Syrische Armee hat ISIS-Tasche in Nordost-Hama fast vollständig eliminiert

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldete am heutigen Donnerstag, dass die syrische Armee und ihre Partner im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS im Nordosten der Provinz Hama den Ort Museitbeh und die Terrorhochburg Qaser Ibn Wardan und ihre Umgebung eingenommen haben.

Inoffiziellen Quellen zufolge sind die syrische Armee und ihre Partner bei der Eliminierung der nordwestsyrischen ISIS-Tasche heute jedoch noch viel weiter gekommen. Die letzte Karte zeigt den Zerfall der vor ener Woche noch deutlich über 1000 Quadratkilometer großen ISIS-Tasche in zwei Mini-Taschen: eine rund zehn Quadratkilometer große Tasche im Westen, die die Dörfer Suruj und Rasm Sakaf umfasst, und eine vielleicht noch 40 Quadratkilometer große Tasche im Osten, die etwa von den Dörfern Maqar Al Qibli und Abu Ajwah aufgespannt wird.

Aufreger des Tages war eine von unzähligen Medien genüßlich weiterverbreitete Meldung des US-amerikanischen Militärs, dass die Luftwaffe der US-geführten Koalitionskräfte in der Nacht zum heutigen Donnerstag in der Provinz Deir Ezzor mehr als 100 syrische Pro-Regierungs-Kräfte durch Luftangriffe getötet habe, weil diese US-Verbündete angegriffen hätten. Während die syrische und russische Reaktion auf diesen Luftwaffeneinsatz der US-Besatzungskräfte natürlich harsch ausfiel, sprach das russische Verteidigungsministerium allerdings im Kleingedruckten nicht von mehr als 100 Toten, sondern „nur“ von rund 25 Verwundeten in einer ziemlich unübersichtlichen Situation, was, wenn es zutrifft, diesen Luftwaffeneinsatz der US-geführten Koalition deutlich weniger schwerwiegend als vom US-Militär behauptet erscheinen ließe.

Denkbar ist es durchaus, dass das US-Militär mit der Behauptung von vielen getöteten syrischen Pro-Regierungskräften die Beliebtheit des US-Präsidenten Trump in den USA steigern möchte. Schließlich ist spätestens seit den US-Raketenangriffen auf einen syrischen Fliegerstützpunkt im April letzten Jahres bekannt, dass die meisten Massenmedien Donald Trump bejubeln, wenn er Syrien kräftig bombardiert. Was in der Provinz Deir Ezzor letzte Nacht wirklich passiert ist, ist aus der Ferne jedenfalls nicht aufklärbar.

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50 Gedanken zu “Syrische Armee hat ISIS-Tasche in Nordost-Hama fast vollständig eliminiert

  1. Auch SANA hält sich bedeckt. Der Zeitpunkt des US-Terrorangriffs ist nun auf Mitternacht zwischen Mi und Do gelegt worden. Die USA hatten die Mittagstunden des Mi angegeben. Über die Anzahl der Opfer wurden keine Angaben bei SANA gemacht:
    https://sana.sy/en/?p=126670

    Möglich ist aber auch, dass die syrische Administration den Schock von 150 toten Soldaten ihren Bürgern nicht zumuten möchte. Denn als Terrorangriff dient ein solcher ja den Überlebenden, um deren Moral zu schwächen.

    Russlands Medien dagegen nennen Opferzahlen und die westlichen – natürlich aus einer Quelle (CNN) – auch.

    Almasardars News, die die Meldung mit als Erstes gebracht hatten, waren bislang eigentlich nicht bekannt, vorzeitig Falschmeldungen zu bringen und die haben offenbar sehr gute Quellen in den Kampfgebieten.

    Wenn das Ganze konstruiert gewesen sein sollte, ist mir der mögliche diplomatische Vorteil, der sich für die USA und Russland im Zusammenspiel ergeben soll, noch nicht klar. Was Syrien betrifft, scheint mir Trump derzeit wenig handlungsfähig.
    Ich sehe also eine Konfrontation auch innerhalb der US-Außenpolitik und kann mir gut vorstellen, dass einige aus der Ziocon-Riege langsam durchdrehen. Israel greift ja auch immer dreister und öfter vom Libanon aus Syrien an und verstärkt seine schleichende Annexion im Bereich der Golanhöhen.

    Ich hoffe nur, dass Russland in Bezug auf die Türkei genau weiß, was gespielt wird. Dann so ganz schließe ich nicht aus, dass Erdogan ein Doppelspiel mit den USA im Geheimen wagt; also „Austausch“ der kurdischen Militärpräsenz in Nordsyrien durch türkische – und US-Truppen als vorgeschobene „Friedenslösung“.

    Herzliche Grüße, ped43z

    1. ped43z

      Al Masdar News hat heute morgen dazu auch bloß berichtet, was andere (Reuters) zuvor berichtet hatten, die sich auf amerikanische Militärquellen berufen haben. Siehe:

      Breaking: 100+ Syrian troops killed by US ‘defensive’ airstrikes in Deir Ezzor – Reports

      BEIRUT, LEBANON (7:42 A.M.) – Some one hundred or more troops of the Syrian Arab Army and allied paramilitary forces have been killed as a result of retaliatory airstrikes carried out by US-led coalition warplanes in the country’s east according to media sources claiming to cite American military officials.

      US military officials speaking to Reuters have stated that ‘defensive’ retaliation strikes carried out by US-led coalition airpower has killed 100 Syrian pro-government troops in the province of Deir Ezzor.

      https://www.almasdarnews.com/article/breaking-100-syrian-troops-killed-us-defensive-airstrikes-deir-ezzor-reports/

      Was da wirklich passiert ist, scheint mir nicht herausfindbar zu sein. Und dazu, warum das US-Militär hohe Todeszahlen unter Pro-Regierungs-Kämpfern meldet, das russische Militär hingegen keine und bloß einige Verwundete, kann ich auch bloß spekulieren. Das ist schon ziemlich rätselhaft.

      1. Hallo PB,

        ist es möglich dass es sich um zwei Ereignisse handelt?

