Evakuierung von Terroristen aus Irbin begann mit Verzögerung

Nach der Aufgabe ihrer südlichen Frontlinie am Freitag war für den gestrigen Samstag Morgen die Evakuierung der Terroristen von Failaq Al Rahman und ihrer Angehörigen aus der südlichen Ost-Ghouta-Tasche geplant.

Sandbarrieren wurden weggeräumt und das russische Militär brachte eine Livecam vom Übergangspunkt nahe der Ortschaft Irbin online, doch es dauerte dann noch bis lange nach Anbruch der Dunkelheit am späten Samstag Abend, bis die ersten zehn Busse mit Terroristen die südliche Ost-Ghouta-Tasche verlassen konnten. In Nachrichtenagenturen hieß es zwischenzeitlich, es habe Verzögerungen beim Beseitigen von Sandbarrieren und Minen gegeben, und die Terroristen haben sich nicht entscheiden können, wer auf die Listen zur Evakuierung gesetzt wird.

Tatsächlich scheint es wohl eher so gewesen zu sein, dass die Terroristen die Evakuierungsbedingung der Freilassung ihrer Kriegsgefangenen erst am späten Nachmittag erfüllt haben. Erst danach ging es dann mit der Evakuierung der Terroristen schleppend los, aber bis kurz vor Mitternacht waren es dann 17 Busse mit insgesamt 981 Personen an Bord, die Richtung Idlib aufbrachen.

Die Evakuierung der südlichen Ost-Ghouta-Tasche hat damit unwiderruflich begonnen. Der Druck auf bislang noch in der Tasche verbliebene kapitulationsunwillige Terroristen steigt durch ihre abnehmende Zahl, die eine Wideraufnahme des Kampfes für sie immer aussichtsloser macht, auch zu kapitulieren.

Aus der nordwestlichen Ost-Ghouta-Tasche Harasta, von wo am Freitag Abend die Evakuierung der dortigen Terroristen Richtung Idlib abgeschlossen wurde, wurde am Samstag gemeldet, dass die Armee da eingerückt sei, um sich um Sprengfallen und möglicherweise vereinzelt zurückgebliebene Terroristen zu kümmern. Bilder und Filmmaterial aus Harasta gab es am Samstag jedoch noch nicht.

Aus der nordöstlichen Ost-Ghouta-Tasche Douma wurde am Samstag gemeldet, dass die Verhandlungen mit den Terroristen der sogenannten „Islam-Armee“ zur Übergabe der Stadt an die syrische Armee vorläufig zusammengebrochen sind. Zwar haben die Terroristen am Vormittag einige Hundert Zivilisten durch den im Norden der Tasche liegenden humanitären Korridor rausgelassen, doch die zugesagte Übergabe der rund 3000 in ihrem Foltergefängnis eingesperrten Personen hielten sie nicht ein. Auch schossen die Terroristen der Islam-Armee schon am Vormittag weiter mit Artillerie auf Damaskus, wodurch mindestens ein Zivilist ums Leben kam und sieben weitere verletzt wurden. Am Samstag Nachmittag gab der Anführer der Islam-Armee dann die Parole aus, doch lieber den Tod als Versöhnung, Kapitulation oder Evakuierung anstreben zu wollen.

Und am Samstag Abend wurde dann von der Wiederaufnahme heftiger Kampfhandlungen im Osten der Douma-Tasche berichtet.

Aus der Idlib-Tasche wurde am Samstag Abend berichtet, dass die von der Türkei unterstützte Halsabschneiderbande JTS im Ghab-Tal im Nordwestend er Provinz Hama eine Reihe von Positionen der von Al Kaida geführten Halsabschneiderbande HTS gestürmt habe. Das ist ziemlich genau da, wo heute Morgen die zuletzt aus Harasta evakuierten Terroristen hingebracht worden waren. So wie es aussieht, fühlt sich JTS durch die eingetroffene Verstärkung aus Ost-Ghouta stark genug, zu versuchen, es da nun auch mit Al Kaida aufzunehmen.

Aus dem Raum Nord-Aleppo wurde am Samstag gemeldet, dass die Türkei gegenwärtig Gespräche mit Russland zur Übergabe der Ortschaft Tel Rifaat an die Türkei und ihre auf FSA geflaggten Jihadi-Söldner führe. Von Ergebnissen der Gespräche ist bislang nichts bekannt, doch wurde später gemeldet, dass iran-freundliche NDF-Einheiten aus Nubbol und Zahraa ihre Präsenz westlich ihrer Heimatorte verstärkt haben, um da einen weiteren Vormarsch der Türkei und ihrer Söldner zu erschweren. Es dürfte da also nach wie vor größere Differenzen zwischen der Türkei und Iran zu geben, während Russland in der Mitte sitzt und die Differenzen irgendwie auszubalancieren versucht.

54 Gedanken zu “Evakuierung von Terroristen aus Irbin begann mit Verzögerung

  1. Afrin, Tal Rifaat etc.

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    MAK @alkassimm 18 Std.Vor 18 Stunden

    #Turkish army announces it has full control of the #Syrian province of #Afrin. #OperationOliveBranch #YPG @i24NEWS_EN
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    Ist bei der „Quellenangabe“ „türkische Armee“ eher ein Gerücht, aber klingt so, als ob ein Militär gesagt hat, ganz Afrin ist türkisch, also könnte die Aktion auch beendet sein.
    Für die Türken ist das Ziel,alles YPG-frei zu bekommen,klar;aber ein offener (direkt erklärter) Kampf gegen die SAA oder gar russische Truppen wäre doch ein neuer Schritt, der wohl nicht so ohne weiteres kommen wird.

    Derzeit haben ja alle an verschiedenen Fronten zu tun.

    Die Türken planen ihr weiteres Vorgehen, einerseits logistisch, aber auch wie weit in Konfrontation mit den Amis gehen, oder auch mit Damaskus, oder den Russen.

    Außerdem müssen sie die Neuen aus der Ghouta entweder in ihre „moderaten“ Kopfabschneiderstrukturen JTS oder „Olivenzweig“ einbinden, oder die, die nicht wollen, bekämpfen (lassen).

    „Damaskus“ hat alle Hände voll zu tun, Damaskus zu sichern. Militärische Operationen gegen die Taschen dürften geplant sein, die Verhandlungen laufen, wann ist wieder Zeit für das Militär um Verhandlungsargumente zu liefern.
    Menagh wird man wohl auch nicht aufgeben wollen, da ist es schwierig, einen Weg zu finden, ohne gegenüber der YPG die klare Linie zu verlassen.

    Die Kompromissbereitschaft gegenüber der Jaish al Islam dürfte stark begrenzt sein, angesichts der militärischen Fakten.
    Andererseits gibt es die Gefangenen, und ein Häuserkampf würde viele viele Tote bedeuten.

    Die Dschihadisten sind einerseits Puppen ihrer jeweiligen Geldgeber, allerdings dürften viele auch aus ideologischem Antrieb dabei sein.
    Diejenigen, die eine Wiederverwertung durch die Türkei erwarten, haben in Idlib eine Alternative.
    Faylaq al Rahman ist Katar-geführt, sagt man; damit sind sie wohl auch von der Türkei leichter zu übernehmen; könnte mir vorstellen, dass Qatar eher heraus will aus dem Konflikt, die Türken aber gerne den Sold weiter fließen sehen wollen;an ein paar hundert Millionen wird es Qatar eher nicht scheitern lassen.

    Die Kämpfe in Idlib kann man ja auch als direkten Kampf um die vorhandenen, knapper werdenden Ressourcen sehen; wer kann wo Schutzgeld erpressen.
    Für Jaish al Islam ist da anscheinend kein Platz. Die sind zwar personell stark und könnten sich Pfründen sichern, aber natürlich wollen die Saudischen Geldgeber und die anderen Terrorunterstützer keinen zu großen Infight, bei dem auf beiden Seiten Tausende abgerüstet werden.

    So wird eine irgendwie annehmbare Lösung schwer für sie zu finden sein; eher wenig Zugeständnisse der Regierung angesichts der Lage (wobei jedes nicht vollständige Auslöschen der Terroristen schon ein sehr großes Zugeständnis ist), kein Weg nach Idlib, nach Daraa wird man sie wohl gar nicht lassen, außerdem spielen die Führungsoffiziere dort gerade „moderat“ und können die auch nicht so gut gebrauchen gerade.

