Syrische Armee nimmt weitere Dörfer im Südosten der Provinz Idlib ein

Die syrische Armee hat am heutigen Montag im Kampf gegen die Terrorgruppe Al Kaida im Südosten der Provinz Idlib rund ein Dutzend weiterer Dörfer eingenommen.

Unter den eingenommenen Dörfern waren auch die vier Dörfer an der östlichen Flanke der vorrückenden Front, zu denen es gestern bereits Gerüchte gab, dass Einwohner dort die syrische Flagge gehisst haben sollen. Ansonsten lässt die auf folgender Karte dargestellte jüngste Entwciklung vermuten, dass Al Kaida und Konsorten die direkte Straße von Sinjar nach Abu Dhuhur noch recht entschlossen blockieren, und die syrische Armee diese Al-Kaida-Kräfte deshalb erstmal westlich und östlich umgeht.

Von den beiden vorstehenden Flankenpositionen sind es nicht mal mehr zehn Kilometer bis zur Terroristenhochburg Abu Dhuhur. Dort hat die Terrorgruppe Al Kaida inoffiziellen Parteibuch-Informationen zufolge ihr regionales Hauptquartier, dem auch ein größeres Feldlazarett angeschlossen sein soll, das wie üblich über Organisationen wie SAMS, UOSSM und anderen Al-Kaida-Kumpanen von westlichen Steuergeldern bezahlt werden dürfte.

So dürfte es sich angesichts der mittlerweile kurz vor Abu Dhuhur stehenden syrischen Armee auch erklären, dass westliche Massenmedien jetzt ihre kaputte Schallplatte „das letzte Hospital“ wieder auflegen und vor großen Flüchtlingsströmen warnen, falls die syrische Armee die Terrorgruppe Al Kaida in der Provinz Idlib besiegen sollte. Wenn die syrische Armee Abu Dhuhour in den nächsten Tagen noch näher kommt, ist wie gewohnt damit zu rechnen, dass die westlichen Massenmedien ihre anti-syrische Propagandakampagne zur Unterstützung von Al Kaida und Konsorten weiter hochfahren.

Tatsächlich scheint die Lage hingegen so auszusehen, dass es im ganzen Südosten der von Al-Kaida-Terroristen beherrschten Provinz Idlib nur noch sehr wenige Zivilisten gibt. Ein Video, das von einem Spion der Armee in Abu Dhuhur stammen soll, zeigt etwa eine nahezu menschenleere Szene.

Ähnliche Bilder gab es zuvor auch aus Sinjar. Und nachdem die syrische Armee Sinjar gestern eingenommen hat, zeigen aktuelle Bilder aus Sinjar auch eine vom Terror ziemlich verwüstete und reichlich menschenleere Stadt:

Das sah bei der Befreiung des von Al-Kaida-Terroristen beherrschten Ostens der Stadt Aleppo vor einem Jahr auch so aus und auf dem Land ist es ähnlich. Wenn die Terroristen die Macht übernehmen, flüchten die meisten Menschen entweder sofort oder nach und nach vor der brutalen Willkürherrschaft der Terrorbanden. Erst nach der Befreiung und Sicherung der Gebiete durch die syrische Armee kommen die Menschen wieder zurück, sodass dann die Terror- und Kriegsschäden allmählich beseitigt werden, die oft stark beschädigte Infrastruktur wieder instand gesetzt wird und sich die Orte allmählich wieder mit mehr Leben füllen.

Die Siege der syrischen Armee bedeuten, anders als von der Lügenpropaganda der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ behauptet, nicht mehr Flüchtlinge, sondern dass zahlreiche Flüchtlinge endlich nach Hause zurückkehren können. Angaben der UNO zufolge sind beispielsweise allein im ersten Halbjahr 2017 eine halbe Million Flüchtlinge in die von der syrischen Armee vom Terrorismus befreiten Gebiete Syriens zurückgekehrt.

