Fortschritte in Ost-Ghouta

Nachdem die syrische Armee am gestrigen Samstag Abend einen unter anderem mit einer Fahrzeugbombe ausgeführten Angriff aus Ost-Ghouta auf Damaskus zügig abgewehrt hat, hat die syrische Armee am heutigen Sonntag bei einer Konteroffensive gegen die Ost-Ghouta beherrschenden Terroristen von Al Kaida und ihre Komplizen einige Fortschritte gemacht.

Von Südosten und Osten gegen die Terrorgruppe Al Kaida und ihre Komplizen vorrückend hat die Armee in der Umgebung der von Terroristen der sogenannten „Islam-Armee“ beherrschten Stadt Nashabiyah Punkte eingenommen, durch die sie Feuerkontrolle über Nashabiyah erlangt hat. Der libanesische Journalist Hosein Mortada hat folgende Karte zu den heutigen Fortschritten im Damaszener Vorstadtgebiet Ost-Ghouta veröffentlicht:

Weiterhin wurde am heutigen Sonntag berichtet, dass die syrische Armee auch in Harasta im Nordwesten und in Hawsh Dawahra im Osten der Terroristentasche Ost-Ghouta Fortschritte erzielt habe. Die in Ost-Ghouta aktive Terrorgruppe Al Kaida und ihre Komplizen von Islam-Armee bis Ahrar Al Sham ihrerseits sollen Muraselon zufolge, die sich auf das russische Verteidigungsministerium berufen, noch näher zusammengerückt sein, indem sie eine gemeinsame Kommandozentrale gegründet haben und haben SANA zufolge am heutigen Sonntag die Zivilbebevölkerung von Damaskus und Umgebung mit dem Abfeuern von 21 Artilleriegeschossen terrorisiert. Außerdem haben Terroristen in Ost-Ghouta am Sonntag ihre Giftgas-Flase-Flag-Inszenierungen wiederaufgenommen, wie es lange bereits erwartet worden war.

Die Armee des NATO-Staates Türkei und ihre auf FSA geflaggten Jihadi-Proxies haben am heutigen Sonntag unterdessen den nordwestlichen Zipfel des Afrin-Bezirks in der syrischen Provinz Aleppo aus der Hand von kurdischen SDF/YPG-Kräften erobert, die an einigen Fronten in Afrin zwischenzeitlich von regierungstreuen Volksmilizen unterstützt werden. Wie ein Blick auf die Karte zeigt, haben die türkische Armee und ihre Jihadi-Lakaien damit – mit Ausnahme einer kleinen Lücke im Westen – entlang der ganzen Grenze des Afrin-Bezirks zur Türkei eine Pufferzone auf syrischem Staatsgebiet erobert.

Zur Entwicklung der Situation in der weiter östlich in der Provinz Aleppo gelegenen Stadt Manbij, die gegenwärtig sehr zum Missfallen der Türkei von US-gestützten YPG/SDF-Kräften beherrscht wird, berichtete Sputnik am frühen Sonntag Morgen unter Berufung auf eine „kurdische Sicherheitsquelle,“ dass die SDF-Kräfte einem Transfer der Kontrolle über Manbij an die syrische Armee zugestimmt haben und die syrische Armee in den nächsten Tagen in Manbij einrücken werde. Ob das wirklich so kommt, wird man aber, wie die schwierige Umsetzung ähnlicher Vereinbarungen in Afrin zeigt, wohl noch abwarten müssen, zumal im Raum Manbij auch noch der NATO-Staat USA mit illegalen Besatzungssoldaten präsent ist, und andere NATO-Staaten vermutlich auch.

Weiterhin wurde am heutigen Sonntag berichtet, dass die syrische Armee bei Khirbet Ghazaleh in Südwestsyrien einen Angriff von Al-Kaida-Terroristen abgewehrt hat.

Die illegal in Syrien operierende US-Luftwaffe soll am Sonntag unterdessen in der syrischen Provinz Deir Ezzor durch Luftangriffe, die möglicherweise ISIS haben gelten sollen, mindestens 29 Zivilisten getötet haben.

