Syrische Armee kommt im Nordosten der Provinz Hama voran

Wie Muraselon am heutigen Sonntag berichtete, sind die syrische Armee und ihre Partner beim Vormarsch in die von Al-Kaida-Terroristen beherrschte Idlib-Tasche ein Stück vorangekommen und haben dabei die Ortschaft Husnawi sowie umgebende Hügel eingenommen.

Dazu veröffentlichte Muraselon folgende Karte:

Im Westen der Idlib-Tasche, wo die Türkei den Vereinbarungen von Astana entsprechend die Federführung bei der Eliminierung von Al Kaida hat, setzen sich Fars News zufolge unterdessen die Auseinandersetzungen zwischen den Terrorgruppen Al Kaida und Zanki fort. So wie es ausschaut beanspruchen die Kämpfe im Osten der Idlib-Tasche gegen die syrische Armee bereits soweit, dass sie im Westen der Idlib-Tasche ihre totale Dominanz verloren haben.

Vom Anti-Terror-Kampf gegen ISIS in der Provinz Deir Ezzor berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am heutigen Sonntag, dass die syrische Luftwaffe da schwer mit der Eliminierung von Terroristen beschäftigt sei, unter anderem westlich von Albukamal, und die syrische Armee gegen Reste von ISIS-Terroristen auf der Euphrat-Insel Hawijat Kati vorgeht. Ansonsten berichtete Fars News heute aus der Provinz Deir Ezzor, dass die syrische Armee am Samstag einen neuen Anlauf zur Einnahme der ISIS-Hochburg Albukamal gestartet habe, nach dem ISIS die Kontrolle über die von der Armee kürzlich eingenommene Stadt gerade wiedererlangt habe. Ivan Sidorenko meldete dazu jedoch unter Berufung auf einen Feldkommandeur der Tiger-Kräfte, dass schon die vor vier Tagen veröffentlichte Nachricht, die Armee und ihre Partner hätten Albukamal eingenommen, falsch und verfrüht gewesen sei, und die Kämpfe danach im Grunde erst losgingen. Die Tiger sollen Yusha Yuseef zufolge von Al Mayadin aus bislang nur rund zehn Kilometer Richtung Al Bukamal vorangekommen sein, womit sie noch mehr als 50 Kilometer bis Al Bukamal vor sich haben dürften. Kurzum, in der Provinz Deir Ezzor stehen noch einige schwere Kämpfe an.

Bezüglich des libanesischen Schauplatzes gestand gestern Abend nun auch die Hasbaraschleuder Reuters ein, dass die saudische Staatsführung letzte Woche den libanesischen Regierungschef Saad Hariri gefangen genommen und zum Rücktritt gezwungen habe. Folge dieser aufgeflogenen saudischen Untat ist, dass sich im Libanon selbst langjährige Freunde von Saudi Arabien abwenden und der Libanon in der Ablehnung der saudischen Machenschaften nun so geeint wie nie zuvor ist. So wie es aussieht, entwickelt sich also auch dieses saudische Manöver der Absetzung des libanesischen Regierungschefs zu einem klassischen Eigentor, dass den Einfluss der saudisch-israelischen Terrorachse im Libanon und in der Region weiter schwächen wird.

Aus Italien, wo in rund einem halben Jahr Wahlen anstehen, brachte unterdessen die zioatlantische Propagandaschleuder Spiegel die Panikmeldung, dass Israels Darling Matteo Renzi in der Wählergunst weit abgerutscht und sowohl hinter die M5S als auch hinter die Partei von Ex-Regierungschef Berlusconi weit zurückgefallen ist. Sollte Renzi, der auch Brüsseler Liebling ist, bei der Wahl nächstes Jahr verlieren, könnten die stets erweiterungslustigen EU-Politbürokraten sich nach dem Brexit schon bald mit neuen Austrittstendenzen konfrontiert sehen, die nicht weniger gravierend sind.

