Syrische Armee nimmt Aftris ein

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am heutigen Montag berichtete, hat die syrische Armee im Kampf gegen die Terrorgruppe Al Kaida und ihre Komplizen nun auch die im Osten der südlichen Ost-Ghouta-Tasche gelegene Ortschaft Aftris eingenommen.

Auf einer Karte von 24 Resistance Axis sieht dieser Fortschritt der Armee in der südlichen Ost-Ghouta-Tasche wie folgt aus:

Aus der südlichen Ost-Ghouta-Tasche wurde des Weiteren berichtet, dass es dort am heutigen Montag in den Orten Hamouriyah, Saqba, Jisrin, Kafr Batna und Hazeh Pro-Regierungs-Demonstrationen gegeben haben soll, wobei Regierungsgegner der Gruppe Failaq Al Rahman in Kafr Batna auf die Demonstranten geschossen und dabei einen Demonstranten getötet haben sollen.

Von Zentrum der Ost-Ghouta-Taschen wurde derweil berichtet, dass die Armee dort den Gürtel zwischen den drei Taschen deutlich erweitert hat, sodass abgesehen von möglicherweise noch existierenden geheimen Tunneln jede Verbindung zwischen den drei Taschen in Ost-Ghouta gekappt ist. 24 Resistance Axis hat den heute dort von der Armee erzielten Fortschritt auf einer Karte wie folgt dargestellt:

Aus dem Bezirk Qadam südlich von Damaskus wurde heute derweil gemeldet, dass die syrische Regierung mit dortigen Al-Kaida-Terroristen und ihren FSA-Kumpanen ein Abkommen zu ihrer Evakuierung nach Idlib getroffen hat und dazu bereits Busse breitgestellt wurden. Kaum war das Abkommen bekannt, haben Mitglieder der mit Al Kaida rivalisierenden Terrorgruppe ISIS die evakuierungswilligen Terroristen attackiert. Trotzdem gelang es am Abend, einen ersten Schub der Terroristen und „Rebellen“ aus Qadam in Richtung Idlib zu evakuieren, doch bis zur vollständigen Umsetzung der Evakuierung der Terroristen aus Qadam dürfte es wohl, selbst wenn alles funktioniert wie geplant, noch ein paar Tage dauern.

Angesichts dessen, dass die Lieblingsterroristen der anti-syrischen Kriegskoalition damit vor einer vollständigen Niederlage in und um Damaskus stehen, haben die USA dem UNO-Sicherheitsrat einen neuen Resolutionsentwurf für einen Waffenstillstand in Ost-Ghouta vorgelegt, von dem Terrorgruppen wie Al Kaida nicht ausgenommen sind, und dazu für den Fall, dass die syrische Armee und Russland die Eliminierung von Terroristen in Ost-Ghouta fortsetzen, mit militärischen Angriffen wie letztes Jahr im April anlässlich der Niederlage von Al Kaida und Kumpanen bei ihrem Angriff auf Hama gedroht. Der russische Botschafter bei der UNO seinerseits hat in einer Antwort dazu darauf darauf verwiesen, dass Terroristen der Nusra Front in Ost-Ghouta Chlorgas eingesetzt haben, bewaffnete Regierungsgegner die Evakuierung von Zivilisten durch Beschuss sabotieren und Russland mit der Einrichtung humanitärer Korridore und fünfstündigen täglichen Feuerpausen Schritte auf dem Weg zu dem von der letzten UNO-Sicherheitsratsresolution geforderten Waffenstillstand unternommen hat, die andere Seiten noch vermissen lassen.

Aus dem nordwestsyrischen Bezirk Afrin wurde gemeldet, dass die türkische Armee und ihre auf FSA geflaggten Jihadi-Söldner dort am heutigen Montag wieder eine ganze Reihe von Dörfern aus der Hand der kurdischen Separatistenmiliz YPG erobert haben, darunter auch den weit südöstlich von Afrin gelegenen Ort Basselhaya. Durch die Einnahme von Basselhaya wird die verbliebene Fluchtroute aus Afrin in Richtung Aleppo einerseits zunehmend zu einem Spießroutenlauf zwischen den Fronten der Jihadi-Söldner der Türkei, doch andererseits macht die Türkei damit, dass sie den Fluchtkorridor bislang nicht geschlossen hat, klar, dass sie die Flucht von Menschen aus Afrin bislang nicht verhindern will. Auf der Karte sieht die Situation im Bezirk Afrin gegenwärtig etwa wie folgt aus:

Der YPG nahestehende Quellen melden, dass 5.000 Menschen bereits aus Afrin über den schiitisch geprägten Ort Nubbol in die von der syrischen Regierung gesicherten Gebiete Aleppos geflüchtet seien und 25.000 weitere, darauf warten, in den nächsten 24 Stunden flüchten zu können.

