Syrische Armee nimmt zahlreiche Dörfer im Osten der Provinz Idlib ein

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete am heutigen Mittwoch, dass die syrische Armee im Kampf gegen die Terrorgruppe Al Kaida im Osten der Provinz Idlib das Stadtzentrum von Abu Dhuhour sowie ein halbes Dutzend nahegelegener Dörfer und einen verlassenen Luftverteidigungsstützpunkt eingenommen hat.

Inoffiziellen Quellen zufolge hat die syrische Armee sogar noch rund ein Dutzend weitere Dörfer westlich und nördlich von Abu Dhuhour eingenommen. Am frühen Abend sah der heutige Fortschritt der Armee da auf einer Karte etwa wie folgt aus:

Am späten Abend meldeten inoffizielle Quellen dann auch noch, dass die syrische Armee das Gebiet zwischen den beiden Sumpfgebieten nördlich von Abu Dhuhour eingenommen hat:

Die Armee sichert damit nicht nur Abu Dhuhour, sondern geht gleichzeitig auch mit Riesenschritten in Richtung der nun nur noch 15 Kilometer von der Front entfernt liegenden Al-Kaida-Hochburg Saraqib voran.

Und im Nordosten der Provinz Hama hat die syrische Armee heute auch recht erhebliche Fortschritte im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS gemacht und unter anderem die Dörfer Jub Zuraiq und Abyan eingenommen:

Die syrische Armee zeigt damit, dass sie in der Lage ist, gleichzeitig die ISIS-Tasche in Nordost-Hama von Süden aufzurollen und an der Front von Abu Dhuhour erhebliche Geländegewinne zu erzielen. Begünstigt werden die Fortschritte der Armee durch den Umstand, dass zahlreiche der normalerweise in der Provinz Idlib aktiven Jihadi-Terroristen gegenwärtig von der Türkei für eine Offensive gegen den von starrsinnigen YPG-Separatisten beherrschten Bezirk Afrin ganz im Nordwesten Syriens eingesetzt werden.

Dort gelang der türkischen Armee und den von ihr unterstützten FSA-Jihadisten heute, die an der nördlichen Grenze zur Türkei gelegenen Dörfer Shankal und Bak Ubasi einzunehmen:

Hinter den Kulissen gibt es weiter russisch-türkische Abstimmungen. Die Präsidenten Russlands und der Türkei, Putin und Erdogan, haben heute ein Telefongespräch geführt. Dabei haben sie ihre Zufriedenheit mit dem Ergebnis der syrischen Dialog-Konferenz in Sochi bekundet und außerdem die russisch-türkische Kooperation zur Gewährleistung eines stabiles Betriebes der De-Eskalationszonen und das Zusammenspiel im Astana-Format diskutiert, wurde anschließend bei der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik berichtet.

Nachtrag Donnerstag 02:00h: Präsidiale Quellen der Türkei berichten vom Telefonat zwischen Putin und Erdogan, beide Seite seien übereingekommen, dass die Türkei sich mit der Einrichtung von militärischen Beobachterposten in der Gegend von Idlib beeilen möge.

Über vier Monate sind die Astana-Vereinbarungen zur Deeskalationszone Idlib inzwischen alt. Und in der iranischen Zone östlich der Eisenbahnlinie Hama-Aleppo gibt es – wie für die ganze Zone vereinbart – praktisch keine Al-Kaida-Terroristen mehr. In der russischen Zone zwischen der Eisenbahn und der Autobahn scheint es heute auch Fortschritte bei der Eliminierung von Al Kaida gegeben zu haben. Nur in der türkischen Zone westlich der Autobahn sind die Fortschritte sehr mager und Besserung ist kaum in Sicht, nach am Dienstag die Einrichtung eines Beobachterpostens durch das türkische Militär aufgrund eines Terrorangriffes auf den Konvoi gescheitert war. Nicht zuletzt dieser türkische Misserfolg, und die sich daraus ergebenden Konsequenzen, wozu etwa die Übertragung von Teilen des bisher türkischen Verantwortungsbereiches in der Deeskalationszone Idlib an Russland und den Iran gehören könnte, dürften Gegenstand des Telefonats gewesen sein.

