Syrische Armee nimmt südliche Ost-Ghouta-Tasche ein

Nachdem die Evakuierung von Terroristen und ihren Familien und Freunden aus Arbin in Richtung Idlib heute abgeschlossen werden konnte, hat die syrische Armee die zuletzt noch aus den Damasszener Vorstädten Arbin, Jobar und Zamalka bestehende südliche Ost-Ghouta-Tasche eingenommen.

Innerhalb der letzten acht Tage wurden aus der Tasche rund 41.000 Personen, davon mehr als 9.500 Terroristen, in Richtung Idlib gefahren.

Nachdem die ersten sieben Tage der Evakuierung trotz zahlreicher Versuche von Terroristen, Sprengsätze in die Busse zu schmuggeln, ohne tödliche Zwischenfälle abgelaufen sind, hat es heute kurz vor dem Ziel der Busse nahe Nahr al-Barid leider einen schweren Verkehrsunfall mit einem Gemüselaster gegeben, durch den mindestens acht Fahrgäste getötet worden sein sollen.

Nichtsdestotrotz ist die südliche Ost-Ghouta-Tasche nun terroristenfrei.

Die Befreiung von Arbin, Jobar und Zamalka ist ein weiterer riesiger Fortschritt in einer langen Reihe von Fortschritten. Man vergleiche die Karte von der heutigen Lage bloß mal mit einer Karte aus dem Jahr 2013.

Das Einzige, was nun im Osten von Damaskus noch zu tun bleibt, ist die Befreiung von Douma. Und die Chancen dafür, dass auch dieses Problem ab morgen durch Kapitulation und Evakuierung gelöst werden kann, scheinen inzwischen nicht schlecht zu stehen. Wenn dann auch noch die vergleichsweise kleine Tasche im Süden von Damaskus vom Terrorismus befreit wird, ist der Großraum Damaskus komplett terroristenfrei.

23 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt südliche Ost-Ghouta-Tasche ein

  1. Möglicherweise sind speziell forces der Demokratietruppen in Ghouta von den Syrern erwischt wurden so vor zwei Wochen .. .auch Britische..hust..

    1. Sehr geehrter Herr Laurisch, ich verfolge ihre Kommentare wirklich gerne und kann mich ihrer Meinung fast immer anschließen, leider habe ich größte Zweifel, daß sie viel bewirken. Vielleicht muß ich etwas ausholen, um das zu erläutern. Als ich 92 als Soldat der BW den Eid leisten sollte habe ich einfach nicht mitgesprochen, weil ich auf diesen Staat nicht eingeschworen werden wollte (hat niemand mitbekommen, aber mich hat es etwas beruhigt). Zwischenzeitlich habe ich einen gewissen Frieden mit dem „System“ geschlossen(oder eher Waffenstillstand) und nach der Wahl 98 (ich habe damals PDS gewählt, wäre Lafontaine anstatt Schröder Kanzlerkandidat gewesen, hätte ich SPD gewählt), hatte ich wenigstens die geringe Hoffnung, daß sich etwas zum Positiven ändert. Der Rücktritt Lafontaines und der Jugoslawienkrieg waren für mich eine Katastrophe (vor allem wegen der offensichtlichen Schwäche Rußlands, seinem tapferen Verbündeten Serbien beizustehen, der sehr viel länger dem Bombardement standhielt, als vom Westen erwartet war). Danach habe ich Rußland nur bedauert, bis 2008 (Georgienkrieg). Diese Aktion lies aufhorchen, es war eine taktische Meisterleistung, wie die georgischen Streitkräfte ausgeschaltet wurden (auch wenn man damals noch „Kriegsglück“ anführen konnte).
      Diese Erstarkung Rußlands während der Amtszeit Putins und auch Medwedjews war mir (und glücklicherweise auch dem Westen) entgangen und wurde erst 2014 richtig deutlich.
      Kurz gesagt bin ich ein wenig stolz auf mich, immer einen Widerstand gegen die offizielle Politik verspürt zu haben, auch wenn mich kaum jemand verstanden hat.
      Deswegen verstehe ich auch die Skepsis Zgvacas, er hat vermutlich schlechte Erfahrungen gemacht.
      Ihre Bemühungen bei der Tagesschau sind aller Ehren wert, aber vermutlich werden sie niemanden der anderen Kommentatoren überzeugen (die akzeptieren weder Argumente noch handfeste Fakten)
      und ich habe den Eindruck, daß es ohnehin immer mehr Widerspruch (auch in den Kommentaren der Tagesschau, sogar mittlerweile bei der „Zeit“ oder „FAZ“ usw.) gibt.
      Es ist schön zu sehen, daß man nicht allein ist mit seiner Einstellung und wenn man dann noch solch gute Informationen wie im Parteibuch erhält, welche sich meist als richtig erweisen, macht das Hoffnung, daß sich alles vielleicht doch noch zum Guten entwickelt, obwohl ich glaube, daß dieses System nicht so gewaltlos abtritt wie die DDR damals.
      Meine Ankündigung Freunden gegenüber, daß ich falls der Westen es wirklich auf einen Krieg mit Rußland anlegt, auf der anderen Seite zu finden bin (wenn man mich da haben will) ist ernst gemeint, ich werde (egal was für Folgen es hätte) niemals gegen Russen, Weißrussen oder ihre Verbündeten antreten.
      Als letztes noch einen großen Dank ans Parteibuch für die Informationen aus Syrien und ein frohes Osterfest für alle.

