Wird Sigmar Gabriel Bundeskanzler?

Die FDP unter Christian Lindner hat am Sonntag kurz vor Mitternacht die Koalitionsverhandlungen zu einer Jamaika-Koalition unter Angela Merkel platzen lassen.

Parteibuch-Leser Hanno hat zum Platzen der Jamaika-Sondierungen kommentiert:

… Die Meldung nicht nur des Tages ist die Meldung das die Schmierenkomödie um Jamaika beendet wurde.
In meiner sozialdemokratisch beeinflussten, und mit der SPD höchst unzufriedenen, Umgebung ist man sich seit Tagen darüber einig das diese Posse enden wird und das nicht zuletzt die FDP nicht einen Tag vor hatte in diese Gruselkoalition zu gehen und man zusammen mit CDU/CSU Leuten nur ein Ziel hatte und hat über den Spielball Grüne (dank übrigens an Trittin der offensichtlich auf Kurs blieb und das Drama ahnte) die Republik von der Raute zu befreien.
Die Freude in der Familie ist groß.
Nun hoffen wir das die Befreiung von der Raute auch klappt.

Das Parteibuch hat darauf mit folgendem Gedankenspiel geantwortet, das wir hier einer breiteren Leserschaft kundtun möchten:

Hanno

Die spannende Frage ist, wie Merkel zu entmachten ist, wenn sie nicht freiwillig geht. Wie und wo kann es eine Mehrheit gegen Merkel geben? Das klingt angesichts der Sitzverteilung im Bundestag total unrealistisch, und die Sitzverteilung würde sich bei Neuwahlen vermutlich auch kaum ändern.

Aber mir dünkt, es könnte da so etwas wie einen Plan zur Entmachtung von Merkel geben. Ich denke dabei vor Allem an Gerhard Schröders Interview mit Josef Joffe in der Zeit vor fünf Tagen. Zitat:

Schröder: Die SPD muss wieder herstellen, was wir 98 hingekriegt haben

… Sie muss ökonomische Kompetenz und Gerechtigkeit vereinen. Die „soziale Gerechtigkeit“ allein hat 2017 nicht gezündet, weil die Menschen so große Gerechtigkeitsdefizite nicht gesehen haben. Aber wir haben Defizite in der Frage der Digitalisierung. Die SPD sollte zurückkehren zu dem, was wir damals Innovation nannten …

Ökonomische Kompetenz, Defizite in der Frage der Digitalisierung und Innovation – das muss wie Musik in den Ohren von FDP-Chef Christian Lindner klingen, der beim Abbruch der Jamaika-Verhandlungen heute erklärte, „den vier Gesprächspartnern (sei es) nicht gelungen, eine Vertrauensbasis oder eine gemeinsame Idee für die Modernisierung Deutschlands zu finden.“ Innovation, Modernisierung, Digitalisierung, das ist alles eine Sprache. Und auch außenpolitisch hat sich Lindner vor der Wahl ja mal ganz plötzlich gar nicht mehr so ganz hart gegen Russland gezeigt.

Allerdings würde das natürlich längst nicht für eine Koalitionsmehrheit reichen – SPD und FDP hätten zusammen gerade mal 30%, etwas weniger als Merkels CDU/CSU. Aber, jetzt wird das grundgesetzlich vorgeschriebene Verfahren zur Kanzlerwahl weiterlaufen, und dabei könnten 30%, die FDP und SPD in einer Zusammenarbeit auf die Beine bekommen könnten, sehr wichtig werden.

Das läuft nämlich so:

Den ersten Vorschlag macht der Bundespräsident, also Schröders Spezi Steinmeier. Der wird, wenn Merkel will, wieder Merkel als BuKa vorschlagen. Aber um gewählt zu werden, braucht Merkel bei dem Wahlgang 50%+1 im Bundestag, und die wird sie nicht bekommen.

Danach hat der Bundestag zwei Wochen Zeit, sich selbst einen Bundeskanzler zu wählen, der ebenfalls 50% + 1 Stimme im Bundestag braucht. Da kann, falls es überhaupt zu einem Wahlgang kommt, wieder nur die Union einen Versuch machen, denn schon um einen Kandidaten vorzuschlagen, braucht es, laut Geschäftsordnung, 25%. Aber, auch da dürfte Merkel wieder scheitern bei dem Versuch, 50% + 1 Stimme zu bekommen.

Danach gibt es, wenn immer noch kein Bundeskanzler gewählt ist, eine dritte Wahlrunde. Und da könnte es dann richtig interessant werden, denn da reicht zur Wahl eine einfache Mehrheit der Stimmen, das heißt, wer mehr Stimmen als jeder andere bekommt, gewinnt. Um einen Kandidaten vorzuschlagen, braucht es laut Geschäftsordnung aber weiter 25%. Die SPD hat soviel allein nicht, aber wenn die FDP da mit der SPD gehen würde, dann könnte die SPD da einen Gegenkandidaten zu Merkel präsentieren. SPD und FDP haben dann zwar zusammen immer noch etwas weniger Stimmen als die Union, aber sie würden AfD, Grüne und Linke in Zugzwang bringen. AfD, Grüne und Linke wären nämlich zu schwach, um einen eigenen Kandidaten aufzustellen, und stünden dann vor der Wahl, die CDU/CSU-Kandidatin Merkel zu unterstützen oder einen SPD/FDP-Kandidaten zu wählen. So wie ich es sehe, könnte sich dabei vermutlich ein geschickt ausgesuchter SPD/FDP-Kandidat mit relativer Mehrheit gegen Merkel durchsetzen. Der Clou dabei: Schröders Spezi Steinmeier würde es dann nach eigenem Gutdünken obliegen, die Entscheidung zu treffen, diese Person zum Bundeskanzler einer Minderheitsregierung zu ernennen oder Neuwahlen auszurufen.

Wer könnte dieser gemeinsame Kandidat von SPD und FDP sein? Es fällt nicht schwer, das zu erraten. Aus dem Schröder-Interview:

Mich bedrückt, dass einer der Begabtesten, Sigmar Gabriel, nicht die Wertschätzung erhält, die er verdient. Unverständlich. Die Partei hat ihm den Kanzlerkandidaten nicht zugetraut, obwohl er es gekonnt hätte. So viele begabte Leute gibt es in der SPD nicht.

Nachtrag: Während viele einfache Leute links wie rechts „die Raute“ aus einem oft eher unbestimmten Bauchgefühlt heraus satt haben, hat der Soziologe Wolfgang Streek vor vier Tagen eine harsche, links wie rechts ansetzende Kritik am „Merkelismus“ veröffentlicht, die eher auf die gewöhnlich tiefer und gründlicher indoktrinierten Bildungsbürger abzielt:

Merkel – Ein Rückblick

Die Ära Merkel geht zu Ende. Zum Glück, denn sie steht für den sinnentleerten Machterhalt einer Monarchin. Ein Gastbeitrag.

Der Artikel von Streek ist drei Tage vor dem Scheitern der Jamaika-Sondierung erschienen, doch seine Kritik an der „Raute“ ist aktueller denn je.

91 Gedanken zu “Wird Sigmar Gabriel Bundeskanzler?

  1. Ich denke es wird darauf hinauslaufen, was die Seherin Antje-Sophia jetzt schon länger prophezeit. Der Bundestag wird aufgelöst:
    youtube.com/watch?v=b4vqbpGUigw
    („Jamaika und Auflösung des Bundestages – Knotenöserin – erfüllte Prophetie und Einblicke“)

    Wäre mir allemal lieber als dass das jämmerliche Trauerspiel mit dem „dicken Siggi“ (oder wem auch immer von den traurigen Gestalten) weitergeht.
    War der nicht mal Pate vom „Star-Bären“ Knut? Wie es mit dem armen Tier geendet ist (sowie mit seinem Pfleger), wissen wir.

    1. im NDR radio machen sie auch schon werbung dafür „.. oder läufts so wie jetzt eigentlich ganz gut?“

      1. Für was genau wird Werbung gemacht? Habe den Kommentar nicht (so ganz) verstanden.
        Im aktuellen Video bestätigt Antje-Sophia ihre Aussage, dass der Bundestag aufgelöst wird und sie rechnet mit dem Euro-Crash, ausgelöst durch Zahlungsunfähigkeit der BRD, spätestens bis Anfang 2018.
        Und bereits das jetzige Weihnachten soll stark auf der Kippe stehen. Zu letzterem äußert sie sich aber eher vage.
        Das interessante bei diesen Videos ist nicht zuletzt, dass sie nicht nur wild spekuliert. So wie sie es begründet macht das angesichts der aktuellen Lage durchaus Sinn alles.
        Wir werden sehen.

  2. Prinzipiell ginge es einfacher, wenn nämlich sich die SPD mal dazu aufraffen könnte SPD Linke Grüne und FDP Koalitionsverhandlungen aufzunehmen. Damit wären auch die meisten Ziele erreicht. Rot Rot Grün Gelb hat eine Mehrheit, die AFD wäre trotzdem nicht die führende Partei in der Opposition, und Merkel wäre weg…. Und so wie ich dass seh, hat es ja nicht so sehr zwischen grün und gelb sondern wegen schwarz Probleme gegeben. Unverständlich, dass ich bisher nur in einer einzigen Seite gelesen habe, dass diese Koalition eine Mehrheit hätte, in den MSM sowieso nicht. Das wird total totgeschwiegen. Auch wenn es wahrscheinlich keine Ergebnisse bei den Verhandlungen gäbe, kann man diese Möglichkeit doch nicht einfach totschweigen…

    1. Rumpelzinken

      Als Koalition kann ein Bündnis aus SPD, Linke, Grüne und FDP erstmal nicht gehen, weil der Richtungsgegensatz zwischen FDP und Linken zur Wirtschaft die Verhandlungen sprengen würde.

      Wenn aber die Frage konkret bloß lautet, ob ab sofort lieber Merkel oder ein(e) SPD-ler(in) Kanzler sein sollte, dann könnte es durchaus möglich sein, dass SPD-ler(in) mehr Stimmen bekommt. Und Steinmeier könnte den Kandidaten dann als Kanzler einer Minderheitsregierung bestätigen, und sagen, dass eine neue Wahl nichts bringt, solange wieder die gleichen Mehrheitsverhältnisse zu erwarten sind, und der (die) neue Kanzler(in) ja Neuwahlen später immer noch über die Vertrauensfrage erzwingen kann.

  3. Der „Siechmar“ (Pelzig) soll es werden? Hmmm.

    Schröder gefiele das, sicher. Nur was bedeutet das?