Auf der inetrnationalen Ebene gab es am heutigen Sonntag ein Telefonat zwischen dem russischen Präsidenten Putin und den Staats- und Regierungschefs der NATO-Staaten Frankreich und Deutschland, Macron und Merkel, das man als ersten Schritt auf dem Weg zur Implementierung der gestern vom UNO-Sicherheitsrat beschlossenen Resolution 2401 auffassen kann. Der UNO-Sicherheitsrat hatte darin bekanntlich beschlossen, dass sich alle Parteien sofort damit beschäftigen sollen, ohne Verzögerung zu einem mindestens 30 Tage dauernden Waffenstillstand in ganz Syrien zu kommen, der eine sichere, ungehinderte und nachhaltige Lieferung von Hilfsgütern und -leistungen und die Versorgung von Kranken und Bedürftigen ermöglicht. Ausgenommen vom Waffenstillstand sollen der Resolution zufolge lediglich vom UNO-Sicherheitsrat als Terroristen designierte Gruppen und Personen wie ISIS, Al Kaida und die Nusra Front sein, sowie die diesen Terrorgruppen verbundenen oder nahestehenden Gruppen und Personen.

Wie die geschäftsführende deutsche Bundesregierung nach dem Telefonat in den Gepflogenheiten der internationalen Diplomatie nicht angemessener Sprache mitteilte, haben Merkel und Macron Putin darum ersucht, „maximalen Druck“ auf die syrische Regierung auszuüben, um eine „sofortige Waffenruhe in Ost-Ghouta“ zu erreichen. Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete von dem Telefongespräch demgegenüber, dass Putin betont habe, dass die Waffenruhe sich nicht auf militärische Operationen gegen Terroristen erstrecke, und die Seiten übereingekommen seien, den Informationsaustausch zu Syrien durch verschiedene Kanäle zu verbessern. Wie Tass in einer separaten Meldung außerdem berichtete, veröffentlichte das russische Außenministerium am Sonntag eine Erklärung, derzufolge Russland von den Schirmherren der Oppositionskräfte in Syrien erwarte, dass sie sicherstellen, dass der Waffenstillstand auch eingehalten wird.

Die syrische Nachrichtenagentur SANA hob am Sonntag in einer Meldung hervor, dass der syrische UNO-Botschafter Jafaari in der gestrigen UNO-Sicherheitratssitzung erklärt habe, dass die syrische Regierung ein Recht auf einen Gegenschlag habe, wenn Terrorgruppen Zivilisten auch nur mit einer einzigen Granate beschießen sollten, und dass die beschlossene Resolution auf das gesamte syrische Territorium, einschließlich Afrin, die von den USA besetzten Gebiete und den besetzten syrischen Golan gelten soll. In einer weiteren Nachricht berichtete SANA am heutigen Sonntag, dass das „türkische Regime“ seine Aggression gegen den syrischen Bezirk Afrin in Verletzung der erst gestern beschlossenen UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 eskaliere.

Das Außenministerium des NATO-Staates Türkei gab am Sonntag derweil eine Erklärung heraus, in der es die Verabschiedung der UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 begrüßte, weiterhin ihren Standpunkt mitteilte, dass diese Resolution keinen Einfluss auf die türkische Offensive im syrischen Bezirk Afrin habe und sie ankündigte, ihre militärischen Operationen gegen die von der Türkei als Terrorgruppe betrachtete kurdische Miliz YPG in Syrien ohne Unterbrechung fortzusetzen.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Sonntag unterdessen, der Stabschef der Streitkräfte des Iran, Generalleutnant Mohammad Hossein Baqeri, habe erklärt, dass Teheran und Damaskus sich an die Sicherheitsratsresolution halten werden, die einen mindestens 30 Tage dauernden Waffenstillstand in ganz Syrien verlange, und Generalleutnant Baqeri weiter ausgeführt habe, dass die Resolution Terroristen wie die Nusra Front vom Waffenstillstand ausnehme, dass für die Teile der Vorstädte von Damaskus, die unter der Kontrolle von Terroristen stehen, der Waffenstillstand nicht gelte, und dass die militärischen Operationen zur Befreiung dieser Gebiete vom Terrorismus deshalb selbstverständlich fortgesetzt werden.

