Syrische Armee rückt am Euphrat weiter stromabwärts vor

Wie aus inoffiziellen Meldungen hervorgeht, sind die syrische Armee und ihre Partner am heutigen Sonntag in der Provinz Deir Ezzor von der Stadt Mayadin aus westlich des Euphrat weiter stromabwärts vorgerückt und in den bislang von der Terrorgruppe ISIS beherrschten Ort Quriyah vorgedrungen.

Unklare Nachrichten kamen heute von der Lage auf dem östlich von Mayadin auf der anderen Seite des Euphrats gelegenen Omar-Ölfeld. Nachdem die iranische Nachrichtenagentur Fars News gestern unter Berufung auf Feldquellen gemeldet hatte, die syrische Armee habe dieses größte Ölfeld Syriens mit hubschraubergestützten Luftlandetruppen aus der Hand von ISIS-Terroristen eingenommen, meldeten die US-gestützten SDF-Kräfte heute, sie hätten eben dieses Al-Omar-Ölfeld eingenommen. Inoffiziellen syrischen Meldungen zufolge soll die Einnahme des Al-Omar-Ölfeldes durch die US-gestützten SDF-Kräfte durch Umflaggen der auf den Feldern anwesenden „Stammeskämpfer“ von ISIS auf SDF erfolgt sein.

Wer genau die Leute eigentlich sind, die nun das ausgedehnte Ölfeld beherrschen, und wem gegenüber sie wie loyal sind, scheint bis auf Weiteres ziemlich unklar zu sein. Die zur Israel-Lobby gehörende US-Propagandafabrik WINEP hatte es vor zwei Monaten für wichtig befunden, dass das Omar-Feld unter SDF-Kontrolle kommt, weil dadurch das Euphrat-Tal unter SDF-Kontrolle kommen würde und damit eine Verbindung zwischen Damaskus und Bagdad durch das Euphrat-Tal verhindert würde, was im israelischen Interesse sei. Das heutige Vorrücken der Armee von Mayadin aus am Euphrat entlang stromabwärts lässt diese Annahme der Israel-Lobby jedoch als unzutreffend erscheinen.

Außerdem wurde heute aus der Provinz Deir Ezzor von inoffiziellen Quellen berichtet, dass SDF-Kräfte den nördlich von Mayadin am östlichen Euphrat-Ufer gelegenen Ort Al Sheeil kampflos eingenommen haben sollen.

Nachtrag 23:00h: Der Irak hat übrigens gewichtige diplorade matische Fortschritte in der Region gemacht. Der von Malikis Dawa-Partei gestellte irakische Regierungschef Abadi besuchte in den letzten 24 Stunden den saudischen und den jordanischen König sowie den Präsidenten von Ägypten. Damit dürfte der Weg offen sein für den Irak, wieder eine führende Rolle in der arabischen Liga einzunehmen, was auch für Syrien hilfreich sein dürfte. Vorangetrieben hat diese diplomatischen Fortschritte übrigens US-Außenminister Tillerson, der diese diplomatische Initiative mit der falschen Behauptung begründete, ein starker, blühender und unabhängiger Irak sei gut, um iranischem Einfluss entgegenzuwirken. Groteskerweise forderte Tillerson dazu, sich direkt in die Souveränität des Irak einmischend, vom Irak, „iranische Milizen“ müssten nun, wo der Kampf gegen ISIS zu Ende sei, aus dem Irak abziehen. Dabei ist es so, dass es keine iranischen Milizen im Irak gibt, wohl jedoch Tausende von US-Soldaten.

Nachtrag Montag 11:50h: Ein hochrangiger Vertreter Irans begrüßt die Normalisierung der irakisch-saudischen Beziehungen.

Nachtrag Montag 17:15h: Es gibt doch eine „iranische Miliz“ im Irak. Mossad-Mann Seth Frantzman berichtete vorgestern, dass er den „im Iran geborenen“ „Peshmerga-Führer“ Hussein Yazdanpanah und seine Leute in ihrem Hauptquartier an der Front nahe Hawija besucht hat. Die von Hussein Yazdanpanah geführte Gruppe wurde von AP letztes Jahr noch explizit als „Iranische kurdische Rebellengruppe“ bezeichnet, sie bekam Training von den USA und rühmte sich da offen, allein im letzten Jahr ein halbes Dutzend Terroranschläge im Iran verbrochen zu haben.

