Jahresrückblick 2012

Auf den Tag genau vor fünf Jahren ist hier an dieser Stelle im Parteibuch ein Rückblick auf das Jahr 2012 erschienen, der bis heute nicht allzuviel an Aktualität eingebüßt hat.

Da sich der Leserkreis des Parteibuches in den letzten fünf Jahren merklich geändert hat, die grundlegende geopolitische Problematik jedoch nach wie vor ausgesprochen relevant ist, möchten wir diesen Artikel hier folgend im Volltext zitieren, um auch neuere Leser anzuregen, sich damit vertraut zu machen. Aber da es auch für uns selbst interessant war, noch einmal in die Geschichte zu schauen, so wie wir sie vor fünf Jahren sahen, können wir uns vorstellen, dass es auch für längere Stammleser des Parteibuchs interessant ist, mit diesem Artikel noch einmal zurückzublicken.

Zwischenstand im dritten Weltkrieg
Veröffentlicht am 27. Dezember 2012 von einparteibuch

Im letzten Jahr des globalen Feldzuges zur Unterwerfung der freien Welt unter das faschistische Regime der Fanatiker von Wall Street, der in die Geschichtsbücher vermutlich als „Der lange Krieg“ oder „Dritter Weltkrieg“ eingehen wird, ist das Schlachtfeld deutlich größer geworden.

Das Hauptschlachtfeld besteht inzwischen aus einer nahezu durchgehenden, nur noch vom bislang stabilen Staat Iran durchbrochenen, Kriegszone vom östlichen Mittelmeer bis nach Kaschmir. Der vom südöstlichen Mittelmeer her 2011 gegen Libyen begonnene Afrika-Feldzug der Fanatiker von Wall Street hat inzwischen weite Teile der Sahelzone bis nach Mali im Westen Afrikas in eine Kriegszone verwandelt. Die Herrenmenschen von Wall Street, die ihre faschistische Achse „westliche Wertegemeinschaft“ nennen, arbeiten hart daran, möglichst bald ein einziges, durchgehendes Hauptschlachtfeld von der westafrikanischen Atlantikküste bis zum Himalaya zu bekommen.

Das Aufbohren der Front im Westen von der Atlantikküste in Nigeria quer durch die Sahelzone bis in die wilde Wüste im Dreiländereck Libyen-Sudan-Ägypten versucht die westliche Wertegemeinschaft durch die Entsendung von Truppen nach Mali zu erreichen. Der gegenwärtig in weiten Teilen noch vergleichsweise stabile Staat Ägypten, der derzeit noch einen Puffer zwischen der afrikanischen und der westasiatischen Kriegszone bildet, soll durch das Schüren einer von säkulärem Protest getragenen Bürgerkriegsauseinandersetzung gegen die islamisch geprägte Regierung dazu gebracht werden, seine duch seine geographische Lage naturgegebene Funktion als Brücke zwischen den afrikanischen und asiatischen Schlachtfeldern wahrnehmen zu können. Vom wahhabitisch beherrschten Sinai aus geht es durch Palästina und Jordanien dann direkt weiter nach Syrien und in den Irak. Um die Kriegslücke zwischen Syrien und Irak in Westasien und Afghanistan und Pakistan in Zentralasien zu schließen, bereitet die westliche Wertegemeinschaft einen frischen Feldzug gegen Iran mit Bombenterror und Propaganda vor. Von Balutschistan im Süden des Kontinents verläuft die Kriegszone dann beiderseitig der afghanisch-pakistanischen Grenze entlang der Durand-Linie geradewegs bis hoch zur chinesischen Grenze, wobei zu erwarten ist, dass die Front im Osten bald weiter über Kaschmir in den Himalaya einrücken kann.

Neben der Hauptkampfzone entlang der Linie Nigeria, Mali, Libyen, Sinai, Syrien, Irak, Balutschistan, Durand-Linie, Kaschmir ist die westliche Wertegemeinschaft darum bemüht, mit viel zionistischer Propaganda und wahhabitischem Terror sicherzustellen, dass die Hauptkriegszone nicht durch Frieden in den Flanken gestört wird. Die südöstliche Flanke der Kriegszone wird dadurch abgesichert, dass die Linie Sudan, Südsudan, Ähtiopien, Eritrea, Somalia, Golf von Aden, Jemen, Arabisches Meer, Balutschistan weiterhin permanent mit Bomben, Terror und Propaganda überzogen wird. Die nordwestliche Absicherung der Kriegsflanke durch Terror und Propaganda versucht die westliche Wertegemeinschaft weiterhin von Syrien, Nordirak weiter über den Südosten der Türkei und Nachitschewan, durch den Kauskasus, von da an mit einem Abstecher in die russischen Kaukasusrepubliken quer durch Zentralasien bis nach Kirgisien und schließlich weiter in Richtung Urumqi in China voranzutreiben.

Nach den taktisch bedingten Rückschlägen im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends, der dadurch verursacht war, dass die Fanatiker von Wall Street bei der Zerstörung der freien Welt zuwenig auf zionistische Propaganda und wahhabitischen Terror und zuviel auf teure Besatzungstruppen gesetzt haben, hat der Feldzug der westlichen Wertegemeinschaft unter Führer Barack Obama zur Unterwerfung der freien Welt wieder an Schwung und Wucht gewonnen.