    Eine Regelung wie lange Zeit in Al Wear, da einen abgeriegelten Terroristenzoo einzurichten, wäre eine Möglichkeit, die sie wohl suchen. Geld kommt aus dem Ausland, man muss auch gar nicht mehr kämpfen und spielt Kleinstkalifat.
    Die „richtigen“ Kämpfer können ja rausgehen und woanders weiter machen.

    Aber für die Regierung ist das halt nur bedingt attraktiv, könnte man Douma doch auch völlig einebnen; wären da nicht die Gefangenen, und gute Presse gibt es auch nicht.

    Ich denke, sie werden jetzt den Ring um Douma enger ziehen.
    Noch halten die „Rebellen“ diverse Teile der ursprünglichen Grenze der Ost-Ghouta, da sind auch noch die Tunnelsysteme in Takt, und die sind schwer befestigt.

    Die SAA wird von der Innenseite diese Befestigungen umgehen.
    Damit kann man auch sämtliche Tunnel unterbrechen, man gräbt quasi einen tiefen Ring eng um die eigentliche Stadt.

    Dürfte die Verhandlungsbereitschaft stärken.

    1. andreas

      Dass die Armee ausgerechnet die Terroristenhochburg Douma stehen lässt, kann ich mir nicht vorstellen.

      Ich vermute, die Armee geht da wie die Polizei im Fall von Massengeiselnahmen vor. Solange die Verbrecher Geiseln rauslassen, wird nicht gestürmt. Anschließend heißt es dann, rauskommen und Hände hoch, oder wir kommen rein.

      1. Türkische Lira: 4,92 Euro. Lag zwischen durch bei 4,94 Euro.

        Jeden Tag neuer Rekord.
        Bu yoldan devam = auf diesem Weg vorwärts

        Kann der Erdogan-Wähler die Zahlen nicht deuten oder lesen? Ich meine, er braucht eigentlich den Chart für die Währung ablesen. Mehr braucht er eigentlich nicht, was mit seinem Land passiert.

        Dort verteuert sich jeden Tag irgendetwas. Der türkische Arbeiter konnte bis vor kurzem im Restaurant wenigstens eine Suppe leisten, geschweige etwas essen. Aber ab jetzt überlegt er sich, ob er überhaupt ins Restaurant reingehen könnte.

    2. @ Patriot

      Höhere Inflationsraten sind nicht per se ein Problem, manche Länder fahren eine Währungsunterbewertung gar als Entwicklungsstrategie.

      Also die Beobachtung nur eines Indikators kann keine sinnvollen Ergebnisse bringen.

      1. andreas, Patriot

        Ich sehe in den Wechselkursverlusten der Türkischen Lira gegenüber Euro und Dollar kein größeres Problem für die Türkei. Eher das Gegenteil halte ich für zutreffend: die Türkei kann sich glücklich schätzen, anders als etwa Italien und Griechenland eine eigene Währung zu haben und abwerten zu können. Die Abwertung der türkischen Lira sorgt für die Stärkung der heimischen Wirtschaft im Vergleich zum Ausland. Das ist ein Faktor dabei, dass der wirtschaftliche Produktionsausstoß in der Türkei weiter zügig wächst, obwohl die Türkei wirtschaftlich massiv von Wall Street und Co bedrängt wird. Und der Wechselkurs der türkischen Lira zum russichen Rubel war übrigens recht stabil. Eine im Vergleich zum Rubel stark gestiegene Lira wäre zum Beispiel sehr wahrscheinlich negativ für die Anzahl der russischen Tourismusgäste in der Türkei gewesen.

      2. „Ich sehe in den Wechselkursverlusten der Türkischen Lira gegenüber Euro und Dollar kein größeres Problem für die Türkei.“

        Das ist ein gewaltiges Problem insbesondere wenn man Auslandsschulden hat. Die Türkei als Staat und die türk.Wirtschaft ist extrem verschuldet. Diese Wechselkursverlusten zeigen klar, die Türken haben wirklich größere Probleme mit den Amis. Denke wegen S 400

        Die eigene Wirtschaft schütz man nicht mit Wechselkursen, sondern mit Zöllen. Griechenland hätte es nix gebracht abzuwerten. Totaler Käse der uns schon seit Jahren hier erzählt wird. Zölle auf ausl.Waren, die heimische Arbeitsplätze bedrohen, ist das einzige wirksamme Mittel. Hier in Deutschland nutzt man auch noch langfristige / teuere Genehmigungsverfahren, in allen möglichen Varianten, die auch heimische Arbeitsplätze schützen. Aber das ist nix langfristiges

      3. tom

        Natürlich kann eine Abwertung der Landeswährung in einigen Fällen der Konkurrenzfähigkeit der eigenen Wirtschaft helfen. Zölle und nichttarifäre Importhindernisse können natürlich auch zum Politikmix gehören, aber in manchen Fällen helfen sie gar nichts. Zölle würden etwa der türkischen Tourismusindustrie überhaupt nichts helfen, eine gefallene Währung schon.

        Verschuldung in Auslandswährung ist dabei natürlich ein Problem, vor allem wenn mit spekulativen Dollar- oder Eurokrediten die Produktion nicht für den Export, sodnern für den heimischen Markt finanziert wurde. Allerdings ist die des türkischen Staates wohl eher gering. Siehe etwa hier:

        https://aa.com.tr/en/economy/turkeys-external-debt-stock-reaches-4324b/922787

      4. PB und Andreas:

        Ich bin kein Wirtschaftsexperte. Frisst die Inflation nicht den Lohn?
        Das mit der Abwertung der Währung, gebe ich Dir Recht. Hier hat die Türkei gegenüber Griechenland einen Vorteil.
        Ich lese aber nicht nur Zahlen, sondern beobachte auch vor Ort die Situationen.

        Das Suppen-Essen ist ein Super-Beispiel. Die Leute können sich kein vernünftiges Essen leisten.

        Man muss einfach mal vor Ort leben und dabei sein.

        Wir haben in Istanbul einen Laden vermietet. Jedes mal kommt ein neuer Inhaber. Die schaffen es irgendwie nicht Geld zu verdienen, obwohl der Laden zentral ist.

        Für mich entspricht die Währung dem Zustand der Türkei. Die Währung ist zum Ramsch-Nivaeu gesunken. Genauso auch das Land.
        Das wird aber noch schlimmer…

      5. „General government net foreign debt stock stood at $283.1 B ( Mrd ) at the end of June,“
        Ich bezweifle diese vom Finanzministerium kolportierten Zahlen. Klingt viel zu niedrig. Da ich aber keine besseren habe.

        Wechselkurse
        https://de.investing.com/currencies/usd-try-historical-data

        30.06.2017 – 3,5212 — $283.1 = 996,85172 Mrd Lira
        23.03.2018 – 3,9824 — $283.1 = 1127,41744 Mrd Lira
        + 130,5 Mrd Lira mehr auf dem Tiker, ohne was zu machen. Nicht vergessen das sind nur Zahlen des türk.Staates. Das alles betrifft aber auch die türk.Wirtschaft

        Außerdem durch diese Abwertung + Inflation, steigen auch die Zinsen und der Abfluss der eigenen Finanzen. Alles in Russland gesehen, seit 2014. Die russ.Gelder aus dem Ausland kamen erst mit den Sanktionen zurück. Genau genommen wegen den einfrieren von russ.Oligarchen Konten. Die Oligarchen sagten sich, lieber mehr Steuern und die russ.Inflation schlucken, als den Totalverlust der Gelder durch die Sanktionen hinnehmen.

        Das alles ist keine Kritik an deiner Aussage.
        Mir zeigt es nur, die Türken könnten wirklich Probleme mit den Amis haben. Aber noch bin ich mir da unsicher

      6. die 130,5 Mrd Lira mehr sind 37,07 Mrd $ ( Stand vom Freitag )

        Um die mit Tourismus wieder reinzuhohlen, bräuchte man mind. 40 Mill Touristen mehr ( 1 Tourist a 1000 $ )

      7. Meine Gedanken zum Wechselkurs und zur Wirtschaft

        Theoretisch ist es zuweilen praktisch wenn ein Land seine Währung abwerten kann oder auch durch einen funktionieren Devisen Markt abgewertet wird. Weil damit dann die inländischen Produkte konkurrenzfähiger werden.

        Praktisch ist aber nicht unbedingt ein funktionierender Devisen Markt vorhanden sondern kleine oder mittlere Volkswirtschaft sind den Wetten der Spekulanten unterworfen, was auch schon zu wirtschaftlichen Nachteilen einiger Volkswirtschaften führte.