Sollte dieser Trend anhalten, und davon ist wohl auszugehen, wird sich möglicherweise bald herausstellen, dass die Anzahl der sich im Afrin-Bezirk aufhaltenden Menschen deutlich kleiner war als die eine Million oder mehr, die die YPG und ihre Sympathisanten ständig behaupten. Insbesondere aus den Gebieten nordwestlich der Stadt Afrin soll es gegenwärtig erhebliche Fluchtbewegungen geben.

Und schließlich wurde bezüglich des Afrin-Bezirkes heute noch gemeldet, dass die YPG die Kontrolle über einige nahe an Nubbol und Zahraa gelegene Orte, darunter Tel Rifaat und Mennagh, an der syrischen Regierung gegenüber loyale NDF-Kräfte übergeben hat oder übergeben will. Diesbezüglich ist jedoch nach wie vor noch nichts bestätigt, sodass angenommen werden darf, dass über die Modalitäten ebenso noch verhandelt wird, wie darüber, welche Orte das genau betrifft. Dennoch kursieren bereits verschiedene Karten, auf denen mehr oder weniger große Gebiete eingezeichnet sind, die die YPG an den syrischen Regierung gegenüber loyale Kräfte übergeben könnte oder schon übergeben haben soll.

Nachtrag Dienstag 06:00h: Al Masdar News macht darauf aufmerksam, dass Anna News ein über 15 Minuten langes Video von der Einnahme von Misraba und der anschließenden Herstellung der Verbindung nach Harasta durch die syrische Armee veröffentlicht hat.

So in etwa darf man sich den Kampf der syrischen Armee zur Befreiung von Ost-Ghouta vorstellen. Und die Fähigkeiten der syrischen Armee sehen da auch schon viel besser aus als in den Videos vor einigen Jahren, wo sie noch mehr mit dem Herz am rechten Fleck ausgleichen musste, was an Technik und Training gefehlt hat. Für den Fall, dass Youtube das Video löscht, gibt es bei Al Masdar News eine Kopie, auch wenn sich das Video da nur zögerlicht lädt.

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47 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt Aftris ein

  1. Video

    Helm trägt nur der Kameramann, um besser filmen zu können.

    Die Älteren kennen sicher noch nineteen von Paul Hardcastle; im Song ging es um das Durchschnittsalter der Gis.

    Hier im Video dominieren doch sehr stark die älteren Semester.

    Wie sieht es denn mit der Wehrpflicht aus, kommen dagar keine Jungen nach, oder gehen die nicht an die Front bzw. i die Eliteeinheiten, die die Offensiven ausführen?

    1. andreas

      Gute Beobachtung. Ich kann dir nur sagen, ich weiß es nicht, was das im Video konkret für eine Einheit ist. In den letzten Tagen hieß es, soweit ich mich recht erinnere, dass es die Tiger waren, die Misraba eingenommen haben.

      Und ich gebe dir Recht, der Job der Jungs da sieht fast etwas nach Strafbataillon oder Strafvermeidungskompanie, à la französische Fremdenlegion, aus. Selbst für einen guten Sold sieht der Job da, Sturmtruppe zu Fuß im Feuer des Feindes, nicht nach einer Belohnung aus. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass jemand, der sich für diesen Job verpflichtet, damit auch schwierige Probleme aus der Welt schaffen kann, etwa ein übles Vorstrafenregister, denn wer das eine Weile erfolgreich durchsteht, der ist ein Held der syrischen Nation, egal was vorher war.

      Aber ehrlich gesagt weiß ich es nicht.

