Syrische Armee kommt im Süden der Provinz Idlib wieder ein paar Dörfer voran

Wie inoffizielle Quellen mitteilten, hat die syrische Armee im Kampf gegen die Terrorgruppe Al Kaida im Süden der Provinz Idlib auch am heutigen Mittwoch die Dörfer Um Sahrij und Duraybia eingenommen.

Auf der Karte sieht der heutige Fortschritt der Armee wie folgt aus:

Die täglichen Schritte vorwärts sind zwar klein und der Weg nach Abu Dhuhour ist noch etwa 25 Kilometer weit, doch, in einigen Wochen dürfte erkennbar werden, wie sich die kleinen täglichen Schritte zu einem großen strategischen Sieg aufaddieren.

Übrigens, im Iran gab es heute im Unterschied zu der Propaganda der Lügenpresse der letzten Tage tatsächlich große Demonstrationen, und zwar Demonstrationen zur Unterstützung der iranischen Staatsführung.

Nachtrag 23:00h: Rostam Jahangiri, Chef der in Erbil im Nordirak basierten Terrorgruppe KDPI, der sich vor einiger Zeit jahrzehntelanger warmer Beziehungen zu Washington rühmte, hat sich über die von Israel’s Barzani-Lakaien betriebene Webseite Rudaw dazu bekannt, dass die von ihm geführte Terrorgruppe heute einen Dreifachmord an iranischen Sicherheitskräften im Nordwestiran verbrochen hat.

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25 Gedanken zu “Syrische Armee kommt im Süden der Provinz Idlib wieder ein paar Dörfer voran

  1. Prima! So knabbert die SAA jeden Tag soviel vom restlichen Terroristengebiet weg wie weltweit die globalistischen Narrative zerbröselt werden. – Das Ende von beiden rückt immer näher und ein europäischer „Frühling“ ist inzwischen wesentlich wahrscheinlicher als ein iranischer

  2. Hochinteressanter Gedankengang von serem00 auf Twitter: er vermutet weder eine Mehrfrontenlösung von Khanaser noch einen Westschwenk auf Khan Sheikhun, sondern schlicht ein Vormarschieren auf Aleppo – und das ganze entlang Eisenbahnlinie Damaskus-Aleppo.

    Das Ganze würde zwei enorme Vorteile bringen:
    1. Man hätte wie schon oft in diesem Krieg so vorteilhaft 2 Taschen gebildet
    2. Die Versorgung von Aleppo wäre deutlich leichter. Trotz der enormen Geländegewinne ist Aleppo nur auf Nadelöhr der Fernstraße über Khanaser mit Südwest-Syrien verbunden.

    1. Bahnlinie Hama-Aleppo, hab ich auch schon genannt, bestimmt länger als vier Tage her.

      Das ist übrigens kein Widerspruch dazu, auch von Südaleppo oder Khanasser aus Richtung Abu al Duhur zu gehen; nur dass man schneller die Taschen bilden kann, wurde in Ost-Homs ja auch gemacht.

    2. Pragmatisch

      Ich glaube, das ist nur ein semantischer, aber kein praktischer Unterschied. Wenn die Armee die Eisenbahnlinie einnimmt, hat sie damit auch gleichzeitig ihr semioffiziell erklärtes Ziel Abu Dhuhur und umgekehrt. In der Wüste östlich der Linie Süd-Idlib-Abu-Dhuhur-Süd-Aleppo wird sich keine Tasche lange halten können, denn da braucht es Nachschub an allem.

      Trotzdem ist es bemerkenswert, dass die Armee an der Linie Süd-Idlib-Abu-Dhuhur-Süd-Aleppo nur von Süden vorwärts geht, wo Abu Dhuhur von Norden her eigentlich näher wäre.

  3. Leider in Harasta schwere Verluste für SAA. Mehr als 300 Gebeude haben Islamisten eingenommen und Militär Base eingekesselt. Verluste von SAA sind enorm. Bis jetzt hat sich RUAF nich eingemischt und ich zweifle an efektivität syrische Luftwaffen. Ein Gegenangriff steht unmittelbar bevor. SAA hat 2000 Soldaten dafür eingesammelt.

    1. 365 Gebäude habe ich auch gelesen; scheint mir angesichts der Größe des Gebietes arg übertrieben, oder man hat auch Schuppen gezählt?