        Siehe ZB
        https://de.wikipedia.org/wiki/Asienkrise#Die_Rolle_der_ausl%C3%A4ndischen_institutionellen_Investoren_und_Spekulanten

        Desweiteren ist es natürlich schwieriger für Banken, Firmen und Privatleute welche Kredite in ausländischen Währungen aufgenommen haben, diese bei gefallenem Wechselkurs zurück zu zahlen.

        Und die Jahrzehntelangen hohen Handelsdefizite deuten ja darauf hin, dass die türkische Wirtschaft massiv im Ausland verschuldet ist.

        Also eine massive Abwertung der Währung wäre für ein Land mit großen Handelsdefizit sinnvoll wenn es denn mit der Masse der ausländischen Gläubiger abgesprochen wäre, dass diese ihre Kredite stunden (besser gestundet als gar nichts zu bekommen). Das sehe ich jedoch im Fall der Türkei nicht.

        Fazit
        Für eine kleine oder mittlere Volkswirtschaft ist es aufgrund der Macht der Spekulanten ggf sinnvoll ihre Währung an eine andere (zB Euro, Dollar) fest anzukoppeln. und darauf zu achten, dass die tatsächlichen Kaufkraftunterschiede ungefähr dem Wechselkurs entsprechen. Falls möglich sollten Zölle zum Schutz bestimmter heimischer Betriebe in Betracht gezogen werden.

        Desweiteren sollten nur in absoluten Ausnahmen Subventionen auf Preise von Produkten gewährt werden. Besser sind Berechtigungskarten oder Zuschüsse an Bedürftige. Auch unterschiedlich hohe Mehrwertsteuern sollten zur Beeinflussung des Marktes überlegt werden zB Steuern auf Lebensmittel geringer als auf Luxusgüter oder Waren bei deren Erzeugung unverhältnismäßig stark Menschen geschädigt oder Umwelt vergiftet wird.

      8. Patriot

        Klar ist zuviel Inflation nicht gut für eine Wirtschaft. Aber Inflation ist beim Ziel Schadensbegrenzung nur ein Indikator. Ziel ist es, einen großen Crash, Depression, Produktionswegbruch und eine damit möglicherweise einhergehende Deindustrialisierung zu verhindern. Da geht es dann nicht mehr darum, dass gewerbliche Mieter die Miete nicht einbringen können, sondern dass Fabriken gleich ganz zugemacht und abgerissen werden können, weil für den Export nicht konkurrenzfähig produziert werden kann, zu Hause ohnehin keiner mehr Geld hat und sich der Unterhalt der Bude damit einfach nicht mehr lohnt. So ein Szenario zu verhindern, ist oberstes Ziel, oder sollte es zumindest sein.

        Die türkische Wirtschaft war in den letzten paar Jahren sehr heftigen externen Negativfaktoren ausgesetzt, allen voran einem großen Kapitalabzug von Wall Street und Co, und auch zumindest einem dicken hausgemachten internen Negativfaktor, nämlich dem Syrienkrieg. Dass die türkische Wirtschaft in dieser Lage nicht vollkommen Schiffbruch erlitten hat, so wie die Planer von Wall Street und Co das beabsichtigt hatten, um die Türkei wieder unter ihren Stiefel zu bekommen, sondern sich seitwärts bis leicht vorwärts bewegt, ist unter den gegebenen Umständen der Türkei gar keine ganz schlechte Leistung, die, so mein Informationsstand, vermutlich auch nur dank diskreter chinesischer Investitionen möglich war und ist.

      9. PB:

        Zitat: Negativfaktor Syrien-Krieg…

        Der Syrien Krieg kann/könnte die Wirtschaft der Türkei in Schwierigkeiten bringen. Auffällig ist, dass seit dem Afrin-Überfall der Lira noch schneller Rekorde bricht.

        Deswegen bin ich der Meinung, dass man den Krieg so kurz wie möglich halten muss/müsste.

      10. Patriot

        Mit Negativfaktor Syrienkrieg meinte ich eher, dass die Türkei sich mit ihrem Terrorkrieg gegen Syrien Märkte und Transitwege im südlichen Ausland buchstäblich zerschossen hat.

        Die sich gegenwärtig verschärfenden wirtschaftlichen Spannungen in der Türkei während des Afrin-Feldzuges würde ich eher nicht als Folge des Afrin-Feldzuges sehen, sondern vielmehr in der damit einhergehenden Erwartung oder Befürchtung von Bankern und anderen Geldmagnaten, dass es in Zusammenhang mit der geplanten Ausdehnung des türkischen Feldzuges auf den Nordosten Syriens demnächst zu heftigen Spannungen der Türkei mit den USA kommen könnte, in deren Folge der Türkei auch Sanktionen und ähnliche Maßnahmen durch die USA und die EU blühen könnten.

        Ich glaube, diese Erwartung oder Befürchtung trägt dazu bei, dass noch mehr Geld aus der Türkei abgezogen wird als zuvor schon.

      11. PB;

        So ist es..
        Schauen wir mal wo das Ganze hinführt. Der Erdogan hat nur noch Krieg im Kopf. Ich bin für Syrien optimistisch, aber für die Türkei eher nicht.

  2. ***
    Ivan Sidorenko @IvanSidorenko1 11 Std.Vor 11 Stunden

    #Syria #Damascus #SouthDamascus #South_Damascus #Southern_Damascus #SouthernDamascus
    AL Qadam
    An agreement terms w/ entrance of ambulances to take the martyrs corpses in the last battles
    SO FAR 87 #SAA #SRG Corpses have been transferred to Tishreen Hospital & More Expected Later
    ***

    So viele, das tut sehr weh und wäre sehr übel.
    Wenn Ghouta geklärt ist,dürfte es sehr bald Aktionen geben.
    Allerdings ist Rache kein guter Ratgeber,kühl bleiben, und die Terroristen erledigen, aber gründlich.

  3. „Stranger than Fiction“?

    Syrische und russische Geheimdienste seien Hinweisen nachgegangen, dass – Syriens Regierung angehängt, einen Kriegsgrund zu liefern – ohne Wissen des US-Militärs, US-Agenten in Vororten von Syriens Hauptstadt Damaskus Terroranschläge mit Giftgas vorbereiteten, beschreibt Thierry Meyssan in seinem Artikel „Four days to declare a Cold War“ vom 20. März 2018. In einer Notfallpressekonferenz habe Syriens Regierung daraufhin die Zivilbevölkerung vor möglichen US-Giftgasanschlägen gewarnt. Moskau habe zuallererst über die diplomatischen Kanäle versucht, Kontakt mit Washington aufzunehmen, sei sich jedoch bewusst gewesen, dass Jon Huntsman Jr. als Botschafter der USA in der Russischen Föderation auch Direktor der US-Baumaschinenfirma namens Caterpillar sei, die oftmals fälschlich als „Rebellen“ bezeichneten, gegen Syrien eingesetzten Mörderbanden die Bergbaubaumaschinen geliefert habe, die diese benötigten, um ihre Befestigungen[2] zu errichten. Moskau habe daher entschieden, die üblichen diplomatischen Kanäle zu umgehen.

    Würde eine Beschreibung dessen, zu fantastisch klingen, um wahr zu sein? „Stranger than Fiction“, das Leben schreibt die fantastischten Geschichten.

    [1] Wikipedia, Jon Huntsman Jr.: „Huntsman was appointed to the board of directors of the Ford Motor Co. in February 2012. The announcement quoted Ford’s Executive Chairman, William Clay Ford Jr., as praising Huntsman’s global knowledge and experience – especially in Asia – as well as his tenure as the Governor of Utah. Huntsman was appointed to the board of Caterpillar Inc. in April 2012.“

    Wikipedia, Caterpillar: „Im Jahr 2015 waren an den deutschen Standorten von Caterpillar ca. 4.800 Mitarbeiter beschäftigt. Ein wesentlicher Schwerpunkt bildet dabei die Entwicklung und Produktion von Untertage-Strebbausystemen und Bergbaugeräten für den Hartgestein-Bergbau am Standort Lünen mit ca. 1.000 Mitarbeitern. Die dort ansässige Caterpillar Mining Europe GmbH bildet den Kern der Caterpillar Mining Sparte. In Dortmund werden mit der Caterpillar Mining HMS GmbH außerdem große Hydraulikbagger für den Bergbau entwickelt und gefertigt.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Caterpillar#Caterpillar_in_Deutschland

    Wie in demselben Artikel auf Wikipedia als Primärquelle angegeben, wird selbst laut Amnesty International auch der Typ „gepanzerte Caterpillar D9R Planierraupe, wie sie von den Israelischen Verteidigungsstreitkräften verwendet wird, um palästinensische Behausungen zu zerstören“ geliefert.

