Ein Hoffnungsschimmer für den Jemen?

Papst Franziskus beklagte in seiner Ansprache vor dem heutigen Weihnachtssegen unter anderem „Kriegsstürme“, die über die Welt hinwegfegen, sowie und ein „inzwischen überholtes Entwicklungskonzept,“ dass „zum Niedergang des Menschen, des Sozialgefüges und der Umwelt führt,“ forderte Frieden und Mitgefühl für die Flüchtlinge der Kriege und betete für „eine geschwisterlichere und solidarischere Zukunft.

Papst Franziskus sprach dabei direkt Jerusalem und das ganze Heilige Land, Syrien, Irak, Südsudan, Somalia, Burundi, die Demokratische Republik Kongo, die Zentralafrikanische Republik, Nigeria, die Ukraine, Korea und den Jemen an, wo, wie er es ausdrückt, „ein großenteils vergessener Konflikt mit tiefgreifenden humanitären Folgen für die Bevölkerung im Gange ist, die an Hunger leidet und mit der Ausbreitung von Krankheiten konfrontiert wird.“ Angesichts eines Papstes, von dem so deutliche Worte gegen die Kriegstreiber kommen, ist es vermutlich kein Wunder, dass die zionistisch geprägte deutsche Tagesschau am Heiligabend mit Papstkritik als Topnachricht aufmachte.

Im Jemen selbst warfen hingegen heute praktisch zur selben Zeit, wo Papst Franziskus den Weihnachtssegen sprach, Kampfflugzeuge der saudisch geführten Koalition US-amerikanische oder britische Bomben auf das Gebäude der Zollbehörde in der rund 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Sanaa gelegenen Stadt Dhammar ab, was der Tagesschau nicht einmal eine Randnotiz wert war.

Der österreichische Standard meldet hingegen: Viele Tote bei Luftangriffen im Jemen – Opfer waren offenbar ausschließlich Zivilisten. Bis zum Nachmittag wurden aus dem Jemen dann 27 Tote und 60 Verletzte durch Luftangriffe der saudisch geführten Koalition in Dhammar, Sanaa, Zabaid und Saada gemeldet. Das wurde in westlichen Medien zwar unter den Tisch fallen gelassen, aber immerhin, es wird in westlichen Medien inzwischen, wenn auch spärlich und oft nur knapp, ab und an über den nunmehr mehr als 1000 Tage andauernden saudischen Krieg gegen den Jemen berichtet.

Und es gibt inzwischen auch deutliche westliche Aufrufe an die Saudis, den Krieg gegen den Jemen zu beenden. Selbst im führenden zionistischen Hasbara-Outlet „Washington Post“ erschien letzte Woche ein Meinungsartikel des ehemaligen britischen Außenministers David Miliband, wo dieser die Saudis dazu aufforderte, die Blockade der Häfen und die Kriegshandlungen zu beenden und eine Verhandlungslösung unter Beteiligung der Houthis zu akzeptieren, was er damit begründete, dass der Krieg dem Image der USA, Britanniens und Saudi Arabiens schade und die Bevölkerung des Jemen in die Arme des Iran treibe. Und am Heiligabend legte die Redaktion der Washington Post noch eine Schippe gegen Saudi Arabien drauf: in einem Leitartikel nannte sie den mächtigen saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, dessen Werk der Krieg gegen den Jemen ist, schon im Titel einen Prinz der Scheinheiligkeit. Die saudisch-zionistische Achse scheint also zu bröckeln.

Und der dem saudischen Regime nahestehende einflussreiche saudische Kolumnist Abdulrahman Al-Rashed ging heute in einem Artikel bei Arab News auf die Vorschläge von David Miliband zur sieglosen Beendigung des Krieges gegen den Jemen ein und wies sie nicht durchweg zurück. Zwar steht der Artikel unter dem Titel „Warum diese Jemen-‚Lösung‘ unmöglich ist,“ doch im Artikel schreibt er dann trotzdem, „die (saudisch geführte) Koalition mag die Vorschläge von Miliband akzeptieren müssen, um Anschuldigungen zu entgehen…“ Das bedeutet zwar noch nicht, dass Mohammed Bin Salman bereit ist, die Bombardierung des Jemen zu beenden, aber es ist immerhin schon mal ein ganz neuer Ton aus Saudi Arabien.