    Eine entspanntere Russlandpolitik, könnte man vermuten. Oder es kommt so wie in den USA, wo ein Pragmatist, der sich mit Russland gut einigen kann und könnte, von einer großen Mehrheit im Kongress und in der veröffentlichten Meinung quasi gezwungen wird, das Land auf Konfrontationskurs zu halten.

    Und sonst?

    In der SPD gibt es nach der richtigen Oppositionspause Diskussionen, ob man denn wieder eine zumindest teilweise sozialdemokratische Partei (im Sinne der ursprünglichen Programmatik) zu werden. Die Basis möchte dies, und die Kernwählerschaft ohnehin.

    Die Personalentscheidungen außer Nahles zeigen, dass die rechten Netzwerke die Parteiorganisation weiter im Griff haben.
    Ein bisschen Korrektur an der Agenda, aber nur nicht zu viel, keine Korrektur an der Eichelschen Steuerschenkung für die Spitzenverdiener und die Kapitalklasse in gigantischem Ausmaß, die durch Erhöhungen von Steuern und Abgaben und „Gebühren“ und Abbau öffentlicher Leistungen für Otto Normal und Klein Erna gegenfinanziert wurden.

    Also eine CDU light ohne alte ideologische „Weisheiten“ wie Frauen sollen lieber nicht arbeiten, Schwule und Lesben sind schlecht und so weiter.
    Unter Merkel ist die Union selber diese „Konservative“ Partei light geworden, also kein Bedarf für eine solche SPD.

    Und die Wahlergebnisse zeigen dies überdeutlich.

    Nun bestünde vielleicht tatsächlich die Chance, mit dem Abgang von Merkel und einer guten Personalwahl die „Mitte“ zu besetzen.

    Aber nur kurzfristig, langfristig dürfte damit das Ende eingeläutet sein.
    AfD und die Linke dürften gestärkt werden.

    Eine wirklich sozialdemokratische Politik, wie sie bis zum September mit der Mehrheit von RRG theoretisch denkbar war, rückt in absurd weite Ferne.

    Merkel wäre weg; aber Merkels Innenpolitik liefe unverändert weiter, die SPD schafft sich ab, und irgendwann kommt eine neue Merkel, die ist ja nicht das Problem, sondern nur eine Figur.

    1. andreas

      Ich kann da im Grunde nur zustimmen, dass der ganze verheerende neoliberale Blödsinn unter rot-gelb (toleriert von grün-links) mit ziemlicher Sicherheit weitergehen würde. Und auch sonst würde das Programm geradezu zwangsläufig ziemlich nach dem aussehen, was die Jamaika-Unterhändler gerade ausgemacht hatten – mit kleinen Ausnahmen wie:

      – Russland-Sanktionen der EU würden abgebaut
      – die von Trump geforderte Steigerung der Rüstungsausgaben in Richtung 2% würde nicht kommen
      – es gibt irgendsowas wie einen (neoliberalen oder hohlen) Masterplan Digitalisierung, Innovation und Wirtschaftsaufschwung (Steuersenkungen), für den auch etwas beim Militär eingespartes (oder nicht zusätzlich ausgegebenes) Geld da wäre
      – Nordstream 2 würde kommen.

      Das Merkel-Programm bliebe also größtenteils, aber Merkel wäre weg. Sollte im Herbst – wie zu erwarten -, von rot-gelb (toleriert von grün-links) kein Haushalt verabschiedet werden können, gibt es dann eben Neuwahlen, wo neue Mehrheitsverhältnisse wahrscheinlicher wären als wenn es jetzt gleich Neuwahlen gäbe. Ob die CDU sich da ohne Merkel noch als geschlossene Kraft präsentieren könnte, dürfte sehr fraglich sein.

      1. Das Problem: wird jetzt der Ex-Popbeauftragte Kanzler, wird sich nichts in der SPD bewegen.
        Die SPD vielleicht für einige Ex-Merkel-Wähler wählbar, aber als sozialdemokratische Kraft weiter erodieren, die ehemalige Kernwählerschaft zu Hause bleiben oder Linke wählen oder aber auch AfD.
        Und bei der AfD wird es wohl noch dauern, bis sie durch praktische Politik beweisen, dass sie außer in der Flüchtlingsfrage eben keineswegs die Interessen der normalen Menschen vertreten.

        Eine Politik in D, die die wachsende Schieflage in der Einkommens- und Vermögensverteilung wieder deutlich gerade rückt, ist auch die einzige Chance, den Euro zu erhalten, sonst fliegt das Ding mit gewaltigem Knall auseinander.

      2. andreas

        Es scheint mir, dass es im Hintergrund auch in Deutschland ganz gewaltig um Geopolitik geht, den praktisch global geführten Aufstand der Multipolaristen gegen die zioatlantischen Unipolaristen.

        In der SPD hat sich da ja schon viel bewegt. Sigmar Gabriel etwa attackiert geradezu laufend die atlantischen Unipolaristen und ist deutlich näher bei Russland als die CDU. Man schaue nur, wie wütend der ZioCon Michael Wolffsohn ist: Sigmar Gabriel empfiehlt sich als Lobbyist für den Iran.

        Die FDP wurde bis gestern als atlantischer Mehrheitsbeschaffer wahrgenommen. Das scheint aber eine Fehleinschätzung gewesen zu sein. Die FDP ist deutlich Russland-freundlicher als die Union. Man lese etwa hier bei der FAZ:

        FDP-Chef Christian Lindner plädiert dafür, … die Sanktionen gegen Russland zurückzufahren.

        Oder hier bei Spon:

        Kubicki gegen Russlandsanktionen

        Außenpolitischer Aufschlag vor den Jamaika-Sondierungen: FDP-Vize Wolfgang Kubicki kritisiert im SPIEGEL die Sanktionen des Westens in der Krimkrise und die Nato-Präsenz an der russischen Grenze.

        Und wie sich gestern gezeigt hat, lässt Lindners FDP die atlantischen Unipolaristen von CDU und Grünen dafür sogar politisch über die Klinge springen.

        Ein russland-freundliches SPD/FDP-Bündnis geht, wenn überhaupt, nur mit viel Taktieren, Gezeter und Gewürge, aber die Grünen und die Linken würden sich an ihren Basen sehr schwer tun, gegen ein russland-freundliches SPD/FDP-Bündnis weiter auf die atlantischen Unipolaristen von Merkels Union zu setzen. Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass Gabriel in einer Stichwahl gegen Merkel sogar von der AfD Stimmen bekommen würde – da gibt es nämlich viele, die würden sogar den Teufel persönlich wählen, wenn sie dadurch bloß Merkel loswerden können.

        Der geopolitische Richtungswechsel von Deutschland ins Lager der Multipolaristen ist es, worum es weltpolitisch gerade geht. Da wirken gewaltige geopolitische Kräfte im Hintergrund.

  4. Gibt es das letzte Sondierungspaket schriftlich?

    Es heißt 7 Gigawatt Kohleverstromung abschalten, Klimaziele für den Verkehr (die Verpflichtungen, die D eingegangen ist international, wären damit nicht mal zu halten, aber Trump ist der böse Klimakiller).
    Es gibt große Überkapazitäten, dann importiert man eben mal etwas Strom bei Dunkelflauten, Speicher und Gaskraftwerke lohnen sich nur, die dreckige Grundlast reduziert wird.

    Einigung auf Obergrenze, die nicht Obergrenze heißt, von 200.000; und anscheinend noch zusätzlich x Familiennachzug von subsidiär Geschützten, wenn mehr kommen wollen, dann müssten die in den 200.000 drin sein. Vermute ich mal, anhand der Aussagen.
    Eine Regelung mit Kontingenten, wie sie jedes normale Land der Welt hat. Schluss mit dem Unfug von „geht nicht, wegen Verfassung und Flüchtlingskonvention und blah“.

    Mütterrente.
    sachlich ist das mehr als korrekt; es gibt Ökonomen die sagen, wer drei Kinder hat, hat Anspruch auf eine ordentliche Rente, auch wenn er gar nicht gearbeitet hat. Auch wenn man das abmildert, ohne Kinder kein Rentensystem möglich (auch das „kapitalgedeckte“ bricht dann völlig zusammen),also die Mütterrente ist da wenigstens ein kleiner Ausgleich.
    Besser wäre eine Steuerfinanzierte Grundrente für alle; die Mütterrente reicht eben nicht für alle, um aus der Altersarmut zu kommen, und die sollte es in einem so reichen Land einfach nicht geben, egal ob Mütter oder Väter oder Nichteltern.

    Soli komplett abgeschafft bis 2021.
    Das ist die FDP-Kernforderung; erstaunlich, dass sie trotz dieses Zugeständnisses die Reißleine gezogen hat.
    Die Forderung klingt so logisch, vorübergehend eingeführt, Entlastung „der Bürger“.

    De facto Betrug der Spitzensteuersatz bis zum „rot-grünen Reformprojekt“ 53%, darauf der Soli anfänglich 7,5% davon drauf, machte rund 57 Prozent Spitzensteuer. Später 5,5% Soli also knapp 55 Prozent Spitzensteuer.
    Für alle Einkommen, auch Kapitaleinkommen.

    Spitzensteuersatz wurde auf 42% gesenkt, mit Soli also 44,5 %, mit „Reichensteuer“ noch drei Prozent mehr.
    Aber nicht für Kapitaleinkommen, da sind es 25% plus Soli, also keine 27 Prozent.

    Die Soliabschaffung wirkt sich für kleine Einkommen gar nicht aus, für untere Mitteleinkommen sehr wenig, für obere Mitteleinkommen ein bisschen mehr; richtig lohnen tut sich das für die Spitzeneinkommensbezieher.

    Also glasklare Klientelpolitik; und da die bisher vorausberechneten Einnahmen nicht dafür reichen, braucht es auch noch eine Gegenfinanzierung, also weniger Leistungen für die Bevölkerung.

    Eine sinnvolle Steueränderung: Soli meinetwegen weg, dafür Spitzensteuersatz wieder auf frühere Sätze.
    Tarif etwas verschieben, das verbessert die Situation der mittleren Einkommen.
    Kapitaleinkommen wieder wie alle anderen Einkommen versteuern.
    Zusätzlich Entlastung für kleine Einkommen bei den Sozialabgaben, finanziert von höheren Einkommen, die bis jetzt da fein raus sind.

    Im Prinzip sind sich da RRG einig gewesen, aber wichtiger war ja, die Homoehe einzuführen, was für ein „Linkes“ Projekt.

