Syrische Armee stellt Sicherheit und Stabilität in Al-Qaryatayn wieder her

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am heutigen Samstag mitteilte, haben die syrische Armee und ihre Partner die Sicherheit und Stabilität in der Stadt Al-Qaryatayn im Südosten der Provinz Homs wiederhergestellt, nachdem dort am 27. September rund 300 ISIS-Terroristen aus der von den USA zur Sperrzone erklärten Gegend von Rukban eingedrungen waren.

Im Osten von Syrien scheint es heute der syrischen Armee und US-gestützten SDF-Kräften gelungen zu sein, die am östlichen Ufer des Euphrat nördlich der Stadt Deir Ezzor gebildete ISIS-Tasche weitgehend zu eliminieren. Während inoffizielle syrische Quellen mitteilten, die syrische Armee habe dort die Ortschaften Shaqrah und Al-Hasan eingenommen, behaupteten SDF-nahe Medien, die SDF habe so ziemlich den ganzen Rest der Gegend eingenommen. Die Lage im Norden von Deir Ezzor könnte demnach nun etwa wie auf folgender Karte dargestellt aussehen:

Zur Lage in der Gegend südöstlich der Stadt Deir Ezzor behauptete die iranische Nachrichtenagentur Fars News heute, dass Regierungskräfte mit einer hubschraubergestützten Luftlandeoperation das große Omar-Ölfeld von ISIS-Terroristen eingenommen haben. Eine Bestätigung dafür aus anderer Quelle scheint es bislang jedoch nicht zu geben.

Das zionistische Besatzungsregime hat unterdessen auch am heutigen Samstag versucht, den erfolgreichen Anti-Terror-Kampf der syrischen Armee und ihrer Partner durch Artilleriebeschuss einer syrischen Armeestellung in Südwestsyrien zu stören.

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63 Gedanken zu “Syrische Armee stellt Sicherheit und Stabilität in Al-Qaryatayn wieder her

  1. Passus den man in Dickinson, Texas, unterschreiben muss, um Hurrican-Opfer-Hilfe zu erhalten.

    „Verification not to Boycott Israel. By executing this Agreement below, the Applicant verifies
    that the Applicant: (1) does not boycott Israel; and (2) will not boycott Israel during the term of
    this Agreement. “

    http://www.ci.dickinson.tx.us/DocumentCenter/View/2016

    So etwas kann man sich gar nicht ausdenken.

  2. Jeden einzelnen Tag sind die Fortschritte nur wenige Meter. Doch über die Zeit summieren sich diese Meter zu erstaunlichen Quadratkilometern. Schwarz ist so gut wie von der Karte genommen.

    1. wenn schwarz verschwunden sind dann wird es richtig interessant in Syrien. Dann haben die Zankzwerge aus Übersee in Syrien nicht mehr zu suchen, aber die werden das nicht verstehen. Kann man den Nibelungen Zankzwergen nicht verübeln, die denken die haben Tarnkappen und Schutzschirme und auch eine Drachenhaut —- eill nicht über Thors Hammer anfangen

      ———————————–
      Hinweise was diesen nord.Geistern passieren könnte, gab es heute auch mal wieder bei Sputnik
      https://de.sputniknews.com/technik/20171021317970579-medien-russische-s-400-stealth-technologie-gestern/

      diese Woche auch mit den „blinden“ Kamikaze – Vögeln
      ( muss ein NATO Vogel gewesen sein – denn die wahren Freunde sehen die Gefahren aus dem Süden und können ausweichen – NATO- Vögel sind da im reinen Blindflug gegen diese F-35 )

      ALSO wenn Schwarz auf = 0% geht, dann wird es teuer für uns.
      Naja Rente / Löhne runter, paar Niedrieglöhner mehr ins Land – kennen wir ja schon – einer muss es ja bezahlen

      Die die „unsichbaren Witwenmacher“ bauen müssen ja irgendwie bezahlt werden

      1. sg

        Ich glaube, dass, wenn schwarz wie absehbar bis etwa Ende des Jahres aus dem Spiel genommen wird, sich in Syrien das gerade im Nordirak zu beobachtende Schauspiel bzgl gelb wiederholen dürfte. Wenn die Türkei, Irak und Iran bzgl gelb im Irak zusammenarbeiten können, dann können sie das erst recht bzgl gelb in Syrien. Die USA werden dann überrascht feststellen, dass ihre Gelben auch in Syrien bloß ein Binnengebiet beherrschen und ihre Versorgung da vom Wohlwollen von Ankara, Damaskus und Bagdad abhängt.

        PS: danke für den Hinweis auf Sputnik bzgl Stealth. Das passt sehr gut zur Diskussion, die wir hier zum jüngsten „Vogelschlag“ bei einer israelischen F-35 hatten.

      2. „Die USA werden dann überrascht feststellen, dass ihre Gelben auch in Syrien bloß ein Binnengebiet ….“

        Es wird kein Binnengebiet geben. Und wenn nur ganz kurze Zeit.

        Entschuldigung wir sind wieder unterschiedlicher Meinung. Wieder mal. Aber ich denke wir haben die gleiche Richtung, bloss mit einem unterschiedlichen Tempo. Manchmal bin ich auch extrem oberflächlich und nicht so detailgetreu ..sry

        zur Zukunft
        Meine Meinung ist es wird __extrem___ eskalieren. Nach diesem „Olympia Boykott“ wird es ein Fussballboykott geben ( WM 2018 ) Könnte auch sein nur als Drohung _ da die WM nach der Wahl ist. Aber das Tempo wird angezogen bis Mrz 2018. Keinen Plan was es noch für mediale Ereignisse bis Feb 2018 geben wird aber sicher ist, es wird eskalieren .

        MASSIV
        ( Wir werden es wissen bis zum Februar – also kurz vor der Wahl )

        Auf jeden Fall werden die Witwenmacher bis Ende Mrz leuchten wie der Nordstern am Himmel. Denn die Russen ( Putin ) müssen ihre Ausgaben ( in Syrien ) legitimieren.

        Dadurch wird es wieder viele „NATO Vögel“ im Blindflug geben, die die massiven Schaden an „unsichbaren Überlegenheitsflugzeugen“ verursachen werden. Oder diese nord.Helden lassen das fliegen sein. Was ich nicht denke. Denn die nord.Helden wollen ja Einfluss auf die Wahl nehmen.

        Ein massiver Zwiespalt. Aber die nord.Helden sind nicht die hellsten Laternen . ( Thor verzeihe mir das ich diese Typen deiner Partei zuordne. grosses sry )

        Es wird viel Geld verbrannt werden in den nächsten Wochen. sehr sehr viel Geld . Einer muss es zahlen . Naja ich bin mir sicher, Ich muss mitzahlen aber besser als wenn viele unschuldige Menschen durch die Tarnkappenbomber vernichtet werden

        Ich denke die Zeit der Dialoge ist _momentan_ fast vorbei und die Russen geben keinen Zentimeter mehr frei.

        ——————————————————

        Wenn die Wahlprognosen bei 50% ist dann kracht es richtig im NATO Vogelnest, bei momentan 80% gibt es nur bisschen Unmut in Russland und die halten sich zurück dort

        Fazit
        Wir sitzen momentan auf einem Pulverfass

      3. „danke für den Hinweis auf Sputnik bzgl Stealth. Das passt sehr gut zur Diskussion, die wir hier zum jüngsten „Vogelschlag“ bei einer israelischen F-35 hatten.“

        Denke vor einem Jahr gab es einen wunderschönen Artikel bei Sputnik. Leider finde ich ihn nicht mehr. O-Ton in diesem Artikel war „Im WK II“ hätte ___jedes____ Radar Stealth Flugzeuge erkannt. JEDES RADAR 😉 Stealth gibt es nur für „__eine__ Wellenlänge“ für jede andere Wellenlänge ist ein Flieger wie jeder andere auch sichbar ( kommt aber auch auf die Formgebung drauf an) .

        Für die Natowellenlänge ist es momentan unsichbar,
        für die Russen die noch mit älterer (? „WKII“ ?) Wellenlänge arbeiten, ist es ein dankbares Ziel ( Witwenmacher)

        Hoffe kein F35 Pilot hat diesen Sputnik Artikel gelesen
        Die sollen ja hochmotiviert und möglichst drogenfrei ins Walhalla „ge-schlag-vogelt“ werden

        Wie wir jetzt erfahren konnten, sind die „ge-schlag-vogelten“ Tarnkappen wieder zu reparieren. Mein GZ zu dieser Meisterleistung. Rechnungen werden wir wohl nie sehen

      4. sg

        Ich freue mich immer über unterschiedliche Meinungen hier.

        Und sicherlich bin ich schon seit Jahren manchmal zu optimistisch gewesen. Ich war etwa wirklich überrascht und das sehr unangenehm, als Medvedev sich zur UNSC Resolution 1973 enthalten hat. Das lag wirklich fern meiner Vorstellungen.

        Aber inzwischen sehe ich die Geschichte wieder auf einem guten Weg. Schritt für Schritt ändert sich die ganze Welt, hier zum Beispiel schön geschildert:

        https://www.theatlantic.com/international/archive/2017/10/china-belt-and-road/542667/

        Schlüsselsatz da: Since the West doesn’t have $1 trillion to lavish on developing country infrastructure in a new great game, its best choice may be to coopt and shape this juggernaut.

        Bzgl der russischen Wahlen mache ich mir keine Sorgen. Ich befürchte eher, dass wir demnächst einen Krieg um Riad sehen könnten.

      5. sg

        Was die Stealth-Technik angeht, so vermute ich, dass es da sowas wie ein Wettrennen zwischen westlichen Jet-Herstellern und russischen FLA-Herstellern gibt. Ich vermute, dass die Erfahrungen, die Russland in Syrien mit westlicher Stealth-Technik sammelt, eine Bedeutung haben, die weit über Syrien hinausgeht.

        Anders gesagt: wenn Russland in Syrien anhand realer Situationen lernt, F-22 und F-35 zuverlässig zu orten, dann geht dem Westen dabei der Vorteil einer vermutlich weit über 1000 Mrd Dollar teuren Technik zur Erlangung von globaler Luftüberlegenheit nahezu komplett flöten. Was das wert ist, ist kaum zu beschreiben.

