Syrische Armee kommt in Ost-Ghouta weiter voran

Am heutigen Mittwoch ist es der syrischen Armee im Kampf gegen die Terrorgruppe Al Kaida und ihre Kumpane in Ost-Ghouta nahe Damaskus sowohl im Osten als auch im Nordwesten ein Stück voangekommen.

Im Osten der von Terroristen gehaltenen Tasche hat die syrische Armee auf ihrer gestrigen Nachtoffensive aufgebaut und unter anderem die Ortschaft Hawsh ad Dawahirah eingenommen.

Anna News hat an dieser Front am Montag die Tigerkräfte der Armee begleitet und ein paar Bilder davon veröffentlicht, die in etwa eine Vorstellung geben mögen, wie es da aussieht (englischsprachige Untertitel zuschaltbar):

24 Resistance Axis hat den heutigen Fortschritt der Armee auf der östlichen Achse wie folgt dargestellt:

Gleichzeitig hat die Armee im Nordwesten der Tasche Fortschritte in dem wenig bebauten Gebiet zwischen Harasta und Duma gemacht. Den heutigen Fortschritt der Armee auf der nordwestlichen Achse hat 24 Resistance Axis wie folgt dargestellt:

Die Armee bringt dadurch die Nachschublinien der Terroristen nach Harasta unter Druck, denn sollte die Armee von den heute eingenommenen Positionen noch rund zwei Kilometer nach Süden zur Armeeposition Fahrzeugmanagement vorrücken, wäre die dicht bebaute Vorstadt Harasta vom Rest der Ost-Ghouta-Tasche abgeschnitten. Zwar läuft der Nachschub der Terroristen weitgehend unterirdisch durch Tunnel, doch wäre damit zu rechnen, dass die Armee die Tunnel früher oder später findet und unbrauchbar macht, wenn sie das Gebiet überirdisch kontrolliert.

Die Bekämpfung des Terrorismus in Ost-Ghouta gilt allerdings auch in unbebauten Teilen als sehr schwierig, da praktisch die ganze Tasche einem Schweizer Käse mit unzähligen Gräben und Tunneln gleicht. Rossiya 24 hat gestern in den Nachrichten ein paar Luftbilder veröffentlicht, die eine grobe Vorstellung davon geben:

Der von Russland gestern bekanntgegebene tägliche Waffenstillstand zwischen 09:00h und 14:00h in Ost-Ghouta hat am heutigen Mittwoch zwar zu einer gewissen Reduzierung der Kämpfe in dieser Zeit geführt, doch gänzlich haben die Terroristen auch in dieser Zeit SANA zufolge nicht zu schießen aufgehört, woraufhin die Armee natürlich versucht, die Feuerpunkte der Terroristen durch Gegenbeschuss zu unterdrücken. Bezüglich des humanitären Korridors, den Russland und die syrische Armee nordöstlich von Duma eingerichtet haben, um die Evakuierung von Zivilisten aus der Kampfzone zu ermöglichen, sah es auch heute so aus, dass Busse und Krankenwagen vergeblich gewartet haben, weil die Terroristen – außer zwei Personen – niemanden rausgelassen haben.

Der russische Präsident Putin hat heute anlässlich eines Besuches des österreichischen Kanzlers Kurz noch einmal darauf hingewiesen, dass die Geduld Russlands mit den bewaffneten Banden in Ost-Ghouta, die nicht einmal davor zurückschrecken, die russische Botschaft unter Feuer zu nehmen, nicht unbegrenzt ist. Russland erwartet von seinen westlichen und nahöstlichen Partnern, dass diese ihren Einfluss auf die bewaffneten Formationen in Ost-Ghouta geltend machen, um wie in UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 gefordert zu einem tragfähigen und anhaltenden Waffenstillstand zu kommen und Zivilisten versorgen und aus der Kampfzone evakuieren zu können. Die bewaffneten Gruppen in Ost-Ghouta sperren sich jedoch wie schon in Ost-Aleppo, Mossul und Raqqa gegen die Evakuierung von Zivilisten, weil sie Zivilisten als menschliche Schutzschilde brauchen.

Aus der Provinz Idlib wurde am heutigen Mittwoch gemeldet, dass die von der Terrorgruppe Al Kaida geführte HTS-Allianz mit einer Gegenoffensive unter anderem nahe der türkischen Grenze einen Korridor von Ad-Dana bis nach Atmeh von der von der Türkei unterstützten JTS-Allianz zurückerobert hat. Aufgegeben soll HTS hingegen die Städte Morek, Saraqib und Khan Sheikhun haben. Die Lage in der Idlib-Tasche ist nach wie vor sehr unübersichtlich. So wurde heute etwa auch berichtet, dass HTS einen der Anführer der Gruppe Ahrar Al Sham, die JTS beigetreten ist, an einem Checkpunkt kontrolliert und prompt exekutiert hat.

Und schließlich wurde aus dem nordwestsyrischen Bezirk Afrin heute gemeldet, dass die türkische Armee und ihre Proxies dort drei weitere Dörfer aus der Hand der kurdischen YPG-Miliz erobert haben.