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31 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt zahlreiche Dörfer im Osten der Provinz Idlib ein

  1. Liebes PB.
    Bin ich völlig ahnungslos oder Putin? Da verfolgen Putin und Erdogan völlig verschiedene Ziele. Erdogan will m.E. definiv ein Stück Land von Syrien okkupieren – in welcher Form auch immer. Der Innenminister Soylu hat erst vor wenigen Tagen offiziell angekündigt, Gouverneure im besetzen Gebiet Jarablus und al-Bab einsetzen zu wollen. Ich hatte ferner bereits gelinkt, dass das Bildungsministerium türkische Lehrer für Afrin nach dessen „Säuberung“ sucht. Das Volk ist derart Art kriegsgeil gestimmt und sieht Afrin bereits als rechtmäßiges türkisches Gebiet.

    Putin betont stets die territoriale Einheit und Integrität Syriens. Und hat dafür m.E. viel militärisches Material in die Waagschale geworfen.

    Wie kann dann solch ein Statement herauskommen, indem beide ihre höchste Zufriedenheit bekunden? Weiß er nicht, dass Erdogan allein schon von seiner Persönlichkeit ein Verräter ist? Die Liste seiner Weggefährten , die er verraten bzw. eiskalt hintergangen hat ist lang.

    Ohne Erdogan hätten wir spätestens im Sommer absolut Ruhe in Syrien und man könnte an die Zukunftsgestaltung rangehen. So aber wird es sich noch ewig hinziehen.

    Ich persönlich würde Russland viel lieber als Partner des Westens sehen als mit solchen islam-faschistischen Diktatoren gemeinsame Sache zu machen.

    1. Das ist doch alles nur diplomatisches Geplänkel. Natürlich weiss Putin was gespielt wird. Erdogan wird irgendwann überziehen und die Türkei die NATO-Mitgliedschaft verlieren. Ist dies erst geschehen, dann verliert die Türkei ihren einzigen Trump. Denn ohne NATO-Deckung kann die Türkei die Meerenge zwischen den Dardanellen nicht mehr schließen und Rußland somit den Weg zum Mittelmeer abschneiden. Alles eine Frage der Zeit. Erdogan langfristig der Totengräber der Türkei. Ich tippe auf einen Zerfall in drei Teile in den nächsten 20 Jahren. Kurdischer Teil, Türkei und der europäische Teil als eigene Republik.

    2. Lauterbach

      Ich würde mal ziemlich fest davon ausgehen, dass Putin über weit mehr der Öffentlichkeit unbekannte Informationen verfügt als du. Putin kennt zum Beispiel den genauen Inhalt der Gespräche, die er seit einer Zeit mehrmals monatlich mit Erdogan zur politischen Abstimmung führt, während die Öffentlichkeit den Inhalt nicht kennt. Putin kennt im Unterschied zur Öffentlichkeit auch den genauen Inhalt der Gespräche, die er mit anderen Staats- und Regierungschefs führt – etwa mit US-Präsident Trump.

      Russland zum Bündnis-Partner des Westens, oder besser gesagt des zionistischen US-Empires, zu machen, halte ich für ausgeschlossen, weil Russland kein Lakai, sondern ein selbständiger Partner ist und auch nichts anderes sein will, das US-Empire jedoch nur Lakaien als „Partner“ akzeptiert. Was aber wohl drin sein könnte, ist die Türkei von einem Lakaien des US-Empires zu einem selbstständigen Staat, und darauf aufbauend zu einem Partner Russlands, zu machen. Für mich hat es den Anschein, dass Putin und Erdogan daran seit über einem Jahr intensiv und gemeinsam arbeiten.

