Syrische Armee säubert Al Bukamal vom Terrorismus

Al Bukamal, die zweite: wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA und Al Manar am heutigen Sonntag mitteilten, haben die syrische Armee und ihre Partner, darunter Hisbollah, in der Provinz Deir Ezzor die Stadt Al Bukamal vollständig vom ISIS-Terrorismus gesäubert.

Das Militärmedienzentrum hat dazu ein Video veröffnetlicht, dass die Anwesenheit des legendären iranischen Generalmajors Qasem Soleimani in Al Bukamal zeigen soll.

24 Resistance Axis hat dazu folgende Karte veröffentlicht:

Der Terror ging in Syrien jedoch auch heute weiter. So sind etwa bei einer Artillerieattacke bewaffneter Banden auf eine Mühle in Homs heute SANA zufolge sieben Menschen ums Leben gekommen.

Und auch im Jemen geht der von der „westlichen Wertegemeinschaft“ unterstützte Terror der zionistisch-wahhabitischen Achse des Schreckens nach wie vor weiter. Al Manar zufolge haben saudische Kampfflieger bei einem Luftangriff in der jemenitischen Provinz Al-Jawf am heutigen Sonntag acht Kinder umgebracht und drei Frauen verletzt.

9 Gedanken zu “Syrische Armee säubert Al Bukamal vom Terrorismus

  1. Die Front aus dem Norden ist unterwegs nach der Einnahme von Deir ez Zour, damit war klar, dass es in Abu Kamal eng wird für ISIS.

    Die bisher unbeantwortete Frage ist, wie viele Kämpfer gibt es noch, wo sind die jetzt, welche Deals schließen die SDF um ihnen vielleicht doch noch Auswege zu schaffen.

    Nun wird bald die am Euphrat der Zusammenschluss der Fronten kommen und damit eine riesige Tasche entstehen; in der Nähe von Sukhnah dürfte es noch einige ISIS-Dörfer geben, der Rest ist weitgehend leere Wüste. Also eher über kurz als über lang ist dort alles „rot“.

    Eile gibt es dabei nicht, ein zwei Wochen mehr oder weniger sind egal.
    Zu befürchten sind Kommandoaktionen wie in Al Qaryatayn oder Anschlagsversuche in Großstädten, die hoffentlich weitgehend zu verhindern sind.

    Im Gebiet um Beit Jinn soll es Verhandlungserfolge gegeben haben, aber noch nicht überall.
    Aber das könnte eines der nächsten Themen sein für die frei werdenden Kräfte.

  2. OT

    FDP sagt (erst mal) die Schwampel ab.
    Und nun?

    Minderheitsregierung wurde oft ausgeschlossen, „weil sonst jemand mal mit der AfD stimmen könnte“, was für eine sinnlose Begründung, aber das wäre ja auch was anderes gewesen.

    Eigentlich wäre es naheliegend, es gibt in verschiedenen Sachfragen verschiedene Mehrheiten.

    Oder doch Neuwahl, dann vielleicht ohne Merkel, Schulz, Seehofer?

    1. andreas

      Die Atlantiker haben also keine Koalition zustande gebracht. Das könnte noch sehr spannend werden. Die FDP hat da offenbar die Reißleine gezogen, um nicht Gefahr zu laufen, bei möglichen Neuwahlen nach einem Scheitern unter die Räder zu kommen. Ich sehe da vor allem folgende Fragen:

      Kann Merkel sich unter diesen Umständen als Kanzlerin halten? Will sie das überhaupt? Und wer könnte Kanzler werden, wenn Merkel geht?

      Wäre die SPD doch zu einer neuen GroKo bereit, falls die CDU/CSU der SPD den Kanzlerposten anbietet?

      Und wenn das nicht kommt, werden die Grünen die 5%-Hürde schaffen, wenn es zu Neuwahlen kommt?