Ähnlich wie schon der zweite Weltkrieg mit religiösem Hass gegen Andergläubige vorangetrieben wurde, treibt die westliche Wertegemeinschaft nun den dritten Weltkrieg mit religiösem Hass gegen Andergläubige voran. Als besonders effizient hat sich dabei in den letzten Jahren die von der westlichen Wertegemeinschaft über ihre Sateliten verbreitete wahhabitische Propaganda zum Vorantreiben der Ausrottung der Schiiten erwiesen. Ganz gleich ob im Libanon, in Syrien, im Irak, in Afghanistan, in Pakistan, überall stehen Schiiten und andere friedliche Muslime dem Krieg im Weg. Dem Vorbild des zweiten Weltkrieges folgend hat die westliche Wertegemeinschaft darauf reagiert, indem sie von ihren Satelliten aus in alle Volksempfänger Botschaften einspeiste, mit denen die Bevölkerung dazu angehalten wurde, Schiiten den garaus zu machen. Spätestens den Ereignissen von Ruanda ist den Anführern der westlichen Wertegemeisnchaft bekannt, dass mit medialer Anstachelung zu Hass und Gewalt ebenso viele Gegner umbringbar isnd wie mit Nuklearwaffen, und dass dabei gleichzeitig die Umwelt geschont wird.

In allen islamischen Staaten, wo die Satelliten der westlichen Wertegemeinschaft den in den Golfstaaten gekochten wahhabitischen Hass verspritzen gibt es am laufenden Band Morde und Terroranschläge gegen Schiiten und andere religiöse Toleranz predigende Gemeinschaften, in Nigeria, in Jemen, in Syrien, im Irak, in Pakistan, in Afghanistan, im Kaukasus, in Zentralasien bis hin zum Westen Chinas, was aus jedem friedlichen Land binnen kurzer Zeit ein Schlachtfeld ganz nach dem Geschmack der westlichen Wertegemeinschaft macht. Gleichzeitig wird in den nicht-islamischen Industriestaaten der westlichen Wertegemeiscnhaft pausenlos eine zionistische Giftbrühe verspritzt, die Schiiten als das Böse der Welt darstellt, als Islamisten, Terroristen und Schabihas, Diktatoren und Schergen, und wahhabitisch aufgehetzte Mörder im Namen von Religion zu Rebellen, Freiheitskämpfern, gar zu konservativen, gemäßigten Muslimen umdefiniert. Über dreißig Jahre benutzt die westliche Wertegemeinschaft nun schon „die wahhabitische Marke“ des Islam, deren Erfolg beim Kampf gegen die Urboshaftigkeit des Kommunismus in Afghanistan Hillary Clinton lobend herausstellte, um friedliche Staaten in von Terror geprägte Kriegszonen zu verwandeln.

Mit der Erschaffung einer durchgehenden wahhabitischen Kriegszone von Nigeria bis zum Westen Chinas hat die westliche Wertegemeinschaft ihren bislang größten Erfolg erreicht, die Heimat von mehr Menschen in eine Kriegszone verwandelt als es den Mittelmächten im zweiten Weltkrieg gelungen ist. Doch ebenso wie es im zweiten Weltkrieg nach der fehlgeschlagenen Eroberung von Moskau und Stalingrad bereits absehbar war, wie der Krieg ausgehen wird, so ist es bereits heute absehbar, wie der gegenwärtig von der westlichen Wertegemeinschaft geführte dritte Weltkrieg ausgehen wird.

Während die westliche Wertegemeinschaft und die Fanatiker von Wall Street es mit größter Anstrengung geschafft haben, weite Teile der Welt in eine Kriegszone zu verwandeln, haben sie zur Finanzierung ihres wahhabitisch-zionistischen Feldzuges gegen die freie Welt ihre Gesellschaften zerstört, ihre Industrien verkauft und müssen nun hilflos mitansehen, wie derweil China in Ostasien eine wirtschaftliche Macht geschaffen hat, der sie nicht gewachsen sind. Panisch versucht die westliche Wertegemeinschaft nun, ihre Lakaien in Ostasien, von den Philippinen bis Japan, zum Krieg gegen China anzustacheln, die Partner Chinas, von Indien bis Indonesien, zum Hass gegen China aufzuhetzen und mit Regime-Change-Bemühungen wie in Myanmar und Malaysia zu überziehen.

Die Niederlage kommt für die westliche Wertegemeinschaft immer näher. Die Zeichen stehen schon fast so deutlich an der Wand wie der kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges in Berlin zu hörende Kanonandonner der roten Armee. Während sie offensiv bemüht ist, im Vorwärtsgang die freie Welt anzuzünden, sieht sich die westliche Wertegemeinschaft an der Heimatfront bereits gleichzeitig gezwungen, durch ihren Bankrott aufkommende Drogenbanden in Arizona und Texas sowie Aufstände in Griechenland und Spanien zu bekämpfen. Während die westliche Wertegemeinschaft in einer historischen Rezession befindet, weil seit Jahren mit nichts Anderem beschäftigt ist, als fremde Staaten in Brand zu setzen, sind die Fanfaren aus China bereits an der Wall Street zu hören. Die Wirtschaftsleistung eines von der westlichen Wertegemeischaft erfolgreich zerstörten Staates wie Libyen entsteht in China gegenwärtig alle zwei Wochen neu. Jeden Monat entsteht in China mehr zusätzliche Wirtschaftsleistung als sie die westliche Wertegemeinschaft in zwei Jahren in Syrien mit Sanktionen, Propaganda und Terror zerstören konnte.

Wirtschaftsleistung ist kriegsentscheidend. So haben nicht zuletzt die funktionierenden Fabriken der USA den zweiten Weltkieg entschieden. Chinas funktionierenden Fabriken und die fleißigen Chinesen sind gegenwärtig im Begriff, den dritten Weltkrieg zu entscheiden. Ähnlich wie es nach der fehlgeschlagenen Eroberung von Moskau und Stalingrad noch einige Jahre dauerte, bis die Faschisten geschlagen waren, und das Verbrechen danach noch viele Opfer forderte, so wird es auch im gegenwärtigen langen Krieg noch eine Weile dauern und noch viele Opfer werden sterben, bis die Faschisten geschlagen sind. Im nächsten Jahr ist mit dem Zusammenbruch des faschistischen Reiches vermutlich noch nicht zu rechnen, eher mit noch aggressiverem wahhabitischem Terror, noch mehr zionistischer Propaganda und noch verheerenderen NATO-Bomben.