    2. Positiv, man sieht diversifiziertere Beaffnung wie früher und die Feuerunterstützung der Panzer und Schützenpanzer erfolgt im Verbund mit der Infanterie.
      Einige Panzer weisen an Wannenfront und Turm diverse deutliche Zusatzpanzerungen auf, was die Wiederstandsfähigkeit und Überlebensfähigkeit im Feld deutlich erhöht.
      Negativ, selbst bei diesen Sturmtruppen hat immer noch fast niemand Schutzwesten oder Helme, man sieht überhaupt keine Sniper, weder DMR noch schwerere, ebensowenig tragbare Granatwerfer und nur ganz vereinzelt RPGs.
      Und nach wie vor fahren immer noch Panzer ohne jegliche Zusatzpanzerung herum, die selbst für eine 100 USD RPG Granate ein leichtes Ziel sind und es laufen Soldaten zur nächsten Stellung, ohne das dabei Panzer, RPGs und MGs Unterdrückungs- und Sperrfeuer gegen potentielle Feindnester leisten.
      Noch sehr sehr viel zu tun bei Ausrüstung, Führung und Ausbildung, aber es geht voran.

      1. Man sollte in die Überlegung einbeziehen, dass man in solchen Videos nicht alles zeigt, was man hat. Und wenn, dann bewusst. Und dass man auch keine Militärtaktik vorführt.

      2. Offenbar fehlt es an Fachwerkstätten, welche solch improfisierte Zusatzeinrichgungen abfertigen können, auch wären video-Hilfsmittel im Clinch vorteilhaft.

  2. Ich hatte vor wenigen Wochen bereits geunkt, dass mir der Ton der „Freunde Syriens“ zusehends missfällt und ich den Eindruck gewonnen habe, dass im OP-Zentrum-West an eine ernstzunehmende Attacke gefeilt wird.
    http://www.dw.com/de/usa-drohen-mit-alleingang-in-syrien/a-42948207?maca=de-rss-de-top-1016-rdf

    Dieser Eindruck hält sich hartnäckig und die Lautsprecher der besonderen „Freunde“ geben auch nicht klein bei, ganz im Gegenteil, zumindest verbal wird weiter agitiert.
    Das aktuelle britisch-russische Scharmützel wird vom Wertewesten sicherlich sehr gerne als Motivationsmultiplikator genutzt werden.

    1. kaumi

      Ja, das westliche Löwenrudel brüllt wieder mal und verbreitet dabei mächtig üblen Mundgeruch.

      Dass es gern zubeißen würde, glaube ich auch sofort. Nur, so wie ich das sehe, fehlen ihm inzwischen die nötigen Zähne dazu, damit sie auch wirklich beißen können. Trump dürfte wissen, dass ein echter und ernsthafter Angriff auf Syrien sein Ende wäre, und Macron und May würden auch gern, doch es fehlt ihnen an sämtlichen Voraussetzungen, von der bundesdeutschen Flintenuschi ganz zu schweigen.

      1. Dein Wort in Gottes Ohren… ich überlege nur, wohin der Weg der dynamischen Agitation führen soll? Alles nur verbale Makulatur?

        Unterdessen ein kleines Video, so als Kontrastpunkt zum medialen Narrativ hierzulande gedacht:

        Auf dem hochgehaltenen Schild steht: „Herzliches Willkommen, SAA“.
        Man müsste Welt, Tagesschau, NZZ und all` diese PR-Medien mit diesen Videos konfrontieren – öffentlich wirksam versteht sich – und um Erklärung dafür bitten, wie solch eine Reaktion des gemeuchelten, mit Fassbomben vernichteten, ausgehungerten, ausgelöschten syrischen Volkes Zustandekommen kann… selbst auf die Gefahr hin, von seinen Beschützern, den Rebellen und den Weißhelmen, auf offener Straße erschossen zu werden.

      2. kaumi

        „Alles nur verbale Makulatur?“

        Ja, der gefürchtete westliche Löwe verbreitet nichts anderes mehr als üblen Mundgeruch. Und bald wird es jeder sehen.