    1. Im historisch unauflöslichen Interessengegensatz zur Richtung des sozialen Rückschritts rechts, ist links die Richtung des sozialen Fortschritts und der beginnt in den Betrieben.

      Wer keine Unterstützung leistet, ja sogar auf durchsetzungsstarke Gewerkschaften wie die der Lokführer einschlägt, steht somit rechts bei der Haltung derer, die im „Wieder Herr im Hause“-Auftrag des Großkapitals sofort 1933 die Gewerkschaften zerschlagen haben – ob mit Homoehe oder welcher pseudolinken Tarnung auch immer.

  5. Ohne dem Erstarken der AFD, egal wie man zu dieser Partei jetzt steht, wäre eine derartige Entwicklung nicht möglich gewesen.

    1. @kaeptngarfield:
      Das sehe ich auch so. Bezüglich weiteren Spekulationen, insbesondere potentiellen Richtungsänderungen globalistischer Politik, denke ich, daß sich kaum was ändern wird ohne direkte Demokratie.
      Es sind nur immer wieder dieselben, die den Begriff „Demokratie“ vor sich her tragen, ohne echte (direkte) Demokratie umsetzen zu wollen. In Österreich ist es ausgerechnet die FPÖ. die sich für den Ausbau direkter Demokratie einsetzt, in Deutschland hat die AfD diesen Punkt im Programm. Wer direkte Demokratie ablehnt, will in meinen Augen weiterhin globalistische Politik umsetzen, egal, welche „Farbe“ er nach außen zeigt.

      Durch das Ausscheren der FDP habe ich einige Wetten verloren (hätte Lindner und Co diese Konsequenz nicht zugetraut), freue mich aber trotzdem über diesen weiteren Schritt zum Sturz der Merkel-Globalistenmarionette. Zumal diese Entwicklung m. E. auch gravierende Auswirkungen hinsichtlich „Super-EU“ und deren (weiterer) Militarisierung bedeutet: Herr Macron vergießt ja angesichts der Schwächung von Frau Merkel offenbar schon bittere Tränchen.

      Ich hoffe auf Neuwahlen bei denen die Olivgrünen die 5% Hürde nicht schaffen. Diese Chance ist nach der gestrigen Nacht größer geworden.

    2. „Ohne dem Erstarken der AFD, egal wie man zu dieser Partei jetzt steht, wäre eine derartige Entwicklung nicht möglich gewesen.“

      Den Strategen der sozial rückschrittlichen, also rechts stehenden Politik-und Medienindustrie ist natürlich klar, dass als konstruierte politische Sammelbecken für in der kapitalistischen Krise von Proletarisierung bedrohte opportunistische Kleinbürger, ein Trotzwählergebilde wie die sogenannte „AfD“, am einfachsten durch möglichst viel Negativreklame und politische Vorlagen zum Überfremdungsthema gefördert wird. Das vorläufige Ergebnis dürfte in etwa den Zielvorstellungen entsprechen.

      „Der Kapitalismus in der Krise wird aufrechterhalten mit den despotischen Mitteln des Faschismus. Deshalb soll vom Faschismus schweigen, wer nicht auch vom Kapitalismus reden will.“

      – Prof. Max Horkheimer

      Wenn eine ähnliche Existenzkrise des Kapitalismus, die herrschende Klasse der privaten Kredit- und Kriegsindustrie zum Fördern ähnlicher politischer Kräfte veranlassen könnte, so wäre also hinsichtlich einer möglicherweise tatsächlich vollzogenen Entwicklung zu beachten, dass bis 1933 zu ähnlichen Zwecken, mit ähnlichen Mitteln, ein ähnliches Gebilde namens „DNVP“ gefördert worden ist.

      1. @clearly:
        Wenn wir erstmal direkte Demokratie haben (die die AfD als Programmpunkt hat) haben die Globalisten sowieso ver*** loren. Selbst wenn sie einen Teil der AfD (wie z. B. Frau Petry und Konsorten) „präpariert“ haben sollten (im Fall dieser „Aussteiger ist das sogar sehr wahrscheinlich, aber sie haben sich ja schon selbst isoliert).
        Genau deshalb wird die AfD ja so bekämpft von den Globalisten, direkte Demokratie müssen sie ja unter allen Umständen vermeiden.

        Außerdem haben sich doch schon viele „tollen“ Pläne der Globalisten als Schuß in´s eigene Knie entpuppt: „Die Macht, die Böses will und doch das Gute schafft“…

        Und welche Hoffnung für parlamentarische Anstöße gibt es denn sonst? Die PdL, die mal eben das ganze Land zerstören/auflösen will und damit die Vorhaben von Herrn Soros umsetzt? SPD? Olivgrüne? MPD? DKP? Oder was?

        Es geht erstmal darum, das zu retten, was von diesem Land überhaupt noch übrig ist…Und da seh ich auf der parlamentarischen Parteienebene sonst NullkommaGarnix, sorry.
        Die ist aber wichtig um direkte Demokratie zu implementieren.

        ***

  6. Hurra!!?? Endlich eine gute Nachricht aus Berlin, der Affenzirkus gegen die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist vorbei. Sturz merkel ja, einnschließlich Prozeß wegen Verrat am deutschen Volk! Aber wer soll es werden, gute Leute hat merkel aus dem Weg geräumt. Gabriel, SPD, ist nicht mein Fall, dazu hat die SPD das deutsche Volk zu oft verraten.
    Für mich ist erstmal wichtig, das die grünen weg vom Fenster sind.
    Wo geht es hin ?!
    Übrigens ein kurzer Blick nach Österreich, Strache und Kurz finden eine gemeinsame Sprrache.

    1. Der Friedrich Merz könnte es richten, man sehe mal nach wen die Merkel sonst noch weg gebissen hat, da werden sich wohl viele finden…

      1. Thomas

        Wieso soll ausgerechnet Friedrich Merz irgendwas richten können. Der ist ein Transatlantiker durch und durch, und wenn die Transatlantiker eben nun mal keine Mehrheit mehr haben, dann kann er überhaupt nichts.

        Die Union muss jemanden aufstellen, der russland-freundlich ist, wenn sie aus ihrer Krise rauskommen will.

  7. D&D Gabriel wäre meines Erachtens nach genauso verhängnisvoll wie Merkel. Alleine sein Rumgeeiere zu dem Thema TTIP war bezeichnend.
    Leider sehe ich derzeit keine Personalie in keiner Partei, die das Format einer aufrichtigen Politik vertritt (*) und dabei aber auch eine Regierung führen kann.

    * ich nehme mal Sahra Wagenknecht aus, da sie schon recht klare und begründete Politik betreibt. Aber als Führungskraft kann ich sie nicht sehen.

  8. Alles Unfug.
    Faktisch ist endlich die Chimäre der „Demokratie“ ebenfalls beendet (nach dem sog. „Rechtsstaat“).

    ***

    Alles läuft exakt wie geplant.

  9. Schöner Kommentar zu den Schwampel-Sondierungen.

    ***
    @KarlreMarks Vor 60 Minuten

    Germans are amateurs. Try setting up a coalition government between 11 parties, managing the representation of 19 sects and various regions in the process. #Lebanon
    ***

    Was passiert in anderen Ländern mit vielen Parteien (müssen ja nicht gleich 11 sein).
    Die Parteien gehen mit verschiedenen Projekten in den Wahlkampf, erzielen damit Wählerstimmen, es wird eine Koalition gebildet zur Umsetzung von anstehenden Projekten.

    Wer dabei seine Anhänger enttäuscht, oder wessen Thema erst mal durch ist, der bekommt beim nächsten mal weniger Stimmen, etwas anderes rückt in den Vordergrund.

    Im Prinzip ist eine Minderheitsregierung dabei sogar besser; man muss ja nicht vier Jahre warten oder die Regierung platzen lassen, wenn ein Thema durch ist.
    Auch Korrekturen von falschen Entscheidungen gehen schneller. Theoretisch.

    Aber das ist ein pragmatischerer Ansatz von Politik, die sich auch noch (teilweise) an Wählerinteressen orientiert; die ganz große neoliberale Koalition geht natürlich anders an Politik heran, unsere „Werte“ sind die richtigen, wer die nicht vertritt ist „Dunkeldeutschland“ oder „Wettbewerbsfähigkeitsuntergräber“ etc.pp.

  10. Das Kernproblem liegt doch deutlich woanders.

    Da kommt die Merkel nach dieser großartigen Sondierungsniederlage vor die Mikrofone, und die hinter ihr stehenden begossenen Pudel klatschen Applaus, als gelte es einen Sieg zu feiern. Und der Seehofer mit leuchtenden Äugelein macht der Merkel noch eine verquaste Liebeserklärung…pfui Deibel.

    Diese grotesken Schauspiele werden erst ein Ende haben, wenn Deutschland den Besatzern entrissen wurde, und keine äußeren Einflüsse mehr dafür sorgen, das ideologisierte und infantile Figuren das politische Parkett in Deutschland belagern.

    Und erst mit dem Ende dieser Besatzersatrappen wird eine Gesundung in Deutschland möglich sein. Dafür allerdings ist Siggi der falsche Kopf, denn der Kerl ist doch Satrap.

    1. Die Union war schon immer vorrangig ein Kanzlerwahlverein.

      Die wissen sehr genau, was sie noch für eine „Kernwählerschaft“ haben.
      Wahlen in Hamburg, exemplarisch; Bundestagswahl 2013, Mutti wählen, 32 Prozent.
      Senatswahl 2015, der „Muttifaktor“ eines sympathisch dargestellten Kandidaten lag bei Mutti Olaf scholz, die Union holte satte 15,9 Prozent.

      Ok, eine Großstadt im Norden, auf dem Land im Süden sieht es anders aus.
      Aber ein sehr hoher Anteil am Wahlerfolg unter Merkel ist gerade dieser Muttifaktor, die 16 Prozent könnten gut landesweit gelten. (einige sind ja schon weg, Mutti verteilte ihre Liebe auf fremde Kinder).

      Also, die Union fürchtet, mit Merkels Abgang abzustürzen.
      Die Politik ist beliebig in der ganz großen neoliberalen Koalition D, Parteien + Medien, also warum eine gesichtslose Union wählen?

      Könnte sein, dass sie wieder eine Figur finden; oder abschmieren.
      Deshalb hängen sie an ihrer Mutti, bis zum letzten.