Noch dudeln die Volksempfänger und die Truppen des faschistischen Reiches der westlichen Terrorgemeinschaft stehen raumgreifend auf dem riesigen Schlachtfeld. Sie werden aufgrund der wirtschaftlichen Schwäche der Heimatfront zurückweichen müssen, aber das wird noch lang und blutig. Das Jahr 2013 wird vermutlich ähnlich wie 1943 als ein Jahr in die Geschichte eingehen, wo der Bevölkerung an der Heimatfront des faschistischen Reiches der unausweichlich bevorstehende Zusammenbruch eigentlich hätte offensichtlich sein müssen, und spätere Generationen sich fragen, wie es sein kann, dass die Bevölkerung nichts gemerkt haben will.

Im Kriegswinter 2012/2013 wünscht das Parteibuch ein frohes neues Jahr.

Die Volksempfänger dudeln immer noch und die Truppen des faschistischen Reiches der westlichen Terrorgemeinschaft stehen immer noch raumgreifend auf dem riesigen Schlachtfeld. Aber was sich in den letzten fünf Jahren unserer Meinung nach deutlich geändert hat, ist dass immer größeren Teilen der Bevölkerung an der Heimatfront des faschistischen Reiches der unausweichlich bevorstehende Zusammenbruch offesichtlich ist. Vor fünf Jahren wurde der globale Krieg mit dem Terror an der Heimatfront der westlichen Wertegemeinschaft noch ganz überwiegend als Revolution bejubelt. Heute ist das unserer Einschätzung nach deutlich weniger so. Das wichtigste Ereignis, was uns zwischenzeitlich überrascht hat, war vermutlich der Krieg in der Ukraine, während wir damals eher mit einem neuen US-zionistisch angezettelten Krieg ein paar Kilometer weiter südöstlich im Kaukasus, die Problematik Armenien-Azerbaijan ausnutzend, gerechnet hatten.

27 Gedanken zu “Jahresrückblick 2012

  1. Hier muss ich aber mal meckern! „So haben nicht zuletzt die funktionierenden Fabriken der USA den zweiten Weltkrieg entschieden.“ Wenn schon, dann wäre es unbedingt notwendig, die UdSSR und deren funktionierenden Fabriken (und die Verlagerung vom Westen in den Osten) zu erwähnen. Die Sowjetunion hatte die Hauptlast im Zweiten Weltkrieg zu tragen (siehe auch Länge der Front). Im Oktober 1941 war ein Hilfsabkommen mit den USA unterzeichnet worden. Die USA lieferten hauptsächlich Radfahrzeuge. „Lend and leasing“ mit der UdSSR hatte ein Volumen von rund 9 Mrd. also 20%. Den Löwenanteil (30,2 Mrd.) erhielt das alte Empire.

    1. lumpazivagabundus

      Ja, ich stimme dir da zu. „Lend and leasing“ war die wichtigste US-Maßnahme, um zu helfen, den Krieg gegen das Hitler-geführte deutsche Reich zu gewinnen. Ob es ohne Lend and Lease auch dazu gereicht hätte, ist, wie ich meine, eine vergleichsweise unerhebliche Frage.

  2. Liebes Parteibuch,

    zunächst einmal wünsche ich Dir/Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe das es das PB noch lange gibt. Du bist auf meinem Computer Startseite geworden und meine persönliche Tagesschau – und die Tagesschau kann man nicht einfach abschalten!

    Was den Artikel von 2012 betrifft: Der ist erschreckender Weise immer noch sehr aktuell – die Zionisten sind noch immer nicht besiegt, nur ihre Gewinnchancen würde ich (gefühlt) von damals 40% auf heute 5% schätzen.

    Den Beginn des 3. WKs würdest Du vermutlich auf jenes Tiefenereignis 11.09.2001 datieren? Colonel Wilkerson geht sogar von mittlerweile 26 Jahren – aus:

    http://www.larsschall.com/2017/12/20/fuer-den-moment-haben-die-usa-das-groesste-gewehr/

    Vermutlich müsste man sogar noch weiter zurückgehen – in diesem Zusammenhang würde ich auf die Einführung des Petrodollars nebst geänderter Strategie tippen – mit dem Aufstieg von China hat sich der Kampf dann immer weiter verschärft.

    Seit dem Ende der Fussball WM 2014 hat die westliche Wertegemeinschaft dann auf offene Hetze über ihre Medien umgeschaltet, das war vorher noch verdeckt – so das ich mich (vor 2014) immer gefragt habe warum die deutschen Journalisten so blöd sind. Durch die offene Hetze erkannte ich (und ich hoffe auch viele andere Bürger) das keine Blödheit sondern Methode dahinter steckt.

    Vielleicht als positive Bilanz was sich seit 2012 verändert hat: Syrien wurde für die westliche Wertegemeinschaft verloren, die Ukraine nicht gewonnen. Die deutsche Industrie hat mit transeurasischer Ausrichtung die größeren Gewinnaussichten, daher hat allgemein ein Seitenwechsel stattgefunden. In den USA haben die Zios schon unter Obamas 2. Amtszeit eine Serie von (sonst ungewöhnlichen) Niederlagen hingelegt – Du hattest das schon beschrieben. Diese Sabotageakte der Kriegsgegner haben sich seither verstärkt. Übrigens passt auch ganz gut ins Bild das auf den Präsidenten Obama – weder Fisch noch Fleisch, d.h. nicht 100% böse, aber meistens schon – beide Lager ihre extremsten Kandidaten aufstellen.

    Ich denke Trump ist ganz gut dabei die mafiösen Strukturen des US Staates zu reparieren, wenn es soweit ist wird es eine „Nacht der langen Messer“ geben.

    Da es sich hier um keinen „echten“ sondern hybriden Krieg handelt nehme ich aber an, das wenn in den USA Uncle Sam wieder am Drücker ist er relativ schnell beendet sein könnte. Die Zios werden sich dann an Europa als Rückzugsraum festkrallen und auch hier wird eine Reinigungsaktion von Nöten sein.

