Syrische Armee nimmt weitere Bezirke in der Stadt Deir Ezzor ein

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am heutigen Dienstag meldete, hat die syrische Armee im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS in der Stadt Deir Ezzor die Bezirke al-Kanamat, al-Matar al-Qadim und al-Rasafa eingenommen.

Inoffiziellen Quellen zufolge wurde der Bezirk Badr auch schon komplett eingenommen.

Angesichts dieser rapiden Fortschritte der Armee erscheint es möglich, dass ISIS in der Stadt Deir Ezzor gerade komplett zusammenbricht, wie das etwa Al Masdar News meint.

Weiter südlich in der Provinz Deir Ezzor scheint die Terrorgruppe ISIS bei Al Bukamal der vorrückenden Armee und ihren Partnern jedoch noch erheblichen Widerstand entgegenzusetzen, weshalb Russland heute vom Mittelmeer aus mit Marschflugkörpern ISIS-Ziele im Raum Al Bukamal attackierte.

Auf der anderen Seite der Grenze sind irakische Sicherheitskräfte inzwischen auch von Osten her bis direkt an die dortige letzte ISIS-Hochburg Al Qaim herangekommen.

Und im Kampf gegen die Terrorgruppe Al Kaida im Nordwesten Syriens ist die syrische Armee auch wieder einen Hügel weitergekommen, während SANA die in den letzten Tagen bereits inoffiziell bekannt gewordenen Erfolge in der Gegend nun auch offiziell bestätigte.

Aus der Kurdischen Autonomieregion des Irak gibt es seit heute morgen, wo die Türkei verkündet hat, dass Kräfte der irakischen Regierung in Bagdad die irakische Seite des dortigen irakisch-türkischen Grenzüberganges aus der Hand von kurdischen Kräften eingenommen haben, während die kurdische Autonomieregierung das dementiert hat, keine wesentlichen neuen Nachrichten, und auch die Situation am Grenzübergang ist nach wie vor nicht klarer geworden.

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31 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt weitere Bezirke in der Stadt Deir Ezzor ein

    1. Du bist aber oft durchgekommen ;), einen toleranten „Moderator“ erwischt? Meist wird sowas doch wegzensiert. Ist „Pfarrer Schmidt“ der neue „alabama_slim“? Ich hab den Eindruck, das sind Sockenpuppen der Redaktion, aber wer weiss ..

      1. Ich kann Dich beruhigen. es ist alles beim alten. Es hat sich nichts geändert.

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        https://meta.tagesschau.de/id/128386/hintergrund-falsche-bilder-aus-krisenregionen-identifizieren#comment-3195619

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        Am 31. Oktober 2017 um 21:32 von laurisch._karsten
        @Juri Gerasimenko
        „Fakt ist: Es gab und gibt keine Sanktionen der EU, die Nahrung oder Medikamente für Syrien betreffen. Im Gegenteil, die EU ist maßgeblich an Nahrungshilfen und medizinischer Hilfe für die Kriegsregionen beteiligt. Die Kriegsparteien (ost und west) helfen kaum.“
        .
        Einfach mal nur Googeln.
        http://tinyurl.com/yc9zdwha
        http://tinyurl.com/y7wr2etx

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        https://meta.tagesschau.de/id/128386/hintergrund-falsche-bilder-aus-krisenregionen-identifizieren#comment-3195634

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        Am 31. Oktober 2017 um 21:50 von laurisch._karsten
        @Juri Gerasimenko
        https://meta.tagesschau.de/id/128386/hintergrund-falsche-bilder-aus-kris
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        Am 31. Oktober 2017 um 21:32 von laurisch._karsten
        @Juri Gerasimenko
        „Fakt ist: Es gab und gibt keine Sanktionen der EU, die Nahrung oder Medikamente für Syrien betreffen. Im Gegenteil, die EU ist maßgeblich an Nahrungshilfen und medizinischer Hilfe für die Kriegsregionen beteiligt. Die Kriegsparteien (ost und west) helfen kaum.“
        .
        Einfach mal nur Googeln.
        http://tinyurl.com/yc9zdwha
        http://tinyurl.com/y7wr2etx

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        https://meta.tagesschau.de/id/128386/hintergrund-falsche-bilder-aus-krisenregionen-identifizieren#comment-3195654