Wichtig ist es nun, ganz wie es Papst Franziskus heute vorgemacht hat, nicht zum saudischen Verbrechen gegen die Bevölkerung des Jemen zu schweigen, und damit Druck auf das saudische Regime zu machen, damit es diesen desaströsen Krieg nun auch hoffentlich wirklich bald abbricht. Die erwähnten Artikel in der Washington Post und bei Arab News legen nahe, dass es einen tiefen Riss in der Kriegsfront gegen Jemen gibt, und es gilt zu versuchen, den möglichst schnell für die Herstellung von Frieden im Jemen zu nutzen.

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20 Gedanken zu “Ein Hoffnungsschimmer für den Jemen?

  1. Danke für die Info, Parteibuch! Das kann was werden, denn wenn es erst mal losgeht mit dem Bröckeln der Kriegstreiberfront, dann ist es meist nicht mehr weit zum Dammbruch.

  2. Er sprach die Konflikte an, aber er zeigte nicht mit dem Finger auf die Verantwortlichen, da er sonst auf sich selbst hätte zeigen müssen. Wir erblicken Jesus in den Kindern…. Was für ein Heuchler!

    1. „Dieser blutige Diktator, die Nato muss den wegbomben, Frauen werden diskriminiert, sollen schwarze Kopftücher tragen, keine Demokratie, nicht einmal der Staat ist von der Kirche getrennt und das Regime sitzt auf Bergen gestohlener Reichtümer, mit denen Terror, Tod und Armut gesät werden“, schallt es aus der EU … Im EU-Staat Vatikan zucken die dann jedes Mal kurz zusammen.

  3. Lt. syrischen Medien haben sich große Teile der Ost-Ghouta-Islamisten der syrischen Armee ergeben, woraufhin diese entschieden habe, die Kampfhandlungen zunächst einmal für 72 Stunden auszusetzen.

    http://breakingnews.sy/ar/article/97519.html

    Der aktuelle Papst ist ein Vertreter der katholischen Kirche, den ich als ökomenisch-denkender Christ durchaus respektiere. Er hat Schneid und biographisch noch nie was zu verlieren gehabt. Gute Voraussetzungen, um seinen Kopf heben zu können.

    Ps.: liebes PB, wie sind die Worte zu verstehen, „Ich weiß nicht, ob es dieses Parteibuch nächstes Jahr zu Weihnachten noch so geben wird. Komme es wie es wolle.“… mach mal keinen Ärger

    Wir alle brauchen diese Plattform, sie gehört inzwischen zur essenetiellen Faktenbeschaffung und darüberhinaus zum unbezahlbaren internen Austausch von Meinungen und Strömungen unter den Foristen (-kollegen/freunden).

    1. kaumi

      Die Meldung von Breaking News scheint mir lediglich von der Beit-Jinn-Tasche und West-Ghouta, nicht jedoch von Ost-Ghouta zu handeln, wo Verhandlungen über einen Gefangenenaustausch kaum vorankommen sollen.

      Was die Zukunft des Parteibuches angeht: nichts ist für die Ewigkeit. Hoffen wir, dass wir noch ein Jährchen so weitermachen können.

      1. Keine rosigen Aussichten,
        *** Hoffen wir, dass wir noch ein Jährchen so weitermachen können.***
        wobei ich hoffe, dass die Betonung auf „so“ liegt. Ein bissl zurueckgefahren waere er ja auch noch hochinformativ und es ist ja verstaendlich, dass Du/Ihr auch noch ein Privatleben haben willst/wollt.

