Türkische Armee und Proxies erobern letzte Grenzdörfer im syrischen Afrin-Bezirk

Die türkische Armee und ihre auf FSA geflaggten Jihadi-Proxies haben am heutigen Montag im von der kurdischen YPG beherrschten syrischen Afrin-Bezirk die letzten Grenzdörfer zur Türkei erobert.

Die türkische Armee hat damit an der gesamten Grenze des Afrin-Bezirks eine von ihren Lakaien beherrschte Pufferzone zur Türkei auf syrischem Staatsgebiet eingerichtet und die Jihadi-Lakaien der Türkei haben einen ausschließlich über syrisches Staatsgebiet laufenden Jihadi-Korridor zwischen den türkisch-gestützten Jihadi-Taschen von Azaz und Idlib geschaffen.

Aus der Idlib-Tasche wurde heute berichtet, dass es der von der Türkei unterstützten Jahidi-Allianz JTS heute nach mehrtätigen schweren Kämpfen gelungen ist, dem von der Terrorgruppe Al Kaida geführten Bündnis HTS auch die Kontrolle über die südwestlich des Afrin-Bezirks gelegene Stadt Daret Izza abzuringen. Dadurch könnte der Korridor nun auch bald praktisch für die Verlegung von türkischen Jihadi-Lakaien von Azaz in die Idlib-Tasche nutzbar sein, vorausgesetzt natürlich, dass die Passage durch den Afrin-Bezirk sicher genug ist. In der Idlib-Tasche hat die von der Türkei unterstützte JTS-Allianz in den letzten Tagen deutliche Fortschritte gegen Al Kaidas HTS-Allianz gemacht, aber die Situation ist nach wie vor äußerst unübersichtlich. Nachfolgender Versuch einer Kartenzeichnung mag deshalb eher die Unübersichtlichkeit verdeutlichen als eine zuverlässige Lagebeschreibung darstellen.

Die syrische Armee ist Berichten zufolge am heutigen Montag im Kampf gegen die Terrorgruppe Al Kaida und ihre Komplizen östlich von Damaskus im Osten der Ost-Ghouta-Tasche an den Fronten von Shifuniyah und Hawsh Dawahirah ein Stück vorgekommen.

Im Osten der Rastan-Tasche haben die syrische Armee und ihre Partner heute derweil einen weiteren bewaffneten Angriff nahe Khunayfis abgewehrt.

Die internationalen Bemühungen zur Umsetzung der vom UNO-Sicherheitsrat in Resolution 2401 vorgestern geforderten mindestens 30 tägigen Waffenruhe in Syrien wurden heute durch einen Telefonanruf des Präsidenten des NATO-Staats Frankreich, Macron, beim Präsidenten des NATO-Staates Türkei, Erdogan, fortgesetzt, in dem Macron Erdogan aufforderte, sich bei den türkischen Operationen im syrischen Bezirk Afrin an die Waffenruhe zu halten. Die Türkei hatte gestern offiziell erklärt, die UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 zu begrüßen, sich bei ihren militärischen Operationen in Syrien jedoch nicht daran gebunden zu fühlen. Gestern hatte bereits der russische Präsident Putin ein Telefonat mit Macron und der geschäftsführenden deutschen Bundeskanzlerin Merkel zur Umsetzung der UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 geführt.

Der russische Außenminister Lawrow hat am heutigen Montag bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen aus dem NATO-Staat Portugal erläutert, dass der Kampf der syrischen Armee gegen die von westlichen Staaten als „moderat“ eingestuften Gruppen Ahrar al-Sham und Jaish al-Islam an Orten wie Ost-Ghouta und Idlib durch die UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 nicht eingeschränkt ist, weil diese Gruppen mit der vom UNO-Sicherheitsrat als Terrorgruppe eingestuften Al Nusra Front liiert sind, und die Al Nusra Front genauso wie ihre Komplizen vom Waffenstillstand in der UNO-Sicherheitsratsresolution explizit ausgenommen wurden. Gleichwohl hat der russische Verteidigungsminister Shoigu heute bekanntgegeben, dass Russland und seine Partner ab morgen bis auf weiteres täglich von 09:00h bis 14:00h in Ost-Ghouta eine fünfstündige humanitäre Feuerpause einhalten werden, um Zivilisten die Möglichkeit zu bieten, das von Terroristen beherrschte Gebiet in Ost-Ghouta sicher zu verlassen, und dazu weiterhin vorgeschlagen, dass ebenso humanitäre Korridore in den von US-Truppen und Jihadisten besetzten Gebieten von Tanf und Rukbah eingerichtet werden, damit auch dort Zivilisten der Gewalt der dort herrschenden Jihadi-Kräfte entfliehen können. Die russische Botschaft in den USA warnte unterdessen die USA unter Verweis auf die UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 davor, die Bemühungen Russlands, der Türkei und des Iran, Frieden in Syrien herzustellen, zu ignorieren.

