Der Krieg um Syrien und Irak nach einem Jahr Trump

Auf den Tag genau vor einem Jahr ist Donald Trump als Präsident der USA vereidigt worden. So sei es einmal an der Zeit, zu schauen, wie sich die Lage seitdem entwickelt hat.

Zur Veranschaulichung der Entwicklung der Lage mag ein Blick auf Syrien und Irak besonders hilfreich sein, denn Syrien und Irak sind nicht nur die tödlichsten Konflikte des noch jungen 21. Jahrhunderts, sondern die dortige Entwicklung spiegelt auch in vielfältiger Hinsicht die geopolitische Entwicklung in der Welt wieder. Folgende Karte aus der Wikipedia zeigt die Entwicklung der Lage in Syrien und im Irak. Die verschienden Lakaien der zionistisch-wahhabitischen Terrorachse werden da in grau, weiß, grün und gelb dargestellt, die staatlichen Kräfte und ihre Partner der Achse des Widerstandes in rot.

Hier ist, wie die Lage in Syrien, im Irak und im Libanon der Wikipedia-Karte zufolge am 20.1.2017 ausgesehen hat:

Und hier ist, wie die Lage in Syrien, im Irak und im Libanon der Wikipedia-Karte zufolge am heutigen 20.1.2018 aussieht:

Leicht ist beim Vergleich der Karten erkennbar, dass die roten Kräfte der Achse des Widerstandes im letzten Jahr sowohl im Irak als auch in Syrien stark zugelegt haben, während die grau-grün-weißen Jihadi-Proxies der zionistisch-wahhabtischen Terrorachse stark geschrumpft sind, und die kurdisch-gelben Separatisten-Proxies der zionistisch-wahhabtischen Terrorachse sich zwar in Syrien recht deutlich ausgedehnt haben, sie aber im Irak mit Kirkuk und Nord-Nineweh etwa genauso viele Gebiete, die jedoch strategisch bedeutender sind, verloren haben. Ebenso ist erkennbar, dass es inzwischen wieder einen breiten Landkorridor der Achse des Widerstandes von Bagdad über Damaskus nach Beirut gibt, was der zionistisch-wahhabitischen Terrorachse besonders verhasst ist.

Diese vorhersehbare Entwicklung in Richtung eines Sieges der Achse des Widerstandes erklärt auch, warum die politischen und medialen Proxies der zionistisch-wahhabtischen Terrorachse US-Präsident Trump pausenlos mit boulevardeskem anti-russischem Propaganda-Unfug und Vorwürfen von Rassismus attackieren, obwohl die gleichen politischen und medialen Proxies der zionistisch-wahhabtischen Terrorachse selbst über Jahre hinweg systematisch anti-muslimischen Rassismus geschürt haben und Trump demonstrativ vorgeblich gute Beziehungen zu den führenden zionistisch-wahhabitischen Rassisten Netanjahu und Salman zur Schau stellt. Nicht Trumps Stil, Auftreten oder anstößige Äußerungen sind der Grund für die permanente Medienkampagne gegen Trump, sondern die vorhersehbare und fortschreitende militärische Niederlage der Proxies der zionistisch-wahhabtischen Terrorachse sind der Grund dafür. Besonders auffällig wurde das als die medialen Proxies der zionistisch-wahhabtischen Terrorachse Trump plötzlich in höchsten Tönen gelobt haben, nachdem Trump im April einmal nach einer False-Flag-Inszenierung zionistisch-wahhabitischer Terrorproxies ein syrisches Flugfeld symbolisch bombardieren lassen hat.

Weiterhin zeigt die Entwicklung der Lage in Syrien und Irak, dass nun nicht mehr die grau-grün-weißen Jihadi-Proxies die stärksten Kräfte der zionistisch-wahhabtischen Terrorachse in Syrien und Irak sind, sondern die kurdisch-gelben Separatisten-Proxies nun die stärksten Kräfte der zionistisch-wahhabtischen Terrorachse in Syrien und Irak sind. So erklärt es sich auch, dass nun die stur separatischen gelben Kräfte der zionistisch-wahhabtischen Terrorachse angegangen werden, wobei das unnachahmliche diplomatische Fingerspitzengefühl von Trump und seinem Außenminister Tillerson dabei möglichweise auch gleichzeitig noch für den Todesstoß der Beziehungen der USA zu ihrem NATO-Partner Türkei sorgen könnte.

