioniert und ich bin mir sicher, dass auch genau deshalb bisher nichts diesbezügliches passiert ist.
      Der Stunt in Ost-Ghouta war lange – mindestens seit Januar – geplant und sollte unbedingt noch durchgezogen werden, um in Syrien den Westen „Verantwortung wahrnehmen zu lassen“, bevor Ost-Ghouta „fällt“.

      Das hat Russland mit zwei Dingen verhindert:
      1. Mit dem militärischen Aspekt von Putins Rede am 1. März
      2. Mit der klaren Ansage, eventuell auf Syrien abgeschossene Rakete vom Himmel zu holen, aber – und jetzt kommt es – gleich noch mit die Trägersysteme im Mittelmeer zu versenken.

      Daher sehe ich auch Frankreichs „Engagement“ in Nordsyrien eher als eine Ausweichvariante, um als Vasall mit großer Klappe seine Rolle weiterspielen zu können. Macron wirkt außenpolitisch wie ferngesteuert.

      Herzliche Grüße an alle, ped43z

  14. Aber Israel ist auch abhängig von Russland.
    Ein Wort und die russischen Israeli habe kaum noch Rente.
    Das kann dann richtig Ärger geben.

  15. Konsequenz ist die einzige Lösung gegenüber diesen Banditen-
    Nun haben sie die Bedingungen angenommen nach Jarabulus geschafft zu werden.

  16. Langsam tut mir das knappe Dutzend Milliardäre der Medienbesitzer leid. Bei Youtube trauen die sich kaum noch westliche Russland Hetze zu verbreiten. Und bei den Online Ausgaben wird der NATO Hass samt Lügerei sofort durch Kommentare widerlegt.
    Was ist bei den neoliberalen Hass Predigern eigentlich los ? Die stellen sich seit Ukraine, Syrien, Skripal so dermaßen dumm an, dass ich fast glaube, es ist Absicht ! Die Worwahl gegenüber Russland wird auch immer ausgewogener. Nix mehr „Kreml Herrscher“ sondern „russische Regierung“. Frage ohne Ironie: Haben die Deutschen Superreichen auf einmal Sympathie für ein russisches System ? Ein System, in dem die Schere zwischen Arm und Reich noch größer ist, als im EU Kapitalismus ? Wo die Gefängnis Insassen Dichte ein mehrfaches der BRD entspricht ? Wo die Reichen kaum besteuert werden ?
    Ps : Natürlich schaue ich mir auch die Analysen von Starikov, Fjodorow, Glaziew, Fursow und Pyakin gerne an.

  17. Wer sich bis hierher durchgelesen hat, dem sei noch eine Übersicht der gegenwärtigen Situation nicht nur zu Syrien (Douma, Skripal) sondern auch Hintergründe zu Trumps handeln an die Hand gegeben.

    http://themillenniumreport.com/2018/04/false-flag-chemical-attack-in-douma-staged-so-neocons-can-justify-invasion-of-syria/#more-62886

    Zur Zeit läuft sozusagen die Endschlacht um die Weltherrschaft. Sehr viele zeitgleich ablaufende Anschläge können in diesem Kontext gesehen werden.

    Nur ein Beispiel von vielen, als vor kurzem Putin bei Erdogan war und die beiden verkündeten, das sie für die Bevölkerung in Raqqa ein Krankenhaus errichten wollen, brannte in der Türkei ein Krankenhaus. Der Krankenhausbrand in Kabul gehört in diese Richtung genauso dazu, wie die Brände in London, Teheran, Israel und die Kaufhausbrände in Rußland. Das im Trumptower genau im 50. Stock ein Brand ausbricht gehört ebenfalls in die Regie der Illuminanten.

    Trump selber soll ja dem schottischen Zweig der Freimaurer vorstehen.

    Die Autoanschläge in Deutschland (Münster, Cottbus, Mallorca) würden für sich alleine gesehen als Unfälle durchgehen können, allerdings in der Summe steckt hier ein System dahinter.

