US-Präsident Trump „dezertifiziert“ UNO-Sicherheitsratsresolution 2231

US-Präsident Trump hat heute in einer „mit einem Stapel von wahnhaften Behauptungengarnierten Anti-Iran-Rede erklärt, dass er dem US-Kongress gegenüber zukünftig nicht mehr zertifizieren wird, dass der Iran sich an den in UNO-Sicherheitsratsresolution 2231 zu einem verbindlichen Teil des Völkerrechts gewordenen Iran-Deal JCPOA hält, neue US-Sanktionen gegen die iranischen Revolutionsgarden auf den Weg gebracht und damit gedroht, den JCPOA zu beenden, wenn daran keine ihm gefallenden Verbesserungen gemacht werden.

Damit ist nun der US-Kongress am Zug, doch der von Gegnern des Iran-Deals dominierte Kongress dürfte sich nun vermutlich schwer tun mit konkreten praktischen Schritten.

Kristina Wong beschreibt die von Trump in seiner Rede angekündigte „neue Iran-Politik“ der USA bei Breitbart mit freundlichen Worten. Jenseits von Breitbart freundliche Worte für Trumps neue Iran-Politik zu finden, ist jedoch schwierig. Die anderen Unterzeichner des JCPOA, also die EU, Deutschland, UK, Frankreich, Russland, China und Iran, äußerten sich durch die Bank total ablehnend. Lediglich aus Israel und Saudi Arabien kamen dazu freundliche Kommentare.

Jennifer Rubin meint, Trump habe am Tag Eins der neuen Iran-Politik die USA von ihren Verbündeten isoliert, überparteiliche Unterstützung im Kongress verloren und die Aufmerksamkeit von Irans nicht-nuklearem Verhalten hin zu Hinweisen auf die Nichteinhaltung des Deals durch die USA zu schieben. Jennifer Rubin findet das als glühende Unterstützerin des aggressiven Apartheidregimes von Tel Aviv natürlich ganz schrecklich. Aber wer Israel und die israelische Kriegslobby nicht so toll findet, der mag das Ergebnis des ersten Tages von Trumps neuer Iran-Politik weniger schlimm finden.

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28 Gedanken zu “US-Präsident Trump „dezertifiziert“ UNO-Sicherheitsratsresolution 2231

  1. „…die USA von ihren Verbündeten isoliert“ – Wer öfter Analitik liest kommt auf den Gedanken, daß das Trumps Intention entspricht. Und Drohungen (z. B. gegenüber Nordkorea) haben wir ja auch schon einige gehört…
    Große Hoffnungen sollten sich die Feinde des Irans m. E. nicht machen (und Herr Barzani auch nicht).

  2. Blue Angel

    Ich meine, die Behauptung, dass es Trumps Intention entspricht, die USA von ihren Verbündeten zu isolieren, geht am Kern vorbei. Ich glaube vielmehr, dass Trump und die Leute, die hinter ihm stehen, ihr Land zurück wollen und deshalb die Macht der Israel Lobby begrenzen wollen. Ferner meine ich, dass sie bereit sind, das US-zionistische Empire abzubauen, soweit das diesem Ziel im Weg steht.

    Der Unterschied ist nicht so ganz groß, kann aber im Einzelfall doch erheblich sein.

    1. Parteibuch, Hauptsache, sie kümmern sich letztendlich um ihren eigenen Kram (da gibt´s ja genug Baustellen) und lassen den Rest der Welt in Ruhe.

    2. @ PB

      Ist doch das gleiche. Wie stresst man die Israel Lobby extrem an? Man haut einen unüberbrückbaren Keil zwischen sich und die Vasallenstaaten. Und der Keil ist hiermit eingeschlagen. Die Lobby kann nicht anders, sie muss das „harte Vorgehen“ beklatschen und verliert dadurch die Unterstützung der EU und UK usw. – wenn das dann überhaupt eintritt! Ich rechne ja immer noch mit einem Schwenk Deutschlands und damit der EU zugunsten der Zionisten und Sanktionen…auch wenn es vielleicht zunehmend unwahrscheinlicher wird…bald werden wir es wissen, ob die EU und D seine eigenen Worte ernst nimmt….

  3. Das war eine großartige Rede mit verdammt viel heißer Luft; zur Beruhigung Israels und als Beschäftigungstherapie für den US-Kongress, und hatte mit dem angekündigten Sturm vor der Ruhe rein gar nichts zu tun.