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35 Gedanken zu “Syrische Armee kommt im Nordosten der Provinz Hama voran

  1. @einparteibuch, vergiss nicht die Lega Nord, Lombardei und Venetien sind Regionen die von ihnen regiert werden dort gibt es starke Autonomie Bestrebungen. Sowie die Forderung das man zumindest eine italienische Parallelwährung einführt neben dem Euro. Aber nicht nur von ihnen. LN gehört auch erwähnt da sie auch Druck machen.

    Zudem steigt mit der Migrantenkrise der Ruf nach einem Führer in Italien ala Mussolini. Es gibt schon Selbstverteidigungsgruppen gegen die Migranten von den Rechten, eigentlich noch verständlich. Aber sogar die Mafia räumt meistens auf mit den Migranten und das könnte die Mafia dessen Geschäfte geschätzt ein BIP von 800 Milliarden Euro wert sind (!!!!!) macht etwa 53.4% ITA BIP aus zu enormer Stärke verhelfen innerhalb der Italiener, das Chaos ist vorprogrammiert.

    In Italien sind Rechtsextremisten ala Di Canio (Lazio Rom), De Rossi (AS Roma) und andere kein Bodensatz der Gesellschaft sind recht akzeptiert gelten auch als Helden (wegen den Leistungen, Politische Gesinnung wird nicht so beachtet).

    Nicht wie in Deutschland, ein Extremfall in umgekehrten Vorzeichen, dort gilt sogar ein stinknormaler Konservativer Merkelkritiker als Rechtsextremist, oder Nazi. Schon eine AfD die eine normale Konservative Rechtspartei ist wird dort verschmäht. In Deutschland gibt es extremste Hemmungen irgendwas gegen Ziocons und Globalisten zu unternehmen. Auch abseits von Rechten Reichsbürgern oder Rechtsparteien. In Deutschland sehe ich wenig Hoffnung. In Italien jedoch geht man alles andere als zimperlich um, wenn denen etwas stinkt unternehmen sie was dagegen. Leider kann dies auch zu sehr hässlichen Zeiten führen. Aber besser als weiterhin den Zionisten alle Wünsche erfüllen.

    Ich habe allgemein das Gefühl, das Rechtsextremismus wieder aufkommen könnte. In Polen marschierten 60‘000 Leute mit Spruchbändern wie ‚Islamischer Holocaust, wir beten dafür‘, ‚die Weisse Rasse ist die Herrscherrasse‘ etc. Der westliche Liberalismus hat sich selbst zerstört mit ihrer ungezügelten Migrantenaufnahme aus Rückständigen Kulturen, Religionen und Regionen. Das gibt jenen einen Schub die man eigentlich verhindern will. Europa erinnert mich an die Weimarer Republik die vom Versailles Vertrag geknechtet wurde, nur das Europa von der EUdSSR Herrschaft, Eurokrise, NATO Kriege die Migrantenkrise auslöst, US Besatzung, zündeln an Randregionen, Zionisten Politiker die alles beherrschen, Freihandelsabkommen etc geknechtet werden.

    1. Macho

      Ich glaube, in Italien gibt es von rechts wie links und inzwischen auch in der Mitte breite Widerstände gegen das Brüsseler Diktat. Diese Widerstände könnten sich für Brüssel, und Berlin, als nur sehr schwer und unter großen Zugeständnissen, oder eben überhaupt nicht überwindbar herausstellen.

      Ein Italexit wäre nach dem Brexit ein ganz, ganz herber Schlag gegen die Brüsseler Politbürokratie, da würde dann nur noch ein Frexit in ein paar Jahren fehlen, und dann wäre die Brüsseler Politbürokratie so ziemlich komplett fertig.

    2. „Schon eine AfD die eine normale Konservative Rechtspartei ist wird dort verschmäht.“

      Da war dieses neomiserable CDU-Gerede von „alternativlos“, später wurde gesagt, „es gibt immer eine Alternative“ und dann kam Springer/Bertelsmann mit der CDU-Ausgründung einer sogenannten „Alternative für Deutschland“.