      3. einparteibuch sagt: 13. März 2018 um 09:08

        “ … westliche Löwe verbreitet nichts anderes mehr als üblen Mundgeruch. Und bald wird es jeder sehen.“

        Das hoffe ich sehr und dafür bete ich jeden Abend. Je früher, je besser.
        Und ein wiederholtes Danke für die Infos hier. Ebenfalls an die AfD, die sich in diese „brutalen Schlächtereien des Assad-Regimes“ gewagt haben, um sich selbst ein Bild zu machen.

      4. es wird wohl wieder eine insignifikante raketenattacke wie letztes jahr geben, damit die USA ihr gesicht wahren kann.
        es wird sich nicht gegen ghouta/damascus richten, und es werden keine russischen soldaten gefährdet werden, dann für diesen fall drohte russland #ShipWreck an

    2. Der ziotransatlantischen Mafia und ihren Proxy Mörderbanden in Syrien droht die Totalniederlage.
      Somit leider sehr warscheinlich das diese erneut, wie mehrfach zuvor, wieder irgend eine Schweinerei inszenieren wird um ihre Terrorproxys noch zu retten.
      Zunehmende Panik herrscht wohl auch u.a. deswegen, weil sich noch einige westliche und israelische „Militärberater“ in Ghouta aufhalten sollen, sowie große Mengen moderner Bewaffnung und Ausrüstung, made in USA, Israel und einigen EU Staaten, welche ebenfalls der SAA in die Hände zu fallen droht.

      1. Wäre schön, wenn einige israelische und westliche „Berater“ endlich mal der Weltöffentlichkeit vorgeführt werden und in einer grossen Pressekonferenz darstellen dürfen, was sie nach Ghouta geführt hat und wie sich die „Revolution“ in Syrien unter ihrer Führung so entwickelt hat.

        kaumi, die Engländer steigern sich hysterisch in diese Spionagegeschichte rein. Dabei, das muss man sich mal vorstellen, war dieser Spion Jahre in Russland im Gefängnis. Da hätten ihn die Russen schon längst kaltstellen können, wenn sie denn gewollt hätten. Aber nein, die Russen sind so blöd, sie schicken ihn ersteinmal nach England, um ihn dann dort mit Gift zu töten und natürlich wollen sie auch die ganze Ortschaft mitvergiften.

        Möchte England gegen Russland in den Krieg ziehen? Damit riskieren sie ihre eigene Vernichtung. Die Engländer zeigen immer wieder, dass sie die grössten, skrupellosesten Kriegstreiber sind. Wieviel haben die saudis ihnen gegeben, damit sie weiterhin den Yemen bombardieren dürfen?

        Ich denke, oder hoffe, dass, je lauter das Gekreische der zionisten Fraktion, desto näher rückt ihre Niederlage.

  3. Wir erleben grade wie sich vieles aufklärt und Verbindungen enttarnt werden. In diesem Zusammenhang ist es vielleicht nicht ganz OT, die wachsende Kooperation von antideutscher „Antifa“ und Kurden in Deutschland festzustellen: Da agiert zusammen, was dieselben Sponsoren hat und für dieselben (den einfachen „Aktivisten“ sicher nicht bekannten) Auftraggeber aktiv ist. Das war u. a. gestern bei der Merkel-muß-weg-Demo in Hamburg sehr gut zu erkennen.

    Was die große Klappe britannischer „Eliten“ betrifft, brauchen die auch grade wieder im besonderen Ausmaß Ablenkung von innenpolitischen Themen: Mit Telford zeichnet sich grade ein weiterer, über Jahrzehnte aufgrund von „political correctness“ ignorierter Mord-, Versklavungs- und Mißbrauchsskandal an der verachteten und marginalisierten, weißen Unterschicht ab. Ein zweites Rotherham sozusagen, was viele Fragen aufwirft.

    Gleichzeitig werden Repression und Zensur gegen gefährliche Meinungen immer stärker. Dafür wird sogar der ur-demokratisch und ur-britische Grundpfeiler „Free Speech“ über Bord geworfen: Martin Sellner wurde bei der Einreise in´s UK verhaftet und für drei Tage in ein Abschiebezentrum gesperrt, weil er am Speaker´s Corner eine Rede halten wollte. Seine US-amerikanische Freundin Brittanny Pettibone wurde dort für drei Tage festgesetzt, weil sie Tommy Robinson interviewen wollte und Lauren Southern, eine weitere, „rechte“ Aktivistin, wurde gleich an der Einreise gehindert.