  2. RT hat ja mal ein schönes Thema aufgegriffen.
    Was ich der Merkel schon immer sagen wollte , war: Hör auf Deutschland zu zerstören, Honecker und Mielke sind tot.
    Und jetzt les ich das hier:
    (ehemalige Stasi Offiziere reden miteinander).
    Das hatte doch keiner unserem Mädel zugetraut. Ob die innere Stabilität der Bundesrepublik, der Zustand der Bundeswehr, die desolaten deutsch-amerikanischen Beziehungen, die politische Zerrüttung der EU, die Zerschlagung der SPD und der Niedergang der CDU, das alles – und noch viel mehr – haben wir ihr zu verdanken. Und die Amis glauben immer noch, sie hätten sie an der Leine. Was unser Mädel in gerade mal zwölf Jahren geschafft hat, ist unserer großen Brudernation Sowjetunion in all den Jahrzehnten nicht gelungen. Schon jetzt hat sie ihren Auftrag voll umfänglich erfüllt. Mission accomplished, wie die jetzt im Westen sagen. Zweifellos hat sie schon jetzt ihrem Ruf als „Honeckers späte Rache“ alle Ehre gemacht. Und das Beste ist, sie kann sogar noch vier Jahre weiter machen.

    https://deutsch.rt.com/meinung/67529-mission-accomplished-2-0-des-raetsels-loesung/

    Ich habs schon immer geahnt.

    1. Pawel

      Ha, ein köstlicher Aprilscherz.

      Wobei, ist Stasi nicht ein bisshen Out inzwischen? Es wäre heute doch viel zeitgemäßer, wenn Merkel als russische Agentin beschrieben würde. War sie nicht mal eine Weile in Russland …

      1. Klar hat Frau Merkel in Russland studiert. Und noch schöner: Auch in Donezk. Dort absolvierte sie einen zusätzlichen mehrwöchigen Sprachkurs. Wie es sich gehört mit Auszeichnung natürlich. „Sie war mit Abstand die beste Lehrgangsteilnehmerin“, erinnert sich dazu ein leider nicht namentlich genannter Kursteilnehmer in einem Artikel der „Thüringer Allgemeinen“ vom 17. Juli 2014.

        Sie hätte also allen Grund, auf ihre guten Erinnerungen an die Stadt und ihre Menschen zu verweisen – oder vielleicht mal der heutigen Republik Donezk einen freundlichen Besuch abzustatten, der alten Zeiten willen. Doch wenn ich richtig sehe, hat sie ihre alte Verbindung zu Donezk seit dem Putsch in der Ukraine noch mit keinem Wort erwähnt. Schade eigentlich…

      2. Naja , an Aprilscherz hab ich auch gedacht.
        Aber diese Geschichte stößt bei mir natürlich auf fruchtbaren Boden.
        Fakt ist, das diese Merkel FDJ Sekretärin für Agitation und Propaganda war.
        Allein das ist für mich eine Vorstufe zur Stasi.
        So etwas wird man nicht durch Zufall, da fällt man nicht rein wie in eine Pfütze.
        Da muß man Qualitäten haben.
        Und die muß man permanent beweisen.
        Ich will nicht um 10 Ecken denken und irgendetwas Unsinniges konstruieren.
        Die meisten Lebensgeschichten sind recht einfach und unkompliziert.
        Und wenn ich mir die ihre Geschichte anschaue, frag ich mich immer wieder wie man seine tiefrote kommunistische , antrainierte und bewiesene Überzeugung so schnell von jetzt auf gleich ablegen kann. Die hat in Donezk und Moskau studiert und die Stasi war auch nicht doof und lässt solche Wackelkandidaten dahin.
        Für mich ist der RT Bericht lediglich ein weiteres Puzzleteil.

