Irak erklärt ISIS für besiegt

Der irakische Regierungschef Haider Al-Abadi hat am heutigen Samstag bekanntgegeben, dass die Terrorgruppe ISIS im Irak besiegt ist, nachdem irakische Sicherheitskräfte die komplette Wüstengegend an der Grenze zu Syrien unter Kontrolle gebracht haben.

Faktisch scheint die Situation allerdings so auszusehen, dass es noch eine handvoll weiterer Wüstengebiete im Irak gibt, wo mit dem Antreffen versprengter ISIS-Terrorgrüppchen gerechnet werden muss.

Das größere Problem für den Irak dürften aber die eng mit der zionistsich-wahhabitischen Terrorachse liierten „Peshmerga“ und PKK-Kräfte unter dem Kommando von Barzani und Kameraden sein.

Die syrische Armee ist unterdessen im Kampf gegen die Terrorgruppe Al Kaida im Süden der Provinz Idlib wieder ein bis zwei Dörfer vorangekommen.

5 Gedanken zu “Irak erklärt ISIS für besiegt

  1. Sieht gut aus, sogar die Jerusalem Aktion Trump’s scheint eine Falle für Netanyahu zu sein. Israel ist jetzt isoliert. Nach Aussen sich als Zionist geben, nach innen aber genau die Zionisten isoliert, das sogar Zionisten wie Merkel, May, etc. nicht wirklich dafür sein können da sie in der Region dann erstrecht alles verlieren, obwohl sie das schon tun. Nur sehen die das nicht. Der Iran wird stärker und im Proxy Krieg Iran-Israel scheint der Iran die Nase deutlich vorn zu haben auf allen Schlachtfeldern in Jemen, Syrien, Irak, Libanon sogar Katar könnte sich noch ganz drehen, die Türkei tut es jetzt schon. Die Golfländer sowie Jordanien scheinen zwar aufgebracht zu sein wegen Trump’s Jerusalem Entscheidung, aber es ist nur gespielt da sie Israel Proxies sind gegen den Iran. Die Bevölkerung dieser Länder wissen es und sind aufgebracht, es könnte durchaus sein das diese Regierungen der Spieraum fehlt irgendwas gegen die iranische Achse was zu unternehmen geschweige den Krieg zu führen. Iran ist jetzt der mächtigste Vertreter der Palästinenser.

    Und die immense Feindseligkeit gegenüber den USA in Nahost könnte Trump und seinen Militärs noch mehr Gründe geben sich nicht mehr militärisch in der Region betätigen zu müssen oder sogar grössten Teils das Militärpersonal von dort abzuziehen das es immense Kosten verursacht, sogar Obama wollte dies mit dem Pivot to Asia um Israels Einfluss auf die USA zubegrenzen, die Syrien und Irakpolitik in dem man die Russen einfach machen lässt (mit ein paar inszenierten Vorfällen damit es anders aussieht) ist ursprünglich von Obama in seiner Zweiten Amtszeit vorgebracht worden. Trump führte dies nur um längen konsequenter aus da er in der Regierung kaum Leute hat die es sabotieren könnten nicht wie bei Obama der es nur vorsichtig machen konnte. Zudem dauert der Umzug nach Jerusalem laut Trump Jahre da gibt es genügend Zeit für ihn und seine Berater Netanyahu eine Falle zustellen um seinen Einfluss und den der zionistischen Juden in den USA zu begrenzen. Trump zieht den Globalisten den Boden unter den Füssen weg den damit macht er noch einen weiteren Schritt in Richtung US-Rückzug in dem er die Zügel aus der Hand gibt und der CIA wenig Spielraum gibt sie zu sabotieren.

    Damit ist Israel jetzt definitiv isoliert, bei einer militärischen Eskalation gegen die Palästinenser ist der Iran in der Nähe da sie in Syrien stationiert sind und können somit Israel in einen Zweifrontenkrieg zwingen auf den Golan-Höhen denn sie nicht gewinnen können um es Völkerrechts gemäss Syrien zurück zu geben, denn wenn die Golfstaaten bei so einem Fall gegen den Iran agieren wäre das ihr Ende. Wie sollen sie sowas rechtfertigen Israel könnte somit sogar die Existenz verspielt haben bei so einem Fall. Zudem gibt es durchaus Quellen die berichten das wenn der NATO Block in der Ukraine die Situation eskalieren lässt um den Wünschen Polens und den Balten zuvorzukommen dann wird Russland den Iran stärken und die Hisbollah freie Hand gegen Israel geben.

