Syrische Armee erlangt Kontrolle über Qadam im Süden von Damaskus

Wie das Militärmedienzentrum am heutigen Dienstag berichtete, hat die syrische Armee die Vorstadt Qadam im Süden von Damaskus eingenommen, nachdem die Evakuierung von rund 300 Kämpfern und mehr als 700 Familienangehörigen aus Qadam Richtung Idlib abgeschlossen werden konnte.

Auf einer Karte von @Suriyak sieht die Lage im Süden von Damaskus damit wie folgt aus:

Aus den Taschen in Ost-Ghouta wurde heute berichtet, dass die syrische Armee da im Südosten der südlichen Tasche von Osten her in den Ort Jisreen vorgedrungen ist. Aus der nordöstlichen Ost-Ghouta-Tasche rund um Duma wurde demgegenüber berichtet, dass auch heute wieder einige Zivilisten durch den ganz im Norden eingerichteten humanitären Korridor evakuiert werden konnten.

Vor die Wahl gestellt, ob sie freiwillig Geiseln gehen lassen, oder ob die syrische Armee kommen muss, um sie zu befreien, scheint die da herrschende Alloush-Bande nun zunehmend bereit zu sein, Zivilisten flüchten zu lassen.

Aus dem nordwestsyrischen Bezirk Afrin wurde gemeldet, dass die türkische Armee und ihre auf FSA geflaggten Jihadi-Söldner da heute weitere Orte aus der Hand der kurdisch geprägten Separatistenmiliz YPG eingenommen haben, sie den einzig noch verbliebenen Fluchtkorridor aus Afrin in die von der Regierung beherrschten Gebiete der Provinz Aleppo jedoch offensichtlich mit voller Absicht nicht ganz dicht gemacht haben.

Von der gestern noch als Gerücht verbreiteten Übergabe einiger Dörfer nördlich von Nubbol an regierungstreue syrische NDF-Kräfte war heute nichts mehr zu hören. Dafür gab es Neuigkeiten in Bezug auf die im Osten von Aleppo gelegene Stadt Manbij. Der türkische Außenminister erklärte dazu, dass die Türkei und die USA sich darauf geeinigt haben, dass die YPG aus Manbij abzieht, und zukünftig dann, anstelle der YPG und der USA, türkische und US-amerikanische Besatzungstruppen die Stadt patrouillieren werden. Das liefe dann wohl ziemlich genau auf das raus, was die YPG auch in Afrin macht, nämlich, anstatt dass sie ihre Positionen an die syrische Armee übergibt, die YPG sie lieber an die türkische Armee und ihre Jihadi-Söldner übergibt. Offen ist allerdings noch, ob die YPG beabsichtigt, aus der Übergabe ihrer Positionen in Manbij an die türkische Armee und ihre Jihadi-Söldner genauso ein blutiges Drama wie in Afrin zu machen.

Nachtrag 21:30h: Zur Entlassung von Tillerson als US-Außenminister und der beabsichtigten Ernennung von CIA-Boss Mike Pompeo zum Außenminister und der beabsichtigten Ernennung von Gina Haspel zur CIA-Chefin gibt es beim letzten Parteibuch-Artikel eine kleine interessante Diskussion, und zwar genau hier startend.

Nachtrag Mittwoch 00:30h: Am Montag hatte Nikki Haley ja bekanntlich im UNO-Sicherheitsrat mit neuen unilateralen US-Angriffen auf Syrien wie im letzten April gedroht, wenn Syrien und Russland es auch weiterhin wagen sollten, der USA liebste Terroristen in Ost-Ghouta zu eliminieren.

Der russische Generalstabschef Gerasimov hat darauf heute geantwortet, dass Russland dieses mal dann, anders als letztes Mal, nicht nur die Cruise Missiles, mit denen die USA angreifen, abschießen wird, sondern auch die Launcher, mit denen die USA die Raketen abfeuern. Mit anderen Worten: Gerasimov hat im Fall von neuen US-Angriffen auf syrische oder russische Soldaten Vergeltungangriffe auf US-Soldaten angekündigt.

Am Abend wurde dann gemeldet, dass Gerasimov heute auch mit dem Vorsitzenden der US-Stabschefs Dunford telefoniert hat. Gerasimov hat Dunford da seine Sicht der Dinge erläutert und beide sind übereingekommen, in Kontakt zu bleiben. Die Kontakte von Militär zu Militär gehen also weiter. Man darf getrost davon ausgehen, dass sowohl Gerasimov als auch Dunford kein Interesse an einem heißen Krieg zwischen den USA und Russland haben. Als Militärs wissen sie beide nur zu gut, dass es bei so einem Krieg am Ende keinen Gewinner geben würde, und zwar nirgendwo auf der Welt.

Nachtrag Mittwoch 01:30h: Die syrische Armee hat heute in Shifuniya ein Labor der Islam-Armee zur Herstellung chemischer Kampfstoffe entdeckt.

Die russische/syrische Luftwaffe fliegt gegenwärtig harsche Angriffe auf Terroristenzentralen in der südlichen Ost-Ghouta-Tasche, was man durchaus auch als an die USA gerichtete Antwort auf Nikki Haleys Drohungen betrachten kann. Terroristen verbreiten Videos von einem wahren Feuerwerk über Ost-Ghouta heute Nacht. Die Zentrale von Failaq Al Rahman in Ayn Tarma wurde zerstört und einige der führenden Terroristen im Süden der Ost-Ghouta-Tasche wurden dabei eliminiert. Der Terroristenchef von Jobar wurde auch eliminiert.

Al Masdar News meldet, dass die syrische Armee in Qadam nicht den ganzen Bezirk, sondern aufgrund schnell vorrückender ISIS-Terroristen nur 70% des Bezirks einnehmen konnte.

Nachtrag Mittwoch 07:00h: Es gab übrigens in den Terroristengebieten von Ost-Ghouta genug zu essen, wie Sharmine Narwani gerade bei einem Besuch der befreiten Gebiete dort bemerkt hat.

Die herrschenden Terroristen hätten bloß gestatten müssen, dass das Essen auch geerntet würde. Dass es trotz Hunger und Mangelernährung in den Terroristengebieten gab und gibt, liegt daran, dass die herrschenden Terrorbanden Nahrundsmittel gezielt zurückhalten, um so die Preise nach oben zu treiben, damit sie selbst davon profitieren und ihren Terrorapparat damit finanzieren können.

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65 Gedanken zu “Syrische Armee erlangt Kontrolle über Qadam im Süden von Damaskus

  1. Es sieht so aus, dass Putin ein schlechte Deal mit Türken gemacht hat. Falls USA und Türken Manbij bekommen bleiben US Faschos in Nord Syrien welche dann zu Südost von Türkei werden soll. Unsere Weltgemeinschaft k*tzt mich an. Keine Proteste keine erwähnung von Internationale Recht. Und jetzt denken Cowboys, dass sie unbestrafft darfen auf Damaskus balern.

    1. Ja, immer das gleiche.
      Aus möglichen „Planungen“ und GERÜCHTEN wird bei zgvaca schwups Realität.

      1. Sehr geehrte SW
        Ich habe gemerkt, dass Sie sich kaum zu eine Thema äussern aber meine Kommentare versuchen immer abzuwerten. Ich schlage vor, dass Sie auch versuchen etwas zu Thema beizutragen ***

    1. Michel

      Dass das Fußvolk der YPG keine große neigung hat, Manbij an die Türkei zu übergeben, glaube ich dir gern.