      Der Angriff kam nicht gerade passend, die Front bei Jobar hat sich in der Vergangenheit als Knochenmühle erwiesen, mit hohen Verlusten bei wenig Geländegewinn. Vielleicht geht man jetzt gleich weiter nach der Verbindung, Pläne dürfte es geben.

      Kapazitäten müssten auch genug frei sein, Truppen aus Daraa wurden gezeigt.

      Die Frage ist nur, ob das wirklich die „richtige“ Seite ist, um Ost Ghouta anzugehen.

    2. zgvaca

      Warten wir mal ab, was von den Terroristen in Ost-Ghouta nach drei Monaten noch übrig ist. Ich vermute, das wird nicht viel sein. Und da sind die von Saudi Arabien unterstützten Terroristen selbst Schuld, dass sie ein generöses Angebot der syrischen Regierung und der Astana-Mächte auf Versöhnung ausgeschlagen und stattdessen eine Großoffensive gestartet haben.

    1. Jürgen

      Nein, das war nicht unter die Räder gekommen.

      Und hier stört mich auch das Doppelposting nicht, denn das Gedenken an diejenigen, die zur Abwehr des zionistisch-wahhabitischen Weltkrieges persönlich ihre Knochen hinhalten und den ultimativen Preis gezahlt haben, finde ich, kann und soll ruhig mehr als einmal erfolgen.

  4. @einparteibuch

    Ich meine in deinem Blog irgendwo gelesen zu haben, dass ein israelischer Militär, Diplomat oder Politiker lieber den IS als Assad in Syrien an der Macht sähe weil der IS einfacher zu bekämpfen wäre.

    Eine kurze Google-Suche brachte aber nur das gegenteile offizielle Statement.

    Habe ich deine Aussage falsch in Erinnerung?

    Falls ich die Aussage jedoch richtig in Erinnerung habe bitte ich dich um die Quelle.

    danke

    1. dirk

      Nein, das hast du nicht falsch in Erinnerung. Die Israelis sind zwar allgemein sehr zurückhaltend, was ihre Präferenz für Al Qaeda und ISIS gegenüber Assad und Iran angeht, aber in einigen wichtigen Situationen haben sie doch die Maske fallen lassen.

      Der, soweit ich das in Erinnerung habe, hochrangste Israeli diesbezüglich war Michael Oren, der damals, als 2013 in Israel die Enttäuschung über ausbleibende US-Luftangriffe nach der False-Flag-CW-Attacke in Ost-Ghouta besonders groß war, noch israelischer Botschafter in den USA, aber gerade beim Übergang zum stellvertretenden Minister in Israel war. Per Jpost, eine wichtige israelische Siedlerpostille:

      … “The initial message about the Syrian issue was that we always wanted [President] Bashar Assad to go, we always preferred the bad guys who weren’t backed by Iran to the bad guys who were backed by Iran,” he said.

      This was the case, he said, even if the other “bad guys” were affiliated to al-Qaida.

      “We understand that they are pretty bad guys,” he said, adding that this designation did not apply to everyone in the Syrian opposition. “Still, the greatest danger to Israel is by the strategic arc that extends from Tehran, to Damascus to Beirut. And we saw the Assad regime as the keystone in that arc. That is a position we had well before the outbreak of hostilities in Syria. With the outbreak of hostilities we continued to want Assad to go.” …

      Israel will lieber Al Kaida als Assad. Deutlicher geht es kaum, und das hat damals der israelische Botschafter in den USA gesagt, der heute in Israel stellvertretender Minister ist.

      Es gab danach noch eine Reihe von nicht ganz so ranghohen Israelis, die die Aussage Orens im Kern bestätigt haben, und das geht fast bis heute, auch wenn Israel sich heutzutage aus verständlichen Gründen zurückhält, offiziell eine Al-Kaida-Herrschaft für Syrien zu fordern. Das faktische Ende der direkten israelischen Feuerunterstützung für Al Kaida und Co in Syrien ist erst wenige Monate her. Netanjahu selbst hat sich in der Vergangenheit mit einem verwundeten syrischen Anti-Regierungskämpfer in einem israelischen Feldspital ablichten lassen. Dazu hieß es dann, Israel wisse nicht, ob die von Israel behandelten Verwundeten von Al Kaida oder anderen Gruppen seien, weil Israel danach aus humanitären Gründen nicht frage. Aber wenn die behandelten Leute wieder kampffähig seien, schicke Israel sie wieder in die Schlacht, weshalb es dadurch kein Immigrationsproblem in Israel gebe.