    …Und nun die Wettervoraussage bitte.

  4. Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen… genau die Situation eingetreten, die das PB vor einigen Tagen vorausgesagt hat.

    😉

  5. Der Satz des PB bringt es auf den Punkt:
    „Ich glaube vielmehr, dass Trump und die Leute, die hinter ihm stehen, ihr Land zurück wollen und deshalb die Macht der Israel Lobby begrenzen wollen. “

    Wobei das Erste die eigentliche Agenda ist und das Zweite die logische Folge. Allerdings sollte nicht zu viel Tiefe in Trumps Denken und Handeln interpretiert werden.
    Ihm gar strategisches Denken zu unterstellen und das auch noch um drei Ecken herum ist eine Beleidigung an alle die dies wirklich können und tun. Allen voran fallen mir hierzu die Russen ein.

    Für mich ist Trump ein Vierjähriger, gefangen im Körper eines 71-jährigen.
    Er ist trotzdem unterm Strich (siehe Zitat oben) ein Glücksfall.

    Und doch laufen die Schweinereien in Syrien seitens der USA nahezu unvermindert weiter. Wenngleich da differenziert werden muss, insbesondere die CIA und die Armee kochen da unterschiedliche Süppchen.
    Ich glaube eher, dass die arabischen Pfeffersäcke eingesehen haben, dass es keinen Sinn mehr macht schlechtem Geld (weil man in Syrien auf der Verliererstraße ist) noch weiteres gutes Geld hinterherzuwerfen.

    Und daran, dass weiterhin alle auf dieser Welt heftigst angerempelt werden, die nicht nach der Pfeife der USA tanzen, daran hat sich leider nichts geändert (aktuell Nordkorea und Iran).

      1. Julian Assange sieht das anders…. Sorry, habe den Link vergessen..

    1. Hotzenplotz

      Im Team Trump gibt es Leute mit unterschiedlichen Qualitäten.

      Für geopolitische Planung ist zum Beispiel Lieutenant General H. R. McMaster zuständig, der als gut ausgebildeter und umsichtiger Planer gilt, der in der Lage ist, über den Tellerrrand zu schauen und außerhalb üblicher Prämissen zu denken.

      Trumps eigene besondere Fähigkeit liegt hingegen im Show-Bereich. Hier zum Beispiel ist Trump ganz in seinem Element:

      Trump weiß, wie US-amerikanische Volksmassen zu begeistern sind. Das kann Trump so gut wie kaum jemand anders.

    2. Hotzenplotz sagt: – 14. Oktober 2017 um 10:40

      Für mich sind Leute welche meinen aus Medieninformationen sich tatsächlich ein Urteil über Menschen bilden zu können / müssen nicht im Ansatz ernst zu nehmen. Ähnlich wie Leute die meinen unsere Medien die „Wahrheit“ verkündigen.

  6. Trump regiert ja ohne parlamentarische Mehrheiten. Zugleich muss er ja auch unterschiedliche Interessen unter einen Hut bekommen. So ist es unklar, welche Handlungsspielräume er tatsächlich hat. Wo er den Ball anderen zu wirft damit es versandet oder damit sich was ändert.
    Letztlich arbeitet er halt seine Wahlversprechen ab und wird am Ende eine Bilanz ziehen. In der Bilanz wird er aufzeigen, dass er ganz viel probiert hätte, jedoch es an anderen liegt, wenn sich nichts getan hat – etwa bei Obamacare. Ob sich Trump diplomatisch ausdrückt oder nicht ist völlig egal. Ob er die verdeckten und illegale Kriege seiner Vorgänger weiterführt hingegen nicht. An den Taten muss man Personen messen.

    1. Reisender

      Ja, so sieht es aus: An den Taten muss man Personen messen – und an Ergebnissen.