      6. „Wettrennen zwischen westlichen Jet-Herstellern und russischen FLA-Herstellern „: Stealth mit „unsichtbar“ gleichzusetzen war schon immer ein Marketingeuphemismus. „Schwerer sichtbar“ oder „kleiner erscheinend“ wäre annähernd korrekt – aber nicht so gut und teuer zu verkaufen. Insofern war in diesem „Wettrennen“ die westlichen Jet-Hersteller immer der Hase und und die russische Luftverteidigung die Igel. Das die Russen auch ein Stealth-Teil bauen hat ganz andere Gründe: nämlich bestimmte Technologien verfügbar zu machen, insbesondere Kompositmaterialien und eine neue Generation von in den Flugkörper integrierter Radartechnik. Die klassischen Stealtheigenschaften sind hier eher nebensächlich. Zu erwarten sind hier ehr Dinge , wie das der Hase plötzlich nicht mehr weiss, wieviel Igel er vor und hinter sich hat, welcher davon echt ist und ob er noch sicher sein kann zu wissen wo er selber ist. Ich bin mal gespannt ob Israel bald seine F-35 Bestellung reduziert.

      7. einparteibuch sagt:
        22. Oktober 2017 um 05:35

        keine fachliche Kritik, kleiner Hinweis:
        Ein unbedarfter Leser könnte bei dem Lesen den Eindruck haben, das es Ziel Russlands ist, in Syrien amerikanische Stealth-Flugzeuge ab zu schießen.
        Man sollte da wohl klarstellen, das amerikanische Flugzeuge im Bereich des Russischen Radars (oder was immer) fliegen und man so die Technik testen kann.
        Der Vogelschlag hat nichts mit den Amis zu tun, das ist (bei aller Abstimmung) ein rein Israelischer Einsatz und da gilt immer noch: Selbst dem besten Freund verkauft man nicht die aller neuste Technik.
        Das auf der anderen Seite alle Seiten (Russland, Iran, USA, Türkei, Natoländer wie Frankreich und GB und wohl auch China in Syrien ihre neuste Technik testen, ist ja auch ein offenes Geheimnis. Sicher wäre es mal interessant einen Hizbollah-Kommandeur nach der Zukunft der Waffentechnik zu befragen.

  3. Es gibt diverse Gerüchte; allgemein gehalten, dass seit einigen Tagen größere neue Offensiven laufen, oder konkretere, dass Offensiven in Südwestaleppo bzw. in Richtung Tabqa kurz bevor stehen sollen.

    Mal sehen.
    Eigentlich legt der Blick auf die Karte nahe, dass der Kampf gegen ISIS noch Priorität hat; selbst wenn man von einer Absprache mit den Amis ausgeht, also es keinen Wettlauf sondern schon abgestimmte Karten geben sollte (beim russischen MoD gab es kürzlich eine zu sehen mit gelben Flecken östlich vom Khabour, außerhalb der Ölfelder, die nicht nicht eingenommen sind), müssen die SAA-Positionen östlich des Euphrats noch ausgebaut werden, um sicher zu sein.

    Trump hat gerade eine neue Phase eingeläutet, Einnahme von ISIS-Hauptstadt und so, jetzt geht es um Deeskalation und Verhandlung, um eine ISIS-Rückkehr zu verhindern.

    Das legt jetzt nicht nahe, einen Angriff auf Tabqa zu starten, sollte es doch eine Einigung geben können.
    Oder man argumentiert genau umgekehrt. da Trump keine Konfrontation mit den Russen will, soll man doch Tabqa schnell zurück holen, bevor diverse untere Chargen die arabischen SDF.Gebiete großzügig an diverse Proxys verteilen.

    Tabqa (Damm) ist von enormer Bedeutung für das Land; aber ich wäre überrascht von einem Angriff zum jetzigen Zeitpunkt.

    Aktionen in der Provinz Idlib sind dagegen naheliegend; die Türken haben die ersten Maßnahmen in ihrem Bereich der Deeskalationszone vorgenommen, ähnliches dürfte früher oder später auch von Iranern und Russen kommen.

    Der Angriff von iSiS auf HTS hat noch mal schön gezeigt: auch in den „hellgrünen“ Bereichen gibt auf dem Boden ganz klar Al Quaida den Ton an, also darf, ja muss, man gegen die „Rebellen“ dort militärisch vorgehen.

    1. Jeden ist klar, dass IS hat nur SDF Uniform angezogen, aber in nächste Stunde werden USA dort 2 Fahne stellen und 3 Fahrzeuge mit USA Zeichnen und ganze uninformierte Welt wird wissen, dass SDF Oel Felder befreit haben. Ich glaube nicht, dass Russland und SAA werden sich trauen dort vorzustossen.
      USA ist dran mit kleinstmöglichen Aufwand Krieg zu gewinnen. Einzige Hoffnung für Syrien liegt in Erdogan. Wenn der beschlisst seine Grenze für Kurden und USA zu schlissen, dann werden SDF Islamisten gezwungen sein zu verhandeln. Sonst haben sie ihre Autonome Gebiet welche kein Kontakt zu Damaskus hat.
      Traurig das nach 2 Jahre russische Einsatz am Schluss paar kleine Oel Löcher in Homs und Hama Regierung bleibt.

      1. Kann uns zgvaca seine Quellen verraten, woher dieses fundierte wissen hat und behauptet “Einzige Hoffnung für Syrien liegt in Erdogan”?

        Ich denke, auf sein profunde Ahnung können wir nicht aufbauen, wenn man etwas die Region kennt.
        Syrien baut niemals auf Andere, übrigens auch nicht auf Iran oder Russland!
        Jeder Staat hat eigene Interessen und gestaltet seine Politik in diesem Kontext. Aber das dürfte eigentlich Allgemeinwissen sein.
        Zur Rolle der Türkei (unter Erdowahn): In Idlib schachern seine Mannen mit der gesamten Bandbreite der Terroristen und beweist, dass er immer noch die Ziele eines Neu-Osmanischen Reiches verfolgt.
        Sach- und Klanglos, ohne große Kampfhandlungen, sind die neu-osmanischen Truppen in Idlib eingezogen. Na, Presifrage, was sagt uns das?
        Und wenn ich das schon weiß, wissen das alle anderen aber auch.

        Zu den Kurden:
        Nein, Syrien wird es wagen, sein Territorium und seine Souveränität zu verteidigen! Da kann zgvaca und Co. Gift draf nehmen. Im Irak hat auch keiner vermutet, dass Kerkuk so schnell an die Zentralregierung fallen würde.
        Der Westen wird noch vollends sein Waterloss erleben. Von Anfang an habe ich das gesagt.

      2. gilgamesh
        Es gibt Wünsche und Treumen und es gibt Wirklichkeit. Syrer können ihre Land nicht verteidigen und deswegen haben sie grösszügige Hilfe von Hisbolah, Iran und Russland.Ohne diese Hilfe wäre jetzt Assad in Moskva leben.
        Erdogahn hat verstanden, dass seine treume von Grösstürkei unausweichlich zu Kurdistan führt und deswegen hat er seine treume vergraben und wird sehr glücklich mit Autonomie für Turkmene und keine Autonomie für Kurden. Wenn Erdogahn Grenze zu Nord Syrien offen lässt, dann werden EUSA Länder Raqqa aufbauen mit Geld aus SAU Arabien und entsteht Republik Nord Syrien mit mehrheitlich arabische Bewölkerung welche sehr wahabitisch angestellt sind. Diese Republik wird unter NATO schutz sein und Kurden werden paar Distrikte haben.
        Heute Oel felder haben nicht Kurden befreit sonder Lokale Islamisten welche bis gestern IS uniform getragen haben.
        Unterstüzung für Kurdistan in Irak hat aufgehört in Moment wo EUSA hat begriffen, dass Iraq, Iran und Türkei ernst meint mit Luftverboten und Sanktionen. Es wäre unmöglich ihnen Hilfe oder unterstüzung zu schicken. Nur so kann Nord Syrien wieder in Damask Obhut geschickt werden. Mit eine totale Blockade von Syrien von türkische Seite.
        Russland verhandelt mit Stämmen aus Region aber nach so viele Bomben und USA in Hintergrund lassen sich diese Stämme nicht leicht überzeugen.

      3. zgvaca

        Zunächst einmal, bin ich derjenige, der in der Wirklichkeit lebt. Und hier noch einmal, eine Quelle, die meine Aussagen bestätigen, wonach Syrien es wagen wird, sein territoriale Integrität und seine Souveränität zu verteidigen.
        Guckst du hier: https://de.sputniknews.com/politik/20171023317985783-syrien-agression-usa-tuerkei-antwort-kontrolle/

        Wer die Region kennt, der weiß, dass das keine leeren Worte sind.

        Zu deiner Einlassung … “Es gibt Wünsche und Treumen und es gibt Wirklichkeit. Syrer können ihre Land nicht verteidigen und deswegen haben sie grösszügige Hilfe von Hisbolah, Iran und Russland. Ohne diese Hilfe wäre jetzt Assad in Moskva leben” … möchte ich sagen, vermutlich hast du den politischen Hintergrund dieses Proxy-Interventionskrieges gegen Syrien, der um eine geostrategische Komponente (Erdöl- und Ergastrasse, Seidenstraße etc. pp.) erweitert ist, nicht verstanden.

        Nur ein Tipp: Achse des Widerstandes, nämlich Syrien, Libanon, (Irak), Iran. Na klingelt es?
        Andere Frage. Warum wurde Libyen von Russland fallen gelassen, Syrien aber nicht? Na, schellt es?
        Wo ich dir recht gebe, ist der Faktor Russland. Putins Russland, und nicht des Besoffskis Russland, war nun anwesend. Und Putins Russland wurde stärker mit dem Konflikt in Syrien. Syrien markiert die globalstrategische Wende und das Ende der unipolaren Welt.
        Deshalb meine ich, zeugt deine Einlassung von “analytischer” Unschärfe und Defätismus. Vielleicht eine klammheimliche Verärgerung darüber, dass Syrien unter Assad doch nicht gefallen ist? Vielleicht aber tue ich dir jetzt unrecht?

    2. Das gesamte Feld ist mehr als 10 mal 10 Kilometer groß, die können nicht fliegen.

      Al Masdar exclusiv.

      „BEIRUT, LEBANON (12:40 P.M.) – Tribal fighters linked to the Islamic State (ISIS) defected from the terrorist group to the US-backed Syrian Democratic Forces (SDF) at the Al-‘Omar Oil Fields in Deir Ezzor, a military source in Damascus told Al-Masdar News this afternoon.

      According to the source, the SDF has not reached the Al-‘Omar Oil Fields, but announced they captured this imperative site in Deir Ezzor after the tribal fighters joined the Arab Liberation Council.“

      Das ergäbe Sinn; sie sind gar nicht dort, das können sie auch gar nicht sein (vor allem nicht im Süden, kurz vor den SAA-Stellungen), sondern haben eine Übergabe ausgehandelt und erklärt, das Feld „befreit“ zu haben.