  2. Einen, wie ich finde, hochinteressanten Artikel gibt es aktuell von Bernhard vom Moon Of Alabama.

    Alle fragen sich, wie es in Syrien weitergeht. Werden die US-Militärs gehen oder nicht. Wie MoA schreibt, haben US-Militärs offiziell erklärt, dass sie nicht gehen werden:

    „The Pentagon plans to keep some U.S. forces in Syria indefinitely, even after a war against the Islamic State extremist group formally ends, to take part in what it describes as ongoing counterterrorism operations, officials said.“

    Als Quelle gibt MoA folgenden Link an…

    https://www.wsj.com/articles/u-s-to-remain-in-syria-indefinitely-pentagon-officials-say-1512752450

    „indefinitely“, also unbegrenzt wollen sie bleiben, obwohl sowohl die Russen als auch der Iraq den Krieg offiziell für beendet erklärt haben, weil ISIS besiegt sei.

    Ich kann mir vorstellen, dass es Zeitgenossen gibt, die sich, genauso wie ich, die Frage stellen, warum Trump seine Truppen jetzt nicht abzieht? Wenn nicht jetzt, wann dann? Vielleicht weiß das Parteibuch eine Antwort darauf.

    Weiter schreibt MoA, dass die Kurden die Koalition mit den Amerikanern aufkündigen und zu den Russen überlaufen, die ihrerseits die Kurden mit ihrer Luftwaffe im Kampf gegen ISIS unterstützen. Auch erwartet MoA, dass sich heftiger Widerstand gegen den Verbleib von US-Truppen im Nordosten Syriens formieren wird…

    „The commander of the Iranian Revolutionary Guards Corp Brigadier General Haj Qassem Soleimani sent a verbal letter, via Russia, to the head of the US forces commander in Syria, advising him to pull out all US forces to the last soldier “or the doors of hell will open up”.“

    Auch würden sich im Nordosten Syriens Kräfte formieren, die den Guerillakampf mit den US-Militärs aufnehmen wollen.

    Abschließend möchte ich dem Parteibuch meinen Respekt für seine Einschätzung aussprechen, dass die Kurden sich „für den richtigen Weg entscheiden würden“. Jedenfalls hatte ich immer den Eindruck, dass das Parteibuch diese Position vertritt. Ich hatte in der Hinsicht, ehrlich gesagt, wenig Hoffnung.

    Herzliche Grüße

    Ach schiet, den MoA link hatte ich vergessen…

    http://www.moonofalabama.org/2017/12/syria-isis-is-defeated-the-us-is-next-in-line.html#more

  3. Macho

    Ich stimme deiner Meinung weitgehend zu. Und ich glaube auch, dass Trumps Jerusalem-Entscheidung zu Blowback führen wird, das mehr Wirkung haben wird, als Trumps ursprüngliche Jerusalem-Entscheidung. Sicher, dass das so ausgehen wird, bin ich mit da allerdings nicht. Damit das so kommt, egal ob Trump das so geplant hat oder nicht, ist noch viel Arbeit auf allen Ebenen nötig.

    Etwas widersprechen möchte ich deiner Meinung allerdings in Bezug auf Jordanien. Sicher ist es so, dass Jordanien seit Jahrzehnten stets ein schwacher und willfähriger Handlanger von Israel, Saudis und USA war. Aber mein Eindruck ist, da könnte sich was tun. Jordanien hat Zoff mit Israel wegen Botschaftsmorden und ist auch eine der drei Parteien der in Israel verhassten Trump-Putinschen-Deeskalationsvereinbarung zu Südwestsyrien. Mein Eindruck ist, in Jordanien könnte sich gerade ein Seitenwechsel wie in der Türkei und Katar anbahnen. In Jordanien wird das Jerusalem-Problem außerdem als sehr dringlich betrachtet, weil der jordanische König einen wesentlichen Teil seiner Legitimitätsbegründung daraus zieht, dass er der Hüter der heiligen islamischen Stätten in Jerusalem ist.

    1. Jordanien ist in einer schwierigen Lage.
      Kein (nennenswertes) Öl oder Gas, kaum Trinkwasser, nur wenig Landwirtschaft möglich.

      Dafür einige andere Rohstoffe und sie verkaufen auch verarbeitet Produkte statt die reinen Rohstoffe, also es gibt Industrie und damit Wertschöpfung im Land.