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41 Gedanken zu “Der Krieg um Syrien und Irak nach einem Jahr Trump

  1. …mag ein Blick auf Syrien und Irak besonders hilfreich sein, denn Syrien und Irak sind nicht nur „der“ tödlichsten Konflikte des noch jungen 21. Jahrhunderts…

    Kompliment@Beitrag!

    LG Franz

  2. Nach einem Jahr konsequent klare Verhältnisse in der Region!
    Ganz Europa ist damit Schaden entstanden, aber in Syrien besteht nun wieder Hoffnung.

    1. Den Optimismus kann ich nicht teilen.
      Während die Rollenverteilung SAA zu FSA,HTS&Co. sowie dem IS langfristig gesehen klar scheint, sehe ich den momentanen Konflikt in Nordsyrien wesentlich unsicherer.

      Ein speratistisches Kurdengebiet wäre ein permanenter Unruheherd in der Region. Andererseits wäre eine türkische Besetzung keinesfalls nur kurzfristig, wie man ja z.B. schon an den türkischen Postfilialen im syrischen Gebiet des Euphrat Shield sieht.
      Russland steht dort auch diplomatisch zwischen den syrischen und türkischen Stühlen.
      In jedem Fall bedeutet dies eine signifikante Gefahr des Verlustes der strukturellen Integrität des syrischen Staates.

      1. Pragmatisch

        Ich würde mal davon ausgehen, dass es längst eine türkisch-russisch-iranische Einigung zur Zukunft Syriens gibt. Und der Kern der Einigung dürfte darin bestehen, dass das ganze Land und insbesondere die ganze Grenze Syriens zur Türkei wieder unter die Kontrolle der Kräfte unter dem Befehl von Damaskus kommen soll. Gleiches scheint für den Irak und Bagdad zu gelten.

        Die „gelb“ markierten Gebiete scheinen auf dem Weg dahin im Moment der dickste Brocken zu sein, also wird nun zunehmend gegen „gelb“ vorgegangen.

      2. Parteibuch

        Oha. Das ist ohne Übertreibung eine der beachtlichsten Feststellungen, die ich bisher hier gelesen habe.

        Du gehst also tatsächlich davon aus, dass Erdogan klein beigibt und sich aus Nordsyrien zurückzieht? Und nicht vielmehr versucht, seinen anti-kurdischen, islam-klerikalen Fuß solange und soweit wie möglich in die syrische Tür zu bekommen?

        Und das die Angiftungen in Richtung Damaskus und die organisierte Unterstützung von Terroristen im Kampf gegen letzteres „einfach“ aufgrund der Intervention des russischen Bären aufhören?

        Bitte keineswegs falsch verstehen, nur finde ich diese Annahmen gerade vor den Aktionen Erdogans im gesamten Verlauf dieses „Bürger“-Krieges, wie schon gesagt, beachtlich.

      3. Pragmatisch

        Ja, ich gehe davon aus, dass es bereits eine russisch-türkisch-iranische Einigung über die Wiederherstellung der vollständigen Kontrolle von Damaskus über Syrien gibt und dass die Türkei unter Erdogan sich auch daran halten wird.

        Die Türkei hat in den letzten eineinhalb Jahren auf dem Weg Richtung SCO und Russland so viel diplomatisches Porzellan mit NATO-Staaten mutwillig zerschlagen, dass sie kaum zurückkann. Damit, Absprachen mit Russland und Iran zuwiderlaufend kleine Teile Nordsyriens wie Al Bab, Afrin oder Idlib dauerhaft zu besetzen, würde die Türkei sich ins eigene Fleisch schneiden, denn damit würde die Türkei sich nicht nur Spannungen mit Russland und Iran aufhalsen, sondern sich obendrein im Grunde für die Kontrolle über ein paar syrische Olivenhaine ihre Handelswege nach Süden verbauen.