    [2] Al Manar TV, March 24, 2018: Photos Show Tunnels Left by Terrorist in Ain Tarma in Syria’s Gouta

    http://english.almanar.com.lb/471370

    „Es gibt nichts, was wir nicht tun könnten. … Sie müssen sich von diesen dem neunzehnten Jahrhundert angehörenden Vorstellungen hinsichtlich der Naturgesetze befreien. Die Naturgesetze machen wir.“

    Aus „1984″ von George Orwell

    1. @ clearly “ stranger than fiktion “

      nachdem was wir bisher über den Syrienkrieg wissen,
      scheint mir da ein Zusammenhang nicht unwahrscheinlich.
      Ich habe mich immer schon gefragt, wie die Terroristen
      es schaffen, mit Hacke und Schaufel so viele Tunnel zu bauen,
      die auch noch halten. Mit den geigneten Maschinen
      ist das kein großes Problem.
      Interessant wäre es , diese Maschinen zu finden,
      bevor die Tunnel gesprengt werden.
      Wahrscheinlich sind sie irgendwo in den Tunneln versteckt.
      sind sie irgendwo im Tunnelsystem versteckt

      1. Bergbaumaschinen komplett in Eurasiens Nato-Gebiet unter US-Militäroberkommando zu bauen, zu liefern und das Bedienpersonal zu trainieren, ist natürlich einfacher als tausende Kilometer Seeweg.

    2. ulrich, clearly

      Ich halte es für keine große technische Schwierigkeit, so viele Terrortunnel zu bauen. Das geht in der weichen Erde in Ost-Ghouta bei entsprechendem Personaleinsatz locker von Hand. Zum Teil wurden da allerdings Gefangene als Zwangsarbeiter verwendet, weil die Terroristen selbst zu faul zum buddeln waren.

      1. An weiche Erde hatte auch ich zuerst gedacht, da jedoch selbst in Fels getriebene Stollen vor Einsturz gesichert werden müssen[1], aber aktuelle Fotos von Terrortunneln zeigen, dass kaum Absicherung notwendig war, scheint es sich doch eher um Hartgestein zu handeln[2].

        Dazu würde der Satz aus dem Caterpillar-Artikel auf Wikipedia passen, für den als Primärquelle Caterpillar selbst angegeben wird: „Ein wesentlicher Schwerpunkt bildet dabei die Entwicklung und Produktion von Untertage-Strebbausystemen und Bergbaugeräten für den Hartgestein-Bergbau am Standort Lünen mit ca. 1.000 Mitarbeitern.“

        Falls in der Tat Bergbaumaschinen aus Deutschland geliefert wurden, wird seitens der Regierung Syriens vielleicht deshalb vermieden diese zu zeigen, um bestimmten Kreisen keine Möglichkeit zu geben, Berlin zu weiteren unüberlegten Handlungen zu drängen und die in Deutschland lebende syrische Gemeinde nicht der Gefahr staatlicher Repressalien auszusetzen.

        [1] https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4e/Tagschacht_Grube_Juliane-Sophia.jpg/800px-Tagschacht_Grube_Juliane-Sophia.jpg

        [2] http://english.almanar.com.lb/framework/includes/uploads/2018/03/manar-02151230015219071146-300×225.jpg

  4. Im Raum Nordaleppo ist jetzt die hohe russische Diplomatie gefordert.
    Solange im Nahbereich von Nubl und Zahra und in Tel Rifat
    noch bewaffnete YPG Einheiten stehen, die sich weigern
    abzuziehen und die Positionen an die syrische Armee
    zu übergeben, haben die Türken immer einen Grund,
    weiter vorzurücken. Sobald die türkischen Proxies dann kommen,
    scheinen die YPG ohne große Kämpfe schnell abzuziehen
    und die Positionen den Türken zu überlassen.
    Da aber außer den Türken niemand gegen die YPG
    vorgehen will, kann das immer so weitergehen,
    bis das komplette ehemalige YPG Gebiet türkisch besetzt
    ist. Ich habe daher den Verdacht, das es da eine Absprache
    gibt, mit dem Ziel, dass die syrische Armee keinen Meter
    Land des ehemaligen YPG Gebietes bekommen soll.
    Im Falle eines Angriffs auf Aleppo wäre Tel Rifaat
    strategisch sehr wichtig und sollte deshalb unbedingt
    in syrischer Hand bleiben.

    1. ulrich

      Mir erscheint Tel Rifaat für die Verteidigung von Aleppo militärisch ziemlich irrelevant zu sein. Allenfalls als Korridor zur Mannagh-Basis sehe ich eine wesentliche Rolle für Tel Rifaat. Die Mannagh-Basis würde ich insofern als relevant betrachten, als dass sie der syrischen Armee einen guten Startpunkt bieten würde, um in der Zukunft die bislang von der Türkei unterstützten Jihadis militärisch auszurollen.

    2. Da die US-geführte Nato derzeit kein Interesse daran haben dürfte, die, bisher in keiner Weise revidiert, also von Anfang bis immer noch in den völkerrechtsverbrecherischen Vernichtungsplan gegen die Syrische Arabische Republik eingebundene Nato-Türkei durch erneute russische Sanktionen geschwächt zu sehen, wäre nicht dies eine Möglichkeit, weitere Teile Syriens unter Nato-Kontrolle zu bekommen, wen auch immer dort mit YPG-Abzeichen auf den US-Uniform herumläuft, als „Zwischenhändler“ zu benutzen, um so zu vermeiden, dass der Russischen Föderation die Absicht direkt ersichtlich wird?

    3. ulrich meier,

      ob die „hohe russische Diplomatie“ wirklich alle Facetten des politisch-militärischen „Spiels“ vor Augen hat, daran zweifle ich „leicht“. Mir sieht das „Spiel“ nach der Verschiebung eines Reiches bzw. dessen Grenzen aus. Ein Spiel mit verteilten Rollen, in dem die YPG dank US-Unterstützung ihre militärischen Kräfte östlich des Euphrats nach Süden verschiebt bzw. verschieben muss und so der Türkei den Vorwand zum Nachrücken liefert. Ob die SAA-Stützpunkte in Hasaka oder bei Qamischli das aufhalten können, bleibt abzuwarten. Die nächsten Angriffe werden westlich und östlich des Euphrat stattfinden.

      Man muss immer im Auge behalten, dass Erdogan auf eine Revision der Grenzziehung des Vertrags von Lausanne hinarbeitet. Deshalb erwarte ich nicht, dass er die territorialen „Faustpfänder“ bald wieder herausgeben wird. Im Gegenteil – er wird sich noch mehr schnappen, um seine Verhandlungsposition für die Zeit nach 2020 zu stärken.

      Und da geht es auch um die Ägäis-Inseln, was das Fass zum Überlaufen bringen dürfte!

      1. Auch wenn das Erdogans Ziel ist, geht es immer um das aktuell Machbare.

        Angenommen Erdogan spielt einfach falsch und will sein Reich ausdehnen; was sollte Russland tun?

        Eine direkte Konfrontation in Nordsyrien mit der türkischen Armee suchen?
        Mit der Ostseeflotte, oder den Bosporus frei schießen?

        Beim Abschuss der Suchoi gab es eine klare Kante; aber ein direkter Konflikt mit der Türkei hilft Russland strategisch gar nicht, und auch eine Regelung im Nahen Osten wäre erheblich erschwert; noch ist die Türkei ja Nato-Land, bei der Russophobie kann da auch schnell wieder eine Phalanx entstehen, siehe Englands Schulterschluss mit der EU:

        Wenn die S400 erst da sind und die Pipeline steht, sind beide Länder stärker gebunden,die Nato-Verbindung weiter geschwächt.

        Die Türken haben formale Verpflichtungen unterschrieben in Astana, für ihren Expansionskurs kriegen sie zwar keinen ernsthaften Gegenwind,aber auch kaum Unterstützung aus Europa/USA.

        Insofern: schön ist anders,aber Geopolitik ist kein Wunschkonzert (5€ ins Phrasenschwein).

  5. ….eine geheime Absprache der Russen und der Assad-Regierung einerseits, und der Türken andererseits, das die Türken zum Vorteil der beiden anderen Partner die „Lösung des Kurden-Problems“ übernehmen sollen, ist für mich nicht logisch !