      Zuletzt hatte Netanjahu 2017 gegen den von Trump und Putin geschlossenen Deal opponiert, an der von Al Kaida durchsetzten Demarkationslinie Syriens zum israelisch besetzten Golan einen Waffenstillstand unter Ausschluss von Al Kaida herbeizuführen. Netanjahus Begründung dafür: wenn Al Kaida da weg sei, könnten iran-freudnliche Milizen dahinkommen, und das wolle Israel nicht.

    2. dirk

      Die sektiererische, aber durchaus plausible Begründung für Israels Präferenz von Al Kaida gegenüber Iran, nämlich dass Al Kaida wie Israels und USAs Freunde sunnitisch ist, Iran und Hisbollah hingegen schiitisch sind, und Israel auf Sunniten – anders als auf Schiiten – über Partner schon Einfluss bekäme, kam, wenn ich mich recht erinnere, von niedrigrangiger IDF- oder Mossad-Seite, aber eine Quelle dafür habe ich gerade nicht zur Hand.

  5. Grösse Schlag gegen russische Flugabwehr Systemen. Islamisten haben ihre Base angegrifen und 7 Flugzeuge zestört und dabei 2 Soldaten getötet. Panzir hat nur 2 Rakette abgefangen. Zestört sind 4 Su 24 2 moderne Su 35S wie ein Transport Flugzeug Antonov An 72. Es würde auch ein Munitions Lager zestört.

    1. https://www.almasdarnews.com/article/breaking-2-russian-servicemen-killed-militant-mortar-attack-khmeimim-air-base-syria/

      Original reports by the unofficial sources some days earlier claimed that seven Russian aircraft were also destroyed in the mortar attack, however the Russian Ministry of Defence dismissed such information as ‘fake news.’

      Solche feigen Aktionen reizen den großen Bären nur zu weiterer Gründlichkeit beim Aufräumen.
      Ich bete für die Familien der Gefallenen

    2. Fake News, du solltest nicht jede Propaganda der Terroristen verbreiten. Und es war ein Granatbeschuss und kein Raketenangriff.

    3. Danke für die Info – das holt einen von der rosa Wolke runter.
      „Totgesagte leben länger“ . Als vor 3 Jahren die staatlich-
      syrischen Stellen dem Zusammenbruch nahe waren half nur
      das russische Eingreifen, also von aussen !! Wenn nun die
      Islamisten plötzlich erhebliche Erfolge dieser Art erzielen
      können, sollte man zwar der Untersuchung nicht vorgreifen,
      aber mit erheblicher ausländischer „Aufrüstung“ rechnen,
      immerhin drohen „jahrelange Investitionen zu Fehlinvestitionen“
      zu werden. Ähnliches gilt auch für Russland : ich hoffe, der
      „Rückzug aus Syrien“ erfolgt abgestuft und mit Blick auf die
      Notwendigkeiten. Immerhin hat die Liste der russchischen
      Opfer auch früher schon Hinweise auf präzise Koordinaten
      ergeben … .

  6. Habe es bei Sputnik und N-TV gelesen, da ist aber nur von den 2 getöteten Soldaten die Rede. Die Zerstörung von Flugzeugen wird dementiert.
    An das russische Militär in Syrien, ihr könnt und dürft in der Aufmerksamkeit nicht nachlassen. Das kostet Soldaten das Leben und in der Sylvesternacht, mit so etwas muß man doch rechnen. Ihr habt es nicht mit Blinden oder Unwissenden zu tun.
    Das tut mir als ehemaliger Kommandeur im Herzen und in der Seele weh.
    Gedenken wir der 2 Soldaten, mein aufrichtiges Beileid an die Angehörigen.

  7. Es ist schon etwas her, dass es in Südaleppo zu größeren Kämpfen kam, aber den Eindruck den ich hatte, war dass die Rebellen dort recht stark aufgestellt sind. Von daher würde es natürlich Sinn machen, besser von der anderen Seite aus vorzustoßen.

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