Syrische Armee nimmt Misraba ein

Die syrische Armee hat am heutigen Samstag, nachdem tagelange Verhandlungen zur freiwilligen Übergabe gescheitert waren, die zentral in der von der Terrorgruppe Al Kaida und ihren Kumpanen beherrschten Tasche Ost-Ghouta nahe Damaskus gelegene Ortschaft Misraba eingenommen.

In einem Keller in Misraba traf die syrische Armee rund 60 Personen an, die sich geweigert hatten, mit den Terroristen mitzugehen, als diesse aus Misraba flüchteten, und in dem Keller auf die Ankunft der syrischen Armee gewartet haben, um so der Herrschaft der Terroristen zu entkommen und in sicheres Gebiet zu kommen.

Nordöstlich von Harasta ist die syrische Armee der Weiteren von Norden her an die Hauptverbindungsstraße zwischen den Orten Duma und Harasta vorgestoßen, ganz im Nordosten der Ost-Ghouta-Tasche rückt die Armee bei Rayhan weiter vor und im Südosten der Tasche ist sie dabei, die Ortschaft Aftris einzunehmen.

Auf einer aktuellen Karte von @PetoLucem sieht die Lage in Ost-Ghouta damit wie folgt aus:

Auch wenn die Verbindungen noch nicht ganz geschlossen sind, hat die syrische Armee durch Feuerkontrolle die Ost-Ghouta-Tasche damit in militärischer Hinsicht in drei Teile zerlegt: ein Teil ist Harasta, ein zweiter Teil ist Duma und Rayhan und der dritte Teil ist der durch die Ortschaften Irbeen, Jobar und Jisreen aufgespannte ehemalige Süden der Tasche. Die in Ost-Ghouta herrschenden Terroristen reagierten auf diese Entwicklung mit einer öffentlichen Erklärung, dass sie sich nicht evakuieren lassen werden, sie bis zum Ende weiterkämpfen werden und die gemeinsam mit Al Kaida den Süden der Tasche beherrschende Gruppe Failaq Al Rahman den Kampf anführen wird. Wie ernst es ihnen damit ist, zeigten die Terroristen heute unter anderem dadurch, dass sie während der heutigen Feuerpause eine Frau und drei ihrer Kinder erschossen, als diese über den südlichen humanitären Korridor aus Jisreen in die von der Regierung beherrschte Ortschaft Maliha flüchten wollten. Eine Niederlage oder Kapitulation in Ost-Ghouta würde für die Terroristen in Syrien und ihre ausländischen Sponsoren bedeuten, dass sie sämtliche Träume einer Eroberung von Damaskus einstweilig begraben können.

Im nordwestsyrischen Bezirk Afrin haben die türkische Armee und ihre auf FSA geflaggten Jihadi-Söldner auch am heutigen Samstag wieder eine ganze Reihe von Dörfern aus der Hand der kurdischen Separatistenmiliz YPG und ihren Partnern eingenommen.

Wie auf der Karte zu sehen ist, setzten die türkische Armee und ihre Söldner auch heute ihre Bemühungen zur Umzingelung der Stadt Afrin erfolgreich fort. Nur rund zwölf Kilometer fehlen der türkischen Armee und ihren Hiwis noch, bis der Ring um Afrin komplett ist. Die Separatisten der YPG machen trotzdem immer noch keine ernsthaften Anstalten, die Stadt Afrin an die syrische Armee zu übergeben und so die Stadt vor der Zerstörung und ihre zumeist kurdisch geprägten Einwohner vor einem Desaster zu retten. Stattdessen geben ihre politischen Vertreter Durchhalteparolen für einen Kampf bis zum Sieg aus. Eine Niederlage oder Übergabe von Afrin an die syrische Armee würde für kurdische Separatisten bedeuten, dass sie ihre Träume, aus Syrien, Irak, Iran und der Türkei einen kurdischen Staat mit Meereszugang zum östlichen Mittelmeer herausschneiden können, einstweilig begraben können.

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53 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt Misraba ein

    1. Karsten

      Zu dem von Zionisten gern genutzten Argument, dass es unter Präsident Assad in Syrien keinen Frieden geben kann, weil es da dann immer Gruppen geben wird, die mit Terror gegen die Herrschaft Assads „protestieren“ werden, fällt mir noch was ganz anderes ein.

      Ex-CIA-Mann Kenneth M. Pollack hat beim radikalzionistischen US-Thinktank Amercian Enterprise Institute (das gehören zu denen, wo Leute wie Dick Cheney, Donald Rumsfeld und Josef Joffe ein- und ausgehen) gerade öffentlich angeregt, dass die CIA mit einem geheimen und langfristig angelegten Programm zur Bewaffnung und Finanzierung von üblen Figuren in Syrien genau für solchen Terror sorgen soll. Ziel dieses Terrorprogramms sollte es seiner Meinung nach sein, den Iran in Syrien auszubluten, so wie die CIA das in den 80ern mit der Sowjetunion in Afghanistan gemacht hat.

      https://www.aei.org/publication/pushing-back-on-iran-part-3-the-syrian-civil-war/

      Soviel dazu, wer für den Terror in Syrien dann verantwortlich sein dürfte, wenn es ihn geben sollte, wenn Assad in Syrien Präsident bleibt. Das AEI ist berüchtigt dafür, Israels Interessen und Wünsche immer obenan zu stellen.

      1. Es ist immer wieder erschreckend, wie öffentlich solche Menschenleben verachtenden Strategien kommuniziert werden. Jeder kann es lesen und zitieren, um dann als Verschwörungstheoretiker stigmatisiert zu werden.