Nachtrag Dienstag 04:30h: Aus dem Jemen kommen übrigens gerade Nachrichten, die möglicherweise darauf hindeuten könnten, dass es den jemenitischen Streitkräften gelungen sein könnten, ihre Luftverteidigung deutlich zu verbessern.

Jemen hat in den letzten Tagen erklärt, einen saudischen Tornado abgeschossen und eine saudische F-15 getroffen zu haben. Die Saudis haben den Absturz eines Jets durch Defekt eingeräumt. Man wird sicherlich bald sehen, ob das Einzelfälle bleiben, oder ob sich aus vom Himmel fallenden saudischen Jets ein Muster entwickelt.

Die jemenitische Küstenverteidigung hat übrigens auch einen Erfolg erzielt und eine der saudischen Koalition von den USA zur Verfügung gestellte Unterwasserdrohne einsammeln können.

Advertisements

20 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt weitere Dörfer im Südosten der Provinz Idlib ein

  1. PB:
    dass westliche Massenmedien jetzt ihre kaputte Schallplatte „das letzte Hospital“ wieder auflegen

    Da hatte doch die SAA eine gute Taktik entwickelt. Nicht direkt einnehmen, sondern umzingeln mit einem schmalen Ausgang, den man kontrollieren kann. Es hat meist nicht lange gedauert, da war alles vorbei

  2. Irgendwie vertraue ich Tigers nicht. Seit paar Tagen kommen Meldungen über befreite Dörfer so um Mittag Zeit manchmal auch etwas früher. Auch mit Stunde unterschied nehme ich an, dass alle Dörfer so bis 13:00 syrischen Ortzeit eingenommen würden. Was machen Einheiten bis 17:00? Ich nehme an, dass Tiger Einheiten schon paar Dörfer weiter ist. In Nord Aleppo oder Raqqa müssten sie Dörfer von IS oder SDF sichern. Aber in Idlib sind russische Flugzeuge wenn brauchts in 15 Minuten vor Ort.Es werde mich nicht wunder, dass ein grösse Teil dise Tasch schon leer ist.

    1. zgvaca

      Hamosh meint, die Tiger haben bereits den Militärflughafen Abu Dhuhur erreicht.

      Ich kann mir gut vorstellen, dass die ganze Gegend da reichlich menschenleer ist und Aufklärungseinheiten der Tiger weit vor der Front operieren. Als eingenommen veröffentlicht wird ein Ort dann aber vermutlich erst, wenn die Hauptkräfte in den Ort eingerückt sind.

    2. Auch Soldaten wie die Tiger sind nur Menschen und keine Maschinen. Menschen müssen ab und an mal ausruhen, schlafen und entspannen. Ansonsten gehen sie im wahrsten Sinne des Wortes kaputt.

    1. Alberich

      Nein, eher nicht. Gerade das unbestimmte „… sagen führende arabische Medien …“ deutet eher darauf hin, dass es keine neuen Informationen dazu gibt.

      Ich halte es aber durchaus für möglich, dass Ahmadinejad so etwas wie eine Warnung von Khamenei, dem Geheimdienst oder der Justiz bekommen hat: du machst dich jetzt mal eine Weile ganz dünn und bist für niemanden zu erreichen, sonst… Wenn Ahmadinejad sich daran hält, wovon ich stark ausgehen würde, dann hätte der Anwalt von Ahmadinejad durchaus recht damit, dass Ahmadinejad nicht verhaftet wurde.

  3. Bezl. dem Flugplatz Abu Al-Duhur in Idlib:
    Ich bin ja auch nur ein Sofastratege, aber wenn ich mir das so ansehe:

    https://southfront.org/map-update-syrian-army-deploys-in-about-11km-from-abu-al-duhur-airbase-after-major-advances-in-southern-idlib/

    würde ich mich garnicht erst auf einen direkten Angriff einlassen, da diese Installation stark befestigt sein soll.
    Sondern „einfach“ links (von Süden gesehen) daran vorbeigehen.
    Damit würde die östlich Idlibtasche geschlossen werden können und mit der Zeit „hungert sie aus“.
    Statt sich eingegraben verteidigen zu können, müssten die Jihadisten irgendwann mal herauskommen um durchzubrechen..