      3. Nur weil man von der Stasi nichts mehr hört , heißt es ja nicht , das die nicht mehr existiert.
        Wohin sind die Gestapo und die Nazigrössen hingegangen?
        Wo sie erwünscht waren. Wo sie gebraucht wurden.
        Ich denk schon , das gewisse Überzeugte noch ihren Idealen weiter folgen und sicher interessierte Arbeitgeber haben.
        Außerdem sind Geheimdienste meistens sehr gern geheim.

      4. Merkel, Honecker, Mielke und Deutschland zerstören, mit dieser winzigen Stasi, am 1. April, April.
        Gebe zu, wäre auch fast drauf reingefallen
        Anschließend die Adresse einer interaktiven Veranschulichung der Größenverhältnisse von Stasi (ausgedruckt 48.000 Aktenschränke gesammelter Daten benötigen 0,19 Quadratkilometer Platz, also weniger als die Fläche von zweimal einem Fußballfeld) gegenüber allein der imperialistischen NSA (ausgedruckt 42.000.000.000.000 Aktenschränke gesammelter Daten benötigen 17.000.000 Quadratkilometer Platz, also fast die Fläche von zweimal Europa):

        https://opendatacity.github.io/stasi-vs-nsa/

      5. clearly

        Der grafische Vergleich der Überwachungsapparate von Stasi und NSA ist sehr hübsch.

        Und ich würde noch einen Schritt weiter gehen: Russland wird gerade allenthalben beschuldigt, durch Maßnahmen des Informationskrieges unter anderem das Brexit-Referendum und die US-Präsidentschaftswahlen beinflusst zu haben. Ich meine, da sollte man sich fragen, ob der dem Pentagon unterstellte Dienst NSA dazu nicht viel besser ausgerüstet wäre. Ich denke dabei im Hintergrund auch an die engen Beziehungen zwischen Trump und dem US-Militär, die inzwischen für jederman offensichtlich sein sollten. Russland hat nichts, was von der Kapazität her mit der NSA auch nur entfernt vergleichbar wäre.

    2. Pawel
      Das ist bei RT schon Tradition dass Rainer Rupp am 1. April den April Scherz der Redaktion schreibt. Das macht er schon seit Jahren. Alles was er am 1. April schreibt kann und sollte man immer mit einem Schmunzeln lesen. Selbst wenn es glaubwürdig geschrien ist.

  3. Was ist von den Meldungen über Trump zu halten, dass er Gelder für Syrien eingefroren hat und den Abzug der Truppen beschleunigen will? Im Zusammenhang mit Ghuta zu betrachten, dass da jetzt die Basis weggefallen ist?

    1. Matthias

      Ich glaube eher nicht, dass das viel mit Ghouta zu tun hat. Ich würde das eher als Statement gegen die YPG und für die Türkei betrachten. Da steht ja demnächst beginnend in Manbij vermutlich größerer Ärger für die US-türkischen Beziehungen an.

    1. Barbara

      Schauen wir mal.

      Bislang scheinen jedoch bloß in Douma gestrandete Elemente von Failaq Al Rahman evakuiert zu werden:

      Jaish Al Islam muss vor der Evakuierung wohl erstmal Gefangene freilassen:

      Das haben Leute der Jaish Al Islam wohl zugesagt, aber realisiert wurde es bisher nicht. Und innerhalb der Jaish Al Islam scheint es gerade tödlichen Stress zu geben:

      https://www.almasdarnews.com/article/update-2-high-ranking-jaysh-al-islam-leaders-suddenly-killed-in-damascus-douma-city-reports-of-assassination/

      Bis die Evakuierung der Terroristen der „Islam-Armee“ aus Douma wirklich läuft, könnte es also trotz Vereinbarung noch ein hartes Stück Arbeit zu geben, aber lasst uns optimistisch bleiben, dass es klappt.

  4. Die von den Briten inszenierte Scripal-Affäre ist ein weiterer Versuch, eine Begründung zu konstruieren, die Fußball-WM in Russland zu boykottieren. Diese Ansicht vertritt die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa.

    In einem Interview mit dem TV-Sender „5. Kanal“ sagte sie: „„Das ist einfach ihr innigster Traum, ihr höchstes Ziel. Ich habe den Eindruck, dass ihnen alle Mittel recht sind, um diese Fußball-WM in Russland aus der Welt zu schaffen. Alle Methoden sind gut, alles konzentriert sich lediglich auf diesen Fußball, der, Gott bewahre, doch einen russischen Fußballplatz berühren wird.“

    https://de.sputniknews.com/politik/20180401320145034-russland-fuball-wm-2018-boykott-sacharowa/

    Das scheint mir wesentlich schlüssiger, als dass man damit Einfluss auf die russischen Präsidentschaftswahlen nehmen wollte. In Russland selbst erreicht der Westen mit solchen Aktionen eher das Gegenteil des beabsichtigten Effekts, was deutlich macht, dass die russische Bevölkerung gegen Westliche Propaganda weitgehend immun ist.