        Also zwei Angriffe auf nah liegende Ziele einmal SAA und einmal „andere“ Kräfte. (Verbündete der USA die es sich anders überlegt haben? Die Truppen die mit Russlands Hilfe auf den Ölfeldern waren?)

        Hundert Tote lassen sich nicht verstecken die werden irgendwo vermisst und ganze Armeeeinheiten erst recht.
        Dazu kommt pro Toten ist bei einem Bombeneinsatz mit 3-4 Verwundeten zu rechnen. Wo sind denn die?
        Welche Offiziere haben denn die Truppen geführt? Sind die noch da? Ein Muschkote – na gut aber 100? 30 Offiziere?

        Hundert Kämpfer die plötzlich an der Front fehlen?
        Wenn die auf einem Marsch (Angriff) waren wem haben die Angegriffen?

        Ich sage die USA lügt. Sie versuchen einen Fehler zu vertuschen oder eine Schlappe zu verbergen oder ein Köder zu legen.

        ———–

        Was die Türken und das russische Flugzeug angeht halte ich den Abschuss für eine Retourkutsche der Türken auf den nicht gelungen Einsatz des ersten Konvois in Al-Eis.

        Hat ja dann danach auch geklappt. Gleichzeitig wird das durch den Einsatz der Flugabwehr Systeme in der Gegend durch die SAA bestätigt. Nur die Türken haben Flugzeuge und syrische Ziele in der Gegend.

        Das Spiel geht immer noch um die Grenze zur Türkei aus den Kurdengebieten.
        Gemeinsames Interesse USA-Türken.

        Türken wollen das Grenzgebiet die USA Transportwege. Den Kurden kann die USA jetzt sagen seht her wir könne gegen die SAA etwas tun.
        Wenn ihr an der Grenze zur Türken Kontrollen zulasst, bekommen wir Transportwege für Hilfen und Wege für euer Öl außer Landes.
        Um die SAA braucht ihr euch keine Gedanken machen, unsere Flieger sind da.
        Das ist übrigens auch ein verlockendes Angebot für die Drusen und Araber in der Gegend, die formal je die Eigentümer der Quellen sind und dann wieder nicht mit Damaskus teilen müssen.

        Für die Türken ein wenig Idlib oder Afrin als Draufgabe?

        Das Spiel läuft noch!

        Gruß PAule

        PS: Die Reste der IS da im Süden werden wohl nicht zufällig die zweite Luft bekommen und Richtung T2 – Al Bukamail ziehen um die Grenze zu schließen und den Anschluss ans Tanif-Gebiet auch noch schaffen?
        P.

      2. PAule

        Klar ist es möglich, dass es sich um mehrere Ereignisse handelt. Die Region ist von außen so undurchschaubar, dass ich da praktisch alles für möglich halte.

        Ich würde es sogar für möglich halten, dass „Freunde des Iran“ in der Region auf SDF machen, und Freunde des saudischen Wahhabismus dann als „Freunde von Assad“ verkleidet die SDF angegriffen haben, woraufhin die als SDF verkleideten „Freunde des Iran“ die US-Luftwaffe um Hilfe gebeten und sie prompt bekommen haben.

        Wahrscheinlich ist das wohl nicht, aber genaues weiß man eben auch nicht. Was ich aber ziemlich fest glaube, ist, dass die USA, siehe Irak-Krieg, Widerstand, Surge und Niederlage, in der Gegend immer so ziemlich die letzten waren, die da irgendwas wussten. Ich glaube, um da wirklich was zu wissen, muss man die Menschen in den Stämmen da wirklich gut kennen und einschätzen können.

        Aber wer kann das schon?

    2. Eine ganz ganz subjektive Meinung dazu: wenn es gegen die Amis geht, wird (völlig zurecht) soviel ausgeschlachtet wie es geht.

      Man konnte aber in der Vergangenheit schon des öfteren bei SANA erleben, wie auf nachgewiesene Situationen nicht oder nicht mehr reagiert wurde. Bestes Beispiel war ein abgeschossener israelischer Jet 2017 (2016?) über den die Berichterstattung mir nichts dir nichs abgebrochen wurde.

      Sprich: man merkt da als Außenstehender manchmal mehr als wahrscheinlich gewollt, wenn es hinter den Kulissen Vereinbarungen gibt, die nicht nach Außen dringen sollen.

    3. ped43z

      Wenn die Amis selbst eine höhere Zahl Opfer ihres Luftangriffs angeben als es tatsächlich gegeben haben mag und damit faktisch das Ausmaß ihres Verbrechens in der Öffentlichkeit selbst hochspielen, warum sollten die Russen ihnen da widersprechen? Offenbar handelt es sich hier um ein klassisches mediales Eigentor der US-Strategen.

    4. So eine „100 Tote“ Angabe kann mehr bezwecken:
      a.) siehe Parteibuch („böse Syrer bomben“ kommt gut).
      b.) 100 Tote hält SDF im US-Lager (Motto: wir schützen euch)
      c.) An die Türken: „wehe euch, wenn ihr Mandbij..“.
      d.) Hisbollah von Raids abhalten (gg. Israel, Al-Tanf, Ezzor Öl)
      e.) Russland blamieren – weil wieder keine Reaktion, wie immer. Ohne harte russ. Reaktion (statt nur Worte …) wird es leider so weitergehen.

      Moskaus bisherige Reaktion steht im Tweet

      1. f) die USA betteln darum, aus Syrien rauszufliegen. Die Globalisten-/AIPAC-/Neocon-Fraktion, die im Kongress die Mehrheit hat, will den Krieg nicht verlohren geben, die Trump-Regierung muss also Tricks anwenden, um da rauszukommen. 100 Tote sind ein guter Anlass für die (wirklichen) Freunde Syriens, auch im Osten des Landes effektive Flugabwehr zu installieren und damit zu drohen, scharf zu schießen, worauf die wertvollen US-Flugzeuge sich verkrümmeln müssen… Von daher macht eine in den USA medial übertriebene Inszenierung Sinn.