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        Am 31. Oktober 2017 um 22:05 von laurisch._karsten
        @Juri Gerasimenko
        “ die EU ist maßgeblich an Nahrungshilfen und medizinischer Hilfe für die Kriegsregionen beteiligt“
        .
        Ich denke dass es besser ist wenn Sie hier mal eine Journalistin vor Ort mal fragen.
        http://tinyurl.com/ycrla2gn

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        https://meta.tagesschau.de/id/128386/hintergrund-falsche-bilder-aus-krisenregionen-identifizieren#comment-3195682

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        Am 31. Oktober 2017 um 22:19 von laurisch._karsten
        @Juri Gerasimenko
        https://meta.tagesschau.de/id/128386/hintergrund-falsche-bilder-aus-kris
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        Am 31. Oktober 2017 um 21:50 von laurisch._karsten
        @Juri Gerasimenko
        https://meta.tagesschau.de/id/128386/hintergrund-falsche-bilder-aus-kris
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        Am 31. Oktober 2017 um 21:32 von laurisch._karsten
        @Juri Gerasimenko
        „Fakt ist: Es gab und gibt keine Sanktionen der EU, die Nahrung oder Medikamente für Syrien betreffen. Im Gegenteil, die EU ist maßgeblich an Nahrungshilfen und medizinischer Hilfe für die Kriegsregionen beteiligt. Die Kriegsparteien (ost und west) helfen kaum.“
        .
        Einfach mal nur Googeln.
        http://tinyurl.com/yc9zdwha
        http://tinyurl.com/y7wr2etx

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        https://meta.tagesschau.de/id/128386/hintergrund-falsche-bilder-aus-krisenregionen-identifizieren#comment-3195684

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        Am 31. Oktober 2017 um 22:21 von laurisch._karsten
        @Juri Gerasimenko
        https://meta.tagesschau.de/id/128386/hintergrund-falsche-bilder-aus-kris
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        Am 31. Oktober 2017 um 22:05 von laurisch._karsten
        @Juri Gerasimenko
        “ die EU ist maßgeblich an Nahrungshilfen und medizinischer Hilfe für die Kriegsregionen beteiligt“
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        Ich denke dass es besser ist wenn Sie hier mal eine Journalistin vor Ort mal fragen.
        http://tinyurl.com/ycrla2gn

    1. Karsten

      Nein, das ist sicher nicht der Todesstoß für Exxon und Co. Ein ähnliches Verbot vom Kongress gibt es schon seit Jahren, weshalb das riesige Exxon-Projekt in Russland auf Eis liegt.

      Ich könnte mir eher vorstellen, dass Tillerson damit da nun wieder Bewegung in die Geschichte reinbringen will.

      1. „die Erkundung oder Produktion für Tiefsee-, arktische oder Schiefergas-Projekte unterstützen“

        Die Amis sind schon lustige Gesellen.

        Tiefsee-, arktische oder Schiefergas-Projekte zu sanktionieren.
        ? solche Sanktionen beim grössten Land der Erde ?

        Wusste garnicht, dass die Russen __ wegen Mangel an Gasquellen __ Schiefergas Projekte anstreben. Wenn ja, kann es sich nur um Projekte im Osten handeln, denn dort gibt es glaube weniger ÖL und Gasquellen. Im Westen RU und in Sibirien wissen die nicht wohin mit dem Gas.

        ———————————–

        Bei der Landmasse wird sich schon eine neue Quelle __MIT bzw FÜR__ AMI-Beteiligungen finden lassen.

        Wenn die Russen es natürlich wollen !

        Also ich denke, die Russen halten sich die Bäuche vor Lachen, über diese Sanktions – Schauspieler aus Übersee

      2. „Ich könnte mir eher vorstellen, dass Tillerson damit da nun wieder Bewegung in die Geschichte reinbringen will.“

        Das denke ich aber auch. Die Leute vom Atlas Network (dazu gehören auch deutsche FDP-Kreise), die von ExxonMobil (Ex-Firma von Tillerson) und den Koch-Brüder bestens unterstützt werden, werden ihr übriges tun. Wohin der Zug fahren soll, hat ja schon Trumps schnell unterzeichnetes Gesetz zur Abschaffung der Transparenzpflicht für Zahlungen amerikanischer Rohstoffproduzenten an ausländische Staaten gezeigt.

        Eigentlich ist das nur zu begrüßen. Es ist immer besser, mit Geld statt mit Bomben um sich zu schmeißen.