Nachtrag 23:55h: Die syrische Armee hat an der östlichen Front von Ost-Ghouta nun auch die nördlich von Autaya gelegene Luftverteidigungsbasis eingenommen.

Für die Kumpane von Al Kaida in Autaya wird es damit sehr eng.

37 Gedanken zu “Syrische Armee kommt in Ost-Ghouta weiter voran

  1. Im letzten Beitrag wurden diese Protokolle über die Zerschlagung Syriens erwähnt. Hier gibts jetzt einen aktuellen Bericht von „sputnik“ @Uluç Özülker dazu: https://de.sputniknews.com/politik/20180228319754056-syrien-aufteilung-westliche-maechte-ex-botschafter/
    „zeit online“ lässt links zu „rubikon“ übrigens stehen, ist mir schon öfter aufgefallen: http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-02/syrien-ost-ghuta-armee-rebellen-bombardierung-fortsetzung?cid=18422636#cid-18422636
    Wie auch immer.. Für halbwegs aufgeklärte Zeitgenossen ist das unterm Strich nichts Neues. Vgl. aus „sputnik“-link: „Das übergeordnete Ziel sei hierbei die Schaffung einer Grundlage für mögliche Konflikte zwischen Russland und den USA.“ ( https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/01/10/wie-beweise-fuer-eine-einmischung-in-innere-angelegenheiten-aussehen/#comment-28292 )
    Sie könnens nicht lassen. Weltherrschaft oder nichts.

    1. Alberich

      Ja, dieser Clique geht es pausenlos um Weltbeherrschung, ihr Empire und Domainanz über andere. Dabei gibt aus den USA jedoch auch vernünftige und sachkundige Stimmen in Bezug auf Syrien und Nahost. Hier zum Beispiel Nir Rosen letzte Woche in Valdai:

      Nir Rosen ist einer weiten Öffentlichkeit vor zehn Jahren durch seine Aussagen zum Irak-Krieg vor dem US-Kongress bekannt geworden. Hier ein Auszug:

      Leider scheint das Video der vollständigen Aussage von Nir Rosen damals im Datennirvana verloren gegangen zu sein. Einigen Damen und Herren Senatoren waren da regelrecht die Kinnladen heruntergafallen.

  2. Ich möchte mich den Anderen anschließen und mich auch für die Arbeit des Parteibuchs bedanken.
    Es ist schon interessant wie sich das Puzzle so zusammensetzt.
    Ich lese ja mehrere Seiten .
    Und so fügt sich das Eine in das Andere.
    So gesehen ist dieser Artikel von Herrn Thierry Meyssan bei http://www.voltairenet.org/article199878.html
    auch eine Bestätigung, was Parteibuch mitteilt.
    Ich als kleiner Ottonormal Steuerzahler kann die ganzen Dimensionen gar nicht so real erfassen.
    Deshalb bin ich dankbar, ehrliche Informanten und Journalisten gefunden zu haben.

    1. Pawel

      Danke für die Blumen.

      Und an alle: ja, bitte sucht euch verschiedene Quellen. Rubikon ist schon prima, auch die Nachdenkseiten nicht vergessen, KenFM und die NRhZ auch nicht. Und so weiter und so fort. Und macht das bitte nicht nur deshalb, weil wir vom Parteibuch das hier womöglich nicht mehr lange so weitermachen können.

      Die Situation mit den Massenmedien in Deutschland erinnert mich ein bisschen an das, was meine Mutter einmal aus ihrer Jugend erzählt hat, vor dem Winter 1944/45 in Westpreußen nahe Marienburg. Die Leute da wussten seit Jahren, dass irgendwas nicht passt mit den Nachrichten. Den Leuten ging es schlecht, und das Essen war knapp. Der Vater und die Brüder waren im Krieg, oft gab es lange keine Nachricht, und von einigen kam unversehens die Nachricht des Todes. Aber im Grunde ging alles seinen Gang, das System saß fest im Sattel, die Nachrichten dudelten vor sich hin und niemand wusste, wie die Lage wirklich ist. Das wurde dann erst im Winter 1944/45 anders.

      Da kamen die Flüchtlinge aus der Gegend von Königsberg, und das in einem so erbärmlichen Zustand, dass viele noch in Westpreußen gestorben sind. Es waren wirklich viele, Tausende allein in diesem einen kleinen Kaff, die sie begraben haben. Erst da kam den Menschen langsam in den Sinn, dass nicht die Nachrichten die Realität sind, sondern die Katastrophe vor Ort die Realität ist. Ein paar schreckliche Monate später waren sie, die den Weg überhaupt geschafft haben, selbst Flüchtlinge in Berlin, halbverhungert und verlaust, während die halbe Welt sich fragte, wie Menschen in Deutschland der Propaganda des Regimes solange glauben konnten, obwohl doch die sichtbare Realität längst ganz anders war.