    Spricht da was dagegen?

    1. Michel

      Die richtige Strategie und Taktik dürfte stark davon abhängen, wie der Gegner genau aufgestellt ist und wie das Umfeld aussieht. Ist der Gegner zahlreich und noch viel Bevölkerung präsent, so hat die syrische Armee in der Vergangenheit oft die Strategie gefahren, Taschen nicht zuzumachen, sondern stattdessen einen Flaschenhals offen zu lassen, durch den sich die Tasche langsam selbst weitgehend leeren kann, bevor die Tasche zugemacht und eingenommen wird.

      Ist der Gegner hingegen ohnehin schwach und kaum Bevölkerung präsent, spricht wenig gegen eine sofortige und direkte Einnahme der ganzen Tasche, einschließlich Abu Dhuhur.

      Dazu, wie die Kräfteverhältnisse in Abu Dhuhur und Südostidlib genau sind, kann ich nur spekulieren. Denkbar wäre in Südostidlib etwa, dass die Armee eine Weile südlich von Abu Dhuhur und der Straße Abu Dhuhur – Saraqib stehen bleibt, um so einen jederzeit schließbaren Flaschenhals offen zu lassen. Mir scheinen die Terroristen da bereits schwach zu sein, und Bevölkerung nur noch sehr spärlich präsent zu sein, aber der syrische Militärgeheimdienst wird es besser wissen.

      1. So wie es aussieht versucht selbst IS jetzt aus der östlichen Tasche raus zu kommen und trifft da wohl bei HTS auch auf keine Gegenwehr.

        Tendenz erst mal nach Norden um südlich von Aleppo Richtung Idlib ab zu biegen. Das man die jetzt eroberten Gebiete behalten will, glaube ich eher nicht.

      2. @ Lutz

        Die Quelle muss ein echter IS-Insider sein, oder Sprachrohr, wenn sie solche Erfolge lange vor den üblichen Terroristensupportern melden.

        Es ist ja offensichtlich, dass es östlich der Bahnlinie (grob gesagt) keine große Zukunft für alle „Rebellen“ und sonstige Terroristen gibt.
        Kann sein dass auch die IS-Leute, sehr viele werden eher nicht sein, sich auf den Weg nach „Kern-Idlib“ machen, um dort noch länger lokaler Obermacker zu spielen.

        Vielleicht ziehen sie auch mehr oder weniger direkt plündernd durch die Dörfer, die ihre Terroristenfreunde/gegner von HTS aufgegeben haben, um liegengelassene Waffen/Munition oder sonstige Wertgegenstände einzusacken, oder Zivilisten zu erpressen.

        Letztlich kaum relevant für den weiteren Fortgang; wobei es Träume gibt, auch auf der verlinkten Quelle, dass sich am Ende doch noch alle wahren „Rebellen“ unter der Flagge des IS als reinster kraft versammeln.
        Dass scheint mir aber ein reiner Wunschtraum zu sein.

      3. Wichtig ware vor allem das die SAA dann eine völlig leere Tasche vorfinden würde.
        Auch wenn ich nichts zur seriösität sagen kann, würde ich das Verhalten als wahrscheinlich ansehen, den bleibt IS, würde man in den nächsten 2 Wochen aufgerieben, so kann man in Idlib überleben.