      Dieses „AfD“-Gebilde ist derzeit hoch willkommen, andernfalls wäre nicht die ganze Medienwerbung gemacht worden, nach dem Motto „obszön aber schön“. Weil berechtigte Empörung gegen Sündenböcke kanalisiert werden kann, weil die sozial rückschrittlich rechte Politik- und Medienindustrie etwas brauchte, sagen zu können, „seht her, wir sind nicht sozial rückschrittlich, wir stehen nicht rechts, wer uns kritisiert, steht rechts, Pegida, AfD“.

      Wie immer in der kapitalistischen Krise wird mit Tarnen, Tricksen, Täuschen, mit Angst und Ablenkung gearbeitet. Vielleicht ist die Verzweiflung im opportunistischen Kleinbürgertum schon wieder groß genug, zu vergessen, dass „AfD“ als Marktextremismus mit Turbo, sogar bezüglich der vitalen Interessen ihrer eigenen Wählerschaft, in inakzeptabler Weise sozial rückschrittlich ist.

      Ebenso wie von deren – weil die sogar ganz offen zu „humanitären Interventionen“ umgelogene imperialistische Nato-Kriege fordern – im Ergebnis noch weiter rechts stehenden pseudolinken angeblichen Gegnern, kommt kein Wort gegen die imperialistischen Gründe für die Flüchtlingsströme von den „AfD“-Leuten, die offensichtlich auch kei Problem mit der Aufrechterhaltung des Kapitalismus in der Krise mit den despotischen Mitteln des Faschismus haben. Im Dezember will das „AfD“-Gebilde den blutigen rechtsextremistisch bis faschistisch demokratie- und sozialfeindlichen CIA-Putschisten, für deren terroristische Machenschaften in Venezuela den Preis des EU-Parlamentes für die Förderung der geistigen Freiheit geben, gemeinsam durchgesetzt mit der gesamten Bagage politischer Vertretungen der privaten Kredit- und Kriegsindustrie, während Russland zu verstehen gibt, sich den erneuten faschistischen Putschbestrebungen entgegenzustellen.

    3. Recherchiere den kampfbegriff „Reichsbürger“ bevor man sowas in den mund nimmt ,99,9% wissen nicht woher das wort stamm noch was es bedeutet hauptsache man plappert den Lügenmedien nach .

  2. @PB: Je eher das Globalistenprojekt EU zerfällt desto besser.

    Laut einem bei SPON veröffentlichten Interview kann Hariri SA verlassen, wann immer will:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/libanon-saad-hariri-aeussert-sich-erstmals-seit-ruecktritt-a-1177641.html
    M. E. ist diese Aussage nicht sehr überzeugend.

    @suedlaendischermacho:
    Zum Thema Selbstzerstörung des westlichen Liberalismus (u. a.) hat Hadmut Danisch wieder Interessantes recherchiert:
    http://www.danisch.de/blog/2017/11/11/1-million-in-der-kampfkasse-gegen-gender-kritiker/#more-20503

    1. Ein Blick in Hariris Augen ließ nicht darauf schließen, dass es ihm gerade besonders gut geht, mit dem was er da sagen muss.

    2. Angel

      So richtig überzeugend scheint Saad Hariri in dem Interview nicht gewesen zu sein.

      Wenn ich @asadabukhalil richtig verstanden habe, dann hat Saad Hariri in dem Interview auch erklärt, dass er keinesfalls ein Gefangener Saudi Arabiens sei, was man schon daran erkennen könne, dass er jederzeit soviel (von dem auf dem Tisch stehenden) Wasser trinken kann wie er will. @asadabukhalil hat das Interview schließlich sarkastisch dahingehend kommentiert, dass Saad Hariri nun wohl vom Ritz ins Motel 6 verlegt werde.

      Schauen wir mal, wie Hariris Anhänger das aufnehmen, und noch viel mehr, was Hariri selbst sagt, und wie er sich verhält, wenn er im Libanon zurück ist.