    …..“ein Kurdenproblem“ gibt es für Assad, wenn überhaupt, nur im Osten durch die Beteiligung von Kurden , die aus der Region östlich des Euphrat stammen, an der rechtswidrigen Besetzung der Öl-und Gasfelder und des wichtigsten syrischen Wasserkraftwerks im Auftrag und mit Unterstützung der USA !

    Mit dieser S**erei hatten ja die Kurden in Afrin nichts zu tun, grade mit denen hatte die Regierungsseite objektiv doch weniger Streitigkeiten, auch wenn es in der subjektiven Wahrnehmung auch der dortigen Kurdenführer anders aussah .
    US-Soldaten waren, anders als östlich des Euphrat , dort auch nie und damit der objektive US-Einfluss logischerweise auch geringer .

    Zumindest die objektiven Vorraussetzungen für einen tragfähigen Kompromiss zwischen Kurden und Regierung waren da günstiger !
    Ein solcher Kompromiss , einmal ausgehandelt und als tragfähig erwiesen, wäre für Assad zumindest moralisch ein Fuß in der kurdischen Tür auch Richtung Osten gewesen, ein nachvollziehbarer Beweis, es geht etwas, was auch die östlichen Kurdenführer „ihren ?“ Leuten gegenüber immer als „unmöglich“ dargestellt haben !

    Mit der türkischen Okkupation von Afrin ist diese Chance jetzt hin !

    Die kurdische Selbstverwaltung in Afrin hat eine Abführung selbst eines Teils der dort ausschließlich von Ihnen erhobenen Steuern an die Assad-Regierung klar verweigert….die Türken und ihre Proxis werden das erst recht nicht tun.

    Andererseits hatten die Kurden in Afrin sich eben nicht nur selbst versorgt, sondern auch hunderttausende syrisch-arabische Kriegsflüchtlinge aus anderen Regionen gleich mit , das hat doch für Assad die Steuerausfälle aus der Region viel erträglicher gemacht !

    Um mehrere Huntertausende ebenso heimat-wie mittellose Kriegsflüchtlinge , logischerweise auch schwer traumatisierte Leute muss sich die Assad-Regierung ganz kurzfristig mit kümmern, sonst wird ihr Hinterland instabil .

    Und das Ganze in einer Kriegssituation, in der die Logistik-Komponente der syrisch -russischen Koalition sowieso schon maximal beansprucht ist . Auf diese Art ein paar mehr Kurden unter direkter Regierungskontrolle zu haben, dürfte das Letzte gewesen sein, was Assad jetzt gebrauchen konnte !

    Jetzt kann Erdogan daran gehen, aus Idlib u n d dem benachbarten Afrin ein wahlweise Reservat oder pro-türkisches „Westberlin“ als Pfahl im Fleische Syriens zu basteln und die Verkehrslage ist dafür jetzt bedeutend günstiger .
    Bisher gab es von der Türkei nach Idlib nur eine einzige Straße über einen Mittel-Gebirgs- Pass, die war mit taktischen Raketen bei Bedarf leicht zu sperren .

    Vorteile haben Assad und die Russen durch diese Entwicklung nicht, nur Nachteile !

    Der syrische UNO-Botschafter hat ja dort ganz klar gesagt, die türkische Okkupation von Afrin ist ein abgekartetes Siel zwischen Erdogan und den USA !
    Und dieser Mann wird da nichts sagen, dem die Russen vielleicht irgendwann mal widersprechen könnten oder gar müssten .

    Es reichte eben auf russisch-syrischer Seite nicht, zeitgleich das Ost-Ghuta-Problem zu lösen u n d auch gegen den Willen kurdischer Führer auch Afrin vor den Türken zu schützen, sie mussten das zumindest kurzfristig kleinere Übel wählen !

    Ein Übel bleibt es trotzdem !

    1. „Es reichte eben auf russisch-syrischer Seite nicht, zeitgleich das Ost-Ghuta-Problem zu lösen u n d auch gegen den Willen kurdischer Führer auch Afrin vor den Türken zu schützen, sie mussten das zumindest kurzfristig kleinere Übel wählen !“

      Ob es nicht reichte?

      Dafür muss man ja überlegen, was nötig gewesen wäre.

      GEGEN die Einheimischen Kräfte eine Region zu schützen ist erheblich schwieriger.
      Um die Türken vom Angriff abzuhalten, hätte die YPG augenscheinlich entwaffnet werden müssen.
      Wenn die eine Einigung akzeptiert hätten, hätte das auch mit Uniform- und Flaggenwechsel einhergehen können; so ja nur mit Gewalt.

      Das wäre schon sehr Aufwändig gewesen.

      Die Türken hätten in der Ghouta wenig tun können, aber wahrscheinlich hätte es Angriffe in Idlib gegeben.

      Aber ich denke, machbar; die Amis hätten keine Luftunterstützung gegeben in dem Gebiet, und den Nachschub hätte man leicht stoppen können.

      Aber: was soll dabei rauskommen, die regionalen Kräfte zu bekämpfen, um eine Region zu beschützen?
      Friedliche Einigung?
      Oder Guerillakrieg?

      Letzteren haben jetzt die Türken an der Backe.

      Ich denke nicht, dass das eine sinnvolle Option war.

      Aber möglicherweise hätten sie ein etwas besseres Angebot an die Kurden machen können, nur kennt man die genauen Bedingungen auch nur gerüchteweise.

    2. Ich meinte auch eine Absprache zwischen USA und Türkei ,
      so wie es der syrische UNO Botschafter sagt.
      Und ich vermute, dass die korrupten YPG Führer dabei
      eingebunden sind und ihre Aufgabe haben, eben zu
      verhindern dass Gebiete an die syrische Regierung fallen.
      Anders kann ich mir das Verhalten der YPG nicht erklären.
      Obwohl es immer wieder Meldungen und Karten dazu gab,
      das die YPG Gebiete an die SAA übergeben wollte,
      so ist das aber noch nirgends geschehen.

      1. Man kann immer einige kaufen; ob mit Geld, oder Macht, „National“stolz, oder was auch immer.

        Und offenbar konnten sie eine Geschichte da herum spinnen, die von den anderen geschluckt wurde, böse Russen, gute Amis, arme Kurden.

  6. Tom

    „Das ist ein gewaltiges Problem insbesondere wenn man Auslandsschulden hat. Die Türkei als Staat und die türk.Wirtschaft ist extrem verschuldet. Diese Wechselkursverlusten zeigen klar, die Türken haben wirklich größere Probleme mit den Amis. Denke wegen S 400“

    Was denkst du denn, wie sich Wechselkurse bilden?
    Durch Wünsche der Regierungen?

    Es gibt verschiedene Einflussfaktoren.
    Langfristig ist die Preis- und Produktivitätsentwicklung entscheidend; zieht man die Inflation ab sieht die WK-Verschlechterung schon deutlich weniger schlimm aus.

    Kurzfristig ist der Kapitalabfluss/-Zufluss entscheidend.

    Der lässt sich durch Zinsentscheidungen beeinflussen.
    Ob sehr hohe Zinsen jetzt gut für die türkische Wirtschaft wären?

    Es braucht Erwartungen für eine stabile Zukunft mit sicheren Renditen.

    Auch Spekulationsinstrumente haben einen Einfluss; eher unwahrscheinlich, dass Staaten da mitmischen, die Wirkung ist ja gar nicht klar.

    „Die eigene Wirtschaft schütz man nicht mit Wechselkursen, sondern mit Zöllen. Griechenland hätte es nix gebracht abzuwerten. Totaler Käse der uns schon seit Jahren hier erzählt wird. Zölle auf ausl.Waren, die heimische Arbeitsplätze bedrohen, ist das einzige wirksamme Mittel.“

    Was es Griechenland gebracht hätte,ist Spekulation; Fakt ist, dass sie ohne Abwertung im Dings sind, und auch nicht wieder herauskommen.

    Und Zölle können partiell helfen; aber nicht, wenn das Lohn-und Preisniveau insgesamt zu hoch ist.

    Die Griechen müssen jetzt mit Gewalt ihre Angebotspreise (Löhne) senken.
    Das Problem dabei ist, dass die Preise nur wenig und langsam sinken,das Preisgefüge verschiebt sich, die Inlandsnachfrage sackt zusammen.

    Mit einer WK-Änderung bleibt das Verhältnis der inländischen Preise gleich, nur die ausländischen Güter werden teurer, als ob du auf alle ausländischen Güter eine Steuer erhebst.