      Heute lesen wir beiläufig Nachrichten wie dass es eine Million Tote im Irak gibt, eine halbe Million in Syrien, Zigtausende – oder vielleicht auch viel mehr – in Libyen, und auch in Afghanistan, in der Ukraine und auf dem Balkan ist Krieg mit etlichen Toten. Millionen Flüchtlinge gibt es wieder, von denen viele elendig auf See verrecken, und die Bundeswehrmacht und ihre verbündeten NATO-Achsenmächte mischen seit Jahren überall kräftig mit, um Regime Changes – natürlich wie damals ganz im Sinne aller erhabenen Menschen – zu erreichen oder zu verteidigen. Das alles ist eigentlich nicht zu übersehen. Und trotzdem geht im Grunde alles seinen Gang, das System sitzt fest im Sattel, die Nachrichten dudeln vor sich hin und beinahe niemand weiß, wie die Lage wirklich ist.

      Und dann prägt Sonia Mikich in der Tagesschau mit folgender Meinung die Gesellschaft:

      Debatte über Öffentlich-rechtliche
      Für die Demokratie wie Sauerstoff

      Den Rundfunkbeitrag hole ich durch viele Programmjuwelen locker wieder rein. Und nein, kein Chef, kein Lobbyist hat mir diesen Text vorgetrötet.

      Ja, Sonia Mikich ist stolz darauf, dass ihr kein Chef und kein Lobbyist diesen einen Kommentar vorgetrötet hat. Und Deutschland glaubt ihr, der hundertprozentig ehrlichen Seele. Ich glaube ihr auch. Goebbels und Streicher haben seinerzeit auch nicht jeden Text von Hitler vorgetrötet bekommen. Das musste er auch nicht, denn das haben diese Hundertprozentigen damals ganz allein hinbekommen.

      Aber wer vom zahlenden GEZ-Publikum denkt schon daran, dass das Argument von Sonja Mikich überhaupt nichts daran ändert, dass der deutsche Staatsfunk seit Jahren wieder systematisch Kriegspropaganda macht? Und wo, bitte schön, gibt es echte Nachrichten vom Krieg? Wir versuchen das hier im Parteibuch, aber in der Springerpresse schießen #JihadiJulian^2 derweil eine Salve Kriegspropaganda nach der anderen ab, und deren Reichweite ist deutlich größer als unsere.

      Apropos: Die US-Finanzinvestoren Cerberus und J.C. Flowers übernehmen die HSH Nordbank für rund eine Milliarde Euro.

      http://www.tagesschau.de/wirtschaft/hsh-nordbank-117.html

      Klar, dass die Bilderberger damit zufrieden sind. So kann man sich wohl erklären, dass Bilderberger Olaf Scholz, der das auch zu verantworten hat, nun Bundesfinanzminister werden soll.

      Einen schönen meteorologischen Frühlingsanfang wünsche ich trotz der frostigen Temparaturen draußen in der Welt.

      1. „…Und macht das bitte nicht nur deshalb, weil wir vom Parteibuch das hier womöglich nicht mehr lange so weitermachen können.“

        Das wäre allerdings ein herber Schlag für mich als meist stiller Mitleser und wahrscheinlich viele andere politisch Interessierten.
        Ich habe mich schon oft gefragt wie so etwas wie „Das Parteibuch“ möglich ist, das ganze Hintergrundwissen jeweils zeitnah aufzubereiten und auch noch fundiert auf die Fragen der Kommentatoren einzugehen.So etwas kann man nicht mal einfach so „nebenher“ machen.

        Ich kann mich nur einfach recht herzlich für all das hier bedanken, die Seite gehört zu meiner täglichen allabendlichen Lektüre, und hoffe das der Fall nicht eintreten wird das das Parteibuch aufhört.

  3. http://breakingnews.sy/ar/article/99517.html

    Jetzt passierte in Syrien das, was immer nach einer gewissen Zeit der Beobachtung und der Konklusionen passiert, wenn sich „Besatzungen“ auch als solche erweisen.
    In Raqqa formierte sich eine neu gegründete Gruppe, per Videobotschaft, die sich „Al Muqauma ashabiya fi Raqqa“ ( Volkswiderstand Raqqa) nennt. versammelt unter syrischer Fahne rufen die Mitglieder dazu auf, alle Kräfte, die mit der us-amerikanischen Besatzung zusammenarbeiten zu boykottieren und die bewaffneten Mitglieder nebst US-Kräfte selbst, gewaltsam zu begegnen.
    Sie stellen sich als „Söhne der Stadt Raqqa“ vor, die sich entschieden haben, aufgrund der aktuellen Zustände, gegen Besatzung, Teilung und Ausbeutung Raqqas und Syriens zu kämpfen.

    Die Amis lernen es nicht mehr: Wenn du die Herzen der Menschen nicht gewinnst, formiert sich der Widerstand… ob im Iraq, Syrien oder wo auch immer die hochgerüsteten Besatzer ihren Fuß in „demokratischer“ Absicht auf okkupierten Boden setzen.