      1. Die Kommentare sind ja alle richtig und schön. Nur ein wahrer Ausweg ist nicht vorhanden, wir werden egal was wir wählen sollten, weiter ver*rscht werden. Da hat hat doch keiner den Mumm mal den *rsch hochzukriegen und mal Tacheles zu reden. Selbst in der AfD findet sich niemand oder er redet unangebrachtes, blödes Zeug. Wir schieben innenpolitisch ein Gebirge von Problemen vor uns her Armut, Steuern, Bildung, Armee, Obdachlosigkeit, Ausländer, Kriminalität usw. usf.
        Und, wenn einer mal das Maul aufmacht fällt er vom Himmel oder crasht mit seinem Auto!

    2. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass nur weil die Amis abziehen plötzlich nur noch kompetente Politiker agieren?
      Wenn man sich mal umschaut, bis in die Tiefen der Landes- und Kreispolitik, findet man selten wirklich kompetente Menschen in den Parteiverbänden. Meist nichts hinbekommen im (Berufs) Leben, aber ganz viel heise Luft ablassen.
      Fazit, Ihren Optimismus kann ich nicht teilen.

      1. Es geht weniger um die sichtbaren Besatzer in Uniform, sondern um die zivilen „Berater“, nach deren Vorgaben Merkel und Co tanzen und buckeln. Von den transatlantischen Propagandatröten gar nicht erst gesprochen.

        Zum anderen gibt es in Deutschland genügend gute Köpfe, die sich allerdings in diesem System nicht verheizen lassen. Beispiel seinerzeit: Dr. Werner Manette.

      2. Die Frage ist, wer möchte den Beruf „Politiker“ ergreifen – und da sind Sie dann (bis auf wenige Ausnahmen, die es unbenommen gibt) ganz schnell bei einem bestimmten Menschentyp. Deswegen auch mein Pessimismus..

  11. Bei aller Begeisterung darüber, dass Jamaika nun nicht kommt und eine Ablösung der sogenannten Kanzlerin greifbarer zu sein scheint als zuvor, muss ich Wasser in den Wein gießen. In keiner Partei sind personelle Alternativen zu all diesen neoliberalen, transatlantischen, unsozialen, Krieg bejahenden, verlogenen und sogar gekauften Verbrechern, die unsere Parteien übernommen haben und unsere Demokratie und Freiheit abschaffen, zu erkennen.
    Ich fürchte, ähnlich wie nach dem Anschlag von Berlin vor einem Jahr, dass wir auf einen gewollten und herbeigeführten Ausnahmezustand zusteuern. Alles, was hierzu noch fehlt, ist Terror in Deutschland. Man stelle sich eine oder mehrere Bluttaten, rechtzeitig vor den noch anzusetzenden Neuwahlen, und ein entsprechendes mediales Echo vor. Als Folge könnte die aktuell nur noch geschäftsführende Regierung den besagten Ausnahmezustand ausrufen, die Neuwahlen aus Gründen der nicht zu garantierenden Sicherheit auf unbestimmte Zeit verschieben und in der jetzigen Konstellation weiter regieren. Mit Hilfe unserer MSM könnte dies der Bevölkerung als alternatives verkauft werden und der Ausnahmezustand, ähnlich wie in Frankreich oder in der Türkei, zum Dauerzustand werden.
    Das Ende von Demokratie, Sozialstaat, Frieden, Freiheit und Meinungspluralität wäre unweigerlich die Folge

    1. @Vieto: Diese Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen, bis auf diesen Punkt: „Mit Hilfe unserer MSM könnte dies der Bevölkerung als alternatives verkauft werden“ – Das klappt m. E. nicht mehr.

  12. Guten Tag,
    Parteien -also Stücke (Part) vom Ganzen- tragen für Gewöhnlich als Logo/Namen in D/A/CH drei Buchstaben. Die FDP bildet eine Besonderheit, denn da steht F.D.P. . Dieser kleine Unterschied erklärt warum alte Familien wie bei Otto Solms und den Grafen Lambsdorff genau dort zu finden sind.
    Von Dr. Peter Plichta gibt es mehrere Bücher wie die Chemische Industrie von NRW aus mit Walter Scheel als Operator die Geschäftsführung Westdeuschlands ab den späten 60ern beeinflußte.
    Lindner kommt woher? Seine Wahlplakate zur Bundestagswahl waren herausgehoben, schon fast niveauvoll. Nur die Frage wie bei der Mitgliederbefragung in der Partei, zum Euroaustritt, durch Frank Schäffler (NRW) initiert, ein so passendes Ergebnis herauskam bleibt. Liberale sind in den Vereinigten Staaten von Nordamerika übrigens die Linken.
    Bei Sigmar Gabriel stimmt der engelhafte Name. Die Abstammung und kulturelle Prägung über die Familie und der erfolgreiche Mentor Schröder. Kurz die Spekulation vom Parteibuch ist plausibel.

  13. In staatsmännischer Verantwortung wird sich die SPD zu einer GroKo „überreden“ lassen. Was der Sinn des ganzen Zirkus war. Ich wüsste nicht, wo die Spitzenpolitiker sonst ihre couragierte Haltung für einen echten Neuanfang hernehmen sollten.
    Im Machtspiel gibt es den starken Ableger der Ziocons, der sich wie ein Filz in alle Parteien erstreckt (die LINKE liefert gerade den Offenbarungseid) und mehr oder weniger unentschlossen für die Eliten auf der anderen Seite des großen Teiches wedelt.
    Dann gibt es auch noch die starken Machtgelüste Deutschlands innerhalb der EU und in Richtung Afrika. Und dankbar wird der Freifahrtschein von Trump angenommen, dass man ab jetzt gern selbst bis zum Abwinken hochrüsten darf. Passend dazu hat man gerade PESCO verabschiedet.
    Wo soll da ein Neuanfang herkommen?
    DAS sind die einzigen Differenzen im Machtsystem, doch im Grundsatz ticken sie alle gleich.
    Fassadendemokratie, welche für echte Veränderungen nicht fähig ist und die es nicht wagen wird, die tatsächlichen Gebrechen des Systems (Finanzwesen, Mantra vom Wirtschaftswachstum, grenzenlose Profitmacherei auf Kosten der sozialen Gemeinschaft) anzufassen.
    Die Gesellschaft als Ganzes ist wie gelähmt und jeder von uns kann überlegen, wie ER/SIE SELBST etwas daran verändern kann.

    Herzliche Grüße, ped43z

    1. ped43z

      Es ist zwar richtig, dass es im Machtspiel den starken Ableger der Ziocons gibt, der sich wie ein Filz in alle Parteien erstreckt und mehr oder weniger unentschlossen für die Eliten auf der anderen Seite des großen Teiches wedelt.

      Das Problem der Ziocons oder transatlantischen Unipolaristen, wie ich sie hier genannt habe, dabei ist, dass in den USA nun ein Multipolarist an der Macht ist: Trump. US-Präsident Trump kann man nicht unbedingt als großen Fan von Merkel und ihrem atkantischen Kanzlerwahlverein bezeichnen.

      Aus Übersee kommt deshalb nun vermutlich nicht mehr die unsichtbare „ordnende“ Hand, die den transatlantischen Unipolaristen in Deutschland über Jahrzehnte die Macht gesichert hat, sondern es dürfte aus Übersee im Hintergrund eher verdeckte Maßnahmen zum Aufbrechen der unipolaristischen zioatlantischen Strukturen in Deutschland geben.

      1. Hallo Einparteibuch.

        Erst einmal vielen Dank für Ihren sehr interessanten Beitrag. Die Variante Bundeskanzler Gabriel hatte ich keinen Augenblick lang in Erwägung gezogen. Ihre Begründung allerdings ist nicht von der Hand zu weisen.
        Jedoch sehe ich im Kampf Unipolaristen gegen Multipolaristen noch ein starkes Übergewicht bei den Unipolaristen. Diese bestimmen derzeit quasi in allen Parteien den Weg. Dazu passt auch der von Ped43z angesprochene Offenbarungseid der LINKEN. Da muss noch nicht mal die Parteispitze unipolar sein. Das Zugehen auf Russland sehe ich (derzeit noch) nicht als multipolare Politik, sondern als Bewusstsein über räumliche Nähe. Aber ich lasse mich gern positiv überraschen.
        In den USA bedurfte es einem „Antipolitiker“ in Form von Trump und dessen Unterstützern, um Multipolarität politisch umzusetzen. Das wird in Deutschland so nicht möglich sein. Mit einer Fortsetzung der GroKo wird es nichts. Mit der Variante Gabriel als Kanzler einer Minderheitsregierung eher. Aber das benötigt Unterstützung der Multipolaristen der Nichtregierungsparteien, die meines Erachtens nicht zur Genüge in Stellung gebracht wurden.

        Viele Grüße
        Matthias (BT)

      2. Aus Übersee kommt deshalb nun vermutlich nicht mehr die unsichtbare „ordnende“ Hand

        Der Drops ist noch nicht gelutscht. Bislang gibt es nur zarte Bestrebungen aus Politik und Medien, auszubüchsen. In mir ist schon der Eindruck, dass da Einige auf einen bedauerlichen Unfall des Donald Trump hoffen. Zumindest in den Medien läuft die Schlammschlacht gegen ihn unverdrossen und unsere Medien sind voll dabei. Insgesamt sind die Etablierten hier noch stramm auf Linie und nutzen die etwas lockere Leine, um sich im eigenen regionalen Machtbereich zu emanzipieren. Und das steht bislang nicht wirklich dem entgegen, was die Ziocons plus Ableger in den vergangenen Jahrzehnten veranstaltet haben. Das ist ja auch kein Wunder, denn was sie allesamt verbindet ist neben Opportunismus eine tief verankerte transatlantische Ideologie.

        Herzliche Grüße, ped43z

      3. ped43z

        Ja, der Drops ist noch nicht gelutscht. Vor allem in privaten „Think Tanks“ und Stiftungen verschanzen sich viele Clintonisten und Neocons. Man schaue etwa nur auf German Marshal Fund, der nach Clintons Niederlage sowas wie eine Schaltzentrale für Clintonisten und Neocons geworden ist. Viele Journalistan und Einflussagenten sind über solche privaten Konstrukte in das transatlantische System eingebunden, und die sind da eingegraben und arbeiten in der Tat daran, Trump 2020 zu beenden. Das hat Trump auch nicht unter Kontrolle, genausowenig wie er Wall Street und die Lobby unter Kontrolle hat.