        Hier OT
        Wenn ich als seit Jahrzehnten in Thailand Lebender gefragt werde, woher ich komme sage ich schon lange nicht mehr, aus Austria, sondern Switzerland, da ALLE Oesterreich mit Australien verwechseln (oder gar nicht kennen).
        Und dann passiert mir im „UNO-Generalversammlung bekräftigt. . .“ Beitrag dasselbe!
        ***Was das Abstimmungsverhalten Österreichs zur Jerusalem-Resolution der UNO angeht, irrst Du Dich. Österreich hat zugestimmt, wie das oben im Artikel gezeigte Bild vom Abstimmungsergebnis zeigt.***

  4. So sehr ich mir diese Entwicklung wünschen, ich lese das nicht heraus. Ein so desaströser Krieg kann nur gerechtfertigt werden, wenn man sich und seinen Handlungen den Anschein von „Maß und Mitte“ gibt. Ich lese eher heraus: Syrien ist für die Kriegstreiber verloren – im Jemen wird uns das nicht passieren. Der Krieg wird natürlich auch da nicht zu gewinnen sein. Ich sag voraus, dass wir in 4-5 Jahren den Zerfall des Hauses Saud erleben dürfen. Mal sehen was dann kommt…

  5. Die deutschen Amtskirchen sind heuchlerische Kollaborateure der Gliobalisten. Ihre Unter-Organisatoren (wie z. B. Caritas und Diakonie) verdienen Milliarden durch die Massenmigration. Beide christlichen Kirchen biedern sich dem politischen Islam an weil sie hoffen, in seinem Gefolge wieder (mehr) Macht in und über die Gesellschaft zu bekommen (was ein bitterer Irrtum ist).

    Beide christlichen Amtskirchen fördern und fordern mit ihrer Unterstützung der Massenmigration die Zerstörung der europäischen Nationalstaaten und sind darin willige Globalisten-Diener.
    Beide christlichen Amtskirchen haben sich im Krieg gegen Syrien direkt und indirekt gegen die religiösen und ethnischen Minderheiten in Syrien, gegen die syrische Regierung und auf der Seite der „moderaten“ „Rebellen“ positioniert, auch darin gute Diener der Globalisten.

    Beide christlichen Amtskirchen in D predigen dasselbe wie ihre olivgrün indoktrinierten Kriegstreiber- , Atlantiker- und Globalistenverbündete in den etablierten Parteien.

    Die Hauptursache für Krieg und Elend ist die Überbevölkerung. Darüber hört man nichts von den christlichen Amtskirchen. Im Gegenteil: Die römisch-katholische Kirche predigt gegen bzw. verbietet in Ländern, wo ihr Einfluß groß ist, Verhütungsmittel, Sexualaufklärung und Familienplanung.

    Beide christlichen Amtskirchen in D haben sich vollumfänglich hinter die Forderung der jüdischen und islamischen Religionsführer nach Abschaffung der Menschenrechte für männliche Minderjährige gestellt. Auf diese Weise haben alle monotheistischen Religionen zusammen ihr Ziel zur Ermächtigung von Peniszerstörung männlicher Minderjähriger (ohne Altersbegrenzung und unter Ausschließung von Klagemöglichkeiten der Beroffenen nach Erreichen der Volljährigkeit) durchgesetzt.

    Die christlichen Kirchen in D sind in meinen Augen verabscheuungswürdig und ich freue mich, daß es nach den jüngsten, öffentlichen Äußerungen der Herren Bedford-Strohm, Marx und Bergoglio nach den Feiertagen eine weitere, große Austrittswelle aus der rkK und der EKD geben wird.

    1. Korrektur: Penisverstümmelung statt Peniszerstörung (wenngleich letzteres ab und zu auch das Ergebnis ist).

    2. Blue Angel

      Dass Überbevölkerung die Hauptursache für Krieg und Elend ist, halte ich weitgehend für ein Märchen. Inwieweit war etwa Überbevölkerung die Ursache für den US-geführten Krieg gegen den Irak? Oder für den französisch-geführten Überfall auf Libyen? Oder den False-Flag-Terror-Putsch in der Ukraine? Und beim Terrorkrieg gegen Syrien spielt schnelles Bevölkerungswachstum zwar eine Rolle, aber kaum die Hauptrolle. Dito Afghanistan und Jemen. Ich sehe da überall viel eher zionistisch-wahhabitischen Größenwahn in der Hauptrolle.

      Das soll nicht heißen, dass ich die Positionen der Kirchen in Bezug auf Verhütung unkritisch sehe, ganz im Gegenteil. Obgleich auf der Welt unzweifelhaft genug da wäre für alle, wenn die Verteilung solidarisch organisiert würde, ist schnelles Bevölkerungswachstum zumindest lokal ein real existierendes massives Problem, dass Armut befördert und zum Elend beiträgt. Man denke etwa an Äthiopien und Bangladesh.