    2. So sehr ich mich über die Befreiung der letzten nennenswerten IS Bastion in Syrien freie
      Die Meldung nicht nur des Tages ist die Meldung das die Schmierenkomödie um Jamaika beendet wurde.
      In meiner sozialdemokratisch beeinflussten, und mit der SPD höchst unzufriedenen, Umgebung ist man sich seit Tagen darüber einig das diese Posse enden wird und das nicht zuletzt die FDP nicht einen Tag vor hatte in diese Gruselkoalition zu gehen und man zusammen mit CDU/CSU Leuten nur ein Ziel hatte und hat über den Spielball Grüne (dank übrigens an Trittin der offensichtlich auf Kurs blieb und das Drama ahnte) die Republik von der Raute zu befreien.
      Die Freude in der Familie ist groß.
      Nun hoffen wir das die Befreiung von der Raute auch klappt.
      Es gibt 3 Möglichkeiten.
      1. Neuwahlen (ich denke das Ergebnis wird sich, in welcher Richtung auch immer, stark von den bisherigen Umfragen unterscheiden).
      2. Eine Minderheitsregierung
      Das kann funktionieren denn alle Abgeordneten können sinnvollen Gesetzen zustimmen und man bekommt meist einen gutes Ergebnis.
      3. Die SPD geht in eine große Koalition wenn ein SPD Kandidat Bundeskanzler wird (Gabriel?).
      Die CDU hat Niemanden von Format zu bieten denn Merkel hat sie alle erledigt.

      Es wird spannend in D.
      Gute Nacht.

      1. Hanno

        Die spannende Frage ist, wie Merkel zu entmachten ist, wenn sie nicht freiwillig geht. Wie und wo kann es eine Mehrheit gegen Merkel geben? Das klingt angesichts der Sitzverteilung im Bundestag total unrealistisch, und die Sitzverteilung würde sich bei Neuwahlen vermutlich auch kaum ändern.

        Aber mir dünkt, es könnte da so etwas wie einen Plan zur Entmachtung von Merkel geben. Ich denke dabei vor Allem an Gerhard Schröders Interview mit Josef Joffe in der Zeit vor fünf Tagen. Zitat:

        Schröder: Die SPD muss wieder herstellen, was wir 98 hingekriegt haben

        … Sie muss ökonomische Kompetenz und Gerechtigkeit vereinen. Die „soziale Gerechtigkeit“ allein hat 2017 nicht gezündet, weil die Menschen so große Gerechtigkeitsdefizite nicht gesehen haben. Aber wir haben Defizite in der Frage der Digitalisierung. Die SPD sollte zurückkehren zu dem, was wir damals Innovation nannten …

        Ökonomische Kompetenz, Defizite in der Frage der Digitalisierung und Innovation – das muss wie Musik in den Ohren von FDP-Chef Christian Lindner klingen, der beim Abbruch der Jamaika-Verhandlungen heute erklärte, „den vier Gesprächspartnern nicht gelungen, eine Vertrauensbasis oder eine gemeinsame Idee für die Modernisierung Deutschlands zu finden.“ Innovation, Modernisierung, Digitalisierung, das ist alles eine Sprache. und auch außenpolitisch hat sich Lindner vor der Wahl ja mal ganz plötzlich gar nicht mehr so ganz hart gegen Russland gezeigt.

        Allerdings würde das natürlich längst nicht für eine Koalitionsmehrheit reichen – SPD und FDP hätten zusammen gerade mal 30%, etwas weniger als Merkels CDU/CSU. Aber, jetzt wird das grundgesetzlich vorgeschriebene Verfahren zur Kanzlerwahl weiterlaufen, und dabei könnten 30%, die FDP und SPD in einer Zusammenarbeit auf die Beine bekommen könnten, sehr wichtig werden.

        Das läuft nämlich so:

        Den ersten Vorschlag macht der Bundespräsident, also Schröders Spezi Steinmeier. Der wird, wenn Merkel will, wieder Merkel als BuKa vorschlagen. Aber um gewählt zu werden, braucht Merkel bei dem Wahlgang 50%+1 im Bundestag, und die wird sie nicht bekommen.