        Was Trump unter Kontrolle hat – oder wenigstens haben sollte, ist das US-Militär einschließlich NSA – aber bislang wohl ohne NATO, die CIA und das Außenministerium. CIA, NSA und US-Botschaft sind in Ländern wie Deutschland schon recht mächtige Instrumente, um Politik zu beeinflussen, aber die von den Clintonisten beherrschten privaten Think Tanks haben auch eine Menge Einfluss. Bis es da zu sichtbarem und spürbarem Umsteuern beim US-Einfluss kommt, dauert es eine Weile.

        Was für die transatlantischen Einflussagenten in Deutschland neu sein dürfte, ist die Erfahrung, von der US-Botschaft und der CIA oft genau die gegenteiligen Anweisungen zu bekommen wie von den privaten transatlantischen Think Tanks. Das dürfte ziemlich viel Chaos auslösen, und den harten transatlantischen Einfluss reduzieren. Viele der Einflussagenten dürfften aber so verblendet und überzeugt von ihrer Mission sein, dass sie von selbst weitermachen – bis dann eine Info-Op der NSA gegen sie kommt.

  14. Kann man nicht einfach den Schröder aus Russland oder wo auch immer der jetzt steckt wieder herholen? Ich meine, er war ein Ar***loch und Soze (Hartz-4, Agenda..) durch und durch- aber wenigstens charismatisch. Und er hat den idiotischen Irakkrieg damals nicht mitgemacht.

    1. TaxiMan

      Nee, der Schröder hat fertig. Aber Gabriel, der ebenso wie Steinmeier aus der Kreis der niedersächsischen Schröderianer kommt, könnte genau da weitermachen, wo Schröder aufgehört hat: nämlich bei einer neoliberalen Innenpolitik und einer russlandfreundlichen Außenpolitik.

      Anders gesagt: innenpolitisch würde sich im Vergleich zu Merkel erstmal so gut wie nichts ändern, aber außenpolitisch könnte Deutschland damit endlich seine idiotische russophobe Aggressionspolitik beenden. 2% vom BIP Rüstungsausgaben, bloß um dem launischen US-Herrscher Trump zu gefallen? Das ist völlig idiotisch, und mit Gabriel als Kanzler würde es das sicher nicht geben.

      1. @PB:

        Ich möchte zu bedenken geben, daß es auch ohne Gabriel keine anti-russische Politik mehr geben wird. Schon alleine deshalb nicht weil sie der Wirtschaft inzwischen zu teuer ist. Darum hat ja sogar der neoliberale Herr Lindner ein Ende der Russlandsanktionen signalisiert.
        Die einzigen, die für eine Fortsetzung wären, sind die Olivgrünen und die Merkel-CDU. Erstere schaffen mit Glück bei Neuwahlen die 5% Hürde nicht mehr und letztere stürzt sich, wenn sie Frau Merkels „Angebot“ einer erneuten Spitzenkandidatur annimmt, freiwillig über die Klippen bzw. in´s Schwert. Eine schwarz-grün dominierte, neue Regierung ist deshalb sehr unwahrscheinlich.

      2. Blue Angel

        Ja, im Grunde hast du recht. Weder die Bevölkerung noch die Wirtschaft will die anti-russische Sanktionspolitik noch fortsetzen. Und, ganz wichtig, der neue US-Präsident Trump will das offenbar auch nicht.

        Das wollen bloß noch die mit den vergangenen blutigen US-Regimes im Bett liegenden Kräfte. Und in Deutschland das die Merkel-CDU, die Olivgrünen – allen vorweg Özdemir und KGE – sowie teils recht einflussreiche zioatlantische Seilschaften in praktisch allen anderen Parteien. Das Problem für die Gegner der Russlandsanktionen ist, wie formt man eine Koalition ohne CDU und Grüne?

        SPD+FDP+AfD+Linke = Mehrheit? Rechnerisch wäre das im Moment eine Mehrheit der Bundestagssitze, aber politisch ist das alles andere als einfach, und das ist noch eine Untertreibung.

        Aber: wenn die Frage bloß lautet: soll Gabriel Merkel als Kanzler ablösen, dann könnte es reichen. Schließlich erfolgt die Bundeskanzlerwahl in geheimer Abstimmung. Mit Schröders Spezi Steinmeier ist auch ein Präsident da, der einen so gewählten russlandfreundlichen Kanzler vermutlich bestätigen würde.

        Und da die ganzen Russland-Sanktionen ohnehin bloß einstimmig verabschiedete EU-Beschlüssen sind, die alle paar Monate einstimmig verlängert werden müssen, könnte auch ein so gewählter Kanzler die Russlandsanktionen beenden.

        Aber einfach ist das nicht, ganz im Gegenteil.

    2. @Taxi Man:
      „Nicht mitgemacht“ ist relativ: Ramstein als logistischem Kriegs-Drehpunkt hat er keine Steine in den Weg gelegt, von einem Beteiligten weiß ich, daß zudem sehr wohl deutsche Spezialtruppen (in türkischen Uniformen) im Irak eingesetzt waren und der „charismatische“ Herr Schröder hat zusammen mit den Olivgrünen völkerrechtswidrig Serbien bombardieren lassen.

      Nein, alle an globalistischen – und an Kriegsverbrechen Beteiligten müssen von (erneuten) Machtbeteiligungen fern gehalten werden sonst setzen die Globalisten ihre Agenda unter leicht veränderten „Farb“bezeichnungen weiter um.
      Wir brauchen ein Bündnis von aufgrund ihres Handelns und ihrer Positionierungen vertrauenswürdigen Einzelpersonen (Sarah Wagenknecht und Oskar Lafontaine fallen mir dazu als erste ein), unabhängig von irgendwelchen (komplett globalistisch unterwanderten) „Parteien“ und direkte Demokratie. Nur so kann der globalistische Sumpf m. E. ausgetrocknet (und anschließend gerichtlich aufgearbeitet) werden.

      1. Was singen die Täubchen auf dem Hasel bei Aschenputtel als der Prinz mit der falschen Braut vorbeireitet? Rugidigu, rugididu Blut ist im Schuh, der Schuh ist zu klein, die ?linke? Braut ist noch daheim…
        Also bitte sich nicht Linken zu lassen. Die von Ihnen erwähnten beiden Politikernamen treibt vielleicht die spezielle Sorge um gute UBootAngebote für Stammkunden aus dem Hause Jacobs aber allgemein sichern Sie nur die Umverteilung von Fleißig in alle seltsamen Richtungen.
        Auffallend war die ehrliche Bemühung von Schulz und Genossen im September grandios zu scheitern und weiterhin die flotten Sprüche des Bundesaußenministers Richtung Riad in den letzten Tagen. Da wird jemand bewußt aus einer schwachen Position in ein helles Scheinwerferlicht gehoben.
        Eine Lösung für die Parteiendemokratie kann nach Vorbild unserer Nachbarn im Westen auch gepflegtes Chaos sein. Frankreich hat wenn ich richtig liege seit Frühjahr Kriegsrecht in Anwendung Niederlande braucht Monate für eine Parteienregierung, Belgien sogar Jahre (gut die haben auch Königshäuser). Überhaupt höre ich in meinem Umfeld eine Sympathie für kaiserlich preußische Steuersätze statt der momentanen 50% + X.

      2. “ SPD+FDP+AfD+Linke = Mehrheit? “

        Die AfD würde SPD und Linke oder einen darauf basierenden Kanzlerkandidaten nur wählen, wenn diese Parteien der globalistischen Massenimmigrationsagenda abschwören würden. Das halte ich aber für unrealistisch. Von daher wird daraus eher nichts.

      3. @Angel:

        „Ramstein als logistischem Kriegs-Drehpunkt hat er keine Steine in den Weg gelegt“

        Nunja das mag sein. Aber Schröder war letztlich auch nur ein Bundeskanzler in einem besetzten Land. Denke nicht, dass die deutschen Behörden was Ramstein angeht viel reinreden können. Selbst wenn sie es wollten. Geschweige denn, was mit so einem Kanzler passieren würde, wenn er es denn versucht. Man hat Schröder ja auch so schon abgesägt obwohl er einer der ihren war.

        „Nein, alle an globalistischen – und an Kriegsverbrechen Beteiligten müssen von (erneuten) Machtbeteiligungen fern gehalten werden“

        haha da muss ich jetzt aber schmunzeln..dann würde ja kein einziger Politiker/Partei mehr in Deutschland übrigbleiben. Jedenfalls keine mehr, die innerhalb des Systems ist und gewählt würde. Denken sie an das Bildungsproblem in unserem Land. Klar, Wagenknecht und Lafo- warum nicht! Von mir aus wenigstens versuchen, auch wenn man nicht „links“ ist. Aber schauen wir doch mal auf die Straße. Da kennt man häufig diese beiden Namen nicht einmal. Das ist die traurige Realität in Deutschland. Einem Land in dem Veränderungen stets von oben kamen und niemals von der Straße.

  15. Freue mich, hier schon meinen Betrag “Sondierungsgespräche: Irrtum und dennoch eine neue Prognose”: https://wipokuli.wordpress.com/2017/11/20/sondierungsgespraeche-irrtum-und-dennoch-eine-neue-prognose/ verlinkt zu sehen (offenbar von einem anderen Andreas). Ich werde das Gefühl nicht los, dass es einigen Kräften insbesondere darum geht, die SPD nicht zu einer Erneuerung kommen zu lassen, die womöglich die Gegensätze zwischen SPD und LINKEr (ich nehme da mal meinen vom Opportunismus durchsetzten Berliner Landesverband aus, der gerne so mit der SPD würde, wie sie derzeit ist) deutlich abmildern könnte. Eine breitere linke Erneuerung fürchten diese Kräfte wie der Teufel das Weihwasser!
    Beste Grüße

    1. @Taxi Man:
      Gut erkannt, daß dann kaum wer/keiner der etablierten Globalisten mehr übrig bleibt. Aber die braucht ja auch kein Mensch, da sie (je nach Machtmöglichkeit und Funktion) fast alle mehr oder weniger großen Schaden angerichtet haben.

      Wenn sich immer noch Leute die Frage stellen „WER soll „es“ denn machen?“ und sich dabei auf bekannte (Puppen-)Köpfe fokussieren, wird eine größere Veränderung von unten auch noch länger nicht passieren. Dabei gibt es doch genug integre, vernünftige „nicht-prominente“ Leute in diesem Land. Da ließen sich wahrscheinlich schon beim Reinigungs- und Wachpersonal des Bundestags welche finden! – Sogar die Besen in der Putzkammer wären höher qualifiziert als 85 bis 90% der Abgeordneten! Bisherige „Prominenz“ und „Wichtigkeit“ sind begründbare Ausschlußkriterien!