    „Great“ Britain ist nicht nur wegen des desolaten Zustands seiner Marine ein explosionsgefährdetes Wrack, das sich dringendst eigenen Problemen widmen sollte, statt mit letzter Kraft weiterhin Gift, Feuer und Schwefel in der Welt zu verbreiten.

  4. ***
    Elijah J. Magnier @ejmalrai 2 Std.Vor 2 Stunden

    The negotiation between #Russia, the #Syria/n Army and the local tribes with Jaish al-Islam in #Ghouta will free a thousand militants as a first step. More to come.

    **

    Na mal sehen was da kommt.

    Wer, wohin, mit welchen Waffen.
    Wie viele Ziviliten dürfen auch raus.

  5. ….wichtig ist in in dem Video vor allem, was es n i c h t zeigt, nämlich eine in sich geschlossene und aktiv handelnde Abwehr Front der Gegenseite !

    Wenn die es da schon nicht mehr können, wann wollen sie noch damit anfangen ?

    Ein kleines Widerstandszentrum hilft auch dann nicht mehr, wenn es rappel dicht mit Verteidigern besetzt ist !

    Dann werden die Angreifer eine derartige Kräfte – und Feuerüberlegenheit haben, das eine bewegliche und damit aktive Verteidigung nicht mehr möglich ist und andererseits von zahlenmäßig überlegenen Angreifern jeder potentielle Feuerpunkt der Verteidiger unter zumindest niederhaltendes Feuer genommen werden kann .

    Ernsthafte Ziele lassen sich dann immer noch mit schweren Angriffswaffen ausschalten, die letzten Verteidiger können sich dann ausrechnen, wann sie fällig sind .

    Im Mannschaftsbestand der angreifenden Regierungskräfte vor allem Männer zwischen 25 bis 45 ?

    Zu sehen ist eine innere Geschlossenheit und, das sie wissen, was sie wollen, da ist etwas mehr Lebenserfahrung durchaus ein Vorteil !

    Was mich etwas irritiert, ist der immer noch fehlende Einsatz von „Taschen Artillerie“ (Handgranaten)
    bei den Regierungstruppen im Häuser – und Straßenkampf wobei es in der gezeigten recht methodischen „Säuberungs -und Sicherungsaktion “ (mehr war es nicht !) auch nicht ganz so nötig ist,
    allerdings war das auch in der Vergangenheit noch nie zu sehen .

  6. Tillerson raus, Pompeo dafür rein.

    kann man spekulieren, warum; Korea, Syrien, Handel…

    1. andreas

      Ja, dazu, warum, kann man wohl spekulieren.

      Meine Vermutung ist, dass Tillerson einfach nicht so populär war wie Trump es gern gehabt hätte. Die Kombination seines russischen Verdienstordens in Verbindung mit der anti-russischen Kollusionskampagne erwies sich vermutlich als Mühlstein für die Popularität von Tillerson und Trump.

      Die große Frage ist, ob mit der Entlassung von Tillerson auch eine Politikänderung einhergehen soll. Meine Vermutung ist da eher mal nein. Pompeo könnte durchaus für eine Fortsetzung von Tillersons Politik stehen.

      Aber ob das so wirklich stimmt, wird man abwarten und beobachten müssen.

      1. Pompeo hat sich ja bzgl. Iran ziemlich weit aus dem Fenster gehängt; na mal sehen.

        Eine Frau als CIA-Chefin, auch mal was neues.

  7. Trump hat Tillerson gefeuert! Der Fahrstuhl wird immer mehr geleert, im Sinne von Trump und seiner Politik ?! Glaube nach wie vor an ihn.
    Wünsche der SAA weiterhin viel Erfolg. Hoffe auch, PB, das sie mit ihrer Einschätzung recht haben.

  8. Trump hat Tillerson entlassen und Mike Pompeo, CIA direktor, zum neuen Aussenminister ernannt. Trump sagt, er hat die Entscheidung selbst getroffen.

    In der Spion – Giftgeschichte hat Tillerson sich an die Seite von England gestellt und Russland als den Schuldigen ausgemacht, während sich das Weisse Haus mit Schuldzuweisung zurückhielt.