      Der zum Lager des zionistischen US-Empires gehörende Admiral iR James Stavridis, der auch über zahlreiche der Öffentlichkeit nicht bekannte Informationen verfügen dürfte, schätzte die Situation aus Sicht seines Lagers meines Erachtens bei Bloomberg kürzlich recht zutreffend ein:

      … the overall U.S. strategic interest lies in keeping Turkey aligned with NATO and the trans-Atlantic community. It would be a geopolitical mistake of near-epic proportions to see Turkey drift out of that orbit and end up aligned with Russia and Iran in the Levant.

      Putin und Erdogan arbeiten an dem historischen Großereignis, dass die NATO auseinanderfliegt. Und für Syrien dürften sie längst ein Einverständnis erreicht haben, bei dem zionistische US-Empire leer ausgeht. Erdogan betont übrigens seit einiger Zeit genau wie Putin, Khamenei und Assad stets die Wichtigkeit der Souveränität und territorialen Integrität Syriens.

      1. Ich kann euren Argumenten weder widersprechen, noch widerlegen. Es war auch mehr rhetorisch gemeint mit dem Wissen von Putin. Ich denke auch dass er exzellente Sachkenntnisse über die Geschehnisse hat.
        Ich deute Erdogan einfach anders, misstraue ihm zutiefst.

      2. Parteibuch:

        So lange die Türkei in der Nato ist, glaube ich an gar nichts. Ich habe auch den Eindruck, dass Ihr( Du oder Deutsche) den Erdogan gar nicht richtig kennt. Ich mache es sehr kurz. „Er ist ein Verräter“. Jeden in seinem politischen Leben hat er verraten. Nicht nur Assad, sondern jeden. Verstehst Du? JEDEN.

        Er (Erdogan) wird auch irgendwann den Putin genauso verraten. Das wird so kommen. Diese Sätze, die ich hier schreibe, kannst Du „einrahmen“. Ich wiederhole es noch einmal.

        Er (Erdogan) wird auch Putin verraten.

      3. Günther

        Wenn die Türkei eine Allianz mit Russland eingeht, kann das sicherlich nur positiv für das Auffinden einer Lösung des armenisch-aserbaidschanischen Konfliktes sein. Inwieweit da der Vertrag von Kars heute noch eine Rolle spielt, vermag ich gegenwärtig nicht zu beurteilen, denke aber eher nicht.

    3. Sie vergessen RU / TR´s gemeinsames Problem: Kurden als Hub für latente US-Präsenz in Syrien. Wenn Syrien Idlib wieder großteils hat, sind Kleinigkeiten wie AlBab usw. eher leicht zu lösen (z.b. TR braucht Syrien für Handel in den arab. Raum).

  2. In Afghanistan ist ein ganz anderes Szenario zu beobachten. Islamisten und kriminelle Drogenschmuggler sind immer mächtiger. Taliban,IS und verbündete uzbekische Milizen wie islamic jihad union, Katibat Imam al Bukhari’s (KIB) nehmen immer mehr Provinzen ein udn bringen einzelne Provinzen unter ihre Kontrolle.

    Wenn die Taliban das gesamte Land unter ihre Kontrolle bringt, welche Länder sollen als nächstes folgen. Tadschikistan,Turkmenistan sowie Uzbekistan befürchten die Invasion der Taliban Truppen in ihre STaatsgebiete. Diese sollen den verbündeten Islamisten (Beisp: Islamic Movement of Uzbekistan) in dieser Region Unterstütztung leisten um auch dort die Länder in Kriegsgebiete zu verwandeln.
    Tadschikistan hatte schon eimal Mitte der 1990-er in einem Bürgerkrieg gegen Islamisten kämpfen müssen.