  1. Somit wird die YPG/SDF/PKK in Afrin völlig vernichtet werden. Ich finde das nicht schlecht. Begrabt es denn Separatismus. Ich denke die Türkei hat Operation Olivenzweig begonnen mit Absprache der Russen. Sonst hätten sie ihre Militärpolizei in Afrin nicht zurückgezogen. Denn Luftraum hätte man auch nicht für die Türkei geöffnet.

    Wahrscheinlich weil man wusste das die YPG/SDF/PKK mit der USA und Israel kooperieren und eine Gefahr im Länderviereck Türkei/Iran/Irak/Syrien darstellt.

    Man muss wissen das auch im Iran – wenn auf kleinerem Niveau – die PKK Gefahr präsent ist. Hat es dort schon öfters Angriffe seitens der Kommunisten auf iranische Sicherheitskräfte gegeben. Dazu kooperieren der Iran und die Türkei mittlerweile militärisch gegen die kurdischen Separatisten.

    https://www.dailysabah.com/war-on-terror/2017/11/09/turkey-iran-on-same-page-for-military-cooperation-against-pkk/amp

    Entweder gibt die YPG/SDF/PKK zugunsten der SAA auf und übergibt Afrin der Republik, oder sie werden dort vernichtet und müssen sich weiteren Verlauf des Krieges damit rechnen das die SAA sobald Ostghouta, Idlib und Daraa unter syrischer Kontrolle sind die YPG/SDF/PKK in verschiedenen Fronten angreiffen wird. Kurdische Autonomie in Syrien wird es auch nicht geben, geschweige den nur Verhandlungen darüber, was mich freut da es Syrien teilweise Kastrieren würde. Das ist ja der Wunsch Israels und sollte strikt abgelehnt werden. Syrien muss Syrien bleiben kein Verkrüppeltes Land in dem irgendwelche Kurden die absolue Mehrheit mit Autonomie vorsich hertreiben.

    Gibt es Hinweise das russische Speznaz in Ostghouta mitmischen? Waren auch in Ostaleppo und Deir-er-Zor dabei.

    1. „Wahrscheinlich weil man wusste das die YPG/SDF/PKK mit der USA und Israel kooperieren und eine Gefahr im Länderviereck Türkei/Iran/Irak/Syrien darstellt.

      Man muss wissen das auch im Iran – wenn auf kleinerem Niveau – die PKK Gefahr präsent ist. Hat es dort schon öfters Angriffe seitens der Kommunisten auf iranische Sicherheitskräfte gegeben.“

      USA und Israel unterstützen keine Kommunisten, sie töten Kommunisten. Also, wie könnte in Wahrheit Kommunist sein, wer mit denen kooperiert?

      1. Amoahnos

        Labels zum Verächtlichmachen der YPG helfen hier nicht weiter.

        Die in der UdSSR zur Zeit Stalins vorherrschende Ideologie unterscheidet sich in vielfacher Hinsicht von der der PKK. Die gesellschaftstheoretische Ideologie der PKK ist auch nicht das wesentliche Problem mit der Organisation. Der verbohrte Separatismus und die engen Beziehungen zu US-israelischen Kolonialisten und ihrem Terrorapparat sind das wesentliche Problem mit der PKK und der YPG.

  2. Türkisch:
    „Biz NATO’nun kurucu üyesi olup, ittifaka birçok katkılar sağladık. Afganistan ve başka ülkelerde etkiniz. Biz, kilit müttefiklerden biriyiz. Bu, bizim stratejik tercihimizdir. Hiç kimse bizi NATO’dan çıkaramaz, bu teknik açıdan mümkün değildir. Burada, Türkiye karşıtı duygular söz konusudur. Ancak NATO üyeliğimizin sorgulanmasına izin vermiyoruz. NATO bizim evimizdir. Birisi gelip, NATO’nun evimiz olmadığını kim söyleyebilir? Bazı Batı ülkeleri, Türkiye gibi ülkelere karşı nasıl davranıldığını maalesef halen bilmiyorlar. Artık Türkiye’ye 20 yıl öncesi gibi muamele edilemez. Türk milleti bunu reddediyor. ABD ve AB, Türkiye’nin eşit ortak olduğunu anlamalıdır.”

    Übersetzung:
    Wir sind ein Gründungsmitglied der NATO und haben viel zur Allianz beigetragen. Wir sind in Afghanistan und anderen Ländern aktiv. Wir sind einer der wichtigsten Verbündeten. Dies ist unsere strategische Entscheidung. Niemand kann uns aus der NATO entfernen, was technisch auch nicht möglich ist. Hier ist die anti-Türkei Stimmung betroffen. Aber wir erlauben nicht, dass unsere NATO-Mitgliedschaft in Frage gestellt wird. Die NATO ist unser Zuhause. Wer kann sagen, dass jemand kam und die NATO nicht unser Zuhause ist? Einige westliche Länder, wissen nicht, wie sie mit der Türkei umgehen müssen. Die USA und die EU sollten verstehen, dass die Türkei ein gleichberechtigter Partner ist. “

    Und zack, war der Traum Russlands vepufft.. und zack ist die Nato im Norden mit neuen versorgungsrouten. Die USA haben die Kurden für die Türkei fallen lassen und Russland auuch hat jemand wirklich dran geglaubt das die Türkei austritt..

    starke leistung Putin..