      1. Liebes Parteibuch:
        Eine große Anzahl junger Männer in Bevölkerungen/Regionen mit begrenzten Ressourcen ist immer ein hohes Konflikt-, Bürgerkrieg- und Kriegsrisiko.

        Wenn es im Nahen Osten und in Afrika weniger beschäftigungs- und familienlose, junge Männer ohne reale Zukunftsperspektive gäbe, hätten die Globalisten sicher größere Schwierigkeiten, Proxy-Kämpfer für die lokalen Kopfabschneidertruppen zu finden. Ihr „Geschäft“ wäre also weitaus schwieriger (gewesen).

        Es gibt dazu einige Literatur, zu finden u. a. unter den Suchstichworten „youth bulge“ und „population growth“.

        In der Geschichte gibt es ebenfalls genug Beispiele für Verdrängung/Auslöschung von Kulturen durch Völkerwanderungen junger Leute, die in den Herkunftsländern keine Zukunft hatten.

        Das mit der „gerechten, weltweiten Verteilung“ von Nahrungsmitteln ist grundsätzlich eine schöne Idee, aber welche „Weltregierung“ sollte das durchführen?

        Und selbst wenn es klappt, heißt das trotzdem, daß die letzten Rückzugsräume wilder Tiere (wie z. B. Geier, die ich in Südspanien vor vielen Jahren auch sehr bewundert habe) und seltener Pflanzen zerstört und zersiedelt würden, wenn die Menschheit so weiter wächst. Auch diesen Gedanken finde ich ganz furchtbar.

        Wenn die Weltbevölkerung eines Tages wieder geringer wäre, könnten sich gegnerische Gruppen viel leichter aus dem Weg gehen: Mehr Platz bedeutet mehr Frieden, bei Ratten und anderen Säugetieren nicht anders als bei Menschen. – Je kleiner/beengter die „Reviere“ werden, desto mehr Stress gibt es darin und desto höher wird das Gewalt- und Kriegsrisiko.

      2. Blue Angel

        Mir sind die Stichworte „youth bulge“ und „population growth“ wohlbekannt.

        Unter diesen Stichworten werden oft Theorien verbreitet, die so tun, als ob es durch einen „Youth Bulge“ einen Automatismus für Krieg gebe, womit dann ein „Youth Bulge“ der armen Länder Schuld an den ganzen Kriegen ist, und nicht etwa die zionistischen Eliten der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft, die diese Kriege tatsächlich gezielt vom Zaun brechen.

        Das halte ich im Wesentlichen für ein gezieltes Ablenkungsmanöver der zionistischen PR, um von den tatsächlich kriegsverantwortlichen westlich-zionistischen Eliten und ihren wahhabitischen Petrodollar-Lakaien abzulenken. Auch die Vorstellung, dass die Globalisten sicher größere Schwierigkeiten, Proxy-Kämpfer für die lokalen Kopfabschneidertruppen zu finden, hätten, wenn es im Nahen Osten und in Afrika weniger beschäftigungs- und familienlose, junge Männer ohne reale Zukunftsperspektive gäbe, halte ich eher für falsch.

        Man denke nur an Libyen, den Staat in Afrika mit dem höchsten Lebensstandard, der geringsten Armut und den wenigsten beschäftigungs- und familienlosen, jungen Männer ohne reale Zukunftsperspektive. Und trotzdem haben die zionistisch-wahhabitischen Globalisten da jede Menge kriegs- und abenteuerlüsterner Hooligans gefunden, die den Globalisten 2011 brutal tatkräftig geholfen haben, ihr eigenes Land Libyen zu zerstören. Ursache dafür ist viel mehr die systematische zionistisch-wahhabitische Verhetzung der Menschen als Armut und Elend durch schnelles Bevölkerungswachstum. Auch im Iran 2009 war das zu sehen. Die zionistisch verhetzte wohlhabende verwestlichte Elite hat da 2009 einen Putsch versucht, und die vergleichsweise armen und elenden, aber nicht zionistisch verhetzten Bevölkerungsmassen haben diesen vom Mossad organisierten Putschversuch abgewehrt.