40 Gedanken zu “Fortschritte in Ost-Ghouta

    1. Look East

      Ich glaube, in einem wesentlichen Punkt seiner Analyse liegt Alexander Mercouris falsch. Alexander Mercouris meint, die US-gestützte kurdische Miliz sei keine existentielle Bedrohung für Damaskus, die türkisch-gestützten Jihadis hingegen schon. Diese Einschätzung stützt Alexander Mercouris darauf, dass die Türkei und ihre Jihadis ganz offen das Ziel verfolgen, die Regierung in Damaskus zu stürzen, die kurdischen Milizen hingegen kein Interesse daran haben.

      Alexander Mercouris übersieht dabei, dass die „kurdischen Milizen“ – oder wie Washington sagt, die ethnisch gemischten SDF-Kräfte – Proxies der USA sind, und erklärtes Ziel der USA Regime Change in Syrien ist. Da die USA ungleich stärker sind als die Türkei und ihre Jihadis, und die Israel-Lobby, die extrem syrien- und iranfeindlich ist, nach wie vor riesiegen Einfluss in den USA hat, würde ich in Summe die USA und ihre SDF-Proxykräfte gegenwärtig als deutlich größere Gefahr für Syrien als die Türkei und ihre Jihadis betrachten.

      Insbesondere ist die Gefahr nicht zu vernachlässigen, dass die USA die von ihr besetzten Zonen in Deir Ezzor und in Tanf miteinander verbindet, und dann mit einem Nachschubkorridor aus Jordanien zum Sturm auf Damaskus von Südosten her bläst. Die von der Türkei unterstützten Jihadis sind im Großen und Ganzen hingegen eine geschlagene Truppe, ideell fertig und individuell und gemeinschaftlich ausgelaugt.

      1. Hatten wir die gemäß international geltender Gesetze eindeutig kriegsverbrecherische US-geführte Besatzung von bereits einem Drittel Syriens nicht vor einiger Zeit deshalb als unhaltbar diskutiert, weil die Besatzungsgebiete von Ländern umgeben sind, die keinen Nachschub zulassen würden?

        Wenn nun doch Nachschubmöglichkeiten möglich wären, stellt sich wegen der Erfahrung mit dem Vorgehen dieser kriminellen Kräfte, dass alle sich bietenden Möglichkeiten auch genutzt werden, nicht dann bereits die Frage, wie der Sturm auf Damaskus verhindert werden könnte?

      2. clearly

        Naja, die Verbindung von Deir Ezzor nach Tanf würde für die USA nicht einfach. Sie haben das ja schon mehr oder minder engagiert probiert, aber die Tiger und IRGC waren schneller und haben stattdessen einen Korridor Damaskus-Bagdad geschaffen. Und natürlich können die USA ihre Proxies aus dem Osten theoretisch auch per Luftbrücke nach Jordanien fliegen, solange die Türkei und der Irak den Weg nicht zumacht. Nur passiert ist das eben dann doch nicht. Aber dass die von der Türkei unterstützten Jihadis sich von Idlib nach Süden bis Damaskus vorarbeiten, erscheint mir noch eine ganze Ecke unrealistischer.

        Und was die Sicherung der Hauptstadt Damaskus angeht, läuft da ja gerade eine größere Operation, nämlich in Ost-Ghouta. Das ist und war seit Jahren das potentielle Hauptsprungbrett für einen Versuch, Damaskus einzunehmen. Ich schätze, die Terroristenenklave in Ost-Ghouta wird in ein paar Monaten Geschichte sein, genauso wie die Terroristenenklave Ost-Aleppo vor etwas mehr als einem Jahr Geschichte geworden ist. Am Ende stehen dann grüne Busse nach Idlib.

      3. So sehr ich Ihre Analysen schätze, es ist mehr als unwahrscheinlich, dass die USA es vermögen, allein mit ihren SDF-Hiwis auch nur zum Sturm von Damaskus anzutreten. Dafür fallen die kurdischen Teile aus. Der Rest ist zu vernachlässigen und, wir erinnern uns, auch die vollständigen Jihadi/ FSA-Gruppen haben das noch ungeschlagen nicht vermocht. Wahrscheinlich würden das auch US-Bodentruppen schwer bereuen, wenn sie das durchführen wollten. Und sogar Israel scheint Pläne, einen erweiterten Golan zu kontrollieren, nicht mehr weiter zu verfolgen – schlussgefolgert aus fehlenden Anspruchsformulierungen.