      Noch gibt es keine Bilder; mal sehen, wie schnell rasierte frisch Gelbgewandete darauf aussehen, wenn sie kommen.

      Die Entwicklung im Irak zeigt, dass das dauerhaft nicht viel bedeuten muss; allerdings werden die Terroristen, die sich jetzt gelb tarnen, auch bezahlt, da macht es einen großen Unterschied wohin ganz aktuell die Einnahmen aus den Ölfeldern fließen.

      1. gilgamesh

        Zur Bemerkung von Ramiz Tardschaman sollte man wissen, dass die Türkei im Einklang mit dem Astana-Abkommen zwischen Russland, Iran und der Türkei in der Idlib-Tasche unterwegs ist. Hier hatten wir im Parteibuch darüber berichtet:

        https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/09/15/russland-tuerkei-und-iran-betonen-eliminierung-von-isis-und-nusra-front/

        Das Astana-Abkommen war so aufgesetzt, dass die syrische Regierung und Oppositionsgruppen keine Unterzeichner des Abkommens waren, aber klar war, dass Russland und Iran sich mit der syrischen Regierung eng abgestimmt haben. Die syrische Regierung hat das Astana-Abkommen auch explizit und erfreut begrüßt.

        Im Astana-Abkommen wurde auch explizit festgehalten, dass es nach sechs Monaten ausläuft und dann von den Unterzeichnern so lange wie nötig jeweils um sechs Monate verlängert werden soll, solange wie nötig. Damit soll unter anderem sichergestellt werden, dass türkisches Militär wieder gehen muss, wenn es an der Zeit ist.

        Der syrische Informationsminister Ramiz Tardschaman verleiht dieser Klausel im Astana-Abkommen mit seiner Bemerkung Nachdruck. Das tut keinem der Unterzeichner des Astana-Abkommens weh, und hilft denjenigen Kräften, die dafür sorgen wollen, dass das Astana-Abkommen nicht gebrochen, sondern auch wirklich Punkt für Punkt umgesetzt wird.

    3. War begeistert v. d. SAA bis Deir Ezzor-Entsatz. Aber seither: wieder keine Schwerpunkte auf Ressourcen (Öl östlich von Ezzor + südöstlich Omar Feld). Stehen jeweils 1 Woche vor dem Feld und gehen nicht rein. Trost: soll Fake sein (Southfront). .
      http://tinyurl.com/ycr2un2f

      1. Warum besteht eigentlich jeder darauf, dass die SAA einen Schwanzvergleich zu Bedingungen der Gegner macht und sich dabei hoffnunglos overextended?
        Blitzkrieg mit riesigen schnellen Geländegewinnen bei recht hohen Verlusten und sich anschließend ne Abfuhr holen ist IS Taktik. Hat aber auch damals bei der Wehrmacht in Russland nicht so prickelnd funktioniert.

  4. Strategische Erfahrungen in Syrien, sind Grundlage moderner russischer Waffen.
    Es gäbe noch einige Ideen, welch zB, den Häuserkampf besser gestalten oder Infanterie vorteilhaft nutzen könnten.

    1. Ein zuverlässiger, handlicher und massenhaft hergestellter Landminen-Scanner sollte doch so langsam mal im Bereich der technischen Möglichkeiten liegen. Wenn davon ausgegangen werden muss, dass die Dinger überall verbreitet sind, würde es nutzlos sein, überhaupt noch irgendwo Landminen einzugraben.

  5. ***

    Hassan Ridha‏ @sayed_ridha 1 Std.vor 1 Stunde

    SOHR: SDF enter alOmar oil fields, capture Saijan field in north. SAA were at edge of alOmar but withdrew to Mayadeen after IS counterattack

    ***

    und nun?

  6. Sollte das Beobachten der imperialistisch-terroristischen Machenschaften im Irak zu den erklärten Zielen, Kurden benutzen, Iraks Öl in Kirkuk zu stehlen, Irak wiederbesetzen und Iran strangulieren, zu dem Gedanken geführt haben, bei all dem müsse es eine eventuell bereits seit 2003 aktive zentrale Person geben, könnte eine diesbezügliche Annahme durchaus zutreffend sein. Moon of Alabama mit den Einzelheiten:

    http://www.moonofalabama.org/2017/10/emma-sky-british-mother-of-daesh-wants-to-reoccupy-iraq-.html

    Washington verweigert Rückgabe der syrischen Stadt Raqqa an Syrien. Iran, PRESS TV, 21. Oktober 2017: Die selbsternannten Syrian Democratic Forces (SDF) US-gestützter bewaffneter Söldnergruppen sagen, die nun von Daesh verlassene Stadt Raqqa solle Teil einer sogenannten „Bundesregierung“ („federal government“) im Norden Syriens werden[1].

    Wer vor allem gegen die eigenen vitalen Interessen die falsche Entscheidung trifft, es sei leichter, seine Prinzipien zu vergessen, handelt nicht mehr als Mensch. Die Syrische Arabische Republik muss komplett von allen, andernfalls pilzartig zersetzend mehr oder weniger im Dunkeln wuchernden Strukturen des humanitär, religiös, antiimperialistisch sozial fortschrittlich links oder wie auch immer getarnten Strukturen des Imperialismus, Rechtsextremismus und dessen willfährigen Fortsätzen befreit werden oder der seit sieben Jahren auslandsbetriebene Völkermord wird niemals abgewendet werden können, sondern lediglich ein paar Jahre länger dauern.

    [1] http://www.presstv.com/Detail/2017/10/21/539332/Syria-SDF-Raqqah-federal-government

  7. Die hochgelobte Stealth-Technolgie wie bei der F35 verschaffte der USA ab den 1990ern eine Zeit lang einen technologischen Vorteil, zumindest auf dem Papier. Das stärkste Kraut gegen die Steathtechnologie ist das Passiv-Radar. Dessen Anfänge gehen zurück bis in den 2. Weltkrieg. Entsprechend hochentwickelt ist dieses Gegenmittel.

    Wie das PB richtig bemerkt, ist die Stealth-Technologie sündhaft teuer und wird durch Fortschritte bei den Passivradaren, einer Technologie die neben NATO-Europa (Cassidian ff), auch Länder wie Schweden, Iran, China und natürlich Russland beherrschen, zunehmend aufgezehrt. Da beim Passivradar insbesondere die Rechentechnik dahinter der entscheidende Faktor ist, ist weiteres Entwicklungspotential vorhanden.
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/passivradar-nimmt-stealth-jets-die-tarnkappe-a-855711.html

    Eher problematisch in Konflikten wie Syrien sehe ich Kleindrohnen und deren niederschwellige Einsatzmöglichkeiten und deren Terrorpotential an. Damit schliesse ich die amerikanische Switchblade aurücklich ein.

    1. Mit Verlaub, das ist ziemlicher Nonsens, was der Spiegel da schreibt. Sicher kann man durch Analyse des Wellensalats in dicht besiedelten Gegenden, in denen „Flugzeuge, Schiffe, Autos und einzelne Personen“ für genügend EM-Strahlung sorgen, durch Triangulation Objekte bestimmen, aber um zuverlässig Tarnkappen-Fluggerät unabhängig von „Wellensuppen“ – etwa in dünn besiedeltem Gebiet – zu erkennen, benötigt man Langwellenradare *und* Kurzwellenradare, etwa eines wie das russische Woronesch SM (das es natürlich auch in kleinerer als hier gezeigter Ausführung gibt):
      https://de.sputniknews.com/technik/20170621316266961-woronesch-radaranlage-parameter-expertenkommentar/

      Der Schlüssel zur Enttarnung der Kappen ist ein Radarsystem, das die Kombination von Meter-, Dezimeter und Zentimeter-Wellenlängen sowie die Zusammenführung der Messergebnisse durch einen Rechner in Echtzeit benutzt. Damit werden dann Tarnkappen-Flugzeuge zuverlässig sichtbar, aber definitiv nicht durch Reflektionen eines Objekts mit einem (vermeintlichen) „Passivradar“, das Beeinträchtigungen der Funkwellen von mit SmartPhones telefonierenden Teenies, Signale von Schiffsfunkanlagen und das Gedudel von Radiosendern im EM-Wellenform ausnutzt.

      Zudem: Passivradare senden sehr wohl Suchstrahlen aus und werten die empfangenen Reflektionen aus im Gegensatz zu Aktivradaren, die vom Objekt ausgesendete Kennungen (über aktive Transponder) empfangen und decodieren. Da MIL-Flieger ihre Transponder in Einsätzen sowieso ausschalten, kommen Aktivradare bei der Erkennung von Feindobjekten ohnehin nicht zum Einsatz.

  8. https://southfront.org/government-troops-withdrew-from-several-positions-on-syrian-jordanian-border-after-warning-from-us-led-coalition/

    Traurig aber SAA Einheiten müssen sich zurückziehen auch von Syrisch-jordanische Grenze. 20 US Soldaten bestimmen wo und wann Russland, Iran Syrien und Hisbolah ihre Truppe bewegen darf. Es ist ein Triumph US Macht. Ein schwarze Tag für Syrien.
    Es ärgert mich wieso Russen haben zugelassen, dass SDF seit 3 Tage durch Wüste marschieren und Oel Felder ohne Schuss annehmen. Eine Landungs einheit hatte ganze Vorstoss verhindert.
    Aber wahrscheinlich hat USA nicht zugelassen.

    1. zgvaca:
      …ich denke, Du bist hier der klarste Analytiker. immer wieder ungerecht gescholten – aber sachlich klar. Ich vermisse hier im Blog die Ausgewogenheit, meines Erachtens werden Erfolge gern berichtet, essentielle Niederlagen (Tod von Issam Zahreddine, Fall der Ölfelder) schöngeredet oder umgangen.
      Wir alle stehen hier hinter Syrien unter Assad – aber müssen uns hüten, zu „Jubelpersern“ (wer kennt die altherkömmliche Redensart noch??) zu generieren. Nur in der emotionsgedämpften Analytik ist eine klare Lageanalyse und damit Chance auf Erfolg, möglich.

  9. ***
    SDF advances in the area of the Shuhail between the Busayrah – Deban, without any resistance by ISIS
    ***

    Von livuamap, zitiert einen arabischen tweet von Hassan Rhida.

    Das wäre nun kein Geplänkel um Ölquellen, die früher oder später ohnehin unter Regierungskontrolle kommen; das wäre eine Unterbrechung der strategisch bedeutenden Verbindung der beiden Brückenköpfe. der SAA östlich des Euphrat.