    Wie lange noch kannst Du aber vermutlich auch sehr schlecht abschätzen?

  3. Danke für die Wiederholung des Artikels.
    Ich kann der These, dass der dritte Weltkrieg (schon) läuft, nicht zustimmen.

    Auch wenn in den ganzen genannten Ländern und Regionen zweifellos Kriege oder kriegerische Auseinandersetzungen herrschen;in der „Wertegemeinschaft“ herrscht kein Krieg, die lässt weitgehend andere untereinander kämpfen. Also ein hybrider Krieg, Propagandafrotn, Stellvertretergefechte. Selbst der Krieg gegen den Jemen,noch am direktesten zwischen ändern geführt, ist asymmetrisch, nicht saudische Armee gegen jeminitische Armee.

    Man muss sich die ökonomischen Verhältnisse anschauen.
    Die Nato propagiert jetzt das 2%-Ziel; in einer richtigen Kriegswirtschaft waren es 40% und mehr, was vom BSP für Kriegsausgaben drauf ging!

    „Während die westliche Wertegemeinschaft in einer historischen Rezession befindet, weil seit Jahren mit nichts Anderem beschäftigt ist, als fremde Staaten in Brand zu setzen, sind die Fanfaren aus China bereits an der Wall Street zu hören.[] Chinas funktionierenden Fabriken und die fleißigen Chinesen sind gegenwärtig im Begriff, den dritten Weltkrieg zu entscheiden. “

    Die Rezession herrscht(e) vor allem, weil die Gesamtverschuldung einen so hohen Wert erreicht hatte, dass eine Nachfrageausweitung auf Kredit nicht mehr gelang(gelingt), weil ein kleiner Teil existierender Blasen geplatzt war.
    Wenn die Einkommen wieder mehr bei denen wären, die sie ausgeben wollten, wäre eine weitaus größere Produktion möglich.

    Also bei einer richtigen Kriegswirtschaft würden unglaubliche Mengen an Kriegsgerät produziert werden können, die Nachfrage wäre ja plötzlich da, dann wird auch produziert.

    Derzeit sind ja Rohstoffe keine Beschränkung der Produktion; das würde sich ändern im Kriegsfalle, die Produktion ist heute so effizient, dass Menschen oder Produktionsverfahren kein Engpass mehr sind.

      1. Die Houthi-Regierung stützt sich auf den Großteil der jeminitischen Sicherheitskräfte, klar; aber die Saudis?
        Wie viele Saudis sind denn im Land?

        Und auch die Tatsache, dass sie nicht dem Jemen den Krieg erklären, sondern das ganze unter falsche Flagge laufen lassen, ist m.E. ein Zeichen, dass es kein „richtiger“ offener Krieg ist.
        Die Prinzen hätten auch große Probleme, jetzt zu erklären, dass die Saudis doch den Gürtel enger schnallen müssen, oder gar massenhaft eingezogen werden, um den bösen Nachbarn Jemen zu besiegen.

        So schlimm diese Kriege sind, und auch generell der „hybride Weltkrieg“; wir sind noch nicht im wirklichen Dritten Weltkrieg.

        Aber die Militarisierungstendenzen treten immer deutlicher zu Tage; die 2 Prozent BSP, die ja über 20% vom Bundeshaushalt sind, hat die „Elite“ in diversen Ländern ja schon gefressen und als Kampfauftrag ausgegeben.

      2. „Das halte ich für eine Fehlinformation. Es wird von der Propaganda bloß nicht zugegeben, dass der saudisch geführte Krieg gegen den Jemen gegen die jemenitische Armee geführt wird. Siehe:“

        Zumal wenn der Krieg nicht durch die jemenitische Armee geführt werden würde, dann währe es kein Stellungskrieg wie es im Augenblick ist. Mit „Freischärlern“ und Partisanen ist das nicht machbar. Nur zur Ergänzung. Trotz größerem militärischen und wirtschaftlichen Potential von Saudi Arabien gegenüber Jemen haben sich die Fronten dort im Verlaufe der letzten Jahre nicht verändert. Du darfst mich korrigieren was die Frontverläufe angeht wenn Du es kannst.

      3. andreas

        Zahlen über die saudischen und emiratischen Truppenstärken im Jemen gibt es meines Wissens nicht, aber die Saudis attackieren den Jemen mit allen verfügbaren regulären saudischen Streitkräften, die sie haben, Luftwaffe, Marine und Armee, und zusätzlich noch den regulären Streitkräften ihrer Partner, allen voran die VAE, und weil das immer noch nicht reicht, nehmen sie zusätzlich noch Milizen zu Hilfe, welche auch immer sie kriegen können. Die saudische Armee ist, wenn ich die Lage recht verstehe, vor allem östlich von Sanaa und südlich von Hodeida im Jemen im Einsatz und die Armee der VAE in Aden und Umgebung.

      4. @Andres
        „Aber die Militarisierungstendenzen treten immer deutlicher zu Tage; die 2 Prozent BSP, die ja über 20% vom Bundeshaushalt sind, hat die „Elite“ in diversen Ländern ja schon gefressen und als Kampfauftrag ausgegeben.“

        Dagegen vorzugehen ist die Aufgabe von uns allen und nicht von einem „Einzigen“ oder dem PB. Das kann manchmal auch „etwas“ Schizophren sein.
        https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/12/26/syrische-armee-kommt-in-idlib-tasche-voran/#comment-39581

      5. Karsten

        Nun, wenn man es über die letzten zweieinhalb Jahre betrachtet, ist die saudische Koalition auf dem Boden im Jemen durchaus ein kleines Stück vorwärts gekommen. Aden, Mocha und noch einige weitere Orte hat die Regierung in Sanaa an die saudischen und emiratischen Besatzer verloren.