    Danach sollen Russland,China,Iran und Israel folgen. Die Islamisierung der Welt steht bei den Wahhabi Islamisten ganz oben auf der Agenda. Die Amerikaner waren in Syrien mit ihrer Islamisierungsstrategie fast erfolgreich. Ein Glück die Amerikaner hatten noch rechtzeitig erkannt wie extremistsich die FSA wirklich ist, sich von diesen Milizen abgewendet udn statt dessen auf SDF gesetzt.
    In Jemen drängen auch immer mehr radikalislamische Kräfte an die Macht…

    1. Giovanni

      Dein Kommentar ist ein typisches Beispiel dafür, warum uns hier im Parteibuch lange Kommentare missfallen. Blödsinnige Behauptungen zu widerlegen erfordert zumeist ungleich mehr Aufwand als Blödsinn zu verbreiten, und wenn sich das häuft, potenziert sich das Problem. Dein Kommentar ist ein typisches Beispiel dafür. Sei’s drum, hier ist eine Antwort.

      „Islamisten und kriminelle Drogenschmuggler sind immer mächtiger.“

      Was soll denn das sein, Islamisten? Eine Verunglimpfung von Muslimen? Oder Hisbollah? Und wer sind die Agenten von CIA und Mossad, die einem auf Islam machenden Teil des Qetta-Shura-Rates beim Drogenschmuggel nach Europa und in die USA zur Hand gehen?

      „Taliban,IS und verbündete uzbekische Milizen wie islamic jihad union, Katibat Imam al Bukhari’s (KIB) nehmen immer mehr Provinzen ein udn bringen einzelne Provinzen unter ihre Kontrolle.“

      Ach sowas. Wann sollen diese US-saudisch geführten Terrorbanden denn die Kontrolle darüber verloren haben?

      „Wenn die Taliban das gesamte Land unter ihre Kontrolle bringt,“

      Wie soll das gehen, wo da doch Hisbollah den Terroristen im Weg steht?

      „Danach sollen Russland,China,Iran und Israel folgen“

      Warum wahhabitische Takfiri-Terroristen ausgerechnet ihren Hauptförderer „Israel“ angreifen sollten, erschließt sich mir nun überhaupt nicht. n die noch nie getan. Das habeMeinst Du, dass das zionistische Apartheidregime nun plötzlich die Kontrolle über seine Terrorlakaien verloren hat?

      „Die Amerikaner waren in Syrien mit ihrer Islamisierungsstrategie fast erfolgreich.“

      Ja, fast, bis Hisbollah und Co den USA auch in Syrien die Nase poliert haben.

      „Ein Glück die Amerikaner hatten noch rechtzeitig erkannt wie extremistsich die FSA wirklich ist, sich von diesen Milizen abgewendet udn statt dessen auf SDF gesetzt.“

      Wie bitte? Meinst du wirklich, die von den USA unterstützten Terroristen von ISIS, Al Kaida, FSA und Co wären nun plötzlich nicht mehr extremistisch, nur weil sie sich jetzt mit SDF-Fahnen schmücken? Ich glaube kaum, dass das dein ernst ist.

      „In Jemen drängen auch immer mehr radikalislamische Kräfte an die Macht…“

      Was auch immer nun „radikalislamische Kräfte“ heißen soll, aber im Jemen werden gerade Terrorgruüpen wie Al Kaida zurückgedrängt, obwohl die Saudis und ihre Marionette Hadi Zeter und Mordio schreien, dass ihre Partner von Al Kaida nicht eliminiert werden dürfen.

      Mir scheint, du verwechselst systematisch Muslime mit „radikalislamischen Kräften.“ Sag uns bitte, aus welcher Jauchegrube der Hasbara du dir deine „Informationen“ holst.

      1. Der Giovanni hat die Bild-Zeitung gelesen und den Unsinn dummerweise geglaubt.
        Da kommen dann solche Fake News raus.
        Zum Glück gibt es das Parteibuch.