      Bloß, das Fußvolk der YPG hatte im Januar auch schon keine große Neigung, Afrin an die Türkei zu übergeben. Und nun, nicht mal zwei Monate und ein blutiges Drama später, ist die Übergabe von Afrin an die Türkei und ihre Jihadi-Söldner trotzdem schon zu rund 50% abgeschlossen und mit der Übergabe der restlichen 50% von Afrin ist in den nächsten paar Wochen auch zu rechnen.

      Bei Manbij werden es auch wieder bloß die Fragen sein, an wen und auf welche Art die YPG Manbij übergibt. Wird die YPG die Übergabe von Manbij, an die Türkei oder die syrische Regierung, friedlich regeln oder wird sie die Übergabe auch wieder mit so einem blutigen Drama wie im Fall von Afrin einhergehen lassen? Lediglich diese beiden Fragen sind noch offen, nicht die Frage, ob die YPG Manbij übergibt.

      1. Die YPG wird gar nichts regeln, die werden auch nichts übergeben. Die werden die entsprechenden Befehle von denen erhalten und befolgen, denen sie sich in höchstverräterischer Weise gegenüber dem Land Syrien, das ihnen in großer Not einmal eine Wohnstätte gegeben haben, unterworfen haben. Die YPG sind elende Verräter, die erhalten den Preis für ihr schäbiges Verhalten.

  2. Hallo PB,

    Die Meldung über Manbij halte ich für die wichtigste des Tages.
    Man kann sie auch wie folgt lesen:

    Türken akzeptieren Anwesenheit der Amerikaner und ihrer (nicht kurdischen) syrischen Truppen.

    Damit fällt der (moralische) vorgeschobene Grund weg die Amerikaner aus der Türkei nicht zu versorgen.

    Also alles wie von mir befürchtet.

    Die Türken kriegen Afrin. (und Öl)
    Die Amerikaner kriegen Nachschub ohne teuren Lufttransport im Kampf gegen Syrien.
    Die Kurden die Wiederaufnahme des Ölhandels mit den Türken.
    Die arabischen Stämme von jenseits des Euphrats wieder Einnahmen und Versorgung durch die Amerikaner.

    Weiter Gewinne zeigen sich am Horizont zu lasten der Syrer.
    Idlib für die Türken, Al-Bukmail für die ISIS und Verbindung nach Al-Tanif für die USA.

    Die Zeit läuft.

    Die Syrer und Iraner müssen mit dem Umland von Damaskus schnell fertig werden.
    Der Euphrat muß gesichert werden.
    Und in Daraa ist auch keine Ruhe…

    Gruß PAule

    1. PAule

      Ich sehe noch nicht, dass die USA ihr Versprechen, die YPG aus Manbij abzuziehen, einlösen können. Ich glaube, Michel hat im Kommentar durchaus recht damit, dass die YPG dem US-Befehl zum Abzug aus Manbij nicht Folge leisten wird. Dann wird’s interessant.

      Die USA haben der Türkei, wenn ich den Kommentar des türksichen Außenministers richtig verstehe, versprochen, dass sie der Türkei Manbij frei von YPG übergeben. Da müsste dann die USA in Manbij wahrscheinlich gegen die YPG kämpfen. Doch wird die YPG sich von den USA ohne Gegenwehr bekämpfen lassen? Die USA haben nur wenige Tausend Truppen in Syrien. Wenn die YPG dann im Osten Vergeltungsangriffe gegen die USA für US-Angriffe auf die YPG in Manbij durchführen sollte, sehen die US-Truppen ganz alt aus. Weigern die USA sich hingegen, die YPG in Manbij anzugreifen, stehen die USA in der Türkei als wortbrüchige unzuverlässige Partner da und verärgern die Türkei, und wenn die USA sich in Manbij gar auf der Seite der YPG gegen die Türkei kämpfen sollten, befinden die USA sich im Krieg mit der Türkei.

      Kurzum: bis das gelb auf von den Syrienkarten komplett entfernt ist, ist da noch eine ganze Menge Raum für wechselnde Bündnisse und Allianzen, von denen am Ende Syrien, die Achse des Widerstandes und Russland profitieren könnte. Auch ein NATO-Austritt der Türkei ist keineswegs vom Tisch. Was wir gerade von Manbij hören, ist bloß der Anfang. Es geht dann ja noch weiter bis zur irakischen Grenze, und dann im Irak noch weiter bis zur iranischen Grenze.

      1. Die USA brauchen doch die YPG gar nicht zu bekämpfen. Der Grund warum die Türkei eher zögerlich in Syrien einmarschierte war doch, dass die USA früher ihr OK nicht gegeben hatte.

        Dann jedoch hat die USA nicht nein gesagt zur bisherigen türkischen invasion in Syrien (in der Form, dass sie gegen die Türken oder deren Gotteskrieger kämpft oder den Kurden ausreichend moderne Waffen (Panzer- und Luft-Abwehr) zur Verfügung stellt).

        Der US Plan sieht wohl vor den syrischen Kurden ein Reservat innerhalb Syrien zu gewähren, womöglich noch nicht mal an der Grenze zur Türkei, dafür aber auch in Gegenden wo bisher keine Kurden lebten aber Öl vorhanden ist.

      2. dirk

        Dazu, was genau der Plan der USA für die Kurden in Syrien ist, kann man nur spekulieren. Von der Regierung von Trump gibt es dazu widersprüchliche Aussagen.

        Da gibt es einerseits den Plan, aus dem Osten von Syrien einen kurdischen Qusai-Staat zu machen, der für den Iran ein dauerhaftes Ärgernis sein soll, ähnlich dem was die KRG im Nordirak ist. Andererseits gibt es den Plan, die Kurden in Ostsyrien bei internationalen Verhandlungen wie denen in Genf als Verhandlungsmasse und Druckmittel der USA gegen die syrische Regierung in Damaskus einzusetzen, um so ein Stück Einfluss auf ganz Syrien zu bekommen. Und außerdem gibt es die Aussage von Trump, dass die US-Truppen in Syrien ISIS besiegen und dann nach Hause gehen sollen, was auch am ehesten seinen Wahlkampfversprechen entspricht. Und daneben gibt es obendrein noch die offizielle Position der USA, die sie etwa in der UNO vertritt, dass Syrien genau wie Irak ein souveräner Staat sein soll, dessen terrirtoriale Integrität gewahrt bleiben soll, was insofern eine, und auch die einzige, völkerrechtskonforme Position ist. Und was Tillerson Erdogan und Cavusoglu jüngst im streng geheimen Sechs-Augen-Gespräch versprochen hat, kann man auch bloß raten. Je nachdem, wem man wann zuhört, hört man von den USA jedesmal was anderes.