      Ich glaube, Trump führt im Grunde in ganz wesentlichen Punkten die Agenda von Obamas zweiter Amtszeit fort. Man betrachte da etwa den Krieg in Syrien und Irak, den sowohl Obama in seiner zweiten Amtszeit als auch Trump gegen ISIS und Al Kaida und nicht gegen Assad, Putin oder Iran führen. Da sind sogar die gleichen Leute in Schlüsselpositionen geblieben: Brett McGurk etwa, und auch Joseph Dunford. Und Obama hatte in seiner zweiten Amtszeit immer wieder Probleme, diese Israel überhaupt nicht in den Kram passende außen- und kriegspolitische Linie durch den von der Israel-Lobby dominierten Kongress zu bringen. Trump scheint mir dabei aber ein besserer Showman zu sein als Obama. Trump ist unglaublich geschickt darin, das US-Wahlvolk mit Worten zu begeistern, und sie dabei gleichzeitig mit Nebensächlichkeiten von den tatsächlich wichtigen und hart umkämpften politischen Entscheidungen abzulenken, etwa die geopolitische Ausrichtung der USA.

      Dabei glaube ich, sieht die Bilanz, die Trump zur Wahl 2020 seinem Wahlvolk präsentieren wird, bislang gar nicht schlecht für seine Anhänger unter den Wählern aus:

      – die US-Wirtschaft brummt.
      – und an der Mauer nach Mexiko wird zumindest weiter gebaut werden.
      – ISIS in Syrien und Irak wird besiegt sein.
      – Krankenversicherung wird für junge Leute wieder billiger.

      Und, ich glaube, auch für seine Unterstützer unter den US-Eliten wird er eine Menge in seiner Bilanz vorzuweisen haben:

      – TPP beerdigt und beim Umbau der Welt von angestrebter globaler US-Hegemonie in eine multipolare Welt vorangekommen
      – globalistische Israel-Lobby, wenn nicht zertrümmert, so doch wenigstens in Schach gehalten
      – US-Energie- und Realgüterbranche macht gute Geschäfte

      Richtig schlecht ist Trumps Bilanz nur aus Sicht der zumeist strikt zionistischen Globalisten, die die ganze Welt unter Stichwirten wie „liberale Weltordnung“ in ein US-Imperium verwandeln wollen. Aber das sind eben die politischen Gegner, die zu bezwingen Trump ja schließlich auch angetreten ist.

      1. Interessante Analyse mal wieder liebes PB.
        „Trump ist unglaublich geschickt darin, das US-Wahlvolk mit Worten zu begeistern, und sie dabei gleichzeitig mit Nebensächlichkeiten von den tatsächlich wichtigen und hart umkämpften politischen Entscheidungen abzulenken, etwa die geopolitische Ausrichtung der USA.“
        Trump ist kein grandioser Showman m.M. nach, aber gut genug um das amerikanische Volk zu verar***en. Als ich das erste Mal im Vorwahlkampf auf ihn aufmerksam geworden bin, dachte ich wirklich „Was für ein Volltrottel“. Kann auch sein, dass ich mich irre, denn er ist für mich noch immer nicht zu durchschauen 🙂

      2. „Ich glaube, Trump führt im Grunde in ganz wesentlichen Punkten die Agenda von Obamas zweiter Amtszeit fort.“

        Nein 100% nicht.

        Trump will einen Deal haben, von der Position des Stärkeren. Im Prinzip erpresst er gerade China und Russland mit Korea und den Iran und Venezuela mit den Sanktionen.

        Bekommt er nicht seinen „Deal“ dann werden wir sehen wie es weitergeht. Aber momentan sind wir in der Dealstufe

        Trum the Dealmaker ist das Stichwort.
        Natürlich wird der Deal extrem teuer, aber besser als Sanktionen oder Krieg ist Trumps Devise.

        Obama war einfach nur stur und hintf….. auf seinen Weg

        Aber könnte stimmen, dass er sich einen feuchten um Israel schert.
        Aber da bin ich mir nicht so sicher wie das PB.

      3. Bei der Mafia nennt man das Schutzgeldzahlung.

        Das will der __jetzt__ nicht nur von seinen Vasallen haben,
        sondern jetzt auch noch von seinen Feinden

        lass es uns einen Deal nennen 😉

      4. sg

        „Trump will einen Deal haben, von der Position des Stärkeren.“

        Da wäre ich mir nicht so sicher. Trump hat sich für die Neuverhandlung des Deals eine unglaublich unvorteilhafte Koalition zurechtgezimmert: Breitbart, Netanjahu und König Salman sind seine wichtigsten Verbündeten für die Neuverhandlung des Deals. Er hätte kaum Leute finden können, die in Deutschland und der EU noch unpopulärer sind. Praktisch der ganze Rest der Welt findet sich damit plötzlich im Lager von Iran wieder, angefangen von Trumps eigenem Verteidigungsminister Mattis über Merkel und Macron bis hin zu Theresa May, die Trump ansonsten wie ein Schoßhund gehorcht und die überhaupt kein Interesse daran hat, Merkel in einer Auseinandersetzung mit Trump zu folgen.