        Es ist durchaus denkbar, dass die saudische Koalition, wenn sie noch ein paar Jahre weiter Krieg im Jemen führt und über die Zeit kleine Fortschritte ansammelt, auch noch Taizz, Sanaa und Sadaa erobert. Doch, mal angenommen den Saudis gelänge mit viel Personal und Material ein militärischer Sieg im Jemen, was dann? Die Saudis, ihre Komplizen und ihre Marionetten haben sich durch den Krieg im Jemen gründlich unbeliebt gemacht und sie scheinen nicht daran gedacht zu haben, was sie eigentlich nach einem eventuellen Sieg im Jemen vorhaben. Sie würden nach einem Sieg im Jemen in einer ähnlichen Situation sein wie die US-geführte Koalition es 2003 nach ihrem Sieg im Irak war. Die Kosten an Mensch und Material für eine ewige Besatzung des Jemen werden auch die Saudis nicht ewig tragen können. Beenden die Saudis die Besatzung und lassen freie Wahlen zu, so kommen ruck zuck wieder Kräfte an die Macht im Jemen, die die Saudis da nicht an der Macht sehen wollen. Man kann Krieg als Wahlkampf oder Kampf um die Herzen der Menschen verstehen. Und die Saudis führen diesen „Wahlkampf“ um die Herzen der Menschen im Jemen, indem sie ihnen Bomben auf die Köpfe werfen und sie auszuhungern versuchen. Das ist eine selbstschlagende Strategie.

        Ich sehe da keine Lösung für die Saudis, außer erfolglos abzuziehen und den Jemen sich selbst zu überlassen.

  4. Insofern sind die Tendenzen, die Militärhaushalte aufzublähen,sehr kritisch zu sehen.
    Es ist zwar noch viel Luft bis hin zu einer wirklichen Kriegswirtschaft, aber auch eine Reise in die falsche Richtung beginnt mit einem ersten Schritt.

    Wahrscheinlich wird sich keine „Hurra!!“-Stimmung wie vor dem ersten Weltkrieg mehr entfachen.
    Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle; die Erfahrung der beiden Weltkriege war ganz anders als mit vorherigen Kriegen, die Vernichtungskraft heutiger Waffen kann man sich in vielen Dokus ansehen, die aktuelle Generation hat viel mehr zu verlieren als in Zeiten absoluter Armut (da spielt auch der Youth Bulge eine gewisse Rolle).

    Die meisten Kriege von entwickelten Staaten der letzten Jahrzehnte waren entweder asymmetrisch, als Paradebeispiel der Riesenaufmarsch gegen den Irak oder die Kriege von militärischen Großmächten gegen kleine Länder, oder stark nationalistisch aufgeheizt gegen Nachbarn, die über Nationalismus oder Religiösen Wahn zu Todfeinden erklärt wurden, die man vernichten kann, oder gar muss.

    Ein „richtiger“ Krieg, „Wertegemeinschaft“ gegen Achse des Widerstandes etc., ist so kaum zu führen;

    * keine Asymmetrie gegeben, Russland und China ökonomisch und militärisch einfach zu stark und immer weiter verbündet.

    ** mit dem Hass gegen Russland, Iran, China und co will es nicht so richtig klappen, zumindest großflächig.

    In Ländern mit „offenen Rechnungen“ (egal ob die „Fakten“ stimmen oder nicht) geht ** leichter, siehe Baltikum oder Polen; allerdings ist es da auch noch ein sehr weiter weg, von einem theoretischem Beistand innerhalb der Nato zu einer massiven Aufrüstung, um ernsthaft Krieg gegen Russland in Estland führen zu können.

    Ökonomisch haben die Staaten außerhalb der „Wertegemeinschaft“ stark aufgeholt und die weitaus größeren Wachstumsraten.
    Das liegt einerseits daran, dass es sich von niedriger Basis auch leichter wächst; andererseits auch daran, dass „der Markt“ bei zu großer Verschuldung an die Grenzen der Expansionsfähigkeit stößt.

    Die „Wertegemeinschaft“ ist bis weit über Oberkante Unterlippe verschuldet (hält sich mit Strohhalmen am Leben); dass ist die logische Folge der Einkommensungleichheit, dadurch fallen Einkommen und Ausgabewünsche auseinander, es gibt massives „Sparen“, also braucht es ebenso massive Neuverschuldung. Die wird andererseits sogar aktiv beschränkt (Regeln für Staaten und Banken), so dass e zwangsläufig zu Wachstumsproblemen kommt.

    Heute wird den Menschen erklärt, dass sie nicht mehr so gut leben können sollen wie ihre Eltern; die Produktivität hat sich vervielfacht in der zeit, so eine aussage ist absolut absurd.
    Insofern holen China und co massiv auf, man sehe sich Dokus aus China von vor 20 Jahren und heute an.

    Der Kapitalismus in dieser Phase „bräuchte“ einen großen Krieg, dadurch wird das meiste Geldvermögen (Schulden) vernichtet, große Nachfrage geschaffen, es ginge wider von vorn los.

    Aber Deutschland gegen Frankreich, Frankreich gegen England, das zieht nicht mehr.

    Leisten wir unseren Beitrag, dass auch „Wertegemeinschaft“ gegen Russland, Iran und co nicht ziehen wird.

  5. Liebes PB, auch im Jahre 8 der westlichen Verschwörung gegen Syrien geht leider vieles weiter seinen unseligen Weg.
    Im Rahmen seines Tunesienbesuches hat der Obersultan Erdogan Assad einen Terroristen genannt, an dessen Händen „Blut von einer Million getöteter Syrer“ klebe. Eine Zusammenarbeit und Wiederaufbau des Landes unter einer Führung von Assad sei für die Türkei „unvorstellbar“.
    Der Quell der Agitation ist schier unerschöpflich.