    1. „Niemand kann uns aus der NATO entfernen, was technisch auch nicht möglich ist.“

      Technisch auch nicht möglich? Welche Art von „technisch auch nicht möglich“? Parlamentsbeschluss mit einfacher Mehrheit. Diese Art von „technisch auch nicht möglich“?

      1. clearly

        Hintergrund der Aussage von Çavuşoğlu dürfte sein, dass es im NATO-Vertrag keinen Mechanismus gibt, um einen Staat aus der Organisation rauszuwerfen.

        Welches Parlament sollte denn entscheiden, die Türkei aus der NATO rauszuwerfen? Das deutsche vielleicht, so wie manche Politiker der zweiten und dritten Reihe sich das offenbar vorstellen? Selbst durch einen gemeinsamen Beschluss können alle anderen NATO-Staaten die Türkei nicht einfach aus der NATO rauswerfen, da solche weitreichenden Fragen in der NATO wohl einstimmig getroffen werden müssen.

        Aber: die anderen NATO-Staaten können natürlich der Türkei erklären, dass sie die militärische Zusammenarbeit mit der Türkei einstellen und den Artikel 5 (Bündnispflicht) des NATO-Vertrages in Bezug auf die Türkei für obsolet betrachten. Die NATO-Bündnispartner sind nämlich zwar zu Beistand verpflichtet, können sich aber selbst aussuchen, in welcher Form sie Beistand leisten. Formaljuristisch, oder technisch, wie sowas Politiker oft nennen, würde also im Falle eines Beistandsfalles schon eine Postkarte mit den Worten „Viel Glück“ die mit der NATO-Mitgliedschaft eingegangene Beistandsverpflichtung erfüllen. Anderserseits kann die Türkei einstimmig zu treffende Entscheidungen in der NATO blockieren, solange sie Mitglied ist, und damit die NATO ziemlich lahmlegen.

        In so einem Fall wäre die NATO-Mitgliedschaft für die Türkei natürlich ebenso wertlos wie die türkische Mitgliedschaft für die NATO, weswegen man dann entweder über eine einvernehmliche Beendigung dieser Mitgliedschaft „in aller Freundschaft“ verhandeln könnte oder die Türkei einseitig aus dem NATO-Bündnis austreten könnte, etwa um offen für neue Bündnisse zu sein, wo die Türkei sich besser aufgehoben und als „gleichberechtigter Partner auf Augenhöhe“ fühlt. So eine Scheidung könnte bei gutem Willen auf allen Seiten recht zivilisiert über die Bühne gehen, könnte aber bei fehlendem guten Willen auch eine richtige Schlammschlacht werden.

      2. Parteibuch

        Zitat PB: „Andererseits kann die Türkei einstimmig zu treffende Entscheidungen in der NATO blockieren, solange sie Mitglied ist, und damit die NATO ziemlich lahmlegen. “

        Genau das ist m.E. ein wichtiger Punkt. Hier…

        https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/01/27/auch-neunte-runde-von-uno-gespraechen-zu-syrien-ergebnislos/#comment-40537

        hatte ich u.a. folgendes geschrieben…

        „Der ganz große Knall wäre dann natürlich, wenn all diese Ereignisse schließlich in einen NATO-Austritt der Türkei münden würden. Ob das wirklich geschieht, ist ungewiss und vielleicht nicht mal erstrebenswert, denn möglicherweise kann die Türkei als „U-Boot“ in der Nato viel nützlicher sein.“

        Zitat PB: „In so einem Fall wäre die NATO-Mitgliedschaft für die Türkei natürlich ebenso wertlos wie die türkische Mitgliedschaft für die NATO…“

        Das würde dann nicht stimmen. Je mehr sich die NATO-Staaten zum Gegner der Türkei entwickeln, um so nützlicher wäre es für die Türkei, als NATO-Mitglied, subversiv gegen NATO-Interessen wirken zu können, während die NATO nur Nachteile davon hätte.

      3. leo

        So eine Soilerstrategie könnte die Türkei in der NATO vielleicht ein paar Jahre fahren, aber spbald es auffällt, würden die anderen NATO-Staaten das als undreundlichen Akt betrtachten und Gegenmaßnahmen ergreifen, möglicheweise etwa Sanktionen gegen die Türkei verhängen.

        Der vernünftige Ausweg aus so einer für alle Seiten schlechten Situation wäre dann eine „einvernehmliche“ Scheidung. Da könnte die Türkei dann vielleicht etwas mehr bekommen, als wenn sie einfach nur einseitig austreten würde, aber allzugroß wäre der Unterschied vermutlich auch nicht.

  3. Ps: Das waren die Aussagen des Türkischen Außenministers… bei einem Interview in Deutschland, also bei den neuen Führern der Nato..

    1. Könnte nur abwiegeln sein. Meinst du wirklich das man direkt sagen wird vor einer Regierungschefin des zweit grössten NATO Staates das man die NATO verlässt oder kein Vertrauen mehr hat?

      Das ist doch dumm das man offizielles protokollarisches Geschwätz von Politikern glaubt. Sowas darf man nie zu ernstnehmen wenn Handlungen des Staates mit dem Gelabber offensichtlich nicht übereinstimmen. Krasser Anfängerfehler denn du immer machst. Niemand sagt direkt in der Öffentlichkeit was genau los ist. Weil man somit alles zunichte macht was man plant.

      1. okay.. wenn du denkst, das es Dumme Anfänger fehler sind..

        Das gleiche würde in diesem fall auch für die gelten, die dem geschwafel von Erdogan glauben.. das er aus der Nato austritt usw..