      4. Nobilitatis

        Um das noch mal klar zu stellen: ich glaube auch nicht, dass das realistisch ist, dass die USA nochmal das Herstellen einer Verbindung von Deir Ezzor nach Tanf probieren, um dann von da Damaskus zu stürmen. Nur glaube ich eben auch, dass es noch unrealistischer ist, dass die türkischen Jihadis sich von Idlib aus bis Damaskus vorarbeiten.

  1. Was wieder einmal zeigt, Terrorist ist der, den ich bestimme.
    Schande über diese Merkel und den Goslarer, die mit keiner Silbe Afrin erwähnen.

    1. Erstaunlich die Berichterstattung im ZDF Morgenmagazin (6:11Uhr). Es könnte auch ein Provokation sein und ein Giftgasanschlag würde nur der Opposition nützen.
      Da hat man wohl neue Anweisungen aus der GROKO erhalten…

      1. Lutz

        In der Tat, sehr interessant, diese Information. Nachdem das heute-Journal mit drastischen Bildern zugegeben hat, dass in Ost-Ghouta Extremisten herrschen, die andersgläubige Männer und Frauen in Käfigen durch die Straßen fahren, und sie anschließend vermutlich ermordet haben, machen sie sich nun auch die von den Terroristen gekochte Giftgassuppe nicht mehr zu eigen.

        Hoffentlich wird das ein Trend.

  2. PB
    Weiterhin wurde am heutigen Sonntag berichtet, dass die syrische Armee bei Khirbet Ghazaleh in Südwestsyrien einen Angriff von Al-Kaida-Terroristen abgewehrt hat.

    Wäre das nicht ein guter Anlass den langen Schlauch Nordöstlich von Daraa aus zu räumen? Eine riesige Grenze, sicher relativ ruhig, doch bindet sie doch auch Kräfte und lässt Kräfte aus Jordanien sehr weit an Damaskus heran…
    (ich weiß im Augenblick hat Ostghouta Vorrang)

  3. Man sollte dem UN Sicherheitsrat mal dieses Video Vorspielen ….auf deren Reaktion wäre ich sehr gespannt….

    twitter.com/hadinasrallah/status/967891376443658241

    Man kann nur hoffen das die Öffentlichkeit bald aufwacht und merkt wenn unsere Regierung hier mit Waffen und know-how unterstützt und dieses Regime einen verlässlichen Partner im nahen Osten nennt,das es keine moderate Opposition in Syrien gibt,wer die Weiß Helme wirklich sind(von den finanzierern bis zum letzten Propagandisten…),welche Politik der Westen wirklich verfolgt,das der syrischen Staat ein säkularer ist in dem jeder seine Religion ausüben kann usw usw

    So könnten Frauen unter der sogenannten „syrischen Opposition „ wohl kaum Leben:

    youtu.be/_S_zmlDuGKU

  4. Also meiner Meinung nach legt die Nato jetzt so richtig los. Und Russland sieht sich extrem bedroht und hat schon lang nichts mehr unter kontrolle. Der Wunsch, die Türkei aus der Nato und somit vom Westen abzukoppeln hat Russland direkt in die Arme der Nato getrieben.

    Oder wieso unterstützt es die UN Resolution auf einmal, was es die ganzen Jahre davor vehement abgelehnt hat. Natürlich versuchen die Internet Medien es als „Sieg“ der Russischen Diplomatie zu verkaufen doch der Westen hat es verlangt und Russland war aus irgendeinem Grund dazu verdammt es auch zu unterstützen, klar hat man Russland dafür ein leckerli gegeben.

    Aber so langsam wird Russland dann doch zum Spielball aller dort. Die Türkei macht was es will, die Amis machen was sie wollen, die Israelis sowieso. Der Anschein eines Papiertigers bewahrheitet sich immer mehr.