    3. Hariri kann SA verlassen, wenn er seinen Sohn als Pfand da laesst. Der Hariri-Sender al Moustaqbal (Future) wird ein Interview mit ihm ausstrahlen, zu dem eine libanesische Journalistin gestern nach SA geflogen ist. Das ist allgemein das grosse Thema im Libanon zur Zeit.
      Eine kleine Anekdote: Ueber Facebook wurden von einem gewissen Haroun 10 $ geboten fuer jeden, der zu einer Demo kommt und eine Fahne traegt. Also kamen eine Menge Jugendlicher dorthin. Im Fernsehsender Al Jadid wurden sie von einer Reporterin interviewt und es stellte sich heraus, dass sie keinerlei Ahnung hatten, wofuer oder wogegen sie demonstrierten. Es ging letztendlich um Sympathiekundgebungen fuer SA. Harouns Vater wurde inzwischen verhaftet. Aber das Ganze ist nun die grosse Lachnummer im Libanon.

      1. Nicht nur wahrscheinlich, sondern ganz sicher, da ich von unzufriedenen jungen Leuten weiss, die ueber Facebook zu Demos gegangen sind ohne recht zu wissen, wer dazu aufgerufen hatte und worum es letztendlich ging.
        Genauso war es ja mit der Fluechtlingswelle, wo ueber Facebook aufgerufen wurde, nach Deutschland zu gehen, dort bekomme jeder 1500 Euro im Monat, ein Auto und eine Wohnung. Diejenigen, die diesem Aufruf gefolgt sind, waren dann natuerlich dementsprechend enttaeuscht, als sie feststellen mussten, dass das so nicht stimmte. Diese Ueberzeugung sitzt aber bei so Manchem in Syrien und anderen arabischen Laendern ganz fest drinnen im Kopf.

      2. @Barbara
        „Genauso war es ja mit der Fluechtlingswelle, wo ueber Facebook aufgerufen wurde, nach Deutschland zu gehen, dort bekomme jeder 1500 Euro im Monat, ein Auto und eine Wohnung“

        .

        Man könnte also die Vermutung haben dass diese Welle gesteuert und organisiert war von einer zentralen Stellen um mehrere „Fliegen“ mit einer Klappe zu schlagen.
        1. Mann destabilisiert weiter diese Regien.
        2. Man bekommt einen Braintrain und billige Arbeitskräfte.
        3. Man destabilisiert Europa und sorgt dort für einen rechts Ruck.
        Wer könnte daran in Deinen Augen ein Interesse haben?

  3. Krieg von Al Zanki gegen Al Kaida; na da muss doch auch ein Pazifist erfreut sein.

    ———————-

    Italien; Renzi hat ja alles im Griff, sagt er, sagt der SPiegel
    „Parteichef Renzi gibt sich trotz allem selbstbewusst. Er werde die Partei neu erfinden, als eine Bewegung wie die von Emmanuel Macron, die diesen in Frankreich ins Präsidentenamt getragen hat. „Ich wette“, verkündete Renzi im Fernsehen, „bei den Wahlen werden wir mit 40 Prozent vorne liegen“. Denn, wenn die Wähler zwischen Berlusconi und Grillo entscheiden sollen, „wählen sie immer PD“.“

    Also ob Macron nach vier Jahren Regierungszeit und Euro-Austerität noch als Hoffnungsträger rüberkommen wird.

    Italexit?
    Weiß nicht; das Problem Italiens ist der Euro, Grillo hat öfter erklärt, der Euro erwürgt Italien, und damit hat er natürlich recht (massive Lohnsenkung um die Lohnsenkungen Deutschlands jetzt auf Krampf nachzuholen würde auch zu sehr harten Verwerfungen führen).
    Grillo betont dabei eine Volksabstimmung zum Euroaustritt.

    Berlusconis Milliardenvermögen dürfte mit einem Euroaustritt kleiner werden, zumindest in Euro gemessen.

    Mal sehen, ob das ein Thema im Wahlkampf wird.

    1. andreas

      Ich stimme zu, dass es bei Italien auch und gerade um den Euro geht. Italien könnte eine ziemlich drastische Abwertung der Landeswährung gut gebrauchen, um wirtschaftlich wieder mehr Schwung zu bekommen, ganz so wie das mit der Lira oft gelaufen ist. Und, man mag Schönheisfehler bemängeln, mit der Lira hat das italienische System auch ganz passabel funktioniert. Mit dem Euro funktioniert es hingegen kaum.