        *** .. keine lust mehr, hier, denen die dieses System nicht verstanden haben diese zu erklären..

        Ich tu hier niemand denunzieren ***

        Lerne zu diskutieren dich auseinandersetzen ohne Persönlich zu werden… dann können wir gern weiter schreiben.

        Sorry PB aber das musste sein.. (Edit: nein, das musste es ganz sicher nicht)

      2. *** der glaubt ernsthaft, das die Türkei geheimpläne macht und der Nato nichts verraten sollte.. ***

    2. Tyln

      Zuerst mal ist hier ein Link zu dem betreffenden Interview der Zeit mit Çavuşoğlu, wo man sich auch über den Kontext informieren kann:

      http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-03/mevluet-cavusoglu-deutsch-tuerkische-beziehungen-deniz-yuecel/komplettansicht

      Zur Interpretation des von dir zitierten Inhaltes des Interviews bin ich genau gegenteiliger Ansicht. Çavuşoğlu treibt mit der Forderung, die USA und die EU sollten begreifen, dass die Türkei ein gleichberechtigter Partner auf Augenhöhe ist, den NATO-Austritt der Türkei weiter voran.

      Zur Erklärung: jeder halbswegs in Sachen Verteidigungspolitik interessierte weiß, dass die NATO kein Bündnis unter Gleichberechtigten, sondern eine von den USA dominierte Organisation ist, in der die USA ausländische Hilfstruppen für das US-Militär bündeln. Aus diesem Grund ist der wichtigste Kommandeur in der NATO (SACEUR genannt) immer ein US-Amerikaner, während den anderen Staaten lediglich der Posten des besseren Pressesprechers der NATO (Generalsekretär genannt) bleibt. Die USA sind auch aus Prinzip gar nicht zu einem Bündnis in der NATO auf Augenhöhe bereit und verweigern grundsätzlich die Unterstellung von US-Truppen unter einen ausländischen Befehlshaber.

      Damit, dass Çavuşoğlu in der NATO eine gleichberechtigte Partnerschaft auf Augenhöhe von den USA verlangt, wird er also bei den USA vorhersehbar auf Granit beißen (genauso wie die anderen NATO-Staaten, wenn sie das von den USA verlangen würden). Und das wird er auch genau wissen. Wenn die Türkei dann, wie es abzusehen ist, keine gleichberechtigte Partnerschaft in der NATO bekommen, kann die türkische Politik ziemlich plausibel eine Erklärung machen, die lautet, dass die USA in der NATO nicht zu einer gleichberechtigten Partnerschaft mit der Türkei bereit sind und die Türkei deshalb nun aus der NATO austritt und sich Prtner sucht, die die Türkei als gleichberechtigten Partner auf Augenhöhe behandeln.

      Ich finde das von Çavuşoğlu im Zeit-Interview diplomatisch sogar recht geschickt gemacht, wenn er damit einen NATO-Austritt vorbereiten sollte, denn große Teile der deutschen Bevölkerung sind sich gar nicht bewusst, dass die NATO eben kein Bündnis von gleichberechtigten Partnern auf Augenhöhe ist. Verteidigungspolitiker und Diplomaten dürften die Aussage hingegen durchaus als implizite Drohung verstehen.

      1. NATO ist diejene Organisation, welche US-Militärschrrott zu Höstpreisen abzunehmen verpflichtet ist, damit USA sich neues Equipment zulegen kann, weil selbst sind sie pleite.

      2. Das stimmt durchaus, nur formatiert sich die Nato auch neu. Und die USA Manövriert sich selbst daraus.. Deutschland übernimmt die Führung und gibt der Türkei das, was sich Russland wünscht. Gleichberechtigte Partnerschaft. Denn Geopolitisch gehesen ist es unmöglich, die Türkei aus dem Büdniss zu lassen. Die Türkei möchte selber ein Partner bleiben, weil sie genau wissen, das ihr Völkerrechtswidrige Kriegsführung jetzt und in Zukunft von der Nato geduldet wird sogar befeuert wird. Von den Wirtschaftlichen vorteilen ganz abgesehen.

        Die Türkische Staatsführungen, haben diese Art und weise schon immer durchgezogen. Die eine seite mit den anderen auszuspielen.. wie wenn sie die freiheit hat, dies zu tun.

        Damals im Irakkrieg, wurden 8-9 Türkischen Soldaten säcke über den Kopf gezogen, das von den GIs, nicht mal da war es ein Grund geschweige denn hatten sie die Freiheit.. da gabs wieder nur gebrülle gejaule..

        Die Türkei unter führung der Akp-Mhp faschisten, Spielen ihr Spiel nur für die Zuschauer auf der Tribüne.

        Seht ihr nicht, wie der Westen jedes mal vor den Türkischen Wahlen, die Akp tatkräftig unterstützt damit sie die Wahlen Gewinnen. Ihr werft mir vor Blind und ein Amateur sein, begreift aber selber nicht, dass dieser ganze Streit ein Schauspiel ist.. die Nato wird die führung des Gesamten Nahen Ostens lieber der Türkei (Unter der Kontrolle des Büdnisses) überlassen, als sich durch Russland ersetzen zu lassen..

        Viel zu viele bereiche der Westlichen Hemisphäre sind teil der Nato.. dieses Büdniss ist Zentralisiert (Bilderberger/Stratfor/AtlanticCouncil u.n.v.m) alles teil der Nato.

        Vorallem ist immer der Moment, wann und was gesagt wird wichtig.. nicht das was immer gesagt wird.. denn nichts was in der Politik passiert ist Zufall, dafür hängt zuuu viel dran..