    Parallel dazu und so gar nicht im Sinne des Obermuftis aus Ankara, haben kurdische Stellen die (Aus-) Bildung einer neuen Armee , der „Armee Nordsyriens“, unter US-Schirmherrschaft bekannt gegeben. Die Truppenstärke soll im mittleren Wert „um die 100.000 Soldaten“ betragen:
    http://syria-news.com/readnews.php?sy_seq=202385

    Da können wir nur hoffen, dass wir nicht 2023 immer noch so hier rumsitzen und das PB einen Rückblick 2018-2022 herausbringt!

    1. kaumi

      Es ist gleich, ob sie großspurig eine „Kurdenarmee“ von 100.000 oder eine Mio ankündigen.

      Praktisch haben sie wohl eher Probleme, 10.000 zusammenzubekommen. Und das Problem, dass sie für ihre „Kurdenarmee“ von irgendwoher Nachschub brauchen, haben sie damit immer noch nicht gelöst.

    2. @ Parteibuch

      Wie schätzt Du die Aussagen von Erdogan ein? Das kann doch eigentlich nur bedeuten, dass er sich anschickt wieder mal die Seiten zu wechseln, oder? Ich mein‘, sowas sagt kein vernümftiger Mensch, der wie Erdogan, den Krieg in Syrien verfolgt hat, und der deshalb genau weiß, dass Assad das genaue Gegenteil ist. Erdogan macht folglich heftige Propaganda – und das für die Gegenseite! Das aber wiederrum wird er doch sicher nur tun, wenn er erneut die Seite wechseln will – was es, nebenbei bemerkt, unwahrscheinlich erscheinen lässt, dass er die syrischen Gebiete ohne Kampf räumen wird (sobald Assad in der Lage ist, sie zu übernehmen).

      Was hat Putin sich dabei gedacht, ihn eine der Deeskalationszonen in Idlib zu übergeben? War es ein „Naja, hätte auch klappen können, das er bei der Stange bleibt?“. Oder hat Erdogan das gefordert, wohl wissend das er sich nicht zurück ziehen würde? Und Putin hat es ihm gegeben, hoffend, dass er einen Keil zwischen Erdogan und die Nato treiben kann?…bzw. bestehenden Keil vergrößern kann?…Besonders nötig wäre dieser Schritt, ihm die Zone zu übergeben, ja wohl nicht gewesen, oder was denkst Du?

      1. Danke Parteibuch, für Deine Einschätzung! Hoffe, Du behältst recht und Erdogan wird sich wieder zurück ziehen, wenn die SAA die Situation übernehmen kann…

  6. Ich sehe eher Syrien 2017 als den „Stalingrad“ zeitpunkt im imperialen, selbstzerstörerischen krieg der westlichen globaleliten. Jetzt dämmert es mehr und mehr leuten, dass das Dollarimperium zu schlagen ist, so wie die Wehrmacht damals den unbesiegbarkeitsmythos verlor. Es macht weiterhin viel freude hier zu lesen, vielen dank, liebes Parteibuch.

    1. Syrien als Stalingrad

      In Stalingrad versank nicht nur endgültig der Nimbus der Wehrmacht im russischen Winter, sondern der ganze Plan Hitlers entpuppte sich als undurchführbar und größenwahnsinnig.
      Die Verluste waren geringer als die sowjetischen, aber bei deutlich niedrigerem Potential; danach war die Niederlage klar absehbar.

      Was hat Syrien den Westen bisher gekostet?

      Ein paar Milliarden, dafür etliche Milliarden verdient, an Waffen, die man den Saudis und Emiraten vertickt hat. Verluste? So gut wie keine außer Söldner.
      Ressourcen haben vor allem die Golfmonarchien verloren, und Geld ist da trotzdem nach nicht knapp.

      Wenn etwas entscheidendes passiert ist, dann das: die Wertegemeinschaft schafft es nicht mehr beliebig einfach, gegen unliebsame Staaten so viele Mittel einzusetzen, dass es auf das gewünschte Ergebnis hinausläuft.

      So gut das erst mal ist; es bedeutet nur, dass ein schlechter Versuch fehlgeschlagen ist.

      1. @andreas,

        volle Zustimmung!

        Die haben in Syrien noch nicht mal wirklich ernst gemacht!

        Nach meiner Meinung haben sie die neue Taktik „Asymmetrischer, verdeckter Krieg“ ausprobiert, so was wie die Taktik der „Freundlichen grünen Männchen“ von anderer Seite.
        Die Taktik der Chinesen mit ihren mehreren tausend Mann kann ich nicht bezeichnen, so gut ist sie, vielleicht „Der unsichtbare Krieger“?
        Gut geeignet für alle Entwicklungsländer Asiens und Afrikas?
        Die Leidtragenden sind die Syrer, Iraker… für sie geht und ging es um das Leben, das Land und das Volk, schlicht um ihre Zukunft.

        Vergesst nicht, das aktuelle Spiel heißt „Amerika zuerst!“.
        Die Hauptaufgabe liegt in Amerika, nicht in den Kolonien.

        Mehrfach hier diskutiert, das Spiel heißt nicht „Amerika verliert“ sonder Amerika trainiert und macht eine Pause um mit voller Kraft zurückzukommen!

        Sehr gute Zusammenfassung des Erreichten in einem Jahr Trump z.B. hier:

        http://www.theeuropean.de/wolfram-weimer/13296-donaldtrump-bleibt-umstritten-aber-erfolgreich

        aber auch die Zeit:

        http://www.zeit.de/news/2017-08/07/regierung-trumps-erfolge-die-unheimlich-stille-veraenderung-der-usa-07144202

        Erinnert Euch was wir bei seinem Amtsantritt diskutiert haben… Trump geht es um die Stärkung der wissenschaftlich/technisch/wirtschaftlichen Basis Amerikas gegen sein Konkurrenten!