      Zur nötigen Desillusionierung gehört auch, daß sich die noch übrigen Linken langsam mal klar machen, daß es NICHT links und auch NICHT humanistisch ist, einer globalistischen Massenimmigrations-Agenda zu folgen. Und sie sollten die nötige Schlußfolgerung daraus ziehen, daß wir hier gar keine echte, linke Partei haben: Die PdL ist von Antideutschen (einer Globalistentruppe) unterwandert und beherrscht, die SPD ist so „links“ oder „sozial“ wie mein Sofa und über die Olivgrünen brauchen wir hoffentlich gar nicht erst reden…

      Weil es JEDEN Tag weitere „Einzelfälle“ gibt, also täglich mehr Betroffene, und weil deren Verwandte, Freunde, Bekannte davon erfahren, sich immer mehr Leute auf „bösen“ Seiten darüber informieren, was wirklich schon los ist, wird das Wählerpotential pseudo-linker, pseudo-humanistischer „Welcome“-Parteien jeden Tag wieder etwas kleiner. Und das müssen dann noch PdL, Olivgrüne, SPD und CDU unter sich aufteilen. Darum KANN das „linke“ (ha!) Spektrum gar nicht dazugewinnen. Und das ist sehr gut so, denn damit können auch die Globalisten hinter den verschiedenen Farbvarianten nicht gewinnen. Deren Ziel ist die Zerstörung Europas und pseudo-humanistische Pseudo-Linke sind ihr perfektes Werkzeug dafür.

  16. „Merkel will bei Neuwahlen wieder als Kanzlerkandidatin antreten“

    Denn die Menschen brauchen jetzt Stabilität; Mutti eben.
    Und Minderheitsregierung ist auch nicht gut, lieber Neuwahlen.

    Na mal sehen, ob es das Wahlszenario mit einfacher Mehrheit im Bundestag geben wird.

    Und ob die SPD einen Gegenkandidaten präsentieren kann, der mehr Stimmen als Merkel erhält.
    Und ob Steinmeier den dann zum Kanzler oder Neuwahlen ausruft.

    Es wird wahrscheinlich jetzt erst mal einiges hinter den Kulissen ablaufen, wenn man damit öffentlich hantiert und bspw. von der FDP eine direkte Absage erhält, steht man dumm da.

    1. „Merkel will bei Neuwahlen wieder als Kanzlerkandidatin antreten“
      – Ist doch prima, wenn die Lemminge sich hinter ihrer Anführerin freiwillig über die Klippe stürzen und in die hochverdiente, endgültige Bedeutungslosigkeit

    2. andreas

      „Merkel will bei Neuwahlen wieder als Kanzlerkandidatin antreten“

      Ja, natürlich. Und Gabriel will auch gar nicht:

      Gabriel schließt für sich herausgehobene Rolle bei Neuwahlen aus.

      Und möglicherweise bekommt Merkel ihre Neuwahlen ja auch. Doch was, wenn die im Grunde wieder so ausgehen wie die letzte Wahl? Und umfragetechnisch sieht es ja dnach aus. Macht sie sich dann nochmal auf nach Jamaika? Oder will sie nochmal Neuwahlen? An einmal Neuwahlen glaube ich schon, an zweimal Neuwahlen eher nicht. Da gibt es dann eher eine Minderheitsregierung – von wem auch immer, solange wie sie sich eben halten kann.

      Dann könnte auf einmal ein rot-gelbes Kernbündnis als Basis einer Minderheitsregierung breitere Akzeptanz bekommen, und Gabriel als Kanzler geradezu gerufen werden. Die Gretchenfrage bei alldem ist, warum die von Lindner dominierte FDP Jamaika platzen lassen hat.

      Wenn die FDP Merkel nicht stürzen wollen würde, dann ergibt das keinen Sinn. Und das Gerede von fehlendem Vertrauen und mangelnder Modernisierung dazu, sagt eigentlich nur, dass die FDP die Koalition sowieso nicht wollte. Vielmehr Sinn ergibt die Annahme, dass da die Frage der Russlandpolitik und der geopolitischen Ausrichtung Deustchlands im Hintergrund eine dominierende Rolle gespielt hat. Und wo findet die FDP eine koalitionsfähige Partei, die russlandfreundlicher als Merkels CDU ist? Nur bei den Schröderianern in der SPD.

      Und logisch, dass das im Moment weder SPD noch FDP sagen. Man kann sich kaum vorstellen, wie die transatlantische Propaganda brüllen, kreischen und heulen wird, wenn SPD und FDP sich zu einer russlandfreundlichen Kernkoalition zusammentun.

      1. „Und wo findet die FDP eine koalitionsfähige Partei, die russlandfreundlicher als Merkels CDU ist? Nur bei den Schröderianern in der SPD.“

        Das Problem bei dieser „Theorie“ ist das diese Koalition immer noch die Grünen brauchen wird und damit immer noch keine Mehrheit haben wird. Diese „Ampelkoalition“ Koalition würde eine Minderheitsregierung sein die von irgendjemand Toleriert werden müsste. Die Linken haben damit in Magdeburg eigentlich gute Erfahrungen gemacht. Nur bei der Tolerierung kommt es auch auf Inhalte an. In Magdeburg gab es einen Tolerierungsvertrag in dem stand was geht und was nicht. Ob die Vorstellungen der Linken hier mit den Inhalten der FDP Kompatibel sind wage ich zu bezweifeln. Es ist auf jeden Fall erst ein Mal ein interessanter Gedankengang. Warten wir ab wie es weiter geht.

      2. Bei Neuwahlen verlieren CDU und Olivgrüne, die SPD käme mit Glück bei plus/minus 0 raus (mit bisherigen Personal und ohne neue Themen geht´s eher noch weiter bergab), zugewinnen können FDP und AfD.

      3. Wie kommt Ihr eigentlich darauf, dass es bei Neuwahlen KEINE Mehrheit für die Atlantiker geben wird?

        Die letzte Wahl war eine Punktlandung. Dadurch wurde meiner Meinung nach belegt, dass massiv Wahlfälschung betrieben wurde.

        Und das werden die Atlantiker wieder so treiben und das nächste mal wirds klappen…
        Und das Lindner dieses mal ausgeschert ist, und den Atlantischen Unsinn nicht mittragen will, dass war weiß Gott nicht ab zu sehen…welch eine Überraschung! Holla-die-Waldfee! Das kann man gar nicht hoch genug einschätzen! Hätte gar nicht erwartet, dass ich mal Sympatien für die FDP entwickeln würde…lol…

      4. Man muss bedenken, Lindner hat damals miterleben dürfen, wie er und die FDP dank der Merkel-CDU nahezu in die politische Bedeutungslosigkeit geschickt wurde. Das hat er sicher nicht vergessen. Hinzu kommt nun, dass er für potentielle Wähler an Glaubwürdigkeit gewonnen hat („lieber nicht regieren, als sich verbiegen“ – kommt sicher bei der Zielgruppe an).
        Er spekuliert sicher auf ein höheres Wahlergebnis und begleicht dabei eine alte Rechnung.

      5. Johanniskraut

        Im Momet sieht es so aus, als sei die Umfragelage erstaunlich stabil. Anders ausgedrückt: nach einer Neuwahl bekommen die Transatlantiker mit Merkel vermutlich wieder keine Mehrheit hin.

        Bei der FDP gab es schon seit einiger Zeit Anzeichen, dass es da russland-freundliche Kräfte gibt. Logisch, denn die FDP war schon immer nicht zuletzt eine Wirtschaftspartei und die Russland-Sanktionen belasten die Wirtschaft. Im Zentrum des Hasses der Ziocons scheint dabei der stellvertretende FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki zu stehen, der von Ziocons „verdächtigt“ wird, Lobbyarbeit für die Nordstream 2 Gaspipeline betrieben zu haben. Dass Kubicki es nun gewesen sein soll, der mit FDP-Chef Lindner gemeinsam die Jamaika-Verhandlungen abrupt verlassen hat, verleiht der Idee, dass es beim Verhandlungsabbruch in Wirklichkeit vornehmlich um die Russlandpolitik gegangen sein könnte, noch mehr Plausibilität.

      6. Parteibuch, da hast Du mich wohl ein wenig missverstanden.
        Die letzte Wahl war wie gesagt ne Punktlandung. Das Ergebnis ist so hinmanipuliert worden, dass größerer Schaden von den Atlantikern abgehalten wurde: Die AfD ist kein Oppositionsführer und die Jamaika Koalition ist ja ein leichtes – Haben „SIE“ (die Wahlbetrüger) gedacht. Das jetzt ausgerechnet der ewige Mehrheitsbeschaffer der Union, eigene Wege zu gehen gedenkt, damit hat zum Zeitpunkt der Wahlmanipulation keiner der Wahlminipulatoren gerechnet.

        Also, was spricht gegen eine erneute Wahlmanipulation zu Gunsten der Atlantiker? Dann wird das Ergebnis eben etwas deutlicher zu recht geschummelt. Da die Wahlvorhersagen sowieso regelmäßig völlig daneben liegenden, ist das doch kein Problem, und dürfte von der breiten Masse geschluckt werden, oder?

      7. Johanniskraut

        Ich verstehe deine Frage immer noch nicht. Ich glaube nicht, dass das letzte Wahlergebnis eine von Atlantikern hinmanipulierte Punktlandung war, sondern eher ziemlich das Gegenteil, nämlich das Ergebnis des Ziehens unterschiedlicher politischer Kräfte an unterschiedlichen Enden und Strängen.

        Schon die Vorstellung, dass es gegenwärtig im Hintergrund noch eine überaus mächtige Atlantiker-Fraktion gibt,halte ich für mehr als fraglich. Die Atlantiker sind keine einheitliche Fraktion mehr, auch in Deutschland nicht. Das Trump-Lagerund die Clintonisten bekämpfen sich bis auf’s Messer.

        Ich kann mir gut vorstellen, dass die Clintonisten nun mit viel Propaganda probieren werden, viele Stimmen von der FDP zu Merkel rüberzuschaufeln, doch ich zweifle daran, dass ihnen das gelingt.