    3. Woher weißt du das Putin die Türkei aus der NATO raus haben will?
      Aus deiner Glaskugel?
      Du hast die Politik der Russen und von Putin absolut nicht verstanden und willst es auch nicht.
      ***
      Putin weiß sehr wohl , das er die Türkei niemals aus der NATO rausbekommt.
      Die NATO ist eine Sicherheitsgarantie für die Türkei, das die Türkei niemals von der NATO angegriffen wird. Etwas besseres gibt es nicht für Erdowahn.
      ***
      Die USA , Türkei und Syrien gehen den Bach runter und die hast Schadenfreude wenn Putin angeblich nicht das bekommt was er angeblich will.
      Die Türkei wird von Russland so behandelt wie die Türkei von den USA behandelt werden will.
      Google mal nach dem Wort ,, Objektivität“.
      Nur damit kommst die weiter.

      1. ihr versteh nicht, wieso ich Schadenfreude haben sollte.. ok, die Türkei den bach runtergehen zu sehen macht mich schon ein wenig Glücklich.. aber weil die Türkei maßgeblich an der Zerstörung Syriens beteiligt, es sogar befeuert hat.. und das die Türken an einem Kollektivem Wahnsinn leiden und sich so sehr verar***en lassen, so ein Volk verdient es nicht anders.. wie damals die Deutschen, die haben auch eine Kollektive Straftat begangen und jetzt Zahlen sie dafür.. die Türkei hat noch so einigen Völkermorde begangen wurde aber dank der Nato nie zur rechenschaft gezogen.. so ein Land, darf nicht ungestraft davon kommen.

        Bei Putin bin ich eher Traurieg, das Russland so in die enge getrieben wird und daraus eigtl trotzdem sehr gut agiert nur mit der Türkei noch nicht ganz weiß umzugehen..

        Ja und bei der USA auch durchaus Glücklich.. da bedarfs aber keiner erklärung, versteht sich ja von selbst..

    4. Bezüglich der Vorteile in der Nato zu sein oder nicht in der Nato zu sein, möchte ich darauf hinweisen das der erste Vertrag das türkische Gastarbeiter nach Deutschland kommen dürfen aufgrund des Drucks der USA unterschrieben wurden, um die damalige türkische Regierung zu unterstützen. Auch gegenwärtig werden ja keine riesigen Anstrengungen unternommen türkische Gastarbeiter aus Deutschland in die Türkei zurückzuschicken. Dies stützt die Regierung in Ankara weil die Gastarbeiter etwas verdienen, ihre Familien in Deutschland und der Türkei (dort auch die Eltern) über deutsche Krankenkassen versichert sind und viele Gastarbeiter auch Geld in die Türkei überweisen oder dort Investitionen tätigen. Desweiteren können imho auch Geschäfte deutscher Firmen mit der Türkei über Hermesbürgschaften abgesichert werden.

      Wenn jetzt die politische Lage zwischen der Türkei und dem „Westen“ sich verschlechtern würde könnten die genannten Vorteile auch für die Türkei verloren gehen. Auch Griechenland in der Nato und die Türkei außerhalb der Nato könnte die Lage dort für die Türkei verschlechtern.

      Also ich sehe keinen Grund warum die Türkei bestrebt wäre die Nato zu verlassen, ganz im Gegenteil.

  4. Auf military Maps gibts die Info das die Luftwaffenbasis Dumair von Terroristen beschossen wurde. angeblich mit Raketenwerfen. Es liefe gegenwärtig eine Art Vergeltungsaktion.
    Das Verhältnis mit den Rebellen dort schien doch bis jetzt relativ konfliktfrei.
    Weiß das PB mehr darüber ? was ist dort los.

  5. Kurden, Kurden und wieder Kurden – kann es nimmer hören!

    Ich kram mir jetzt meine Karl May Sammlung hervor und geb mir wieder „Durch’s wilde Kurdistan“.

  6. Hallo Parteibuch,

    ganz egal, was mit der Nato und der Türkei wird und Russland will.

    Wenn Afrin in türkische Hände übergeht (Massaker, Verschleppungen und Folter), ohne das Assad es ernsthaft versucht hat das zu verhindern, werden die Kurden das als Erneuerung des Blutracheschwurs auffassen.

    Damit ist eine Chance auf Frieden und Nationenbildung, in den nächsten 2 Generationen (60 Jahre) vorbei.

    Ich schrieb es bereits im November 17.
    Der USA ist es egal, ob die Türkei in der NATO ist oder nicht, sie spielt im kommenden großen Krieg, dank Georgien, Rumänien und Bulgarien, nur noch eine untergeordnete Rolle. Den Fortschritt der Waffentechnik nicht vergessen.

    Wichtiger ist, das Chaos im Nahen Osten herrscht.
    Chaos ist es, was die Türkei, in der Tradition der Osmanen, verbreitet.
    Nichts wäre für den großen Leviatan schlimmer als eine wirtschaftlich prosperierender und miteinander kooperierender Block von Nationalstaaten im Nahen Osten.

    Das große Ziel nicht aus den Augen verlieren.

    Freundlich Grüße und lass Dich nicht Ärgern
    PAule
    PS: Die sind noch Jung und wollen spielen.
    P.

    1. PAule

      Mir ist schon klar, dass die in den Kandil-Bergen und in Tel Aviv sitzende politische Führung der PYD/PKK/YPG Putin und Assad stets für alles Unglück auf der Welt verantwortlich macht, und sei es schlechtes Wetter. Die kurdische Bevölkerung Syriens wird das bezüglich Afrin auch gern glauben, und sie glauben es ja jetzt schon, denn die Vorstellung, dass sie die Katastrophe der dummen Sturheit und außenpolitischen Korruption ihrer geliebten PKK/YPG-Führung zu verdanken haben, ist ihnen natürlich zutiefst zuwider.