        Im Irak hat Erdogan letztes Jahr bereits Nägel mit Köpfen gemacht und dem Protektorat seines kurdischen Lakaien Barzani zugunsten einer Zusammenarbeit mit Bagdad einen schweren Schlag versetzt, und das, obwohl das türkische Protektorat im Nordirak nicht nur aus ein paar Oliven, sondern aus sehr beachtlichen Ölfeldern bestand. Wo Erdogan im Zuge der neuen Politik schon Kirkuk und Nord-Nineweh aufgegen hat, da wird er den Erfolg dieser Politik kaum wegen Al Bab und Afrin auf’s Spiel setzen wollen.

  3. *** Auf den Tag genau vor einem Jahr ist Donald Trump als Präsident der USA vereidigt worden. So sei es einmal an der Zeit, zu schauen, wie sich die Lage seitdem entwickelt hat. ***

    Genauso wie es in den Ausarbeitungen / Anweissungen, der Herren“menschen“ Dynastien, über ihre Befehlsausgabestelle RAND Cop zu lesen war. Dass diese Klein klein Kriege, nichts bringen, eher Schädlich sind und das sich das Imperium, auf seine Hauptwidersacher, Russland und China konzentrieren MUSS.
    Die Auswirkungen, kann man an dem neusten Militästrategie Papier, des Pentagon Ablesen.

    1. Pawel

      McDonalds, Burger King & Co als Zivilisation zu bezeichnen, finde ich nun doch etwas übertrieben.

      Trump scheint auf bestem Weg, dem globalen USraelischen Empire ein Ende zu bereiten:

      http://news.gallup.com/poll/225761/world-approval-leadership-drops-new-low.aspx

      Besonders interessant finde ich da übrigens diesen Absatz:

      Africa as a whole remained the bright spot for U.S. leadership approval, as it has been for the past decade. Nonetheless, the approval rating for the region is at its lowest level yet, clinging to a bare majority (51%) that may be at risk after the president’s alleged remarks about the continent last week.

      Noch ein paar Bemerkungen von Trump zu „Dreckslochländern“ und das Problem der immer noch großen Beliebtheit der USA in Afrika könnte sich erledigt haben.

      1. ,,McDonalds, Burger King & Co als Zivilisation zu bezeichnen, finde ich nun doch etwas übertrieben“
        Stimmt. Ist wirklich weit hergeholt.
        Und nachdem die ebenfalls dummen Europäer Klage wegen den Sanktionen eingereicht haben, folgen jetzt die Amis und beschweren sich über Protektionismus von Anderen.
        https://de.sputniknews.com/politik/20180120319157597-usa-russische-barriere-handel-kritik/

        Man könnte meinen der Westen stammt von den Schildbürger ab, aber da würde man den Schildbürgern Unrecht tuen.

      2. Bzgl. Empire kann ich die Doku „The Four Horsemen“ auf Youtube, sehr empfehlen. Hatte diese gesehen, als sie damals neu hochgeladen wurde, und fand sie als einer der besten Dokus, die ich gesehen hatte.

      3. Said

        Wenn ich das richtig verstehe, geht es um diesen Film?

        https://en.wikipedia.org/wiki/Four_Horsemen_(film)

        Ich mag meine Zeit nicht gern für lange Dokus opfern, wo der Autor seine Punkte mit gruseliger Musik macht, nur um dann am Ende festzustellen, dass der Filmemacher blödsinnige Propaganda betreibt. Was ist denn die Kernthese des Filmemachers? Oder anders gesagt, was ist der Unterschied zu dieser Seite, die oben im Parteibuch-Kopf verlinkt ist?

        Und wie erklärt der Filmemacher den unübersehbar zionistischen ideologischen Hintergrund des Empires?

      4. Genau.

        Ich mach mal kurz: Die Kernthese, die ich abgewinnen konnte, ist, dass wir im Zeitalter eines Imperiums leben. Bis vor sieben Jahren hätte ich das noch angezweifelt, aber die Realität zeigt, in was für ein System wir leben. Und du hast auch Recht, es kommen witzigerweise auch die Leute (u.a. Economic Hitman, wenn ich mich recht erinnere) zum Wort, die von diesem System und US Imperialismus profitierten, jedoch würde ich diese Doku nicht als reine Propaganda sehen.