Das Außenministerium des NATO-Staates UK hat unterdessen dem russischen Außenminister zufolge den russischen Botschafter ins Außenministerium eingeladen, um sich die Pläne Russlands zur Umsetzung der UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 erläutern zu lassen.

Nachtrag 22:30h: Die in Ost-Ghouta mächtige bewaffnete Gruppe „Islam-Armee“ hat der fünfständigen täglichen Feuerpause zwischenzeitlich zugestimmt, dazu jedoch dazu erklärt, Zivilisten an der Flucht aus dem von ihr beherrschten Gebiet hindern zu wollen.

Nachtrag 23:55h: Der geschäftsführende deutsche Außenminister Gabriel und sein russischer Amtskollege Lawrow haben heute übrigens auch miteinander telefoniert, und Gabriel hat anschließend erklärt, die fünfstündige Feuerpause in Ost-Ghouta könne „nicht mehr als ein erster Schritt sein.“

Nachtrag 00:50h: Die massenmediale Berichterstattung über die UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 mutet geradezu gespenstig an. Man lese und staune etwa bei der zwangsgebührenfinanzierten deutschen Tagesschau:

Die Ankündigung aus Moskau erfüllt nicht die Forderungen der Vereinten Nationen. Der Sicherheitsrat forderte in ihrem Papier, „dass alle Parteien ohne Verzögerung die Kampfhandlungen einstellen für einen Zeitraum von mindestens 30 aufeinander folgenden Tagen in ganz Syrien für eine anhaltende humanitäre Pause“. Die Resolution enthält allerdings keine völkerrechtlich bindenden Druckmittel zur Durchsetzung der Waffenruhe….

Die Redaktion der Tagesschau tut so, als würde sie den Text der UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 überhaupt nicht kennen, obwohl der UNO-Sicherheitsrat die Resolution noch am Samstag in einer Pressemitteilung im Volltext auf der Webseite der UNO veröffentlicht hat. Wie oben im Parteibuch-Artikel bereits nachzulesen ist, hat der russische Außenminister Sergej Lawrow heute nicht erklärt, dass die Waffenruhe der UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 nicht bindend ist, sondern dass es in Ost-Ghouta die Terrorgruppe „Al Nusra Front“ und mit ihr verbundene Terrorgruppen wie „Islam Armee“ und „Ahrar Al Sham“ gibt, die von der Waffenruhe in der UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 ausdrücklich ausgenommen wurden, weshalb der Fortgang des Kampfes gegen den Terror dort völkerrechtlich legitimiert ist. Im Text der UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 heißt es schließlich explizit:

“2. Affirms that the cessation of hostilities shall not apply to military operations against the Islamic State in Iraq and the Levant (ISIL, also known as Da’esh), Al Qaeda and Al Nusra Front (ANF), and all other individuals, groups, undertakings and entities associated with Al Qaeda or ISIL, and other terrorist groups, as designated by the Security Council;

Nun kann man natürlich darüber diskutieren, ob denn die sogenannte Islam-Armee und Ahrar Al Sham zu den Individuen, Gruppen, Unternehmungen und Entitäten gehören, die mit Al Kaida oder ISIS, und anderen Terrorgruppen, wie vom UNO-Sicherheitsrat spezifiziert, verbudnen sind. Da gibt es unzweifelhaft Beziehungen zur Nusra Front, aber ob man die als Verbindung einstuft, mag vom Auge des Betrachters abhängen. Was jedoch unter Befürwortern und Gegnern von Regime Change in Syrien weitgehend unstrittig zu sein scheint, ist, dass die Terrorgruppe Al Nusra Front in Ost-Ghouta aktiv ist. Schon demnach wäre eine Ausnahme vom Waffenstillstand in Ost-Ghouta zum Kampf gegen die Nusra Front völkerrechtlich von der Resolution 2401 gedeckt. Man kann natürlich trotz aller gegenteiligen Fakten bestreiten, dass die Nusra Front in Ost-Ghouta aktiv ist. Aber was gespenstisch ist, ist, dass die meisten Massenmedien auf diese völkerrechtlich entscheidenden Punkte überhaupt nicht eingehen.