        Liebes Parteibuch und lieber Karsten, wenn hier schon Namen wie ExxonMobil fallen, wer ist dann der russische Projekt-Partner? Rosneft? Nebenbei: Ich finde solche Themen immer spannend, weil sie Denkmuster nationaler Kategorien sprengen, die diese Unternehmen schon lange überwunden haben.

    2. Meier

      Ja, Rosneft. Exxon hat 2014 wegen Russland-Sanktionen unter anderem einen Mega-Deal mit Rosneft zur gemeinsamen Erschließung von gewaltigen Artis-Tiefsee-Ölvorkommen auf Eis legen müssen.

      https://www.ft.com/content/586ae5c0-487c-11e4-ad19-00144feab7de

      In manchen Veröffentlichungen hieß es, es gehe da um einen 500 Mrd Dollar Deal.

      http://www.buenosairesherald.com/article/98571/exxon-rosneft-unveil-mega-offshore-deal

      Gleichzeitig heißt es dabei jedoch, dass es um das Heben von 85 Mrd Fass Öl geht, wo Exxon zu 1/3 dran beteiligt sein sollte. 85 Mrd Fass Öl sind selbst bei einem Ölpreis von 50 Dollar über 4000 Mrd Dollar wert! Da geht es um gigantische Summen und die Zukunft der Ölversorgung der Welt.

      1. Und nicht nur das. Nachdem Exxon bis zum Jahre 2013 reichhaltige Öl- und vor allem Gasvorkommen vor der Krim exploriert hatte, fehlte nur noch der Vertrag. Dann aber stürzte die eigene Regierung Janukowitsch, die Krim ging an Russlund und futsch war der Milliarden schwere Deal für Exxon. Wenn ständig die Neocons das Geschäft kaputt machen, sucht man sich Alternativen – und siehe da …

        Herzliche Grüße, ped43z

      2. ped43z

        Im Vergleich zu dem Arktis-Deal zwischen Rosneft und Exxon nehmen sich die Öl- und Gasvorkommen auf und nahe der Krim sowie im schwarzen Meer überhaupt geradezu winzig aus.

        Rechnet man die 85 Mrd Fass Öl, um die es allein bei diesem einen Arktis-Deal geht, auf 30 Jahre Ausbeutungszeit hoch, so könnten da, allein auf diesem Feld, zukünftig 30 Jahre lang mehr als 7 Mio Fass Öl pro Tag gefördert werden – was mehr ist, als Iran und Irak zur Zeit insgesamt zusammen fördern, oder anders gesagt, was knapp 70% der gegenwärtigen saudischen Förderung entspricht.

        Und bei dem Deal geht es nur um ein russisches Arktis-Feld, in der Gegend gibt es noch mehr, vermutlich viel mehr Öl.

      3. @pb

        „Ja, Rosneft“

        Und wer ist der Gegner dieser Exxon-Rosneft-Allianz, wenn wir jetzt einmal nur allein die wirtschaftliche Folie auflegen?

        Sind das andere Öl-Unternehmen wie z.B. Saudi Aramco (früher hatte Exxon dort doch einmal die Finger im Spiel; heute nicht mehr, auch nicht mittelbar?) oder eine bestimmte Finanzwirtschaft, die an die saudische Öldominanz gebunden ist?

        P.S. „Über 4000 Mrd Dollar“ ist schon eine riesige, riesig riesige Nummer. Ich sehe schon die prall gefüllten Auftragsbücher deutscher Werften, um Luxus-Yachten neu zu bauen oder alte zu verlängern, mehr neue degenerierte Neureiche am Mittelmeer und den Neubau so mancher neuen Kirche, um das schlechte Gewissen und die Massen zu beruhigen vor meinem geistigen Auge.

      4. Meier

        Man sieht doch gerade sehr schön, wer die Gegenspieler dieser (potentiell) gewaltigen Allianz Exxon-Rosneft sind:

        Israel-Lobby (Wall Street, Massenmedien): wollen Finanzhoheit und politische Macht in den USA und der Welt nicht dauerhaft verlieren
        Saudi Arabien: will führende Rolle von Aramco auf dem globalen Ölmarkt nicht verlieren

        Und dazu kommt natürlich noch die ganze hoch subventionierte Green-Energy- und Klimaschutzbranche sowie Frackingspezialisten.