  2. Das Ex-Imperium, oder vielleicht doch eher die zionistischen Kampfmedien, haben es ganz offensichtlich darauf angelegt, Angst und Schrecken zu verbreiten. Russische Medien weisen schon seit einiger Zeit darauf hin, dass in den Zentralen der westlichen Schmierblätter kräftig an groß angelegten Propagandaaktionen gearbeitet wird. Der Höhepunkt dieser Aktionen wird kurz vor den Wahlen in Russland erwartet.

    Was den Angriff der US-Luftwaffe angeht, so berichtet Almasdar, dass es sich um eine Attacke auf Stammeskämpfer aus der Region handelt und nicht um reguläre SAA Einheiten. Dabei soll es 25 bis 30 Tote und etliche Verwundete gegeben haben. Mehr Details gibt es hier…

    https://www.almasdarnews.com/article/details-us-bombing-pro-government-forces-deir-ezzor/

    Vielleicht wäre es gut, die Emotionen wieder etwas herunterzufahren, auch wenn es sich hier wieder mal um ein dreistes Kriegsverbrechen der deklassierten Ex-Imperialisten handelt. Das wollen sie ja gerade erreichen, den Gegner aus der Reserve locken.

    Ich glaube die Russen wissen schon was zu tun ist. Bloß weil die Amis da ordentlich Qualm machen, ist kein Grund gleich in Panik zu verfallen. Zum Glück gibt es Putin und ein unglaublich starkes und z.Zt. von keiner Macht der Erde besiegbares Russland.

  3. @EPB

    Ja, ich gebe Ihnen da recht. Und auch southfront hat seine Infos von Reuters.

    und von einem FoxNews-Journalisten. Der twitterte:

    Lucas Tomlinson

    @LucasFoxNews

    U.S. counter-attack in Syria included Air Force AC-130 gunships, F-15s, F-22s, Army Apache helicopter gunships and Marine Corps artillery killing 100 Russian and Assad-backed fighters in 3-hour battle beginning around midnight last night.
    4:07 PM – Feb 8, 2018 · Washington, DC

    Quelle:
    https://southfront.org/pentagon-claims-it-informed-russia-ahead-of-its-attack-on-syrian-army-more-details-about-incident-appear/

    Außerdem wird ein Sprecher vom in der Gegend ansässigen Arab al-Bakara-Stamm aufgeführt, der in einem Statement „dutzende tote Söhne“ infolge des Angriffs beklagt.

    Wenn das Ganze nur Theater ist, um Inherent-Resolve einen sanften Abgang zu bescheren – umso besser. Dass hier die Transatlantiker sediert werden, verlangt aber Einiges an Abstimmung. Die werden doch noch den einen oder anderen Informanten beim CENTCOM haben, oder?

    Erst einmal gehe ich vom Schlimmsten aus; nämlich dass es dieses Blutbad tatsächlich gegeben hat.

    Herzliche Grüße, ped43z

    1. Ja Fox News hat inzwischen auch darüber berichtet, das besagte Video ist unten verlinkt.
      (Inhalt der Berichterstattung, 3 h Angriff mit Apache Helikopter, F15, F22 etc. deckt sich aber keineswegs mit dem gezeigten Videomaterial und da würde Russland wohl kaum nur stundenlang beobachten …)
      Vielleicht kann ja jemand den Angriff auf die Panzerformation zu Beginn des Videos beurteilen?

      Meiner Meinung nach spricht vieles eher für ein aufgebauschtes PR Theater für Trump bzw. seiner Feinde.

      http://video.foxnews.com/v/5728975656001/us-led-forces-kill-100-pro-assad-fighters

      1. Das Video zeigt und sagt absolut garnichts aus und zeigt wohl auch nicht den Angriff.
        Die Panzer stehen zu gleichmäßig auseinander und bewegen sich nicht, könnten somit gut Aufnahmen von einer Manöver Schiessübung sein, wer weis wann und wo.
        Laut den USA wurde aber ein Angriff mobiler Einheiten und dutzender gepanzerter Kräfte incl. Artillerie abgewehrt, wenn dem so wäre, wo sind dann die nachträglichen Drohnenaufnahmen der vielen zerstörten Panzer und Artillerie?
        Wenn eine AC130 beteiligt war, wie behauptet, dann muss diese auf teils deutlich unter 5.000m fliegen um mit ihren schweren Bordkannonen noch halbwegs gut zu treffen, vor allem bei beweglichen Zielen.
        In dieser Höhe und wegen der geringen Fluggeschwindigkeit aber ein leichtes Ziel für Flak, SAMS oder MANPADs und ob die Amis es wirklich wagen würden zu riskieren das vor aller Welt so ein Vogel heruntergeholt wird, ist sehr fraglich.
        Das Ganze stinkt gewaltig und die Story ist so wie derzeit propagiert sehr unwarscheinlich, da ständig die Angaben variieren bei Uhrzeit, Opferzahlen, Angriffsort usw.
        Daher abwarten was die Tage noch so rauskommt und was noch passiert.
        Teile die Ansicht des PBs das es ein notwendiges Ablenkungsmanöver für die großen Erfolge der SAA und Verbündeter in der Region ist, denn die in Kürze nach der kompletten Ausräumung der verbliebenen Daesh Tasche freiwerdenden Einheiten der SAA und Verbündeter, werden den Druck auf die verbliebenen Terrorkessel immer weiter erhöhen und das militärische Übergewicht der SAA & Verbündeter immer weiter erhöhen.
        Die ziotransatlantische Mafia weis natürlich längst das der Krieg verloren ist, sie werden aber ihre Terrorproxys, wie zu erwarten bei Antichristen und Menschheitsverbrechern, bis zum letzten Mann und Tag weiter unterstützen und bewaffnen, um den Sieg der SAA & Verbündeter so lange wie möglich hinaustzuzögern und so teuer wie möglich zu machen.

    2. @Ped
      „Erst einmal gehe ich vom Schlimmsten aus; nämlich dass es dieses Blutbad tatsächlich gegeben hat.

      Herzliche Grüße, ped43z“

      .

      Das ist in meinen Augen immer die beste Herangehensweise.

    3. ped43z

      Ich glaube auch, dass da irgendwas gewesen ist. Bloß was? Fars News hat heute auch was interessantes zur Situation in der Region Deir Ezzor gebracht. Ich zitiere das einfach mal im Volltext:

      SDF Increases Pressure on Civilians in Deir Ezzur

      TEHRAN (FNA)- The Syrian Democratic Forces (SDF) suppressed the civilians and looted their properties in Deir Ezzur.