        Die These des Youth Bulge ist beliebig, lässt sich beliebig einsetzen, um von den tatsächlich verbrecherisch handelnden Personen und Personenkreisen abzulenken. Wie wäre es zum Beispiel alternativ mit folgender These: Wenn es in den USA und Europa weniger beschäftigungs- und familienlose, junge Männer ohne reale Zukunftsperspektive gäbe, hätten die Globalisten sicher größere Schwierigkeiten, Kämpfer für die mörderischen NATO-Armeen zu finden. Da wäre es Bush und Blair dann schwieriger gefallen, den Irak zu überfallen und da eine Million Menschen umzubringen und Billionen Dollar in Krieg zu versenken. Gerade in den USA ist das Bevölkerungswachstum ja sehr hoch. Ich glaube, dass es zwar der Wahrheit entspricht, dass das Bevölkerungswachstum in den USA hoch und die Anzahl der im Elend lebenden Menschen groß ist, aber dass das nicht die Ursache dafür ist, dass von den USA ständig Krieg ausgeht. Es sind vielmehr die US-zionistischen Eliten und ihre permanente Kriegstreiberei, die dafür verantwortlich sind. Selbst ganz ohne US-Bevölkerungswachstum würde sich an der globalen Aggressivität der USA nichts ändern, wenn die Kriegstreiberei dieser Eliten nicht gestoppt wird.

      3. Volle Zustimmung Parteibuch.
        Überbevölkerung und Armut sind nie und nimmer die ursächlichste Ursache für (Bürger)Kriege oder Massenmigration. Nein, es sind IMMER die WestZio’s, die diese Kriege durch falsche Schuldzuweisungen und/oder Bestechungen realisieren und zusätzlich dann durch den Transport und den Verkauf von Waffen in das entsprechende Gebiet ermöglichen. Das läuft alles gezielt und gesteuert ab. Sei es, weil es darum geht Bodenschätze zu rauben oder Regierungen zu stürzen…egal.

        Die Erde hat bummelig 7 Mrd. Menschen und könnte locker das doppelte an Menschen ernähren. Die Hungersnöte sind ALLE menschengemacht – soll heißen sie sind vom Wertewesten gezielt und gesteuert hingeregelt – auch hier wieder, um Kriege zu entfesseln oder Regierungen zu stürzen, oder manchmal auch nur um EU-Wahnsinn, wie die schwimmenden Fischfabriken, zu rechtfertigen, die dort die Meere leerfischen. Diese schwimmenden Fischfabriken wiederum sind geschaffen worden, um durch Preisdumping, die heimischen, lokalen Fischer platt zu machen. Also das hat alles System und läuft IMMER auf Monopolisierung einiger riesen Unternehmen, Verdrängung aller lokalen Kleinbetriebe und Problemförderung in den Armen Ländern der dritten Welt (siehe Monsantos) heraus…

  6. Es ist natürlich richtig, daß die globalistischen Kriegstreiber jede Möglichkeit nutzen, ihre Interessen gegen die Interessen aller anderen durchzusetzen und dabei jedes Mittel nutzen.

    Es ist aber auch richtig, daß die Ressourcen vieler Länder, insbesondere an Ackerland und Wasser, begrenzt sind und es jetzt schon schwierig ist, die jeweiligen Bevölkerungen damit zu versorgen. Noch stärkeres Bevölkerungswachstum wird die Situation weiter verschlechtern.

    Eine wichtige Idee, die m. E. mit der multipolaren Weltordnung verbunden ist, besteht in staatlicher Unabhängigkeit. Zuende gedacht heißt das z. B., daß nur Länder, die ihre eigenen Staatsbürger mit den Erträgen des eigenen Bodens ausreichend versorgen können, sich dem internationalen Ausbeutungskreislauf entziehen können indem sie z. B. darauf verzichten, Nahrungsmittel aus ärmeren Ländern zu importieren und den dortigen Bevölkerungen zu rauben.

    Überbevölkerung wirkt dem entgegen, denn die Anzahl ernährungstechnisch nutzbarer Böden steigt nicht, sondern verringert sich durch verschiedene Faktoren wie z. B. Erosion, Versteppung (durch Überweidung), Versalzung oder Vergiftung.
    Auch die Süßwasservorräte südlich des Äquators werden nicht mehr sondern weniger.