    Ob es der zionistischen Allianz gelingt, einen umfangreichen Boykott der WM durchzusetzen, wird man abwarten müssen. Eins scheint aber jetzt schon sicher. Selbst wenn die WM in Russland ohne nennenswerten Boykott stattfindet, wird es eine Veranstaltung werden, die von Anfang bis Ende von ununterbrochener Hetze der Kriegstreiber begleitet sein wird. Sotschi lässt grüßen.

    Aber einen Effekt werden die zionistischen Propagandisten dabei wieder mal übersehen. Es waren eben die, von ununterbrochener Westhetze begleiteten Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, die mir, genau so wie vielen anderen Zeitgenossen weltweit, die Augen geöffnet haben und das ganze Ausmaß der Westlichen Propaganda erkennen lassen haben. Und so erwarte ich auch für die kommende Fußball-WM, dass es wieder einen Schub des Erwachens geben wird, und der Westen den Ast, auf dem er sitzt, wieder ein Stück weiter angesägt haben wird.

    PS: Auf Aprilscherze falle ich dauernd rein, bin wohl zu leichtgläubig. Z.B. hier…

    https://blogs.helmholtz.de/atkaxpress/2017/04/neumayer-station-iii-jetzt-mit-cyanblauem-dach/

      1. Habe mir Peds Artikel mal durchgelesen, ausgezeichnete Arbeit.

        Sollte die Skripal-Verschwörung tatsächlich dazu gedacht gewesen sein, die russische Präsidentenwahl zu beeinflussen, ist das Ding aber komplett in die Hose gegangen, was in gewissem Umfang unterstellen würde, die Initiatoren der Verschwörung hätten sich das nicht richtig überlegt, was ich nicht glaube.

        Den Skripal-Fall kurz vor der Präsidentenwahl zu starten, wäre ein Fehler gewesen. Es braucht eine gewisse Vorlaufzeit, um die Meinung der Wähler umzudrehen. Ein überzeugter Putinwähler wird seine Meinung auf dem Weg zur Wahlurne nicht gleich ändern, bloß weil da einer sagt, Putin ist böse. Wenn wir der Lehre Görings folgen, bewirkt erst die ständige Wiederholung der unbewiesenen Beschuldigung, nach einem gewissen Zeitraum, eine Meinungsänderung. Wichtig ist dabei auch, dass die Beschuldigung über alle Kanäle erfolgen muss, was in Russland zu keiner Zeit gegeben ist.

        Aber vielleicht überschätze ich ja auch die Intelligenz der Kriegstreiber.

        Für mich selbst gesprochen würde ich noch hinzufügen, dass ich keine weiteren Belege dafür benötige, dass die Kriegstreiber vernünftigen Argumenten nicht zugänglich sind und es am Ende mit größer Wahrscheinlichkeit darauf hinaus läuft, dass es nur militärische Stärke sein kann, die diese Leute zur Räson zwingen wird. Das die Mainstreammedien Teil der Verschwörung sind, sollte auch klar sein. All diese Medienhäuser sind Eigentum mächtiger Familien, die zum Establishment gehören, was kann man da schon erwarten.

        Vielleicht brauchen die Kriegstreiber einmal mehr den Nervenkitzel einer Kubakrise, um zur Vernunft zu kommen, anders geht es wohl nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass es so wie im Oktober 1962, ohne schlimmere Folgen bleibt.

  5. Boykott der Fußball WM? Das können Sie vergessen. Dann werden die Bierbauern sie lynchen.

  6. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu heftig angegriffen und ihn als „Terroristen“ sowie „Führer eines terroristischen Staates“ nach der tödlichen Erschießung von palästinensischen Demonstranten im Gazastreifen bezeichnet.

    „Israel hat ein Massaker in Gaza verübt und Netanjahu ist ein Terrorist. Wir werden weiterhin den israelischen Terror ständig und auf allen Plattformen aufdecken.“

    https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/67643-erdogan-nennt-netanjahu-terrorist/

    Das Erdogan als Staatsoberhaupt eines NATO-Landes das in dieser Deutlichkeit sagt, gefällt mir, was immer man auch sonst von ihm halten mag.

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