        Was Exxon und die Saudis angeht: Exxon hat viele Aufträge in Saudi Arabien gehabt, aber die Felder da erschöpfen sich zunehmend, so dass da nicht mehr allzu viel Neugeschäft für Exxon zu erwarten ist. Die noch praktisch unberührten Tiefseeölvorkommen der russischen Arktis bedeuten hingegen ein gewaltiges Neugeschäft.

        Und ja, es geht dabei um soviel Geld und Reichtum, dass sich dadurch die Weltordnung (Stichwort Petrodollarhegemonie) ebenso wie die Machtverhältnisse in den USA (Stichwort Trump) verschieben können, und natürlich auch reihenweise kleine und große Kriege (Stichwort Ukraine) darum geführt werden. Das dürfte auch ein wesentlicher Grund dafür sein, warum Russland erstens stark aufrüstet, und zweitens dabei besonderen Wert auf die arktischen Streitkräfte Russlands legt. Putin hat das meiner Erinnerung zufolge etwa so begründet, dass in der russischen Arktis soviel Reichtum liegt, dass Russland mit kriegerischen Versuchen rechnen muss, sie Russland wegzunehmen.

      5. @pb

        „Israel-Lobby (Wall Street, Massenmedien): wollen Finanzhoheit und politische Macht in den USA und der Welt nicht dauerhaft verlieren
        Saudi Arabien: will führende Rolle von Aramco auf dem globalen Ölmarkt nicht verlieren

        Und dazu kommt natürlich noch die ganze hoch subventionierte Green-Energy- und Klimaschutzbranche sowie Frackingspezialisten.

        Und ja, es geht dabei um soviel Geld und Reichtum, dass sich dadurch die Weltordnung (Stichwort Petrodollarhegemonie) …“

        Vorab: Ich sehe – wie Du jedenfalls in Deinem Blog immer wieder dankenswerterweise betonst – das momentane Hauptproblem nicht zuerst auf wirtschaftlicher Ebene.

        Dennoch finde ich die wirtschaftlichen Aspekte wichtig, verstehe so einiges noch nicht ganz und frage deshalb noch einmal nach:

        Wäre die Petrodollarhegemonie durch den Exxon-Rosneft-Deal gefährdet? Eigentlich nicht, denn man könnte die Dollarbindung ja vertraglich aufrecht erhalten, um das weltweite an den Dollar gebundene Finanzsystem nicht zum Einsturz zu bringen. Im übrigen kann Exxon seinen Anteil an der Fördermenge natürlich in Dollar verkaufen.

        Ich weiß aber dennoch nicht, wie das mit dem Dollar weitergehen soll, vor allem mit seiner Luftfinanzierung durch die von vor vielen Jahrzehnten stattgefundene Aufhebung der nominalen Goldbindung. Seitdem konnten ja Dollars gedruckt werden nach Lust und Laune oder auf dem Papier munter wachsen (vgl. Fedwire oder den deutschen Target2-Saldo) Diese Dollars in den Kassen der Scheichs und aller anderen könnten irgendwann völlig wertlos sein, wenn die Blase platzt. Ist das so geplant? Würde ja bestens in Bannons Reden von der Dekonstruktion der etablierten USA passen, aber ist das tatsächlich umsetzbar und vor allem, wie?

        Für mich stellte sich die bisherige Situation immer so dar, dass die Israel-Saudi-Connection das Grundgerüst dafür war, die USA und die ganze Welt finanziell zu dominieren, aber eigentlich das zionistische Projekt aus zuvörderst religiösen Gründen voranzutreiben.

        Insoweit würde dieses Exxon-Rosneft-Abenteuer, dieses Grundgerüst zerstören, da eine gewisse Unabhängigkeit von den Saudis entstünde.

        Aber – noch einmal gefragt – was passiert dann mit dem Dollar? Oder wird mit allen Mitteln munter weiter davon abgelenkt, was da für eine Blase existiert, weil mächtige Leute nach wie vor mehr als sehr gut daran verdienen?

