Syrische Armee kommt in Idlib-Tasche voran

Die syrische Armee ist heute im Kampf gegen Al Kaida und Konsorten in der Idlib-Tasche ein Stück vorangekommen.

Inoffiziellen Quellen zufolge sind Verbände der syrischen Armee und ihrer Partner an unterschiedlichen Stellen der Front der Idlib-Tasche aufmarschiert und haben mit einem größeren Angriff auf Al Kaida und Konsorten in Richtung Abu Dhuhour begonnen.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldete, dass die syrische Armee im Südosten der Provinz Idlib den Hügel Tel al-Aswad und einen nahegelegenen verlassenen Armeestützpunkt eingenommen hat. Inoffiziell wurden weitere Fortschritte aus der Gegend gemeldet, was auf einer Karte dann etwa wie folgt aussieht.

Die Terroristen ihrerseits feierten den Abschuss eines zur Luftunterstützung des Vorrückens der Armee in dem Gebiet eingesetzten syrischen L-39 Albatros und die anschließende Exekution des Piloten.

Aus der Beit-Jinn-Tasche im Südwesten Syriens gibt es derweil noch unbestätigte Meldungen, dass die dortigen Terroristen aufgrund ihrer schlechten militärischen Lage kapituliert und einer Evakuierung in die Idlib-Tasche zugestimmt haben.

Aus dem Jemen kamen am heutigen Dienstag unterdessen neue Berichte von weiteren sinnlosen Massakern der saudischen Luftwaffe, denen auch heute wieder Dutzende Zivilisten zum Opfer gefallen sind.

Aufgrund der von der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ unterstützten saudischen Blockade hungernde Menschen durchwühlen im Jemen unterdessen Müllkippen in der Hoffnung, dort essbares zu finden.

Nachtrag Mittwoch 07:30h: Während der Chef des russischen Generalstabs erklärte, das wesentliche Ziel des russischen Militäreinsatzes 2018 in Syrien liege in der Eliminierung von Al Kaida, hat die mit Al Kaida verbundene Terrorgruppe Ahrar Al Sham, die den heutigen syrischen Fliegerabschuss für sich reklamiert, erklärt, die für Ende Januar in Sochi angesetzte Verfassungskonferenz zu boykottieren.

8 Gedanken zu “Syrische Armee kommt in Idlib-Tasche voran

  1. „Aufgrund der von der sogenannten ‚westlichen Wertegemeinschaft‘ unterstützten saudischen Blockade hungernde Menschen durchwühlen im Jemen unterdessen Müllkippen in der Hoffnung, dort Essbares zu finden.“

    Und falls eine Gemeinschaft „brandstiftender Feuerwehrleute“ auch noch versucht, den Verdacht ihrer Täterschaft mit Spendenwerbung[1] für die Opfer der eigens unterstützten Verbrechen zerstreuen zu lassen, dann wären die humanitär getarnt extrem sozial rückschrittlichen, also rechtsextremistischen Züge eines solchen Verhaltens selbst mit pathologischer Realitätsverweigerung wohl kaum noch zu erklären. Denn sie könnten wissen, was sie tun.

    [1] https://web.de/magazine/unicef/jemen-spenden-kinder-konfliktgebiet-32700832

  2. EPB
    “ hat die mit Al Kaida verbundene Terrorgruppe Ahrar Al Sham, die den heutigen syrischen Fliegerabschuss für sich reklamiert, erklärt, die für Ende Januar in Sochi angesetzte Verfassungskonferenz zu boykottieren.“

    Mal sehen, wer überhaupt nach Sotschi kommt.

    Einerseits ist es gut, wenn sich Terrorgruppen auf die Seite der Terroristen stellen und militärisch besiegt werden können (die Operation läuft ja schon an).

    Wenn allerdings keine nennenswerte „Opposition“ übrig bliebe wäre es schlecht; es ist wichtig, dass die politische Gegnerschaft gegen Assad bzw. die Bath-Partei auch in eine glaubwürdige politische Opposition gelenkt wird, und damit weg von den Terrorgruppen.

    Der gegenwärtige Pfad ist gut; erst ISIS ausschalten, dann Al Kaida, und wer sich jetzt unbedingt mit Al Kaida verbünden will, kommt eben gleich mit dran.

    Gäbe es denn überhaupt in den großen Deeskalationszonen glaubwürdige zivile Oppositionspersonen, die für einen nennenswerten Teil der Bevölkerung politische „Parteiführer“ sein könnten?

    1. andreas

      „Gäbe es denn überhaupt in den großen Deeskalationszonen glaubwürdige zivile Oppositionspersonen, die für einen nennenswerten Teil der Bevölkerung politische „Parteiführer“ sein könnten?“

      Nein, die gab es vor sechs Jahren nicht und die gibt es heute immer noch nicht.

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