        Richard Nathan Haass zum Beispiel scheint stinksauer auf Trump zu sein, weil diese von Trump arrangierte Konstellation der Kräfte vermutlich darauf hinausläuft, Iran diplomatisch zu stärken anstatt Iran zu schwächen:

        None of this is meant to argue that the JCPOA is a good agreement. Still, Trump’s decision not to certify was unwarranted and ill-advised. The agreement was the result of a collective effort. American unilateralism now could make forging a common front against Iran much more difficult in the future

        Sollte Trump in ein paar Monaten, nach harten Verhandlungen, wo einige kosmetische Änderungen – oder substantielle Änderungen zum Vorteil Irans – am Iran-Deal vereinbart werden, plötzlich eine Kehrtwende machen und sich – der Ansicht von Mattis folgend – zu dem Deal bekennen, der dann sein Deal ist, sind Israel, die Saudis und die Lobby allein auf weiter Flur und stehen im Regen.

        Ich meine, die Chancen stehen sehr gut, dass es so kommt. Und das wäre dann genau die Fortsetzung der Politik Obamas – so wie sie auf den Schlachtfeldern in Syrien und im Irak auch zu sehen ist. Trump wäre dann wie Obama in seiner zweiten Amtszeit in einer informellen Allianz mit Iran und Russland gegen Israel und Saudi Arabien. Wobei, denkbar ist es, dass Salmans Moskau-Besuch wegweisend sein wird und Saudi Arabien genau wie die Türkei aus der Koalition mangels Siegchancen bald aussteigt. Dann wären Israel und die Lobby ganz allein – also in einer perfekten Position, um endlich global zum entscheidenden Gegenangriff gegen die Lobby übergehen zu können.

      5. „…., Netanjahu und König Salman sind seine wichtigsten Verbündeten “

        Die brauch er doch auch nicht. Die spielen in seinem Deals keine Rolle.
        Vielleicht haben die auch nur Angst die nächsten für höhere Tribut-Zahlungen zu sein . Egal die sind ___erstmal___ unwichtige Gestalten.
        Wie schon gesagt ihn geht es erstmal nicht um einen Krieg. So denke ich es zumindest

        Er will CASH .. Das maximale was er bokommen kann.
        Die Mafia nennt das …….. ( hatten wir schon )

        ————————————————————————————————–

        „Praktisch der ganze Rest der Welt findet sich damit plötzlich im Lager von Iran wieder“

        Was ist wenn er die Sanktionen wieder einführt, wenn er die „halbe Welt“ ignoriert ?
        Was denkst du was die „halbe Welt“ machen werden ?

        Nicht mehr seine Schuhe lecken ?
        Die NATO – Militärausgaben kürzen ?
        Sanktionen ihrerseits einführen ?

        Nix wird passieren, die werden sich wie Strassenköder leise ins Gebüsch verziehen.

        Fakt ist
        Er wil einen „Deal“
        und keiner wagt es die Amis zu Fall zu bringen ( sprich anzugreifen )
        Ein finanziellen Kollaps überleben die Amis und sind danach immernoch die Führungsmacht.

        Die sind nur zu besiegen wie es die Chinessen machen
        Sich immer mehr vom Kuchen ( Weltwirtschaft ) zu schnappen
        Die Chinessen werden die Amis wohl nie angreifen und das wird das USEnde sein. Das ist meine Meinung, könnte aber auch daneben liegen

        Aber sicher bin ich mir „the Dealmaker want a deal“ und Sanktionen und Krieg sind keine guten Deals

        PS.
        zum Thema Krieg – siehe das Resultat im Irak
        Da sind sich glaube alle einig, dass war kein guter Deal

      6. habe geschrieben
        „Die Chinessen werden die Amis wohl nie angreifen “

        meine es andersrum, also
        Die Amis werden die Chinessen wohl nie angreifen und das wird deren Ende sein. Wenn die nicht vorher irgendwie die Kurve bekommen. Was ich nicht glaube

      7. @Parteibuch

        „sind Israel, die Saudis und die Lobby allein auf weiter Flur und stehen im Regen“

        Ja, so deute ich die Entwicklung auch. Aber was kommt dann? Mit Regen können die ja schon seit vielen Jahren gut umgehen. Und höchstwahrscheinlich werden es aufgrund der globalen Verflechtungen wieder wirtschaftliche Interessen sein, die andere dann schnell – um in Deinem Bild zu bleiben – einen Regenschirm hinhalten lässt.