      Local sources in Western Deir Ezzur confirmed on Thursday that the Kurdish forces have closed the road linking between their controlled regions and areas under the Syrian army’s control, blocking the civilians‘ traffic in the area.

      Meantime, reports said that the Kurdish forces in the town of Merkada in Southern Hasaka and the town of al-Sour in Northeastern Deir Ezzur have looted properties in trade zones.

      Also, on Wednesday, local sources had reported that severe tensions erupted between the SDF and tribal people in Eastern Deir Ezzur.

      The sources said that people in the village of al-Shahil stormed the SDF centers and captured nine of the Kurdish fighters after one of the villagers was reportedly killed by the SDF.

      The villagers have called for the handover of the murderer.

      The SDF has put its forces on alert following the unrest.

      Quelle:

      http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13961119001155

      Außerdem hatte Fars News heute noch diese Meldung aus der syrischen Provinz Raqqa:

      SDF Continues Forced Recruitment in Raqqa

      http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13961119000761

      Ich glaube, Fars News bringt ohne mit der Wimper zu zucken Blödsinn, aber andererseits glaube ich auch, dass sich die Quds-Brigaden des IRGC, dem Fars News wohl recht nahe steht, in dieser Euphrat-Gegend extrem gut auskennen und sich auch nicht so leicht von irreführenden Flaggen-Schwenkereien der verschiedenen da aktiven Stammeskräfte in die Irre führen lassen wie viele andere, insbesondere westliche und GCC-Kräfte.

      Aber viel schlauer bin ich durch diese Meldungen auch nicht geworden, außer, dass sie verdeutlichen, wie wenig ich aus der Region wirklich gesichert weiß.

  4. Gibt es denn irgendein Foto?

    Es hieß ja auch 9 Panzer und 8 Geschütze zerstört, sonst gibt es doch von jedem Bagger ganze Fotoserien.

    Der-ez-zur 24 meldet viele Opfer im Krankenhaus und Aufruf zum Blutspenden; aber als Quelle kann man die auch nicht ansehen.

  5. Da wir nun schon einmal dabei sind. Syrian-Times zitiert den russischen MoD:

    The Russian Defense Ministry said on Thursday that the Syrian popular forces were carrying out an anti-Daesh operation near the Al-Isba oil refinery in Deir Ezzor province when they were attacked by the US-led coalition’s aircraft.
    „While carrying out the task, popular forces were subjected to sudden mortar shelling and artillery rocket fire; after that the helicopters of the US-led international coalition struck them,“ the statement reads.

    Von Toten wird überhaupt nicht mehr berichtet; „nur“ noch von einer Reihe Verwundeter:

    Scores of the targeted popular forces‘ members were wounded in the attack.

    Und er sagt, dass es um die Kontrolle über das Öl geht:

    The Defense Ministry highlighted that the attack showcased that the real goal behind Washington’s „illegal military presence in Syria“ is control over the country’s economic assets rather than defeating the terrorist group Daesh.

    Um genauer zu sein, geht es natürlich um Blockierung des Zugriffs für die syrische Regierung. Schwächung des selbst erklärten Feindes, wo es nur geht.

    Die US-Militärs sprachen von einem Hauptquartier der SDF, was „verteidigt“ wurde. Dort gibt es bestimmt sehr, sehr, sehr viele Hauptquartiere.

    Quelle: http://www.syriatimes.sy/index.php/news/world/34810-russian-foreign-ministry-calls-for-looking-into-us-led-coalition-s-new-attack-in-syria

    Ich werde wohl noch fleißiger recherchieren müssen; nicht das mein nächster Artikel mit Falschmeldungen gewürzt ist.

    Herzliche Grüße, ped43z

    1. ped43z

      Vielleicht braucht man auch bloß auf das unbestritten Wahre zu schauen, um den Hintergrund zu erkennen. Und das unbestritten Wahre ist, dass die syrische Armee ISIS in den letzten drei Tagen rund 1000 Qudratkilometer Gelände abgenommen hat, wie wir hier ja nun stets in der Titelzeile berichtet haben.

      Für Trump könnten solche Schlagzeilen, die ja medial durchaus auf die Botschaft „Assad gewinnt“ zugespitzt könnten, innenpolitisch durchaus problematisch sein. Die Botschaft „Assad gewinnt“ wurde vom gestrigen Statement des US-Militärs, dass die US-Koalition gerade „mehr als 100 Pro-Assad-Kämpfer“ auf einen Streich getötet hat, praktisch völlig verdeckt. Vielleicht ist genau das, das Verdecken der unbestreitbaren Erfolge der syrischen Armee, die wesentliche Absicht hinter dem Statement des US-Militärs, mit dem es sich ja quasi selbst äußerster verbrecherischer Brutalität gegenüber syrischen Pro-Regierungs-Milizen bezichtigt.

      1. Wenn es so ist, und die fehlenden Bilder sind ein starkes Indiz, gäbe es vielleicht etwas Entspannung an der Propaganda-Front; allerdings nur für den Moment.

        Die Positionierung gegen Assad und gegen „den Einfluss des Iran“ geschieht doch sehr lautstark; es ist kein einfacher Weg zu sehen, von diesem Baum wieder runter zu kommen.

        Und „on the ground“ werden ja auch harte Fakten geschaffen, Stützpunkte ausgebaut etc.

        Ein gesichtswahrender Kompromiss könnte aus US-Sicht so aussehen: Alles bleibt in Syrien wie es ist, nur Assad wird durch einen Getreuen ersetzt.

        Nur ist das derzeit eben keine Lösung, welche andere Persönlichkeit sollte das Land nach diesen Ereignissen zusammen halten; außerdem will man den Amis wohl auch so einen rein symbolischen Sieg nicht gönnen, nach dem sie die ganze Chose entscheidend angezettelt und befördert haben.