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30 Gedanken zu “Syrische Armee rückt am Euphrat weiter stromabwärts vor

  1. Bei der DW ( http://n.mynews.ly/!kB.HFZAd ) war es heute auch zu lesen, dass SDF-Kämpfer das Ölfeld eingenommen haben.

    „Auch syrische Regierungstruppen rücken in der Region gegen den IS vor. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete jedoch, dass die SDF-Kämpfer das Ölfeld nach einem Gegenangriff zuerst erreichen konnten. Die Führung in Damaskus äußerte sich zunächst nicht.“

    Die angegebene Quelle verbessert natürlich nicht die Glaubwürdigkeit der Abgaben. Neben dem Umflaggen der IS-Kämpfer, wie in Ihrem Beitrag angegeben, vermutete ich beim lesen des DW-Artikels die mediale Vorbereiung darauf, dass die SAA mit dem Beginn der Rückeroberung des Ölfeldes die westlichen Verbündeten angreift und nun dringend die westliche Wertegemeinschaft einschreiten muss.

    Viele Grüße

    Matthias (BT)

    1. Matthias

      Ich habe wirklich keine Ahnung, wer da im Moment auf dem Omar-Ölfeld wirklich das Sagen hat und ich würde mich nicht mal wundern, wenn diesmal sowohl Fars News als auch das SOHR beide recht haben.

      Möglicherweise haben ja gestern wirklich syrische Luftlandeeinheiten das Omar-Feld erobert. Und heute könnten dann auf dem Omar-Ölfeld Stammeskämpfer vom Stamm der Tiger, der bekanntlich von Stammesführer Suheil Al Hassan geführt wird, offiziell den US-geführten SDF beigetreten sein, wo sie sich nun mit der ganzen Macht, die ihnen die Kontrolle über das Omar-Ölfeld gibt, darum bemühen, anderen Stammeskämpfern in den SDF nahezubringen, dass es für die SDF gescheit wäre, gut mit Damaskus zu kooperieren.

      Aber, wie gesagt, ich weiß wirklich nicht, wer da im Moment auf dem Omar-Ölfeld wirklich das sagen hat. Was ich allerdings ganz genau weiß, ist, dass in Syrien von allen Seiten viel mit falschen Flaggen gearbeitet wird.

      1. Es ist als Plot zu sehen, welchen die US-gestützten Kurden mit dem ISIS dort eingegangen sind, und welche unter der Fahne der Kurden unter Einsatz schwerer Waffen, die SAA von dort wieder vertrieben haben.
        So wird sich Syrien entschließen müssen, sein Land mittels Waffeneinsatz zurück zu holen, weil es sind nun schon mehrfach solche Deals nachweislich.

      2. Suheil al Hassan ist kein Stammesfuehrer, sondern ein SAA-General, der eine Elite-Einheit leitet und aufgrund seiner Erfolge der Tiger genannt wird. Er arbeitet mit Elitesoldaten und nicht mit Stammeskaempfern. Er stammt ja auch aus dem Kuestengebiet. Ich glaube, du verwechselst da etwas.

      3. Barbara

        Das sollte ein Scherz sein.

        Ich dachte, es sei allgemein bekannt, wer Suheil Al Hassan und seine Tiger sind.

  2. Entschuldigung wenn ich den Block hier flute , Entschuldigung

    Aber ich würde gerne meinen Gedanken und meine Ansicht zu dem Öl mal hier teilen. Halte mich danach mit Kommentaren zurück, bis zum nächsten Freitag

    —————————-
    Lass uns mal das Mrd Petrodollar Öl Geschäft betrachten
    ( das beschäftigt ja viele User hier )

    Da gibt es eine Ölquelle mit einem Loch und ganz oben gibt es einen Schieber der manuell oder automatisch von __einer__ Fachkraft betätigt wird. Paar Rohrleitungen die zu einen Hafen führen oder ___paar___ Lastwagen die pendeln. Und natürlich __einen__ der die Mrd verrechnet und wieder __wohl__ verteilt. Und sehr viele die da rings herum sitzen und sehr neidisch alles beobachen/kontrollieren aber sonst nichts tun und auch nichts verdienen. Logisch

    Übrigens Barzani hat das verteilen nicht viel Glück gebracht.
    Der Arme. Im nächsten Leben wird es besser werden, sagt er