    Also heute wäre wohl der richtige Zeitpunkt massiver Luftangriffe auf das ganze Gebiet gewesen.

  10. Bezüglich Stealth-Eigenschaften und russischer Luftabwehrtechnik (S-400 etc.) sei anzumerken, dass in russischen Medien viel Werbung für Waffen gemacht werden, als könnte man den Eindruck gewinnen, dass Russland nichts anderes zu verkaufen hat, als CO-basierte Energiestoffe und Waffen.
    Diese Kritik, die ich übrigens auch teile, hatte seinerzeit ein gewisser gilgames in RiaNowosti in einem Kommentar geäußert. Er hatte auch Alternativen vorgeschlagen. So z.B. die Förderung bzw. Entwicklung einer konkurrenzfähigen Automobilindustrie u.v.m. Bedenkt man, das war lange vor dem Auffliegen des VW-Abgasbetruges. Jetzt hört man, die Russen bauen nun moderne Autos.
    Mögen unsere Gründe, neben Russland zu stehen, vielfältig und anders motoviert sein, doch ein Aufwachen über die Rolle Russlands ist doch angebracht.
    1) Bisher wurden die russischen Luftabwehrsysteme (nebst Pansir- oder Torsysteme) nie unter realen bzw. harten Bedingungen getestet. Bisher konnten die zionistische Kampfjets ungehindert in Syrien bombardieren. Die sehr berechtigte Frage ist, warum? Wieso genießt ausgerechnet Israel Narrenfreiheit? Haben wir uns das einmal gefragt?
    Es dürfte wohl kein Problem sein, im Libanon Luftabwehrmittel zu stationieren oder dem Libanon solche zu pachten (unter Führung russischen Militärs), um die Zionisten zu zwingen, aufzutauchen, um sie dann mit den S-300 oder S-400 zu bearbeiten. Also, wo ist das Problem? Warum wird die zionistische Luftwaffe nicht abgeschossen? Das wäre ein klares Zeichen! Dann erst wird Russland glaubwürdiger! Denn, ich glaube nicht, dass die Zionisten es wagen würden, sich mit Russland anzulegen.
    Eine andere Frage ist, warum werden keine S-300 oder S-400 an Syrien ausgeliefert? Stattdessen aber wird an den Muslimbruder Erdowahn geliefert, dem man kein Zentimeter über den Weg trauen darf. Oder an die reaktionären Saudis, den Paten des wahhabozionistischen Terrors – was möglicherweise eine Finte war, um an die US-amerikanischen THAAD-Systeme heranzukommen.
    2) Auf noch einen Widerspruch möchte ich hinweisen:
    Während Rusland die terriroriale Integrität des Irak politisch befürwortet, blieb die Reaktion gegenüber dem Barzani-Referendum im Irak sehr verhalten aus. Kann es sein, dass Russland nun auch, wie der Westen, mit gezinkten Karten spielt. Wie sieht das aus, wenn die territoriale Integrität des Iraks lauthals vertrete wird, aber im Gegenzug mit dem zionistischen Barzani ums Erdöl geschachert wird? Oder ist Rosneft in Russland bereits exterritorial oder gar schon der “tiefe Staat” in Russland?
    guckst hier: https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20171020317955167-oelprojekt-rosneft-irakisch-kurdistan-risiken/

    Ich denke, solche kritschen Fragen sollten wir langsam gegenüber Russland stellen, bei allem Verständnis. Ich persönlich bin ein (kritischer) Russlandversteher.
    Je suis Issam Zahreddine. Le combat continue.

    1. Rotfuchs

      Das war eine ganze Menge für einen Kommentar. Nun denn.

      1. Die Behauptung, dass zionistische Kampfjets ungehindert in Syrien bombardieren, stimmt nicht mehr. Das Gegenteil ist der Fall. Vor kaum drei Tagen hat Netanjahu zwar wütend erklärt, es sei inakzeptabel, dass wie geschehen israelische Kampfjets beschossen werden, und angekündigt, Israel werde weiter „wie nötig“ operieren, doch gegeben hat es seitdem bloß gelegentliche israelische Artillerieangriffe. So sieht es aus, wenn Luftabwehr Wirkung zeigt. Um die gewünschte Abschreckungswirkung zu erzielen, müssen nicht unbedingt israelische Flieger abgeschossen werden, es reicht, wenn jeder weiß, dass die Luftabwehr da ist und das sie das kann.

      Ein unnötiger Abschuss eines israelischen Fliegers wäre vermutlich auch nicht sonderlich klug, weil das bloß Wasser auf die Mühlen der anti-russischen Propaganda-Kampgne einflussreicher Zionisten wäre und Freunden Russlands in den USA und anderen westlichen Staaten das Erreichen ihres Ziels, zu einer besseren Kooperation der USA und anderen westlichen Staaten mit Russland zu kommen, schwerer machen würde.

      Was die russischen Waffenexporte an bisherige US-Partner angeht, so brechen sie das US-Empire auf, was genau der Grund ist, warum Russland da so großen Wert drauf legt und weitreichende Bemühungen diesbezüglich unternimmt. Wenn die türkische Armee auf russische Waffentechnik umgestellt ist, wäre ein NATO-Austritt der Türkei beispielsweise bloß noch Formsache.

      2. Bezüglich des Nord-Irak positioniert sich Russland offensichtlich als Ablösung der bisherigen US-Schutzmacht der kurdischen Autonomieregion. Dafür sind sowohl die russische Zurückhaltung zum Referendum als auch der gerade abgeschlossene Öldeal von Rosneft in der Autonomieregion hilfreich. Man darf dabei getrost davon ausgehen, dass das die Position der Achse des Widerstandes insgesamt verbessert.

      Was die russischen Exporte insgesamt angeht, da sind natürlich Kohlenwasserstoffe und Rohstoffe nach wie vor wichtig. Und natürlich exportiert Russland auch Technik, wo Russland technisch Spitze ist, etwa Waffen und AKWs. Russland bemüht sich auch, da neue Bereiche zu erschließen, aber das ist nicht ganz einfach und dauert. Sehr vielversprechend entwickelt sich da im Moment etwa die Landwirtschaft, wo Russland nun sogar zum größten Getreideexporteur der Welt aufsteigen könnte.

      1. Zustimmung zum Parteibuch und eine kleine Ergänzung: Russland entwickelt sich grade nicht nur zum größten Weizen-Exporteur sondern wird bald auch das größte und einzige Land sein, das komplett auf gentechnik-freie Landwirtschaft setzt. Das wird (grade auch bezüglich des Artensterbens in anderen Landwirtschaftsregionen) so große Auswirkungen für die Zukunft haben, daß sie jetzt kaum absehbar sind. Ein Fakt, der die Stärke der RF noch bedeutend stärken wird.

        Sowieso werden die Bedeutungen eines nachhaltigen, gesunden Umgangs mit dem Boden, der Natur und der eigenen Bevölkerung schwer unterschätzt: Während die Anbauflächen in den USA u. a. durch unter den Einfluß der Gentechnik zu unausrottbaren Monsterpflanzen mutierten Super-Unkräutern immer kleiner werden wird Russland zur Bio-Großmacht. Während die indigenen Bevölkerungen des „Westens“ (forciert von den Globalisten) aussterben wächst in Russland die Geburtenrate (die immer auch ein Indiz dafür ist, wie stark die jeweiligen Bevölkerungen auf eine Zukunft ihres Landes vertrauen).

        Auch diese Gesichtspunkte zeigen, auf welcher Seite des „Schachbretts“ Zukunft, Prosperität und Hoffnung zu finden sind und auf welcher kultureller Niedergang und Destruktion.

      2. Den Rosneft-Deal mit den Kurden sehe ich nach meinem Kenntnisstand eher negativ.
        Ist es nicht so ähnlich wie die deutschen Waffenlieferungen an die Kurden im Irak?
        Also weicht Rosneft die Staatsmacht auf.

        Ich dachte der Staat sollte ein Monopol auf Waffen und Bodenschätze haben.
        Bei uns haben doch auch die Bayer keine eigene Armee oder machen Geschäfte mit ausländischen Firmen für die Landeskasse, oder?
        (Wenn es in der BRD überhaupt noch Staatsfirmen gibt?)

      3. tommmm

        Nein, hier ist es andersrum.

        Die Staatsmacht ist in der kurdischen Autonomieregion des Irak bereits sehr weitgehend aufgeweicht. Da werden bereits seit mehreren Jahren illegal Hunderttausende Fass Öl pro Tag gefördert und und trotz Verbots durch die Zentralregierung in Bagdad exportiert. Durch das Hereingehen von Rosneft wird verhindert, dass die wesentliche Ölinfrastruktur der Autonomieregion vom Barzani-Clan an die zionistischen Feinde der Achse des Widerstandes verscherbelt werden kann.

      4. Und der Verkauf von AKW’s sollen wir jetzt als große Errungenschaft preisen, oder was?

        “Was die russischen Waffenexporte an bisherige US-Partner angeht, so brechen sie das US-Empire auf … Wenn die türkische Armee auf russische Waffentechnik umgestellt ist, wäre ein NATO-Austritt der Türkei beispielsweise bloß noch Formsache.”

        1) Da Erdowahn nicht noch einmal die Erfahrung des Putschversuchs machen will, wo Kampfflugzeuge angegriffen haben, möchter er wohl eine Nummer sicher gehen und eine Technik benutzen, die nicht von NATO abhängig ist. Vielleicht entwickelt es sich zum NATO-Austritt.
        2) Nein, die Türkei wird zunächst nicht auf russische Waffentechnik umstellen. So einfach ist das nicht. Abgesehen davon, dass das auch noch sehr teuer ist, wird die Türkei sich erst vollends strategisch neu ausgerichten müssen, und zwar so, dass Erdowahn keine Winkelzüge mehr machen kann und nicht nur Russland auf Glatteis führt.
        Eine solche Entwicklung wird die Zeit zeigen. Dann würden die USA, und vielleicht auch noch andere westliche Bündnispartner, ein Waffenembargo gegen die Türkei verhängen. Erst dann würde auf alternative Waffentechnik nach und nach umgerüstet. Vermutlich bis spätestens zum Frühjahr wird sich zeigen, wohin die Reise geht. Denn die Sache um Idlib ist noch nicht ausgestanden. Und die Operation gegen die sog. SDF steht auch noch bevor.

    2. „viel Werbung für Waffen gemacht werden“

      Also die Russen machen 100% keine Werbung für ihre Waffen bei Sputnik.

      Mein Weltbild würde zusammen brechen wenn ich mir vorstellen müsste, dass der Erdo oder der saudi.Sultan Sputnik lesen würden.