      Ich glaube weiterhin, dass es bei Italien um den Euro geht, macht die ganze Sache für Brüssel erst so richtig schwierig. In den EU-Verträgen ist ein Austritt aus dem Euro nicht vorgesehen, und es gibt dafür auch überhaupt kein vereinbartes Prozedere.

      Natürlich könnte die EU theoretisch trotzdem einen italienischen Euro-Austritt aushandeln. Aber praktisch wird das, glaube ich, schwer werden, weil Italien dann einen guten Deal für Italien wollen wird, und die EU, um keine Nachahmer auf den Plan zu rufen, genau das Gegenteil. Sollte das so kommen, könnte Italien sein politisches Gewicht in der EU für eine möglichst weitgehende EU-Blockade nutzen, oder eben wie UK ganz aus der EU austreten, und das möglicherweise nur, um anschließend wieder einen Beitrittsantrag zu stellen, wo Italien dann beim EU-Beitritt den Euro nicht wieder einführen müsste. Dänemark kommt schließlich auch ohne Euro in der EU zurecht.

      Das riecht nach vielen Jahren Streiterei und solche Streitereien mit Italien könnten die EU total zermüben. Und währenddessen wird sich Macron zur Wiederwahl gegen Len Pen oder einen entsprechenden Kandidaten stellen müssen. Da würde ich für Brüssel schwarz sehen.

      1. Es gibt nur 2 Möglichkeiten. Entweder zieht Draghi die Zinsen an und Italien kann seine Schulden nicht mehr bezahlen oder die Zinsen bleiben unten und Deutschland überhitzt. Einer von beiden muss aus dem Euro austreten. Grüße an PB

  4. @PB: „…wenn er im Libanon zurück ist“

    WENN er nicht plötzlich „verunglückt“ oder einen Herzinfarkt o. ä. anheim fällt…WENN er zurück darf…und WENN er sich im Libanon ohne (vorsorglich von SA mitgeschickte) „Leibwächter“ bewegen kann…Dann ist sicher immer noch seine Familie in SA…

    Viel Spielraum wird er m. E. deshalb wohl nicht haben. Zumindest scheinen das libanesische Ultimatum und der diplomatische Druck ein bißchen was zu bewirken.

    1. Der Mensch ist schon ein eigenartiges Wesen
      Im wahren Leben distanziert er sich von „zweifelhaften“, „verlogenen“ Gestalten relativ schnell. Auch wenn sie die Wahrheit verbreiten und ihm nichts böses wollen.

      Kaum dreht es sich um 50 bis 100Hz bzw gedrucktes SW Medien __ finaziert mit einer Zwangsgebühr _ vergisst er deren „unbestätigten“ Nachrichten von gestern, vorgestern , vorvorgestern …. ( will die Reihe nicht bis zum Anfang 19xx auflisten ) und hinterfragt „neue“ + „unbestätigte“ Nachrichten von heute nicht mehr.

      ————
      AMN ist zwar nicht zwangsfinaziert mit Gebühren, ABER ich bin mir sicher wenn Sputnik was meldet ist es WAHR __oder__ wird bald WAHR werden.

    2. Michel

      Die syrische Armee und ihre Partner haben Al Bukamal bislang noch nicht eingenommen und hatten es auch nicht gehabt.

      Zum Hintergrund der anderslautenden Fehlinformationen ein paar Anmerkungen:

      – Nato-Standard scheint es zu sein, zuerst die Einnahme eines Ortes zu melden, und danach mit dem Angriff zu beginnen. Zumindest war das die übliche Nato-Vorgehensweise, die ich in Libyen beobachtet habe. Dem wohnt auch eine plausible militärische Logik inne: wenn der Feind tendenziell glaubt, er sei bereits geschlagen, leistet er weniger Gegenwehr und es gibt demnach tendenziell auch weniger Verluste. Dieses Vorgehen geht jedoch über kurz oder lang auf Kosten der Glaubwürdigkeit, vor allem wenn dann nicht kurz nach der Eroberungsmeldung die wirkliche Einnahme erfolgt, sodass die Meldung wieder stimmt.