      2. andreas

        Bashar Al Assad hat in den letzten Jahren immer wieder betont, dass das Amt des syrischen Präsidenten im Moment wenig Anlass zur Freude gibt, sondern eine harte Belastung ist – er das Amt jedoch aus Pflichtbewusstsein weiter ausübt, so wie ein Kapitän sein Schiff im Sturm nicht im Stich lassen darf, auch wenn es keinen Spaß macht. Aber wenn es wirklich dem Frieden in Syrien dienen sollte, wäre Bashar Al-Assad vermutlich der Erste, der sein Amt freiwillig aufgeben würde.

        Dazu, welche andere Persönlichkeit sollte das Land nach diesen Ereignissen zusammen halten könnte, hätte ich schon eine Idee:

        Sollte Assad zurücktreten oder bei den nächsten Wahlen nicht antreten und dieser junge Mann tritt zu Präsidentschaftswahlen an, so wäre ich mir sicher, dass er mit überwältigender Mehrheit gewinnen würde. Und das Land zusammenhalten würde er vermutlich auch hinbekommen.

        Bloß die Terroristen und ihre zio-wahhabischen Unterstützer wären mit der Lösung vermutlich auch nicht glücklicher als damit, dass Bashar Al Assad im Amt bleibt.

  6. Und zu meiner kompletten Verwirrung lese ich auf einmal, das die Amis die letzte IS-Tasche östlich des Euphrats ausräumen? Kein Wort zur SAA

    Ja ich weiß die Quelle könnte auch Fake sein.

    1. Lutz

      Nein, das könnte schon stimmen. Diese US-SDF-Offensive gegen ISIS in der Gegend östlich des Euphrat in Richtung der irakischen Grenze läuft schon eine ganz Weile, kommt allerdings deutlich langsamer voran als die SAA und IRGC am westlichen Ufer vorangekommen sind. Die interessanteste Frage dürfte da sein, wer die SDF wirklich sind, die da gegen ISIS kämpfen.

      Für spannender halte ich das jüngste Gerücht aus der Provinz Idlib:

      Angeblich soll es ISIS-Resten aus der Nordost-Hama-Tasche gelungen sein, nahe Sinjar die Armeelinien zu passieren. ISIS soll sich demnach jetzt im Gebiet östlich von Maraat Al Numan Kämpfe mit Al Kaida liefern.

      Das ist bislang noch eine unbestätigte Meldung, aber wir hatten hier im Parteibuch schon mal angesprochen, dass es ein für die Armee durchaus vorteilhaftes Szenario wäre, wenn sich die Terrorgruppen ISIS und Al Kaida in der Provinz Idlib gegenseitig eliminieren würden.

      1. Vielleicht hat man sie auch passieren lassen. Wäre clever, denn dort wird die SAA sicher nicht als nächstes weiter vorgehen und die IS-Terroristen können die anderen islamistischen Terroristen etwas beschäftigen.

    2. So lange da noch „schwarz“ auf der Karte ist, könnte die SAA sehr einfach da hingehen.

      Vom Irak aus einen Brückenkopf einnehmen, Brücke bauen, schneller und zahlenmäßig großer Vorstoß gegen ISIS, die weichen zurück und verbinden sich mit der anderen Tasche ganz im Osten; viel Gebiet, welches die SAA einnehmen könnte, ohne das die Amis etwas machen würden (wenn denn dir richtige Flugbegleitung dabei ist).

      Die gebiete sind logistisch weit weg vom eigentlichen Kurdengebiet, aber noch mehr „politisch“, also durchaus schwierig für die Gelben; insofern sind die Versuche, den „Schwarzen“ da möglichst schnell gelbe Mäntelchen umzuhängen, logisch, wenn auch besonders perfide.

  7. Ölfelder gegen fremdeTruppenbewegungen übers eig.Gebiet,Waffenlieferungen Aufklärung ect.
    SAA könnte dabei nur gewinnen,entweder die Ölfelder oder aber den Kurden klar machen das sie ihre“Souveränität“ verloren haben und unter dem Diktat von USrael steht.

  8. Noch ein Tweet dazu

  9. Wenn es keine Tote gibt, wäre die Aggression nicht so ,,schlimm“.
    Last die Amis in den Glauben das 100 Tot sind und diplomatisch wird jetzt härter gearbeitet und gekämpft.
    Vielleicht gibt es bald durch MANPADS abgeschossene Ami-Flugzeuge.
    Wer seine eigenen Regeln und Gesetze missachtet, muss auf deutlich logische Weise selbst bestraft werden. Anderen Aggression vorwerfen und dann selber aggressiv sein wird auch den letzten Propaganda-Abhängigen die Augen öffnen,(hoffendlich). Ich hab das Gefühl die Russen wollen die Amis mit ihren eigenen Waffen schlagen. Als Beispiel sei der Auftritt des (glaub ich ) bolivianischen UN-Botschafters, der bei einer UN-Sitzung ein Foto von den Powel hochhielt , wo derer das angebliche Fläschchen mit Kampfstoff von Saddam zeigte.
    Ich warte auch auf den nächsten grossen Finanzchrash, der ja schon regelmäßig vorhergesagt wird.
    Wie sagte Putin. Man muß ca 25 Jahre in die Zukunft schauen . Was hat mein Handeln für Auswirkungen in der Zukunft. Die Zukunft der Amis besteht aus Wunschdenken und Geld machen, nichts anderes.

  10. Vor acht Stunden jubelt der Terroristenunterstützer, ISIS gegen SAA auf dem Weg westwärts.

    ***
    EMN NEWS @EasternMediafax 8 Std.Vor 8 Stunden

    #BREAKING: #SAA lines falling apart in East #Hama countryside, IS currently engaged in huge counter attack and recaptured the following villages:

    – Shutayb
    – Duma
    – Al-Shawi Palace
    – Al-Rubdah
    – Shutayb
    ***

    Und jetzt

    ***
    EMN NEWS @EasternMediafax 11 Min.Vor 11 Minuten
    #BREAKING:

    Clashes between #IslamicState and #HTS/#REBELS at the current villages inside southern #Idlib after #IS managed to break out of the besieged pocket:

    – Um Al-Khalakhil axis
    – Al-Loubidah axis
    ***

    Schon Kämpfe mit den Terroristenbrüdern von al Kaida.