      Nach der Devise
      „Hallo Mustafa ( der Finanzminister ) habe gerade was bei Sputnik gelesen, das klinkt so toll, buche uns mal paar Flüge nach Moskau, für eine kleine Shoppingtour “

      100% der Leser kaufen auch wiederum 100% ___keine___ russ.Waffen,
      auch wenn dort jeden Tag was erklärt wird.

      Es geht um Aufklärung wofür unsere „Polit Genies“ Gelder ausgeben und wie nutzlos diese Gelder sind. Schade dass das nicht jeder Leser versteht.

      —————

      „Bisher konnten die zionistische Kampfjets ungehindert in Syrien bombardieren.“

      Die total ausgeblutete SAA ( weniger Einwohner wie Nord Korea ) hat gerade einen 50 Jahre alten Vogel ( SA 5 ) der IsAF hinterher geschickt. Bitte nicht vergessen, es war die IsAF die da getroffen wurde. Nicht eine Flugzeug aus einer Bannanenrepublik Frankreich, Deutschland oder Belgien. Nein es geht hier um die die den halben Kongress kontrollieren

      Das macht diese ausgeblutete SAA nicht ohne die Zustimmung aus Iran und Russland. Und auch sicher ist, diese Zustimmung gab es nicht am gleichen Tag, sondern im Vorfeld. Sprich die wahren Freunde haben sich davor zusammengesetzt mehrere Tee getrunken und eine Lösung gefunden.

      Am Ende der Sitzung wurde beschlossen, solche Flüge werden nicht mehr geduldet.
      Wir reden hier über einen sehr entscheidendend Moment.

      die wahren Freunde haben das Tempo angezogen

      ———————————

      Übrigens in Syrien ( Aleppo ) wurde gestern glaube die grösste Baumwollspinnerei Syriens wieder in Betrieb genommen. Übrigens die Baumwolle wächst in den Regionen die noch von den Kurden dominiert werden .

      https://riafan.ru/988642-siriya-v-aleppo-vozobnovila-rabotu-krupneishaya-v-strane-tkackaya-fabrika
      https://translate.yandex.ru/translate ( Übersetzungshilfe )

      Nicht jeder muss Autos bauen.

    3. Rotfuchs
      In meinen Augen sehr interessanter Artikel. Der Grund Tenor geht wie folgt. Israel hat den syrischen Luftraum gar nicht verletzt sondern „nur“ den libanesischen Luftraum weil es einen Waffenkonvoi aus Syrie3n zur Hisbolla zerstören wollte. Daraufhin schoss die syrische Luftabwehrt mit SA-5 (S-200) Luftabwehr Raketen auf den Jet in den libanesischen Luftraum weshalb es nicht zum Angriff auf den Konvoi gekommen ist. Das Flugzeug wurde zurückbeordert um die Schäden zu ermitteln. Wie wir wissen wurde dabei festgestellt das ein „Vogelschlag“ das Flugzeug getroffen hat.

      https://elijahjm.wordpress.com/2017/10/20/tel-aviv-aimed-at-a-hezbollah-moving-target-but-was-hit-by-a-new-rule-of-engagement-get-ready-for-war/

  11. tweet mit einem Video, welches die Übergabe der Omar-Felder von Stammesführern an ISIS zeigt (zeigen soll).

    Interessant, dass nun gerade Kurdenpromoter das Video posten; legt es doch nahe, dass die gleichen jetzt einen Deal mit den Gelben gemacht haben.

    1. @Andreas
      Was blieb den lokal gebundenen Stammesführern 2013 als Alternative.
      Und wie können Sie Gesichtswahrend in 2017 das ganze wieder zurückdrehen. Sollen sie die schwarzen Fahnen verbuddeln und mit weißen schwenken während die SAA auf sie zurollt. Da bietet sich doch diese SDF Zwischenlösung geradezu an. Und weiterhin hat sie den Vorteil das die Ölfelder nicht brennen müssen. Was letztendlich passiert wenn die legitime Regierung gewisse Prioritäten setzen kann haben wir an Kirkuk gesehen.

  12. andreas, Peacekeeper, zgvaca

    Ich würde eine Einnahme des Omar-Ölfeldes durch unter SDF-Fahne operierende Kräfte nicht mehr als bedeutend betrachten. Wichtig ist der Schutz der Menschen in den Ortschaften am Euphrat und die Herstellung einer vernünftigen Straßenverbindung nach Bagdad, um Handel, Wirtschaft und so fort anzukurbeln, damit wieder mehr Menschen in Syrien und im Irak was anderes als kämpfen zu tun bekommen.

    Was Öl angeht, so hat die Achse des Widerstandes reichlich davon, und erst letzte Woche in Kirkuk Ölfelder wieder unter Kontrolle gebracht, die größer als alle syrischen Ölvorräte zusammen sind. Und das wichtigste dabei war, dass Erdogan dabei voll mit Teheran und Bagdad kooperiert hat. Wenn Erdogan sich schon mit Teheran und Bagdad gegen seinen alten Kumpel Barzani im Nordirak zusammentut, dann kann man sehr sicher davon ausgehen, dass Erdogan sich auch mit Teheran und Bagdad gegen den PKK-Ableger SDF in Nordsyrien zusammentun wird, womit sämtliche US-israelische Pläne zur Besatzung Nordsyriens hinfällig werden.

    Also, meinentwegen kann die Achse SDF-USA-Israel sich nun hinstellen und ganz doll damit prahlen, ganz reich zu sein, weil sie das Omar-Feld unter Kontrolle haben. Am Ende fällt das ganze SDF-Gebiet ohnehin wieder an Syrien, denn ohne Erdogans Wohlwollen ist das Gebiet – USA hin oder her – nicht mal ansatzweise lebensfähig.

    1. @ PB , gut dass du die Dinge wieder richtig rückst , ich habe auch erwartet, dass endlich die Nachricht von der Eroberung des Ölfeldes kommt, aber wenn man die größeren Zusammenhänge betrachtet dann ist es nicht so wichtig. Ich halte auch den Schutz der Menschen im Euphrat Tal,
      also die Befreiung der Städte Al Mayadin und Deir Ezz Sour und weiterer sowie die Strasse nach Bagdad für wichtiger.
      In diesem Krieg entscheidend ist das Vorhandensein von kampfstarken Truppen in ausreichender Zahl. Wenn also hier die Tiger einen taktischen Rückzug gemacht haben, wird das Gründe haben, und es ist sicher besser, als wenn sie in einen überraschenden Hinterhalt geraten wären und Verluste gehabt hätten.
      Allein die Existenz dieser Truppe ist tausendmal wertvoller als das Ölfeld.
      Nach den Berichten sind wohl örtliche Stämme zu den SDF übergegangen, und hierdurch hat sich
      die Situation geändert.
      Ich frage mich , was sind das für Stämme, wieviele Kämpfer haben sie und wie sind die ausgerüstet und organisiert? Die Bezeichnung Stammeskrieger als Übersetzung von Tribal Forces halte ich für unglücklich. man denkt da an halbwilde undisziplinierte mit primitiven Waffen. Wahrscheinlich
      handelt es sich aber wie beim IS um ausgebildete Kampfverbände mit modernster Technik, die man nicht unterschätzen sollte, aber eben um einheimische, stammensgebundene Kampfeinheiten, Tribal Forces, die direkt nur ihren Stammesführern folgen.
      Diese wiederum folgen oft ihren Beziehungen im Ausland und dem Geld.

      1. ulrich

        Du stellst ein paar sehr gute Fragen, vor allem die danach, was das eigentlich genau für Leute sind, die nun unter der SDF-Flagge die Omar-Ölfelder kontrollieren sollen. Ich würde es nicht einmal für ausgeschlossen halten, dass das lokale Stammesleute sind, die eigentlich eher Damaskus gegenüber loyal sind.

        Wenn mehr Damaskus-freundliche Kräfte in die SDF eintreten würden, müsste das übrigens gar nicht negativ sein, sondern könnte das durchaus auch positive Folgen haben, etwa die, dass die dann bei der SDF von innen daran mitarbeiten können, die SDF auf pro-Damaskus-Kurs zu bringen. Oder man denke nur an den Talabani-Clan im Nordirak, dessen Leute zwar unter der Peshmerga-Fahne kämpfen, die aber gleichzeitig, gerade weil das so ist, zum einem der größten Probleme für Israel und Barzani geworden sind.

    2. Der Trasitweg von Iran bis Libanon ist von strategischer Bedeutung. Sicherlicher, zunächst nicht die Ölfelder. Doch der Trasitweg wäre unsicher bei US-Präsenz. Folglich bleibt der Kampf bis zur vollen Integrität und Souveränität Syriens. Übrigens auch des Irak. Folgende Szenarien wären denkbar:

      Jederzeit könnte Erdowahn wieder eine 180-Grad Wende vollziehen, wenn es die Situation erlaubt.
      Die Schwachstelle bleibt die PKK (PYD), auf die die USA in Syrien derzeit aufbaut. Die PKK wird sich auch im Irak, im Barzani-Gebiet, ausbreiten, weil sich seine Peschmerga nunmehr als unzuverlässig erwiesen hat, zumal die Kurden selbst dort vom zionistischen Barzani-Clan die Schnauze voll haben. Aber womöglich auch, um den nachhaltigen Einfluss des Iran fernzuhalten, wird ein Signal an Barzani aus den USA gekommen sein. Barzani wird wohl gehen. Die USA wird das Feld niemals dem israelischen Einfluss überlassen, wo übrigens der deutsche Imperialismus (sic!) auch versucht, seinen Anteil zu bekommen. Ich vermute, mit der Zeit wird die PKK ein gewisses Vakuum füllen dort.
      In diesem Kontext sei gesagt, dass der Schwanz (Israel) versucht, mit seinem Hund (USA) zu wedeln. Aber nicht Israel ist der Boss, jedoch umgekehrt. Da irren sich einige, z.B. auch rechte Kreise, wenn ich das so sagen darf. Der Zionismus ist der ideologische Wächter der modernen Kreuzzügler für imperialistische Interessen europäischer Länder und vor allem den des US-Imperialismus. Und Israel ist die Bastion vor Ort, im Konzert des “Tiefen Staates”. Die Juden wiederum werden missbraucht und wieder verheizt. Toller Trick! Hat wohl Tradition in der von Dummköpfen hervorgehobenen „jüdisch-christlichen Wertegemeinschaft“.
      Übrigens: Die Mähr von der jüdischen, heute zionistischen, Weltverschwörung ist blödsinn und pure Ablehnkung. Es ist allerdngs eine kapitalistisch-imperialistische.