        Das ist es, um das es geht und nicht vergessen er setzt seine „Sicherheitsstrategie“ um:

        „China und Russland als Rivalen
        Trump beschwört „Ära des Wettbewerbs“

        US-Präsident Trump sieht die wirtschaftliche Sicherheit der US-Bürger durch „rivalisierende Mächte“ gefährdet – und meint vor allem China und Russland. In seiner Grundsatzrede entwirft er eine Weltordnung, die durch Wettbewerb geprägt ist. Und Amerika soll gewinnen.
        […..]

        Trumps Ansatz beruht insgesamt auf vier Säulen: dem Schutz des US-Heimatlandes, der Förderung amerikanischen Wohlstandes und wirtschaftlicher Sicherheit, Friedenssicherung durch militärische Stärke und einer Vergrößerung des amerikanischen Einflusses in der Welt.“

        aus: https://www.n-tv.de/politik/Trump-beschwoert-Ara-des-Wettbewerbs-article20192136.html

        Und das ist auch der Unterschied zum Jahre 2012:

        In Amerika ist die Realität zurückgekehrt, nicht die Friedenstaube!

        Man hat die Augen wieder geöffnet die Lage analysiert und den Fanatismus zum WKIII zurückgedrängt.

        Amerika ist deshalb nicht ungefährlicher geworden, sondern das Gegenteil, weitaus gefährlicher!!!!

        Für uns in Deutschland genauso, wie für alle anderen.

        Aber es gibt auch eine Chance die es vorher nicht gab: Trump wird die finale Auseinandersetzung mit Russland und China nur dann eröffnen, wenn er eine Chance sieht diese auch wirklich zu gewinnen.
        Trump ist kein Irrer sonder ein kalt kalkulierender Dealmaker!

        Für uns Deutsche bedeutet das, wenn wir nicht bei dieser finalen Auseinandersetzung als Kanonenfutter eingesetzt werden wollen, oder schon vorher verbraucht werden, müssen wir uns aus den Abhängigkeiten von Amerika, befreien ohne neue einzugehen.
        Also Priorität auf den Schutz der Heimat, des Volkes und, die Grundlage dafür, die eigen Kultur, Sicherung/Erreichung von Spitzenpositionen in Wissenschaft und Wirtschaft, Erreichung der eigen Verteidigungsfähigkeit, Definition der eigen Interessen und Organisation des Interessenausgleichs mit Nachbarn und Schaffungen von Bündnissen, abseits von Nato und EU.

        Das verbessert unser Chancen es zu überleben.

        Gauland dazu in einen Gespräch vom April 2017 mit Titel: “Katharina II. hat die Krim für Russland erobert”

        „Worauf stützt sich historisch die Nähe der sogenannten Neuen Rechten zu Russland?

        Wenn es denn eine alte Rechte in Deutschland gab, also vor der Zeit des Nationalsozialismus, so hat diese alte Rechte eine gute Beziehung zu Russland für ein Grundaxiom ihrer Politik gehalten. Das gilt für Metternich, das gilt für Bismarck, das gilt – obwohl alte Rechte hier nicht mehr passt – für Walther Rathenau. Es gehört zur deutsch-preußischen Tradition, aber auch zur österreichischen Tradition, gute Beziehungen zu Russland zu pflegen. Der Kontinent war immer recht gut aufgestellt, wenn man Russland in einer Ordnung einbezog, und er war nicht gut aufgestellt, wenn man versuchte, Russland außen vor zu lassen. Die bismarcksche Tradition war immer, gute Beziehungen zu Russland zu haben. Auch der alte Kaiser, also Wilhelm I., hatte auf diesem Axiom preußischer Politik bestanden. Sie können sich in der Geschichte umsehen von 1763 über 1807 bis hin zu 1813, 1856 und 1871. Immer haben wir nur dann politische Erfolge in Europa gehabt, wenn Russland entweder an der Seite Deutschlands stand oder jedenfalls in die Ordnung einbezogen wurde.“

        https://ostexperte.de/alexander-gauland-russlandpolitik

        Und das ist in meinen Augen auch der zweite wesentliche Unterschied zu 2012: Europa ist nicht mehr ganz stark in Globalistenhand wie diese es wünschen. AfD, Österreich, Polen, Ungarn aber auch Brexit…

        Ich sehe mit Hoffnung in ein Neues Jahr, auch wenn das Lichtchen nur klein ist.

        Freundliche Grüß mit Hoffnung,
        auf eine frohe, gewesene Weihnacht oder ein kommende,
        und einen guten Rutsch

        PAule

        Ps: Des Dichters Volksmund:

        Hoffnung
        Autor: © Roswitha Rudzinski

        Wenn Du denkst es geht nicht mehr,
        kommt irgendwo ein Lichtlein her.
        Ein Lichtlein wie ein Stern so klar,
        es wird Dir leuchten immer dar.

        (Edit: Rest des Gedichtes siehe z.B. hier:

        http://juleskreativblog.blogspot.de/2013/10/hoffnung-fur-einen-lieben-menschen.html
        )

  7. @PAule

    „In Amerika ist die Realität zurück gekehrt, nicht die Friedenstaube!“

    Das ist eine derartig gut differenzierte Aussage in einem Satz. Darüber ließe sich eine wunderbare Erörterung als Geschichtsabiturklausur von sechs Zeitstunden verfassen.

    Die nötige Antithese zur Erörterung könnte dann lauten:

    Die Falken müssen sich nun als Tauben kleiden,
    Um heimlich die Schafe auszuweiden.

