Rapider Fortschritt der Armee im Süden der Provinz Idlib

Die syrische Armee hat inoffiziellen Meldungen zufolge am heutigen Donnerstag im Kampf gegen die Terrorgruppe Al Kaida entlang der Bahnlinie Hama-Aleppo im Süden der Provinz Idlib ein rund fünf mal zehn Quadratkilometer großes Gebiet und mehr als ein halbes Dutzend darin liegende Dörfer eingenommen.

Der Vormarsch der Armee und der damit einhergehende Einbruch der von Al Kaida geführten Terrorgruppen ging dort heute so schnell, dass die Kartenzeichner kaum hinterherkommen. Nachfolgende Karte von @GeromanAT ist von heute Abend:

Der letzten Meldung von Al Masdar News zufolge ist die frische Karte oben inzwischen allerdings auch schon wieder veraltet, da die syrische Armee inzwischen auch das Dorf Sheikh Barakah eingenommen haben soll.

Nachtrag 22:15h: @EmmanuelGMay stellt die heutigen Fortschritte der Armee im Süden der Provinz Idlib wie folgt dar:

Die Lage in Harasta, direkt nordöstlich des Damaszener Stadtzentrums, sieht @Elly_Ammar wie folgt:

Die syrische Armee hat da heute eine größere Gegenoffensive gestartet. @Suriyak meint, die syrische Armee hat noch 320 Meter vor sich, bevor die Umzingelung der Armeebasis „Fahrzeugmanagement“ durch Terroristen aufgehoben ist:

Der Bruch der Blockade wird der Armee sicherlich bald gelingen. Die Frage ist eher, ob die Armee ihre Gegenoffensive dann stoppt, oder ob sie gleich weiter in die Terroristengebiete von Ost-Ghouta hinein vorrücken wird.

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17 Gedanken zu “Rapider Fortschritt der Armee im Süden der Provinz Idlib

  1. Fällt Abu ad Duhur entsteht kurz darauf ein großer Kessel der etwa 40% des Islamistengebietes ausmacht. Ist der geräumt könnte der Knotenpunkt Saraqip angepeilt werden.

  2. Sehr schöne Entwicklung. Wann wird man im Osten von Damaskus mal etwas zählbares erreichen? Wieso hält sich diese Tasche so lange?

    1. Reinhard

      In Teilen von Ost-Ghouta gestaltet sich die Trennung der Bevölkerung von den Terroristen besonders schwierig und langatmig.

      Militärisch wäre die Einnahme von Ost-Ghouta sicher kein großes Problem, aber nach einem SIeg über die Terroristen soll da natürlich auch in erster Linie die Bevölkerung selbst für Sicherheit sorgen. Wenn aber zu große Teile der Bevölkerung noch auf Seiten der Terroristen stehen, geht das schief, sodass die Armee dann mit einer Befreiungsoperation noch wartet, bis die Bevölkerung des Gebietes das auch mehrheitlich will.

      Es könnte aber nun an der Zeit sein, in Ost-Ghouta aufzuräumen. Die Gegenoffensive der Armee gegen die jüngste von da ausgehende Terroroffensive läuft ja nun.

      1. Schätze das ähnlich ein. Auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, das die anhaltende Bombardierung aus der Luft dort, ein effektives Mittel zur Spaltung der Gruppe darstellt.
        Die langfristige Strategie in Ost-Ghouta offenbart sich mir noch nicht.

  3. Der Plan der Zionisten, wie hier schon beschrieben…

    https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/01/01/bewaffnete-demonstranten-versuchen-im-iran-polizeiwachen-und-militaerstuetzpunkte-zu-erobern/#comment-39766

    die Unruhen im Iran dazu zu nutzen, insbesondere auch Europa gegen den Iran aufzubringen und zu neuen Sanktionen zu bewegen, scheint zu scheitern.

    MoA schreibt dazu u.a. …

    „Die Reaktion auf die eher kleinen Proteste im Iran treibt einen weiteren Keil zwischen die USA und Europa. Es deckt die Kriegslust der zionistischen Lobby und ihren Einfluss in den Medien und der Politik der USA auf. Das Thema zeigt die wachsende Divergenz zwischen echten US-Interessen und den Interessen Israels.“

    Weiter schreibt MoA…

    „Die Gewalt gegen das öffentliche Eigentum durch einige junge Randalierer hat die ursprünglichen legitimen Demonstranten, die aus wirtschaftlichen Gründen die neoliberale Politik der gegenwärtigen iranischen Regierung ablehnen, entfremdet. Das Anzetteln von Gewalt aus dem Ausland, wahrscheinlich aufgrund von Machenschaften der CIA, hat ihnen ihre Stimme geraubt.“