      Die Richtung der Schuldzuweisungen wird aber schwieriger, wenn gegen Sommer die türkischen Operationen zur Zerschlagung der PKK/YPG-Strukturen in Ostsyrien beginnen.

    2. Genau das meinte ich auch schon vor Tagen, seit beginn des Angriffkrieges durch die Türkei.. man versucht die Kurden von Syrien zu trennen.. indem man ihnen zeigt, guck syrien gibt ein dreck auf euch.. und sie davor zig mal um Unterstützung gebeten haben.. man bricht die gemeinsame Tradition der Völker durch die Türkei.. es geht nicht darum wer das oder dies will.. SAA verliert im gesamten Norden an legimität.. die SAA hat es dank Putin verpasst, den Kurden das gemeinsamkeitsgefühl unter der Syrischen Flagge zu stärken. Man hätte die YPG sogar ignorieren können.. sogar sie dann bekämpfen wenns sein muss.. aber die Bevölkerung hätte es sehr gefreut und zusammengeschweißt. Doch jetzt, hat man sich in die Irre führen lassen. Aber wer weiß, vllt und hoffentlich trifft Syrien doch noch die alles ebtscheidende entscheidung.. genau vor dieser Patt situation für Syrien hatte ich gewarnt..

      vllt teilweise falsch ausgedrückt aber den inhalt sollte man verstanden haben..

      Der einziger Gewinner aus dieser Situation ist die Nato.. und die Türkei hält sein Osmanen Traum aufrecht..

      1. bin ich im verkehrten Film, wer ist mehr am Ruder und entscheidet,
        Putin oder die Nato = nicht immer Türkei ? Wer hat die Geschicke der letzten Jahre bestimmt ?
        Kommt nach einem ersten Schachzug oft ein zweiter ? wer spielt besser Schach- schon immer ?

        Elmar

    3. Paule hat Recht.
      Wenn Afrin in türkische Hände übergeht, ohne dass Assad ernsthaft zu verhindern, dann wird das kurdische Volk ihm die Schuld an den zu
      erwartenden Greueltaten der Türken geben.
      Die Kurden haben nun mal ein total verdrehtes Weltbild.
      Es wird erforderlich sein, sie vor sich selbst bzw. ihren wahnsinnigen oder korrupten Führern zu schützen, um ein Massaker in Afrin zu verhindern.

      Meine Meinung ist, die SAA sollte mit Hilfe der RU einen Korridor nach Afrin freihalten und das noch freie Gebiet im Osten von Afrin besetzen.
      Sollten da YPG Einheiten das verhindern wollen, müßten sie bekämpft und
      entwaffnet werden.
      Am besten wäre es, wenn die SAA sogar versucht, von Osten in die
      Stadt hineinzukommen und die YPG auch dort zu bekämpfen .
      Freiwillig kommt die YPG nicht zu Verstand, aber gegen die Türken von Norden und Süden und die SAA von Osten werden sie sich nicht lange halten können.
      Und die Bevölkerung wird schon wissen, wo es ihnen wohl besser geht.

      1. Was träumt ihr euch da bitte zusammen? Die SAA soll Kurden (+ politisch der YPG) helfen, die zugleich aktiven Separatismus betreiben?

        Sollen Kurden ihre Milizen aus Ostsyrien hin senden (und verheizen). Aber SAA rein nach Afrin, von Türken bombardiert und von YPG bekämpft + Headlines im Westen: „Assad walzt Kurden-Autonomie nieder“, dies wär worst case. Bitte bedenken.

    1. Gut-sieht sich gut an auf der Karte …
      Wann gibt es die ersten Reisen, meine Studienreisen zur Geschichte des „Bürgerkrieges“ ??

  7. Wieso faseln sich hier einige zusammen, die Kurden würden Assad die Schuld für den türkischen Angriff geben?! Das habe ich noch nirgends gelesen. Fakt ist doch eher, dass die USA und Russland Erdogan die grüne Karte für den Angriff gegeben haben, offenbar als Bauernopfer, um es nicht mit ihm zu verderben. Nur die USA oder Russland könnten die Türken zurückhalten, da nur sie entsprechende Mittel vor allem gegen die Luftwaffe besitzen. Beide wollen aber anscheinend eher Afrin opfern und den Türken überlassen, anstatt gegen Erdogan vorzugehen. Die USA wohl vor allem wegen der Nato – Mitgliedschaft, Russland wohl vor allem wegen South Stream.

    1. Michel

      Du überschätzt die Macht der USA. Die USA können nichts gegen türkische Militäroperationen gegen die YPG in Syrien ausrichten, weder in Afrin noch sonstwo in Syrien, und im Irak auch nicht, solange sie dafür von Bagdad keine Erlaubnis bekommen.

      Russland wäre gewillt gewesen, die Türkei von der Militäroperation gegen Afrin abzuhalten, wenn die YPG in Afrin sich als Teamspieler gezeigt und die Kontrolle über Afrin an die syrische Armee übergeben hätte. Aber wo die YPG Russland da den Mittelfinger gezeigt hatte, fehlte Russland jegliche Grundlage, um Afrin vor einem türkischen Angriff zu schützen.

      Und jetzt darf die Bevölkerung von Afrin diese Fehler der YPG ausbaden.