    Ich hatte es ja gesagt: wenn man auf so eine Eiterbeule drückt, spritzt das irgendwohin.

  11. WorldObservator

    Dass es bei den US-Luftangriffen darum ging, eine Afrin und Deir Ezzor betreffende Vereinbarung zwischen SAA und YP zu durchkreuzen, wäre eine durchaus plausible Erklärung für die jüngsten Geschehnisse in Deir Ezzor und Afrin. Dazu passt, dass die türkische Luftwaffe seit heute wieder SDF/YPG-Ziele im Bezirk Afrin bombardiert.

    1. Da gehe ich mit. Gut möglich, dass verschiedene YPG-Kommandeure eine Abnabelung versuchen. Aber:

      Ich weise noch einmal darauf hin, wie die USA immer wieder von dieser Demarkationslinie sprechen. Das Wording zeigt auf etwas scheinbar Offizielles. Und wenn dort US-Spezialeinheiten unterwegs sind, dann sicher nicht, um Daesh zu bekämpfen, sondern um ein Grenzregime zu etablieren!

      Das haben die US-Amerikaner schon öfter so gemacht. Man erinnere nur an den 38.Breitengrad in Korea. Später wurde eine Grenze draus … Der IS im Osten Syriens stört Inherent Resolve nicht. Und zwar einfach deshalb, weil die SAA bislang keinen Zugriff auf die Terroristen hat.

      Wie das läuft, haben wir doch im vergangenen Jahr gesehen, als großes Flaggentauschen angesagt war und die SDF in kürzester Zeit atemberaubende Landgewinne erzielte. Das doch nur, weil die SAA den IS tatsächlich bekämpfte und zurück drängte. Für mich stellt sich die große Frage, wie die Landbevölkerung „da hinten“ inzwischen gegenüber IS bzw. syrischer Zentralregierung aufgestellt ist; wo also die Sympathien liegen.

      Doch bezweifle ich, dass überhaupt eine SDF/YPG-Einheit ohne „Berater“ unterwegs ist. Zwar ist das jetzt anderthalb Jahre her und der Sprecher der SDF heißt nicht mehr Talal Silo, aber warum sollte sich das geändert haben?

      „It’s forbidden to negotiate with the Russians because we seek for an alliance with the United States. It’s impossible to communicate with any other party and to not lose the credibility of the international coalition. Of course, we are free, but we can not attack if there is not signal from the Americans.“

      Quelle: 20.8.2016; https://southfront.org/sdf-spokesman-confirms-the-group-does-nothing-without-signals-from-the-united-states-vdieo/

      Das wird schwer für die YPG. Ich könnte mir aber vorstellen, dass irgendwann die Kurden (die ja nur einen Teil der Kämpfer stellen) von unten rebellieren. Und dann müssen die ortsansässigen Stämme mitspielen. Das passt wieder zu der Geschichte weiter oben mit dem Arab al-Bakara – Stamm (siehe oben: https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/02/08/syrische-armee-hat-isis-tasche-in-nordost-hama-fast-vollstaendig-eliminiert/#comment-40962 )…

      Aber keine Frage: Die SAA und ihre Verbündeten machen ihre Arbeit, lassen sich nicht provozieren und die Idlib-Tasche wird kleiner und kleiner. Ich denke, dass auch das Ganze Verwirrspiel in Idlib und Afrin dazu dient, Nebelwände hoch zu ziehen, damit in Ruhe weitergearbeitet werden kann. Insgesamt also: Läuft.

      Herzliche Grüße, ped43z

      1. Hallo ped43z

        Was die Demarkationslinie betrifft, so gibt es laut syrischer Seite keine offiziellen Vereinbarung dazu und selbst von westlichen Medien wird die Linie als informell bezeichnet.

        Auch hat Faisal Mekdad, der stellvertretende syrische Aussenminister, gesagt, dass die YPG geführten Kräfte als der neue IS angesehen werden. Das syrische Aussenministerium warnt, dass man die Syrer, die sich der von den Amerikanern unterstützten Miliz anschliessen, als Verräter betrachtet und entsprechend behandeln werde.

      2. Demeter

        Es gibt Gespräche zwischen russischen und amerikanischen Militärs, wo die Aktivitäten der jeweiligen Luftwaffe nach georgafischen Gesichtspunkten „dekonfliktiert“ werden. Richtige Vereinbarungen dazu kann es nicht geben, weil der von Israel dominierte US-Kongress dem US-Militär das Treffen richtiger Vereinbarungen mit Russland schon vor einiger Zeit gesetzlich verboten hat.

  12. Al Masdar meldet heute noch dieses!
    „The 210-meter (689ft) long bridge near the city of Deir Ez-Zor was built by the Russian military last September to move troops to the eastern bank controlled by rebel forces allied with the US-led coalition.
    The Russian Defense Ministry-affiliated Krasnaya Zvezda newspaper reported that Euphrates waters suddenly rose by several meters on January 6, causing the current to gain in speed significantly.
    “As a result, the bridge was destroyed the next day,” the paper reported. “An investigation by Syrian experts found that the abrupt rise in water level was caused by the intentional opening of floodgates at the Tabqa Dam in the territory held by groups controlled by the US-led ‘international coalition.“

    1. Da hat der Mann aus dem Balkanforum mal recht behalten und es damals schon geschrieben.

  13. Mal etwas anderes und NICHT fokussiert auf den Wahrheitsgehalt der Vorwürfe.

    Es sieht so aus, als ob man den Peshmerga-Kurden wegen mangelnder Auftragserfüllung im Sinne ihrer Paten, bzw. auch aufgrund aktueller Nutzlosigkeit für Selbige die Gunst entziehen möchte. Das ja nun wirklich absolut und extrem unabhängige HRW berichtet von Menschenrechtsverbrechen der Kurden – und die Tagesschau trägt es an das geneigte Publikum weiter:

    Vorwürfe gegen Kurden

    Massenhinrichtungen von IS-Kämpfern?

    Human Rights Watch (HRW) hat den kurdischen Sicherheitskräften im Nordirak vorgeworfen, Hunderte Kämpfer des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS) ohne Gerichtsverfahren hingerichtet zu haben.