    Ihr habt doch nicht ernsthaft geglaubt, das die Nato, sich so leicht geschlagen gibt. Und Russland mit dem Auslöschen von den Amateuren des IS als Siegermacht hervor geht, das wäre zu einfach. Die Nato ist so Stark strukturiert und Zentralisiert, da Spielt es genauso wenig wie in Deutschland keine Rolle wer was von sich gibt. So Länder wie zb der Türkei würden in Grund&Boden versinken wenn sie aus der Nato Austreten. Selbst Deutschland würde es extrem zu spühren bekommen, wenn sie es wagen würden. Seit nicht so leichtgläubig.Die Hoffnungen sollten nicht Utopisch sein.

    Oder wie erklärt ihr es euch, das die Chinesen NIE stellung zu irgendwas nehmen und wenn, dann sehr zurückhaltend. Oder entgeht mir irgendwas komplett ??

    Russland hat mio. von Menschen eine hoffnung gegeben, das es der Nato Aggresion einhalt bietet und sie Stoppt, aber zählt mir mal ein Konflikt auf, welches durch Russland vermittelt und gestoppt wurde. Kein einziges ! In der Ukraine fliegt alles um seine Ohren, in Syrien jetzt auch langsam. In der Nordkorea frage kommt auch kein erfolg. Sie haben Russland auffahren lassen um es jetzt langsam wieder stück für stück abzubauen. Und China schaut zu, weil die USA die Chinesen an den E***n haben.

    Russland nutzt diese Krisengebiete aus um einhalt zu bieten aber gleichzeitig auch um sich dem Westen anzubiedern. (Zweiköpfiger Adler)

    Russland wird auch zuschauen, wenn es gegen den Iran losgeht, sobald es vom Westen Annerkennung erfährt und am Markt teilhaben darf. Darauf basierte die Politik Russlands schon immer.

    Die einzige befreiung der Menschheit liegt im Sturz des Kapitalismus durch den Sozialismus aller Völker. Davor wird es nichts neues geben und die Geschichte wird immer wieder wiederholt.. und heutzutage um ein weiteres mal.

    Die Clique wird sich immer über unserem Rücken auf ein kompromiss verständigen und es als Sieg des guten gegen das Böse verkaufen. In diesem Fall ( Der Gute Russe) davor war es der (Der Gute Ami) gegen das Böse Kommunistische ..

    Unser aller Ziel ist der Sturz dieses Systems..

    1. Tyln

      1. Es war Russland, dass den UNO-Prozess mit Beratungen im Sicherheitsrat initiiert hat, der jetzt zu der Resolution 2401 geführt hat.

      2. Vergleiche mal auf der Karte von 2015, wo Russland mit Militärkräften in den Krieg in Syrien eingetreten ist, mit einer Karte von heute. Das siehst du den Unterschied.

      3. Dass Russland der NATO die Stirn bietet und blockiert, heißt nicht, dass Russland stark genug ist, um die NATO zu bezwingen. Dazu braucht es noch ein paar Jahre, bis die Freunde der KPCh wirtschaftlich soweit sind.

  5. Wenn man mich nach meinen Eindrücken bezüglich der letzten Tage und Vorkommnisse und basierend auf die „Stimmung“ im Land fragt, so würde ich aktuell wohl antworten, seid wachsam und in Erwartung.
    Gefühlsmäßig weht aus US-Richtung derzeit ein wenig mehr als nur die gewöhnliche Agitation. Es hört sich berechnender, kühler und daher erheblich gefährlicher an. Mein Gefühl. Der Kern der „Freunde Syriens“ vermitteln den Eindruck, dass sie nur einen Auslöser brauchen (den sie selber liefern ?), um endlich losschlagen zu können. Sie scheinen eine gewisse Reife in ihrem Vorhaben erlangt zu haben.
    Nicht, dass ich davon ausgehe, dass das Damaskus, Moskau oder Teheran überraschen würde, aber wir hätten dann den großen Krieg, den viele für „nicht clever“ gehalten hatten. Aber wenn man sich die Reaktionen der letzten Wochen aus Israel, USA, Frankreich und auch Berlin anhört, dann ist das in meinen Ohren viel mehr und viel konzentrierter, als das, was man landauf, landab in den letzten Jahren zu diesen Dingen vernehmen durfte.

      1. Sie müssten nichts anderes machen als jetzt ohnehin schon. Nur südlicher und östlicher – koordiniert.
        Ich werde erst richtig ruhig werden, sobald die Ghoutatasche gesäubert ist. Und gleich danach der Nordosten von den Amis. Bis dahin sind alle meine Antennen auf maximalen Empfang ausgerichtet.

