Terroristen setzen Offensive auf westliche Flanke der Armee südlich von Abu Dhuhour fort

Terroristen unter Führung von Al Kaida haben bei wolkigem und feuchtem Wetter mit schechter Sicht am heutigen Sonntag ihre vor einigen Tagen begonnene Großoffensive auf die westliche Flanke der südlich von Abu Dhuhour stehenden Armeekräfte fortgesetzt.

Berichtet wird, dass Al Kaida und Konsorten im Süden der Provinz Idlib mehr als 20 Dörfer wieder von der Armee zurückerobert haben. Ein genauerer Blick auf die Karte offenbart dabei allerdings, dass den Terroristen bei ihrer großen Offensive, an der sich praktisch alle in Idlib vorhandenen Terror- und Rebellengruppen beteiligen, zwar beinahe auf der ganzen Linie zwischen Abu Dhuhour und Atshan etwa zwei bis fünf Kilometer vorwärts gekommen sind, ihnen bislang jedoch nirgendwo ein wirklicher Durchbruch gelungen ist.

Anders ausgedrückt: die Armee hat sich an beinahe der gesamten westlichen Frontlinie südlich von Abu Dhuhour ein Stückchen zurückgezogen, die Terroristen haben ihre durch menschliche Schutzschilde gedeckten Positionen im Westen der Provinz Idlib verlassen und sind in das damit menschenleere Gelände vorgerückt, und dort warten sie nun darauf, dass die syrische Armee sie da, wo sie fein säuberlich von Zivilisten getrennt sind, mit ihren schweren Waffen eliminiert.

Die syrische Armee ihrerseits hat heute die vielen Dutzend Dörfer auf dem Hass-Plateau nordöstlich von Abu Dhuhour, die sie gestern militärisch für sich gewonnen hatte, auch physisch eingenommen.

Dabei sieht die Lage am heutigen Sonntag Abend so aus, dass die auf dem Hass-Plateau stationierten Armeekräfte nur noch durch einen langen, etwa zwei bis zehn Kilometer breiten Korridor von den südlich von Abu Dhuhour stehenden Armeeeinheiten getrennt sind. Sollte die Armee es für richtig halten, den Korridor zu schließen und eine Nachschublinie vom Hass-Plateau zu den südlich von Abu Dhuhour stehenden Armeeeinheiten herzustellen, kann sie das also jederzeit recht problemlos realisieren.

Damit haben die Terroristen keine Chance mehr, ihr strategisches Angriffsziel, die südlich von Abu Dhuhour stehenden Armeeeinheiten vom Nachschub abzuschneiden, selbst wenn den Terroristen beispielsweise auf der Höhe Atshan, ganz im Süden ihrer Angriffsfront, ein Durchbruch zu der von ISIS-Terroristen gehaltene Tasche im Nordosten der Provinz Hama gelingen sollte.

Die dortigen ISIS-Terroristen ihrerseits scheinen auch ohnehin nicht darauf zu setzen, von den die syrische Armee im Westen angreifenden Al-Kaida-Kräften entsetzt zu werden, sondern versuchen offenbar, als eine Art Wanderkessel über den Korridor bei Abu Dhuhur zu fliehen.

Nachtrag 01:00h: Übrigens, welcher Staat unterstützt eigentlich Al Kaida? @ImaW1nn3r hat dazu gerade nochmal ein Interview aus 2016 mit Ex-Mossad-Boss Efraim Halevy in Erinnerung gebracht:

Kurzum, Efraim Halevy erklärt da öffentlich, dass Israel verletzte Al-Kaida-Terroristen aus humanitären Gründen medizinisch behandelt, aber verletzte Hisbollah-Mitglieder nicht behandeln würde. Das ist laut Efraim Halevy so, weil Al Kaida seines Wissens zufolge noch niemals Israel angegriffen habe, aber mit Hisbollah sei es eben eine andere Geschichte.

