Russland hat Luftangriff gegen die Führung von Jabhat Al Nusra geflogen

Wie das russische Verteidigungsministerium der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur SANA zufolge am heutigen Mittwoch erklärte, hat die russische Luftwaffe gestern in der Provinz Idlib einen Luftangriff gegen die Führung der in Syrien aktiven Al-Kaida-Terrorgruppe Jabhat Al Nusra geflogen, bei dem der Nusra-Führer „Golani“ schwer verletzt worden sein soll und mehr als 60 seiner Terrorkumpane ums Leben gekommen sein sollen.

Das russische Verteidgungsministerium verbreitete zu dem Luftangriff, dessen Koordinaten inoffiziellen Quellen zufolge beim Luftwaffenstützpunkt Ab Dhuhur gewesen sein sollen, folgendes Video:

Russland ist auf die Terroristen der Nusra Front in der zur Deeskalationszone erklärten Provinz Idlib unter anderem deswegen besonders schlecht zu sprechen, weil sie bei einem Großangriff vor einigen Tagen versucht hatten, einige russische Militärpolizisten gefangen zu nehmen, was Russland und seinen Partnern nur mit Mühe zu verhindern gelang. Zu der Frage, ob bei dem angegriffenen Treffen führender Nusra-Terroristen auch ausländische Agenten anwesend gewesen sein könnten, gab es bislang keine Erklärungen.

In einer weiteren Meldung berichtete die syrische Nachrichtenagentur SANA am heutigen Mittwoch, dass die syrische Armee weitere Gebiete an der Straße von Deir Ezzor nach Mayadin eingenommen habe, dort heftig gekämpft werde und es in der Gegend viele Luftangriffe der syrischen Luftwaffe gebe. Inoffiziellen Quellen zufolge soll die syrische Armee bei ihrem Vormarsch von Deir Ezzor Richtung Mayadin westlich des Euphrat inzwischen am Rand des Ortes Boqros Tahtani angekommen sein.

Boqros Tahtani liegt bereits südlich der Stadt Busayrah, die östlich des Euphrat an der Einmündung des Flusses Khabour in den Euphrat liegt. Zur Lage in Busayrah zitierte die iranische Nachrichtenagentur Fars News einen als Anführer des Akidat-Stammes vorgestellten Herrn Sheikh Mohammad Amlah al-Daham dahingehend, dass die US-gestützten SDF-Kräfte ISIS-Kräfte aus diesem und anderen Orten der Gegend angeworben haben, dabei auch versucht haben, Busayrah durch Gespräche einzunehmen, sie mit der kampflosen Übernahme der Stadt jedoch gescheitert seien, weil Stammesführer da der Meinung seien, die SDF-Kräfte und die sie unterstütztenden USA wollten bloß überall die kurdische Fahne hissen und das syrische Öl rauben.

Zur Lage in Zentralsyrien berichtete SANA, dass die syrische Luftwaffe da eine Menge Fahrzeuge der Terrorgruppe ISIS zerstört und eine Anzahl an Terroristen getötet hat und dass die syrische Armee die Dörfer al-Bashir, al-Jarf al-Janoubi, al-Jarf al-Shimali und al-Wastani nahe Jub al-Jarah im östlichen Umland der Provinz Homs eingenommen hat. Inoffizielle Quellen meldeten derweil, dass die syrische Armee in derselben Gegend auch eine Reihe von Dörfern in der Provinz Hama eingenommen und die Bundesstraße 45 da unter Kontrolle bekommen hat. Demnach sehen die Reste der zentralsyrischen ISIS-Tasche, sofern davon überhaupt noch die Rede sein kann, gegenwärtig etwa wie folgt aus:

Des Weiteren meldeten heute inoffizielle Quellen, dass die syrische Armee an der Grenze zu Jordanien entlanggehend von Südwesten kommend weiter nach Nordosten vorgerückt ist, dort nun in die Provinz Homs vorgestoßen ist und nur noch rund 50 Kilometer vom von feindlichen Kräften besetzten syrisch-irakischen Grenzübergang Tanf nebst gleichnamiger Ortschaft und Basis entfernt ist.