  4. Al Qadifa (nördlich von Damaskus, nahe der libanesischen Grenze), war heute in den Morgenstunden Ziel eines relevanteren israelischen Angriffes.
    http://breakingnews.sy/ar/article/97924.html

    Dabei versuchten israelische Jets über dem Libanon, mit Hilfe von Boden-Luft-Raketen, ein Waffenlager in besagter Region zu bombardieren. Dieser erste Angriff konnte wohl abgewehrt werden, und wieder sei ein Jet getroffen worden.
    Danach schossen die Vertreter der einzigen Demokratie im Nahen Osten als zweiten Versuch zwei Boden-Boden-Raketen vom besetzten Golan ab, die wohl abgefangen werden konnten. Und schließlich setzten die Israelis noch einen drauf und starteten vier weitere Raketen aus Tabariya in Richtung Al Qadifa. Zwei bis drei Geschoße erreichten ihr Ziel, jedoch seien die „Verluste“ überschaubar und ausschließlich materiell.

    1. kaumi

      Ja, das war abzusehen. Immer, wenn die syrische Armee Al Kaida Klatschen zufügt, kommt die israelische Luftwaffe und versucht mit Angriffen auf die Armee die Moral der Terroristen zu heben.

      Allerdings scheint die syrische Luftabwehr immer besser zu werden. Mal schauen, ob es heute Abend oder morgen wieder einen israelischen Bericht gibt, dass eine israelische F-35 durch „Vogelschlag“ beschädigt wurde.

      1. Es wird bereits gemunkelt das die USA diskret das Ziogebilde darum gebeten haben die F35 vorerst nicht mehr aktiv einzusetzen.
        Man befürchtet offenbar ein Downing durch einen wieder besonders dicken „Vogel“ und die Bilder einer in Syrien, Libanon o.a. am Boden liegenden F35 wäre wohl das maximale Totalfiasko für das bisher teuerste Rüstungsprogramm aller Zeiten und die F35 Serie an sich.
        Dazu passend die in den Medien oft verbreitete These vom unsichtbaren Stealthflugzeug, was völliger Unsinn ist, denn das gibt es nicht, sondern diese haben lediglich verringerte CW-Werte und geringere Radarreflektion im Vergleich zu normalen Kampfflugzeugen.

    2. Heißt wohl, die Israelis testen die syrische Abwehr.
      Schön, wenn so viel abgefangen wird, das dürfte dafür sorgen, das man es sich immer überlegt, etwas zu unternehmen.

  5. Es geht weiter voran, scheinbar wird Abu ad Duhur östlich und westlich umflankt.

    Aber es kann sein, dass auch dort nicht mehr viel Widerstand ist, dann rollen sie einfach drüber.

    Bei der Jihar Airbase ging es bis zu ebendieser auch sehr schnell, und dann kam erst mal ein Stopp; wir werden bald wissen, ob es hier auch erst noch eine Atempause geben wird, es gibt ja Berichte, dass die Tiger schon drin(dran) sind.

    Interessant ist, dass es zwar in den letzten Wochen große Erklärungen über einen „Operationsraum“ der „Rebellen“ von Al Kaida bis „FSA“ gegeben hat; auf dem Boden aber quasi niemand relevante Verstärkung geschickt hat, selbst anscheinend HTS selber nicht.

    Offenbar schwinden die Kräfte, und natürlich hat die SAA nach Beendigung diverser anderer Fronten, v.a. der riesigen mit ISIS, viele freie Kapazitäten.

    Nachdem die Ernsthaftigkeit der Offensive klar war, haben die diversen Terroristen und Freunde den Bereich östlich der Bahn offenbar schon verloren gegeben; das nächste Projekt aus Infrastrukturgründen wäre dann die M5 bis Aleppo hoch, da man durch die Talbiseh-Tasche durchfahren kann wäre somit die direkte Autobahnverbindung Damaskus-Aleppo nutzbar; aber erst mal die Bahn.

    Möglich, dass diverse „Rebellengruppen“ sich zwar offiziell nicht gegen HTS zu stellen trauen, auch zu einem Operationsraum beitreten; aber nicht mehr wirklich kämpfen wollen, und vielleicht sogar schon direkte Verhandlungen führen mit der Regierungsseite.

Bitte kurzfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s