      – Die syrische Armee hat in den letzten Jahren kaum vorzeitige Meldungen von Eroberungen verbreitet, vermutlich, um nicht die Beschädigung ihrer Glaubwürdigkeit zu riskieren

      – Bei der Eroberung der Stadt Deir Ezzor durch die Armee haben interessanterweise Feindmedien (Sohr) die Einnahme verfrüht verkündet. Ziel des Sohr dabei war offensichtlich, trotz fehlender echter Informationen als Quelle weiterhin als relevant wahrgenommen zu werden, in westlichen Medien zu erscheinen und somit die syrischen Medien zu marginalisieren. Trotzdem dürfte die verfrühte Einnahmemeldung durch Sohr für die Armee zumindest psychologisch hilfreich gewesen sein.

      – Bei der Eroberung der Stadt Al Bukamal durch die Armee lief mit dem Sohr wieder das gleiche Spiel wie bei Deir Ezzor. Sohr meldete die Einnahme verfrüht, um Schlagzeilen zu bekommen. Anstatt dazu zu sagen, dass sie noch nicht so weit ist, hat die syrische Armee stattdessen selbst eine – falsche – Erklärung veröffentlicht, eben um die Medienhoheit zurückzubekommen. Naja, und die Realität ist natürlich, dass sich ISIS in Bukamal von den Erklärungen kaum hat blenden lassen, und die Kämpfe nun erst richtig losgehen.

      Ich persönlich finde diesen neuen verlogenen Zug der Informationspolitik der syrischen Armee sehr bedauerlich, auch wenn ich ihn militärisch nachvollziehen kann.

    3. Es geht im Grunde darum, dass noch nicht ganz AlbuKamal eingenommen war, sondern nur ein Teil davon, und dass der ISIS nun diesen Teil angegriffen hat. Wie so oft. Der Gegenangriff ist auch schon erfolgt.

  5. @np
    „Ich persönlich finde diesen neuen ___verlogenen___Zug der Informationspolitik“

    also machmal verstehe ich dich nicht –
    einmal eine unbestätigte Nachricht und dann gleich „verlogen…“

    https://de.sputniknews.com/politik/20171112318263136-kriegsverbrechen-koalition-zivilisten-verbrechen-souveraenitaet-kampf-befreiung/

    Die Syrer wollen einfach die Amis aus ihrem Land raus haben.
    Die wurden dort nicht eingeladen und die sind dort auch nicht willkommen. Wer ist Täter wer ist Opfer in dieser Faktenlage ?

    Wenn der Krieg gegen den IS beendet wird, haben die „Friedentauben aus Übersee “ zu verschwinden und nicht mehr am grössten Stausee / grössten Wasserkraftwerk / am grössten Süss-Wasserlieferanten der Region die Hebel ___destruktiv __ in der Hand zu haben.

    Gringo

    Wenn die Syrer paar voreilige Erfolgsmeldungen über den Äther schicken, müssen keine Köpfe rollen, denn was gestern nicht geschafft wurde, wird heute oder morgen …

    Wer bezweifelt das noch ?
    Was ist da verlogen ?

    Frage
    wie könnte man Green Go auf arabisch übersetzen ?
    egal auf spanisch klingt es genau so süss , GRIN->GO<-

    1. sg

      Nein, verlogen ist das durchaus gewesen.

      Das syrische Militärkommando hat über die syrische Nachrichtenagentur SANA vor vier Tagen höchstoffiziell die Lüge verbreitet, dass die syrische Armee und ihre Partner die Stadt Al Bukamal vollständig von ISIS befreit haben.

      Das ist üblich, verständlich und nachvollziehbar, aber daran gibt es ansonsten nicht zu beschönigen. Sowas schadet der syrischen Glaubwürdigkeit.