    1. War klar dass das passieren wird.

      Die Russen probieren die Amis mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Ich bin mir sicher da kommt jetzt noch viel viel mehr in die Richtung. Momentan kritisieren die Russen dass die Amis den Atomsperrvertag in Europa aushebeln …

      Das könnte bedeuten, dass auch die Russen „irgendwo“ A Waffen „auslagern“ werden.

      „Wie du mir so ich auch dir“

      PS
      Könnte sein das bald auch Syrien A Macht wird
      (reine Spekulation, aber nach diesem Satz bekomme ich 100% von allen Seiten verbale dresche )

      Aber nochmal das russ.Motto ist „so wie du mir, so ich auch dir“
      ( siehe Saktionen und Gegensaktionen )

      1. Brazil

        Ja, dass Widerstandsgruppen gegen die US-Besatzung Ostsyriens entstehen könnten, hatten wir hier auch schon mal thematisiert. Da hatten wir auf Israel-Lobbyist Fabrice Balanche vom Aipac-Ableger Winep hingewiesen, der genau der Mann ist, der vor gut einem halben Jahr bei Winep die Besetzung der ostsyrischen Omar-Ölfelder durch die USA gefordert hatte, und bei Al Monitor mitte Februar nun total frustriert erschien:

        Balanche, who just returned from a three-week research trip to northern Syria, told Al-Monitor in a wide-ranging interview, “America’s current policies … will lead to America’s defeat in Syria. At some point they will be forced to pull out because … US soldiers will get blown up.” Balanche said he had reached this conclusion after talking to scores of Arabs living under effective Kurdish control in the mainly Arab towns of Raqqa, Tell Abyad and Manbij.

        Und jetzt soll sich also eine Widerstandsgruppe in Raqqa geformt haben. Bislang scheint mir das nur medial zu sein, und noch wurden da keine „US-Soldaten in die Luft geblasen“ – wie Balanche sich ausdrückt, aber was nicht ist, könnte natürlich in einem nächsten Schritt noch werden.

        Dass Russland da eine führende Rolle hätte, kann ich mir aber nicht vorstellen, und auch der Name „Muqawama“ deutet eher in eine andere Richtung. Qassem Suleimani hat beispielsweise im benachbarten Irak schon bewiesen, dass er es versteht, US-Besatzern die Hölle auf Erden zu bereiten, wenn es nötig sein sollte, und die nicht freiwillig gehen.

        PS: Dass Russland Nuklearwaffen in Syrien stationiert, kann ich mir nicht vorstellen. Wozu auch? Aber das Russland einen virtuellen Nuklearschirm über Syrien – und vielleicht auch Iran – aufspannt, indem Russland potentiellen Nuklearwaffenaggressoren (man denke etwa an Leute wie Sheldon Adelson) gegen Syrien oder Iran einen nuklearen Gegenschlag in Aussicht stellt, das würde ich nicht für undenkbar halten. Das machen die nuklear bewaffneten Nato-Staaten für ihre Nato-Verbündeten, z.B. Deutschland, ja auch.

        Nur braucht es für so einen Nuklearschirm überhaupt keine Nuklearwaffen in diesen Staaten vor Ort. Man kann herzlich darüber streiten, ob die von der NATO gemachte „nukleare Teilhabe“ den NPT-Vertrag verletzt oder nicht, aber wichtiger finde ich, dass mit dem Abzug der US-Nuklearwaffen aus Deutschland ein Zeichen der Entspannung gesetzt werden könnte, auch wenn es militärisch nicht allzuviel Bedeutung hat.

      2. @nep
        „Dass Russland Nuklearwaffen in Syrien stationiert, kann ich mir nicht vorstellen. Wozu auch?“

        Sicher, ich (wir) reden bzw.spekuliere über das Ende der Fahnenstange. Aber es ging weniger um A Waffen. Es geht um „so wie du mir so ich dir auch“ der russ.Politik.

        Ich probiere nur die Kritik und die möglichen Reaktionen aus Moskau zu interpretieren. In den letzten 3-4 Jahren durften wir lernen, so eine grosse Kritik ( Aushebelung des A Waffensperrvertrag ) führte auch immer zu prompten russ.Reaktionen. Warten wir also ab was da noch so kommt. Viel Luft nach oben ist da nicht mehr. Insbesondere nach den neuen Syrienleaks. Die Freunde der Weißhelme wollen scheinbar einen Totoalcrash. Ich zB.glaube der ist nur durch Abschreckung vermeidbar.

        Um wieder zum Ausgangspost zurückzukommen, es gab auch permanente Kritik an der fremd finanzierten „moderaten“ Opposition. Also ist diese neue Gruppierung eine logische Folge von „so wie du mir so ich dir auch“. Egal auf wessen Mist die gewachsen ist. Es gab kein Veto aus dem Iran aus Syrien und auch nicht aus Russland.