Die Tagesschau zum Beispiel schreibt in ihrem oben bereits zitierten Artikel:

Die Regierung in Ankara sieht den Militäreinsatz in Afrin nicht durch den Beschluss betroffen, weil er nach ihrer Auffassung nicht für den Kampf gegen Terroristen gilt – und als solche bezeichnet sie die Kämpfer der kurdischen Miliz YPG.

Dabei unterlässt die Tagesschau es zu sagen, dass die YPG eben keine vom UNO-Sicherheitsrat als solche spezifizierte Terrororganisation ist, und auch keine Verbindungen der YPG zu solchen Terrororganisationen bekannt sind. Und trotzdem setzt die Tagesschau das türkische Vorgehen in Afrin als Völkerrechtsverstoß mit dem von Russland unterstützten syrischen Vorgehen in Ost-Ghouta als Völkerrechtsbruch gleich. Obwohl es da eben völkerrechtlich einen entscheidenden Unterschied gibt: in Afrin gibt es keine vom UNO-Sicherheitsrat als solche spezifizierte Terroristen und auch keine mit solche verbundenen Kräfte, in Ost-Ghouta hingegen schon.

Die Redaktion der Tagesschau tut so, als würde sie den Inhalt der UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 überhaupt nicht kennen und berichtet darauf basierend Fake News, obwohl der Inhalt natürlich allgemein bekannt ist. Das Problem mit der Tagesschau wird natürlich nicht dadurch besser, dass praktisch alle wesentlichen oder westlichen Medien genauso Fake News dazu verbreiten. Das gravierende Problem wird dadurch bloß noch gespenstischer.

Nachtrag 03:00h: Zum Jemen hat der UNO-Sicherheitsrat am Abend mit der Resolution 2402 einem russischen Entwurf zugestimmt, nachdem ein britischer Entwurf am russischen Veto gescheitert war. Das hört sich allerdings besser an als es ist: die saudischen Massaker im Jemen gehen damit wohl wie gehabt noch mindestens ein Jahr weiter.

22 Gedanken zu “Türkische Armee und Proxies erobern letzte Grenzdörfer im syrischen Afrin-Bezirk

  1. Im Augenblick sieht es wohl so aus, das man bei den FakeNews-Machern 2 Tendenzen hat. Auf der einen Seite lockert man den Druck auf Assad, was man ganz deutlich an der Berichterstattung zu dem angeblichen Giftgaseinsatz sieht. Auf der anderen Seite fährt man eine Schmutzkampanie gegen Russland, was sich ja mit der bevorstehenden Putinwahl erklären lässt. Deshalb auch die stetige Diskussion über bevorstehende Sanktionen gegen Russland…

    Dabei kann man wohl die 5h-Feuerpause als Gegenschlag Putins sehen. Wir wissen doch spätestens seit Ostaleppo, das während solcher Feuerpausen weder Zivilisten raus noch Hilfslieferungen rein kommen, da das die Terroristen verhindern. Wenn jetzt die UNO die Feuerpausen deshalb nicht nutzen kann, steht sie auch ziemlich schlecht da und muss erklären, wieso dann ein 30tägiger Waffenstillstand notwendig sein soll, wenn doch keine Hilfsleistungen möglich sind. Da verwundert auch nicht, das Putin den Befehl zur Feuerpause gegeben hat: Ich habe mein möglichste gegeben aber die Probleme liegen nicht auf unserer Seite…