    1. Die Liste “ Bruttoinlandsprodukt der Länder “ bei Wikipedia weist
      für die Türkei für das Jahr 2017 einen guten Stand aus.
      So ist zwar das Bruttoinlandprodukt in Dollar um 1,57 % zurückgegangen, eben wegen der Abwertung, aber nach Kaufkraftparität PPP weist die Türkei ein Wachstum von 5,11 % aus und steht weltweit auf Rang 13 direkt hinter Italien und zwei Ränge vor Saudi-Arabien. Es gibt also Wirtschaftswachstum in der Türkei.

      Die staatlichen Auslandsschulden sollen nur 400 Milliarden Dollar betragen,
      damit weniger als 50% des BIP, was im Vergleich zu europäischen Ländern wenig ist.

      Trotzdem und trotz Wirtschaftswachstum haben die amerikanischen
      Rating Agenturen die Türkei herabgestuft.
      Erdogan kündigte darufhin an, eine eigene Rating Agentur zu gründen.
      (Typisch, er läßt sich nicht einschüchtern)

      Die türkische Wirtschaft soll hohe Schulden haben. Die sind aber gut
      verteilt und nicht nur bei dem westlichen Bankensystem sondern auch bei islamischen Banken ohne Zinsen und jetzt wohl auch bei China.

      Die Türkei mag Probleme haben, aber die sind nicht so groß,
      wie es hier im Land von den MSM gerne dargestellt wird.

    2. „Die Griechen müssen jetzt mit Gewalt ihre Angebotspreise (Löhne) senken.
      Das Problem dabei ist, dass die Preise nur wenig und langsam sinken,das Preisgefüge verschiebt sich, die Inlandsnachfrage sackt zusammen.“

      Kennst du das EVA Prinzip ?
      E = Eingabe
      V = Verarbeitung
      A = Ausgabe

      „Angebotspreise (Löhne) senken“ ist keine Verarbeitung deinerseits, Ich tippe Eingabe aus dem Spiegel oder anderer Pamphleten der gleichen Sponsoren oder gar eine gehörte Eingabe in der Tagesschau. Und ohne Verarbeitung hier ausgegeben.

      Wenn dies jedoch deine Verarbeitung entspricht, brauche ich hier nicht weiter meine Zeit verschwenden

      1. tom

        Das war ignorant und arrogant von dir. Ich bitte dich darum, deine Zeit hier nicht weiter mit mir und anderen zu verschwenden, um unser bescheidenes Wissen im Studienfach Volkswirtschaftslehre aufzubessern.

        Falls ich du dazu von mir gern einen Literaturtip hättest, würde ich dir HH Lechners Währungspolitik empfehlen.

        https://www.degruyter.com/viewbooktoc/product/9721

        Das Buch ist zwar mittlerweile schon ein paar Jahre alt, aber ich glaube, es könnte deinen Horizont erweitern, wenn du da unvoreingenommen rangehst.

      2. „Das war ignorant und arrogant von dir“

        Ok stimmt war es.
        Aber jetzt mal ganz ehrlich, wir alle haben im Prinzip einen „ähnlichen“ Fall in Russland erleben dürfen. Wo von außen probiert wurde eine VW abzuwürgen bzw sie zu destabilisieren ( mit den EUSA Sanktionen ). In Griechenland war das eine abgesprochene Kreditklemme.

        Jetzt haben wir in Russland gesehen, daß dort die Löhne gesunken sind ? So vertrottlt sind die Russen nicht, die machen nicht was die Tagesschau so wünscht. Denn das verschäft die Situation, siehe Griechenland. In Russland gabe es nicht nur Zölle sondern ein totales Einfuhrvebot ( Gegensanktionen ). AUCH dadurch hat sich die Lage enspannt. Auch , nicht nur !

        zu GR
        Die Kreditklemme ging soweit das ein Hr.Schäuble sogar China angerufen hat und China gewarnt hat Griechenland einen Kredit zu geben. Das war und ist eine feindliche Übernahme. Nicht mehr, aber auch nicht weniger und dann sitzen irgendwelche Leute in ihren Stühlen und reden bei einem Lohnniveau von 300 bis 500 EUR den Kapitalistensch*** nach. Lohnsenkungen / Grexit, fehlt bloß noch das man über die Griechen als Halbaffen spricht

        ***

      3. wie viele Abschlüsse in VWL hast du?

        So etwas entspricht nicht der normalen Begrifflichkeit, die solche Unterscheidungen gar nicht vornimmt und deshalb bei der Betrachtung von Währungsunionen zu unsinnigen“Erkenntnissen“kommt.

        Ich kann es dir auch breiter ausführen.

        Dafür wäre aber eine Frage hilfreich, statt ein anpöbeln.

      4. @ EPB

        Lechner lag zwar politisch mir nicht sehr nahe, aber sein Ansatz ist wirklich sehr gut geeignet, die vw Problemstellungen zu verstehen;die meisten können auch mit Diplom kaum zwischen Realgüterseite und Geldseite unterscheiden.

        Ein guter Lehrer und fair war er auch, mir „Andersgläubigem“ gab er bei sauberer Argumentation in der Mündlichen eine 1,0.

      5. Da ja doch noch Argumente kommen,Tom.

        „Jetzt haben wir in Russland gesehen, daß dort die Löhne gesunken sind ? So vertrottlt sind die Russen nicht, die machen nicht was die Tagesschau so wünscht. Denn das verschäft die Situation, siehe Griechenland. In Russland gabe es nicht nur Zölle sondern ein totales Einfuhrvebot ( Gegensanktionen ). AUCH dadurch hat sich die Lage enspannt. Auch , nicht nur !“

        Selbstverständlich haben sich die russischen Löhne, in Euro gemessen, verringert, durch die Abwertung der Währung.
        Aber das inländische Preisgefüge blieb konstant, nur die Anteile an ausländischen Preisen haben sich erhöht (Importgüter sehr stark,Güter mit ausländischen Vorprodukten entsprechend abgestuft.

        Dadurch entsteht sehr schnell ein preislicher Anreiz,weniger zu importieren, mehr zu produzieren;natürlich muss es die Produktionsmöglichkeiten erst mal geben.

        Deshalb unterstützt durch Gegensanktionen in bestimmten Bereichen,undMaßnahmen zur Produktionsförderung (da gibt es noch Potential,allerdings stampft man Industriezweige nicht einfach aus dem Boden).


        zu GR
        Die Kreditklemme ging soweit das ein Hr.Schäuble sogar China angerufen hat und China gewarnt hat Griechenland einen Kredit zu geben. Das war und ist eine feindliche Übernahme. Nicht mehr, aber auch nicht weniger und dann sitzen irgendwelche Leute in ihren Stühlen und reden bei einem Lohnniveau von 300 bis 500 EUR den Kapitalistensch*** nach. Lohnsenkungen / Grexit, fehlt bloß noch das man über die Griechen als Halbaffen spricht“

        Warum gab es denn eine Kreditklemme?

        Griechenland war (und ist) nicht in der Lage, die Kredite zurück zu zahlen,der Primärsaldo war katastrophal negativ.
        Nur Idioten geben da Kredit,oder Hasardeure zu gigantischen Zinsen,oder Akteure, die sich drauf verlassen können, dass es eine „Rettungsaktion“durch die EU nach der anderen gibt.

        Die griechische Milch war im Supermarkt teurer als die deutsche, die Lohnentwicklung war aus dem Ruder gelaufen.

        Mit eigener Währung folgt einfach eine Abwertung,in der WU ist man gefangen.
        Varoufakis hatte den Ausstieg geplant, aber verlor die entscheidende Abstimmung mit 2:4, Tsipras war dagegen.

        Nun war Griechenland abhängig von den EU-Vorgaben.

        Und oben kannst du nachlesen, wieso es die Katastrophe gibt; die Löhne sinken, aber die Preise kaum, die Binnenkaufkraft sinkt, Spirale nach unten.

        Wieso Menschen in Ländern ohne Euro Halbaffen sein sollen, kannst du sicher irgendwie begründen?