      1. Die Anführer der YPG und YPJ lassen in Tradition die kurdische Bevölkerung bluten
        Ähnlich wie bei Ost Gouta hört man bei den Zensur-Medien nichts aktuelles über Afrin. Übrigens protestieren schon die Araber in Manbisch für den syrischen Staat und gegen die Diskriminierung durch die kurdische Verwaltung.
        Also die immer so selbstlosen Freiheitskämpfer sind die Kurden nun auch nicht, auch nicht bei einem roten Stern in der Fahne.
        Am Anfang des Überfalls auf Syrien waren diese sofort schon dabei Stücke aus dem Fell zu schneiden, obwohl sie in Syrien vollen Schutz genossen. Und jetzt können die kommunistischen Antiimperialisten nicht von den Amis lassen, was ist das denn?
        Bei dem Genozid an den Armeniern standen sie schon einmal auf der falschen Seite.
        Übrigens müßten die Kurdenführer aus der Geschichte doch so einiges gelernt haben.
        Waren sie doch selbst mal Opfer der Zwangskonfessionierung, die Mehrheit der heutigen Kurden haben ihre Wurzeln bei den Armeniern, Assyrern und Jessiden.

      2. PB
        Glaubst du aber nicht, das der Größte fehler darin liegt, sein Gegner kaputt und am Boden zu sehen, dann noch sowas Heuchleriches wie der USA ? Ich trau der USA soviel Heimtückiches, Asoziales, Menschenverachtendes, Länderübergreifendes, Völkerrechtswidrigstes, Unmenschliches zu.. Das sind Rückratlose ihr meinung der Windrichtung anpassende, Hu******** sind das..

        Von ihr darf man keine aufrichtigkeit erwarten geschweige denn ehrlichkeit.. genau diese Emotionale Wahrnehmung der Menschen nutzen diese B******* immer aus.. Irak,Syrien,Vietnam… dieses mal eben, das jeder denkt die USA wären kaputt..

        Ich Hoffe und Wünsche mir, das du Recht behälst.. nur hatte ich schon vor Jahren diese Hoffnung. Russlands rasanter aufstieg war so überwältigend Schön anzusehen.. nur kam dann die ernüchterung..

      3. Tyln

        Wir betrachten die USA nicht als kaputt und am Boden liegend. Aber auf die Entwicklung der Situation im kurdischen Binnengebiet der Staaten Syrien, Irak, Iran und Türkei haben die USA keinen entscheidenden Einfluss. Das ist deshalb so, weil keiner der vier Staaten mit kurdischen Minderheiten ein US-Proxy-Regime ist und den USA zu den kurdisch geprägten Gebieten ein unabhängiger Zugang fehlt.

    2. @Michel,

      Einer muß Schuld sein. So ist der Mensch,

      Versuche doch mal die Sicht aus Richtung Kurden:
      Natürlich haben sie ein Recht auf Selbstverwirklichung. Sie können nur nicht wahrnehmen.
      Weil sie nicht klug genug sind, weil sie nicht stark genug sind weil sie zu wenige sind?
      Weil andere schwächer würden oder ärmer oder weniger?
      Weil sie Angst haben oder die Anderen vor ihnen Angst haben?

      Was spielt es für eine Rolle?

      Das entscheidende ist zu erkennen es geht nicht.

      Der nächste Schritt ist zu fragen: Wer hilft mir?
      Die Türken? Nein! Die wollen mich töten.
      Die Russen? Nein die sind nicht von hier.
      Die Iraner? Nein da sind nicht interessiert, die haben auch mit mir Probleme.
      Die USA? Die tun es nicht, wie bei den Brüdern im Irak.
      Die Syrer? Die sagen wir sind ein Staat, die haben hier Truppen, die haben Einfluss auf die Russen und Iraner. Die sagen, dass die Türken der Feind ist!
      Die Syrer hätten helfen können, sie wollten nicht?

      Genau! Sie haben nicht geholfen die sind schlimmer als der Feind, sie haben uns verraten! Die sind an allem schuld!

      So könnte(!) die Situation aus Sicht der Kurden aussehen.

      So ist der Mensch gestrickt, wenn man nicht bekommt, was man will, stellt niemand die Frage nach den Vorteilen oder Nachteilen dessen sonder nach der Schuld.

      Der Schuld der anderen Brüder, nicht der anderen Fremden.

      Das ist der Tristian-Akord der Kurden.

      youtube.com/watch?v=n-_CY5DMb9E

      Siehe auch Tristian und Isolde von Wagner. Vereint und glücklich erst im Tod.

      Traurig PAule

      1. Paule:

        Ich kenne die Kurden in und auswendig. Sie sind ein Volk der Analphabeten. Verstehst Du jetzt? Mit wem wollen die Kurden Krieg spielen? Sie sind im Nahe Osten sogar rückständiger als die Araber. So ein Volk möchte ein Land haben? Das werden die Türkei, Iran, Irak und Syrien nicht akzeptieren. Das kann nicht gut gehen. Niemals…

      2. @ Paule ,
        ja so denken die Kurden. Die Türken sind sowieso der Feind. Aber mit den Syrern hat man noch bis vor einem Jahr gemeinsam gegen die Terroristen gekämpft. Und jetzt helfen sie nicht.
        Die SAA soll auch nicht etwa gegen die Türkische Armee kämpfen, sondern die Gebiete besetzen, die die Türken noch nicht haben.
        Und zwar, solange es noch Zeit ist und noch etwas übrig,
        und nicht erst dann, wenn die Einladung der YPG kommt.
        So wie das aussieht, wird die Einladung der YPG an die SAA nicht kommen, sondern es wird nach internationaler Hilfe geschrieen.
        Ich denke das war auch von Anfang an Strategie der YPG,
        sie wollten es machen wie 98 im Kosowo und dann mit internationaler Hilfe
        einen unabhängigen Staat erzwingen.
        Deswegen haben sie alle Angebote ausgeschlagen.
        Nur haben sie vergessen, dass die
        NATO nicht 3 Monate lang Ankara bombardieren wird,
        nur damit Afrin ein unabhängiger Zwergstaat wird.