      2. „Wie soll das gehen, wo da doch Hisbollah den Terroristen im Weg steht?“

        Wie bitte? In Afghanistan kämpfen außerdem noch die Hazara und Tadschikische Milizen gegen die Taliban. Diese Information habe ich nicht aus dem Internet oder aus den Medien, sondern von einem Bekannten, dessen Bekannte dort leben!
        Außerdem mir ist irgendwie so in Erinnerung, dass die ANA Afghan National Army von den Tadschiken dominiert ist, genau die Armee die gegen die Taliban kämpft…

        „Wie bitte? Meinst du wirklich, die von den USA unterstützten Terroristen von ISIS, Al Kaida, FSA und Co wären nun plötzlich nicht mehr extremistisch, nur weil sie sich jetzt mit SDF-Fahnen schmücken? Ich glaube kaum, dass das dein ernst ist.“

        Dein Ernst?
        Das habe ich nie behauptet! FSA war seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien eine radikale islamistische Miliz voller Kopfabschneider und Kindermörder! Die FSA als moderate Rebellen zu deklarieren war ein sehr großer dummer Fehler der westlichen Medien. FSA waren udn sind Terroristen.

        „Wann sollen diese US-saudisch geführten Terrorbanden denn die Kontrolle darüber verloren haben?“

        Die Taliban Terrrorbanden wurden viele jahrelang vom pakistanischen Geheimdienst ISI direkt bewaffnet und unterstützt. Außerdem führt Pakistan schon seit vielen Jahrzehnten einen dreckigen krieg gegen Afghanistan. Pakistan und Afghanistan sind verfeindet. Pakistan wirft Afghanistan immer noch vor damals den Aufstand von den Separatisten in Belutschistan gegen die Pakistansiche Regierung direkt unterstützt zu haben!

      3. Giovanni

        Prima, das war ein Kommentar ohne das unsinnige Wort „Islamisten“ – na, also, geht doch.

      4. Said

        Nein, „Like-Buttons“ haben wir im Parteibuch abgeschafft, weil mutmaßlich zionistische Trolle die Buttons zum Zufügen von Hakenkreuzen und ähnlichen Schmierereien verwendet haben und das nur durch das Abschalten der Buttons unterbunden werden konnte.

    2. Sehr geehrter Giovanni, die Herren“menschen“ Dynastien, hatten IHR Britisch Empire, schon mit der Zeugung, von einer Islamo-Faschistischen Ideologie und Gruppe beauftragt. Schon mal was, von dem M16 Agenten, Thomas Edward Lawrence/ Lawrence von Arabien gehört. Auf den geht das ALLES zurück, nachdem sie lange Werkzeug des Britisch Empire waren, hat nach dem II Weltkrieg, die dann Militärische Hauptmacht, der Herren“menschen“ Dynastien, die USA, diese Höllenbrut Übernommen.

    3. „Ein Glück die Amerikaner hatten noch rechtzeitig erkannt wie extremistsich [sic] die FSA wirklich ist, sich von diesen Milizen abgewendet udn statt dessen auf SDF gesetzt.“
      Richtig ist, dass es gar keine FSA gibt. FSA ist ein Etikett, dass sich die verschiedensten Gruppierungen angeheftet haben, wenn es Gewinn versprach. Es ist keine Angabe über die Herkunft oder Zuordnung der Gruppe. Richtig ist, dass eine Reihe von „FSA“-Gruppen Teil der „SDF“-Gruppierung wurden und damit jetzt mindestens theoretisch gegen die anderen „FSA“-Gruppen kämpfen müssten, wenn die tatsächlich jenseits von Afrin gegen die „SDF“ antreten würden.
      Bei Syria Comment (die ich auch nicht für objektiv halte) wurden manchmal Gruppen, die in Syrien militärisch aktiv sind/ waren detailliert analysiert, da könnte man etwas dazu finden.

  3. Wichtig: Die Kurden (PKK&YPG) entführen aramäische Junge Männer, der christlichen Minderheit in Syrien, um Sie als Kugelfutter in Karton Afrin einzusetzen, um Ihre Kräfte nicht in den Tot zu senden.

    die Junge Männer (16 aufwärts) und auch Kinder werden vor Schulen, Kirchen, Geschäfte oder einfach auf dem nachhause weg entführt von den YPG/Asayesh Kräften und ohne jegliche Erfahrung in den Kampf gesendet. WO auch sollten Sie den auch Kampferfahrung haben, wo Sie gestern noch die Schulbank drückten.