  17. …bewerten wir mal nach den tatsächlichen Parteizielen die Zukunft :

    die Europäische Verteidigungsgemeinschaft mit einer faktischen Verdopplung des Rüstungshaushalts in Deutschland ist nur zu finanzieren über
    a) eine Reichensteuer , grundsätzlich abgelehnt wird die von CDU/CSU ,FDP u n d AFD ! SPD und Grüne sind nur zum ganz kleinen Teil dafür und die Linke kann es allein nicht schaffen !
    Finanzierungsquelle
    b) Sozial-Abbau :CDU/CSU, FDP u n d AFD sind sehr wohl für diese Schweinerei zu haben, SPD und Grüne eher an der Basis dagegen, für ein „Mit-Regieren -dürfen würden wesentliche Teile des grünen oder sozialdemokratischen Partei-Establishments diese Kröte schlucken , total gegen diese Sauerei nur die Linke…

    …..und da liegt der Hase im Pfeffer :

    bei einer noch größeren Kungelei hinter den Kulissen und anschließend geheimen Abstimmungen wäre zwar immer nachweisbar, das es für die jeweils anti-sozialste und Profit-freundlichste Variante wahrscheinlich auch aus den Reihen von SPD und Grünen Stimmen gegeben haben wird, nur, von welcher dieser Parteien wie viele….wer will das nachweisen ?

    Und, wenn dann so gemauschelt wird, ist es belanglos, welche „Persönlichkeit“ auf dem Kanzlersessel so tut als ob….!

    1. @NVA-Major: Bezüglich AfD wäre ich mir bezüglich Sozialabbau nicht mehr so sicher: Der (warum wohl?) von globalistischen MSM so geschmähte, nationalkonservative „Flügel“ will das Parteiprogramm sozialfreundlicher gestalten und gewinnt an Gewicht gegenüber dem neoliberalen Personal. – Aus genau diesem Grund wird dieser Flügel ja so diffamiert von neoliberal-globalistischen Propagandisten und Akteuren.

      1. @Blue Angel
        „@NVA-Major: Bezüglich AfD wäre ich mir bezüglich Sozialabbau nicht mehr so sicher: Der (warum wohl?) von globalistischen MSM so geschmähte, nationalkonservative „Flügel“ will das Parteiprogramm sozialfreundlicher gestalten und gewinnt an Gewicht gegenüber dem neoliberalen Personal. – Aus genau diesem Grund wird dieser Flügel ja so diffamiert von neoliberal-globalistischen Propagandisten und Akteuren.“

        Das mag sein trotzdem habe ich ein Problem mit diesem Flügel. Er versucht in meinen Augen die Symptome zu bekämpfen und nicht die Ursachen. Er sagt „Mauer an den Grenzen“ anstatt die Ursachen zu bekämpfen. Warum setzt er sich nicht mit der gleichen Vehemenz dafür ein dass Flüchtlinge in Deutschland die zurück wollen zurückgelassen werden in ihre Heimatländer und ihnen in ihren Heimatländern ein Neu Start ermöglicht wird. Es gibt inzwischen viele syrische Flüchtlinge in Deutschland die zurück nach Syrien wollen, die es aber nicht dürfen weil die Bundesregierung nein sagt. Der Krieg in Syrien ist inzwischen entschieden. Es gibt eigentlich keinen Grund diesen Flüchtlingen diesen Willen zu verwehren. Das wäre in meinen Augen auch eine Form der Familien zu samen Führung.

      2. Hallo @Blue Angel

        Die AfD-Bundestagsfraktion am 17.11.2017 „wird aktiv und das mit einem Paukenschlag:

        Diese Depesche hat die AfD Bundestagsfraktion gestern über die Parlamentarischen Gesellschaft an Merkel, Seehofer und Lindner überreicht:“

        http://www.journalistenwatch.com/2017/11/17/knallharte-depeche-der-afd-bundestagsfraktion-an-die-verhandlungsfuehrer-der-schwatzrunde/

        Inhalt:
        „mit großer Sorge verfolgen wir die schwierigen Sondierungsgespräche zur Bildung einer möglichen „Jamaika“-Koalition. Es ist bei uns und wohl auch in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass bei diesen Verhandlungen die wahren Probleme unseres Landes nicht angemessen berücksichtigt werden.“
        Quelle: ebenda

        Die „wahren Probleme“ werden wie folgt genannt:

        1. gesunkenen Löhne in Deutschland
        2. prekäre Arbeitsverhältnisse und geringe Renten
        3. Altersarmut und die Eurorettungspolitik, die eine der Ursachen ist
        4. das durch die Bundeskanzlerin angerichtete Migrationschaos und die Finanzierung
        des selben (ca 40-60 Milliarden pro Jahr)
        5. Lasten der Integration und ihre Folgekosten („derzeit ca. 1 Billion Euro errechnet“)
        6. offene Grenzen und weiter illegale Zuwanderung und ihre Wirkung auf den Fortbestand der Bundesrepublik Deutschland
        7. Kaufkraftverlust und kalte Progression für die Deutschen
        8. ständig steigende Strompreise
        9. Eurohaftungsrisiken für die Deutschen
        10. Terror und Kriminalitätsentwicklung, Sicherheit der deutschen Bürge

        Ich unterstütze Deine Einschätzung das AfD eben nicht nur gegen Migration ist, sonder in erster Linie für das Deutsche Volk, die Erhaltung der Heimat und für einen Rechtsstaat.
        Damit sind sie eben für den Nationalstaat und die Demokratie.
        Nur ein Volk das in seinem Nationalstaat lebt ist bereit und in der Lage eine Demokratie für sich selber zu garantieren und sie auch zu leben.
        Volk, Staat und Demokratie sind die Garanten für diesen Sozialstaat.
        Offene Grenzen damit Vernichtung des Volkes als Kultur- und Solidargemeinschaft, beseitigt alles Soziale und Demokratische.
        Das wissen sogar die Grünen als Feind des deutschen Volkes und alle anderen Globalisten, Deswegen sind sie so wütend wenn es einer ausspricht.

        Gruß Paule

  18. @ PB

    „Die Gretchenfrage bei alldem ist, warum die von Lindner dominierte FDP Jamaika platzen lassen hat.

    Wenn die FDP Merkel nicht stürzen wollen würde, dann ergibt das keinen Sinn.“

    Ach, da kann ich diverse Sinne (er)finden.

    * Solange die FDP in der Opposition bleibt, hat sie erstmal ihre rund 10 Prozent sicher; warum ein Risiko eingehen, ein zweites Mal von Mutti zur Brust genommen und marginalisiert werden?
    Mit einem anderen CDU-Kanzler sähe es dann anders aus.

    *Die haben die Niederlage 2013 „analysiert“ und „herausgefunden“, dass sie abgestürzt sind, weil sie „nicht geliefert“ haben.
    Das ist natürlich Unsinn, mehr Geld für das obere Promille finanziert mit Sozialabbau macht die kleine Klientelpartei natürlich nicht beliebter im Land, aber es klingt so, als würden sie das tatsächlich glauben.
    Der Soli sollte erst in der nächsten Legislatur vollständig abgebaut werden (für die Spitzenverdiener, also ihre Klientel), das könnte de Angst schüren, wieder nicht „geliefert“ zu haben, da ja ansonsten diesmal nicht nur die Union, sondern auch noch die Grünen die „Erfolge“ für sich reklamieren.

    *Lindner tritt auf, als könnte er vor Kraft kaum noch laufen.
    Schaut man sich die Union an, bleibt von der „Volkspartei“ nach Merkels Abgang nur noch wenig Substanz übrig. In mehreren europäischen Ländern sind die „Liberalen“ keine Kleinpartei, sondern die größte im „bürgerlichen“ Spektrum.
    Projekt 23 statt Projekt 18; sowas würde Lindner natürlich nicht rumposaunen oder auf sein Schuhsohle schreiben, wie Clown Westerwelle, aber diesen Größenwahn würde ich ihm schon zutrauen.

    Und es ist sogar nicht mal völlig unrealistisch; die Linke wird stärker, die Grünen behalten die grünen Wähler, die AfD rechtspopulistisch-national, die ehemaligen Sozialdemokraten behalten einen Teil der Mitte; nicht unmöglich, dass die Union auch auf 20 Prozent abschmiert.

    Lindner for Kanzler.

    Das wäre natürlich in einer Koalition, in der sie unter Mutti schlecht wegkommen, erst mal gelaufen.
    Sie müssen sie dafür kippen, und die Union richtig schlecht aussehen lassen.

    1. andreas

      Ich stimme zu, dass es eine ganze Menge gute Gründe für die FDP gibt, nicht nach Jamaika zu gehen. Anders hätte Lindner bei dem Ausstieg aus Jamaika auch die Partei nicht hinter sich bringen können. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass es da eine heftige und weitgehend verborgene Russland-politische Komponente gibt, die Gerhard Schröder bekannt ist.

      Man stelle sich bloß mal vor, die CSU hätte – wie von Schröder vorhergesagt – Jamaika nach einer Klatsche für die CSU nach der bayerischen Landtagswahl beendet, und die FDP hätte dann vor ihre Wähler treten müssen, und hätte auf die Frage, was sie erreicht hat, keine Antwort, außer Mutti nochmal zwei Jahre stabilisiert zu haben.

    2. @Karsten Laurisch:
      „…Warum setzt er sich nicht mit der gleichen Vehemenz dafür ein dass Flüchtlinge in Deutschland die zurück wollen zurückgelassen werden in ihre Heimatländer und ihnen in ihren Heimatländern ein Neu Start ermöglicht wird….“
      – Das TUT der „Flügel“ der AfD doch! – Man sollte sich über die Thematiken SELBER informieren und NICHT den MSM glauben.

      Im übrigen war Libyen die große Hoffnung für Afrika. Genau deshalb „mußte“ ja Ghaddafi weg. Und dieselben Schwachköpfe, die damals den „arabischen Frühling“ bejubelt haben, wissen heute nicht mal, daß es immer noch Sanktionen gegen Syrien gibt, halten sich aber für Bessermenschen, weil sie der globalistischen „no nations, no borders“-Agenda folgen…

      Statt sich dafür einzusetzen, daß die Globalisten sich einfach mal RAUSHALTEN aus dem Nahen Osten, aus Afghanistan, Mali, etc…DAS wäre nämlich die wichtigste Fluchtursachenbekämpfung: Sich einfach mal raushalten, wenn schon Reparationen (z. B. an Syrien) verweigert werden. Aber nein: Die Pseudo-Linken sind ja dem ultimativen Größenwahn verfallen und meinen, sie folgten einem „humanistischen Imperativ“. Dabei merken sie nicht, daß sie einer Plastikmöhre folgen, die von Leuten wie Herrn Soros vor ihre Nase gehalten wird. Und der ist ganz sicher KEIN Humanist.