    ———————————————–

    Jetzt betrachten wir uns mal ein Projekt was die Syrer gestern wieder aufleben lassen haben. Baumwollspinnerei in Aleppo. Da geht es __bloss__ um paar Cent 50 Gewinn. Leider. Aber es ist die beste Baumwolle auf dieser Welt, angeblich seit paar Jahrhunderten. Naja egal

    Also da gibt es viele bzw sehr viele Baumwohlfarmer ( GoogleEarth zeigt die ganzen Parzellen, in der Region – bitte anschauen — öffnet die Augen ) Also diese BWFarmer die seit 4 Jahren die beste BW anbauen,hegen und pflegen und ernten mit noch mehr Leuten ( Erntehelfern ) die Baumwolle. Aber die Kleinbauern konnten diese BW seit 4 Jahren nicht los werden. Die Preise waren im Keller bzw es gab keine Preise für die beste BW dieser Welt. Jetzt seit diesem Wochenende haben diese Bauern wieder einen Anlaufpunkt in Aleppo. Eine Lebensgrundlage. Reich werden die sicherlich nicht, aber die müssen nicht mehr betteln oder Kaschis schwingen um ihre Familien zu ernähren.

    Mein Feld — Meine Ernte — Mein Einkommen.

    Jetzt frage ich mal was denkt ihr was ist nachhaltiger für die Region ?
    1er der einen Schieber betätigt für paar LKW Fahrer oder eine Spinnerei die die ganzen Bauern in der Region wieder eine Verdienstmöglichkeit gibt.

    Wem werden die Menschen mehr danken und wem werden die Menschen auf die Finger schauen

    Vergesst die Ölfelder, die Bauern dort müssen wieder auf ihre minenfreie Felder damit sie ihre Familien ernähren können und nicht mehr Kaschis tragen müssen

    mfg ,

    lesenswert
    http://gewerkschaftsforum-do.de/varianten-des-kapitalismus-ein-vergleich-des-westlichen-mit-dem-chinesi-schen-kapitalismus/

    1. Die Infrastruktur, damit die Bauern gerade mal überleben, wird mit Ölgeld finanziert. Zentralisierte Einnahmequellen ohne breite Besteuerung machen es Staaten einfacher. Die Wirtschaftsleistung der meisten arabischen Staaten ist ohne Öl und Tourismus schlecht bis miserabel. Unter anderem aufgrund des ariden Klimas, der Religuon und gesellschaftlicher Hindernisse. Sei dahingestellt, ob das gut oder schlecht ist, aber das massive Bevölkerungswachstum vieler arabischer Staaten lässt sich mit Baumwollanbau nicht bewältigen.

    2. sg, Profundis

      Das Öl vom Omar-Feld und von Syrien allgemein sollte weder überbewertet noch vergessen werden.

      Anders als im Irak oder in Saudi Arabien, wo Öl den Hauptteil der Wirtschaft und des Exports ausmacht, reicht das Öl in Syrien kaum für mehr als den Eigenbedarf der Transportwirtschaft und zum Heizen. Das ist im Vergleich zu OPEC-Staaten nicht viel, aber immerhin besser als wie in Jordanien, wo das Öl importiert werden muss und die Ölrechnung die Volkswirtschaft belastet.

      Das Omar-Feld hat der Meldung von Fars News zufolge eine Förderleistung von 30.000 Fass am Tag, dazu gibt es Gas, also Gas zum Kochen und vielleicht auch zum Heizen, und ein Kraftwerk, also Strom für Haushalte und Industrie. Um den Wert des Feldes zu verstehen bleiben wir mal beim Öl und rechnen: 30 kbpd Öl sind bei einem Preis von 50 USD rund 1,5 Mio USD pro Tag wert, oder etwas mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar im Jahr.

      Das ist angesichts der Summen, die der Krieg in Syrien inklusive der Begleiterscheinungen wie Zerstörung, Wiederaufbau und Flucht verschlingt, eher wenig, und auch weniger als ein Prozent der syrischen Wirtschaftsleistung in Friedenszeiten. Die Achse des Widerstandes kann eine solche Menge Öl ziemlich leicht ausgleichen. Zum Vergleich: im Südirak z.B. wurde gerade die Förderung einfach mal um 200.000 Fass Öl am Tag angehoben, um damit durch Sabotage von Barzani-Leuten entstandene Produktionsausfälle in Kirkuk auszugleichen.