      Solange die PKK voranschreitet, wird die Zusammenarbeit der Türkei gesichert und die USA zunehmend geschwächt sein, ein tieferer Riss in der NATO würde sich vollziehen. – Zu einem NATO-Austritt wird es in der Konsequenz höchstwahrscheinlich nicht kommen, was wünschenswert, m.E. jedoch ein Spiel Erdowahns nahelegte. –
      Idlib ist nur ein Fraß für die Hyäne, die ihr aber jederzeit mit massiven Bombardemts entrissen werden kann. Und das hatte Russland vor Kurzem gezeigt, um (angeblich) den Einmarsch türkischer Truppen nach Idlib zu “ermöglichen”. Diese sind aber sogut wie kampflos in Idlib einmarschiert, nämlich durch Arrengement mit allen pseudoislamistischen Terrorgruppen. Die Türkei Erdowahns hat offensichtlich immer noch guten Draht zu diesen und benutzt diese immer noch für ihre Zwecke; und übrigens auch objektiv die Kurden, inkl. PKK (PYD in Syrien), wie im Beispiele Afrin und zuvor al-Bab. Aber das ist offensichtlich. Die Beteiligten werden das schon wissen.
      Sollte das ein Spiel sein und Erdowahn wieder eine 180-Grad-Drehung vollziehen und zum Schluss das Lager wechseln in Richtung USA, dann wird die PKK sich dem türkischen “Problem” zuwenden, oder die PKK wird sich spalten und diese Gruppe umso massiver die Spaltung der Türkei vorantreiben, was wiederum von interessierten Kräften unterstützt würde. Die USA überlegen nun, den Gülen an Erdowahn auszuliefern, um die Türkei wieder an ihre Seite zu ziehen. Doch die Forderungen der Türkei gehen weiter, nämlich die Unterstützung der PKK (PYD) fallen zu lassen. Vielleicht rechnet die Türkei damit, dort Präsent zu sein, um Nordsysrien „mitzubesetzen“, ein geheimer Kuhhandel mit Öcalan sozusagen.
      Oder die PKK (PYD) wir von den USA fallengelassen. Und die USA treiben das Spiel mit dem inzwischen wieder gewendeten Erdowahn weiter. Was dagegen sprechen könnte ist, dass geheime Verhandlungen zwischen Türkei und Syrien stattfinden. Je nach dem, ob und in wie weit sie sich einigen. Das wird aber bestimmt von ernsthafteren, strategischen Schritten Erdowahns abhängen in Richtung substanziellere Annäherung zur BRICS bzw. zur eurasischen Platte, zu einem unumkehrbaren Weg sozusagen.
      Das sind alles Überlegungen und Szenarien, die zwar nicht vollständig sein dürften, jedoch mit positiv Interessierten eine Diskussion auslösen könnte.
      Eines dürfte aber im Bereich des sehr Wahrscheinlichen liegen. Sollte Erdowahn ein Fehler machen und spielen, und die USA weiter die Kurden unterstützen, dann säßne er in der Falle. Und jederzeit könnte Russland seinen Kopf an die USA ausliefern, im Gegenzug, sich aus der Ukraine (und der Ostflanke der NATO) zurückzuziehen. Denken wir an die Stationierung Thor-Mittelstreckenraketen der USA in der Türkei und der Gegenzug der Raketen der SU auf Kuba Anfang der 60er Jahre.

      1. gilgamesh

        Ich will hier bloß was zu einem der Punkte sagen, wo du grob verkehrt liegst.

        „Die Mähr von der jüdischen, heute zionistischen, Weltverschwörung ist blödsinn und pure Ablehnkung.“

        Die gewaltige Macht der zionistischen Lobby ist sehr real, insbesondere in den USA.

        http://www.unz.com/pgiraldi/americas-jews-are-driving-americas-wars/

        Die zionistische Lobby ist nicht mehr allmächtig, aber sie beherrscht in der westlichen Welt immer noch weite Teile von Medien und Finanzwesen sowie den größten Teil des US-Kongresses. Seit Obamas zweiter Amtszeit, wo er Chuck Hagel gegen den erbitterten Widerstand der zionistischen Lobby als US-Verteidigungsminister durchsetzte, beherrscht die Lobby aber nicht mehr die US-Präsidentschaft, und auch nicht mehr das US-Militär. Das weiße Haus und das US-Militär stehen inzwischen, auch wenn ranghohe Offiziere das mit Worten oft verschleiern, bei ihren Taten nicht mehr auf der Seite der zionistischen Lobby und der ihr angeschlossenen Unipolaristen, sondern auf der anderen Seite, nämlich der Seite der multipolaren Welt. Das ist der Kern des geopolitischen Konfliktes, der gerade in der Welt tobt, und häufig politisch, aber manchmal auch mit terroristischen und militärischen Mitteln ausgetragen wird. Darum dreht sich auch der scharfe politische Konflikt um die Präsidentschaft von Trump, der gleich am ersten Amtstag TPP beerdigt hat.

        Glaubst du im Ernst, die zionistischen Freunde des israelischen Apartheidregimes, der wahhabitischen Terroristen in Syrien und Irak und der Neonazis in der Ukraine würden sich auch nur einen Funken an Trumps xenophober Rhetorik stören, wenn er geopolitisch ihren Interessen dienen würde? Natürlich nicht. Doch der zionistische Propaganda-Apparat wird trotzdem seit zwei Jahren nicht müde dabei, gegen Trump zu schießen.

        Deine Analysen laufen völlig fehl, wenn du das nicht berücksichtigst.

  13. Es gibt mindestens drei kritische Punkte bei den heutigen Ereignissen.

    a) Die Mittel aus dem Ölfeld sind für Damaskus nicht so entscheidend und erst recht wenn man Syrien/Russland/Iran als Einheit sieht unbedeutend, richtig; aber sie ermöglichen es den „SDF“, jede Menge nichtkurdische Truppen zu bezahlen. Offenbar gab es da ja schon ehemalige Terroristen, erklärte Russland- und Regierungsfeinde, jetzt sind auch bis vor kurzem noch Isis-treue anscheinend fliegend einverleibt worden.

    Die Ressourcen der SAA, vor allem personell, sind endlich; nicht auszuschließen, dass sie für einen weiteren Kraftakt (nach dem Sieg über ISIS und dann über Al Quaida und Freunde) nicht mehr reichen, es also größere Kompromisse geben muss.

    b) offenbar hat es Damaskus nicht geschafft, die dortigen Stämme auf ihre Seite zu ziehen, sie haben ihre Ortschaften und Ölfelder lieber den SDF übergeben, bedenklich.

    c) die Ortschaften, die jetzt die Verbindung der beiden Brückenköpfe (kann im Notfall sehr wichtig werden), sind strategisch für die Saa wichtig; für die SDF völlig unbedeutend.

    Da ging es ganz klar nur darum, der SAA zu schaden.
    Ein sehr mieses Verhalten unter „irgendwie Verbündeten“, Bewegungen in diese Orte hätte ich mit massivem Bombardement auf IS-Stellungen (upps, wo kommen da Gelbe her) unterbunden.

    Solch Verhalten zeigt, dass es in den SDF erhebliche Kräfte gibt, die nicht im mindesten an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert sind, sondern klar gegen die SAA arbeiten.

    1. andreas

      „Die Mittel aus dem Ölfeld sind für Damaskus nicht so entscheidend und erst recht wenn man Syrien/Russland/Iran als Einheit sieht unbedeutend, richtig; aber sie ermöglichen es den „SDF“, jede Menge nichtkurdische Truppen zu bezahlen.“

      Guter Gedanke, aber: ist es so schlecht, wenn die SDF über eigene Einnahmen verfügen, anstatt auf Gelder aus USA, EU und KSA angewiesen zu sein? Ein saudischer Minister war ja gerade im SDF-Gebiet, um der SDF saudisches Geld anzubieten – und man kann ziemlich sicher sein, dass mit saudischem Geld politisch explizit oder implizit zumindest Anti-Teheran-Bedingungen verknüpft sind. Wenn die SDF sich von solchen Sponsoren lösen soll, dann braucht sie andere Einnahmen.

      1. Selbst vom Chef der Truppen des Kiewer Putschregimes in öffentlicher Rede bestätigt, hat es in der Ostukraine niemals russische Truppen gegeben. Dennoch wird aus dem imperialistischen Wertewesten immer in Richtung Moskau geredet, wenn es um die Ostukraine geht.

        Hingegen wird nicht einmal ein Geheimnis daraus gemacht, dass auch die „SDF“Banden im Kern sogar aus US-Truppen mit kurdischen Uniformaufnähern besteht.

        SOUTH FRONT, 26. Mai 2016: US Special Forces Fighting Alongside the SDF during the Raqqa offensive, Wearing YPG/YPJ Patches

        southfront.org/wp-content/uploads/2016/05/CjYHBecUgAUV8MO.jpg

        southfront.org/wp-content/uploads/2016/05/CjYHBeaUoAAAhOT.jpg

        southfront.org/us-special-forces-fighting-alongside-the-sdf-during-the-raqqa-offensive-wearing-ypgypj-patches/

        Was die „SDF“-Rekombination angeht im antisyrischen Terrorbuchstabensüppchen, das der Imperialismus seit über sieben Jahren auf seinem selbst geschürten Feuer des Menschenhasses kocht, kann also mit voller Berechtigung direkt in Richtung Washington gesprochen werden.

        „SDF“ ist offensichtlich nur ein weiterer Markenname für Washingtons koloniale Hilfstruppen im Terroraggressionskrieg gegen das syrische Volk.

        Und wie alle durch koloniale Hilfstruppen verbrochene Aggressionskriege des Imperialismus, so soll offenbar auch die US-geführte „SDF“-Kolonialhilfstruppe durch Plünderungen finanziert werden. „Der Krieg ernährt den Krieg.“ Industriemaschinen und Kunstgegenstände sind nicht mehr genug da, also geht es an Syriens Bodenschätze.

        Den ständig benötigten Munitionsnachschub für die US-Kriegswaffen sowie Reparaturen der bekanntermaßen stark wartungsanfälligen US-Fahrzeuge, dürfte es ohnehin nur mit Genehmigung der Herrschaften in Washington geben, als Gegenleistung für entsprechenden Kadavergehorsam.

        Ausgehend von dieser Art US-„Unabhängigkeit“, erscheinen mir Aktionen dieser zudem natürlich völkerrechtlich strafbaren „SDF“-Kolonialhilfstruppe viel eher plausibel erklärbar.