        Nun gut, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es diesmal anders laufen wird. Wir werden es sehen.

      8. sg

        So, wie ich das sehe, sind wir vor Allem unterschiedlicher Meinung, was die zukünftige Entwicklung betrifft. Ich meine, Trumps Dezertififierung des IranDeals wird Israel und die Israel-Lobby im Endeffekt schwächen, und glaube, dass genau das es ist, was Trump beabsichtigt, und du meinst es kommt genau andersherum, und das sei es, was Trump beabsichtigt.

        Ich glaube, niemand kann sich dabei ganz sicher sein. Schauen wir also mal, wie sich das demnächst in der Realität entwickelt.

      9. „IranDeals wird Israel und die Israel-Lobby im Endeffekt schwächen, und glaube, dass genau das es ist, was Trump beabsichtigt, und du meinst es kommt genau andersherum“

        Ich betrachte das erst mal nicht.
        Israel-Lobby ist erstmal Innenpolitik der Amis. Da kenne ich mich nicht aus. Diese Sache interessieren mich erstmal nicht. Ich weiß nur er wird gesponsert von „einem“ Öl Multi, liebt das Militär und er nennt sich selber einen Dealmaker und war fast pleite. Ausserdem ist er glaube ein sehr misstrauischer Mensch. Alles erstmal keine Kritik. Den für mich ist er ehrlich in seinem handeln

        Obama war eher fremdgesteuert von seinen Geheimdiensten und der Finanzlobby und im Gegensatz zu Trump extrem unehrlich ( „Wasser predigen und Wein saufen“ )

        ———————————————-
        Ich denke Trump probiert alle Länder auf dieser Welt zu schwächen.
        Schutzgeld von allen Ländern auf dieser Welt. Was passiert wenn einer seinen Deals nicht zustimmt, genau das werden wir sehen in den nächsten Tagen /Wochen.

        Darum ging es mir und nicht um die Israel-Lobby, die ist ja __glaube__ mehr in der Finanzindustrie zu suchen und mit der hat Trump sicherlich ein Problem.

        PS.
        Ich hoffe ich ärgere nicht zu sehr mit meiner „anderen“ Meinung.
        Wenn ja dann Tschuldigung

  7. Ich kann die amerikanische Politik überhaupt nicht verstehen, mir scheint da ist nur ein Haufen Bekloppter , die sinnlos gegeneinander und gegen die Welt wüten.
    Nur die Analysen des Parteibuchs, die sich schon so oft als richtig erwiesen haben, lassen da
    noch eine Struktur erkennen und zeigen eine Orientierung auf.
    Vielen Dank an dieser Stelle für die großartige Arbeit.

    1. Lieber Ulrich Meier,

      eigentlich ist es ganz gut zu verstehen, zumindest aus der Perspektive, die auch das Parteibuch gerne einnimmt: Es geht um das Ende israelischer Landnahme- und Apartheidpolitik. Trump redet viel widersprüchliches Zeug. Ich schaue auf das, was wirklich passiert.

      Der aktuelle Knaller ist ja, dass er den Iran für den Terrorismus verantwortlich macht. Dabei ist es der Iran, der gegen den IS-Terror vorgeht.