    Hier ein interessanter Artikel:

    http://www.wca-ngo.org/wca-news/press-releases/589-kurdish-ypg-asayesh-forces-kidnapped-more-aramean-christians-in-northeast-syria

    Zu Information: die Aramäer sind das Urvolk Syrien’s.

    1. Abgar

      Die Behauptung, die PYD-Sicherheitsdienste würden Aramäer in Ost-Syrien entführen, um sie an der Front in Afrin zu verheizen, ist mit großer Sicherheit Unfug. Sie müssten dazu nämlich westlich von Manbij mit den Entführten mehrere Checkpoints der syrischen Armee passieren.

  4. Einen guten visuellen Überblick zu den Fortschritten der SAA im
    Idlib/Hama Gebiet.
    Auch wenn es regelmäßig nur wenige Dörfer waren, die Befreit wurden,
    so hat sich in der Summen innerhalb von 2 Monaten doch ein beträchtlicher
    Gebiet Regierungsrot gefärbt.
    Ich hatte mal – viele Monate ist es her – gehofft, dass der Krieg in Syrien bis Ende 2014 beendet sein wird (damals hatte die SAA gute Fortschritte erzielt und die Terroristen hatten wieder mal ein Waffenstillstand mit Hilfe ihrer Unterstützer erreicht), doch jetzt bin ich zuversichtlich, dass wir dieses Jahr das Ende der haupsächlichen Kampfhandlungen sehen werden.

    1. habkind

      Auf der von dir geposteten Karte sieht der Fortschritt riesig aus. Allerdings ist die Jihadi-Tasche in Nordwestsyrien nur ein kleines Detail der Gesamtlage.

      Ich würde eine weitere Darstellung der Lage wie diese bevorzugen:

      Da sieht man dann auch, dass es noch eine Menge zu tun gibt, bis alles rot oder rosa ist. Kurzum, das wird wohl noch eine Weile dauern, selbst wenn es gut läuft.

      1. Ich hoffe für die Menschen in Syrien, dass nicht alles militärisch ausgetragen wird. Auch wenn radikale Muslime von Wahhabiten dem Westen sowie Israel unterstützt im Süden von Syrien zahlreiche Städte und Dörfer beherrschen hoffe ich, dass es dort auch noch viele religiös tolerante ggf säkular eingestellte Menschen gibt welche für Verhandlungslösungen mit der Regierung in Damaskus sind.

        Auch den gelben Bereich kann ich nicht mit dem grauen oder grünen Bereich gleichsetzten, viele Kurden mögen zwar eine Unabhängigkeit anstreben scheinen aber weit toleranter als die Herrscher in den grün/ grauen Gebieten zu sein. Desweiteren las ich sogar das christliche Gruppen die Kurden in Afrin militärisch unterstützen und auch Damaskus hat den Kurden in der Vergangenheit geholfen (Waffenlieferungen). Militärische Gefechte zwischen Kurden und Regierungstreuen Truppen sind recht selten gewesen, so, dass ich die Hoffnung habe, dass auch die Kurden und die Regierung in Damaskus sich zu einer (wie auch immer gearteten) Verhandlungslösung zusammenraufen können.

  5. „Nicht zuletzt dieser türkische Misserfolg, und die sich daraus ergebenden Konsequenzen, wozu etwa die Übertragung von Teilen des bisher türkischen Verantwortungsbereiches in der Deeskalationszone Idlib an Russland und den Iran gehören könnte, dürften Gegenstand des Telefonats gewesen sein.“

    Was mir an der jüngsten Geschichte gefallen hat, war die folgende Situation:
    Nachdem Syrien und seine Partner bis zum Euphrat die Fronten geklärt hatten und sich dann auf die Terrornester in Idlib konzentrieren konnte, kam von der Türkei der Hinweis, daß es sich doch um ihre Zone handeln würde und sie Einspruch gegen dieses Vorgehen habe, worauf umgehend aus Teheran und Moskau der Hinweis erfolgte, daß die Türkei ihrer Aufgabe der Deeskalation nicht gerecht wird.