      6. Meier

        Ja, der Kampf ist ein ideologischer Kampf von radikalen Zionisten gegen den Rest der Welt. Ich glaube, was da im Kern wirklich hinter steckt, ist primär sowas wie ein religiös-ideologischer Fetisch. Eine handvoll extrem reicher und einflussreicher Zionisten in den USA und anderen Staaten der sogenannten westlichen Wertegmeinschaft will unbedingt im islamisch und arabisch geprägten Westasien ein westlich geprägtes „jüdisches“ Großreich errichten, koste es was es wolle. Das ist kein einheitlicher Club, sondern eher so etwas wie eine Strömung, aber im Effekt prägen diese Leute die US-Außen- und Kriegspolitik seit Jahrzehnten, und das in desaströser Weise. Die ganze Kriege der letzten Jahre muss ich hier nicht mehr aufzählen. Dabei sind sie völlig verantwortungslos: sie gehen taktische Allianzen mit Extremisten wie Takfiris von Jundallah über Saudi Arabien bis hin zu Al Kaida und ISIS ein, sie unterstützen Separatisten wie Kurden, und sie treiben mit ihrer Macht in den USA die USA ein ums andere mal in für Israel geführte verheerende Kriege in Nahost und Umgebung. Die Wirtschaft, insbesondere die einflussreiche Finanzindustrie bildet dabei das Herz ihrer Machtbasis, und ihre Arme sind der nahezu allumfassende massenmediale Propaganda-Apparat, den sie mit dem Geld, was sie in der Finanzindustrie abzocken, finanzieren, genau wie sie Abgeordnete und andere Politiker finanzieren. Ihre Fähigkeit, mit ihrem Einfluss in der Finanzindustrie wirtschaftliche Booms oder Krisen auslösen zu können, setzen sie als Waffe ein, die ein Verschieben des globalen Spielfelds zu ihren Gunsten ermöglicht.

        Seit ein paar Jahren haben diese radikalen Zionisten kräftigen Gegenwind bekommen, zunächst wirtschaftlich durch Chinas wirtschaftlichen Aufstieg, der sich nach der letzten zionistischen Blase, bekannt als Finanzkrise 2007ff, manifestierte. Während ihrer Verbrechen gegen Syrien, zum vermeintlichen Wohle Israels, haben sie irgendwann auch kräftig Opposition in den USA bekommen. Ich würde diesen Zeitpunkt als Historiker mit dem Wahlsieg Obamas 2012 datieren, wonach Obama Chuck Hagel zum US-Verteidigungsminister machte. Seit diesem Zeitpunkt gehen der zionistischen Lobby praktisch alle geopolitischen Sachen schief. Sie organisieren False-Flag-Chemieterror in Syrien, um die US-Armee als Proxy für Israel gegen Syrien kämpfen zu lassen, doch stattdessen gibt es Chemiewaffenkooperation mit Assad. Sie wollen den Iran mit Atomlügenpropaganda und Sanktionen niedermachen, doch stattdessen gibt es einen Atomdeal, der Iran stärkt. Sie wollen die Houthis ausrotten, doch stattdessen steht nun ihr Partner Saudi Arabien vor dem Abgrund. Sie wollen den britischen EU-Separatismus per Referendum niederschlagen, doch stattdessen gibt es Brexit. Sie wollen das zionistische Liebchen Clinton und bekommen den Nationalisten Trump. Sie wollen den Irak mit ihren Proxys westlich machen oder zerbrechen, doch stattdessen gibt es nun einen starken, mit Iran verbündeten Irak. Nur sehr wenig ist den radikalen Zionisten in letzter Zeit gelungen, etwa in Argentinien, Brasilien und natürlich der Ukraine, aber auch das waren bestenfalls Teilerfolge.

        Meine These ist, dass die Hauptkraft, der die radikalen Zionisten diese erstaunliche Serie von Misserfolgen zu verdanken haben, nicht wie von der Hasbara behauptet, Russland, sondern das US-Militär ist, das seit 2013 auch insgeheim genau damit beauftragt ist. Der Kern dieses Widerstandes gegen den desaströsen großisraelischen Fetisch der mächtigen Zionisten ist meiner Ansicht nach ebenfalls ideologisch. Die US-Militärs haben es satt, von Israel und der Lobby für ihre idiotischen Kriege als Proxy eingesetzt zu werden. Das sind im Kern Patrioten, die wollen, dass nicht Israel, sondern die USA bestimmen, wofür sie in den Krieg ziehen, und wofür nicht. Die US-Militärs wissen, dass der Krieg gegen die israelische Besatzung der USA der schwierigste Krieg ist, den sie je geführt haben, und sind deshalb in der Wahl ihrer Mittel auch nicht zimperlich. Ob Pax Americana oder Petrodollarhegemonie, all das sind sie bereit, aufzugeben, um den Krieg zur Befreiung ihres eigenen Landes von der Besatzung durch die zionistsichen Ideologen zu gewinnen. Nur sagen können sie das natürlich nicht offen, denn sonst würde die globale MSM-Hasbara sie bei lebendigem Leib verspeisen. Und natürlich suchen sie sich, um diesen existenziellen Krieg zu gewinnen, Partner, wo immer sie können.