      1. @PB

        Die syrische Armee hatte vor Tagen beim „Anklopfen“ in Al Bukamal kaum Gegenwehr. Das Zentrum wurde von SAA und Allierten erreicht. Daraufhin setzte die Führung der syrischen Armee die Pressemitteilung ab.
        Wenig später dann formierte sich eine IS-Gegenoffensive von mehreren tausend Kämpfern, die – und das ist entscheidend- NICHT zuvor in der Stadt selbst stationiert waren und sorgten seitdem dafür, dass es in der Stadt heftige Kämpfe gibt.
        Die Syrer sind in den 7 Jahren und bei den tausenden erfolgten Wasserstandsmeldungen nie als PR-Hasadeure oder FakeNews-Fabrikanten aufgetreten. Hier, so würde ich das sehen, sind die Jungs einfach mal übereilt mit der Nachricht rausgekommen und scheinbar hat die Aufklärung gepennt. Und das wiederum ist in den letzten Jahren leider häufiger passiert.
        Ich für meinen Teil, und das versuche ich hier immer zu kommunizieren, finde die minütlichen Berichte über jede zwei-Kilometer-Befreiung oder Verlustes overpaced.
        Aud die tendentielle Entwicklung und kriegsentscheidende Aktionen kommt es an. Und da kann ich mich nur wiederholen: Alles wird gut!

      2. Wie ich es verstanden habe, könnte Syriens Armee es also einmal mit der bekannten Nato-Taktik versucht haben, die Einnahme schon vor deren Beginn zu melden und ist damit aufgeflogen, weil dies offenbar keine derart psychologisch schwächende Wirkung hatte, die Meldung kurz danach wahr machen zu können. Das wäre demnach wissentliches Verbreiten einer Unwahrheit, eine Lüge und – „wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, wenn er auch die Wahrheit spricht“ schadet das der Glaubwürdigkeit. Im Unterschied dazu ist immer zu lügen die Bedeutung des Wortes „verlogen“, was Syriens Armee bisher wohl kaum vorgeworfen werden kann.

  6. @Kaumi
    Auch ich habe mich über die „Einnahme“ von Abu Kamal gefreut.
    Als ich dann las dass Abu Kamal wegen einer Gegenoffensive wieder verloren ging wunderte ich mich.
    Wie können sich in einer solch übersichtlichen Gegend, die noch dazu inzwischen ziemlich isoliert ist, tausende Kämpfer sammeln/verstecken ohne das das von der Armee bemerkt wird?
    Argumente wie das man das absichtlich macht um die Banden zu locken lasse ich nicht gelten denn man riskiert Opfer unter den eigenen Leuten.
    So sehr ich mich über den inzwischen wohl absehbaren militärischen Sieg Syriens über die Terroristen und ihre Unterstützer freue so sehr ärgere ich mich über die unzähligen und offensichtlichen militärischen Fehlentscheidungen/Fehleinschätzungen der Armeeführung die vielen Soldaten/Kämpfern/Zivilisten das Leben gekostet haben.
    Ohne die Hilfe Russlands, Irans und der tapferen Hisbollah (die beste und disziplinierteste Arme im arabischen Raum – leider ist sie nicht sehr groß) wäre Syrien längst verloren.

    Total allergisch reagiere ich u.a. bei Meldungen aus Jobar und East Ghouta.
    Seit Jahren geht es dort nur vorwärts.
    Aktuell meldet AMN mal wieder Fortschritte in Jobar.
    Ich kann es nicht mehr hören.

    1. Den Plan zur Einnahme von Abu Kamal durch SAA und allies kann man anhand der sichtbaren Ereignisse vermuten.

      irakische Kräfte machen die Grenze dicht, gehen vielleicht gar ein Stück darüber, im Osten ist der Euphrat, bleibt nur Westen und Norden.

      Vorrücken von T2 Richtung irakische Grenze und von dort zur Stadtgrenze; Fünftes Corp, Hisbollah, andere Milizen

      Nach Einnahme von Deir ez Zour Offensive der Tiger und anderer entlang des Euphrats nach Süden; wahrscheinlich wie bisher meist erst mal im der Wüste parallel zum Fluss, von dort aus die einzelnen Orte einzunehmen.