    Dann der Versuch mit einem Konvoi bis tief nach Idlib einzufahren, unter unklaren Gründen, wurde umgehend mit Schüßen vor den Bug gestoppt!
    Nachdem dann der Konvoi sich wieder Richtung Türkei zurück machte, gab es noch einen ordentlichen Tritt in den Allerwertesten, und das mußte Erdogsn zuerstmal bei Putin abstimmen, der ihm dann wohl gesagt hat, die Spielchen mit sogenannten moderaten Rebellen werden von den Freunden Syriens in keinster Weise toleriert.

    Nebenbei noch recht Interessant, als Netanjahu vor kurzem nach Moskau flog, wurde er mit Raketen und Sirenengeheul in Südisrael auf die Reise geschickt, früher war es umgekehrt.

  6. @einparteibuch

    Was sagen Sie über die Lage in Libyen?
    Es gibt da einen sehr interessanten Artikel von Telepolis
    https://www.heise.de/tp/features/Libyen-Mit-brutalen-Mitteln-gegen-radikale-Islamisten-3958387.html

    Ist Haftars Miliz auch ein Teil einer internationalen prowestlichen Terrorbande?

    Wer sind eigentlich die
    Madkhali-Salafisten in Libyen, die angeblich den IS und Al-Qaida bekämpfen?
    https://www.heise.de/tp/features/Libyen-Kampfansage-an-Salafisten-3950329.html

    Die Madkhali-Salafisten kämpfen anscheinend auch gegen die friedlichen Sufi-Brüderschaften in Libyen.
    Warum versuche eigentlich fast alle Muslime weltweit seit vielen Jahrhunderten die Sufi-Muslime zu vernichten?

    1. Giovanni

      In Libyen versucht Ex-CIA-Mann Haftar im Grunde, den Jihadi-Umsturz durch Muslimbrüder, Al Kaida und anderen von 2011, an dem er selbst führend mitgewirkt hat, wieder zurückzudrehen und erneut ein eher säkulares und gemäßigtes Libyen, wie es das unter Muamar Gaddafi gab, zu schaffen. Ob Haftar nach wie vor im Auftrag der CIA tätig ist, ist nicht bekannt. Klar ist, dass sein wichtigster Unterstützer Ägyptens Staatschef Sisi ist, und er genau wie Sisi inzwischen auch recht gute Beziehungen zu Russland hat. Der Versuch, wieder ein säkulares Syriens zu schaffen, hat dazu geführt, dass Haftar durchaus einige Unterstützung von ehemaligen Gaddafi-Anhängern hat.

      Mit Madkhali-Anhängern hat schon Gaddafi zu seiner Zeit zusammengearbeitet. Sie unterscheiden sich von Muslimbrüder, Al Kaida und ähnlichen islamischen Strömungen dadurch, dass sie eine säkulare Herrschaft akzeptieren. Das macht sie wohl auch jetzt zu einem passablen Partner für Hiftar.

      In Libyen ist allerdings oft vieles nicht so wie es scheint, und während Fahnen, Ideologien und selbst der Habitus vergleichsweise schnell austauschbar ist, ist es die Stammeszugehörigkeit nicht, und die spielt häufig eine große Rolle. Der Anführer der als Madkhali-Salafisten bezeichneten Gruppe soll Mahmoud al-Warfalli heißen. Leute vom Stamm der Warfali in Bani Walid haben Gaddafi bis ganz zuletzt die Treue gehalten, und auch nach seinem Tod noch weitergekämpft. Das mag Zufall sein, denn die Warfali sind ein sehr großer Stamm und sich keineswegs immer einig, aber ich würde mich nicht wundern, wenn es da einen Zusammenhang gäbe, der für Außenstehende schwer ersichtlich ist.