        Ich versuche mir meine Meinung aus dem bisherigen Handeln der USA in den letzten Monaten und Jahren zu bilden. Und da fallen mir insbesondere Barzanis Referendum und der Rückgewinnung der Kontrolle über Kirkuk durch Bagdad auf. Da haben die USA sich, sehr zum Entsetzen Israels, plötzlich auf die Position gestellt, dass der Irak ein souveräner Staat sein soll, dessen terrirtoriale Integrität gewahrt bleiben soll. Alles andere würde bloß Konflikte schüren, und durch Konflikte würde am Ende immer bloß Iran seinen Einfluss ausweiten, hieß es da aus US-Regierungskreisen plötzlich. Ich kann mir gut vorstellen, dass genau das auch die tatsächliche Position von Trump und den hinter ihm stehenden US-Militärs in Bezug auf Syrien ist. Dahinzukommen ist jedoch gar nicht einfach, erstmal in Syrien nicht, und die Absicht zu kommunizieren, wäre für Trump angesichts der immer noch anhaltenden Stärke der Israel-Lobby in den USA, die in Syrien nach wie vor unbedingt einen Regime Change oder eine Teilung will, um damit Iran zu schwächen, geradezu innenpolitischer Selbstmord.

        Ich meine zu erkennen, dass die Puzzleteile in Syrien trotzdem alle „zufällig“ genauso fallen, dass Syrien am Ende genau da landen könnte: als starker, souveräner Staat, dessen territoriale Integrität wiederhergestellt wurde. Auf der Karte ist die ständige Ausbreitung der Farbe „rot“ ja schon auffällig. Und wenn nun grün gelb mürbe macht, stehen die Chancen viel besser, dass gelb später mal zu einem richtigen „rot“ wird, als wenn die syrische Armee gelb direkt angreifen würde, und damit selbst im Fall eines Sieges Jahrzehnte eines gelben Guerillakrieges gegen rot lostritt. Die schwammige Positionierung der USA, mit dem sie das türkische Eingreifen zur Unterstützung von grün gegen gelb erst losgetreten haben, wirken auf mich ein Stück weit wie gut geplantes und bloß als Dummheit maskiertes Team-Work, um den USA letztlich die Möglichkeit zu rauben, in Syrien zu bleiben, womit Trumps Wahlversprechen nach einem Abzug trotz Ärgers bei der Israel-Lobby eingelöst wäre, und gleichzeitig die Gelben in die Arme der Roten getrieben werden. Anschließend muss „bloß“ noch die Türkei dazu gebracht werden, dabei mitzuhelfen, die von ihr auf grün umgestellten Gebiete in Syrien wieder rot werden zu lassen. Und auch dazu könnte und sollte es im Rahmen von Astana bereits Abmachungen geben, wobei es auch russich-iranisch-syrische Druckmittel gibt, um die Türkei notfalls mit Druck in Richtung einer Einhaltung einer solchen Abmachung bewegen zu können.

        Damit wäre dann die Souveränität und territoriale Integrität bis auf die israelisch besetzten Golan-Höhen wiederhergestellt. Das könnte klappen. Und wenn es klappt, könnte Israel zwischenzeitlich reichlich schwach aussehen, jedenfalls im Vergleich zur Achse Syrien-Hisbollah-Irak-Iran-Türkei, was dann sogar einen brauchbaren Ansatz zur Wiederherstellung der syrischen Souveränität über den israelisch besetzen Golan bieten könnte. Die Chips fallen für Syrien in letzer Zeit einfach zu gut, als dass ich das noch alles für Zufall halte. Syrien kämpft stark, und den Sieg, wenn er denn kommt, hat Syrien sich hart und aufopferungsvoll erarbeitet, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass Syrien sich mit seinem tapferen und gerechten Kampf gegen dieses unglaubliche Verbrechen obendrein einige mächtige heimliche Sympathisanten – etwa in der Führung des US-Militärs – geschaffen hat, die sich bislang bloß aus innenpolitischen und anderen taktischen Gründen noch nicht als solche zu erkennen geben wollen.

  3. Danke für die ganzen Infos und allen , die hier schreiben für ihre Ergänzungen!

  4. Ich kann nocheinparteibuch an dieser Stelle: https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/03/13/syrische-armee-erlangt-kontrolle-ueber-qadam-im-sueden-von-damaskus/#comment-42535
    nur zustimmen.

    Und meine ganz persönliche Meinung ist auch, dass Tillerson immer mehr von der Clinton-Fraktion aufgesogen wurde (wenn er denn je außerhalb dieser stand). Tillerson war fest in die „kleine Syrien-Gruppe“ integriert, die im Januar neue Pläne zur Sabotierung des Friedensprozesses in Syrien geschmiedet hatte, Russland versuchte zu disziplinieren und auch in großem Stil die Giftgasgeschichte aus der eigenen Giftküche erneut ausgebuddelt hatte. Man muss sich nur Medienberichterstattung und Geschehnisse in Syrien Ende Januar / Anfang Februar noch einmal vor dem geistigen Auge vorbeiziehen lassen.

    Entsprechend wurde Tillserson Rede (eben im Januar) am Hoover-Institut vorgeplant:
    https://www.state.gov/secretary/remarks/2018/01/277493.htm

    Kaum war sie raus, gab es die Giftgasvorwürfe gegen Syrien – und zwar auch direkt von Tillerson und mit den üblichen Quellen aus denen sich die Fraktion bedient (Weißhelme, Teppichhändler) und nur wenige Tage später initiierte Frankreich die Gründung einer Organisation gegen Straflosigkeit bei der Verwendung von Chemiewaffen:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-01/paris-chemiewaffen-konferenz-internationale-partnerschaft
    https://www.noimpunitychemicalweapons.org/-en-.html

    Das sind ganz eindeutig Maßnahmen, um doch noch einen offenen Kriegsgrund gegen Syrien zu kreieren.

    Da steckte überall ganz fett Tillerson drin. Es kann also durchaus sein, dass Trump tatsächlich die Reißleine gezogen hat, weil sein Außenminister die eigene Politik zunehmend und offen konterkarierte. Was die Affäre um die Vergiftung des Ex-Spions in England betrifft, reagierte Tillerson als Außenminister auf die öffentlichen Bekundungen einer Regierungschefin (May). Da sehe ich auch eine verletzte Hackordnung; nämlich wenn sein Statement mit Russland-feindlicher Attitüde nicht mit Trump abgestimmt war.

    Hierzu nochmal der Hinweis auf die offengelegten Dokumente der libanesischen Zeitung al-Akhbar, die von Karin Leukefeld übersetzt wurden:
    https://www.rubikon.news/artikel/lasst-uns-syrien-aufteilen

    Wen es interessiert, noch ein paar Anmerkungen von mir hier:
    https://peds-ansichten.de/2018/03/fortsetzung-des-krieges-gegen-syrien#gedanken-zum-text

    Was Pompeo betrifft, so scheint er einer der wichtigsten Köpfe der Trump-Fraktion zu sein; schon lange. Der CIA den Geldhahn für den Syrien-Krieg zuzudrehen, resultierte offiziell aus einer Empfehlung des Chefs der CIA selbst – also Pompeos:
    https://peds-ansichten.de/2017/12/schiffbruch-der-globalisten#von-der-geostrategie

    Herzliche Grüße, ped43z

    1. Dass Tillerson ein faules Ei im Nest geworden ist, gut möglich,
      dennoch sollte man bedenken : in einer Zeit, wo nahezu alle
      wichtigen Parteien und Kräfte im Wertewesten ihre Absichten
      verschleiern, und man annehmen kann, von dem was sie reden
      gilt eher das genaue Gegenteil, in so einer Situation muss man
      mit Allem rechnen !
      Auch wenn es aus dem Mainstream ist : Tillerson sprach sich
      klar für das Beibehalten der Verträge mit dem Iran aus, während
      Trump diesen Deal immer wieder lautstark in Frage stellte.
      Was ist, wenn ausnahmsweise mal gilt, was gesagt wurde ?
      Dann wäre das ein Zeichen dafür, dass Trump von einem
      möglichen Ausgleich mit Russland abrückt, also zunehmend
      in den Einfluss der Israel-Lobby abgedriftet ist. Dazu musste
      er seine Rhetorik doch gar nicht ändern … .
      Ein wichtiges Kriterium : sollte als Nächstes eine weitere Säule
      wegbrechen, d.h. Gen. Mattis ersetzt werden durch einen
      Falken-General gingen bei mir alle roten Warn-Lampen an !
      Dann wären wieder die Hasardeure am Zug … . Im Übrigen :
      America first … gilt auch für die Unterstützung des Selbstbe-
      wußtseins – vielleicht brauchen USA einen „sichtbaren“ Erfolg.