  4. Der vergleich mit 1944/45 ist ganz nett, er regt zum nachdenken an, aber er hinkt. Die supermärkte und Online-Shops sind geöffnet. Alles ist preiswert zu haben und das Euro-Dollar system sitzt gefühlt fest im sattel. Es fehlen die toten familienväter des Euro-Dollar systems, einzig die allzulaute propagandamaschine , zensuranstrengungen, die wackeligen wahlergebnisse und ein paar seltsame einwandererstraftaten geben den hinweis auf…..na ja…..bevorstehende veränderungen.

  5. Anbei Wikimap: Ghouta fortified positions + trenches
    https://tinyurl.com/y75nzbpu
    Zwecks Einblick, warum die SAA wo vorgeht. Mit EO der Air Defense Base sind´s im Osten Ghoutas durch Grabenlinien. Zielen auf Military Base, später auf Mesraba. Weil Douma + Harasta sind im Osten/ Süden völlig unbefestigt (Rep. Garde kassierte bereits 1/4 von Harasta ein). Schaut gut aus, finde ich.

  6. https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/ost-aleppo-mossul-ost-ghuta
    Der Artikel von Lutz Herden nennt die unterschiedliche Berichterstattung zwischen den
    Kämpfen der syrischen (mit Russland) Regierung und der westlichen Kämpfen.
    Die Kommentare sind wirklich lesenswert und zu empfehlen.

    Ein Kommentar aus diesem Artikel:
    Laws | Community
    vor 4 Tagen

    Hier gibt es mal einige Videos von einem Marco Glowatzki, direkt aus Syrien, die sehr gut zeigen, was unsere Medien hier verschweigen. Ich hatte bisher noch nicht gesehen, dass in Syrien die Frauen nicht verschleiert sind, die Männer ihre Frauen beim Basketballturnier anfeuern, dass die Christen dort ganz offen Weihnachten feiern können, oder das Assad während des Krieges ganze Städte errichten ließ, für die Flüchtlinge. Absolut sehenswert.

    Auf Youtoube gibt es einige Videos von Marco Glowatzki, die den Alltag und die
    Menschen in Syrien so zeigen, wie er ist. Bilder, die wir in unserer gebührenfinanzierten
    Berichterstattung nicht finden (in den freifinanzierten Fersehanstallten allerdings auch nicht)

  7. Hallo PB und alle,
    die Andeutungen, dass es sein könnte, dass PB nicht mehr lange weitermacht, erfüllen mich mit großer Sorge. Lässt sich dem gegensteuern?

    Zu: Informiertheit damals und heute. 1944 lebten wir in Thorn. Mein Vater (nicht an der Front, da schwer sehbehindert) arbeitete als Zivilangestellter bei der Wehrmacht. Er hörte immer, unter größten Sicherheitsvorkehrungen, Radio London. Anfang Oktober 44 erzwang er unter heftigsten Auseinandersetzungen mit meiner Mutter, die das alles nicht kommen sah, dass wir, meine Mutter und wir drei kleinen Kinder zurück ins Reich, zu Verwandten nach Coburg und in den Thüringer Wald fuhren. Wir fuhren noch ganz normal mit dem Zug. Von drei großen Umzugskisten gingen zwei verloren. Eine kam Mitte 1946 in Stadtilm an.
    Wenige Wochen später war dort die (eisige) Hölle los.
    Mein Vater, von dem ich gelernt habe, mich nie mit den offiziellen Narrativen zufrieden zu geben, kam im Januar 1945 mit Fahrrad und Schäferhund und einem dienstlichen Auftrag fragwürdiger Legitimität uns hinterher.

  8. novize, kranich05, Stefan

    Ja, natürlich, es gibt ein paar wichtige Unterschiede zur Situation damals und heute. Die Kriegstechniken – und -taktiken wurden weiterentwickelt. Die allermeisten deutschen Brüder und Väter sind nicht an der Front und Luftangriffe auf Berlin, Hamburg und so fort gibt es heutzutage auch nicht. Heute lässt man lieber Lakaien in fernen Ländern für das eigene Interesse Krieg führen, und führt die Kriege bevorzugt als Kriege niedriger Intensität, dafür jedoch länger, sodass der Krieg weniger sichtbat ist und die Leute an der Heimatfront sich an das permanente „bisschen“ Krieg für „Regime Changes“ in fernen Ländern besser gewöhnen lassen.

    Und trotzdem ist Krieg, und der Krieg hat Ausmaße angenommen, dass er eigentlich unübersehbar ist. Was die derzeit gut gefüllten Läden in Deutschland angeht, so stimmt das schon, nur gibt es immer mehr Leute, die sich kaum was davon leisten können, obwohl sie tagein tagaus arbeiten, von Leistungsbeziehern wie Rentnern oder Grundsicherungsempfängern gar nicht zu sprechen. Die meisten Menschen bringen die immer prekärere Wirtschaft zwar noch nicht mit dem Krieg in Verbindung, aber für diejenigen, die genauer hinschauen, sind auch da Verbindungen unübersehbar. Aber mir ging es hier ja eigentlich vor allem um die Effektivität von Propaganda. Den Vergleich mit Radio London finde ich sehr passend. Es zeigt, dass damals wie heute die Leute eigentlich über den Krieg Bescheid wissen könnten, aber damals wie heute tun es die meisten Leute trotzdem nicht, oder höchstens so diffus, dass es keine praktischen Konsequenzen hat.