      Aber „vergessen“ sollte man Öl für 500 Mio Dollar im Jahr eben auch nicht. Damit kann man z.B. rund 500.000 Leuten ein kleines Gehalt von 1000 US-Dollar im Jahr bezahlen, bzw der Bevölkerung entsprechende öffentliche Leistungen zur Verfügung stellen. Und hinzu kommt dann natürlich noch der Strom vom Feld, der nicht nur in Haushalten, sondern auch in der Agrarwirtschaft und der Industrie gebraucht wird.

      Um das Ölfeld Omar gescheit nutzen zu können, ist der syrische Staat allerdings so oder so unabdingbar. In das Ölfeld muss nämlich regelmäßig investiert werden, damit die Produktion aufrecht erhalten wird und nicht allzu sehr einbricht, und ohne die Zustimmung des syrischen Staates und entsprechende Sicherheitsgarantien werden diejenigen, die das Feld beherrschen, kaum jemand in der Welt finden, der die notwendigen Erhaltungsinvestitionen in das Feld tätigt.

      1. „Aber „vergessen“ sollte man Öl für 500 Mio Dollar im Jahr eben auch nicht. Damit kann man z.B. rund 500.000 Leuten ein kleines Gehalt von 1000 US-Dollar im Jahr bezahlen“

        Oder 80.000 Mercenarios 500 Dollar im Monat.

        Der Sieg über ISIS ist absehbar, die Kurden werden eigene starke Sicherheitskräfte behalten, die regionale Sicherheitsaufgaben erfüllen werden.
        Aber es braucht keine zehntausenden Araber, mit jahrelanger terroristischer und/oder Anti-Regierungs-Kampf-Erfahrung in den Reihen.
        Die sind dort natürlich nur so lange, wie sie auch bezahlt werden.

        Es ist ja richtig, ohne Unterstützung aus Nachbarländern sitzen sie auf dem Trockenen (außer ihrem Öl).
        Aber sogar im Krieg gibt es selten ganz dichte Belagerungen, oft ist es nur eine Frage des Preises, was rein- bzw- rauskommt.

        Und je mehr Ressourcen ich beherrsche, desto stärker ist meine Verhandlungspoition.

        Ein rein kurdisches Autonomiegebiet wäre in Syrien ja sehr klein und wenig bedeutend; die angesichts der Erfolge im Felde angedachte „nordische Föderation“ hat dagegen schon ganz andere DImensionen.

  3. ***

    Hassan Ridha‏ @sayed_ridha 1 Std.Vor 1 Stunde

    SDF is expected to soon control 110km of east bank of Euphrates from Khasham -> Hajin amid negotiations between DeirEzzor tribal heads & IS

    ***

    Wow.
    Seit Monaten ist ja zu beobachten, wie viel „Grün“ sich in das leuchtende Gelb mischt (und damit sind nicht die YPG gemeint, sondern die dunkelgrünen).

    Nun kommt ein großer Schwung „Schwarz“ dazu.

    Bleibt abzuwarten, wie das inner-SDF-isch weitergeht; das birgt natürlich auch den Kern für erhebliche Konflikte.
    Dass Geld und Macht verführerisch sind, ist bekannt, und diverse dumme Sprüche Richtung Damaskus von diversen SDFFührern belegen, dass die nicht per se davor gefeit sind.

    Die SAA rückt derweil am Westufer weiter vor, Al Qurayya, Al Ashara; heute Feuerkontrolle über T2 gemeldet, also auch in der Wüste Aktivität.

    1. Ginge man von einer wirklich konzertierten Aktion zwischen SAA und SDF aus, ergäbe das durchaus Sinn.

      Aber es spricht eben etliches dagegen.

      Die SDF kämpft eben nicht gegen ISIS, sondern übernimmt Stellungen, Ortschaften Ölfelder, wahrscheinlich ganze Einheiten.
      Das ist zwar auch eine Entlastung für die SAA; aber so bedeutend ist das auch nicht mehr.

      Die beiden Brückenköpfe legen auch nahe, dass es nicht der Plan war, der SDF (fast) das ganze Ostufer zu überlassen.