      Deutschland ist es nicht. Israel ist es nicht (Israel ist nicht einmal Teil der militärischen Anti-IS-Koalition). Es ist für mich ein großes Rätsel, wie die überwiegende deutsche und europäische Bevölkerung mit dem Widerspruch umgeht, dass sie Opfer von IS-Terror wie auf dem Berliner Weihnachtsmarkt werden (oder man denke nur an den LKW-Anschlag von Jerusalem, wo Bibi sofort wusste, dass der IS dafür verantwortlich ist), dafür auch noch immer mehr Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheitsrechte durch immer mehr Überwachung dulden, aber sich nicht fragen, warum das militärische und ideologische Zentrum des IS – das sich nach offiziellem Narrativ in Syrien und dem Irak befinden soll – immer noch nicht besiegt ist, ja, warum ihre Armeen nicht einmal gegen den IS vorzugehen scheinen. Selbst Trumps Aussage, dass eine Nato obsolet sei, wenn sie ihre Bürger nicht vor dem Terror schützt, lässt die Bürger nicht tiefer fragen. Schon die Dündar/Erdogan-Causa, also das über ein Nato-Land der IS mit Waffen versorgt wird, lässt die Bürger nicht tiefer fragen …

      Eigentlich müssen wir deutschen Bürger dem Iran überaus dankbar sein, dass wenigstens er gegen den IS vorgeht. Unsere Bundeswehr tut das nämlich nicht. Da bezahlt man gerade 10 Mio für die Rückholung der Landshut, wo man gezeigt hat, wie man im Ausland in Mogadischu den Terror stürmt, aber in Syrien ist die Bundeswehr untätig? Da reden wir immer noch über Verbrechen der Wehrmacht, aber nicht über das Verbrechen der Bundeswehr, deutsche Bürger nicht nachhaltig vor dem IS-Terror zu schützen? Das deutsche Strafrecht stellt das Unterlassen dem Tun gleich.

      Trump bringt diese ganzen Absurditäten ans Tageslicht. Ob er da einem höheren Idealismus oder nur den leeren Kassen folgt, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, was danach kommen wird, also was auf eine Zwei-Staaten-Lösung oder eine demokratische Ein-Staat-Lösung folgt. Der jetzt angestoßene Prozess wird auch die Länder einholen, die ihn angestoßen haben. Eigentlich ist das nur zu begrüßen. Dann wäre der Weltkrieg um Syrien der Katalysator für eine neue Welt und der Frage, woran sich diese Welt ausrichtet.

  8. Al Mayadin dürfte befreit sein, wenn es wahr ist, dann ganz ohne Städtekampf, der Weg zum Omar-Ölfeld wäre damit frei….

    Auch auf Militarymaps ist die Befreiung bereits eingezeichnet, ich hoffe es gibt bald eine offizielle Bestätigung.

  9. Unverständlich an der Strategie des Präsidenten Trump und Mannen ist gar nichts; so man seine Verfahrensweise als Strategie erkennen und anerkennen möchte.

    Den eigentlichen Hammerschlag gegen die leidige Spaltpilzpolitik des Teile und Herrsche hat Trump gegen die Zionisten in Hamburg bei seinem zweiten, unkonventionellen Treffen mit Putin geführt. (Und dafür wurden die Hamburger als Amboß und unfreiwillige Gastgeber stellvertretend ja auch reichlich bestraft, indem exerziert wurde, wie ein „Bürgerkrieg“ mit paramilitärischen Gruppierungen schmecken könnte…)

    Die innenpolitische Spalterei gegen Trump (Trump vs. Tillerson, Trump vs. Mattis, -Ivanka gegen Melania 🙂 erlahmt raschen Schrittes, und der außenpolitischen Spalterei hat der KERL mit dieser heißlulft-Rede gerade den blendensten Reißzahn gezogen. Israel zumindest applaudiert, nachdem es zuvor ganz brav der USA aus der UNESCO folgte. Mit Israels Verhalten also zeigt sich wenigstens ein intelligenter Intrigant, der begreift, was das Stündlein geschlagen hat: Der Schwanz versucht nicht mehr mit dem Hund zu wackeln („Wag the Dog“).

    Der blinde Gehorsam einer zionhöhrigen Merkel oder das schmierige Lavieren eines vatikanischen Parteigängers Seehofer, das transatlantische Geblöke eines Ötschdemir oder eines Lindners spielen dabei überhaupt keine Rolle mehr, sondern zeigen nur das hochnotpeinliche Ende einer zerstörerischen Epoche in Zentraleuropa im Brennglas kafkaesk auf.

    — – Und wer die Literatur liebt, findet im Werk von Elisabeth Frenzel auch die Figur, welche als Archetypus dem Trump inne scheint. Wem aber diese Suche zu aufwenig ist, der nimmt halt den schnarchigen Alleserklärer, Gero von Wilpert 🙂

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