  5. Im Örtchen Aschifoniya in Ost-Ghouta wurde diese Giftküche im EG eines Gebäudes von den vorrückenden syrischen Truppen entdeckt. Unter anderem Chlor-Restbestände waren noch vorhanden.

    1. pbs.twimg.com/media/DYOfAQLX4AILNnP.jpg

      youtu.be/GKsn2W962Ks

      Interessant an dem Viedeo ist Fässer befanden sich schon auf dem ausgebrannten Lieferwagen. Sehr gutes Timing der SAA

  6. Parteibuch,

    das klingt sehr, sehr plausibel.

    Dazu passen auch die ständigen Äusserungen von Trump zum Iran Deal und wie schlecht der sei. Das ist so plump und angesichts des Festhaltens der Europäer an diesem Deal auch aussichtslos, dass es zu einer Wiederverhandlung kommt.

  7. yeniozgurpolitika.org/index.php?rupel=nuce&id=84492

    Ein sehr ausführlisches Interview mit Cemil Bayik.. einer der führenden Köpfe der Pkk.. interessant was er zu Efrin und dem ganzen verlauf sagt.

    Wer den stand der Kurden erfahren will..

    Ist leider auf Türkisch.. und habe momentan echt nicht die Zeit, dies zu übersetzen.. sorry !

    Wenn das jemand übernehmen würde..

    1. Noch wa interessantes im Bezug auf die Kurden.. ich will nur klarstellen, das die Kurden selbst Opfer der Amerikaner wurden.. man hat sie untergraben umformiert und die „kontrolle“ übernommen.. von der eigentlich Sozialistischen führung ist nicht mehr viel übrig… die Amis sind allgegenwärtig.. und deshalb so unvorhersehbar.

      http://www.voltairenet.org/article200116.html <- Deutsch

      1. @ Tyln

        Die Kurden wollen einfach nicht verstehen, dass es kein Land in Syrien für sie gibt und geben wird. Keine Chance dass es zu gelassen wird von Seitens Assad und der SAA. Den was in Washington und Tel Aviv beschlossen wird lieber Herr Tyln, ist dem Löwen von Damaskus sowas von Schnurz Egal. 80 Nationen wollten die SAA und Syriens President stürzen. Die Betonung liegt auf wollten. Ist dir bewusst mit wem sich da die YPG Miliz anlegen will. Syrien/Russland ist so schlau die Kurden durch Türkische Hände zu Strecke zu bringen und die Kurden verstehen es einfach nicht, dass dieser Schuh einfach paar Nummern zu Groß ist. Es geht darum zu verstehen dass die Kurden keine Spieler sondern selbst der Spielball sind. Diese Bärtigen die gerade Afrin im Handstreich einnehmen wurden von der SAA an allen Fronten Syriens so was von vernichtet(denk mal an die grünen Busse). Dir sollte eines Bewusstein dass die YPG bis Dato in Syrien kein einziges mal wirklich Krieg spielen durften sondern immer mit ISIS unter einer Decke gesteckt haben, den beide hatten den selben Herrn und dieser ist Israel.
        LG an alle Mitleser und allen die die Geschehnissen ins rechte Licht rücken versuchen.

    2. Tyln

      Wer an den Inhalt nicht rankommt, kann die Seite mit Google übersetzen:

      https://translate.google.com/translate?sl=auto&tl=en&u=http%3A%2F%2Fwww.yeniozgurpolitika.org%2Findex.php%3Frupel%3Dnuce%26id%3D84492

      Andererseits lohnt sich eine bessere Übersetzung auch gar nicht, dann der PKK-Führer zeigt nur, dass er weiter damit macht, wofür die PKK bekannt ist: Kurden sinnlos in Tod, Not und Elend hetzen.

      Da ist keinerlei Reflektion zu erkennen, dass falsche Entscheidungen der kurdischen Führung Elend und Not über die Bevölkerung von Afrin gebracht haben. Stattdessen glorifiziert der Mann das sinnlose kurdische Sterben als Heldentum. Alle sind bei dem Mann ungerecht und unmoralisch, nur die kurdische Führung nicht. Syrische und russische Angebote, dass die Bevölkerung unter der Autorität des syrischen Staates leben, sind für einen Extremisten wie ihn natürlich völlig inakzeptabel, und weil das so ist, will er die Kurden kämpfen und sterben sehen. Pfui Teufel.

      1. Ach ne, so banal würd ich dies nicht abstempel. Was soll er den sagen, das die Kurden es vorziehen sollten, unter der Herrschaft der BaathPartei weiter zu leben, die Angobte der Russen bedingungslos anzunehmen.

        Du beuurteilst es zu sehr aus der sichtbder Syrischen Regierung.. aber wenn du mal raus aus deinem Blinkwinkel kommst und versuchst sie zu verstehen ohne dich gleich von den Kurden angegriffen zu fühlen, wirst du erkennen das sie nicht zu viel verlangen.. du bist schlau genug um dies zu erkennen..

        Und für Kämpfer, die maßgeblich an dem erhalt des Syrischen Gebiets mitgerwirkt haben, haben sie es sich verdient, forderungen zu stellen.. das ist wohl das mindeste..

      2. Tyln

        Ja, natürlich würde er, wenn ihm am Wohlergehen der kurdischen Bevölkerung etwas liegen würde, die YPG dazu aufrufen, die syrisch-russischen Angebote zur Wiedererrichtung der vollen Autorität des syrischen Staates in den kurdischen Gebieten schleunigst anzunehmen. Er sollte reinen Wein einschenken, und erklären, dass, auch wenn es für manchen bitter ist, die Wiederherstellung der syrischen Staatsgewalt die einzige Alternative dazu ist, dass die YPG von der türkischen Armee und ihren Jihadi-Hiwis blutig eliminiert wird und der kurdischen Bevölkerung Syriens dabei großes Leid zugefügt wird.

        Stattdessen hetzt er die YPG in einen Krieg, den sie nicht gewinnen kann, und bei dem der größte Verlierer die kurdische Bevölkerung ist.

      3. Du willst einfach nich Wahr haben, das Assad, es im moment Riskiert, einen noch länger anhaltenden Gerillakrieg in Kauf zu nehmen.

        Assad lässt sein Erzfeind (Erdogan) auf seinem Territorium machen was es will, dann gegen die Gruppe (YPG) die ihn (Assad) bis heute indirekt Unterstützt hat.
        Sollten die Kurden (YPG) etwa froh darüber sein ?