        Und ich gebe dir auch Recht, es wird kaum in der Doku auf die zionistisch ideologische Hintergrund eingegangen.

  4. Die Argumentation des Parteibuchs im obigen Artikel finde ich durchaus berechtigt, aber ist das, in Bezug auf die vielen erfreulichen Fortschritte der syrischen Armee und deren Verbündeter, nicht ein bisschen viel Lob für Trump? Der Hauptanteil all dieser Fortschritte ist doch wohl in erster Linie den Russen zu verdanken und ganz gewiss nicht Trump, so bedeutend Trumps Rolle auch gewesen sein mag und immer noch ist.

    Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    1. leo

      Nein, so war das nicht gemeint. Natürlich sind es die syrische Armee und ihre Partner, von den unzähligen NDF über IRGC, Hisbollah und etlichen Freiwilligenmilizen bis hin zu Russland, die diese Siege gegen die zio-wahhabitische Terrorachse hart erkämpft und viel zu oft mit ihrer Gesundheit oder gar ihrem Leben bezahlt haben.

      Auch ist es nicht so, dass Trump eine gänzlich neue Politik in Syrien und Irak verfolgt. Ganz im Gegenteil: Trump führt da die letzte Politik von Obama ziemlich nahtlos fort, selbst personell. Man denke bloß daran, dass der US-Schlüsselmann da nach wie vor Brett McGurk ist.

      Aber: Trump hat eben auch nichts, und erst recht nichts erfolgreiches, unternommen, um irgendeine Wende zu Gunsten der zio-wahhabitischen Terrorachse im Krieg gegen die Achse des Widerstandes herbeizuführen. Zwar gibt es andauernd irgendwelche Kushner-Plots mit der zio-wahhabitischen Terrorachse, aber die sind stets so schlecht gemacht, dass sie gleich reihenweise total schiefgehen. Trump agiert geradezu wie eine Karikatur eines erfolgreichen Imperialisten der zio-wahhabitischen Terrorachse. Man denke nur an TPP, Katar, Barzani, Hariri, Pakistan, eins ums andere mal stärken Trumps Entscheidungen China, Russland und der Achse des Widerstandes, obwohl er angeblich das Gegenteil beabsichtigt.

      Oder, um nochmal in den Irak zu gehen. Trump hat da Regierungschef Abadi gegen Israels Separatisten Barzani unterstützt, weil Abadi angeblich ein Gegengewicht gegen die pro-iranischen Kräfte im Irak sei. Nahezu gleichzeitig hat Tillerson die iran-freundlichen PMU aufgefordert „nach Hause“ in den Iran zu gehen, ganz so, als ob er nicht begreifen würde, dass die PMU Iraker sind. Und nun hat Abadi, also der Mann, auf den die USA bei den im Irak auch unter Trump ihre Hoffnungen setzen, für die anstehenden Wahlen eine Wahlliste gebildet, wo er selbst, Abadi, an der Spitze einer von den iran-freundlichen PMU dominierten Liste steht, während die wichtigsten Wahlalternativen von den ohnehin bekanntermaßen Iran-freundlichen Männern Maliki und Sadr dominiert werden.

      https://www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-iraq-vote/iraqi-pm-abadi-to-seek-re-election-in-alliance-with-iran-backed-group-idUSKBN1F3039?il=0

      Die USA haben damit kaum noch eine Chance, die irakischen Wahlen im Sinne der zio-wahhabitischen Terrorachse zu beeinflussen, obwohl doch Trumps angebliches Politikziel ist, den Iran zu schwächen.

      1. Zitat vom PB: “ Trump hat eben auch nichts, und erst recht nichts erfolgreiches, unternommen, um irgendeine Wende zu Gunsten der zio-wahhabitischen Terrorachse im Krieg gegen die Achse des Widerstandes herbeizuführen. “

        So ist es. – Möchte sich jemand ausmalen wie die Situation (nicht nur bezüglich Syriens und des Iraks sondern z. B. auch in Korea) sich mit der Globalistin Clinton entwickelt hätte? Sie wäre mit Sicherheit wesentlich schlechter. Präsident Trump ist der beste US-Präsident, den die multipolare eltordnung aktuell haben kann.