      War beim ersten Brückenkopf die Lage noch schwierig, ISIS stark in DeZ und Umgebung, sieht es mit der Einnahme von Al Mayadin anders aus, da ist offenbar nicht mehr viel ISIS übrig.

      Statt weiter westlich vorzurücken, hätte man die Kräfte auch am Ostufer einsetzen können.

      Bisher gibt es nicht mal Bilder von einer zweiten Ponton-Brücke; die ist doch in einigen STunden erbaut, gibt es sie gar nicht, warum?

      Oder wenn es nicht geplant war; warum dann die Landeoperation, mit Feuerkontrolle über Omar (den Ort und die zentralen Installationen), als Schützenhilfe dafür, dass die SDF Deals abschließen kann?

      Sowas ist schon einigermaßen ätzend, für den Beobachter.

      Es gab Berichte, dass Russen im Jafra Ölfeld sind, welches zuvor von den SDF erobert wurde( übergeben wurde).

      Heute soll es da brennen, Bilder gibt es nicht.
      Also es ist hochgradig unklar, was wirklich passiert, was wie weit abgesprochen ist; aber offenbar hat die SAA die Drecksarbeit samt großer Verluste, während die SDF durchspaziert und Deals macht, das klingt nicht gerade gut austariert.

      1. Noch vergessen; nein, man sollte nicht da ganze Ostufer mit dem fruchtbaren Land an die SDF gehen lassen, warum? Das nächste kurdische Gebiet ist hunderte Kilometer entfernt.
        Wenn sie gegen Terroristen mit Verlusten kämpfen wollen, ist das etwas anderes; so sieht es aber schon seit längerem nicht mehr aus.

      2. Bingo.

        Warum die Gefahr eingehen, eine riskante Brückenkopf-Aktion durchzuführen, um am Ende die SDF alles einnehmen zu lassen.

        Oder andersherum argumentiert: es liegt nahe, dass die SAA durchaus Omar und Co. übernehmen wollten, daran aber gescheitert sind.

      3. Natürlich, das ist nicht gut gelaufen und der Plan war sicherlich anders. Sie waren schon weit gekommen. Es gab Feuerkontrolle über Omar und die zentralen Anlagen, und dann wurde
        ihnen gesagt, dass die Gestalten, die da rumlaufen nicht mehr IS heißen, sondern SDF
        und damit unter amerikanischem Schutz stehen. So könnte es gewesen sein.
        Sputnik berichtet auch nur kurz und knapp, dass die SDF das wichtige Omar Ölfeld eingenommen haben. Offenbar will man die Sache nicht hochspielen.
        Statt dessen wird jetzt das Euphrat Tal aufgerollt. Da gibt es sicher auch viele, denen das nicht passt und die auch Deir Ezz Sour den SDF zugedacht haben.
        Die nächste große Stadt ist Al Bukamel.

  4. Leute, wann lernt ihr es in diesem seit 2011 schwelenden Konflikt endlich, die Suppe erst einmal ein wenig erkalten zu lassen, bevor ihr den Löffel zum Mund führt, euch die Lippen verbrennt und den Kellner anraunt?
    Situativ ist es völlig wurscht, ob nun kurdisch-gelbe, braun-islamistische oder grün-rebellische Garnisonen diesen oder jenen Flecken gerade besetzt halten, gerade dahin vorgeprescht sind oder gerade im Begriff sind, ihn zu erobern.
    Syrien (aka die Hüter des syrischen Souveränität) wird am Ende des Tages das zurückerobern, was zurückerobert werden muss. Und zwar völlig losgelöst von Rahmenterminkalendern oder zeitlichen Schnitzeljagden.
    Ich mache mir wegen den Türken keine Sorgen. Ich mache mir wegen der FSA keine Sorgen. Ich mache mir wegen der Kurden keine Sorgen. Und ich mache wegen der Amis und wegen des IS keine Sorgen. Der Patient ist außer Lebensgefahr. Jetzt muss noch die Geduld für Rehabilitationsmaßnahmen aufgebracht werden.

      1. Den Grüßen an Kaumi und Enis möchte ich mich anschließen. Die militärische Schlacht in Syrien neigt sich einem Ende. Der Krieg als ganzes wird weiter gehen.