    Er fühlte sich auch aussen vor, dass Trump ohne Absprache mit ihm, sich für Gespräche mit Nordkorea entschlossen hat. Trump wollte die Veränderung jetzt, bevor er in die wichtigen Nordkorea Gespräche geht.

    Trump über Tillerson: Er ist in seiner Denkweise zu nah am Establishment.

    1. Demeter

      Was den Zeitpunkt von Tillersons Entlassung angeht, scheint mir der dadurch geprägt zu sein, dass der Geheimdienstausschau des US-Repräsentantenhauses gerade offiziell erklärt hat, dass es keine Kollusion zwischen Trump und Russland gegeben hat.

      https://www.cnbc.com/2018/03/12/house-russia-investigation-reportedly-finishes-interviews-nearing-end.html

      Hätte Trump den Träger des russischen Verdienstordens Tillerson vor dieser Feststellung entlassen, hätte das möglicherweise wie ein Schuldeingeständnis ausgesehen.

      Auch wenn Pompeo die Außenpolitik von Tillerson vermutlich mit anderer Rhetorik fortsetzt, könnte die Entlassung von Tillerson in Bezug auf die Türkei noch interessant werden. Tillerson war schließlich gerade erst in einem Sechs-Augen-Gespräch mit Erdogan und Cavusoglu, wo er die Beziehungen zur Türkei „repariert“ hat. Wenn Tillerson nun weg ist, wer garantiert der Türkei, dass die USA sich dann noch daran halten, was Tillerson der Türkei in diesem wichtigen Geheimgespräch versprochen hat? Da könnte es Reibereien darum geben, was denn tatsächlich abgemacht wurde, und mit Tillerson ist der einzige Amerikaner, der dabei war, nicht mehr an Bord.

      @Alle

      Gibt es schon irgendwo eine Information dazu, wer Nachfolger von Pompeo als CIA-Chef werden soll?

      1. ***
        Donald J. Trump

        @realDonaldTrump
        Mike Pompeo, Director of the CIA, will become our new Secretary of State. He will do a fantastic job! Thank you to Rex Tillerson for his service! Gina Haspel will become the new Director of the CIA, and the first woman so chosen. Congratulations to all!
        ***

      2. „Gibt es schon irgendwo eine Information dazu, wer Nachfolger von Pompeo als CIA-Chef werden soll?“

        „Phantom mit dunkler Vergangenheit“ (SPON), „…mit der dunken Vergagenheit“ (Welt), „Personalentscheidung ist eine Katastrophe“ (Deutschlandfunk), „Frau für’s Grobe“ …

        Gina Haspel

    1. Tom, alle

      Danke. Auf die Idee, einfach Trumps Tweets selbst zu lesen anstatt in den Massenmedien nach der Neubesetzung der Position CIA-Chef zu suchen, hätte ich auch selbst kommen sollen.

      Gina Haspel scheint mir ein CIA-Eigengewächs zu sein, dem Mike Pompeo vertraut.

      1. Zu Gina Haspel ist Analitiks Einschätzung vom 9. Februar 2017 interessant:
        „Aus einem anderem Blickwinkel“.

      2. Joaquin, HJD

        Das ist meiner Meinung nach eine exzellente Analyse von Analitik zur Personalie Gina Haspel. Sie erklärt schlüssig, warum sie nun Chefin der CIA wird.

  9. Interessant zum Thema UK finde ich diese Schlagzeile (eines atlantischen Springer-Blatts):
    https://www.welt.de/politik/ausland/article174521561/Theresa-May-Allein-gegen-den-Kreml.html

    Vor allem wegen der Verwendung des Begriffs „allein“. Der gefällt mir in diesem Zusammenhang besonders gut.

    Und das hier weist darauf hin, daß der russische Bär dem mottenzerfressenen, britischen Löwen empfiehlt, sein Maul nicht allzu weit aufzureißen: The gloves are off, ladies and gentlemen.
    https://www.rt.com/news/421190-british-outlet-rt-shut-zakharova/

  10. Ja, genau das macht mich auch sehr neugierig. Was aus diesem Deal mit der Türkei wird. Zumal Pompeo die zusammenarbeit mit den Kurden gelobt und unterstützt hat..