        Dank ans Parteibuch für die Analyse und die Hintergründe dazu!

    2. Hallo Leo.

      Herrn Trumps Rolle in diesem Konflikt ist nicht zu unterschätzen. Seine Worte spiegeln nicht das wider, was sie bewirken. Verbal hatte er das Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Irak unterstützt. Ergebnis? Gebietsverluste und Regierung ist zurück getreten. Unabhängigkeit ist dahin.
      Unterstützung Israel in der Jerusalem Frage. Ergebnis? Der arabische Raum stellt sich dagegen und isoliert Israel.
      Unterstützung der Proteste im Iran. Ergebnis?
      Mittlerweile unter Kontrolle bzw. beendet. Er machte es der iranischen Regierung sehr leicht, die Proteste als von außen initiiert darzustellen und die Gegenmaßnahmen zu legitimieren.
      Und jetzt die kurdischen Grenztruppen an der türkischen Grenze. Wenn es auf dieser Welt ein Land gibt, welches eine Legitimation begründen kann, die „aufopferungsvoll kämpfenden kurdischen Frauen“ zu bekämpfen, dann ist das die Türkei. Die Türkei macht seit Jahren unmissverständlich deutlich, dass sie ein unabhängiges Kurdistan nicht dulden wird. Trump weiß das und initiiert es.
      Zum Thema Türkei – Syrien empfehle ich die Artikelreihe „türkische Gratwanderungen 1-9“ auf peds-ansichten.de. Dort wird die Rolle der Türkei im Syrienkrieg sehr gut analysiert und es finden sich Antworten darauf, wie sich Haltung der Türkei zu den Kurdengebieten darstellt.

  5. Erfreuliche Nachrichten.
    Laut Wikipedia War Map ist der umkämpfte Flughafen Abu al-Duhur von der syrischen Armee erobert worden und die Lücke zwischen Aleppo und Idlib ist geschlossen.
    Diese War Map ist eigentlich immer recht aktuell und exakt.

    Zu Trump nur soviel.
    Ich habe von Beginn an darauf gesetzt das Trump die USA „zerstört“.
    Auch wenn dieser „Shutdown“ nicht lange anhalten wird da die sich wie üblich darauf einigen werden neues Geld zu drucken.
    Trump ist genial er zerstört das eh schon lange angeschlagene Image der USA erfolgreich weiter.
    Lange Jahrzehnte (Im Grunde seit über 100 Jahren) wurde dieses Image aufgebaut und die USA haben praktisch davon gelebt – nun geht es im Rekord Tempo ganz den Bach runter.
    Auch wenn es nicht von heute auf morgen geht und noch eine Weile dauern wird:

    Weiter so Donald – du bist mein Held.

    P.S. Ich bin mal gespannt ob und wann die USA dieses krude Wahlsystem der beiden Parteien aus dem Hause Geld ändern werden damit auch andere Kandidaten/Parteien eine Chance haben und um zur Demokratie zu werden.
    Bisher sind die USA in meine Augen nur eine Scheindemokratie vom Typ Machiavelli die dem eigenen Volk und der Welt eine billige Demokratieshow liefert.
    Aber der Graben durchs Land und die abgekartete Parteienlandschaft wird immer größer und das System droht zu implodieren.
    Ich warte auf den Knall und ich hoffe er kostet nicht zu viele Opfer.

    1. Trump zerstört vielleicht die imperiale USA. Aber den normal arbeitenden Staatsbürgern in den USA wird es durch Trump viel besser gehen.

  6. PB

    Volle Zustimmung.

    Trump agiert im Rahmen seiner augenscheinlichen Möglichkeiten sehr geschickt und spielt hier, wie schon angedeutet, eine überaus wichtige Rolle in Bezug auf die Schwächung der zio-wahabitischen Terrorachse.