Die Basis bei Tanf hat heute auch das russische Verteidigungsministerium in einer Erklärung erwähnt. Demzufolge haben sich da im Ort Rukban, also innerhalb des 50-Kilometer-Umkreises, den die USA dort illegal als ihr nach Belieben zu bombardierendes Gebiet betrachten, vor einer Woche rund 300 ISIS-Terroristen zusammengerottet, und dann von dort aus die Stadt Qaryatain in der Provinz Homs angegriffen und erobert. Dass die ISIS-Terroristen es dabei auf ihrem langen Weg von Rukban nach Qaryatain geschafft haben, sämtlichen offenen und versteckten Kontrollposten der syrischen Armee auszuweichen, betrachtet Russland als Beweis dafür, dass die ISIS-Terroristen dazu über Satellitenaufklärung verfügt haben müssen, die der russischen Einschätzung zufolge nur von den USA gekommen sein könne, was wiederum die Unterstützung der Terrorgruppe ISIS durch die USA beweise.

Das russische Verteidgungsministerium erklärte dazu weiter, wenn die amerikanische Seite solche und andere Geschehnisse als unglückliche „Zufälle“ erkläre, dann sollten sie sich darauf einstellen, dass die russischen Streitkräfte die unglücklichen Zufälle in den von den USA kontrollierten Zonen zukünftig „vollständig vernichten“ würden. Der russische Außenminister Lawrow hatte anlässlich des Staatsbesuches des saudischen Königs in Russland seinerseits in einem Artikel in der Zeitung Asharq Al-Awsat gerade ebenfalls erklärt, dass die USA mit Terroristen unter einer Decke stecken und sie fatale Provokationen verbrechen. Die im syrischen Grenzgebiet zu Jordanien aktiven Terroristen jammern unterdessen darüber, dass Jordanien ihnen am Montag ein zehntägiges Ultimatum zur Übergabe des an der Hauptstraße zwischen Damaskus und Amman gelegenen Grenzüberganges Nassib an die syrische Regierung gestellt habe, was darauf hindeutet, dass Jordanien sich bei der Betrachtung der Probleme mit dem Terror im jordanisch-syrischen Grenzgebiet eher der Sichtweise Russlands als der der USA anschließt.

Die USA selbst stehen dabei unter heftigem Druck von Israel und der mächtigen Israel-Lobby in den USA, die anstelle eines gemeinsamen Vorgehens gegen den Terror von Al Kaida und Kumpanen lieber eine Konfrontation mit Iran, Hisbollah, der syrischen Armee und Russland vorantreiben wollen. Die Liste der damit zusammenhängenden Meinungsverschiedenheiten zwischen dem US-Militär einerseits und Israel und der Israel-Lobby ist in den letzten Monaten lang geworden. US-Oberbfehlshaber Trump will das Militär nach einem Sieg über ISIS abziehen, Israel will, das es bleibt, um Iran in Schach zu halten. Das US-Militär und die Regierung der USA haben gegen das kurdische Referendum im Nordirak ausgesprochen, um den Kampf gegen ISIS nicht zu stören, Israel hingegen dafür. Und Israel und die Israel-Lobby wollen unbedingt, dass US-Präsident Trump den Nukleardeal mit dem Iran aufkündigt, während US-Verteidigungsminister Mattis vor dem Senat erklärte, dass das Festhalten am Deal im nationalen Interesse der USA ist.

Die Sprachrohre und Lakaien von Israel und der Israel-Lobby schießen aus allen Rohren, um US-Präsident Trump endlich dazu zu bewegen oder dazu zu zwingen, die Interessen der USA in der Außen- und Kriegspolitik und besonders im nahen Osten wie gewohnt den Interessen Israels unterzuordnen. Doch dabei bekommen Israel und die Israel-Lobby zumindest im Internet diesmal kräftig Gegenfeuer.

Ex-Militär- und Geheimdienstoffizier Philip Giraldi erklärte in einem vielgelesenen Artikel im Unz Review, dass einige besonders reiche Juden die USA in Kriege für Israel treiben. Und der darauf natürlich folgende Druck der Israel-Lobby gegen Philip Giraldi bewirkte nicht etwa, dass Philip Giraldi klein beigab, sondern ganz im Gegenteil anschließend nachlegte, der Druck beweise bloß, dass er Recht habe, nämlich dass die Freunde von Israel mittels Zwang, Einschüchterung und Angst herrschen. Professor Stephen Walt, der aufgrund seines zusammen mit John Mearsheimer erstellten Papiers „Die Israel Lobby“ vor zehn Jahren von den „Freunden Israels“ heftig attackiert und zur antisemitischen und verschwörungstheoretischen Unperson erklärt wurde, durfte derweil in der vergleichsweise liberalen jüdischen Zeitschrift „The Forward“ in aller Länge ausbreiten, dass die Geschichte ihm seitdem Recht gegeben hat. Und der gut bekannte Journalist Jonathan Cook durfte unterdessen unter anderem im emiratischen The National ausbreiten, dass Israel in der Region seit Jahrzehnten eine Politik verfolgt, die darauf abzielt, die Region ethnisch und sektiererisch zu spalten und Bevölkerungsteile gegeneinander aufzuhetzen, damit Israel vergleichsweise stark dasteht, und Israel eben deshalb als einziges Land der Welt die gegenwärtigen kurdischen Unabhängigkeitsbestrebungen unterstützt. Der Präsident des NATO-Staates Türkei betonte unterdessen anlässlich eines Besuches in Teheran, die Türkei werde der von der Kurdischen Autonomieverwaltung „gemeinsam mit dem Mossad getroffenen“ Entscheidung zur Sezession des Nordiraks niemals nachgeben.