    1. Tyln

      Das hatten wir hier in der Substanz schon vor ein paar Tagen diskutiert.

      Russland würde Israel unterstützen, wenn Israel angegriffen wird. Aber das ist gar nicht das Problem. Das Problem ist, dass Israel seit Jahrzehnten routinemäßig andere Staaten der Region angreift. Und diesbezüglich unterstützt Russland die angegriffenen Staaten, und zwar wie Israel gerade mit dem Verlust einer F16 lernen musste, zunehmend effektiver.

      Geostrategisch gesehen wird damit in Nahost die Pax Americana zunehmend zu einer Pax Russica.

      1. „Und diesbezüglich unterstützt Russland die angegriffenen Staaten, …“

        Das ist der Punkt: weil es nichts geben kann, das durch einen Angriff auf einen anderen Staat gebessert wird, sondern ganz im Gegenteil dadurch alle anderen Verbrechen, demnach auch Auschwitz, erst ermöglicht werden, deshalb wurde – auch wenn die Ankläger aus demselben Land kamen wie viele der Kredite, wodurch die zum Krieg führende faschistische Irrlehre erst groß genug werden konnte, um als des Kapitalismus herrschaftserhaltende Militärdiktatur eingesetzt werden zu können – in Nürnberg das Verbrechen des Angriffskrieges verurteilt. Daher dürfte auch heute jeder Befürworter eines wie auch immer begründeten Angriffskrieges auf der Anklagebank Platz nehmen und daher sind anständige Menschen daran zu erkennen, dass sie auf der Seite der Völker in den vom Imperialismus angegriffenen Ländern stehen, egal welcher Gesellschaftsform.

  6. @ EPB

    JTS meldet Erfolge gegen HTS.
    Gibt es schon Berichte, wie stark sich die Türken an den Aktionen beteiligen, zumindest in der Nähe ihrer Nachschublinien?
    Oder andere Mitglieder der „Wertegemeinschaft“ zur Unterstützung der neuerkorenen „Moderaten“?

    1. andreas

      Die Türkei macht Logistik und Organisation von JTS und führt sicher auch aus dem Hintergrund das Kommando bei JTS, ist aber vorn an der Front eher nicht direkt an den Kämpfen beteiligt.

    1. Laut aktuellen Meldungen sind die SU 57 nicht in Syrien um dort aktiv einzugreifen.
      Es sollen nur Radar und andere Systeme getestet werden.
      Ob es stimmt sei dahingestellt..
      Ansonsten gilt jetzt.
      Ost Ghuta endlich erobern und zwar mit aller Macht.
      Keinen Waffenstillstand mehr.
      Diese ganzen Waffenstillstände über die Jahre haben nur dafür gesorgt das sich die Banden reorganisieren konnten und neu und besser bewaffnet wurden und der Krieg dadurch verlängert wurde.

      1. Wolfgang

        Die ganzen Waffenstillstände in den letzten Jahren haben vor allem auch viel dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen auf die Seite der Regierung gewechselt sind. Die Menschen stimmen mit den Füßen ab. So kommt es wohl auch in Ost-Ghouta.

        Übergangspunkte von den Terroristengebieten in Ost-Ghouta zu den Regierungsgebieten wurden zwar eingerichtet, aber gut benutzbar sind sie nur, wenn es einen funktionierenden Waffenstillstand gibt. Verweigern die Jihadis in Ost-Ghouta nun den Menschen die Flucht, bringen sie die Menschen gegen sich auf. Und schließlich bricht dann die Tasche mangels populärer Unterstützung fast von selbst zusammen, genau wie es in Ost-Aleppo war. Das ist von Damaskus, Teheran und Moskau schon recht geschickt angelegt.

      2. Wolfgang
        „Laut aktuellen Meldungen sind die SU 57 nicht in Syrien um dort aktiv einzugreifen.
        Es sollen nur Radar und andere Systeme getestet werden.“

        Ich hab ne ganz blöde Frage? Wie testet man am eine militärische Waffe wie ein Flugzeug um die Stärken und die Schwächen herauszubekommen. Beim „Schaufliegen“ oder im Einsatz?