    Ich finde es aber wichtig, zu ergänzen, dass ohne Russlands Engagement, die syrische Karte heute mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Einiges „schwärzer“ oder „grüner“ aussähe, als die zu Beginn des Artikels gezeigte Karte vom Januar 2017. Oder deutlicher ausgedrückt, Syrien würde wohl so nicht mehr existieren.

    Vielen Dank für Eure hervorragende Arbeit.

    Herzliche Grüße

    PS: Wenn die Frage erlaubt ist, seid ihr eigentlich Politikstudenten /-wissenschaftler oder vergleichbar involviert?

    1. leo

      „Wenn die Frage erlaubt ist, seid ihr eigentlich Politikstudenten /-wissenschaftler oder vergleichbar involviert?“

      Nein, bloß verärgert über die ganzen idiotischen Kriege und die Lügen der Medien dazu.

  7. Ich habe mir gerade die Rede von Tillersen angehört. Die Amerikaner sind völlig durchgeknallt und wollen immer noch den totalen Sieg in Syrien. Sie wollen sich (bis Assad beseitigt ist) erst mal dauerhaft im gelben Gebiet und auch an der Grenze zu Jordanien festsetzen. Im Interesse der Syrier kann man nur hoffen, das andere Teile der US-Administration sich durchsetzen werden.
    https://www.state.gov/secretary/remarks/2018/01/277493.htm

  8. „… und die Lügen der Medien dazu. “

    Man sollte sich fragen ob nicht genau das geplant wurde ?

    Die jüngere Generation ging AUCH deswegen, vermehrt in das NSA gesponserte Facebook / Twitter / Yahoo. Dauerüberwachung lässt grüssen.

    Nur die ältere Generation blieb bei den alternativen Internet-Medien.

  9. Rolf

    Unter anderem diese Rede war mit den Worten oben im Artikel gemeint, dass „das unnachahmliche diplomatische Fingerspitzengefühl von Trump und seinem Außenminister Tillerson dabei möglichweise auch gleichzeitig noch für den Todesstoß der Beziehungen der USA zu ihrem NATO-Partner Türkei sorgen könnte.“

    Wer da Spuren von leichter Ironie findet, darf sie behalten. DIe Rede von Tillerson drückt die Türkei geradezu aus der NATO, direkt in die Arme Russlands.

  10. Wenn Trump die Türkei als Konkursmasse des Imperiums an die Russen weiter reicht, bleibt ja noch die Frage, ob die Russen diese Türkei als Bündnispartner haben möchten.

    Der Präsident Putin wird dem Pascha Erdogan sicherlich keinen Blankoscheck ausstellen. Denn Erdogan verrät seine „Freunde“ und Partner für ein paar Großmachtsphantasien schneller als er die Unterbüchse wechselt, wie im Fall Assad und dem Abschuss der russischen Flugzeuge erschreckend deutlich zu sehen war.

    Andererseits haben die Russen bewiesen, daß der Pascha durch ein zwei sehr harte Ohrfeigen zu bändigen ist. Aber reicht das, um mit einem launischen und wenig charakterfesten Erdogan ein Bündnis einzugehen?

    -Im übrigen: Was hält das Parteibuch von dem Kampf der Republikaner gegen die Demokraten um die Veröffentlichung des mysteriösen „Memo“?

    1. Kofferkind

      „… bleibt ja noch die Frage, ob die Russen diese Türkei als Bündnispartner haben möchten“

      Ja, natürlich, und wie. Mit einem Wechsel der Türkei von der NATO ins SCO-Lager wird aus dem pakistanischen SCO-Beitritt eine historische Zäsur der globalen Geopolitik, die vom Gewicht her vermutlich über die Einnahme Osteuropas durch EU/NATO hinausgeht und den Sieg des Westlagers im „kalten Krieg“ so ziemlich auf den Kopf stellt. Dass neue Bündnispartner, die durch einen Bündniswechsel gewonnen werden, dem alten Bündnis unzuverlässig geworden sind, liegt geradezu in der Natur der Sache. Putin scheint allerdings großen Wert darauf zu legen, dass nicht nur Erdogan den Bündniswechsel macht, sondern die ganze Türkei, getragen von einem möglichst breiten Konsens im türkischen Volk, sich langsam und Schritt für Schritt, aber dafür unumkehrbar auf den Weg in das neue Bündnis mit Russland, China und Iran macht.