      Sorry, wenn ich bei diesem Thema die Conténance verliere, aber kognitive Dissonanzen verbreiten schon beim Beobachten Kopfschmerzen…

      1. @ Blue Angel

        Vollstes Verständnis für Wutausbrüche.

        Ganz genau, die sollen sich raushalten. Das predigt Nasrallah immer wieder und viele Andere. Das hat übrigens auch Mugabe schön formuliert: So Blair, behalte Dein England und lass mir mein Simbabwe.

      2. „Sorry, wenn ich bei diesem Thema die Conténance verliere, aber kognitive Dissonanzen verbreiten schon beim Beobachten Kopfschmerzen…“

        .

        Ich kann Dir in allen Punkten Deiner Analyse Recht geben. Allerdings möchte ich hier einen Punkt richtig stellen. Ich bin kein „Pseudo Linker“.

    1. „@Johanniskraut: Bei Neuwahlen werden eben NOCH mehr Wahlbeobachter gebraucht.“

      .

      Bei Neuwahlen kannst Du selber Wahlbeobachter sein und überprüfen ob alles mit rechten Dingen verläuft. Du und jeder Bundesbürger hat nach der Schließung des Wahllokales das Recht im Wahllokal die Auszählung zu verfolgen und zu überprüfen. Wenn Ihr von diesem Recht nicht gebraucht macht ist Euch nicht zu helfen.
      Sorry.

    2. @Karsten Laurisch:
      Dir glaub ich das unbesehen. Du bist m. E. ein Idealist und glaubst an die Verwirklichung einer globalen Bürgergesellschaft „hier und jetzt“, wie so viele linke Idealisten…
      Die wird es aber erst geben können, wenn die nötigen Vorbedingungen existieren. Und auch dann wird es noch sehr lange dauern, bis die Menschen sich *von selbst*, freiwillig und ohne Zwang, dahin entwickelt haben werden…
      Diese Utopie in einem kleinen Bereich wie Deutschland (oder Mitteleuropa) „ab hier und heute“, gegen den Willen der Mehrheit umsetzen zu wollen…Wird am Ende weder den Einheimischen noch den Aufzunehmenden nützen, denn es schafft hier sehr bald Zustände, die schlimmer sein werden als z. B. die aktuellen in Syrien…
      Es ist eine schöne Utopie, deren Zeit noch nicht reif ist und deren zwangsweise Verwirklichung hier und heute destruktiv ist.
      Was Linken leider auch fehlt (ich kann das beurteilen, bin ja „irgendwie“ auch immer noch links ;-)) sind Pragmatismus und Geduld.

      Und noch was: Man „hasst“ keinen Immigranten, nur weil man – letztendlich im Interesse aller Beteiligten – nicht alle in´s Land lassen möchte. Und man ist kein Nazi, weil man Identitärer ist.
      M. E. kann man sogar Fremdes nur dann wirklich achten, wenn man gelernt hat, auch das Eigene zu achten.

  19. Kleiner Tip für alle, die vor dem Schlafengehen nochmal richtig lachen möchten: Die staatstragenden Heil-Merkel!-Kommentare im ZON-Forum lesen! – Da wurden wohl die Gesamtbelegschaften von Konrad-Adenauer-Haus plus -Stiftung, die komplette JU sowie alle Beschäftigten sämtlicher befreundeter Denkpanzer zu Sondereinsätzen verpflichtet. Die Ergebnisse dieses letzten Aufgebots sind zwerchfellerschütternder als die beste Satire früherer Zeiten :-B

    1. Nicht übersehen: Merkels Zufriedenheitswerte sind immer noch bei 58 Prozent.

      Der Schulz-Hype, bei dem Schulz sehr schnell an Merkel in der Direktwahlfrage vorbeizog, zeigt, dass die Werte auf tönernen Füßen stehen und vor allem der nichtvorhandenen Alternative geschuldet sind.

      Aber noch stehen die Füße.

      Die Linie wird jetzt ausgegeben: es sind unsichere Zeiten, meine Damen und Herren, sie kennen mich, jetzt besonders wichtig.

      1. @andreas:
        Diese Zustimmungswerte sind genauso „realistisch“ wie die prognostizierten Zugewinne der Olivgrünen im Fall von Neuwahlen: Man kann eine Umfrage so konzipieren, daß immer ein erwünschtes Ergebnis rauskommt (z. B. durch die genaue Fragestellung und die Auswahl der Befragten). „58 Prozent Zustimmung“ bekommt die Dame höchstens noch in einem Altersheim, wo die Leute nicht mal mehr wissen, zu welcher Partei sie gehört und was sie die letzten Jahre so getrieben hat. – Vergiß es.

      2. @Blue Angel
        bezügl. der Konzeption einer Umfrage …

        Gestern nacht präsentierte das ZDF-Nachrichtenformat „heute+“ allen Ernstes eine Blitzumfrage, zudem eingeleitet mit der Aussage „Mehrheit der Deutschen will Neuwahl“, des Forsa-Instituts wie es in Deutschland nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierung weitergehen solle laut der die Befragten (Anzahl derer freilich wohlweislich nicht verlautbart) für Folgendes plädiert hätten:
        51% Neuwahlen
        48% GroKo
        30% Minderheitsregierung

        Welch unfassbare & unsäglich dumme Darstellung … sowohl mathematisch-logisch als auch methodisch inkonsistenter Verblödungsnonsens.

    1. @andreas: Die Wahrheit kommt irgendwann immer an´s Licht – und kippt dann ein Narrativ nach dem anderen. Wie beim Domino-Spiel

    1. email

      Interessant ist an diesem Zeit-Meinungsartikel zur Verbesserung der Beziehungen zu Russland vor allem, dass er aus der Feder von Bilderberger Theo Sommer kommt. Es scheint sich also innerhalb der intellektuellen Wagenburg der Transatlantiker was zu tun.

  20. Und Trittin spricht es aus. Lindner wollte Merkel stürzen.
    Herrlich Deine Theorie passt wie die Faust auf’s Auge.

  21. Die Sache lässt nur eine Frage offen: Was wird aus Maddin? Der müsste vorher zurücktreten und Imker werden oder so.

  22. „…Es scheint sich also innerhalb der intellektuellen Wagenburg der Transatlantiker was zu tun.“

    – Oh ja, PB: Da spielt man jetzt in wachsender Panik „Reise nach Jerusalem“: Wer keinen Stuhl mehr abbekommt muß als „Löwenfutter“ nach draußen in die „Arena“;-) In den MSM folgen die Absetzbewegungen aus dem Strudel des sinkenden Merkel-Wracks in immer kürzeren Abständen (zuletzt Welt.de).

    @Kean: Bei SPON gibt´s eine m. E. etwas realistischere Prognose. Irgendwann merkt immer mal wieder einer, daß solche wie die von Forsa nur weitere Knieschüsse darstellen. Die ehemals mächtige Einheitsmauer der Globalistenpropaganda bietet nicht mehr genug Deckung.

    1. Um die da präsentierte & hier angesprochene Forsa-Umfrage nur ansatzweise in Richtung real umsetzbarer Sachverhalte zu bekommen, müssten die Statistiker dort zunächst mal ihre rund 25% sich gegenseitig ausschliessender Möglichkeiten Doppelbefragten rausmogeln … naja, ich hoffe wenigstens bei der SPON-Prognose addiert sich nix über 100%, haha …

      1. @klean: Forsa wird wohl Schwierigkeiten bekommen mittelfristig noch ernsthafte Aufträge erteilt zu bekommen

        @duh: Bei Cicero gibt´s einen recht interessanten Text, in dem sowohl „Maddin“ als auch Herrn Seehofer und Frau Merkel schlechte Karten bezüglich ihrer weiteren Politikarrieren prognostiziert werden. – Ich hoffe, da ist was dran.

  23. Naja
    nach der Bankenkrise kommt die Politkrise.
    Logisch


    Immer fängt es bei den Anglos ( Herren ) an und schwabt zu den Vasallen ( EU ) rüber.
    Also alles schon gesehen. Macht euch keine Gedanken

    Wer sich auf die nächste Komödie im Vasallenstaat einstellen will, der schaut rüber ääää meine hoch ….

    ————–
    Politkomödiant „crazy turk johnsen“ hats bis ins AM geschafft
    Politkomödiant „showmaster – you are fired“ hat’s bis ins „höchste“ Amt geschafft

    naja jetzt sind die Vasallen dran.
    The Chaosshow mast go on

    ———-
    Ich tippe auf the bought small EX Suffkopf from city of Brussels.
    Der Typ kann 100% SHOW.

    Ausserdem waren auch die Sozis diejenigen, die schon immer den kleinen Mann am meisten ausgenommen haben. Bestraft gehört der kleinen Mann der die Sozis wählt, naja noch wählt er sie, also muss eine noch grössere Straffe her.

    Ausserdem brauchen die noch mehr Kohle die von den Vasallen zu den Herren fliesst.

    Das wird noch extrem heiter auf der neuen polit Show

    PS.
    Die Gestalter haben alles 100% im Griff. Das ist unglaublich. Unglaublich alles

  24. @sg:
    Falls mit „Gestalter“ die Globalisten gemeint sind würde ich da widersprechen: Das stetig steigende Panikverhalten der Protagonisten deutet vielmehr auf Kontrollverlust hin.
    Und der würselige Ex-Brüssler ist m. E. einer der ersten Anwärter für die Löwenarena.

    1. „Panikverhalten“
      Woher kennen wir dieses Panikverhalten ?

      wollen wir mal anfangen in welchen Ländern wir genau das sehen? Und in welchen Ländern der kleiner Mann dadurch richtig ausgenommen wurden ?

      Ich fange mal an
      * Griechenland ( 2010 )
      * Ukraine ( 2014 )
      * meak it great again US
      ( seit 2002 dort – x Minijobs pro Arbeitskraft – und am WE bzw Feiertagen stehen sie beim SoziAmt in der Schlange )
      *usw usw

      now is our Chaos time. macht euch schonmal frei für das WE und die Feiertage

      ———————————–
      obwohl wir hatten es schonmal 2002, wir sind jetzt zum 2ten mal dran. Es ist eben Zeit für die nächste Stuffe.

      PS
      Ich halte mich raus aus diesem Thema, dass Thema ist mir viel zu heiss.

      letzter Kommentar dazu
      „Der Kapitalismus schrumpft sich gerade massiv selber und die Medien haben alles im Griff“

    1. Zombienation

      Was auch immer da war.

      „Das angeforderte Bild ist leider nicht mehr verfügbar.“

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.