        Genau diese Sture ansicht ist der Nährboden für die Amis. Weil diese in ihrer Vergangeheit Gefangenen Familien (Regime) kein Zeitgefühl haben und stur an der alten Ordnung festhalten, können die Amis, jeden, aber auch jeden dazu bewegen an was neuem zu Arbeiten unter dem kommando der USA natürlich, das macht dann aber auch nichts mehr zur sache..

        Etwas einsicht, kompromissbereitschaft und emphatie lassen jeden versuch, unruhe und zwietracht zu sehen in luft auflösen.

        Die USA werden immer leichtes Spiel haben, minderheiten zu finden, die gegen die Religiös geprägten Führer im Nahen Osten mit Waffengewalt vorgehen werden..
        der Nahe Osten ist so Verräterisch geprägt, das sie sogar die Palästinenser durch Israel kaputt machen lassen ohne wirklich was dagegen zu tun.. ab und zu mal rumgeheule und leere drohungen..

        Diese Gegend ist wegen diesen Fanatikern dem untergang geweiht. Da hilft auch kein Russland.. temporär vllt aber wie lange ist eben die frage..

        Unglaublich, das diese Einsicht fehlt..

      4. Das haben sie oft genug getan.. anscheinend nicht unterwürfig genug.. ob man es sieht oder nicht hängt vom blinkwinkel ab..

  8. Ein späterer Abzug der türkischen Truppen aus von ihnen okkupierten syrischen Regionen über Verhandlungen mit Russland und dem Iran ?

    Ich fürchte, das wäre zu schön, um wahr zu sein ! Selbst den USA und Israel ist der Erdogan immer noch hundert mal lieber, als Assad !

    Und Erdogan kann man zumindest in der Aussage vertrauen, das er ein strikter Gegner der Assad – Regierung ist .

    Innenpolitisch hat er für seinen Krieg gegen politisch anders denkende Kurden innerhalb und außerhalb des türkischen Staatsgebiets eine klare Mehrheit der Bevölkerung hinter sich, sogar einen religiös-reaktionären Teil der türkischen Kurden .

    Seine Vorstellungen von einer „Auferstehung des osmanischen Reiches“ als wirtschaftliche, militärische und damit auch politische Großmacht stoßen selbst bei den Resten der kemalistischen Opposition keineswegs auf Widerstand .

    Und nicht nur „gefühlt“ hat die Türkei in den letzten 30 Jahren wirtschaftlich einen großen Satz nach vorn gemacht…. ….es hat kein einziger europäischer Staat in dieser Zeit vergleichbare Fortschritte gemacht ! Ein idealer Nährboden für extremen Großmacht – Chauvinismus der mit Demokratie und Völkerrecht zwar nicht kompatibel ist… …solange es tatsächlich oder wenigstens scheinbar läuft, wir kennen es aus der deutschen Geschichte, da rennt dann die Mehrheit der kleinen Leute johlend und ihr Gehirn ausschaltend, mit !

    Ein „großer Führer“ , dem die Massen blind vertrauen, darf im Interesse seines Machterhalts über Machtausbau jedoch keine Schwäche zeigen…. …und genau das währe ein Abzug ohne extreme Gegenleistung !

    Andererseits, und das haben die linksradikalen Führer der syrischen Kurden nicht begriffen, Assad und ein halbwegs säkularer syrischer Staat könnte zur Not auch ohne die Kurden und ihre Siedlungsgebiete weiter existieren, umgekehrt ist es jedoch unmöglich !

    Auf ner Demo in Berlin habe ich mal „linke ?“ Kurden gesehen mit einer großen roten Fahne und darauf die Konterfeis von Marx/Engels/Lenin (soweit, so gut) , jedoch zusätzlich auch noch Stalin und Mao !

    Wer Stalin noch huldigt, hat Marx/Engels und vor allem Lenin nicht verstanden, denn grade Letzterer akzeptierte zum Zwecke des Kräfte Erhalts auch bittere Kompromisse und sogar Rückzüge, wohl wissend, das das zunächst auch mit Image Verlust verbunden war !

    Auch wenn er sich öffentlich von Lenin distanziert, da ist Putin schlauer !

    1. NVA Major, doch ein paar Staaten haben sogar noch grössere Fortschritte gemacht als die Türkei in denen es vor allem in Kurdengebieten Infrastrukturell Gegenden gibt die sehr unterentwickelt sind.

      Es ist Polen. Aber auch Tschechien. In diesen Ländern gibts sicher auch schwache Gegenden aber die sehen niemals so aus wie die schwachen Gegenden der Türkei, selbst in Polen nicht. In der Türkei kommt es stark darauf an wo man den Fortschritt sieht, in Eskisehir ist der Fortschritt deutlich Sichtbar, in Diyarbakir, Siirt, Hakari oder Sanliurfa ist die Zeit wohl stehen geblien. In Tschechien kommt es nur bedingt darauf an, Prag gehört zur Top Ten der Reichsten Regionen Europas (wie mein Zürich übrigens) aber in Brünn oder Pilsen sieht aus fortschrittlich aus. Auch in Polen, ist es ähnlich, Wahrschau, Danzig, Breslau, Posen, Krakau, Lublin etc. Die Türkei hat sicher einen riesen Fortschritt erreicht dank Erdogan aber es gibt immer noch Gegenden da sieht man schlecht was davon. Vorallem in Kurdengebieten wo die PKK die Region mit Terroranschlägen zurückwirft und die Menschen aufhetzt. Die HDP hat auch nichts für diesen Fortschritt getan.

      1. Major und S.Macho:

        Wirtschaftlicher Fortschritt? Nur das zählt oder was?

        Bekommt Ihr z.B. mit, dass in der Türkei in letzter Zeit intensiv Kinder verloren gehen? Auch ein guter Freund von mir, hat seinen Neffen verloren. Da werden Kinder oder Teenager regelrecht abgeschleppt. Man weiß nicht mehr was mit den Kindern geschah.

        Die Türkei ist gesellschaftlich und als Staatsform erledigt. Der Lira liegt bei sagenhafte 4,79. Rekord!!!

        Meine Güte. Was für Fortschritte. Letztes Jahr war ich wieder in der Türkei. Es war der Wahnsinn. Da sitzen hunderte Menschen auf der Straße. Wie Bettler sitzen sie nebeneinander auf der Straße. Der pure Armut. Sie stinken. Sie sind kaum gepflegt. So sitzen sie Hunderte nebeneinander. Was für Fortschritt.

    2. An NVA-Major a.D

      Vielleicht hat dieser Kurde mit dem Stalinplakat ja auch die Werke von Stalin gelesen und verstanden?
      Es muss ja nicht immer eine Huldigung sein, wie für einen Götzen, sondern vielleicht auch wegweisend.