      Was das Nunes-Memo angeht, so glaube ich nicht, dass da viel Neues drinstehen wird. Aber die öffentliche Wahrnehmung dreht sich allmählich in die Richtung, dass aus „Russiagate“ ein Skandal von Machtmissbrauch der vorherigen demokratischen Regierung wird, und das Nunes-Memo dürfte einen weiteren Schritt in die Richtung bedeuten. Trump sitzt so immer fester im Sattel.

      1. Mit der Türkei und Pakistan legen sich Rußland und China nur zwei fremde Eier ins Nest. Türkei und Pakistan sind durch ihre Unterstützung von Islamisten natürliche Gegner von China und Rußland. Dies hat die USA bisher instrumentalisiert, obwohl Türkei und Pakistan eigentlich auch Gegner der USA sind. Diese Mätzchen wird es wohl alsbald nicht mehr geben.

  11. Jo! Volle Zustimmung Parteibuch! Vielen Dank für all die Analysen und Deine unermüdliche Arbeit der Berichterstattung!!!

  12. Ich verfolge seit Jahren dein Blog, mit bis zu 100% überzeugung von dir und deiner Analyse. Aber das, was du seit der „kehrtwende“ der Türkei in Richtung ADW schreibst, ist der fehler, den du eigtl hättest nicht machen dürfen. Du glaubst nicht wirklich, das die Türkei einfach so fallen gelassen wird und die Russen sie auffangen werden/dürfen.
    Zum thema Kurden, find ich es auch sehr schade, das du dem Faschisten Erdogan fleißig nach äffelst und den Angriff auf die Kurden, dank ihnen Syrien aufatmen konnte gerechtfertigst… schade, das der feind deines feindes dein Freund wird..

    Versteh das bitte als kritik von freund an freund. Wir teilen im großen und ganzen die selbe meinung, außer das ich ein Atheist bin.

    1. Tyln

      Nein, „einfach so“ wird die Türkei vom Westbündnis nicht fallen gelassen. Man sieht das ja auch am deutschen Rumgeeiere bezüglich der Türkei, was gerade bei den zio-atlantischen Politikern besonders deutlich ist. Nur wird das Westbündnis die Türkei eben trotzdem nicht halten können, wenn sie immer weiter wegdriftet und dann selbst geht. Und genau danach sieht es seit einiger Zeit aus.

      Die YPG hat das Problem, dass sie sich mit dem Feind verbündet hat, nämlich den USA und der dortigen Lobby, und davon nicht ablassen will. Dabei wäre es so einfach für die YPG, die türkische Aggression abzuwenden und zu beenden: die YPG müsste bloß anstelle der US-Armee die syrische Armee als ihre Schutzmacht akzeptieren.

  13. Das ist mir durchaus klar. Nur beurteilst du es sehr Oberflächlich. Es ist mehr wie nur das, was du geantwortet hast.. Die Kurden haben durchaus das recht, ihr eigenes Ziel zu verfolgen. Der verlierer dieser ganzen Situation wird die ADW, wenn sie sich weiterhin von der Türkei hinters licht führen lassen. Die Kurden haben streng strukturierte Gerilla Kämpfer in ganz Mesopotamien. Und wenn diese Länder, wie Syrien, Iran, Irak, Türkei keine zugeständnisse machen und den Kurden ihre Rechte zusprechen, werden die Kurden die ganze Region in ein Inferno verwandeln. Mit tatkräftiger unterstützung der USA die dieses Szenario nur allzugern hätten.

    Du darfst nicht vergessen, das die Kurden verteilt auf diesen 4Ländern Leben und ihre Anzahl bei weit über 20mio liegt. Wenn sich diese Masse mal erhebt wars das mit dem Iran der Türkei dem Irak und dann erst recht auch Syrien.

    Diese Konservativen und von der Islamischen Ideologie geprägten 4 Länder, fühlen sich neben den Russen sehr sicher doch verfolgt Russland sein ganz eigenes Ziel. Und verlangt mehr Spielraum in Europa. Sobald das eintrifft, wird Russland diese Länder auch nicht so Stark unterstützen denn Russland hat mehr von Europa als vom Nahen (zurückgebliebenem) Osten.