  2. Wie heute wieder mal im Deutschlandfunk Kultur. Da gab es ein Interview (7:38 Uhr) mit einem Syrer, Omar Sharaf der aus Ost-Goutha kommt. Er hat dort noch Familie dort.
    Aber keine Frage zu den Machtverhältnissen in Ost-Goutha. Keine Frage zu den Dschihadisten. Keine Frage, wie die Schule in Irbin, die er unterstützt, in den dortigen Machtverhältnissen überhaupt ausgerichtet ist. Koran Schule?
    Ich nehme ihm ja ab, dass er am Anfang der arabischen „Frühlings“ demokratische, oder freiheitliche Ziele verfolgt hatte. Aber da muss man doch nachhaken, wie er es denn jetzt sieht, da die Proteste vollkommen durch die Dschihadisten gekapert wurden (oder das ganze von Anfang an eh nur instrumentalisiert wurde, um Assad zu stürzen.).
    Ganz schwaches Interview, welches nur das Narrativ unterstützt, Assad sei der Schlächter seines Volkes mit Unterstützung von Putin.

  3. Die Einnahme der letzten Grenzregionen von Afrin durch die Türken geschah relativ schnell und geräuschlos; entweder aussichtslose strategische Lage, oder ein Eingeständnis, dass die Türken ohnehin so lange weitermachen, bis sie die haben, oder sogar Absprachen.

    Die HTS wurde offenbar vom direkten Aufmarschgebiet der Türken in Idlib vertrieben.

    Für die Türkei läuft es also gut derzeit.
    Die Frage wird sein, wie dauerhaft die sich dort festsetzen wollen, und wenn sie wollen, ob sie können.

    Al Kaida in Griff kriegen ist ihre Aufgabe als Deeskalations-Garantiemacht; dafür reicht die jetzige Verschiebung zwischen HTS und JTS nicht, da Grüne Busse als Lösung ausfallen muss man die bis zum Ende bekämpfen (oder sonstwie verschwinden lassen).

    Der nächste Schritt dürfte erst mal die Öffnung von Nachschubwegen nach Kafarya/Foua sowie Verkehrswegen wie der M5 sein, wenn die Türken das nicht hinkriegen, wird es Diskussionen im Astana-Format geben, und irgendwann Folgen.

    In der Ghouta gibt es verschiedene Linien.
    Die Deeskalationszone ist seit den Angriffen auf Harasta mit Abtrennung des Fahrzeuglagers tot.

    Die UNSC-Resolution steht auf dem Papier, ob die „Rebellen“ wirklich Garantien für humanitäre Maßnahmen geben wird man sehen.

    Russland verkündet eine mehrstündige Waffenruhe pro Tag und Öffnung eines Korridors, wie in Aleppo; dürfte von den „Rebellen“ durch Beschuss unterbunden werden, mal sehen, was die Wahrheitspresse daraus macht.

    Und die Aktionen auf dem Boden, Abschneiden des Südwestens, das sind schon etwa 10 Prozent.

    Es gibt fünf, sechs Militärgelände in der östlichen Ghouta; nimmt man die ein, wird die Propagandamaschine trotzdem jaulen, aber das tun sie eh.

    Von dort aus kann man das Gebiet in weitere Stücke schneiden, ohne in Häuserkämpfe zu müssen.

    Und wenn man sich auf ein kleines Gebiet konzentrieren kann, wird der Schmuggelnachschub sehr erschwert, vielleicht finden sich dann doch noch „Moderate“, die zumindest die Ausländer rausschmeißen und sich wieder in die Gesellschaft eingliedern wollen („settle her cases“).

    Ich denke, die Russen werden einen Weg finden, der auch „moralischen“ Anforderungen genügt, soweit sie in der Situation möglich sind.

    Der Westen wird eh seinen Unsinn absondern.

    1. Wie erwartet, Korridor wird beschossen.

      ***
      Guy Elster @guyelster 45 Min.Vor 45 Minuten

      #BREAKING #Russia military says corridor in #EasternGhouta, #Syria is under intensive fire from rebel side, not one civilian has been able to leave
      ***

  4. „FSA-affiliated group“, wer soll das sein in der Ghouta?

    Es ist einfach: Terroristen raus ist gut, sollen sie doch die JTS dezimieren.
    Wer da bleiben will, muss sich der Regierung unterordnen, sonst wird er bekämpft.