      Ich habe hier mal nachfolgend einen Diskussionspunkt zum Entwurf der Verfassung der Sowjetunion herausgesucht, den Stalin 1936 erläutert hat:

      „3. Weiter liegt ein Vorschlag vor, das zweite Kapitel des Verfassungsentwurfs durch einen neuen Artikel zu ergänzen, dessen Inhalt darauf hinauslaufen würde, dass die autonomen sozialistischen Sowjetrepubliken bei Erreichung eines entsprechenden Niveaus der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung in sozialistische Unions-Sowjetrepubliken umgewandelt werden können. Kann man diesen Vorschlag annehmen? Ich glaube, dass man ihn nicht annehmen soll. Er ist nicht nur seinem Inhalt, sondern auch seinen Motiven nach unrichtig. Man kann die Überführung autonomer Republiken in die Kategorie der Unionsrepubliken nicht mit ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Reife motivieren, ebenso wie man das Belassen einer oder der anderen Republik in der Kategorie der autonomen Republiken nicht mit ihrer wirtschaftlichen oder kulturellen Rückständigkeit motivieren kann. Das wäre keine marxistische, keine leninistische Behandlung der Frage. Die Tatarische Republik z. B. bleibt eine autonome Republik, während die Kasachische Republik zur Unionsrepublik wird, aber das bedeutet noch nicht, dass die Kasachische Republik der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung nach höher steht als die Tatarische Republik. Die Sache verhält sich gerade umgekehrt. Dasselbe muss man z. B. von der Autonomen Republik der Wolgadeutschen und von der Kirgisischen Unionsrepublik sagen, von denen die erste in kultureller und wirtschaftlicher Beziehung höher steht als die zweite, obwohl sie eine autonome Republik bleibt.

      Welches sind die Kennzeichen, die die Grundlage für die Überführung autonomer Republiken in die Kategorie der Unionsrepubliken bilden?

      Es gibt drei solche Kennzeichen.

      Erstens ist es notwendig, dass die Republik eine Randrepublik sei, die nicht von allen Seiten vom Territorium der Sowjetunion umgeben ist. Warum? Weil es notwendig ist, dass die Republik, die zur Unionsrepublik geworden ist, wenn ihr das Recht auf Austritt aus der Union der SSR gewahrt bleiben soll, die Möglichkeit besitze, logisch und faktisch die Frage ihres Austritts aus der Sowjetunion aufzuwerfen. Diese Frage kann aber nur eine Republik aufwerfen, die, sagen wir, an irgendeinen ausländischen Staat grenzt und somit nicht von allen Seiten vom Territorium der Sowjetunion umgeben ist. Natürlich gibt es bei uns keine Republiken, die faktisch die Frage des Austritts aus der Sowjetunion aufwerfen würden. Da aber der Unionsrepublik das Recht auf Austritt aus der Sowjetunion gewahrt bleibt, muss die Sache so geregelt werden, dass dieses Recht sich nicht in ein leeres und sinnloses Stück Papier verwandle. Nehmen wir z. B. die Baschkirische oder die Tatarische Republik. Nehmen wir an, diese autonomen Republiken seien in die Kategorie der Unionsrepubliken übergeführt worden. Könnten sie die Frage ihres Austritts aus der Sowjetunion logisch und faktisch aufwerfen? Nein, das könnten sie nicht. Warum? Weil sie von allen Seiten von Sowjetrepubliken und -gebieten umgeben sind und weil sie eigentlich aus der Sowjetunion nirgendwohin austreten können. (Allgemeine Heiterkeit, Beifall). Darum wäre die Überführung solcher Republiken in die Kategorie der Unionsrepubliken unrichtig.

      Zweitens ist es notwendig, dass die Nationalität, die der Sowjetrepublik ihren Namen gibt, in der Republik eine mehr oder weniger kompakte Mehrheit darstelle. Nehmen wir z. B. die Autonome Republik der Krim. Sie ist eine Randrepublik, doch haben die Krimtataren in dieser .Republik nicht die Mehrheit, im Gegenteil, sie bilden dort die Minderheit. Folglich wäre es unrichtig und unlogisch, die Krim-Republik in die Kategorie der Unionsrepubliken überzuführen.

      Drittens ist es notwendig, dass die Republik hinsichtlich ihrer Bevölkerungszahl nicht sehr klein sei, dass sie, sagen wir, nicht weniger, sondern mehr als etwa eine Million Einwohner habe. Warum? Weil es unrichtig wäre anzunehmen, dass eine kleine Sowjetrepublik, die eine minimale Bevölkerungszahl und eine unbedeutende Armee hat, auf ein selbständiges staatliches Bestehen rechnen könnte. Man kann kaum daran zweifeln, dass die imperialistischen Räuber sie flugs an sich reißen würden.

      Ich glaube, dass es im gegenwärtigen historischen Zeitpunkte unrichtig wäre, ohne diese drei objektiven Kennzeichen die Frage der Überführung einer oder der anderen autonomen Republik in die Kategorie der Unionsrepubliken aufzuwerfen……“

      Es ist jetzt sehr lang geworden. Jeder kann es selbst online nachlesen unter:

      http://www.stalinwerke.de/band14/b14-007.html

      und hier Punkt V.

      Ich denke es wird auch für Tyln interessant sein, da es hier auch um das friedliche Zusammenleben von vielen Völkern in einem Land geht, was hier am Beispiel der Krim erläutert wird.

    3. „Andererseits, und das haben die linksradikalen Führer der syrischen Kurden…“

      Unbewusst oder bewusst, wer nicht mindestens sozial fortschrittlich auf der Seite eines vom Imperialismus angegriffenen Landes ist – egal welcher Gesellschaftsordnung – steht auf der Seite des sozialen Rückschritts rechts; wer im Bündnis mit Imperialisten ist, steht extrem rechts und die imperialistische CIA hat schon alle möglichen Fahnen verteilt, gründet sogar zur Tarnung reaktionärer Söldner oder als „Fliegenfänger“ und Falle für sozial fortschrittliche Kräfte selbst angeblich „kommunistische“ Organisationen. in Libyen liefen die scheinislamisch-imperialistischen CIA-Söldner ausgerechnet mit T-Shirts des von der CIA ermorderten Che Guevara herum, von wegen „internationale Revolution“.

  9. Ich bezweifle ja, das die YPG irgend wo ein zentrales Kommando hat, welches militärische Befehlsgewalt über alle Einheiten haben. Häufig wurden doch in einem Dorf 10 Jugendliche 2 Wochen lang trainiert und ihnen wurden 3 MPs und eine Flagge da gelassen. Gegen den ISIS, oder sonstigen Wüstenräubern hat das ja auch häufig ausgereicht. Das diese Jugendliche weder ihr Dorf irgend welchen auf „FSA“ geflaggten Einheiten übergeben noch Bock haben, die Waffen an einen syrischen Staat abzugeben ist auch verständlich. Was politisch klug ist, ist eine andere Frage. Das es in der YPG keinem aufgefallen ist, das sie nie einen Vertreter nach Genf schicken durften halte ich auch für unrealistisch. Sie wussten von Anfang an, dass sie von der USA benutzt werden und haben mit ihnen kooperiert, solange es gemeinsame Ziele gab. Die Vernichtung von ISIS war so ein Ziel. Gleichzeitig verfolgten sie aber auch ihre eigene Ziele: Die Verbindung „ihrer“ drei Hauptsiedlungsgebiete.

    Als syrischer Staat würde ich ja verdeckt den YPG-Einheiten Munition, etc. zustecken. Sie sind zwar nicht loyal zum syrischen Staat aber auch keine Halsabschneider, wie diese „FSA“ Fußtruppen. Diese „FSA“ sind doch die selben Leute, welche versucht hatten in Latakia Alawiten in Dörfern abzuschlachten. Da wäre doch die Verringerung zukünftiger Gefahren auf diesem Weg der bessere.

    Jedoch: Die SDF muss nicht irgend welche arabische Gebiete erobern, welche genau so gut von der SAA geholt hätten können. Der einstige Wettlauf und der jetzige Stillstand zeigen halt auch, dass es nie um ISIS gegangen ist sondern um Einflussgebiete. Aus meiner Sicht müsste die YPG nicht Afrin an die SAA übergeben sondern die ganzen arabische Gebiete im Osten.