    Ich befürchte, das es jetzt gegen die Türkei und den Iran los geht. Die befürchtung ist eher auf den Iran bezogen.

    Die Türkei hat es schon lange verdient, bearbeitet zu werden.

    Was mich sehr wundert ist zb auch, wieso Russland mit der Lieferung der S-400 so langsam macht und sich Zeit lässt, obwohl die Türkei echt druck macht ?! Deal hin Deal her, die RF macht nicht den eindruck, sich mit der Türkei verbünden zu wollen..

    Pompeo wird neuen Wind in das ganze geschehen bringen.. ich vermute auch, das es jetzt durchaus freundlicher mit der RF wird.. jetzt nachdem Trumps angebliche Verbindungen Offiziell als nicht bestätigt gilt, hat er genug Spielraum..nachdem Millitär werden jetzt auch die Geheimdienste aufeinander abgestimmt..

    1. Tyln

      Eine stille Abstimmung der CIA mit den russischen Diensten hat meiner Meinung nach spätestens mit der Ernennung von Pompeo zum CIA-Chaf begonnen, wenn nicht schon unter Obama.

      Die CIA ist aber nicht „die Geheimdienste“ oder der einzige Geheimdienst der USA. Mindestens ebenso wichtig sind da die Militärgeheimdienste, insbesondere die DIA und die NSA. Und da hat eine gewisse Form der Abstimmung mit großer Sicherheit bereits unter Obama begonnen und wird unter Trump fortgesetzt, denn wenn die Militärs kooperieren oder dekonfliktieren, wie das nun aus vom US-Kongress geschaffenen juristischen Gründen genannt werden muss, dann kann ein entsprechender Austausch der Militärgeheimdienste kaum außen vor bleiben.

  11. Russland lässt die May auflaufen und Lavrov sagt lasst Syrien in Ruhe! Diesmal wird Russland wohl nicht so einfach nachgeben. Es sei denn man muss den nächsten Weltkrieg verhindern.

    Warum schreien im Westen fast alle nach Krieg? Warum machen das so viele(auch meist nur Kanonenfutter) mit?

    1. Wolle

      Die westlichen „Eliten“ sind im Gruppendenken gefangen und die Masse wird wie eh und je mit großen Dosen an Propaganda gehirngewaschen.

    2. Ich finde der letzte Absatz hier erklärt das mit Abstrichen ganz gut:

      „Im Oktober 2016 schrieb das Springerblatt „Die Welt“: „Russland sucht die Konfrontation mit den USA“. Das ist die komplette Verdrehung der Wahrheit und beschreibt exakt die Agenda der Systemmedien. In seiner Rede zur Lage der Nation vor einer Woche hat Putin nochmals die Hand Richtung Westen ausgestreckt. Darüber wurde nicht berichtet und auch nicht darüber, dass das Angebot wieder ignoriert wird, wie bereits 2001, als Putin vor dem Bundestag von einem Europa in Freundschaft von Lissabon bis Wladiwostok gesprochen hat. Genau das ist es nämlich, was das angelsächsische Kapital am meisten fürchtet. Eine Welt, die nicht mehr von ihm kontrolliert, beherrscht und ausgebeutet werden kann. Genau das ist es aber, was der Welt Frieden bringen würde, den eigentlich alle wollen – abgesehen von denjenigen, die ohne Krieg nicht existieren können: Der „Militärisch Industrielle Komplex“ und der hat seine Heimat in den USA. Unsere Politiker und Medien betreiben das Geschäft dieser Kriegs-Profiteure und sind sich offensichtlich nicht bewusst, dass auch sie alles verlieren werden, wenn deren Agenda in letzter Konsequenz Wirklichkeit werden sollte.“

      https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20181/ost-ghuta-und-der-andauernde-versuch-krieg-gegen-russland-zu-legitimieren/

      1. „…. Nation vor einer Woche hat Putin nochmals die Hand Richtung Westen ausgestreckt. Darüber wurde nicht berichtet und auch nicht darüber, dass das Angebot wieder ignoriert wird …. “

        Erinnert mich (ich hoffe, das darf man schreiben) (Edit: snip ***) Und die Propaganda dreht alles genau um 180°, was die Masse leider auch glaubt.