    Zu einer wegen der Unruhen von Nikki Haley angekündigten UN-Sondersitzung…

    https://mobile.twitter.com/tictoc/status/948266262865391616

    schreibt MoA…

    „Einfach lachhaft. Andere Mitglieder des Sicherheitsrates und der UN-Menschenrechtsrat haben die Pläne der USA abgelehnt. Es ist nicht Sache der UNO, sich in die inneren Angelegenheiten irgendeines Landes einzumischen. Aber selbst für diejenigen, die glauben, dass die UN ein Recht auf Intervention hat, sind die Proteste im Iran, die zu keiner Zeit auf mehr als 15.000 Menschen und vielleicht auf 45.000 Kumulierungen geschätzt werden, viel zu unbedeutend, um jegliche Reaktion der UNO zu rechtfertigen.

    Die Europäische Union, Hauptziel der Pläne der USA, erneut auf Sanktionen gegen den Iran zu drängen, hat solche Versuche offiziell abgelehnt. Der schwedische Außenminister sagte, dass diese „inakzeptabel“ seien und dass die Situation für einen solchen Schritt nicht geeignet sei. Der französische Präsident Macron warnte, dass der Abbruch der Beziehungen mit dem Iran zu einem Krieg führen würde.“

    Mehr unter…

    http://www.moonofalabama.org/2018/01/iran-europe-rejects-us-drive-to-war.html

    1. Leider führten die gewaltsamen Proteste dazu die legalen friedlichen Abzuwürgen. Die Bevölkerung glaubt immer mehr das der Aktuelle Weg der jetzigen Regierung vollständig gescheitert ist und die Neoliberalen Ideen dazu. Mehr noch, der Vorgänger im Amt sagt klar das die Sanktionen, die alle iligal sind und waren nie Aufgehoben und deswegen nie dem Satan nachgegeben werden darf. Und genau das erkennen die Menschen im Iran jeden Tag mehr. Nix hat der jetzige Präsident erreicht ausser Sozialabbau. Der Vorgänger hat trotz massiven Sanktion den Iran enorm voran gebracht. Vom Importland bei Benzin und Strom zum Export Land. Das selbe bei Strom und Gas. Dazu Sozialausgaben massiv angehoben. Schiffbau, Maschinenbau, Eisenbahn usw. Alles aus einer Hand und Land.

      Der Iran steht vor einem Scheideweg. Natürlich weiß Mossad und CIA das.

  4. Wieviele Truppen aus welchen Einheiten sind eigentlich in der Enklave Foua noch stationiert? Diese könnten ja nun bald befreit werden.

    1. Bohnennase

      Letztes Jahr kursierten glaube ich mal Zahlen, dass in Fuah und Kafriya insgesamt noch eine mittlere vierstellige Zahl an Menschen von Terroristen umzingelt ist und ausharrt. Dazu, wie viele davon bewaffnete Kämpfer und wie viele Zivilisten sind, habe ich nichts gehört. Ich würde aber mal fest davon ausgehen, dass das gesamte Leben dort von Verteidigung gegen die Terrorhorden bestimmt ist, und jeder dazu beiträgt, so gut er oder sie kann. An gelernten Kämpfern sind mit Sicherheit die syrische Armee und Hisbollah vor Ort, möglicherweise aber auch weitere gelernte Kräfte, wie etwa IRGC.

      Warum die syrische Armee und Hisbollah Fuah und Kafriya nicht schon längst aus der Umzingelung befreit haben, weiß ich nicht. Von Al Hadher im Süden Aleppos aus müsste das eigentlich jederzeit kurzfristig möglich sein.

      1. Vor kurzem hatte ich gelesen, dass um die 3000 Hisbollah-Kämpfer Fuah und Kufraya verteidigen.

    2. Das wäre eine Menge Holz, wenn es den Regierungstreuen gelingen würde die Enklave zu entsetzen.

    1. asmacher

      Das hatten wir hier im Parteibuch nach der Jerusalem-Entscheidung von Trump im Grunde auch so gesehen, wenn auch vorsichtig. Wichtig war dabei, dass Jordanien, das Hüter der heiligen islamischen Stätten in Jerusalem ist, sich bezüglich Jerusalem mit der Türkei zusammengetan hat – was bei der außerordentlichen OIC-Sitzung sehr sichtbar war, und sowohl den Saudis als auch Israel ein Dorn im Auge ist. Auch wichtig war, dass Jordanien dem US-russischen Waffenstillstandsabkommen für Südwestsyrien beigetreten ist, was Saudis und Israelis ablehnen.

      Abzuwarten bleibt, ob da mehr draus wird und Jordanien die saudisch-israelische Achse verlässt. Jordanien ist wirtschaftlich sehr abhängig von Saudi Arabien, und militärisch natürlich von den USA.

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