        Logische Partner dabei sind dabei außenpolitisch erstmal China, Russland und Iran. Und innenpolitisch ist ein logischer wirtschaftlicher Partner dabei natürlich die Ölindustrie, der die radikalen Zionisten mit ihrer aggressiven Politik die Geschäfte verhageln. Locker 1400 Milliarden Dollar Einnahmen entgehen Exxon in den nächsten 30 Jahren allein bei einem Projekt mit Russland, wenn die Zionisten nicht bezwungen werden. Da ist es nur logisch, wenn Exxon mal ein paar Milliarden Dollar an Werbekosten aufwenden würde, um das Projekt durchzubringen. Zum Vergleich: alle Spenden in einer aktuellen US-Präsidentschaftswahl zusammen bringen es kaum auf zwei Milliarden. Der Einkauf von bei Wahlen nützlichen Dingen wie TV- und Radiosendern ist natürlich teurer und wird nicht als Wahlkampfspende ausgewiesen, wäre nach dem Obamaaber im Verhältnis zu einem nur 500 Mrd Dollar schweren Öldeal auch nicht mehr übermäßig teuer. Und da sind wir auch im Bereich, wo selbst zionistische Finanzabzockbuden wie JP Morgan und Goldman Sachs Probleme haben, finanziell mitzuhalten. Auch von der zionistischen Juristerei-Dominanz nach vorn gebrachte IT-Buden wie Amazon und Facebook haben da Probleme mitzuhalten, zumal das US-Militär mit der NSA auch eine durchaus schlagkräftige und technisch kompetente IT-Kampforganisation am Start hat. Ich hoffe das hilft weiter.

        Zur Währungspolitik noch soviel: das US-Militär braucht, um die Versprechen von Trump für mehr Jobs einlösen zu können, einen möglichst schwachen Dollar und eine „Taube“ am Schalthebel der FED. So scheint Trump bei der FED auch gerade die Weichen zu stellen.

        Noch was: Hinter Gold stehen ähnliche Illusionen wie hinter Geld. Gold hat für sich genommen wie Geld auch keinen praktischen Wert, wenn man mal von Randnutzen wie medizinischem Zahngold absieht. Hinter dem Wert von Geld und Gold stehen nur die Erwartungen, dass das Medium auch wirklich Geldfunktionen wie Wertaufbewahrung und Zahlungsfähigkeit erfüllt. Ich will hier an dieser Stelle nicht allzutief in die Wirtschafts-, Geld- und Schecktheorie einsteigen, aber soviel sei noch gesagt: wenn man Geld – oder Schecks – auch in großen Mengen zuverlässig in Öl (US-Petrodollar, neuerdings auch so was wie Petro-Rubel) oder in Industriewaren (Chinas Yuan, Deutschlands Euro) umtauschen kann, dann erfüllt es das Kriterium der Geldfunktionen schon mal nicht ganz schlecht, und ist ein Kandidat für eine Weltreservewährung, die für die Inhaber der Währung einige leistungslose Vorteile mit sich bringt.

        Der Wert von Gold speist sich eher aus dem Glauben an das mystische Wesen der Menschen – und insbesondere der Frauen, die schon immer Gold als Schmuck verehrten. Das ist eine komplett andere, aber im Vergleich zum Wert von Geld durchaus genauso realistische und konkurrenzfähige Einschätzung der ökonomischen Beschaffenheit der menschlichen Gesellschaft und ihrer Illusionen.

  1. “ weshalb Russland heute vom Mittelmeer aus mit Marschflugkörpern ISIS-Ziele im Raum Al Bukamal attackierte.“

    Das Al Bukamal Problem hätten die auch viel kostengünstiger lösen können. Ich denke das war ein Zeichen

    Denn diese Woche bzw letzte Woche war doch die Rede die Russen fahren den Syrien Einsatz zurück. Jetzt haben einfach die untergetauchten russ.Kräfte gezeigt

    „Auch wennn ihr uns nicht seht, wir sind immer noch da und …. „.

    Damit die „Geier nicht wieder auf pfiffige Ideen kommen.