  8. @ PAule

    „In Amerika ist die Realität Zurückgekehrt, nicht die Friedenstaube.“

    Sehr schön formuliert PAule! Und volle Zustimmung meiner seits…Und was die Realität anbelangt, so haben Amis ein vielviel größeres Militärbudget, als die RF, aber es sieht so aus, als wenn deren Kram völlig nutzlos ist gegen den Kram den die RF auffährt…vor allem in den Bereichen Luftverteidigung, Eloka, (Donald Cook), Raketen und Kampfmoral der Truppe…Also ist trotz nummerischer totalen Überlegenheit der Amis, gegen die Russen kein Blumentopf zu gewinnen! Schön, dass das bei den Amies angekommen ist…

    „Amerika ist deshalb nicht ungefährlicher geworden, sondern das Gegenteil, weitaus gefährlicher!!!!“

    Genau! Und ich fürchte, das sich die Amies irgendeine Schurkerei als Alternative zu einem schlichten, konventionellen Krieg ausdenken werden….Das ganze verschafft der Welt also vermutlich nur eine momentane Atempause…Und wir sind genauso weit von einer Entspannung und Abrüstung entfernt, wie eh und jeh…Allerdings…wie gesagt…erst mal sind wir sicher, denn Amerika ist mit Amerika beschäftigt…Nur wenn Trump in dieser Geschwindigkeit weiter macht, werden bald Ressourcen frei, um sich der eigentlichen Aufgabe zu widmen…nicht gut!

    Meinst Du, dass der Gauland-Flügel sich wird durchsetzen können in der CDU/CSU?…Die erstaunlich positiven Medienberichte über Trump sprechen für ein Einlenken der beiden Tiefenstaaten (BRD und USA) in punkto WK III, aber sie sind m.E. kein Zeichen für eine Abkehr deutscher Politik von dem Transatlantischen Bündnis, oder was meinst Du?

    1. Hallo @Johanniskraut, Hallo @Kofferkind,

      Danke für Eure Kommentare!

      Ich fürchte eine Abiklausur der heutigen Abiturienten zum Thema Ziele und Mittel der Machtpolitik von Staaten, am Beispiel USA, würde diese intellektuell mangels Wissen und auf Grund von Unkenntnis einfach Zusammenhänge überfordern, allerdings liegt dieses nicht an der „selbst verschuldeten Unmündigkeit“ der Schüler sonder der ihre Eltern und Lehrer. (Und hier stehen die Eltern an erster Stelle! Gelernte DDR-Bürger wissen das.)

      Und lieber @Johannis so geht es wohl auch den derzeitigen Politikern der CDU/CSU auch, allerdings bei ihnen ist es tatsächlich selbst verschuldeten Unmündigkeit. Und nicht nur der CDU/CSU sonder bei allen anderen der neuen SED die in Berlin die Macht hat.

      „Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, … [dafür] nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben“.
      Und diese hier, haben sogar noch den Auftrag von ihrem Volk entgegen genommen und schwören „„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.)“

      Also nach dem Alten aus Königsberg wäre es notwendig das diese Damen und Herren ihre Faulheit und Feigheit ablegen um ihr derzeitiges Verhalten zu ändern den an „Mangel des Verstandes“ liegt es bei den meisten ja offensichtlich nicht, denn sonst wären sie nicht da wo sie jetzt sind.

      Nun Faule fangen an zu arbeiten wenn sie beginnen an den Fingern zu frieren und der Magen kräftig knurrt.
      Feige beginnen zu kämpfen wenn ihnen ihr liebstes Spielzeug wegnimmt oder ihnen zum Überleben nur der Kampf bleibt.

      Laut Kant muß man also diesen Möchtegerneliten also nur ihren Platz am Futtertrog wegnehmen und/oder ihnen auf die Finger hauen um eine Verhaltensänderung zu erreichen.

      Hoffen müssen wir dann allerdings auf die selbst Aufklärung der so von ihrer Faulheit und Feigheit befreiten den „Zu dieser Aufklärung aber wird nichts erfordert als Freiheit; und zwar die unschädlichste unter allem, was nur Freiheit heißen mag, nämlich die: von seiner Vernunft in allen Stücken öffentlichen Gebrauch zu machen.“

      Einen Exkurs an dieser Stelle möchte ich aber noch einführen: Es gibt auch die „Vormünder“ die aus eigennützigen Zwecken die Faulheit und Feigheit ihrer Mündel herbeiführen und mit Zwang, Schmeichelei und Bestechung aufrecht erhalten, manchmal gelingt ihnen das mit ganzen Völker und nicht nur Parteien, diese müssen gestellt und aus dem Verkehr gezogen werden.

      Die momentane Aufgabe steht also fest, Aufklärung des Volkes und den Mächtigen auf die Finger hauen. Fütter kürzen.
      Entfernung der derzeitigen Vormünder des Volkes von der Macht, mit demokratischen, aufklärerischen Mitteln.

      Und im Trump werden wir dabei für eine Zeit lang eine Unterstützung haben, er wird die Tributzahlungen erhöhen und mehr Opfer verlangen von seinen Vasallen.
      Der neue Saudikönig ist ein schönes Beispiel dafür wie es geht und es läuft schon.
      Siehe hier:
      „Hunderte der Vetter von MBS, die verhaftet wurden, wurden unter Hausarrest gestellt oder in Haft genommen. Einer nach dem anderen akzeptierte – oft unter Folter – sein Vermögen seinem Lehensherrn auszuliefern. Dieser hat somit mehr als $ 800 Milliarden laut dem Wall Street Journal zusammengerafft. [5].
      ….
      Gemäß den Anweisungen von Präsident Trump wird Jared Kushner nun versuchen, einen Teil der beschlagnahmten Vermögen für sein Land einzuholen.“
      http://www.voltairenet.org/article199101.html

      Das ist unser Chance, das Volk wird es spüren und Selberdenken…

      @PB Entschuldigung, ich habe versucht es kurz zu machen

      Gruß PAule

  9. PAule,
    sehr schön, sehr schön…du wagst es also, von deiner Vernunft öffentlich Gebrauch zu machen?…Muhahaha… :-):-):-) …hihi…

    Welch feine linguistische Wortspiele Deinen Kommentar zu einer wahrlich grande chose veredeln!…Oh, welch Freude ihn zu lesen!…hihi…

    Gruß
    Johannis Le Kraut

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