    Jetzt müssen ähnlich geartete Vergehen nur noch auch den Kurden in Syrien vorgeworfen werden. Dann ist der geordnete Rückzug des Paten auch dort beschlossene Sache. Man darf ja mal träumen …

    Herzliche Grüße, ped43z

    1. ped43z

      Ich gebe dir bei deiner Art der Betrachtung der westlichen „Nachrichten“ völlig recht. Die wesentliche Information liegt da meist nicht in der Nachricht selbst, sondern darin, dass man beobachten kann, gegen wen sie gerade Propaganda machen, und wer demzufolge bei der im Westen herrschenden Macht gerade in Ungnade gefallen ist.

      Zu Barzanis KRG fällt mir da als Motiv dafür, bei der im Westen herrschenden Mafia etwas in Ungnade gefallen sein zu können, etwa folgende drei Wochen alte Nachricht von PressTV ein:

      In meeting with KRG, President Rouhani says Iran backs unified Iraq

      Iran’s President Hassan Rouhani (R) meets with Kurdistan Regional Government (KRG)’s Prime Minister Nechirvan Barzani in Tehran on January 21, 2018. (president.ir)

      … Earlier in the day, the senior Kurdish official sat down for talks with Secretary of Iran’s Supreme National Security Council Ali Shamkhani. … The Kurdish official also highlighted Iran’s crucial support for Iraq’s Kurdistan and its people at the height of Daesh’s terror campaign, saying ill-wishers will fail in their attempts to hinder the enhancement of Tehran-Erbil relations.

      Iraq’s Kurdistan will spare no effort in thwarting security threats against the Islamic Republic, he added.

      http://www.presstv.com/Detail/2018/01/21/549661/Iran-Kurdistan-Barzani-referendum

      Tags drauf war Barzani Jr. auch noch bei Ali Larijani, es war also ein recht ausgedehnter Besuch von Barzani in Teheran.

      Worte sind natürlich billig, aber wenn Barzani seiner Aussage, dass das irakaische Kurdistan keine Mühen scheuen wird, um um Sicherheitsbedrohungen gegen Iran zu vereiteln, auch tatsächlich Taten folgen lässt, dann ist nicht schwer zu erraten, welchem Apartheidregime und welcher in westlichen Staaten extrem einflussreicher Lobby das nicht passt.

      Das könnte die „Arbeit“ von ihren anti-iranischen Terrorlakaien wie Hussein Yazdanpanah im Iran sicherlich deutlich einschränken.

      1. Barzani im Iran

        hierzu fällt mir ein, ich habe etwa Anfang Dezember eine kurze Nachricht gelesen,
        ich weiss leider nicht mehr wo,
        dass die beiden Widersacher Talabani und Barsani einträchtig und gemeinsam nach Berlin gereist sind, um bei der geschäftsführenden Bundesverteidigerin um Waffen zu betteln.
        Wahrscheinlich war die Reise erfolglos und dann hat Talabani seinen neuen Freund
        im Iran vorgestellt, vermute ich mal.

        Solche Stammeskulturen wie die Kurden sind doch immer für Überaschungen gut.
        Vielleicht gibt es ja doch noch einen Wandel bei der YPG. Nach amerikanischer Logik
        brauchen Versprechen, die man Terroristen gegeben hat, nicht eingehalten werden.

      2. ulrich

        Die Beziehungen des Barzani-Clans zum Iran sind schon viel älter und reichen mindestens bis in die Zeit zurück, wo Iran und der Schah die größten Freunde Israels waren. Die Beziehungen könnten aber durchaus noch älter sein und in die Zeit vor Schah Pahlavi reichen.

        Nach der Revolution im Iran ist es dann jedenfalls kompliziert geworden, weil Barzani weiter mit Israel und Iran stattdessen mit Palästina gegangen ist.

  14. @ pb , dass es bei den US Luftangriffen darum ging, eine Afrin und Deir Ezzor betreffende
    Vereinbarung zu durchkreuzen wäre durchaus eine plausible Erklärung…
    Ja das denke ich auch.
    Bisher hat es die US Diplomatie ja geschafft, die naheliegende Vereinbarung
    zwischen SAA und YPG über Afrin zu verhindern, obwohl RU goldene Brücken baut.
    Da die Amis nach wie vor den Regime Change auf der Agenda haben,
    sehen sie lieber Türken in Afrin als die SAA. Und natürlich gibt es da diplomatische
    Kanäle und Gespräche.

    Ich habe aber Zweifel, ob die YPG über Deir Ezz Sour überhaupt eine Vereinbarung
    treffen könnten, denn da sind sie , anders als in Afrin, nicht alleine.
    Dazu müßten sie aus der SDF komplett austreten , dass werden sie aber nicht tun,
    da sie stur, unbelehrbar und abhängig sind.
    Die einzige Hoffnung für Afrin sehe ich darin, dass die YPG dort sich von Ihren Brüdern
    in der gelben US Zone distanziert und eine eigene Vereinbarung
    mit der syrischen Regierung trifft.

    Ansonsten zeigen diese Angriffe deutlich, was von der US Politik
    und der gelben Zone zu erwarten ist. Und die MSN jubeln.
    Gestern im Heute Journal sagte die Sprecherin,
    dass US Angriffe gegen syrische Regierungstruppen “ bislang“ die Ausnahme sind,
    dabei hat sie das Wort bislang intensivst betont.

      1. WorldObservator

        Das Deir Ezzor Militäry Council nennt sich durchaus SDF, aber die YPG ist da kaum vertreten.

        Bei der Masdar News zur angeblichen Attacke heute östlich des Euphrat würde erst mal abwarten, was davon stimmt. Es gibt offenbar auch Stimmen, die behaupten, das sei Fake News:

  15. Ivan Sidorenko sagt, sich auf einen armeekommandeur berufen, alle Gerüchte, die Armee habe ISIS nach West-Idlib durchgelassen, seien falsch. Richtig sei vielmehr, dass es von Westen her einen großen Angriff von Nusra-Terrroisten auf die Armee in Abu Dali gegeben hat.

  16. Der Terroristenfreund markito erzählt nun
    „#Syria #DeirEzZor #SDF expelled #Assad-forces from at-Tabiyah“

    Dazu soll es neue Luftschläge der Amis geben.