  10. Schau, die Asiaten sind weitaus intelligenter wie die im Nahen Osten. Sie lassen kein zwietracht durch die Amis zu, und finden erst zueinander (Süd/Nordkorea) um dann die USA zu Verhandlungen zu bewegen.

    Oder feiern wir diese kommunikation als erfolg der Chinesen, ganz im gegensatz zu den Russen. Die blendend zwietrach sehen nur um von der Türkei dies und jenes bekommen..

    Und die anderen, nehmen die zerstörung der kompletten Infrastruktur in kauf nur weil man der anderen Partei nicht „traut“

    Da kann man sich nur noch an den Kopf fassen..

    1. @ Tyln

      Trage ja nicht viel zur Diskussion bei, aber deine Diskussionsbeiträge sind sehr inkonsistent.

      (Edit: Snip. Angelegenheiten der Moderation würden wir hier im Parteibuch gern selbst in der Hand behalten, und unser Zeitmanagement auch.)

      Nicht für ungut, „fühlt“ sich für mich nur so an…

  11. ***
    Wael @WaelAlRussi 29 Min.Vor 29 Minuten

    #SAA regular units from the 5th Corps. Will began deploying in #Afrin

    And #YPG militias will leave the region.
    ***

    Normalerweise kein Schwätzer; wäre spät, aber noch nicht zu spät.

  12. Tyln sagte am14. März 2018 um 13:45
    „Ach ne, so banal würd ich dies nicht abstempel. Was soll er den sagen, das die Kurden es vorziehen sollten, unter der Herrschaft der BaathPartei weiter zu leben, die Angobte der Russen bedingungslos anzunehmen.“

    Die gegenwärtige syrische Verfassung sieht aber eine Mehrheit von Baath-Abgeordneten im Parlament vor.

    Und selbst wenn dieser Teil aus der Verfassung fliegt und das Parlament vollständig demokratisch gewählt wird bleiben die Kurden eine Minderheit, wenn sie den in Syrien bleiben.

    Wie man jedoch sieht bedeutet der Versuch einen kurdischen Staat aufzubauen (sogar auf Gebiet welches früher nicht mehrheitlich von Kurden bewohnt war) Krieg. Ein Krieg übrigens wodurch Israel mehr Vorteile hat als die Kurden.

    Ich finde es wäre für alle Beteiligten besser wenn sich die Kurden für einen Verbleib in Syrien aussprechen würden wenn bestimmte Abkommen (Gesetze) erlassen werden (falls noch nicht vorhanden). ZB Kurdisch als anerkannte Sprache die neben arabisch an der Schule gelehrt wird und mit der man Verwaltungsangelegenheiten und Geschäfte tätigen kann oder das Richter und Polizei von lokalen Gremien ernannt werden.

  13. Allgemeine Gedanken:

    Ich weis, das mein vorheriger Beitrag etwas lang ist. Ich denke jedoch, das es ein wichtiges Thema ist, das friedliche Zusammenleben verschiedener Völker zu erreichen.
    Ich erinnere mal daran, das es eine grundsätzliche Taktik der Kriegstreiber und Imperialisten ist, immer verschiedene Ethnien oder Glaubensgemeinschaften aufeinander zu Hetzen. Am liebsten mit Hilfe von einheimischen Kollaborateuren. Mir fällt da spontan Nordkorea / Südkorea oder Sudan / Südsudan oder DDR / BRD oder Nordvietnam / Südvietnam ein.

    Und in diesem Zusammenhang sehe ich die Kurden (hier die offensichtlich gekaufte kurdische Führung) keinesfalls als Opfer an sondern eindeutig als Täter.
    Wer gibt der YPG das Recht über die arabische Bevölkerung von Manbidsch zu entscheiden? Warum sollen diese Menschen in den Krieg getrieben werden? Für welche Interessen?

    Es ist doch offensichtlich das sich die YPG hier aus einem Eroberungsfeldzug befindet…..oder nicht?

    1. „…dass es eine grundsätzliche Taktik der Kriegstreiber und Imperialisten ist, immer verschiedene Ethnien oder Glaubensgemeinschaften aufeinander zu hetzen.“

      Meine vollste Zustimmung, tommmm!
      Und das „Paradebeispiel“ Jugoslawien bitte nicht vergessen. Leider auch dort mit großem Erfolg.

  14. Eine private Frage an das PB.

    Ein Beitrag von ir ist nicht veröffentlicht worden. Was war nicht ok?

    1. tommmm

      Nein, der Beitrag war schon OK. WordPress hat ihn bloß automatisch als Spam einsortiert. Ich habe ihn gerade manuell aus dem Spamordner rausgefischt. Falls sowas wieder passiert, bitte einfach Bescheid sagen. Oder, was sicherlich auch für die Diskussion noch besser wäre, kürzere Beiträge, Zitate, etc, verwenden.

  15. Total O. T. Du hast dir hier wieder ne total blöde Werbung ei gefangen. Automatische Weiterleitung u. s. w.

    1. S.G.

      Auf die werbung hier haben wir keinerlei Einfluss, und wir bekommen auch keinen Cent davon. Das macht alles der Hoster WordPress, der auch ganz allein die Einnahmen davon bekommt. Es ist bedauerlich, wenn der Mist an Werbung reinschaltet, aber wir können daran nichts ändern.

      Als Leser kann man allerdings Javascript abschalten oder Ad-Blocker verwenden, um sich den gröbsten Unfug an Werbung zu ersparen.

      1. Ich glaube, diese Art Werbung meinte S.G. nicht. Ich hatte hier gestern auch mehrere Stunden lang eine Weiterleitung auf irgend was mit appleshop.today. Hat sich allerdings seit kurz nach Mitternacht erledigt.

    1. Die Vertreter des russischen Volkes und dessen Sprecher ziehen hier und jetzt eine fette unübersehbare rote Linie ( Inc. Der Abschussplätze von evntuellen Marschflugkörpern(Schiffen) auf Damaskus.

      1. Glaube Esoterik und sonst was…
        Irgendwo stand was geschrieben von einer Endzeit die dann ist wenn Damaskus als zweitälteste Stadt der Welt in „Schutt und Asche“ liegt. Ich hab da doch ein bißchen Angst in dem Wissen das die *** in Israel nichts mehr können als Wörter zu interpretieren….