    Ich wünsche den Kurden aus tiefstem Herzen viel Erfolg. Die Amis verfolgen um ein weiters mal die richtige Strategie. Befreit von irgendwelcher Ideologie, Kultur,Religion. Rational dem Ziel hinterher.

    Schon wieder beweist uns die Geschichte, das Religion die Realität durch Illusion verwischt. Solange der Nahe Osten sich nicht von diesem Religiösen Wahnsinn befreit, solang wird es ein ganz leichtes Spiel für jede Macht, sie nach belieben zu steuern.

    Danke für deine Antwort !

    1. Tyln

      Welche Rechte sollen die vier Länder Syrien, Iran, Irak und Türkei den Kurden zugestehen, die sie noch nicht haben? Soll es ein kurdisches Recht sein, die ganze Region mit von Israel und NATO-Staaten unterstützten Separations- und Eroberungskriegen in Schutt und Asche zu legen? Es ist doch klar, dass sich die vier Staaten dagegen wehren, und übrigens erfreulich, wenn sie das nun gemeinsam tun, anstatt jeweils den kurdischen Separationswahn in den jeweils anderen der vier Länder zu schüren.

      Der kurdische Separationswahn ist nicht minder destruktiv als der sektiererisch-religiöse Takfiriwahn in der Region.

  14. Kurden mit den Islamistischen Terroristen gleichzustellen zeigt, das du auch von einer Islamischen (Shiitischen) Ideologie geprägt bist. Somit diskreditierst du dich.

    Wie kannst du, ein 30mio Volk und ihre Kämpfer mit irgendwelchen halsabschneidern gleichstellen. Das zeigt, das du keine Ahnung hast.

    Die Kurden haben viel zu lange auf zugeständnisse gewartet. Mit zugeständnissen meine ich, Autonomie in den jeweiligen Staaten.
    Was ihnen sowas von zusteht. In Syrien haben sie bis dato einigermaßen gut gelebt. Und waren die tragende kraft gegen den IS.

    Übrigens hindert Russland, Syrien daran den Kurden beizustehen. Somit beteiligt sie sich an dem Türkischen Staatsterror.

    Und schon wieder fallen die Russen auf die Türken herein. Wenn man aus einer Ideologie heraus entscheidet, ist man nunmal anfällig für NICHT Zeitgerechte entscheidungen.

    Verfolge deine Blog seit 7Jahren.. und somit

    1. Tyln

      Dein völkisches Propaganda-Geschwafel vom angeblichen 30 Mio Volk beeindruckt mich nicht. Viele, wenn nicht die meisten von denen, die da mitgezählt werden, wählen ohnehin ein ums andere Mal AKP und Erdogan.

      Nicht Russland hindert Syrien daran, der YPG in Afrin beizustehen, sondern die YPG in Afrin will partout keine syrischen Soldaten, die sie in Afrin schützen. Stattdessen sind syrische Kurden in Washington, um da für eine Flufverbotszone über YPG-Gebiet einschließlich Afrin zu werben. Mehr Realitätsblindheit geht gar nicht. Syrien lässt trotzdem Waffen und YPG-Kämpfer nach Afrin passieren.

      „Wenn man aus einer Ideologie heraus entscheidet, ist man nunmal anfällig für NICHT Zeitgerechte entscheidungen.“

      So sieht es aus. Genau das passiert den PYD/YPG gerade in Afrin. Alles, was sie tun müssten, um das Gemetzel in Afrin zu beenden, ist, syrische Sicherheitskräfte nach Afrin hereinlassen.

  15. Eine Meinung der Parteibuch-Redaktion dazu noch:

    Wenn sich Kurden in Syrien und anderen Staaten der Regionen genauso arrogant, ignorant und aggressiv verhalten wie nicht wenige der gerade hier im Parteibuch aufgeschlagenen kurdischen Kommentatoren brauchen sie sich nicht wundern, dass sie, wie sie oft sagen, keine Freunde außer den Bergen haben.

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