    Wenn man an diesen Bedingungen so schnell nichts ändern kann (also nicht innerhalb von ein bis zwei Generationen und ohne eine „gütige, gerechte“ Weltregierung, die Herr Soros und Co ganz sicher NICHT darstellt), dann sollte man versuchen, zumindest die Anzahl der von diesen Bedingungen abhängigen Menschen nicht noch stärker anwachsen zu lassen. – Der politische Islam und die römisch-katholische Kirche tun ihr möglichstes, das zu verhindern.

    Ob das politisch wünschenswert ist oder nicht: Fakt bleibt, daß Überbevölkerung ressourcen-technisch und im Sinne der Naturerhaltung und Nachhaltigkeit schädlich ist.

    1. Blue Angel

      Ja, natürlich, zu großes Bevölkerungswachstum ist ein Problem, und das in vielfältiger Hinsicht.

      Letztlich führt zu großes Bevölkerungswachstum auf Dauer zu einem Zykluseffekt wie er aus der Geschichte Chinas lange bekannt war. War die Ernte gut, wuchs die Bevölkerung soweit, wie das Land sie ernähren konnte. Kamen dann mal ein paar Jahre mit eher schlechten Ernten, verringerte sich die Bevölkerung durch massenhaften Hungertod wieder, was nicht nur moralisch ein Problem war, sondern auch mit massenhaften sozialen Verwerfungen einherging, die gesellschaftlichen Fortschritt stark behindert haben, und die Schädigung der Umwelt war dabei natürlich so ziemlich das letzte, worüber sich massenhaft tödlich hungernde Menschen Sorgen gemacht haben. War die Ernte dann wieder gut, wuchs die Bevölkerung wieder soweit, wie das Land sie ernähren konnte, und so weiter und so fort.

      Nur, die gegenwärtigen Hungersnöte sind eben gerade nicht durch so einen Überbevölkerungs- und Hungerzyklus verursacht, sondern zuallererst durch Kriege. Man sieht das sehr deutlich im Jemen, und man sieht auch, wer dafür verantwortlich ist. Es gibt genug Leute auf der Welt, die da solidarisch Nahrungsmittel und andere wichtige Dinge hinliefern und schenken möchten, nur die Saudis lassen sie nicht in ausreichender Menge durch ihre See- und Luftblockade. Dass die Saudis überhaupt über die für eine effektive See- und Luftblockade zum Aushungern der jemenitischen Bevölkerung notwendigen militärischen Mittel wie Kampfflugzeuge, Kriegsschiffe und Munition verfügen, darf sich die sogenannte westliche Wertegemeinschaft ganz allein auf die Fahne schreiben. Das heißt nicht, dass es im Jemen nicht auch vom Westen unabhängige interne Fehlentwicklungen gibt, man denke etwa an den massenhaften Qat-Anbau, aber ohne die westlichen Lieferungen, und vor allem die kontinuierlichen Nachschublieferungen, von hochmodernen komplexen Waffen an Saudi Arabien gäbe es die Probleme Hunger und Cholera im Jemen so gravierend, wie sie jetzt sind, ganz sicher nicht.

      In anderen Gebieten sieht es ganz ähnlich aus. Zu großes Bevölkerungswachstum ist ein strategisches Problem, das in manchen Ländern auch schon heute deutliche Auswirkungen hat. Ich hatte da Äthiopien und Bangladesh als Beispiele genannt. Aber die meisten akuten aktuellen Probleme in der Welt gehen vielmehr auf die verbrecherische Politik der westlichen Eliten als auf zu großes Bevölkerungswachstum und einen „Youth Bulge“ in armen Ländern.