      3. ulrich

        Gegen den Willen der dortigen kurdischen Bevölkerung und ihrer geliebten YPG nach Afrin reinzugehen, um da dann die Türkei und ihre Jihadi-Proxies aufzuhalten, geht für die syrische Armee nicht. Dazu bräuchte die Armee sehr viele Kräfte, aber die sind in Ghouta.

        Und sinnvoll wäre es vermutlich auch nicht, selbst wenn die Armee dafür genug Kräfte hätte. Dabei würde die Armee dann nämlich als Feind der Kurden beschimpft werden und anschließend müsste sie mit einem Guerillakrieg gegen sich rechnen. Das Prinzip der Armee, nach Möglichkeit nur dahinzugehen, wo sie auch von der lokalen syrischen Bevölkerung gewünscht wird, ist goldrichtig.

        Davon abgesehen gibt es Berichte, dass die YPG angesichts ihrer dünnen Personaldecke gerade die Kontrolle über ein Dorf nördlich von Nubbol an regierungstreue syrische NDF abgetreten hat.

        Da das Dorf nah an Nubbol liegt, müsste sich das auch praktisch dauerhaft gegen die türkische Armee und ihre Hiwis verteidigen lassen. Das ist natürlich nicht viel, aber vielleicht ist das ja noch ausbaufähig.

  8. Off Topic:
    Vor 15 Jahren hat die damals erst 28 Jahre junge Wistleblowerin Katharine Gun im Alleingang versucht den Irakkrieg zu verhindern. Jeden der gut englisch kann und Zeit hat empfehle ich die folgenden links (Sie spricht ab Minute 26): https://consortiumnews.com/2018/03/08/to-stop-war-do-what-katharine-gun-did/ und http://www.rootsaction.org/featured-actions/1750-video-press-conference-marking-15th-anniversary-of-leak-by-gchq-translator-katharine-gun-revealing-us-dirty-tricks-at-un-for-iraq-war

    Anderes Thema: Ich danke Blue Angel für den Hinweis auf die Montagsdemo in Hamburg. Gibt es jetzt jeden Montag ab 19:00 Uhr am Dammtorbahnhof.

    1. Montagsdemo in Hamburg

      Die gibt es ohne Unterbrechung seit nunmehr knapp vier Jahren auch in Dresden.

      Herzliche Grüße in die Partnerstadt, ped43z

  9. geehrtes Parteibuch,
    danke für die Antwort. Ich habe es jetzt verstanden.
    Die syrische Armee kann nicht nach Afrin gehen und die YPG entwaffnen.
    Die YPG spielt ein übles Spiel. Sie führen eine Katastrophe für die
    Bevölkerung herbei und setzen auf internationale Hilfe,
    d. h. sie wollen ein Eingreifen der westlichen Wertegemeinschaft.
    Dasselbe würden sie auch tun, wenn die SAA nach Afrin gehen würde
    und zwar dann gegen Syrien.

  10. „Zur Erklärung: jeder halbswegs in Sachen Verteidigungspolitik interessierte weiß, dass die NATO kein Bündnis unter Gleichberechtigten, sondern eine von den USA dominierte Organisation ist, in der die USA ausländische Hilfstruppen für das US-Militär bündeln. Aus diesem Grund ist der wichtigste Kommandeur in der NATO (SACEUR genannt) immer ein US-Amerikaner, während den anderen Staaten lediglich der Posten des besseren Pressesprechers der NATO (Generalsekretär genannt) bleibt.“

    Genau das ist richtig ! Aber eine Festellung die eher unwichtig ist, da sie zu 100% bewiesen und ein Fakt ist und nicht das momentane Problem in der Türkei und in der EU ( siehe PESCO ) darstellt.

    Was wir gerade in der der Türkei sehen dürfen ist:
    Wer hat die Zügel in der Hand wenn es nicht mehr so offensichtlich ist ,dass die Türkei einem höheren Kommadeur unterstellt ist. Also sich die Amis zurückziehen bzw herrausgedrängt werden.

    Also alles ein eher unwichtiger Fakt, wer ist der wichtigste Kommandeur in der NATO. Interessant wird es wenn man sich vorallem die Gladior I-III Strategien betrachtet, die ganau diesen Zustand mit betrachten ziehen bzw den mometanen vorrausetzen! In der Türkei sollten wohl angeblich die grauen Wölfe eine sehr wichtige Rolle spielen( kann jeder nachlesen wenn er mal die grauen Wölfe googlet – zB. bei Daniel Gangser ) In Europa die Mafia und die Rechten.

    Alles ausgeheckt vom wichtigste Kommandeur. Wer jetzt noch keine Parallelen zum heutigen Zustand sieht dem ist schwer zu helfen

    Die Frage ist und bleibt:
    Wer hat das Kommando, auch ohne die momentan offensichtlichen Ami Kommandostrukturen. Die EU und die Türkei ist gerade ein Testgelände für die Zeit danach ( ohne direkte Kommandostrukturen )

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