    Ach, und nochmal danke für die Blumen, aber daran, dass wir hier vermutlich nicht ewig so weitermachen können wie bisher, lässt sich nichts ändern. Aber ein bisschen machen wir ja erstmal noch weiter.

    1. Ich wäre sehr traurig, wenn diese Seite nicht mehr so sendet, wie wir es seit Jahren gewohnt sind. Wir haben uns an ein ziemlich hohes Niveau gewöhnt, was natürlich primär den Mitarbeitern des PB geschuldet ist. Aber auch das Sammelsorium an kernigen und wirklich kenntnisreichen Co-Kommentatoren hier ist eine Augenweide und prinzipiell eine Waffe, auf die man nicht mehr so leicht verzichten kann.
      Ich weiß ja nicht wie lange „Syrien“ noch geht. Und nach Syrien wird es sicherlich andere Regionen geben, die von der Demokratisierungswelle werden heimgesucht werden. Der Wertewesten hat noch lange nicht fertig. Umso wichtiger wird es (wäre es), sich auf solche Seiten wie diesen hier sammeln und weiterbilden zu können.
      Lasst uns eine gemeinsame Lösung finden.

      1. Der Igel hat heute der Gemeinschaft der Füchse seine neuen Stacheln gezeigt und versichert, das jeder Versuch ihn zu fressen tödlich enden wird. Manch einer hofft nun, dass dies dem in Fahrt kommenden Weltkrieg die Luft ablässt bevor es zu spät ist. Aber ob die Füchse aus ihrer Haut können? Ihren Allmachtswahn lassen wollen? Bislang gibt es wenig Anzeichen dafür und ich persönlich bezweifle, das die Möchtegern-Herrenmenschen unterhalb der Schwelle ihrer wenigstens teilweisen physischen Vernichtung von ihrem Anspruch, die Welt nach ihrem Gutdünken einzurichten, ablassen werden. So wird es denn weiter gehen mit Mord und Lüge und Blogs wie diesem wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen. Unaufgeregt Fakten zusammentragen, prüfen, werten, wichten und zusammenfassen ist die grosse Stärke des Parteibuches, das damit in der deutschen Blogosphäre (blödes Wort) einen sonst kaum erreichten Maßstab setzt. Und für die hier Mitlesenden ist es tägliche Lehrstunde solider Medienanalyse. Also, das Parteibuch würde eine schwer zu füllende Lücke hinterlassen – deshalb wünsche ich ihm ein noch langes gesundes Leben, allzeit ausreichend gefülltes Konto und Zeit und guten Mut.

    2. Diese Seite ist wichtig, wenn auch eine von vielen ähnlichen, in der Qualität wie Detailinformationen, vor allem aktuell rund um Syrien und Nahost, aber herausragend gut.
      Zeit/Aufwand und Geld/Kosten sind immer mit die Hauptprobleme.
      Hier sollte ein Spendenlink fest installiert werden auf der Seite.
      Wenn jeder Leser nur paar Eur monatlich spendet hilft das sicher weiter.

      1. Für das mir wichtigste und unschätzbare Forum würde ich von mein paar Kröten einen nicht unerheblichen Teil sofort spenden.
        Nur ist es schade daß ich hier für Southfront, die es auch sehr dringend brauchen, dann fast nichts übrig bleibt.
        Wenn ich mehr Bekannte und Freunde hätte die sich, außer ihrem Eintopf, mehr informieren würden hätten wir nicht so viele Sorgen.
        Ist nur mal so eine Idee: ich und Ihr sollten es mal mit einem guten Crowdfunding versuchen.

    3. PB:

      Scheitert es an Geld, dass Du nicht weitermachen kannst? Wenn ja, dann würde ich Dir regelmäßig etwas geben.

      Grüße

  9. Liebes PB,

    die Aussage von kaumi kann ich nur unterstreichen. Und falls es Euch an Zeit mangelt: Ihr könnt auch nur einen Bericht pro Woche bringen, auch das wäre schon super. Ich hoffe ihr bleibt uns noch lange erhalten!

  10. Und nochmal an alle

    Wir sind gerührt über die viele Sympathie und Solidarität, die uns hier von unseren Lesern entgegenkommt.

    Dass sich beim Parteibuch irgendwann mal etwas ändern wird, hat private Gründe. Am Geld würde es wohl erstmal nicht scheitern, denn das Parteibuch als WordPress-Blog kostet ja nichts, außer etwas Zeit. Aber Lebensumstände ändern sich manchmal eben, und dann werden wir sehen, wie das mit der Zeit wird.

    Mehr möchte ich dazu im Moment nicht sagen.