      3. @ Karten Laurisch

        Bomben abwerfen und Raketen auf Bodenziele abschießen lässt sich ja leicht testen auf dem Übungsgelände.

        Den Test im Luftkampf wird keiner direkt einplanen; aber sie werden wohl auch nicht abhauen, wenn es dazu kommen müsste.

      4. @Karsten

        Zum Test von Waffensystemen. Ich bin kein Waffen-Ingenieur, aber ich würde es ungefähr so machen:
        Während andere eigene Flugzeuge einen realen Einsatz fliegen, sind auch die neuen zu testenden Flugzeuge in der Luft, aber in sicherer Entfernung (15 – 20 km) und über eigenem Territorium, so dass sie sich nicht gleichzeitig um den Selbstschutz/Abwehr von Angriffen kümmern müssen. Es wird mitverfolgt, ob sie auf ihren Radarschirmen und mit ihren Feuerleitsystemen das gleiche sehen/tracken können wie die real im Einsatz befindlichen Flugzeuge. Sinnvollerweise wird bei beiden die Daten aufgezeichnet, so dass man hinterher in Ruhe die Unterschiede analysieren kann. Außerdem wird getestet, wie viele Ziele das Feuerleitsystem gleichzeitig verfolgen kann (das ist einer der wesentlichsten Leistungsparameter) und wie genau die Ortung und die Freund/Feind-Erkennung ist. In einem fortgeschrittenen Zustand führen die neuen Flugzeuge auch echte Waffen mit und überprüfen, ob die Kommunikation zwischen Feuerleitsystem und Waffe so funktioniert, dass die Waffen auf das ausgewählte Ziel ausgerichtet werden.
        Darüber hinaus wird generell getestet, wie störanfällig alle Systeme unter realen Kampfbedingungen sind (zum Beispiel: wie anfällig sind die Systeme gegen elektronische Störmaßnahmen, oder inwieweit verringert sich die Genauigkeit der Radarsystem beim Fliegen von engen Kurven, starken Beschleunigungen, hohen Anstellwinkeln, etc.)
        Außerdem wird die Ergonomie getestet: ist der Pilot in der Lage, alle Systeme gleichzeitig zu bedienen? Kann er gleichzeitig das Flugzeug fliegen, die Waffensysteme bedienen und dabei noch Maßnahmen zum Selbstschutz bedienen?
        Erst wenn das gegeben ist, kann man Flugzeuge in echte Kampfsituationen schicken (was sicher auch geplant ist, nicht notwendigerweise sofort).

  7. Erstens laut Wikipedia ist der iranische Generalstabschef Generalleutnant ( Sadar mit 2 Sternen ). Dieser wird immer als Generalmajor tituliert. Zweitens nicht gleich den Kopf in den Sand stecken. Was sollen den Nato, Israel und Türkei groß machen ? Die Bundeswehr vertreibt jetzt die schiitischen Milizen im Irak ? Ha,ha. Der Iran hat die Unterstützung von Russland und China, dazu die irakische Armee, die syrische Armee, Hisbollah und andere Milizen von sonst woher, Huthis usw. Er verfügt über Soumar, Shahab 4, Fateh 110 Familie, angeblich Club auf Kilo-Klasse und eine gedeihliche Zusammenarbeit mit Nordkorea, wohin wahrscheinlich die meisten Forschungsobjekte ausgelagert sind. Die oben genannten Staaten zersplittern sich immer mehr, also Ruhe bewahren und abwarten.

    1. GFM

      Was den Generalleutnant angeht, danke für den Hinweis, ist nun korrigiert.

      Du hast natürlich recht. Wir waren – wieder mal – der Versuchung erlegen, den englisch als „Major General“ bezeichneten iranischen Rang mit Generalmajor zu übersetzen, obwohl im modernen Deutschen die Übersetzung natürlich Generalleutnant lauten sollte.

      Auch sonst stimme ich dir zu. Ich sehe nicht, dass USA und NATO in den Krieg noch allzuviel investieren wollen, gerade weil sie inzwschen um die Stärke der Gegenseite wissen. Die NATO-Hilfskräfte der deutschen Bundeswehr sind mit den kampferprobten PMU des Irak aber natürlich schlecht zu vergleichen.

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