      Nur einen sehr kleinen Zugang zu einem Randmeer, eingeklemmt zwischen Israel und KSA.
      Von der Traumstadt von MbS mit Brücke nach Ägypten ist das zu weit entfernt, um davon wirklich profitieren zu können.

      Prinzipiell können sie sich in einen syrisch-irakisch-iranisch-libanesischen Wirtschaftsraum einklinken.
      Die Verbindungen zum Irak waren früher sehr stark und wurden im Zuge der Sanktionen stark geschwächt.

      Derzeit sind sie aber wohl von billigem Öl aus Saudi-Arabien abhängig, so ein Schritt bräuchte Vorbereitung, und geht nicht plötzlich.
      Aber erste Schritte wären ein wichtiges Signal.

    2. Da gebe ich dem Parteibuch völlig Recht. Jordanien ist ein gespaltenes Land. Es hängt in Energiefragen völlig von SA und den VAE ab. Das Wasser muss es sich mit seinem westlichen Nachbarn teilen, wobei dieser immer darauf bedacht ist, die größeren Vorteile zu erzielen. Die Landwirtschaft, die im Jordantal aufgrund des immer warmen bis heißen Klimas eine große Rolle spielte (vor dem Krieg 30% der Ausfuhren), hat sehr große Verluste auf Grund der geschlossenen Grenzen zu Syrien erlitten. Die Bauern kippen ihre Tomaten auf die Straße, weil sie die vorher schon im Winter nach Syrien exportieren konnten und nun auf ihnen sitzen bleiben. Die Armut wird immer größer. Auch die Touristen bleiben aus wegen der Lage im Nahen Osten. Lebensmittel, die nicht aus dem Land selbst stammen, und das sind die meisten, sind teurer als in Deutschland und das bei einem Einkommen, das sehr viel geringer ist. Es gibt viele Leute und auch Flüchtlinge, die mit 60-100 Euro im Monat auskommen müssen. Und zwar als Familie, wenn die Ehefrau nicht mitarbeitet. Damit kann man nicht mal eine Wohnung mieten. Einmal pro Woche gibt es für anderthalb Tage in Amman Wasser, das in Tanks gefüllt wird und damit muss man die ganze Woche auskommen. Trinkwasser kauft man in 10l-Flaschen, die 1 Dinar pro Flasche kosten. Das ist dann auch nur für diejenigen, die es sich leisten können. Im Parlament sitzen die Syrienanhänger, die auch schon in Damaskus zu Besuch waren, aber auch eine große Moslembrüdergemeinschaft. In Zarqa, Irbid, Salt und Maan findet man Leute, die einen islamischen Staat gut finden. Wenn Jordanien nicht pariert, schickt SA seine Leute in Maan im Süden los zum Aufstand machen. Korruption gibt es auf höchster Ebene wie bei uns. Allerdings wird das nicht laut gesagt.
      Die Palästinenser sind in großer Zahl vertreten und es gibt diejenigen, die für Syrien sind, und die, welche al Jazeera oder al Arabiya anschauen und völlig von der Propaganda verblendet sind. Einziger Bodenschatz ist Phosphat, das man ausführen kann. Wenn also Obst und Gemüse nicht mehr exportiert werden kann und der Tourismus (Haupteinnahmequelle einst) nicht mehr funktioniert, liegt das Land am Boden. Als es SA noch besser ging, kamen im Sommer viele Saudis der dortigen Mittelschicht nach Amman, um da den Sommer zu verbringen. Immer noch kommen viele Libyer nach Amman, um sich da medizinisch behandeln zu lassen. Somit haben sich die Krankenhäuser vergrößert und vervielfacht. Alles ist zu einem Geschäft geworden. Allerdings sind die Studentenzahlen aus SA zurückgegangen und das spüren auch die Privatuniversitäten.
      Andererseits gibt es eine ungeheure Bautätigkeit, in die die Banken involviert sind. Es wird gebaut, was das Zeug hält. Sehr viele Wohnungen stehen danach leer. Man fragt sich also, wozu das gut sein soll. Ich denke, da steckt sehr viel Geldwäsche dahinter. Es gibt sehr viele Banken und es eröffnen ständig neue Supermärkte, Geschäfte, Kaufhäuser. Es gibt da Carrefour (französisch), Safeway (englisch), Ikea, und eine Anzahl von Ketten mit arabischem Namen. Man fragt sich, woher all das Geld kommt. Jordanien ist auch hoch verschuldet und damit völlig von der Weltbank abhängig.

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