Da kommt also gerade recht kräftig Gegenwind für Israel und die Israel-Lobby, oder, wie man es nimmt, Rückenwind für Bestrebungen des US-Militärs, Israel in zentralen Fragen von Krieg und Frieden die Stirn zu bieten. Die nächsten Tage, in denen US-Präsident Trump eine Entscheidung zu seinem Umgang mit dem Iran-Deal treffen muss, dürfte es also noch hoch hergehen. Israel und die Israel-Lobby haben bei diesem Kampf mitnichten ein klares Gewinnerblatt auf der Hand. Dass Sicherheitskräfte im Irak heute in der ISIS-Tasche Hawija weiter vorangekommen sind, dürfte die Spannung nur noch steigen lassen, denn die Straße von da führt direkt zur von Israels nordirakischem Lakaien Barzani unrechtmäßig eroberten Ölstadt Kirkuk. Sollte es da zu einem Konflikt der irakischen Sicherheitskräfte mit Barzanis Peshmerga kommen, könnte es durchaus passieren, dass sich da die USA und Iran an der Seite des Irak wiederfinden, während Israel an der Seite von Berzani steht. Die EU-Staaten dürften derweil als gehorsamer Lakai für Israel so ziemlich ausfallen, denn die EU dürfte noch eine Weile mit der nunmehr für Montag erwarteten Unabhängigkeitserklärung Kataloniens reichlich beschäftigt sein.

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13 Gedanken zu “Russland hat Luftangriff gegen die Führung von Jabhat Al Nusra geflogen

  1. „Ex-Militär- und Geheimdienstoffizier Philip Giraldi erklärte“

    Danke für die Links. Nicht schlecht..

  2. Die Stammesführer in der Stadt Busayrah sind doch klug, sie wollten ihre Stadt nicht kampflos
    an die SDF und die Amerikaner übergeben.
    Es sieht aber so aus, dass es im IS Gebiet einige gibt, die verhandeln wollen.
    und vielleicht sollte die SAA das Verhandeln nicht nur den SDF überlassen .

    Für die Zukunft Syrien sind die verschiedenen Al Kaida Gruppierungen inzwischen gefährlicher als der IS. Sie haben einen besseren Draht nach Tel Aviv, Washington und London und vor allem zu den Medien, die jedesmal in wütendes geheul ausbrechen, wenn es gegen sie geht.
    Dagegen weint dem IS in den MSM niemand eine Träne nach, die haben sich überall unbeliebt gemacht.
    Der russische Lufftschlag gegen die AL Kaida Führung ist daher schon ein schon ein großer Erfolg
    Die Russen haben gemerkt, wie falsch Al Kaida ist und wie gefährlich.
    Die Vereinbarungen aus Astana sollten jetzt möglchst bald umgesetzt werden, um AL Kaida die Basis zu entziehen. Sonst gibt es nachher die Situation, dass der IS besiegt ist,
    aber AL Kaida ist immer noch da und treibt weiter sein Unwesen, das dann im Westen als Freiheitskampf verkauft wird. beim IS dagegen würde niemand auf die Idee kommen, dass es
    sich um Freiheitskämpfer handelt. deswegen ist AL Nusra/ AL Kaida in seinen verschiedenen
    Formen und Namen auch gefährlicher.

    1. NUSRAFSAISKAIDA… Diese ganze wertewestlich-imperialistisch angerichtete Buchstabensuppe in altbekannter Weise die Funktion kolonialer Hilfstruppen erfüllender, religiös getarnter Mörderbanden. Warum sollte jemand denken, Washington und Gefolge würde auch nur eine Sekunde zwischen Wahhabi-Terrorsöldnern derselben zu Spaltungs- und Herrschaftszwecken aufgebrachten Islamfälschung einer sozial rückschrittlichen und menschenhasserischen, also rechtsextremistischen bis faschistischen Sektenirrlehre unterscheiden oder Russland einen „Krieg gegen Terror“ abkaufen, wenn statt Washington und Gefolge diesen Terrorkrieg als Vorbereitung geplanter Angriffe gegen Iran und Russland sowie der akzeptanzbeschaffenden Einschüchterung der eigenen Bevölkerung verbrechen würden, sondern Russland in Kolumbien, als Vorbereitung eines Angriffs auf die USA? Die würden alle als „Russian Terrorists“ bezeichnet werden und nach sechs Jahren wäre die geistige und militärische Mobilmachung zum Krieg gegen die Russische Föderation als „Reich des Bösen“ wohl längst abgeschlossen.