  16. @tommmm

    „Und in diesem Zusammenhang sehe ich die Kurden (hier die offensichtlich gekaufte kurdische Führung) keinesfalls als Opfer an sondern eindeutig als Täter.“

    Ja sicher sind sie Täter, aber sie machen all das eben nicht für sich, sondern schon immer für das osmanische Reich. Die Kurden sind eigentlich kein sesshaftes Volk die irgendwas aufbauen wollen, siehe den Osten der Türkei, siehe Nordsyrien. Die Kurden sind einfach die Stoßtruppe der Türken. Paar Jahren nach der Destabilisierung durch die Kurden kommt dann die osmanische Armee und okkupiert das destabilisierte Gebiet und „vertreibt“ diese Kurden in die nächste Region die auch wieder destabilisiert werden soll. Das alles geht schon seit Jahrhunderten so. Die Kurden intigrieren sich in keiner Staatsform. Im Syrien nicht im Irak nicht im Iran nicht. Ausser in der Türkei. Diese PKK Anschläge sind doch nur Show, da es nie politische Entscheider trifft, sondern immer nur die kleinen dummen Hansels aus den untersten Schichten

    „Wer gibt der YPG das Recht über die arabische Bevölkerung von Manbidsch zu entscheiden? Warum sollen diese Menschen in den Krieg getrieben werden? Für welche Interessen?“

    Die Kurden waren und sind schon immer Vasallen der Türken.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ba%C5%9F%C4%B1_Bozuk

    Ihr müsst einfach mal lesen und verstehen was dieser Artikel schreibt.
    Euch mal über diese Hilfstruppen informieren.
    Übrigens die gleiche Başı Bozuk Strategie wurde auch gesehen auf dem Balkan ( Albanien / Kosovo )

    Aber ich denke das Parteibuch ist mittlerweilen von dieser sich permanent änderten, kruden Argumentation von Tyln sowas von benebelt, daß es Tyln auch noch hier ein Podium liefert.

    Ich denke meine Meinung wird hier nicht veröffenlicht

    1. Ein Arisches Volk, was genau wenn nicht sogar älter als die Perser ist, was schon immer in mesopotamien gelebt hat.. ist ein Vassll besser gesagt es gibt keine Kurden 40.000 (auf beiden seiten) gestorbene Menschen sind nur Show gewesen
      nicht dein ernst oder ? Sag bitte, das du nur polarisieren wolltest , weil dann ist es witzig Ansonsten ***, wenn man das echt denkt. Wobei, aus gedanken kann sowas nicht entstehen

      Krass !

  17. S.G. (und PB) von wegen der fetten roten Linie, würde das Überschreiten mit dem ein Start einer S-300 bestraft?

    1. Petra

      S-300 ist ein System mit unterschiedlichen Raketen, und einige davon lassen sich auch gegen Cruise Missiles wie US Tomahawks einsetzen. Das wäre nichts neues. Was neu wäre, wäre nicht nur die Rakten, sondern auch Abschussvehikel oder Abschussplätze der Raketen zu beschießen, etwa mit russischen Kalibr Cruise Missiles. Dabei geraten dann nämlich nicht nur Raketen ins Visier, sondern auch die US-Soldaten, die sie abschießen.

    2. Petra

      Vielleicht liegst du doch gar nicht so verkehrt. Alexandr Scherin, stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsaussschusses der russischen Duma, hat vorgestern vorgeschlagen, über ganz Syrien eine Flugverbotszone zu verhängen, wenn die USA syrische Truppen angreifen sollten, meldet Interfax.

      http://www.mk.ru/politics/2018/03/13/v-gosdume-predlozhili-vvesti-v-sirii-bespoletnuyu-zonu-pri-atake-ssha.html

      Er machte den Vorschlag, danach alles runterzuholen, was da fliegt, und darüber vorab eine Erklärung zu machen. Dazu würden dann wohl S-300 und S-400-Systeme gegen die USA und wer auch immer sonst noch, der da illegal rumfliegt, etwa deutsche Tornados und israelische F-16, eingesetzt.

  18. vergessen
    sicherlich betrifft das nicht alle Kurden!
    Es geht um die Clanführer der Kurden. Nochmal die „unbedeutenden“ bzw „kleineren“ Kurden sind doch auch Opfer ihrer einen Führung. Aber auffallend ist, sie lassen sich einfach nicht intigrieren lassen

    1. PB, danke für die prompte Antwort. „Dabei geraten dann nämlich nicht nur Raketen ins Visier, sondern auch die US-Soldaten, die sie abschießen.“ Wäre Incirlik ein mögliches Ziel der S-300?

      1. Petra

        Nein, Incirlik dürfte auch wohl kein Ziel werden, da nicht zu erwarten ist, dass die USA ihren Stützpunkt im türkischen Incirlik für so einen wie den angekündigten Angriff nutzen.

        Außerdem ist S-300 ist ein Luftabwehrsystem, kein Angriffssystem für Ziele auf dem Boden. Sein in Syrien stationierter Nachfolger S-400 ist ebenfalls ein Luftabwehrsystem.

        Gegen Ziele auf dem Boden könnten z.B. Kalibr oder Iskander eingesetzt werden.

        Meist starten die USA ihre Tomahawks aber von See. Gegen Seeziele könnte Russland zum Beispiel Oniks-Raketen oder Shkval-Torpedos einsetzen.

  19. PB Für die prompte Antwort danke ich sehr. Sie schreiben: „Meist starten die USA ihre Tomahawks aber von See. Gegen Seeziele könnte Russland zum Beispiel Oniks-Raketen oder Shkval-Torpedos einsetzen.“ Meine Frage: Ziel wäre also ein US-Flugzeugträger im Mittelmeer?

    1. Petra

      Nochwas dazu. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, dürfte trotz der Drohungen der schäumenden Nikki Haley ziemlich gering sein. Die US-Militärs wissen genau, dass ein Krieg gegen Russland nicht gewinnbar ist, und werden das Trump vor einem Einsatzbefehl auch mitteilen.

      https://de.sputniknews.com/zeitungen/20180314319921738-warnung-usa-russland-konflikt/

      Allenfalls eine vorab von den USA und Russland gemeinsam genau durchgeplante Inszenierung wie letzten April ist realistisch betrachtet möglich, aber auch das halte ich im Moment für eher wenig wahrscheinlich.

      1. Ausserdem hat Gerasimov gestern seinen amerikanischen Amtskollegen deutliche Worte zukommen lassen.

      2. Pawel

        So sieht es aus. Und Gerasimov und Dunford haben dabei auch vereinbart, im Gespräch zu bleiben.

        Ich kann mir gut vorstellen, dass bald ein Anruf von Dunford bei Gerasimov kommt, der in etwa folgenden Inhalt haben könnte:

        „Er habe mit Trump darüber geredet, und Trump hat ihm gesagt, dass er eine zügige Eliminierung der abscheulichen Jihadi-Terroristen aller Art in Ost-Ghouta begrüßt, und er dazu geheimdienstliche Unterstützung anbietet. Andererseits habe Trump erklärt, er stehe unter immensem innenpolitischen Druck der Unterstützer der Terroristen in den USA, allen voran der liberalzionistischen Lobby, und würde deshalb sich gern irgendwie als „hart“ präsentieren. Und nun habe Trump ihn, Dunford, damit beauftragt, sich mit Gerasimov in Verbindung zu setzen, um anzufragen, ob man nicht zusammen irgendwas aushecken könnte, was Trump „hart“ aussehen lässt. Er denke dabei etwa daran, dass die USA ein paar Raketen irgendwohin in eine menschenleere syrische Wüste abschießt, und Russland und Syrien dann darauf antworten, in dem sie ein paar Raketen irgendwo in eine menschenleere Wüste schießen, wo US-Soldaten nicht allzuweit entfernt sind, die US-Raketen in die syrische Wüste geschossen haben.“

        Alle, Trump, Putin und Assad, würden dadurch „tough“ aussehen und ihre Popularitätswerte steigern können, bloß der kriegslüsternen liberalzionistischen Lobby und ihren Anhängern würde der Allerwerteste auf Grundeis gehen, dass es, wenn das mit den schlechten Beziehungen zu Russland so weitergeht, bald russische Atomraketen auf Washington, New York, Kalifornien und so fort regnen könnte.

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