  5. Die Springerstiefelpresse erreicht einen neuen Tiefpunkt:

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    Mir fehlen die Worte ob dieser Abscheuslichkeit 😥

  6. …Und dem fürchterlich, schrecklich kriegsunwilligen Donald Trump, der sich in Syrien konsequent nicht einmischen will, wird nun via Ferndiagnose von 50 Pyschatern Labilität attestiert.

    Vielleicht sollten diese Korifeen unter den Profivoyeuren und Seelenklempnern mal Ruppert/Banzhaf (Kösel, 2017) inhalieren; aber das hieße vermutlich zu tief in den Spiegel schauen -und der eigenen Fratze begegnen.

    Sollten die Akten zum Kennedy-Mord am Donnerstag tatsächlich offen werden und substantielles beeinhalten, dann kann sich diese -von Dulles geschaffene- Mörderbande gehackt legen. Da kommen dann nämlich noch ganz andere Verdachtsmomente zur schönsten Blüte…

    Und diese Angelegenheit dürfte auf die aktuellen Tätigkeiten der CIA (und auf einen innigst befreundeten Geheimdienst) im Nahen Osten keine ganz kleine Auswirkung haben.

    Aber ob mit oder ohne Trump: der Krieg in Syrien ist vor den Augen der Weltöffentlichkeit verloren worden, daran ändert auch die ekelhaft feige Nachrichtensperre der Propagandamedien keinen Deut!

    Am Ende geht es ja nicht um den Nimbus der Unbesiegbarkeit der USA oder Israels, sondern um den Nimbus der Unbesiegbarkeit der Lüge und des Betruges.

    – Und welcher gute Beobachter sagte noch, wir befinden uns in einem Informationsweltkrieg?

    Denn eines ist klar, wenn die Wahrheit sich ausgeschlafen, gereckt und gestreckt hat, und das schöpferische Werk mit frischer Kraft fortsetzen möchte, dann gibt es Schweine und Esel zum Frühstück.

  7. …Und das Wunschszenario ist natürlich folgendes: Trump jetet mit Melania nach Damaskus und trifft dort ganz zufällig Putin.

    Parallel platzen 50% der Universalmachtinhaberwunschtraumtänzer an unterdrückten Blähungen, und den anderen 50% geht einfach die abgestandene Luft aus.

    Schön wärs.

  8. Nicht wundern.
    Die Ziomafia ist in heller Aufregung und Panik, da ihre Proxys in Syrien und Irak kurz vor ihrer Tootalvernichtung stehen und sowohl Damaskus und Bagdad den Krieg gewinnen werden.
    Da daran nur noch eine massive Intervention was ändern könnte, auch wenn diese immer unwarscheinlicher wird, wird eben mit allen bekannten Mitteln der miesesten und verlogensten Agitation und Propaganda versucht Kriegshetze und Kriegsstimmung zu erzeugen.
    Das sich die vor allem deutschen zionistischen Lügen- und Hetzmedien dabei aber ganz ungeniert erblöden so etwas zu behaupten, obwohl selbst die UN bestätigt das mittlerweile fast wieder 80% aller Syrer in Syrien in den von der SAA kontrollierten Gebieten leben und immer mehr geflohene Syrer aus dem Ausland in die befreiten Gebiete zurückkehren, demaskiert diese wiederliche Propaganda eigentlich selbst für die uninformiertesten und dümmsten.

    1. „Das sich die vor allem deutschen zionistischen Lügen- und Hetzmedien dabei aber ganz ungeniert erblöden so etwas zu behaupten, obwohl selbst die UN bestätigt das mittlerweile fast wieder 80% aller Syrer in Syrien in den von der SAA kontrollierten Gebieten leben und immer mehr geflohene Syrer aus dem Ausland in die befreiten Gebiete zurückkehren, demaskiert diese wiederliche Propaganda eigentlich selbst für die uninformiertesten und dümmsten.“

      Eigentlich.
      Die lesen aber keine UN-Papiere, und in den Wahrheitsmedien herrscht immer noch das alte Narrativ, wie du selber schreibst.

      Der Anteil derer, die das einfach so schluckt, sinkt; aber gerade die „uninformiertesten und dümmsten“ erreicht das gar nicht.

      Und auch viele eher nicht so dumme und relativ ausführlich in den Wahrheitsmedien Infomierte folgen gerade dem Narrativ: haben sie doch Medium x, eher „links“, und Medium y, eher „konservativ“, verfolgt.

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