      In einem Interview vom 3. Oktober 2017 mit der in London ansässigen arabischsprachigen Zeitung Asharq Al-Awsat noch weiter erläuterte Aussagen von Russlands Außenminister Sergei Lawrow, klingen ähnlich wie die Schilderungen des syrischen Außenministers aus dessen Rede vor der UNO-Generalversammlung:

      „Washington betreibt ein gefährliches Spiel, Terroristen in Syrien zu ermutigen, die Regierungstruppen und das russische Militär anzugreifen. Wir werden die aggressiven US-Schritte nicht unbeantwortet lassen, wollen jedoch den politischen toten Punkt überwinden“[1].

      Für mich ist dies, in diplomatischer Sprache ausgedrückt, eine deutliche Warnung vor weiterem Einsetzen jener terroristischen US/ISIS-Bodentruppen, die offensichtlich von Russland und Syrien als solche betrachtet werden und demnach wohl auch werden sollten.

      [1] https://www.rt.com/news/405588-lavrov-us-syria-provocations-russia/

  3. Danke (immer wieder) für die Zusammenschau, wie immer mit Links unterlegt.
    Ich würde mich freuen, wenn Parteibuch
    a) die Sezessionstendenzen in Europa hinsichtlich ihrer geostrategischen Einordnung im Blick behält (mir ist da immer noch Vieles unklar) und
    b) der burmesischen Entwicklung Aufmerksamkeit widmet, zumal nach dem jüngsten Artikel von voltairenet. http://www.voltairenet.org/article198139.html
    Gruß.

    1. kranich05

      Zu den Sezessionstendenzen in Europa, BRICS, Katalonien und was da noch kommen mag, würde ich erstmal sagen, das sah in der langen Geschichte der Welt oft ähnlich aus, wenn ein expansives Imperium sich überdehnt hat: es bröckelt. Aber dieses Imperium scheint mir besonders träge und nicht in der Lage zu sein, gegenzusteuern. Das Imperium ist trotz starker interner Risse nach wie vor im Ausdehnungsmodus, es hat einen Erweiterungskommissar, es hat gerade im Osten die Ukraine assoziiert, es bemüht sich, Serbien und einige weitere Staaten im Südosten und Osten zu schlucken und auch von der Türkei will es partout nicht die Finger lassen. Die Sezessionen und Sezessionstendenzen in Europa und die damit ursächlich oder sukzessiv verbundenen internen Krisen machen die weitere Ausdehnung des Imperiums jedoch zunehmend schwierig. Von daher sehe ich die Sezessionen geopolitisch vornehmlich als Schläge gegen die weitere Ausdehnung des Imperiums.

      Was das arme Myanmar angeht, ist mein Wissen begrenzt. Ich weiß, dass Myanmar eine lange und üble angelsächsische Kolonialgeschichte hat. Ich weiß, dass Myanmar mit großen Mühen das Kolonialregime abgeschüttelt und sich China zugewendet hat. Ich weiß, dass es in Myanmar unzählige ethnisch und religiös geprägte Konfliktlinien gibt. Ich weiß, dass das Imperium und die CIA versucht haben, das auszunutzen, und jede Menge unterschiedliche ethnisch-religiöse Konflikte anzuheizen, um Myanmar für das Abschütteln des Kolonialismus und die Partnerschaft mit China zu bestrafen und Regime Change herbeizuführen. Ich weiß, dass das myanmarische Militär versucht hat, da mit harscher Gewalt einen Deckel draufzumachen. Ich weiß, dass das myanmarische Militär es kürzlich zugelassen hat, die Macht mit der mit einem Friedensnobelpreis ausgezeichnete US-Agentin Aung San Suu Kyi zu teilen und Aung San Suu Kyi sichtbar als starke Figur im Machtapparat des Staates aufzustellen. Ich weiß, dass es im Rohingya-Konflikt zu viel Gewalt und massenhaften Vertreibungs-, Flucht- und Migrationsbewegungen gekommen ist. Ich weiß, dass die UNO sich da kaum drum kümmert und das Thema für die Öffentlichkeit kleinzuhalten versucht, um das Ansehen von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi nicht zu beschädigen. Ich weiß aber nicht, was tatsächlich auf dem Boden in der myanmarischen Provinz Rakhine vor sich geht. Ist es so, dass da buddistische Mobs mit Hilfe des myanmarischen Staates eine hilflose und friedliche Minderheit an Muslimen niedermachen? Oder ist es eher so, dass da radikal-islamisch taktiristische Gruppen einen von sektiererischem Hass getriebenen Terrorkrieg gegen den Rest der Bevölkerung und die Armee führen? Spielt die als „Arakan Rohingya Salvation Army“ bekannte Gruppe wirklich eine große Rolle auf dem Boden in Myanmar oder ist es eher ein PR Fake? Ich kenne Behauptungen und Gegenbehauptungen, aber ich weiß nicht, was am Boden in Rakhine der Wahrheit am nächsten kommt. In so einem Fall einfach die Mitte für der Wahrheit am nächsten kommend zu halten, kann sehr trügerisch und sehr falsch sein. Deshalb halte ich mich zum Thema Myanmar einstweilen zurück. Wenn ich meine, mehr zu wissen, werde ich darüber schreiben.