      Die erste Front ist erledigt durch die Iraker.

      Die dritte Front geht über besiedeltes Gebiet und war klar als schwierigste zu erwarten; es gibt zwar osteuphratisch auch noch ein paar Siedlungen, aber die letzte Stadt ist Abu Kamal mit den vorgelagerten Siedlungen.

      Die Tiger konnten gerade erst losgehen, nach dem die Großstadt weitgehend gesichert wurde.
      Es war also gar nicht zu erwarten, dass Abu Kamal so schnell einzunehmen ist.

      Logischerweise dürften auch die letzten ISIS-Kräfte genau in dieser Richtung gewesen sein.

      Nun standen aber auf einmal Truppen vom Süden/Westen aus vor der Stadt und konnten relativ einfach reingehen; sollten sie es nicht tun?

      Wie weit sie gekommen sind, weiß man nicht genau; insofern ist es auch schwer zu sagen, wie genau die Meldung der Einnahme zu bewerten ist.

      Der Rückzug, nach dem starke ISIS-Kräfte anrückten, ist kein Beweis von Schwäche oder falscher Taktik; sondern logisch und vermeidet Verluste.
      Wie weit sie sich zurückgezogen haben, weiß man auch nicht genau.

      Dafür soll es ja an der Nordfront einen großen Rutsch der Tiger gegeben haben, dürfte mit dem Abzug der ISIS-Kräfte dort zusammenhängen.

    2. Die SAA wäre natürlich ohne die Hilfe ihrer Alliierten längst Geschichte. Aber wundert das irgendjemanden angesichts der überragenden Kampf-, Militär-und Finanzstärke der westlichen Allianz?
      Syrien ist klein Land, welches es mit der halben Welt alleine aufnehmen kann, zumal viele der Feinde direkte Nachbarn mit direkten Grenzen sind. Aber die SAA hat es geschafft, sich und Syrien so lange aufopferungsvoll zu verteidigen, bis sich die Gegenallianz (Widerstandsachse), so wie wir sie heute kennen, ausformen konnte. Wie die syrischen Aktien vorher eingeschätzt wurden, sollte inzwischen bekannt sein (H. Clinton 2011: „In 6-8 Wochen ist Assad gefallen“).

      Hinsichtlich der täglichen Meldungen über Frontlinienverlauf/ „Befreiungen“ etc.: Siehe oben. Nur überfliegen und das Auge für das Wesentliche entwickeln.

  7. Aus Israel kommt diese Karte über eine angebliche Pufferzone im Rahmen der Einigung zur Deeskalationszone im Süden.

    pbs.twimg.com/media/DOftTKrX0AAW9Os.jpg

    Das ist unplausibel.
    Die Jeit Binn-Tasche ist nicht Teil der Deeskalationszone, die dürfte also früher oder später militärisch eingenommen werden, Reconcilieren scheint den „Rebellen“ dort wohl keine Alternative.

    generell zeigt diese Karte, dass es nicht um die „Sicherheit Israels“ geht; dafür wäre ja ein Streifen von X Kilometern entlang bisheriger Linien logisch.

    nein, da soll möglichst viel Gebiet der Kontrolle durch Damaskus entzogen werden.

    1. Andreas

      Hinzu kommt: „Israel“ hat da in der Gegend mit den seit 50 Jahren israelisch besetzten syrischen Golanhöhen bereits eine riesige Pufferzone zu Syrien. Was der Terrorstaat Israel nun will, ist eine Pufferzone vor der Pufferzone, die es inzwischen – von niemandem anerkannt – annektiert hat.

      Es ist völlig klar, dass Israel Al Kaida & Co nicht aus Sicherheitsgründen, sondern zur Verfolgung von Expansionsabsichten unterstützt.

  8. von @IvanSidorenko1

    Das ist natürlich besonders perfide, mit Uniform und passendem Auto fährst du einfach ans Ziel und jagst dich dann in die Luft.

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