    1. Auch von mir ein ganz, ganz dickes Danke ans PB, das von Herzen kommt!

      Als ich die Zeilen las, dass es beim PB wohl nicht mehr so weiter geht wie bisher, wurde mir das Herz schwer, da ich schlagartig realisierte wie lange ich das werte PB schon lese, und, ich übertreibe nicht, ihm einen großen Teil meines Wissens um geostrategisch wirtschaftliche, militärische und andere Zusammenhänge verdanke…..und ich mir einen Tagesablauf ohne das PB irgendwie nicht mehr vorstellen kann.

      Das PB ist, möchte sagen, Teil meiner Vita seitdem ich „aufgewacht“ bin…..;o)

      Ich schätze, die Beiträge sowieso, aber vor allem die konsequente, unaufgeregte, menschliche….. Blogführung……das findet man in dieser Form, wenn überhaupt, nur selten.

      Viele Themen, die durch die Erklärung/Beschreibung des PB` s ihrer Komplexität beraubt und somit verständlich an den Mann/die Frau gebracht wurden, habe ich als Verstärker, immer mit dem Verweis aufs PB als Quelle, da ich privat und beruflich doch einige Menschen erreiche, im Rahmen meiner Möglichkeiten, weitergetragen.

      Es ist ein mühsames Geschäft, aber steter Tropfen höhlt den Stein und auch Weniges kann in Summe zu Einigem werden……

      In diesem Sinne, in der Hoffnung das PB vielleicht doch noch lange (niederfrequenter?) lesen zu können, verbleibe ich, Hochachtungsvoll……

      Pitt

    2. „Mehr möchte ich dazu im Moment nicht sagen.“

      Kann ich nachvollziehen. Ich hoffe dass wir dann nach wie vor vernünftig mit einander reden können.

  11. Erstmal hat mich der sehr persönliche Bericht von Parteibuch oben berührt. Danke für das Teilen. In dem Flüchtlingsstrom aus Königsberg war auch meine Urgrossmutter, Grossmutter und meine Mutter als Baby. Sie haben es bis Mecklenburg geschafft. Aber alles verloren. Nur mit einem Handwagen.

    Es ist erschreckend, wie schnell die Menschen abstumpfen und die grössten Verbrechen im Vorbeigehen wahrnehmen. Solange es nicht das eigene Leben gravierend beeinflusst, wird der Krieg, selbst in der Ukraine, die nicht weit weg ist, zur Kenntnis genommen, aber das Leid erreicht die Menschen nicht wirklich. Einzelne Schicksale berühren, aber dabei bleibt es.

    Das Elend erreicht Deutschland langsam und es stimmt, dass die Armen immer mehr werden. Die breite Mittelklasse, der es sehr gut ging, bröckelt weg. Noch haben wir nicht griechische Zustände, aber das kann schnell gehen. Viele denken ja oft, dass es das eigene Land oder einen selber nicht treffen wird.

    Die Syrer haben auch im Traum nicht daran gedacht, dass sie 7 Jahre Krieg und kein Ende überstehen müssen. Wenn ich an die ersten Jahre denke, bekomme ich noch das kalte Grauen. Die Enthauptungen und Massenhinrichtungen syrischer Soldaten und syrischer Bürger. Die Soldaten, die in erbärmlicher Ausrüstung mit Kinderrucksäcken und schlechtem Schuhwerk das Land verteidigten.

    Man könnte Romane schreiben.

    Ich schliesse mich kaumi, El Commandante, kranich05, Helm ab zum Gebet, Stefan und allen an, für die diese Seite zum festen Bestandteil der täglichen Lektüre geworden ist und wünsche dem Parteibuchteam Kraft und Gesundheit und die notwendigen Umstände, um noch lange weiterzumachen. Sollte Hilfe nötig sein, bitte lasst es uns wissen.

    Herzliche Grüsse

  12. Nochmal vielen Dank für all die Spendenangebote.

    Falls das mal nötig sein sollte, werde ich darauf zurückkommen.

    Aber im Moment ist das nicht nötig.

  13. Ich fände es auch mehr als schade wenn es das PB nicht mehr gäbe. Ich lese zwar auch auf anderen Seiten mit, die von PB angegebenen und noch ein paar andere.
    Am besten finde ich es aber hier, auch wegen der anderen Kommentatoren mit dem ganzen Wissen.
    Meine Mutter kam auch aus Ostpreußen, bei uns wurde aber über diese Zeit, Krieg und Flucht, nicht geredet. Früher hat es mich nicht so interessiert und dann war es zu spät um Fragen zu stellen.
    Vielen Dank auch für die Videos und schönen Bilder. Es ist so traurig um Syrien und doch wieder schön, was alles noch möglich ist. Die Weihnachtsparade in Tartous hat mich ganz tief berührt.
    Ich habe so große Hoffnung, daß er Krieg in Syrien bald zu Ende ist und die Menschen ein friedliches Leben haben können.

  14. So wie viele andere bin ich vor ein paar Jahren erst durch das PB darauf aufmerksam gemacht worden was wirklich in Syrien vor sich geht und nicht nur dort sondern auch in unserem Lande.