      Noch eine wichtige Anmerkung zu deinem Kommentar: Den von dir verwendeten Begriff „der politische Islam“ halte ich übrigens für ein westlich-zionistisches Propagandakonstrukt. „Den politischen Islam“ gibt es als eine Einheit nämlich genausowenig wie „das politische Christentum.“ Innerhalb des Islams gibt es zur Familienplanung durchaus unterschiedliche Ansichten. In der Islamischen Republik Iran genießt Familienplanung beispielsweise einen durchaus hohen Stellenwert, weshalb da das Bevölkerungswachstum auch schon eine ganze Weile sehr begrenzt ist. Auch im islamisch geprägten Bangladesh hat die Familienplanung inzwischen recht erfolgreich Einzug gehalten. Im säkular regierten, aber ansonsten durchaus islamisch geprägten Ägypten, einem Land, das durchaus schon Probleme mit der Ernährung der Bevölkerung hat, wächst die Bevölkerung hingegen nach wie vor rasant.

  7. Lieber Johanniskraut,
    eine verdoppelte Weltbevölkerung ist eine dystopische Vorstellung. Daß es dann für Normalbürger noch ein lebenswertes Leben geben könnte, eine romantische Illusion.

    Ein Beispiel ist Deutschland, mit (Zahl aus 2015) durchschnittlich 234 Einwohnern je Quadratkilometern und damit jetzt schon großem Mangel bezüglich Infrastruktur (wie z. B. Kanalisation, Stromversorgung, Wasserwerken, etc), Wohnungen, Kita- und Schulplätzen.

    Eine Verdoppelung würde u. a. bedeuten, daß jeder noch unbebaute Quadratmeter in den Städten zugebaut wäre (mit erheblicher Verschlechterung für´s Stadtklima) und es in Ballungsgebieten überhaupt keine grünen Zwischenräume zwischen Mega-Siedlungen mehr gibt. Nebenbei auch keine Chance mehr, die Bevölkerung ohne massiven Import von Nahrungsmitteln zu ernähren.

    Keine Chance mehr für Wild-, noch brutalere Haltungsbedingungen für Nutztiere (in Holland erprobt man schon Modelle von riesigen, mehrstöckigen Containerschiffen, wo sie von in-vitro-Zeugung bis zur Verarbeitung/Zerlegung „leben“ sollen) und wesentlich schlechtere Bedingungen für das Leben von Haustieren inklusive.
    Dazu haben Menschen m. E. kein Recht: Sie überziehen ihre Ansprüche gegenüber allen Mitlebewesen schon jetzt auf´ s Massivste.

    OT: „Ein gutes Omen“ ist genauso gut wie „Weiberregiment“und bringt auch den Wert ländlichen Lebens in einer nicht übersiedelten Gegend zu Bewußtsein

  8. Die Diskussion um Überbevölkerung als vermeintlicher, direkter Kriegsgrund führt mich gedanklich zu den „Georgia Guidestones“, deren oberste Anweisung eine Deckelung der Weltbevölkerung auf 500 Millionen vorsieht. Um besagte Steine und die hinter ihnen stehenden Personen oder Strukturen wird jenseits des Atlantiks eine große Mystifizierung betrieben. Ist dem Parteibuch diesbezüglich mehr bekannt? Welcher ‚Philantrop‘ hat sich da ein Denkmal gesetzt? Wie passt die Art und Weise des heimlichen Errichtens und des Umgangs mit diesen Steinen zu den eher gegenläufigen Bestrebungen der ökonomischen Eliten?

  9. „Ein Hoffnungsschimmer für den Jemen ?“

    nein keine Hoffnung für den Jemen.
    Das ist der Plan B, der Fraktion die bis jetzt sehr fleissig im Jemen rumgebombt hat.

    Plan B bedeutet
    „Wir bauen das was wir zerbombt haben für euch auf, natürlich für extrem viele Schulden. Verlust der Souveränität ist logisch“ Wie will man sonst ein Volk kontrollieren, was man zuvor fast ausradiert hat ?

    übrigens Plan B kennen wir schon aus Deutschland ( 1945 ), Afghanistan, Syrien (Kurdistan) usw.

    „Wir bauen Schulen und Brunnen “
    bedeutet: Wir wollen und werden eure Bildung (Propaganda) und die Wasserversorgung kontrollieren.

    nix Hoffnung – der Papst ist mindestens ein Rädchen im Getriebe des grossen Planes. Wenn nicht noch mehr als ein Rädchen. Die Papstrede könnte bedeuten, man hat den Jemen fast sturmreif gebombt.

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