      Die Aussage, dass fast alle Muslime weltweit seit vielen Jahrhunderten versuchen, die Sufi-Muslime zu vernichten, halte ich schlicht für falsch.

      1. „Mit Madkhali-Anhängern hat schon Gaddafi zu seiner Zeit zusammengearbeitet. Sie unterscheiden sich von Muslimbrüder, Al Kaida und ähnlichen islamischen Strömungen dadurch, dass sie eine säkulare Herrschaft akzeptieren.“

        Ich wäre mir da nicht so sicher.
        Ein anderes Beispiel:
        Es gibt nicht wenige muslimische gebildete Leute und Professoren, die behaupten, dass die Deobandi Muslime in Pakistan einen friedlichen säkularen Islam repräsentieren, was schlichweg eine unglaublich dreiste Lüge ist. Das Gegenteil ist wahr!
        Ich kenne mich da aus, weil ich mich eine Zeit lang damit beschäftigte. Deobandi Muslime in Pakistan haben eine direkte ideologische Verbindung zu Pakistanischen Terroristen und Mordkommandos.
        Aber von dieser Madkhali Bewegung höre ich zum ersten Mal, kannte ich bisher noch gar nicht. Hoffentlich haben Sie Recht.

      2. Giovanni

        Bezüglich der Deobandis kann ich dir nur recht geben. Deren takfiristische Version des Islam ähnelt stark dem saudischen Wahhabismus. Und seit etwa den 70er Jahren wurden sie über Jahrzehnte von saudischen Wahhabiten obendrein finanziell massiv unterstützt, was ihren Einfluss gerade in Pakistan erheblich gestärkt hat.

        In den letzten Jahren sollen sie sich allerdings mit den Saudis etwas entfremdet haben, weshalb die Saudis nun in Pakistan vermehrt Organisationen wie Ahl-i Hadith, die den Wahhabiten noch näher stehen, zu Lasten des Einflusses von Deobandis unterstützen sollen. Inwieweit das stimmt, weiß ich allerdings nicht.

        Positiv zu sehen ist, dass Pakistan sich in den letzten drei Jahren ein gutes Stück weit von Saudi Arabien gelöst hat.

    1. biersauer

      Ach? Da fällt dann sicherlich in Deutschland zuerst mal das Christentum drunter. Die Religion des Christentums wurde schließlich klar in das Gebiet, was sich nun Deutschland nent, importiert. Also, ist die christliche Importreligion in Deutschland die Ursache allen Übels? Gäbe es doch bloß noch den Germanenkult, dann wäre alles viel besser, oder so. Hört sich lustig an.

      1. Dank weißer Intelligenz wurde der Odinkult damals verlassen um dann erneut mit dem Zwang des Jesuskults konfrontiert zu werden, was sich bis zum 30 Jährigen Krieg hinzog um nun wiederum die nächste Phase diese Götterwahns zu erleben. Dank Internet ist nun die Verbreiítung von Wahrheit und
        Erkenntnis in der Lagee dieser Leichtgläubigkeit entgegen zu wirken.
        All diese Gotteserfindungen entstamen dem Jordantaler Geschichtenerfindern. Wie es dort heute zugeht erfährt alle Wellt jeden Tag.

      2. „Weiße Intelligenz“ – was wohl nur damit gemeint ist?

        Ich sehe das mit dem Internet und der Religion gegensätzlich. Dass das Internet derzeit nicht in der Lage ist, den Einfluss von Religionen zurückzudrängen, erlebt man leider auf der ganzen Welt, jeden Tag (z.B. das Erstarken der orthodoxen Kirche in Russland). Sehr schade, aber vielleicht gibt es ja noch Hoffnung diesbezüglich.
        Ich bin zwar Atheist, kann einigen Religionen jedoch positive Aspekte abgewinnen. Jedoch ist mir auch klar, dass der Missbrauch der Religion für persönliche und Machtinteressen ein immanenter Wesenszug von Religionen jeglicher Art ist.

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