    Achja und in dem von mir verlinkten Artikel wird die wahre Achse des Bösen beleuchtet.

  18. Warum stellt der neue Büdnisspartner der RF , die neuen ChemieAngriff vorwürfe des Westens nicht als Fake hin. Stattdesen feuert sie vom selben horn wie der Westen und fordert Schritte gegen Syrien/Assad ?

    Die Rede ist vom neuen Held Erdogan !

    PB, was hast du dafür ne erklärung bitte ? Würde mich interessieren. Zumal dieser Schritt die komplette Propaganda gegen die RF, den Iran & Syrien auf den Kopf stellen würde..

    1. TYpgln aka Tyln

      Der Türkei hat im Rahmen der Astana-Vereinbarungen die Rolle des Unterstützers der sogenannten Opposition in Syrien. Da ist es folgerichtig, dass sie die Propaganda der sogenannten Opposition verbreitet, schon um in der Rolle einigermaßen glaubwürdig zu sein.

  19. Es gab jetzt schon öfter mal Berichte, dass die SAA demnächst Jish-al-Shigur und andere Orte in „Idlib einnehmen soll, nach Absprache mit den Türken.

    Der hier beruft sich auf Farsnews.

    Dort habe ich keine entsprechende Meldung gefunden. Ist da was dran?

    Die Stützpunkte der Türken sind ja im Osten und Norden, also wäre Platz.

  20. Liebes Parteibuch, ich finde es absolut erstaunlich, dass du die Erzählungen der Briten im Fall Skripal im Wesentlichen für wahr hältst. Selbst die absurde Türknauf-Geschichte wird von dir akzeptiert. Craig Murray, John Helmer und Moon of Alabama haben meiner Meinung nach auf überzeugende Weise gezeigt, dass die ganze Geschichte nicht stimmt und dass es schlicht Fakt ist, dass die Türknauf-Geschichte eine chemische und medizinische Unmöglichkeit ist, dass es nicht ein Kann, sondern ein Muss ist russischen konsularischen Vertretern Zugang zu gewähren, gerade auch als Julia Skripal bewusslos war, dass das Krankenhaus und die Regierung den High Court dreist angelogen haben, was das Nichtvorhandensein von Verwandten und die gesetzliche Verpflichtung für einen Konatkt durch einen russischen Vertreter angeht. Und ja, dass Julia Skripal in Isolation gehalten wird. Das kurze abrupt abgebrochene Telefongspräch war eine Reaktion auf a) Kritik daran und b) sollte zeigen, dass Julia ja nun wieder bei Bewusstsein ist und sich die Frage nach Kontakt zum russischen Konsulat nicht mehr stellt, denn jetzt kann sie ja selbst entscheiden, Und wer teilt uns ihre Entscheidung mit? die gleichen Gatekeeper wie vorher.

    Warum, dass alles passiert, ist eine ganz andere Frage, aber dass es passiert ist klar.

    1. Bajoran

      Ich halte die Geschichten der britischen Regierung zur Skripal-Vergiftung nicht für wahr, aber sondern lediglich einige Details der Geschichte für nicht so wenig plausibel wie einige andere es tun. Craig Murray hat zum Beispiel gerade geschrieben, dass, falls ein Nervenagent an der Türklinke gewesen wäre, und die Skripals das berührt hätten, dann hätten sich die Symptome schon gezeigt, bevor sie ihr Auto erreicht hätten. Nur, siehe die Diskussion hier zur Latenzzeit mit Wolle, die Behauptung stimmt so wohl einfach nicht. Auch einige ähnliche Behauptungen, wie dass, wenn ein Nervenagent eingesetzt worden wäre, dann schon alle tot sein müssten, stimmen so wohl nicht. Auch beim Einsatz von Nervengiften kommt es für das Krankheitsbild auf die Dosis an, und natürlich lassen sich Nervengifte auch, wenn der Täter etwa nicht unbedingt töten, sondern „nur“ verletzen und einen Skandal verursachen will, in stark verdünnter Form und sehr geringen Mengen anwenden, wo sie dann eben auch weit weniger tödlich als unverdünnt sind.