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10 Gedanken zu “Terroristen setzen Offensive auf westliche Flanke der Armee südlich von Abu Dhuhour fort

  1. Wenn erDOGan die Wahabiten,Salafisten „Opposition“ in Syrien (Idlib) Finanziert, so sollte Russland,Iran, anfangen die Kurden zu Finanzieren.

    1. Schaut man sich die Rhetorik von erDOGan an, kann er ohne Gesichtsverlust gar nicht mehr zurück.

      Er hat ja sogar Richtung Amerika gedroht, dass amerikanische Soldaten sterben werden, falls sie sich dort im „Terroristengebiet“aufhalten sollte.

      Die türk. Lira hat schon mal ordentlich nachgegeben ggü. €/$ und die Investoren an der Börse sind auch nicht begeistert. Am 17. tagt wohl der Sicherheitsrat und da vermuten einige, dass der endgültige Einmarsch befohlen wird.

      Bleibt spannen.

      Ich sehe erDOGan ohnehin nicht als zuverlässigen Partner – weder für Ost noch West. Viel zu sprunghaft in seinen Entscheidungen.

      1. Lauterbach

        Erdogan hat ein viel einfacheres Mittel als einen Einmarsch, um dem US-Plan einer kurdischen PKK/YPG-Entität in Nordostsyrien ein Ende zu bereiten: er braucht den USA bloß die Nutzung des türkischen Territoriums für Nachschublieferungen zu verbieten.

  2. Eine Auflistung von Parteien und Allianzen für die nächste Irak-Wahl.

    204 Parteien und 54 Koalitionen, grr.

    1. andreas

      Ja, das ist eine Prima-Nachricht. Das sieht nach einem politischen Sieg für Iran aus. Usreal wollte die PMUs aus den Wahlen im Irak draußen halten, und nun haben die PMUs Regierungschef Abadi – den die USA als ihren Mann promoten – als Spitzenkandidat für ihre Liste aufgestellt.

      Über-Neocon Michael Weiss zeigte sich ob dieses Erfolges der Iran-freundlichen Kräfte im Irak schon frustriert:

      Schauen wir dann mal wie die Wahl im Irak im Mai wirklich ausgeht.

  3. OT – Atomalarm auf Hawaii absichtlich herbeigeführt?

    Die Auslösung eines „Atomalarms“ erfolgt in der Regel durch Ausführung einer koordinierten Abfolge von Aktionen, um versehentliche oder unautorisierte Auslösung zu vermeiden.

    Ein Beispiel einer sehr simplen koordinierten Abfolge von Aktionen könnte in etwa sein…

    Zunächst muss ein Siegel entfernt werden, um eine Abdeckung öffnen zu können, die dann einen Button freigibt, mit dem letztlich der Alarm ausgelöst werden kann. Sogar ein einfacher Feueralarm kann erst dann ausgelöst werden, wenn die Schutzscheibe, die den Auslöseknopf schützt, zerbrochen wurde. Hier wird sofort klar, dass eine ungewollte Auslösung eines so geschützten Mechanismus unmöglich ist.

    Selbst wenn man davon ausgehen kann, dass die Auslösung eines „Atomalarms“ wesentlich komplexer und nur autorisierten Personen möglich ist, halte ich es für ausgeschlossen, dass nicht einmal minimale Mechanismen eingebaut sein sollen, um ein unbeabsichtigtes Auslösen zu vermeiden. Das ist ja schließlich keine Kleinigkeit und hat weitreichende Konsequenzen.

    Gemäß meiner eigene Verschwörungstheorie könnte das Ziel der ganzen Aktion sein, dass das geschockte Volk nun verstärkt darauf drängt, endlich Verhandlungen mit Nordkorea aufzunehmen, was wiederum genau das sein könnte, was Trump erreichen will, auch wenn er das nicht öffentlich sagen darf. Noch effektiver hätte die Aktion sein können, wenn der Alarm für das Kernland der USA gegolten hätte, aber das wäre vielleicht zu dick aufgetragen gewesen.

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