      6. als erstes:
        Ich hätte niemals so reagiert, wenn die Anschuldigungen gegen GR nicht so haltlos gewesen wären. Das ist nicht meine Art so zu reagieren. Deine Argumente waren unterste Schublade und das dumme dabei, diese Argumente sind hier in DE auch noch weit verbreitet. Tageschau geschädigte Bevölkerung. Aber sowas ist man aus DE schon gewohnt, nix neues also

        „Griechenland war (und ist) nicht in der Lage, die Kredite zurück zu zahlen,der Primärsaldo war katastrophal negativ.“

        Trotz viel höhere Zinsen, jetzt 3-5 % höher wie zuvor, sind bis jetzt KEINE Kredite ausgefallen. Richtig oder Falsch? Jeder darf sich mal einen x beliebigen Betrag mit 3% Zinsen nach 8 bzw 10 Jahren durchrechnen. Nochmal bis jetzt wurde jeder Betrag zurückgezahlt ! Das zu verstehen ist essentiel wenn man über GR redet. Jede andere Behauptung ist für mich der pure Rassismus

        Ich denke das Verständnisproblem hier liegt daran, daß aller gefühlten paar Wochen von neuen Krediten für GR gesprochen wird, aber das ist eben komplett falsch. Denn das ist Geld was man sich selber von anderen leiht und für 3-5% höher an GR weiterverleiht um es nach einen gewissen Zeitraum mit der ach so „kleine“ Rendite zurückholt. Für alle Rechten hier, daß sind genau die Geschäfte die man einer gewissen Volksgruppe immer vorwirft und ja DE macht das nicht nur im kleinen Maße, nein nein sondern im ganz großen Stil

        Als weiteren Tip nenne ich dir mal den Länderfinanzausgleich. Schönes deutsches Bsp, denn es betrifft genau das ursprüngliche Problem. Darf man sich gerne mal durchlesen wer, wieso und weshalb dieser LFA zustande kam. Man kann sich auch bei den neoliberalen Pamphleten weiterbilden und dies hier als Erkenntnisse weitergeben. kP.

        Die Beantwortung der restlichen Tagesschauargumente erspare ich mir.
        Das mit der Milch ist besonders lustig.

        Übrigens es geht nicht um GR, sondern um dieses kranke, korrupte, verlogene System und besonders traurig ist es, daß einfache Menschen elementare Sachen nicht durchschauen können

        eVa

      7. tom

        Was du da gerade über die schlechte Situation schreibst, in der Griechenland sich befindet, scheinen mir Argumente dafür zu sein, warum der Euro-Beitritt Griechenlands so schlimm war, zuallererst für Griechenland selbst.

        Ohne den Euro-Beitritt hätte es die Möglichkeiten für Goldman und Co nie gegeben, in Griechenland so dick abzusahnen wie sie es trotz Haircut getan haben. Glaubst du etwa, die Banker haben Griechenland aus Menschenliebe in den Euro-Beitritt getrieben? Dass nicht mehr Griechenland-Kredite „ausgefallen“ sind, sondern stattdessen immer um- und draufgeschuldet wurde, würde ich als weiteren Teil des Problems beschreiben. Durch eine griechische Rückzahlungsverweigerung, etwa mit dem Argument, dass ein großer Teil der griechischen Schulden anrüchig sind, weil zum Vergabezeitpunkt längst bekannt war, dass Griechenland eigentlich pleite war, hätten die Banker nämlich keine dicken Gewinne, sondern Verluste eingefahren.

        Aber was soll’s. Als nächstes scheint ja die deutsche Staatskasse für die Plünderung nach griechischem Vorbild fällig zu sein. Bilderberger Scholz hat da ja mit der Berufung eines Goldmannes zum Staatssekretär die personellen Grundlagen für bereits gelegt. Da ist es kein Kunststück, nun vorherzusehen, dass die deutschen Finanzen demnächst auch so ähnlich wie die griechischen aussehen werden, wo Goldmänner und andere Bankster zuvor Zugriff auf wesentliche Finanzentscheidungen hatten.

      8. „Übrigens es geht nicht um GR, sondern um dieses kranke, korrupte, verlogene System und besonders traurig ist es, daß einfache Menschen elementare Sachen nicht durchschauen können“

        Genau, nicht durchschauen.

        Zum Beispiel, was eine Währungsunion ist.

        Mit Wechselkursen sind Inflationsunterschiede nicht wichtig, sie werden durch WK-Änderungen ausgeglichen.

        In der Währungsunion geht das nicht.

        Als Beispiel,für die die es ausführlicher brauchen.

        Ausgangspunkt:A und B haben Löhne entsprechend ihre Produktivitätsniveaus, und entsprechende Preise.
        Der Einfachheit halber sind Preie und Löhne gleich.

        Nun erhöht B die Preise und die Löhne auf das Doppelte,es gibt einen Boom, Geld fließt ins Land, Kredite werden massenhaft ausgegeben.

        Nun haben die Menschen aus B doppelt so viel Geld, fahren alle nach A und kaufen zu den billigen Preisen.

        Dafür wird immer weniger in B produziert, in A ist es viel billiger.

        Bis zum Knall, die Kredite sind nicht mehr rückzahlbar.

        In der Realität sah es so aus, dass die Preise in Griechenland um 50% mehr gestiegen sind als im vergleichbaren Zeitraum in Deutschland.

        Ohne dass es entsprechende Produktivitätsfortschritte gegeben hätte.

        Damit ist das Land im Eimer,es bräuchte eine entsprechende WK-Änderung, die gibt es nicht.

        Das Problem war der Beitritt in eine WU mit dem großen Lohnsenkungsland Deutschland.

        Mehr Kredite konnten dieses Problem offenbar nicht lösen, nur verschieben (und verhindern, dass die richtigen Ausfälle haben, Rettungspakete für Banken zu Lasten der Staaten).

        Die Milch ist das perfekte Beispiel.

        Wenn das Agrarisch geprägte Land Agrargüter teurer produziert als das eigentliche Hochlohn-Industrieland,ist etwas gewaltig schief gelaufen.

      9. @np
        „Ohne den Euro-Beitritt hätte es die Möglichkeiten für Goldman und Co nie gegeben, in Griechenland so dick abzusahnen wie sie es trotz Haircut getan haben. Glaubst du etwa, die Banker haben Griechenland aus Menschenliebe in den Euro-Beitritt getrieben? “

        Alles erstmal oberflächlich richtig !
        Aber versteht ihr eigentlich was die EU war ?
        Wieso weshalb und warum ? Vorallem wer da so drin war und ist ?

        Griechenland hat glaube seit 1976 ein Zypernproblem und eine Grenze die äußerst unsicher ist. Wie aggresiv die Türkei ist konnten wir dieses Jahr wieder sehen. Ich gehe mal davon aus die Griechen sind auch nicht viel besser.

        Wieso und weshalb, das geht zu weit dies hier auszudiskutieren.

        Ich komme nochmal auf mein obengenanntes russ.Oligarchen Bsp zurück.
        „lieber mit Steuern und Inflation leben, als einen TOTALVerlust ( das LAND ) riskieren“
        ich gehe mal davon dieses versteht jeder.

        Meine Meinung ist, der Beitritt war Alternativlos.

        @andreas

        „Ausgangspunkt:A und B haben Löhne entsprechend ihre Produktivitätsniveaus, und entsprechende Preise. Der Einfachheit halber sind Preie und Löhne gleich. Nun erhöht B die Preise und die Löhne auf das Doppelte,es gibt einen Boom, Geld fließt ins Land, Kredite werden massenhaft ausgegeben.“

        Ich sage mal wieder was arrogantes ,aber ich hoffe dies hilft die deine eigene Position zu verstehen. Wenn ich die originalen Argumente hören oder lesen will, schaue ich entweder 20:00 „das erste“ oder lese so ein Pamphlet wie „die Welt“ oder „den Spiegel“ und komme nicht hier her.

        Jetzt zu einen Bsp von unseren damals noch kampfbereiten Großvätern.
        Deine Argumentaion ist wie wenn diese alle zusammen gestreikt hätten und dann wäre ein gut subventionierter Streikbreche an diese herrangetretten und hätte unseren Größvätern geraten das gleiche wie er zu tun, also für einen Hunger Lohn zu arbeiten ( natürlich ohne die Subventionen die er bekommt um zu überleben ) In der EU reden wir über einen Streikbrecher der all die anderen belehren will. Jetzt fragen wir uns wer das ist. Unglaublich alles

        zu deinem Milchbeispiel
        Ich stelle mir ein Boby-car und ein Ferrari in einem Regal vor und dann kommt einer daher und sagt dass ist schon eine Frechheit das das Bobycar billiger verkauft wird wie der Ferrari.

        Wenn dieses Bsp immernoch auf tauben Ohren stößt dann kostet mal die Milch in all den anderen Ländern ( nicht Osteuropa ) und dann koste mal unsere „Milch“ hoffe dann vergehen dir die Vergleiche. Zu dem Thema gibt es noch einiges mehr zu sagen, aber das geht auch zu weit.