    Das wäre nun gar nicht lustig.

    Erst die Brücke wegspülen lassen, und dann Gelände gewinnen.

    Selbst wenn man sagt, ok, östlich des EUphrat, „gelbe Zone“; dann müsste es im Gegenzug ja eine Rückgabe von Tabqa etc. geben.

    Könnten natürlich auch lokale Scharmützel sein, die Terroristenfreunde aufblasen.

  17. Schulz „verzichtet“ auf das Außenamt; wer „Parteifreunde“ hat braucht echt keine Feinde mehr; erst machen sie Schulz mit einem Deal schmackhaft, auf den Vorsitz zu verzichten und dafür als AM vier (naja dreieinhalb) Jahre reüssieren zu können, kann er sich nun direkt auf die Rente vorbereiten.

    Was für ein Jahr, vom Messias zum Malocher zum Loser zum „Versprecher“ zum Nichtworthalter und nun zum gar nichts mehr.

    Und alles selbst so gewollt; erst denken, dann sprechen, ist oftmals eine gute Idee.

    1. andreas

      Gabriel steht für bessere Beziehungen mit Russland. Der Globalisten-Liebling Schulz hatte zunächst versprochen, keinen Kabinettsposten anzustreben, und dann sein Versprechen prompt gebrochen und damit neben den Jusos auch gleich noch den Russland-freundlichen SPD-Flügel abzuservieren versucht.

      Den Globalisten scheint der Allerwerteste gerade auf Grundeis zu gehen, die Mitgliederabstimmung zu verlieren, wenn sie an dieser Dreistigkeit auch noch festhalten würden, und bedeuteten Schulz, einen Rückzieher zu machen.

  18. …das Anfangsvideo über den nächtlichen „Luftschlag“ mit offensichtlich einer Hercules-Transportmaschine…..extrem merkwürdig…..die etwas undeutlich zu sehenden „Panzer?“ (das können auch Attrappen gewesen sein ) stehen ! in einer Reihe…. ….bei einem tatsächlichen Luftangriff auf eine Panzerkolonne , der mit einer Propeller-Turbinen Maschine nicht überraschend erfolgen kann, erhöhen Panzer ihre Fahrtgeschwindigkeit maximal und streben, wenn es das Gelände irgend hergibt (das war der Fall !) fächerförmig auseinander und manövrieren dabei auch noch ! ….es passt alles überhaupt nicht !

    ….Stammeskämpfer mit Panzern….? ….nicht ganz aus zu schließen , das die Regierungstruppen ihnen welche da gelassen haben,wenn die Stammesführer nachweisen können, das sie Leute mit Panzerdienstausbildung haben .Als mobile Feuerpunkte in der Verteidigung, Panzerhinterhalt gegen überraschend angreifende stärkere Kräfte und oder fahrende Autobomben ist sowas ganz nützlich .

    Nur stehen die Fahrzeuge dann weiträumig im Gelände verteilt und hinter Deckungen , die sie für einen Feuerschlag nur ganz kurz verlassen um dann sofort wieder in Deckung zu fahren, bevor die Gegenseite gezielt zurück schießen kann !

    Angriff einer Panzerformation bei Nacht mit motorisierter Infantrie Unterstützung (ohne Infantrie sowieso Quatsch !)….das muss man können, dazu ist nach meiner eigenen Erfahrung eine sehr intensive Ausbildung erst einzeln, dann in kleineren Gruppen und erst dann in größerer Formation nötig, sonst schießen sich die Leute eher gegenseitig über den Haufen…. die Tigerdivision mag sowas können, aber keine Stammesverbände !

    ….jetzt der neue Angriff der Kräfte des „Militärrates von Deir es Zor“ der nicht zur SDF gehört (offensichtlich verkleideter Ex.IS oder sonstiges neu angeworbenes Gelichter !) , dazu passend die Zerstörung der Behelfs- Brücke durch das aus dem Staudamm abgelassene Wasser , um die Stamnmeskämpfer von Verstärkung oder Versorgung ab zu schneiden…. …sie auf diesem Wege aus ihren Positionen östlich des Euphrat zu vertreiben .

    Die Einbeziehung der Stammeskämpfer durch die syrische Regierungsseite war ein kluger Schachzug, denn offiziell und in der Realität sind das Ortsansässige mit einem unbestreitbaren Heimatrecht, die kann man nicht so einfach bei Seite schieben….es sei, sie kommen nicht mehr auf die Ostseite des Euphrat !

    Andererseits ….als ernsthafte Bedrohung der syrischen Kurden an sich kann man die wegen ihres begrenzten Potentials auch nicht verkaufen .

    Ob die Kurden innerhalb der SDF sich dazu motivieren ließen, ortsansässige Stämme im offenen Angriff aus deren angestammter Heimat zu vertreiben, das ist auch noch nicht raus !

    Sie dazu zu motivieren, ein „herrenloses Gebiet“ zu besetzen und zu sichern, das wäre einfacher !
    Halten die Stammeskämpfer dieses kleine Gebiet östlich des Euphrat, sieht es für Assad gut aus, muslimischen Nomaden die zu ihrer Wirtschaftsweise gehörenden „Wanderungen“ zu verbieten, das ist heikel und ob vor allem die aus dem Norden stammenden Kurden so heiß darauf sind , weit von ihrer Heimat massenhaft Besatzungs/Okkupationsdienst unter erhöhtem persönlichem Risiko zu schieben, ist auch noch nicht raus .

    1. NVA-Major a.D.

      Davon, dass „Stammeskämpfer“ in Ost-Syrien über Panzer verfügen, würde ich ziemlich fest ausgehen, ebenso wie, dass sie damit und mit anderen Waffen ziemlich gut umgehen können.

      Nicht nur sind alle Stammesmänner in Syrien wie alle anderen auch Ex-Wehrpflichtige, sondern unter ihnen gibt es auch viele ehemalige Offiziere und Spezialisten. Und hinzu kommt natürlich, dass viele der Stammesleute jahrelang gegen die US-Besatzung des angrenzenden Stammesgebietes im Irak gekämpft haben.

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