      1. Besonders aufmerken läßt mich, dass Thierry Meyssan eine Art Einheitsfront der muslimischen Länder Türkei, Iran, Saudi-Arabien behauptete.
        (Allerdings glaube ich, wiederholt bemerkt zu haben, dass T. M. die Rolle Russlands etwas schmälert.)

      2. kranich05

        Wenn ich mir die Berichterstattung in iranischen, saudischen und türkischen Medien anschaue, dann scheint da zumindest eine ziemlich einheitliche Sichtweise vertreten zu werden, dass die Lage in Rakhine so ist, dass da extremistische Buddisten mit Unterstützung der myanmarischen Regierung getrieben von nichts als sektiererischem Hass massenhaft hilflose Muslime massakrieren. Iranische Medien berichten zu dem Thema schon jahrelang und auch Ali Khamenei hat sich dazu schon vor einiger Zeit geäußert, während saudische und türkische Medien, soweit ich das sehe, an dem Thema noch nicht so lang dran sind. Aber wie gesagt, ich kenne die Berichterstattung, kann jedoch schwer beurteilen, wie die Lage sich in Rakhine auf dem Boden wirklich darstellt.

        Was zumindest die Iraner meiner Meinung nach jedoch klar und richtig erkannt haben, ist, dass sich das Thema „Verfolgung der Rohingya“ dazu eignet, dabei zu helfen, diplomatische Gräben in der islamischen Welt, vor allem zwischen Saudi Arabien und Iran, überwinden zu können.

  4. Israel kann es sich eigentlich nicht leisten kann so gegen Russland zu agieren da durch den Holocaust die überlebenden Russischen Juden nach Israel ausgewandert sind. Es gibt geschätzt 1 Million Juden mit russischer Herkunft. Sie haben immer noch Sympathie für Russland. Trotzdem agiert Netanyahu (gut seine Eltern sind polnische Juden, Polen sind Russophob) samt Liebermann (Moldauischer Jude) sehr gefährlich. Dennoch glaube ich nicht an einer grösseren Eskalation. Ich glaube auch das dass ein Faktor ist. Nebst der Stärke Russlands.

    1. Macho

      Aus Russland sind zwar viele Juden nach Israel emigriert, und viele aus der mit dem Zusammenbruch der UdSSR in Verbindung stehenden Emigrationswelle haben auch noch Kontakte nach Russland. Aber in Russland leben nach wie vor viele erfolgreiche und einflussreiche Juden. Aber, seit der Inhaftierung von Khodorkowsky ist klar geworden, dass Russland von reichen russischen Juden erwartet, zuerst russische Interessen zu vertreten. Insofern unterscheidet sich Russland deutlich von den USA und Westeuropa.

      1. Ich glaube du hast mich missverstanden, oder ich dich, ich meinte jedenfalls das die russischstämmigen Juden in Israel aufgrund ihrer Verbindung zur Heimat russische Interessen vertreten jedenfalls zum grösstenteil. Deswegen kann Netanyahu gar nicht zu stark gegen Russland schiessen, das was kommt ist nur ein laues Lüftchen, trotz Aktionen gegen SAA die den Terrorkampf nicht mal verzögert haben. Sogar Jisrael Beitenu die sehr Radikal gegen Palästinenser sind ist eine von russischstämmigen Juden gegründete Partei mit Kriegsminister Liebermann. Ich sehe Israel definitiv als Verlierer, früher oder später müssen sie sich Russland zuwenden.

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