  14. Ich bin wieder einmal enttäuscht das es genauso kam wie es von mir erwartet wurde. Die US Proxys nehmen die Öl Felder und schnürren die SAA ab. Nein, ich sehe es nich als unbedeutend an.

    Es ist ein ganz klar ein Szenario was sich Angekündigt hatte und die SAA kann es dennoch nicht verhindern. Ob es Prio hatte? Natürlich. Wer gibt seine einzige nennenswerte Exportware aus der Hand?

    Zumal auch noch jede Öl Quelle unter US Proxys eine zu viel ist. Da musst du auch mal schneller sein. Luftlandungen machen und den Gegner überrumpeln. So aber wird alles „Gelb“ bis runter.

    Daran gibt null Vorteile für Syrien. Nur Nachteile ergeben sich daraus.

      1. Ja, nicjt einzigste aber wichtigste. Und die Soros Karte von 1999 nimmt Form an. Die Trennlinie wird fast genau so aussehen dort.

        Syrien verliert 1/3 seines Landes an Kurden und US Terroristen und hat kaum Zugang zum Irak später. Es wird sehr schwer sein eineLuft und Landbrücke über den Irak zu halten. Es.wird einfach sehr Opferreich werden später dies zu halten.

        Wichtig ist die Einnahme des Flugplatzes östlich des Flusses. Nicht das die USA von hier aus Jets stationiert und die Luftbrücke kappt.

        Das ganze ist ungemein Ärgerlich. Der IS wird von der USA angeleitet und nur gegen die SAA geworfen und nebenbei gehen die US Terroristen einfach so über den Fluss mehrmals und Hopsen von Öl Feld zu Öl Feld stecken die Fahne in den Sand und fahren weiter und unter dem Rock sind es in der Regel US Spezial Forces.

        Die These Städte und Menschen sind wichtiger stimmt aner nur zum Teil. Das „Gelbe“ geht nun bald bis ganz runter. Es fehlt nicht mehr viel und Syrien ist ganz vom Irak abgeschnitten. Zumal es große Teile seiner Armee nun da binden wird müssen um diesen schmalen Flaschenhals zu wahren.

        Mag mir nicht Ausdenken wenn die Saudis mal kurz nach oben rollen und das auch noch Abschnürren mit der Begründung Iran oder so. Der Irak wird kaum dagegen was machen können. Zumal das ja auch dieser netten Karte von 1999 dienlich sein könnte.

        Immerhin wird Kritik hier nun auch zugelassen. Und diese ist wichtig.
        Die Achse des Widerstandes muss lernen genauso schnell zu handeln.

        So ein Terror Proxy Staat unter halb legalen Kurden Banner ist mit dem Öl, was der Türkei als Köder hingehalten wird, viel gefährlicher als der IS es je war.

        Syrien wird teuer aber sehr richtig gehalten aber dann muss es auch nachhaltig gehalten werden. Es bringt nichts als eigene Insel mit kleinem Anschluss ans Meer selbst hoffen zu müssen das die russische Marine das stets offen halten kann. Das wird es kaum wenn die NATO heute schon übt wie es Russland im schwarzen Meer abschnürren kann. Die Route über den Irak muss so breit wie möglich sein deshalb.

      2. Und all dies Humanitäre wollten sie auch in Syrien zerstört sehen, diese humanitär-linksliberal, konservativ oder wie auch immer getarnt rechtsextremistischen Schreibtischfaschisten und deren Mörderbanden religiös maskierter Stiefelfaschos.

        Offenbar als hilfloser Versuch, sich von Verbrechen gegen den Frieden[1] reinzuwaschen, kam aus dem britischen Parlament des Nato-bewaffneten Imperialismus die Bestätigung dessen, worauf – damals in übelster Goebbels-Manier kriegspropagandistisch niedergebrüllt – bereits Anfang 2011 hingewiesen worden war:

        Antikrieg, 16. September 2016,
        „Die wirtschaftlichen und politischen Beweggründe Frankreichs: Der Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten bestätigt, dass „Frankreich im Februar und März 2011 die Führung der internationalen Gemeinschaft übernommen hat, als es darum ging, die militärische Intervention in Libyen voranzutreiben“. Als nächstes kam das Vereinigte Königreich, gefolgt von den Vereinigten Staaten von Amerika.

        Der Bericht stellt fest, dass die Hauptgründe für die von Frankreich forcierte militärische Intervention in Libyen in erster Linie Gaddafis „fast unerschöpfliche finanzielle Mittel“, die Pläne des libyschen Führers, eine alternative Währung zum französischen Franc in Afrika zu schaffen, „Gaddafis langfristige Pläne zur Ablösung Frankreichs als dominierende Macht im frankophonen Afrika“ und der Wunsch, „den Einfluss Frankreichs in Nordafrika zu verstärken“ waren.

        Die Libyen-Untersuchung, die im Juli 2015 gestartet wurde, basiert auf über einem Jahr Forschung und Interviews mit Politikern, Wissenschaftlern, Journalisten und mehr. Der Bericht, der am 14. September 2016 veröffentlicht wurde, deckt auf:

        – Gaddafi plante nicht, Zivilisten zu massakrieren. Dieser Mythos wurde von Rebellen und westlichen Regierungen übertrieben, die ihre Intervention auf mangelnde geheimdienstliche Information gründeten.

        – Die Bedrohung durch islamistische Extremisten, die einen großen Einfluss auf den Aufstand ausübten, wurde ignoriert – und die Bombardierung durch die NATO hat diese Bedrohung noch verschlimmert und dem ISIS eine Basis in Nordafrika verschafft.

        – Frankreich, das die militärische Intervention initiierte, war durch wirtschaftliche und politische Interessen motiviert, nicht durch humanitäre.

        – Der Aufstand – der gewalttätig und nicht friedlich war – wäre wahrscheinlich nicht erfolgreich gewesen, wenn er nicht militärische Unterstützung aus dem Ausland erhalten hätte. Auch ausländische Medien, insbesondere Qatars Al Jazeera und Saudi-Arabiens Al Arabiya, verbreiteten unbewiesene Gerüchte über Gaddafi und Libyens Regierung.

        – Die NATO-Bombardierung stürzte Libyen in eine humanitäre Katastrophe, tötete Tausende von Menschen und vertrieb weitere Hunderttausende, wodurch das Land mit dem höchsten Lebensstandard in Afrika, in einen vom Krieg zerrütteten, gescheiterten Staat verwandelt wurde.“ Mehr unter http://antikrieg.com/aktuell/2017_10_23_bericht.htm

        Gegen den Strom, 24. September 2016: Britisches Parlament: Kriegsgrund gegen Libyen waren (wieder einmal) Lügen

        https://marbec14.wordpress.com/2016/09/24/britisches-parlament-kriegsgrund-gegen-libyen-waren-wieder-einmal-luegen/

        [1] SZ, 22. März 2011, Britisches Parlament für Libyen-Einsatz
        http://www.sueddeutsche.de/politik/krieg-in-libyen-bomben-auf-tripolis-1.1075376-2

  15. Replik an PB:
    Niemand hat bezwefelt, dass es eine zionistische Lobby gibt in den USA, die starken Einfluss hat. Übrigens in Deutschland beabsichtigt womöglich noch mehr. Auch gibt es z.B. ein türkische Lobby oder gar andere. Zum Beispiel eine Saudische, bis zu den Bushs und Clintons und darüber hinaus. Doch haben sie kaum großen nachaltigen Einfluss, wie die zionistische. Warum? Weil der Zionimus ist ihr Baby; großgezogen als Stachel im Fleisch des Nahen Osten. Und die Saudis, ebenso die Muslimbrüder, auch eine Kreation von Britannien, die nächsten Banditen.

    Doch was ich aussagte, ist was anderes, was völlig anderes:
    „Übrigens: Die Mähr von der jüdischen, heute zionistischen, Weltverschwörung ist blödsinn und pure Ablehnkung. Es ist allerdngs eine kapitalistisch-imperialistische. “
    Und etwas weiter oben in meiner Einlassung habe ich es sogar etwas erläutert.
    Es ist also schon ein Unterschied, ein großer Unterschied, nämlich eine starke, einflussreiche Lobby zu haben und von einer jüdischen oder zionistischen Weltverschwörung zu schwadronieren.

    Außerdem: Wenn die Zionisten so strak sind – und man könnte nun glauben, so wie vielerorts beschrieben, diese würden alles beherrschen – wie kommt es dann, dass trotzdem eine Befreiung so dir nichts mir nichts möglich ist in den USA, mit Obama angefangen, wie PB darlegt?

    Meine These ist eine andere: Der Zionismus macht im Nahen Osten, und nicht nur dort, die Drecksarbeit. Sie benutzen Israel. Und Israel wird im Gegenzug verhätschelt, hat viel Narrenfreiheit.
    Sobald Israel nicht mehr benötigt wird, d.h. die Interessen auseinandergehen, oder nicht bringt, wozu es erschaffen wurde, lassen sie sie fallen.
    Nicht der Zionismus beherrscht die Welt, sondern das kapitalistischer System, der Imperialismus, wozu übrigens auch Russland gehört, wenn auch noch ein Emporkömmling.

    Ich denke, meine Analysen laufen überhaupt nicht fehl. Aber gut, dass wir darüber diskutieren können.

  16. gilgamesh

    Ich sehe, dass du länger nicht hier warst, und vermute, dass du die relevanten Artikel hier nicht mitbekommen hast. Ich vermute, dass ist der Grund, dass du mich nicht verstehst. Da du für deine Gegner unbestimmte Begriffe wie „kapitalistisch-imperialistische“, „sie“ und „ihr Baby“ benutzt, vermute ich weiter, dass du humanistisch bis marxistisch orientiert denkst, und möchte dir deshalb so antworten, wie ich glaube, dass du den Sachverhalt am ehesten verstehen könntest.

    Es gibt in den USA und der Welt insgesamt gerade einen heftigen Streit zwischen unterschiedlichen Kapitalfraktionen. Dabei geht es insbesondere um Außen- und Kriegspolitik. Eine der Fraktionen meint, der bewaffnete Kampf um die Aufrechterhaltung von globalem US-Imperialismus und einer unipolaren Pax Americana seien gut für ihre Geschäftsinteressen und die Welt allgemein, und die andere Fraktion meint, das Ziel einer multipolaren Welt, Diplomatie und Waffenstillstände seien besser für ihre Geschäftsinteressen und die Welt allgemein.