    1. andreas

      FSA-affialiated group könnte sich auf die Jihadi-Miliz Failaq Al Rahman beziehen.

      https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Rahman_Legion

      Die schmücken sich ab und an mit FSA-Flaggen, haben aber gleichzeitig so enge Beziehungen zur Nusra Front, dass sie praktisch kaum unterscheidbar sind.

      Ich vermute, ihr Vorschlag läuft darauf hinaus, dass sich einige Nusra-Leute nach Idlib evakuieren lassen und der große Rest auf FSA/Failaq Al Rahman umflaggt.

      1. Dazu passt

        ***
        Elijah J. Magnier @ejmalrai 51 Min.Vor 51 Minuten

        Talks ongoing to allow „200 declared“ #AQ militants from Ghouta: figures r manipulated coz the same jihadists said in previous days there were between 1000 and 2000 al-Qaeda. Therefore, jihadists are planning to keep al-Qaeda in Ghouta & declare all out
        ***

        Die Russen sprechen ja mit allen, möglicherweise sind solche Lösungen da auch mit im Gespräch.

        Jede Verhandlung, an deren Ende nicht die syrische Flagge in der ganzen Ghouta weht, ist eigentlich unannehmbar für Damaskus.

        These: vielleicht stimmt an dem Abzug einiger Jihadisten zu, errichtet dann Kontrollpunkte, die werden von den „moderaten“ angegriffen, der Kampf geht weiter.

        „Moralisch“ wohl „besser“; aber erfolgreicher?

  5. Wer noch Zweifel an der vollumfänglichen Moderatheit der neuen JTS haben sollte, hier wird geholfen.

    Der bekannte Kinderkopfabschneider-Zenki mit einem Spottlied auf den HTS-Führer, sieht gut aus für die angeblich laufenden Verhandlungen: dass sie gründlich scheitern.

    200 Tote in 4 Tagen, das können sie ruhig noch ein halbes Jahr weitermachen.

  6. Noch mal gegenlesen lassen?
    „zwangsbegührenfinanzierten“; gespenstig vs. gespenstisch
    Vielleicht auch das Wort gespenstisch nicht überstrapazieren.

    1. Nobilitatis

      Danke für den Hinweis. Ja, gerade zu Zeiten wie um 01:00h nachts fällt die Konzentration manchmal etwas schwer.

  7. Ich hatte gestern darum gebeten, die Sinne zu schärfen, weil ich stimmungstechnisch alarmiert bin, wie – oder besser gesagt – was die „Freunde Syriens“ in letzter Zeit verdichtet von sich geben.
    Nachdem also innerhalb von 5 Tagen zunächst Macron gedroht hatte, syrische Einheiten in direkte Weise militärisch anzugehen, sollte sich ein „deftiger Grund, z.B. eine Gasattacke“ einstellen, und die Amerikaner dieses in den letzten 4 Tagen nun zweimal in gleicher inhaltlichen Positionierung wiederholt haben, zieht der britische Amtsbruder heute nach… alles nur Zufall? Und Russland „warnt“ vor fortwährender Agitation.

    1. Von dem Nato-Kriegsaufmarsch an Hitlers Nazi-Angriffslinie von 1941 gar nicht zu reden, ist offensichtlich bereits in und um Syrien alles vorhanden und versammelt, was der Imperialismus braucht, um durch erneuten Wechsel in den Weltkriegsmodus, Krisenthemen durch Kriegsthemen überlagernd zu erreichen, dass nichts mehr normal ist.

      Antikrieg/Ernst Wolff, 25. Februar 2018: Bankencrash in Lettland – Gefahr fürs internationale Finanzsystem?

      http://antikrieg.com/aktuell/2018_02_26_bankencrash.htm

      Wie der aktuelle Artikel von Ernst Wolff (Buch „Weltmacht IWF: Chronik eines Raubzugs“), erscheinen derzeit in immer kürzeren Abständen nachvollziehbar begründete Berichte über entsprechend den Beschreibungen und angesichts der im Raum stehenden Billionensummen bei Abwicklung fällig werdender Kreditausfallversicherungen, unmöglich noch zu rettender Privatbanken.