  2. Ein Interview der Marke „must read“…
    https://www.heise.de/tp/features/1991-ist-das-entscheidende-Jahr-fuer-unsere-Region-3873861.html

    Ich traf Hrn. Suliman vor 8 Jahren mal, mehr zufällig, in Berlin. Nach einer sehr netten ungezwungenen Unterhaltung in einem Cafe stellten wir fest, dass wir „Kultumischlinge“ eine sehr ähnliche Einstellung zu den arabisch-bezogenen Kernthemen hatten.
    Für kurze Zeit fühlte ich Aktham gegenüber eine unheimliche Wut, da er im damals schlimmsten und niederträchtigsten Medium „gegen die syrische Sache“ – auch noch als Star, agitierte.
    Nur einige Monate später erfolgte dann aber der logische Schritt eines Mannes mit Rückgrad.

    1. Jürgen

      Bei dem Gespräch dürfte es vor allem darum gegangen sein, Aliev klarzumachen, dass die diplomatischen Waffenschmuggelflüge seiner Silk Way Airlines für CIA und Mossad, für die Großmächte der Region, in der sich sein Land befindet, also Russland und Iran, inakzeptabel sind, und Azerbaijan mit schwersten Konsequenzen rechnen muss, wenn es im Auftrag von Israel und der Lobby Spannungen in der Region anheizt.

      https://trud.bg/350-diplomatic-flights-carry-weapons-for-terrorists/

      Das ist klar im syrischen Interesse, aber Syrien muss dabei erstmal nicht anwesend sein. Ein Treffen Aserbaidschans mit Syrien könnte dann später folgen, wenn Aserbaidschan den Kurswechsel weg von Israel und der Lobby auch wirklich vollzogen hat.

  3. Der Krieg gegen Syrien hat gezeigt, dass Wasser Kriegsgrund und Druckmittel ist. So baut die Türkei seit Jahrzehnten Staudämme am Euphrat und auch einem internationalen Vertrag, der den Wassverbrauch zwischen Staaten gleichberechtigt regulieren soll, wollte die Türkei nicht beitreten. Iraker und Syrer glauben, dass sich die Türkei als regionale hydrologische Supermacht behaupten will.

    Das Verhalten der Türkei gegenüber ihren Nachbarn drückte sich auch in folgendem Zitat des damaligen türkischen Präsidenten Demirel anlässlich der Einweihung des Atatürk Staudamms 1992 aus:

    „Weder Syrien noch Irak haben Anspruch auf die türkischen Flüsse, genausowenig wie Ankara Anspruch auf deren Öl hat. Das ist eine Frage der Souveränität. Wir können machen, was wir wollen. Die Wasserressourcen gehören der Türkei, das Öl gehört ihnen. Wir sagen nicht, dass wir deren Ölvorräte teilen und sie können nicht sagen, dass sie unsere Wasservorräte teilen“.

    “Neither Syria or Iraq can lay claim to Turkey’s rivers any more than Ankara could claim their oil. This is a matter of sovereignty. We have a right to do anything we like. The water resources are Turkey’s, the oil resources are theirs. We don’t say we share their oil resources and they cannot say they share our water resources.”

    Deswegen bin ich nicht mal so sicher, ob die Ölfelder um Deir Ezzor die Bedeutung haben, die ihnen zugeschrieben wird. Erdöl und Erdgas kann Syrien schliesslich genug von Iran und Russland sicher zum Vorzugspreis importieren. Aber Wasser.

    Genauso sieht es mit dem Golan aus. Sehr fruchtbar und wasserreich. Israel ist nicht mit Wasserreichtum gesegnet.

    Es wird noch so kommen, dass wasserreiche Länder mit diesem Gut viel Geld verdienen können. Wasserpipelines? Aus Sibirien?

    1. Demeter

      Der einzige technische Weg, in trockenen Gegenden dauerhaft an mehr Wasser zu kommen, um die Wüste grün machen zu können, ist, es aus dem Meer zu holen. Die Entsalzung braucht aber eine Menge Energie und auch der Transport in Pipelines ist aufwendig.

      Das könnte ein starker Grund sein, um Russland dazu zu bewegen, ein AKW in Syrien zu bauen. Wer könnte schon etwas dagegen haben, wenn die Syrer so entsalztes Meerwasser bekommen? Schließlich baut Russland ja auch AKW in der Türkei. Es ginge natürlich auch mit Solarenergie, aber das ist eine politische Frage.