    Wie so oft bei Streitigkeiten zwischen verschiedenen Kapitalfraktionen innerhalb imperialistischer Möchte-Gern-Weltherrscher ist der Konflikt ethnisch-sektierisch aufgeladen.

    https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/04/22/der-einfluss-von-juedischem-geld-auf-die-politik-der-usa-in-der-diskussion-bei-j-street/

    Auf der Seite der Unipolaristen spielen in den USA und der sogenannten westlichen Welt seit einiger Zeit zumeist jüdisch-zionistische Großkapitalisten mit starker Bindung an Israel aus den Wirtschaftssektoren Finanzierung und Propaganda die führende Rolle, während auf der anderen Seite vor allem Kapitalisten stehen, für die die mit dem Unipolarismus einhergehenden Wirtschaftssanktionen gegen Gegner der Pax Americana sehr geschäftsschädlich sind, was insbesondere die Ölwirtschaft betrifft. Das US-Militär unterstützt dabei seit etwa 2013, kurz nachdem Obama Chuck Hagel zum US-Verteidigungsminister gemacht hat, vornehmlich die Multipolaristen, weil viele US-Soldaten es leid sind, für israelische Interessen in den Krieg zu ziehen.

    Dieser innerkapitalistische Konflikt zwischen Kapitalfraktionen unipolarististischer Zionisten und Multipolaristen tobt gegenwärtig in der bisher imperialistischen Führungsmacht USA und vielen anderen Staaten, und er transzendiert durch die Institutionen und Parteien. Syrien ist eine der wichtigsten Fronten in diesem Konflikt. Solange du diese globale Konfliktlinie nicht erkennst und berücksichtigst, führen deine Analysen zum nahen Osten in die Irre, insbesondere die zu Kurden und der PKK. Die kurdischen Führungen haben sich in allen vier Staaten, wo sie als Bewegung präsent sind, weitgehend mit Israel und US-Unipolaristen in ein Boot begeben, und verkennen dabei, dass sie nur in Binnengebieten ohne Seezugang eine Präsenz haben, die Staaten, in denen sie leben, inzwischen allesamt im multipolaristischen Lager sind und sie deshalb als Unipolaristen keine Aussicht auf Erfolg mit ihrem Separatismus haben, gleich ob sie rechten oder linken separatistischen Ideen folgen.

    1. Zum Thema „Weltverschwörung“: M. E. kann man die Kooperation von internationalen „Eliten“ durch Lobby-Organisationen und „Denkpanzer“ durchaus so bezeichnen. Damit wird ja nicht nur Einfluß auf Wirtschaft und Politik ausgeübt sondern auch sehr intensiv auf die Meinungsbildung der Bevölkerungen des „Wertewestens“.

      Zum Glück funktioniert diese jahrzehntelang eingespielte Maschinerie inzwischen nur noch partiell. Darum sehen wir zunehmend Kämpfe zwischen verschiedenen Fraktionen der ehemals relativ einheitlich (in Richtung unipolarer Weltordnung) agierenden Kräfte.

      Wichtig ist in diesem Zusammenhang, daß Zionisten nicht jüdisch-gläubig sein müssen. Und die, daß sie normale, einfache, jüdisch-gläubige Bürger genauso bereit sind für ihre Interessen zu opfern wie andere „wertewestliche“ Globalisten-Politiker ihre katholischen, protestantischen, muslimischen, atheistischen, etc Bürger. In Wirklichkeit geht es nämlich um „Oben“ gegen „Unten“. – Das ist jedenfalls meine Schlußfolgerung aus einigen Jahren Beobachtung der globalpolitischen Ereignisse.

      Ein interessanter Begriff, den weiter oben jemand erwähnte, ist m. E. noch „dem Geld folgen“: Es ist ja sicher nicht nur gewachsener moralischer Kompetenz geschuldet, daß ein Teil der Wirtschafts“eliten“ inzwischen Ambitionen zeigen, das Gewinnmodell internationaler Kriege gegen eins durch andere Geschäftsfelder zu ersetzen. Diese „Patrioten“ wissen einfach genau, daß das Kriegsgeschäftsmodell schlicht zu teuer ist. Die USA als Staat sind dabei finanziell ruiniert worden. Die Kriegsgewinnler selbst aber wohl nicht gewillt, die erforderliche Kriegs-, Geheimdienst- und Technikmaschinerie komplett aus eigener Tasche zu bezahlen. – Zumal es inzwischen mächtige Gegen“spieler“ (wie in erster Linie Russland und China) gibt, die den früher kalkulierbaren und sicheren „return of investment“ infrage stellen bzw. komplett zunichte machen können.

      Welche Staaten haben in den letzten Jahren ihre Goldreserven massiv erhöht? Welche ihre Verschuldungsrate (die immer mit entsprechendem, auswärtigem Wirtschafts- und Politikeinfluß korreliert) gesenkt? Welche sind aktuell hinsichtlich technischer, wirtschaftlicher und militärischer Entwicklungen erfolgreicher? Welche verfügen (mittelbar oder unmittelbar) über die größeren und wichtigeren Ressourcen?
      Und auf der anderen Seite: Welche sind bezüglich o. g. Punkte auf dem absteigenden Ast?

      Herrn Erdogan finde ich (mitsamt seiner AKP) sehr unsympathisch (was mich als ethnopluralistisch nicht-türkischen Menschen ansonsten aber rein gar nichts angeht), halte ihn aber nicht für dumm. Daher wird er sehr wahrscheinlich auch „dem Geld folgen“. Sprich: Sein Schicksal nicht mit dem der verarmenden, technisch und militärisch, vor allem aber wirtschaftlich absteigenden Kräfte verbinden, sondern weiterhin mit denen kooperieren, die „das Gold haben“ (und dazu die überzeugenderen weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Konzepte).

      Der Akteur Saudi Arabien ist m. E. nur noch zu begrenzten Destruktionsmaßnahmen fähig, denn seine Existenz ist bedroht und pleite ist er sowieso.

      Viele von uns sind mit dem Bild der „unbesiegbaren“, unbegrenzt mächtigen, reichen und in jeder Hinsicht potenten USA (und ihrer Vasallen) aufgewachsen. Daher fällt das Umdenken verständlicherweise schwer.

      Seit 1967 (Stichwort „Jubelperser“) ist ein halbes Jahrhundert vergangen. Damals waren die Globalisten (mit ihrem gekaperten Flaggschiff USA) auf der Höhe ihrer Vorherrschaft. Das sieht inzwischen glücklicherweise ganz anders aus.

  17. zionistische oder kapitalististisch-imperialistische Weltverschwörung. Wer benutzt hier wen?
    Ich halte das nur für einen scheinbaren Gegensatz, da es hier in weiten Bereichen Überschneidungen gibt.
    So sind in den Institutionen des Kapitalismus Zionisten sehr stark vertreten, sowohl auf der oberen als auch der mittleren Führungsebene. Das betrifft insbesondere die von der Realwirtschaft losgelöste Finanzindustrie, also die, die mit Schulden handeln, damit Geld verdienen und Macht ausüben.
    Dieser Teil des Kapitalismus wächst sehr viel stärker als der Rest der Weltwirtschaft. Dort liegt auch der Kern der zionistischen Macht, sie kontrollieren und lenken die weltweiten Kapitalströme, zwar nicht absolut und alleine, aber zu einem großen Anteil.

    Sie sind auf diesem Gebiet dominant und auch erfahren und fähig,
    aber nicht allmächtig, wie z. B. die Politik Chinas zeigt.

    Zum Verständnis ist es vielleicht besser, nicht den vorbelasteten Begriff Verschwörung zu verwenden, es geht einfach um Macht , Einfluss und Kontrolle, aber auch um die Fähigkeit, das ganze System überhaupt zu verstehen.

    In den imperialistischen Institutionen, zum Beispiel im US Kongress haben die Zionisten auch eine sehr starke Position, wie das Parteibuch immer wieder sehr genau darlegt. Sie versuchen die vorhandenen imperialistischen Strukturen und Denkweisen sehr effektiv so zu lenken, dass sie ihren Interessen dienen.
    Sie sind zum Glück nicht allmächtig, sie machen auch Fehler und die Trump Regierung arbeitet daran, ihren Einfluss zurückzudrängen, sie aber tun dagegen alles um Trump zu schaden und ihn loszuwerden.

  18. Triangolum

    „Das „Gelbe“ geht nun bald bis ganz runter. Es fehlt nicht mehr viel und Syrien ist ganz vom Irak abgeschnitten. Zumal es große Teile seiner Armee nun da binden wird müssen um diesen schmalen Flaschenhals zu wahren.

    Mag mir nicht Ausdenken wenn die Saudis mal kurz nach oben rollen und das auch noch Abschnürren mit der Begründung Iran oder so. Der Irak wird kaum dagegen was machen können.“

    Man muss es aber auch nicht übertreiben.

    Wenn man realistische Szenarien annimmt, sieht das ungünstigste so aus, dass die SDF wirklich „bis ganz runter“ am Ostufer geht.

    Aber dann bleibt kein „Flaschenhals“ zum Irak, sondern mehrere hundert Kilometer Grenze, dabei die leistungsfähige Straße Deir ez Zour – Abu Kamal.
    Auf irakischer Seite ist östlich von DeZ quasi gar nichts.

    Für eine Landverbindung Iran-Levante muss es immer durch sunnitische Gebiete im Irak gehen, kurdische oder arabische; man braucht also ohnehin Bündnispartner, die sich aber im Irak auch finden lassen.

    Ein Vorstoß Saudi Arabiens bis zum Euphrat bei Al Qaim ist geradezu absurd, das könnten die gar nicht (siehe Jemen).
    Denkbar ist eine Finanzierung einer weiteren „sunnitischen Entität“; allerdings konnte diese, also der IS, nur derart groß werden, weil die Amerikaner mindestens wohlwollend weggeschaut, wenn nicht offen unterstützt, haben.

    Das kann man nun für die nächsten Jahre zumindest ausschließen; wenn Trump eines nicht passieren darf, dann dass eine neue Terrorbande unter seinen Augen groß wird und Territorien beherrscht.

  19. „…Ich halte das nur für einen scheinbaren Gegensatz, da es hier in weiten Bereichen Überschneidungen gibt.“
    – Seh ich auch so. Das Wort „Verschwörung“ ist dabei m. E. überflüssig geworden: „Verschwörungstheorie“ (als oft benutzte Diskriminierung von erkannten Zusammenhängen und Fakten, die die Globalisten lieber hinter dem Vorhang gehalten hätten) ist inzwischen zu großen Teilen als Verschwörungspraxis verifiziert und von daher obsolet. Zielführender ist es m. E. z. B. von Kartellen und globalen Konzepten zu sprechen. Zumal in einer Zeit, in der die ehemaligen „Verschwörer“ sich gegenseitig an die Gurgel gehen.

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