      Interessanterweise ergaben bei einer vor ein paar Jahren durchgeführten Internetrecherche aufgefundene historische Berichte über damals nicht mehr aufzuhaltende Kettenreaktionen der Zusammenbrüche von Privat- und danach bevorstehend ganzer Zentralbanken europäischer Staaten, ein sehr ähnliches Bild. Datiert nur kurze Zeit, bevor Angst verbreitet wurde im Namen der Rechtschaffenheit nach der in bürgerlicher Geschichtsschreibung als „Machtergreifung“ dargestellten Übergabe Europas von bürgerlichen Regimen an den für die Herrschaftserhaltung aufgebrachten Faschismus zur Rettung des Kapitalismus in der Krise durch einen großen Krieg, den Zweiten Weltkrieg.

      Hier großmächtig mit pseudolinken, angeblich „AntiFa“, dem menschenhasserischen Auftreten nach, jedoch eher ebenfalls rechten Aktionen und Gerichtsprozessen bedacht, wird in der Westukraine, wie zu Zeiten des sogenannten Kalten Krieges, der zur Demokratie umgelogene oder als Nationalismus verbrämte Menschenhass des Faschismus gezüchtet:

      Linke Zeitung, 23. Februar 2018: Der alltägliche Faschismus in Lwow (aber nicht nur dort …)

      https://linkezeitung.de/2018/02/23/der-alltaegliche-faschismus-in-lwow-aber-nicht-nur-dort/

  8. Wartet mal ab, was Syrien, dank Russlands Traum die Türkei aus der Nato zu entfernen, noch erleben wird.

    Die Kurden verlegen ihre verteidigung ins Zentrum der Stadt. Deshalb ist der fortschritt der Türkei so reibungslos und zügig.

    Die SAA wird an legimität verlieren, wenn sie nicht mit der YPG zusammen agiert und Afrin verteidigt.. und die YPG wird nur noch mehr Unterstützung von allen teilen der Bevölkerung erfahren. Denn SIE Verteidigen die Grenzen Syriens und nicht die SAA und das auf anweisung von Russland. Unglaublich !!

    Sobald die Türkei die Stadt Afrin einnehmen sollte (was die Kurden m.E zulassen sollten) wird sie sich auch dort festsetzen und der Dschihad kann wieder neu beginnen.. und diesmal wird es Syrien auch mit Hilfe Russlands nicht unter kontrolle kriegen.

    Denn alle Pläne der Nato laufen darauf aus, den Krieg noch Gewaltiger werden zu lassen und diesmal in einem Libyen szenario.. deshalb die France/US/Britain aussagen über Luftschläge… Russland haben sie langsam auch in der Tasche..

    Abwarten und Kaffee Trinken..

    1. Henry

      Ja. Soweit ich das verstehe, dürfte das keine weitere Säuberungsaktion zur Festigung der Macht von MbS sein, sondern MbS scheint vielmehr seine eigenen Leute wegen Erfolglosigkeit im Krieg gegen den Jemen ausgetauscht zu haben. Ich glaube, das kann man sich so etwa wie beim Fußball vorstellen, wo die Clubs Trainer feuern, wenn die Ergebnisse schlechter als erhofft sind.

      1. Man kann sich ja lebhaft denken wie und warum die auf ihre Posten gekommen waren, wohl weil sie so gut Säbeltanz können.

  9. ***
    Jeff Seldin‏@jseldin

    “The #Syria|n regime itself has proved unwilling and unable to address this particular threat“ per @CENTCOM’s Votel “They have taken the pressure off of #ISIS and created more problems for the coalition in dealing with this”
    ***

    Was sagt der Votel da? Die Amis müssen in Syrien bleiben, weil Damaskus nicht mehr genug Druck auf ISIS macht?

    Na das ist doch eine Aufforderung, den Euphrat zu überqueren und ISIS zu jagen, im „SDF-Gebiet“.

  10. Einfach nur als Test.
    Habe ich gerade an alle Redaktionen verschickt.

    „Sehr geehrte Damen und Herren,

    Nur zu Ihrer Info.

    Falls Sie morgen in irgendeiner Form über Syrien berichten, dann sollten Sie in meinen Augen auch darüber berichten. Anderen Falls ist es in jedem Fall ein Verstoß gegen gültige Bundesdeutsche Gesetze.
    https://sana.sy/en/?p=128803

    mfg

    Karsten Laurisch“

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