        PS.
        Unterhalte dich mal mit einem span.Tomatenexporteur, was die deut.Grosshändler dort an Tomaten kaufen. Qualität ist zu 100% kein Kriterium. Dann kommt dir das grusseln und ich haoffe dir vergeht endlich die ewige Weiterverbreitung neoliberalter Statments

        eVa

      10. tom

        Klar verstehen wir, was die EU ist. Ein Paket, mit dem Wall Street ihre militärisch in der NATO gebündelten europäischen Kolonien ergänzend zivil zusammenfasst. Was auch sonst?

        Die Argumentation, dass der Euro „Alternativlos“ ist, kenne ich aus Spiegel, Tagesschau und so weiter und so fort. Die von dir damit hier angewendete PR-Technik ist auch bekannt als das TINA-Prinzip von der Eisernen Maggie. Gehörst du zu den Kreisen der sogenannten Linken, die Anhänger dieser glücklicherweise inzwischen verstorbenen alten Schachtel waren? Unter den ADs soll es da ja einige geben…

      11. @np

        PR-Technik?
        Also bitte! Das habe ich nie gesagt, was mir jetzt unterstellt wird.

        Für Deutschland ist die EU natürlich nicht Alternativlos! Ich würde es viel lieber sehen wenn DE aus der EU verschwindet den der Streikbrecher DE hat dort nix zu suchen.

        Ich sagte das GR nicht umsonst eins der am Hochgerüsteten EU Mitglieder ist. ( Richtig ich wollte auch auf die NATO hinaus )

        Denn GR ist ein Spielball der EUSA Mächtigen, nicht mehr und nicht weniger. Alternativlos ist die Mitgliedschaft nur weil dadurch gewisse Mitglieds-Regeln für die grossen gelten ( das muss nicht sein ist einfach nur meine Hoffnung / Meinung )

        Für Deutschland ist die EU nicht alternativlos

        Wer verstehen will wird verstehen,
        wer nicht verstehen will wird auch nicht verstehen wollen.

      12. @np

        Ich habe in den letzten Jahren lernen dürfen. Wenn die Elitären und ihre Pamphlete was sagen bedeutet es immer das Gegenteil.

        Wenn sie schreiben für Deutschland ist die EU Alternativlos, dann bedeutet es das beste ist DE tritt dort aus. ( gehört und gelesen in den MM )

        Wenn sie schreiben GR sol raus aus der EU dann bedeutet es, GR sollte auf jeden fall drinnen bleiben ( gehört und gelesen in den MM )

        Wenn sie schreiben wir kämpfen gegen Terror bedeutet es …
        Wenn sie schreiben wir wollen Demokratie bedeutet es …
        Wenn sie schreiben allen soll es besser gehen bedeutet es …
        Wenn sie über einen Tyrannen schreiben bedeutet es ….

        Bitte unterstellt mir keine Sachen die ich nie gesagt / geschrieben oder gar gedacht habe

        eVa

      13. tom

        „Wer verstehen will wird verstehen, wer nicht verstehen will wird auch nicht verstehen wollen.“

        So ist das. Und genau deshalb werde ich den Eindruck nicht los, dass du uns hier als Parteibuch-Neuling oder Sockenpuppe eines bereits gesperrten notorischen Trolls mit in sich selbst widersprüchlichem Off-Topic-Geblubber zuspammen willst.

      14. „Trollerei entfernt“

        Frechheit!

        (Edit: Pöbelei entfernt. Plonk und rote Karte wegen fortgesetzter Trollerei und Pöbelei für den hier „neu“ aufgetauchten Tor-Nutzer „tom“)

  7. Erdogan kündigt einen Irak-Feldzug an, und auch Tal Rifaat will er einnehmen.

    Viel zu tun.

    ——————

    Wasserstandsmeldung aus den Douma-Verhandlungen, sagt er.
    ***
    Dallicious @dallicious050 16 Min.Vor 16 Minuten

    Jihadi weather report…
    Seems like a deal is in the making with Jaish Al-Islam in #Douma but they want to go to #Qalamoun since they don’t get along with the other rebel/jihad factions who were transported to the #Idlib area.
    ***

    Nach Qalamoun sollen sie wollen, wäre ja auch die letzte Möglichkeit, wenn Idlib und Daraa ausscheiden. (und über Al Rastan gehen tausende Flugblätter runter, die sollen endlich aufgeben)

    Einerseits: lieber die Terrorbande in Qalamoun als in Damaskus, wahrscheinlich verlustärmer zu beseitigen.

    Andererseits: Gefahr, dass sie nach At Tanf durchbrechen, generell sind sie jetzt ziemlich dicht kontrolliert und dort können sie leichter verschwinden, das große Gebiet bindet viele Kräfte zur Überwachung.

    Ich denke, das ist keine Option für die Regierung.

  8. .Qalamun als „Verlegungsziel“ bietet den Jihadis einige Vorteile !

    Blutige innere Zwistigkeiten unter den Jihadis sind da weniger wahrscheinlich !

    Das Kräfteverhältnis wird durch die „Neuzugänge“ günstiger, es sind also mehr Ausfälle Richtung aller möglicher Regierungslinien aus der Position des Inneren Rings möglich und sie könnten auch schlagkräftiger werden ! Das bindet zunächst mehr Kräfte, als zuvor .

    In dem zum Teil bewaldeten, oft jedoch auch weit offeneren Gelände kann eine Panzerabwehr Lenkrakete „TOW“von einem Hügelkamm ein viel größeres Gelände abdecken, als es im dicht bebauten Ost-Ghuta möglich war.

    Tunnelbau ist oft auch einfacher, wenn der Aushub nur horizontal bewegt werden muss, und anschließend den Hang herunter geschaufelt oder gekippt werden kann, grade bei Hinterhang
    Stellungen .

    Die Nachteile sind viel gravierender, weil jetzt in der Nähe von Damaskus die in Ost-Ghuta auch eingesetzten Qalamun-Schildkräfte nicht mehr so nötig sind, die sind auf genau diese Geländestrukturen schon geeicht .

    Und Kessel bleibt nun mal Kessel !

    Von dort wieder nach Damaskus reinschießen, wie von Ost-Ghuta ? ….zu große Distanz !

    Neuen Nachschub da rein schmuggeln ?….die Schmuggelrouten würden länger und bei geringerer Besiedlungsdichte ist logischerweise der Umfang des alltäglichen Personen-und Warenverkehrs geringer und daher leichter zu überwachen .

    Die westliche Qalamuntasche, die bis in den Libanon hineinreichte, die ist für die Jihadis schon seit letztem Jahr futsch . Und alle anderen „Verbündeten und Freunde“ sind noch weiter weg, als im Falle von Ost-Ghuta !

    Vor allem, da gibts da eine viel geringere Bevölkerungsdichte, dazwischen sehr große nicht bebaute Flächen wo Syrer und Russen alle vorhandene Feuerkraft unbegrenzt einsetzen können und dann ist dieser Kessel ja auch ein langer schmaler Schlauch !

    Bei entsprechend großem Kräfteansatz vergleichsweise einfacher auf zu spalten, als Ost-Ghuta und das Manöver von Kräften und Mitteln für Gegenangriffe wird für die Jihadis bei massivem Drohnen-Einsatz der Regierungstruppen ein Spießruten-Lauf , denn eine Tunnel Dichte wie in Ost-Ghuta ist bei der Geländegröße nicht zu machen .

    Kommt es zum erfolgreichen Großeinsatz der syrischen Regierungstruppen, werden die „Zugereisten“ für die dort „alteingesessenen“ Jihadis zum Problem, denn es ist dann nur noch die Frage, wann die „Neuen“ zuerst einknicken und nicht ob .

    P.S. Die heutigen blutigen Zusammenstöße zwischen verschiedenen FSA-Gruppen in Afrin könnten für russische Diplomaten in der Tell Rifat Frage ein Plus werden . Ob es reicht, wird man sehen !

    Vieles wird auch davon abhängen, was die anderen Nato-Bosse und Bossinnen dem Erdolf Erdowahn demnächst in Warna erzählen werden . Nicht, das diese Typen Erdowahn zu Großzügigkeiten gegen über Russland raten würden, dazu sind die viel zu sehr auf Krawall gebürstet !

    Zu hoffen bleibt, der Erdowahn wird ihnen durch seine irrationale Sprunghaftigkeit zu unheimlich um ihm carte blanche zu geben …..nur „Hoffen und Harren……

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