  12. Als ob die CIA bisher irgendwie positiv gewesen wäre. Wenn jemand für den tiefen Staat steht, dann doch wohl die CIA.

    1. Michel

      Ja, so war das bisher immer. Die Frage ist bloß, ob sich das gerade geändert hat oder ändert.

      Trump ist Frontmann einer Regierung, die im Effekt einem Militärregime sehr nahe kommt. Das US-Militär hat eine lange Erfahrung im Umgang mit der CIA und sie haben eigene Geheimdienste, die mit ähnlichen Mitteln, und sogar noch drastischeren Mitteln, wie die CIA arbeiten können. Wenn es überhaupt jemanden gibt, der in der CIA aufräumen kann, dann könnte das Militär da ganz an der Spitze der Liste stehen. Viele Militärgeheimdienstler können die CIA genauso wenig leiden wie andere Leute auch.

      Trump ist als Präsident sowohl Oberbefehlshaber über das Militär als auch über die CIA. Das Recht haben die Militärs also auf ihrer Seite, wenn ein US-Präsident ihnen den Befehl gibt, bei der CIA aufzuräumen.

      Die Frage ist bloß, ob das US-Militär einen entsprechenden Befehl bekommen hat. Da muss man schauen, was man sehen kann. Zu sehen war beispielsweise ein stümperhaft gemachter Versuch der CIA eines bunten Regime Changes im Iran zum letzten Jahreswechsel. Ist die CIA inzwischen wirklich so unfähig, oder hat da jemand, möglicherweise von oben, gezielt Sand ins Getriebe der CIA geworfen? Ich weiß es natürlich nicht, aber das ist etwa die Art und Weise, wie ich die CIA weiter beobachten würde. Auch die im letzten Jahr gegen Venezuela durchgeführten CIA-Operationen erscheinen mir extrem stümperhaft, um nicht zu sagen, fast schon auffällig stümperhaft gemacht.

      1. Eigentlich war es schon immer stümperhaft und viele haben die Handschrift der CIA auch schon früher erkannt nur in den letzten zwei Jahrzehnten hat alles an Fahrt aufgenommen und die schnelle Aufeinanderfolge von „Regimechange“- Versuchen von Aussen ist inzwischen so augenfällig, dass die Geheimdienste scheinbar an ihre Grenzen stossen, um sich was Neues einfallen zu lassen.

        Die Methode an sich ist ja nicht schlecht. Man nistet sich mit „humanitären Organisationen“und NGO’s im Gastland ein, wirbt junge Leute an und bereitet über Jahre den Nährboden für den Tag X. Gemeinsam mit den verlogenen Medien wird die Masse der Menschen im Glauben gelassen, dass da tatsächlich ein demokratischer Umsturz stattfindet.

        Oder man plant einen Militärputsch. Hat ja auch oft geklappt.

        Vielleicht überschätzen wir die Fähigkeiten der Agentur. Vielleicht hat die CIA geglaubt, es geht immer so weiter mit diesem Schema.

        Also stümperhaft schon, auch auffällig, aber eben im Rahmen der Möglichkeiten der CIA. Was sonst könnten sie noch machen? Der nächste Schritt wäre „bewaffneter Auftstand der Bevölkerung“ und dann Krieg mit Söldnern. Und wenn alles scheitert, offener Krieg.

      2. Demeter

        Besonders stümperhaft beim Regime-Change-Versuch der CIA im Iran zum Jahreswechsel war, dass sie ihre Lakaien schon sehr früh mit offenen Karten spielen lassen haben, insbesondere, dass da die im Iran verhasste Terrororganisation MEK die Führung hatte, die von CIA und MEK angeleierten Proteste von Anfang an gewalttätig waren und die promoteten Slogans von „raus aus Syrien“ und so fort nichts waren, womit die hätte Zustimmung in der iranischen Bevölkerung für den Regime-Change-Versuch hätte generieren können. Das war wie aus einem CIA-Lehrbuch, wo drinsteht wie man es nicht machen kann. Der von CIA und Mossad 2009 unternommene Versuch des grünen Regime Changes im Iran war demgegenüber zum Beispiel wesentlich gescheiter, raffinierter und gefährlicher eingefädelt.

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