      Bei der Diskussion dieser Dinge wird dann leicht der wichtigste Punkt übersehen, nämlich dass Russland kein plausibles Motiv für die Tat hatte, Russlands Gegner hingegen schon. Und genau das, die Frage der Täterschaft, ist ja auch der Punkt, und zwar der entscheidende Punkt, wo die britische Regierung im Fall Skripal bereits zugeben musste, mit der Behauptung „Novichok aus Russland“ dreist gelogen zu haben.

  21. Also zwischen Türklinke und Parkbank waren mehr als drei Stunden, das ist zu lange. Warum trifft es dann auch noch beide gleichzeitig? Das passt nicht zu einer langen Latenzzeit, selbst bei genau gleichen Dosen. Der Polizist wurde ja auch fast momentan(bei bestimmt noch kleinerer Dosis) entschärft. Nach der Behandlungsdauer hatte der Polizist eine ganz leichte, Julia eine leichte bis mittelschwere und der DS eine mittelschwere Vergiftung, falls es phosphororganische KS waren.
    Bei „Novichok“ sollte auch die Behandlungsdauer länger sein, da die latent gebundene AChE sehr schnell zu permanent gebundenen Form übergeht.

    Murray hat schon Recht, bei einer großflächigen Benetzung(Türknopf->Hand->Verwischen) kann es sehr schnell gehen, bis das Zeug wirkt(max. 5-10min). Sind Mikrowunden vorhanden(hat man fast immer), geht es noch sehr viel schneller. Sehr wahrscheinlich kann man sich dann auch nicht mehr hinsetzen bzw. ruhig(!sic!) sitzen bleiben.
    Die Latenzdauer ist tierisch variabel, da fließen sehr viele Abhängigkeiten ein. Das kann man nicht alles hier aufschreiben.

    Salisbury ist eine Saga, da passt einfach nichts!
    Was haben die Inseldeppen zu verbergen? Brexit lieber gestern als heute!

    1. Wolle

      Die britische Boulevard-Presse behauptete gestern, das eingesetzte Gift sei mit einer Substanz vermischt gewesen, die die Absorption des Giftes durch die Haut verzögere.

      http://www.dailymail.co.uk/news/article-5590067/Nerve-agent-used-poison-Russian-spy-designed-4-hours-work-allow-culprits-flee.html

      Ich vermute, dass es technisch tatsächlich möglich sein dürfte, so eine Mixtur zu erstellen. Siehst du das auch so?

      Zur Begründung wird spekuliert, der absichtlich verzögerte Wirkungseintritt habe den Tätern mehr Zeit zur Flucht geben sollen. Ich denke, da kann man unterschiedlicher Meinung sein, ob das plausibel ist.

      Die unterschiedliche Schwere der Vergiftung bei den drei betroffenen Personen würde ich mir durch unterschiedliche Mengen an Gift auf der Haut oder unterschiedlich langen Einwirkzeiten erklären. Sollte Julia Skripal etwa im Restaurant oder sonstwo auf Toilette gegangen sein und sich danach die Hände gewaschen haben und Sergej nicht, so würde schon allein das meiner Meinung nach eine unterschiedlich schwere Vergiftung erklären, selbst wenn beide anfänglich etwa die gleiche Menge an Gift auf der Haut gehabt haben sollten. Der vergiftete Polizist dürfte meiner Meinung nach weniger Gift abbekommen haben, sei es, weil das Gift auf dem Türknauf sich schon weitgehend verflüchtigt hatte, oder eil er den Knauf anders angefasst hat, oder warum auch immer.

      Aber, wo ich dir voll recht gebe, ist, dass es sehr seltsam ist, dass Sergej und Julia Skripal Stunden nach dem Giftkontakt praktisch gleichzeitig ohnmächtig geworden sein sollen. Eine so genaue Steuerung einer Giftaufnahme über die Haut erscheint mir ziemlich unmöglich zu sein. Das kann natürlich Zufall sein, aber seltsam finde auch ich das alle Male.

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