      1. #Meerwasserentsalzung

        Wenn ich mir anschaue, was da im Consumerbereich, z.B. in der Bootsindustrie, inzwischen zu erschwinglichen Preisen bei geringem Stromverbrauch möglich ist, dann ist das eine ernstzunehmende Option.

        Außerdem senkt es den Meeresspiegel, der wegen des anthropogenen Klimawandels immer mehr steigen wird. ;-)

      2. AKW rechnen sich in keinem Land mehr, schon gar nicht in Nahost, wo die globale Sonneneinstrahlung wesentlich höher ist, als bei uns. Da ist PV wesentlich günstiger. In Saudi-Arabien wurde wohl eine Ausschreibung getätigt mit 1,5 Cent/kWh. Da kommt kein AKW hin. Und auch die Umsetzung eines solchen Projekt würde wesentlich schneller gehen als ein AKW-Neubau.

      3. @PB

        In Kuweit zB wird seit Jahrzehnten Wasser entsalzen. Wären Erdgaskraftwerke nicht eine Möglichkeit für Syrien? Wie ich jetzt erst las, ist die Meerwasserentsalzung sehr kostenintensiv. Also so abwegig ist vielleicht der Bau von Wasserpipelines gar nicht.

        @ Kaumi

        Genau kaumi, der eigene Brunnen. Das ist auch in anderen Ländern etwas sehr Kostbares. Wasser ist heilig und grosse Siedlungen sind immer auch an Wasserwegen entstanden, wo dann Handel und Wandel blühte.

        Israel stiehlt den Palästinensern das Wasser und achtet darauf, dass die Verteilung ungerecht bleibt.

      4. Demeter

        Klar geht das. Erdgaskraftwerke sind ja auch das, was Syrien bislang energiepolitisch vornehmlich macht. Um damit deutlich mehr Strom zu produzieren, etwa auch zur Wasserentsalzung, braucht man aber eben auch deutlich mehr Erdgas. Das ist eine Frage der Mengen. Und im Moment gibt es in Syrien wirklich sehr wenig Strom, das aber nicht zuletzt bedingt durch Terrorismus.

        Und eigentlich ist Erdgas ohnehin ein Stoff, der viel zu wertvoll ist, um ihn einfach zu verstromen.

    2. „Es wird noch so kommen, dass wasserreiche Länder mit diesem Gut viel Geld verdienen können. Wasserpipelines? Aus Sibirien?“

      .

      Ich habe einen Bekannten und guten Freund. Der war bei der Stasi bei dem Verein was heute die GSG9 ist.
      https://de.wikipedia.org/wiki/GSG_9_der_Bundespolizei
      Er hatte das Privileg einen Leibwächter von
      https://de.wikipedia.org/wiki/Jassir_Arafat
      in der DDR kennen zu lernen. Er hat ihm damals genau das gesagt was Du gerade gesagt hast. Das 2. Gold dort ist einfach nur Wasser. Darum dreht sich auch alles bei diesem Konflikt.

      1. Wenn die Palästinenser kein Wasser haben, entzieht man ihnen die Lebensgrundlage. Wer es mal längere Zeit erlebt hat oder sich versucht vorzustellen, was schlimmer ist: Stromausfall oder kein Wasser, der weiss: ohne Strom geht es, aber ohne Wasser nicht lange.

    3. Hallo Demeter,

      definitiv ist Wasser im Nahen Osten das eigentliche flüssige Gold.
      Durch technischer Fortschritt und die heute gegebenen Möglichkeiten aus Salzwasser Süßwasser zu gewinnen, ist der Kurs etwas abgesunken, nichtsdestotrotz ist und bleibt Wasser ein Synonym für Leben, gerade in der bisweilen arg wüstenhaften arabischen Halbinsel.
      Wenn man sich die Mühen und Kosten ansieht, die Israel unternimmt, um seine Siedlungen an Trinkwasser anzuschliessen, weiß man, dass dieser Faktor essentieller Natur ist im israelisch-pakästinensischen Konflikt.
      Ich kann mich noch gut erinnern, wie damals in meiner Kindheit – und auch heute noch – bei Haus-Erstbegehungen und Besuchen bei Bekannten oder Freunden und Verwandten – das Zentrum des Hauses auf dem Dorf immer der eigene Brunnen bzw. Quelle gewesen ist, die man großem Stolz
      präsentiert hat. Keine Jaguars, Porsches oder was anderes. Die, die einen hatten, waren sprichwörtlich die (Wasser-) Könige.

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