        Danach hat der Bundestag zwei Wochen Zeit, sich selbst einen Bundeskanzler zu wählen, der ebenfalls 50% + 1 Stimme im Bundestag braucht. Da kann, falls es überhaupt zu einem Wahlgang kommt, wieder nur die Union einen Versuch machen, denn schon um einen Kandidaten vorzuschlagen, braucht es, laut Geschäftsordnung, 25%. Aber, auch da dürfte Merkel wieder scheitern bei dem Versuch, 50% + 1 Stimme zu bekommen.

        Danach gibt es, wenn immer noch kein Bundeskanzler gewählt ist, eine dritte Wahlrunde. Und da könnte es dann richtig interessant werden, denn da reicht zur Wahl eine einfache Mehrheit der Stimmen, das heißt, wer mehr Stimmen als jeder andere bekommt, gewinnt. Um einen Kandidaten vorzuschlagen, braucht es laut Geschäftsordnung aber weiter 25%. Die SPD hat soviel allein nicht, aber wenn die FDP da mit der SPD gehen würde, dann könnte die SPD da einen Gegenkandidaten zu Merkel präsentieren. SPD und FDP haben dann zwar zusammen immer noch etwas weniger Stimmen als die Union, aber sie würden AfD, Grüne und Linke in Zugzwang bringen. Grüne und Linke wären nämlich zu schwach, um einen eigenen Kandidaten aufzustellen, und stünden dann vor der Wahl, die CDU/CSU-Kandidatin Merkel zu unterstützen oder einen SPD/FDP-Kandidaten zu wählen. So wie ich es sehe, könnte sich dabei vermutlich ein geschickt gewählter SPD/FDP-Kandidat mit relativer Mehrheit gegen Merkel durchsetzen. Der Clou dabei: Schröders Spezi Steinmeier würde es dann nach eigenem Gutdünken obliegen, die Entscheidung zu treffen, diese Person zum Bundeskanzler einer Minderheitsregierung zu ernennen oder Neuwahlen auszurufen.

        Wer könnte dieser gemeinsame Kandidat von SPD und FDP sein? Es fällt nicht schwer, das zu erraten. Aus dem Schröder-Interview:

        Mich bedrückt, dass einer der Begabtesten, Sigmar Gabriel, nicht die Wertschätzung erhält, die er verdient. Unverständlich. Die Partei hat ihm den Kanzlerkandidaten nicht zugetraut, obwohl er es gekonnt hätte. So viele begabte Leute gibt es in der SPD nicht.

  3. „Die Partei hat ihm den Kanzlerkandidaten nicht zugetraut, obwohl er es gekonnt hätte.“
    Hab ich irgendwie anders in Erinnerung. Ist nicht Gabriel freiwillig vom Parteivorsitz zurück getreten?
    Ok, wenn hilft Merkel los zu werden, könnt ihr ruhig die Vergangenheit verklären.

  4. Hase und Igel am Euphrat laut militarymaps. Al-Bukamal ist nach harten Kämpfen von Südwesten her eingenommen – und schon sind die Gelben vom Norden „auch schon da“, offenbar ohne Widerstand, weit jenseits ihres angestammten Südpols, und blockieren auch dort das östliche Euphrat-Ufer.

    Dort dürfte allerdings endgültig Schluß sein. Und die Frage ist tatsächlich – was wollen sie dort? Wohl kaum ein lebensfähiges Territorium besetzen. Einfach Verhandlungsmasse gewinnen gegen etwaige unbedarfte Verhandlungsgegner?

    Ich hoffe doch sehr, in anschließenden Verhandlungen wird dieses verdächtig schnelle Vorgehen (hierzublogs ja rundheraus „Umflaggen“ genannt) thematisiert. Von russischer Seite wurden ja mal bereits Satellitenbilder mit unversehrter Ami-, vormals IS-Basis, gezeigt.

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