    Ich danke euch recht herzlich für all die aufschlussreichen,Informationen und mit sehr viel Arbeit verbunden Artikel die mir die Augen geöffnet haben !!
    Es wäre sehr bedauerlich für alle unwissenden und auch wissende wenn das nicht fortgesetzt wird.
    Ihr tragt einen Teil dazu bei das das Gefolge der des Neoliberalismus von ihn ablässt und sich Alternativen sucht !

    Danke dafür und weiterhin alles gute !!..macht weiter so!!!
    Gruß

  15. Liebes Parteibuch was sagt ihr den zu dieser Meldung ?

    Von Veterans Today – 1. März 2018
    Anmerkung der Redaktion: Das ist Trump, das heißt “Netanjahu” und seine Gangsterpartner, die das Leben der Amerikaner und vielleicht der Welt auf den “Hackblock” stellen. Die USA, was “Trump” bedeutet, haben Russland jetzt gesagt, dass, wenn Russland versucht, sich gegen amerikanische Luftangriffe auf seine Streitkräfte zu verteidigen, welche den ISIS in Syrien bekämpfen, die USA Russland mit Atomwaffen angreifen werden.

    Es grüßt euch besorgt Alberon

    1. Alberon

      Ich sehe da nichts neues. Die USA verfolgen schon lange eine nukleare Erstschlagsdoktrin. Nur hilft die nukleare Erstschlagsdoktrin den USA eben auch nicht wirklich weiter, wie die verlorenen Besatzungskriege gegen Irak und Afghanistan zeigen, und erst recht nicht gegen substaatliche Partisanen wie „Taliban“ oder „Widerstand der Söhne von Raqqa.“

  16. Danke für die Antwort
    Ich sehe dass schon ähnlich, was mich besorgt ist das plötzliche aufschreien der Hexe Killary die durch die Veröffentlichung der neuen Russischen Pläne Lunte gerochen hat. Trotz einer eventuellen geheimen Übereinkunft Putin’s mit Trump, rennen auch Schafherden in den USA umher.

    1. Alberon

      Was ich bemerkenswert finde, ist, dass es Clinton offenbar überhaupt nicht in den Sinn kommt, dass sie die große russische Streitkräftemodernisierung entscheidend mitausgelöst hat. Es warendie teils offen geführten und teils notdürftig als „Revolution“ oder als Bürgerkrieg getarnten serienweisen Aggressionskriege der USA, und ganz dabei vorn an Clintons unglaubliche Brutalität, Arroganz und Rücksichtslosigkeit, die Russland in der Überzeugung geeint haben, stark sein zu müssen, um bestehen zu können.

      Ich erinnere mich noch gut an das Jahr 2011, als sie Libyen zerstört hatte, sate sie, we came, we saw, he died, und dann kam dieses psychopathische Lachen, dass einem Schauer über den Rücken jagen kann. Und als Russland und China ihr dann im UNO-Sicherheitsrat keine Legitimation zur Bombardierung Syriens gegeben haben, hat sie angekündigt und dazu aufgerufen, Russland und China für ihr Abstimmungsverhalten im Sicherheitsrat auf alle erdenkliche Arten und Weisen zu bestrafen. Russland fühlte sich da schwach, abhängig und verletzlich, und hat gerade so eben die Linie durchgehalten, dass Russland zwar einem Angriffskrieg der USA gegen Syrien militärisch nichts entgegensetzen kann, aber dass Russland es nicht auf sein Gewissen laden werde, den USA wie bei Libyen im Sicherheitsrat für das Verbrechen der willkürlichen Zerstörung eines fremden Staates irgendeine Legitimation zu verschaffen. Clinton hat Russland und der Welt die Sicht der USA glasklar gemacht: und bist du nicht willig, gebrauche ich Gewalt. Legal, illegal, egal, im Sieg liegt das Recht.

      Und klar war dabei auch, dass die USA ein Auge auf die riesigen russischen Öl- und Gasvorkommen geworfen hatten. Es war völlig klar, dass die USA sich die demnächst mit Gewalt nehmen würden, wenn sie nur irgendwie könnten. Und dann hat Russland Schritte eingeleitet, um sicherzustellen, dass die USA nicht können. Erste Ergebnisse dieser Schritte auf der Ebene der strategischen Waffen hat Putin gestern präsentiert. Krieg wird es deshalb nicht geben, im Gegenteil, die USA überfallen immer nur vermeintlich schwache Länder. Üebrfallen haben die USA schwache oder entwaffnete Staaten wie Jugoslawien, Afghanistan, Irak und Libyen, aber an die Nuklearmacht DVR Korea trauen sie sich nicht ran, und nun an Russland erst recht nicht mehr.

      Das Gejaule aus Richtung USA und Konsorten kaschiert bloß ihre Trauer darum, dass die USA ihre Phantasien zur kriegserischen Welteroberung nun erstmal begraben müssen.

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